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Alt 23.12.17, 13:46   #229
Aderyn
Forenhofnarr
 
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Zitat:
Zitat von Goldoni Beitrag anzeigen
Ich halte deine Auffassung in dem diskutierten Kontext als nicht zutreffend. Es geht nicht darum, welcher Wert Opfer zugebilligt wird in der Form , wie du es tust ( hier um eine Ebene zur Relativierung zu schaffen). Der Wert des Einzelnen ergibt sich aus dem Wert des Verlustes dieses Individuum für die, die dieses Individuum verloren haben.
Du hältst...., das ist aber auch schon alles.
Deine Meinung dazu.
Und?

Du maßt Dir hier an, zu bestimmen, auf welcher Grundlage und wie man wem einen Wert zubilligen sollte. Dabei unterstelltst Du unterschwellig, dass all die unschuldigen Opfer von Bombardierung, Tieffliegerangriffen, Krieg, Mord und Totschlag, Vergewaltigung, die Detuschen Opfer- wohlgemerkt- von den Hinterbliebenen weniger betrauert und als Verlustr empfunden werden könnten, als z.B. durch jüdischen Hinterbliebene.
Das ist schon an sich hahnebüchen- um mal diesen Begriff - anders als im Wolfsthread- angemessen einzusetzen.

Seltsam auch in diesem Zusammenhang, mit aller Regelmäßigkeit werden die, welche alljährlich seit 1945 der Opfer des Bombenholocaustes bzw. alliierten Terrorangriffes gedenken und somit den empfundenen verlust neu beklagen, angegriffen und es wird der Versuch unternommen, ihnen das Recht auf Verlustbeklagen, auf Gedenken, auf Anmahnen und öffentliches Erinnern abgesprochen.
Nun kann man erahnen, welchem Geist dieses Mündel entspringt, wenn man davon ausgeht, dass der Wert des Opfers angeblich in der Klageintensität bestehen soll, wie Du das zusammenfabuliertest. Dann natürlich wäre es folgerichtig, andere am Beklagen zu hindern, um ihnen dann zugleich aufs ideologische Butterbrot zu schmieren, dass deren Opfer nicht weniger wert sind, was sich nicht nur aus dem verhinderten, nicht anerkannten Beklagen speist, sondern zusätzlich aus der Infamität, diese Opfer seien selbst schuld.
Ich bin sicher, fände man weitere Gründe, würde man nicht zögern, diese umgehend dazuzupacken.
Klar- sogesehen haben die Toten natürlich einen unterschiedlichen Wert- nämlich den, sie ideologisch-politisch nachträglich benutzen zu können. Und nach dieser Lesart stört ein jedwedes Wertempfinden bezogen auf die Bombenopfer vermutlich empfindlich.

Zitat:
Hier geht es und die Prozesse, die Individuen zu Tode bringen, Krieg, Holocaust, Unfälle, Naturkatastrophen etc. Diese Dinge sind im Fall derer Wirken hin zum Tode von Individuen konkret und speziell zu benennen. Es geht darum diese Prozess , Ereignisse, Einwirkungen auf den Menschen durch zutreffende Ansprüche so klar zu machen, dass diese unmöglich werden, verhindert oder sogar geächtet werden.
Und was ändert das? Geht es etwas weniger nebulös, sondern mit einer klaren Benennung dessen, was Du sagen willst?

Zitat:
Diesem Schritt hin zu der zutreffenden Sicht auf die Dinge verweigert du dich ( wie die vielen Relativierungskünstler). Es darf daher angesprochen werden, dass Prozesse hin zum Töten von Individuen in der gezeigten Denke keinem totalen Ausschluss aus den menschlichen Handeln zu Teil wird. Zeigt auch die Heldenverehrungsmanie, Kriegsverherrlichung in den herausgehauen Verlautbarungen aus diesen Kreisen
Was? Wie bitte? Was faselst Du da zusammen: man dürfte ansprechen, dass Tötungsrozessen menschlicher Individuen im gezeigten Denken kein totaler Ausschluß aus dem menschlichen Handeln zuteil wird?
Das hättest Du auch kurz und knapp sagen können.
dennoch würde es nicht ein Jota am Wert eines Opfers verändern- es sei denn, man möchte dies, aus mißbräuchlichen, politischen Gründen.
Das aber hast Du tunlichst vermieden, dazuzuschreiben.

Goldoni- das nimmt ein schlechtes Ende mit Dir - so oder so. Denn vermutlich mußt Du mehr trinken, um verworrener zu schreiben- allerdings wirds dann mit dem Denken zusehends auch schlechter
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Heinrich Heine - Himmelfahrt

Er spricht: Es kommen die Vagabunde,
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