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Vivian
31.08.09, 22:40
Grüne werden Lust und Last erfahren

Im Saarland ist nach der Landtagswahl rechnerisch eine Jamaika-Koalition von Grünen, CDU und FDP möglich. Parteienforscher Franz Walter spricht im Handelsblatt-Interview über die Koalitionsoptionen und Perspektiven der Grünen ? und warum die neue Unübersichtlichkeit im Parteienspektrum einiges ins Rutschen bringen wird.

Weiterlesen... (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gruene-werden-lust-und-last-erfahren;2451389)

Dyrnwyn
01.09.09, 09:10
Die kommunistischen Wurzeln der Grünen:

Preußische Allgemeine Zeitung / Folge 16-08 vom 19. April 2008

Ein neues Kampffeld für die K-Gruppen

Die roten Wurzeln der Grünen: Sogar die spätere Pragmatikerin Krista Sager kam einst vom KBWvon Hans Heckel

Daß die Grünen eine ausgesprochene Linkspartei würden, war ihnen nicht zwingend in die Wiege
gelegt. Bürgerliche Köpfe wie der ehemalige CDU-Politiker Herbert Gruhl oder der konservative
Ökobauer Baldur Springmann gehörten noch in den späten 70er Jahren zu den Ikonen der
erwachenden grünen Bewegung.
In Hamburg jedoch fanden sehr schnell Vertreter des Linksaußen-Spektrums den Weg in die junge
Bewegung, was die Szene an der Elbe schnell radikalisierte. So hatte die heute als gemäßigt und
pragmatisch bekannte Krista Sager im Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW) ihre
politischen Wurzeln. Der KBW unterschied sich deutlich von der weit bekannteren DKP, die
sowohl finanziell als auch ideologisch eng an die DDR angebunden war. Leitsterne des KBW
waren die Volksrepublik China und der Maoismus, das sowjetrussische System wurde als
„staatskapitalistisch“ abgelehnt. So richtete sich die nur wenige Tausend Mitglieder umfassende
Gruppe gegen die Nato und den Warschauer Pakt gleichermaßen und forderte anstelle der
Bundeswehr eine „demokratische Volksmiliz“, in der Offiziere gewählt werden.
Andere führende GAL-Politiker der ersten Stunde stammten aus dem „Kommunistischen Bund“
(KB), der trotz ähnlichen Namens nicht mit dem KBW zu verwechseln ist. Der KB stand der
UdSSR weit offener gegenüber und verteidigte die Existenz der DDR, während andere Maoisten
den Gedanken der Wiedervereinigung favorisierten. Der KB umfaßte in seiner Blütezeit Ende der
70er Jahre rund 2500 Mitglieder, davon allein 1500 in Hamburg.
Aus dem KB stammten die frühen GAL-Politiker Thomas Ebermann und Ulla Jelp ke. Jelp ke
verließ die Grünen 1989 wieder und sitzt seit 1990 mit Unterbrechung für die PDS/Linkspartei im
Bundestag. Außerhalb Hamburgs machte der KB-Veteran Jürgen Trittin bei den Grünen Karriere.
Gegen solche in kommunistischen Kaderparteien geschulten Politprofis hatten die vielfach politisch
unbedarften Idealisten aus dem bürgerlichen Lager keine Chance.
Anti-Atombewegung, Hausbesetzerszene und der Kampf gegen den Nato-Doppelbeschluß waren
der Treibsatz der jungen Partei, die 1982 erstmals in die Hamburger Bürgerschaft einzog und sofort
für erheblichen Wirbel sorgte. Weil weder die von der Krise der Bonner SPD/FDP-Koalition
geschwächte SPD noch die CDU bei der Hamburgwahl im Sommer 1982 eine Mehrheit errangen
(die FDP blieb unter fünf Prozent), verhinderten die 7,7 Prozent gewählten GAL-Abgeordneten die
Bildung einer stabilen Mehrheit. An Rot-Grün mochte Hamburgs SPD-Bürgermeister Klaus von
Dohnanyi nicht einmal denken (siehe Kasten).
Parallel zur Entwicklung auf Bundesebene verließ die GAL in der zweiten Hälfte der 80er Jahre
ihre Fundamentalopposition Schritt um Schritt und nahm nun die Regierungsbeteiligung ins Visier.
Krista Sager, seit 1983 in der GAL-Führung, profilierte sich bald als führende Sprecherin des
„realpolitischen Flügels“. Nach Ulla Jelp ke verließ 1990 auch Thomas Ebermann zusammen mit 42
weiteren Getreuen wie Rainer Trampert die Grünen, ging aber nicht zur PDS.

Auch die SPD verliert jetzt ganz schnell ihre Berührungsängste mit der SED, die ja sowieso stets nur vorgetäuscht waren. Ex-KBW Kandidatin Ulla Schmidt, die einst Geld für die Gewehre der Kindersoldaten in Afrika sammelte, wirds freuen.

Jetzt wächst links zusammen, was zusammen gehört.

Meine Meinung: da sollten auch die Pros, Reps und die NPD ganz schnell ihre Berührunsängste verlieren.