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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Landtagswahlen] Saarland, Sachsen, Thüringen


mentecaptus
30.08.09, 21:11
Das war doch mal was, alle haben gewonnen: die CDU, weil ein weiteres Bundesland (Sachsen) Schwarz-Gelb regiert wird, die SPD, weil sie in zwei Bundesländern an der Regierung beteiligt werden könnte, die Linkspartei, weil sie im Saarland stark zugelegt hat und in Thüringen vor der SPD liegt, die FDP, weil sie überall deutlich zulegen konnte und in Sachsen in die Regierung kommt, die GRÜNEN, weil sie in allen drei Landtagen vertreten sind und inm Saarland "Regierungsmacher" sein könnten und die NPD... ne, die Nationalidilettanten haben voll verloren: weder in Thüringen noch im Saarland sind sie in den Landtag gekommen und in Sachsen haben sie sich fast halbiert. Also quasi noch ein Grund mehr für alle anderen Parteien, sich als Gewinner zu fühlen. =)

Mr. Smith
30.08.09, 21:24
Falls Du Dich auf die Tagesschauseite berufst: Das Statstische Landesamt Sachsen gesteht den Grünen gerade einmal 4,5 Prozentpunkte an Zweitstimmen zu.

NukNuk

mentecaptus
30.08.09, 21:34
Falls Du Dich auf die Tagesschauseite berufst: Das Statstische Landesamt Sachsen gesteht den Grünen gerade einmal 4,5 Prozentpunkte an Zweitstimmen zu.

NukNuk

Ja, aber offensichtlich haben sie 6,0% der Erststimmen und das scheint entscheidend zu sein. Allerdings kenne ich das Landeswahlrecht in Sachsen nicht, kann also auch nicht sagen, was genau es mit Direkt- und Listenstimme auf sich hat. Ich behaupte aber mal, dass die Wahlforschungsinstitute das schon drauf haben und ggf. einen Nichteinzug der GRÜNEN durchaus berichtenswert finden würden... :-)

V.V.S.O.P.
30.08.09, 21:36
Das war doch mal was, alle haben gewonnen: die CDU, weil ein weiteres Bundesland (Sachsen) Schwarz-Gelb regiert wird, die SPD, weil sie in zwei Bundesländern an der Regierung beteiligt werden könnte, die Linkspartei, weil sie im Saarland stark zugelegt hat und in Thüringen vor der SPD liegt, die FDP, weil sie überall deutlich zulegen konnte und in Sachsen in die Regierung kommt, die GRÜNEN, weil sie in allen drei Landtagen vertreten sind und inm Saarland "Regierungsmacher" sein könnten und die NPD... ne, die Nationalidilettanten haben voll verloren: weder in Thüringen noch im Saarland sind sie in den Landtag gekommen und in Sachsen haben sie sich fast halbiert. Also quasi noch ein Grund mehr für alle anderen Parteien, sich als Gewinner zu fühlen. =)

Wieviele Stimmen hat die NDP eigentlich in den 3 Bundesländern, das würde mich intressieren?

mentecaptus
30.08.09, 21:39
Wieviele Stimmen hat die NDP eigentlich in den 3 Bundesländern, das würde mich intressieren?

In etwa...

Saarland: 3,7%
Sachsen: 5,5%
Thüringen: 4,7%

Jon T Essberger
30.08.09, 21:49
In etwa...

Saarland: 3,7%
Sachsen: 5,5%
Thüringen: 4,7%

Wird immer weniger, normal, die sterben ja alle weg.

Mr. Smith
30.08.09, 21:53
In Sachsen 6,1 Prozent.
Ca. 80.000 Erst- und Zweitstimmen.

NukNuk

Gideon
30.08.09, 22:52
Respekt der NPD.
Wenn sich dieser Trend der 4 Prozent in alle Bundesländer verbreitet haben wir sehr bald den ersten Nationalisten im Bundestag hocken.

Praktiker
30.08.09, 22:54
Respekt der NPD.
Wenn sich dieser Trend der 4 Prozent in alle Bundesländer verbreitet haben wir sehr bald den ersten Nationalisten im Bundestag hocken.

angenommen, es wird :

..und dann ??

Herr_Rossi
30.08.09, 22:57
Du willst NPD wählen?
Denk' an deinen Herrgott!

Ace of Spades
30.08.09, 23:20
Du willst NPD wählen?
Denk' an deinen Herrgott!

Der Herrgott befürwortet das.

Gideon
30.08.09, 23:27
angenommen, es wird :

..und dann ??

Und dann sehen die Leute:
Ich bin nicht alleine mit dem Wunsch Deutschland hin zu einer Volksgemeinschaft zu verändern, in der die Leute zusammenhalten, ich bin nicht der Einzige, der von Schuldkult und Überfremdung genug hat.

Gideon
30.08.09, 23:28
Der Herrgott befürwortet das.

Stimmt.
Er hat den Menschen nicht in Völkern geschaffen damit geisteskranke Weltverbesserer diese zerstören und den Menschen zu einem rassischen und kulturellen Mischmasch niederster Klasse machen.

ThiloS
30.08.09, 23:33
Respekt der NPD.
Wenn sich dieser Trend der 4 Prozent in alle Bundesländer verbreitet haben wir sehr bald den ersten Nationalisten im Bundestag hocken.

Ehm... ich störe ja ungern, aber...

...die NPD hat in Sachsen 4% VERLOREN.

Wenn "dieser Trend anhält" - dann wird sie bei der nächsten Wahl die Stimmen zählen, die ihr zum Erreichen des Ergebnisses der "Yogischen Flieger" fehlt... :D

Aber feier Du nur mal schön weiter. Das Feiern kann man ja nicht verbieten und wenn sie in der nächsten Wahl achtkantig aus dem Parlament fliegen, dann hattest Du wenigstens schön einen "in der Krone" - das nimmt Dir keiner mehr weg :haha:

Jon T Essberger
30.08.09, 23:49
Respekt der NPD.
Wenn sich dieser Trend der 4 Prozent in alle Bundesländer verbreitet haben wir sehr bald den ersten Nationalisten im Bundestag hocken.

Keine Angst, das wird nicht passieren.

Jon T Essberger
30.08.09, 23:51
Stimmt.
Er hat den Menschen nicht in Völkern geschaffen damit geisteskranke Weltverbesserer diese zerstören und den Menschen zu einem rassischen und kulturellen Mischmasch niederster Klasse machen.

Ich finde das nicht gut wenn du die Bayer beleidigst, schliesslich sind die doch auch Deutsche

Dyrnwyn
31.08.09, 01:26
Insgesamt wie erwartet ein schwaches Abschneiden aller rechts-alternativer Parteien.
Das hat seine Vorteile:
-die Politik wird noch schlimmmer, vor allem in den SED regierten Ländern
oder in den "rot-rot-grünen" Ländern
-der Leidensdruck wird schneller steigen
- die Radikalkur kommt früher
Ganz ähnliches gilt für die Kommunalwahlen NRW.

Wie sagt das Sprichwort:
manchmal muß erst das Schiff sinken, bevor man die Ratten los wird.

Spezies 8472
31.08.09, 11:35
Wie sagt das Sprichwort:
manchmal muß erst das Schiff sinken, bevor man die Ratten los wird.Mach' mir keine Angst, Dyrnwyn. Das Problem hatten wir mit den Nazis schon einmal.

Dyrnwyn
31.08.09, 11:46
Mach' mir keine Angst, Dyrnwyn. Das Problem hatten wir mit den Nazis schon einmal.

Nun, die Nazis haben die Unterdrückung durch den Versailler Vertrag überwunden. Und hätten die anderen Mächte nicht beschlossen, Deutschland als Wirtschaftskonkurrent auszuschalten, wäre es auch nie zu einem Krieg gekommen. Es wäre schon dann nicht zu einem Krieg gekommen, wenn Chuchill nicht gewählt worden wäre und wenn die Franzosen bei allen Abrüstungsverhandlungen bis 1934 nicht so stur gewesen wären. Deutschland war da noch zu allen Zugeständnissen bereit (nur halbe Truppenstärke wie die Nachbarn, keine Luftwaffe etc.)
Hätten sich, um nur ein Beispiel zu nennen, in Frankreich die liberalen Kräfte durchgesetzt, hätte es keinen Krieg gegeben.
Ein Krieg entsteht nie, weil eine Seite "schuld" ist, dieser Begriff wurde erst nach dem WK1 von den Siegern erfunden um ihn politisch einzusetzen. Es sind immer eine Verkettung tausend ungünstiger Umstände, die zu einem Krieg führen.
Ich sage das alles nur, um klarzumachen, daß Deine Sichtweise ("die Nazis hatten wir schon einmal") auf falschen Voraussetzungen beruht, wenn Du den Krieg und die Zerstörung Deutschlands als Ergebnis definierst.
Ich bin auch ein Feind der nationalsozioalistischen Ideologie, aber nur, weil sie die Menschen die Freiheit raubt, nicht, weil ich der Meinung wäre, NS führe notwendigerweise zum Krieg.

*JM*
31.08.09, 11:58
Nun, die Nazis haben die Unterdrückung durch den Versailler Vertrag überwunden. Und hätten die anderen Mächte nicht beschlossen, Deutschland als Wirtschaftskonkurrent auszuschalten, wäre es auch nie zu einem Krieg gekommen. Es wäre schon dann nicht zu einem Krieg gekommen, wenn Chuchill nicht gewählt worden wäre und wenn die Franzosen bei allen Abrüstungsverhandlungen bis 1934 nicht so stur gewesen wären. Deutschland war da noch zu allen Zugeständnissen bereit (nur halbe Truppenstärke wie die Nachbarn, keine Luftwaffe etc.)
Hätten sich, um nur ein Beispiel zu nennen, in Frankreich die liberalen Kräfte durchgesetzt, hätte es keinen Krieg gegeben.
Ein Krieg entsteht nie, weil eine Seite "schuld" ist, dieser Begriff wurde erst nach dem WK1 von den Siegern erfunden um ihn politisch einzusetzen. Es sind immer eine Verkettung tausend ungünstiger Umstände, die zu einem Krieg führen.
Ich sage das alles nur, um klarzumachen, daß Deine Sichtweise ("die Nazis hatten wir schon einmal") auf falschen Voraussetzungen beruht, wenn Du den Krieg und die Zerstörung Deutschlands als Ergebnis definierst.
Ich bin auch ein Feind der nationalsozioalistischen Ideologie, aber nur, weil sie die Menschen die Freiheit raubt, nicht, weil ich der Meinung wäre, NS führe notwendigerweise zum Krieg.


Einen Wirtschaftswettbewerber ausschalten - das ist an Wahnsinn untoppbar. Deutschland war nach den staatswirtschaftlichen Suizidaktionen der Nazis toter als tot und nur der Diebstahl von Staatsschätzen eroberter Länder konnte dieses pekuniäre Kartenhaus etwas stützen.

[Beitrag gekürzt.]

Spezies 8472
31.08.09, 12:06
"Wenn das Wörtchen 'wenn' nicht wär', wär' ich heut' schon Millionär." sagt der Volksmund nicht ganz unpassend, Dyrnwyn. Im Konjunktiv ist eben alles möglich --- selbst politische Fiktion.

Es sind immer eine Verkettung tausend ungünstiger Umstände, die zu einem Krieg führen.... oder eine Hand voll Lügen und die Arroganz einer Herrenrasse. Oder was war noch gleich der Grund für den Polenfeldzug?

Ich sage das alles nur, um klarzumachen, daß Deine Sichtweise ("die Nazis hatten wir schon einmal") auf falschen Voraussetzungen beruht, wenn Du den Krieg und die Zerstörung Deutschlands als Ergebnis definierst.Wo siehst du den Unterschied zwischen "Krieg im Inland" - lies: Verfolgung anders Denkender - und "Krieg im Ausland", Dyrnwyn?

Oder anders gefragt: Wir sind die Nazis in Deutschland ja nie wirklich losgeworden. Seit 1964 gibt es sie beispielsweise als offizielle und demokratisch legitimierte Interessenvertretung namens NPD. Was hat die NPD in den vergangenen, rund 45 Jahren, nennenswertes geleistet, Dyrnwyn? Woran kann ich messen, was du behauptest?

Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass es keine "großen Erfolge" sein können, weil die Mitgliedschaft in ein, zwei oder drei Landtagen nicht dazu geeignet ist, Weltwunder zu schaffen. Deshalb gebe ich mich gern auch mit kleineren Dingen zufrieden. Beispielsweise die Gründung unpolitischer Vereine. Oder die Schaffung von privaten und unpolitischen Kindergärten, Schulen, Dinge, die vielleicht doch in den Landtagen durchgesetzt werden konnten, ... irgend etwas Friedliches, das dem Volk - MIR - zeigt, dass die Ultrarechten mehr können, als vorgekaute Sprüche absondern und sich mit Andersdenkenden tumbe Religionskriege, ausgetragen auf dem Rücken jener, die zu umsorgen sie vorgeben, zu liefern.

Dyrnwyn
31.08.09, 12:09
Schier unsägliche und kindlich naive Dampfplauderei auf einem wirtschaftlichen Wissensniveau gründend, das man mit vorhandenen Zahlen im Minusbereich nicht einmal ansatzweise treffend bestimmen kann.

blabla...

Ich habe gar nicht in erster Linie über Wirtschaft gesprochen.
[Beitrag editiert.]

*JM*
31.08.09, 12:13
Ich habe gar nicht in erster Linie über Wirtschaft gesprochen.

Darum habe ich auch das Maßgebende an den Zitatanfang gestellt, bzw. es sogar noch einmal wiederholt.

[Beitrag editiert.]

Dyrnwyn
31.08.09, 12:28
"Wenn das Wörtchen 'wenn' nicht wär', wär' ich heut' schon Millionär." sagt der Volksmund nicht ganz unpassend, Dyrnwyn. Im Konjunktiv ist eben alles möglich --- selbst politische Fiktion.

Das ist sicher richtig. Andererseits ist der Verlauf der Geschichte immer an 1000 Vorraussatzungen und Einzelgeschehnisse geknüpft. Nimm nur eine kleinste Einzelheit weg, und der ganze Verlauf, etwa die Entscheidung über Krieg und Frieden, ist ein völlig anderer.
Man kann nur, insofern hast Du recht, nie sagen, wie der Verlauf dann gewesen wäre.

... oder eine Hand voll Lügen und die Arroganz einer Herrenrasse. Oder was war noch gleich der Grund für den Polenfeldzug?

Vielleicht um die unter völkermordähnlichen Zuständen leidenden Deutschen in den von den Polen nach dem WK1 besetzten Gebieten zu retten?
Oder anders: Du meinst, es war die Arroganz der deutschen Herrenrasse? Hatte Stalin eine ähnliche Arroganz bez. des russischen Volkes, da er ja gleichzeitig Polen überfiel?
Du siehst: es gibt viele Erklärungsansätze, wir sollten geschichtliche Ereignisse daher nie monokausal sehen, wie wir uns das bei diesem Thema angewöhnt haben (bzw. es uns beigebracht wurde). Das ist schon per se ahistorisch.

Wo siehst du den Unterschied zwischen "Krieg im Inland" - lies: Verfolgung anders Denkender - und "Krieg im Ausland", Dyrnwyn?

Verfolgung Andersdenkender im Inland bezeichnet man nicht als Krieg, sondern als Gleichschaltung und Unterdrückung. Das Wort "Krieg" bezieht sich immer auf die Auseinandersetzung zwischen zwei Staaten.

Oder anders gefragt: Wir sind die Nazis in Deutschland ja nie wirklich losgeworden. Seit 1964 gibt es sie beispielsweise als offizielle und demokratisch legitimierte Interessenvertretung namens NPD. Was hat die NPD in den vergangenen, rund 45 Jahren, nennenswertes geleistet, Dyrnwyn?

Die NPD hat mit den Nazis in etwa soviel zu tun wie der Fisch mit dem Fahrrad.
Was hätten die denn leisten Können angesichts ihrer minimalen Fraktionsstärke in nur wenigen Landtagen?
Von einer bedeutungslosen Partei kannst Du keine politische "Leistung" verlangen.

Woran kann ich messen, was du behauptest?

Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass es keine "großen Erfolge" sein können, weil die Mitgliedschaft in ein, zwei oder drei Landtagen nicht dazu geeignet ist, Weltwunder zu schaffen. Deshalb gebe ich mich gern auch mit kleineren Dingen zufrieden. Beispielsweise die Gründung unpolitischer Vereine. Oder die Schaffung von privaten und unpolitischen Kindergärten, Schulen, Dinge, die vielleicht doch in den Landtagen durchgesetzt werden konnten, ... irgend etwas Friedliches, das dem Volk - MIR - zeigt, dass die Ultrarechten mehr können, als vorgekaute Sprüche absondern und sich mit Andersdenkenden tumbe Religionskriege, ausgetragen auf dem Rücken jener, die zu umsorgen sie vorgeben, zu liefern.
Wer würde wohl sein Kind auf einen "NPD-Kindergarten" schicken?
Aber Spaß beiseite: Für solche Dinge sind politische Parteien normalerweise nicht zuständig. Sie sollen vielmehr Gesetze machen, die Kindergärten, Schulen usw. fördern und ermöglichen.
Warum erwartest Du gerade von den Ultrarechten etwas, was keine andere Partei leistet?

V.V.S.O.P.
31.08.09, 13:13
"[i]
Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass es keine "großen Erfolge" sein können, weil die Mitgliedschaft in ein, zwei oder drei Landtagen nicht dazu geeignet ist, Weltwunder zu schaffen. Deshalb gebe ich mich gern auch mit kleineren Dingen zufrieden. Beispielsweise die Gründung unpolitischer Vereine. Oder die Schaffung von privaten und unpolitischen Kindergärten, Schulen, Dinge, die vielleicht doch in den Landtagen durchgesetzt werden konnten, ... irgend etwas Friedliches, das dem Volk - MIR - zeigt, dass die Ultrarechten mehr können, als vorgekaute Sprüche absondern und sich mit Andersdenkenden tumbe Religionskriege, ausgetragen auf dem Rücken jener, die zu umsorgen sie vorgeben, zu liefern.


Das ist genau der Weg den die FPÖ in Österreich gegangen ist, wie man sieht mit Erfolg.

Spezies 8472
31.08.09, 13:17
Verfolgung Andersdenkender im Inland bezeichnet man nicht als Krieg, sondern als Gleichschaltung und Unterdrückung.Nun gut, dann frage ich anders: Wo ist für dich der Unterschied zwischen den Nazis, die Juden hassten und den Rechten, die Ausländer hassen, Dyrnwyn?

Was hätten die denn leisten Können angesichts ihrer minimalen Fraktionsstärke in nur wenigen Landtagen? Von einer bedeutungslosen Partei kannst Du keine politische "Leistung" verlangen.
Wie gesagt: Ich erwarte keine Wunder. Aber mir ist auch nicht bewusst, dass beispielsweise zur Gründung eines Vereins die Zustimmung des Land- oder Bundestages erforderlich wäre. Mir ist ebenfalls nicht bekannt, dass die Unterstützung von Verbraucherschutzorganisationen der Land- oder Bundestagszustimmung bedarf. ... Kurz: Ich fragte gezielt nach ALLEM, was diese Brüder (und Schwestern) in 45 Jahren Parteiarbeit erreicht haben und was DEZIDIERT FÜR DAS VOLK bestimmt war. Deshalb zählte ich Beispiele auf, damit es dir leichter fällt, dich vom engen politischen Tunnel zu lösen, Dyrnwyn.

Und, bitte nimm es mir nicht übel, deine Antwort klingt in meinen Ohren ... Augen, als ob das "Handbuch für Rhetorik mit Häretikern" (oder wie auch immer das heißen mag) nicht sonderlich viel zu diesem Thema vermerkt.

Wer würde wohl sein Kind auf einen "NPD-Kindergarten" schicken?Wieviele CDU-Kindergärten kennst du eigentlich, Dyrnwyn? Oder SPD-Kindergärten? Vermutlich nicht so wahnsinnig viele, oder?! Und doch gibt es zehntausende davon. Möglicherweise hat es ja damit zu tun, was ich sagte: UNPOLITISCH! Insofern mag es vielleicht schwierig sein, aber ich dachte beispielsweise daran, dass die NPD - als demokratisch legitimierte politische Vertretung der Rechten - doch eigentlich bemüht sein müsste, die Integration ganz besonders zu fördern und zu beobachten, und dass deshalb beispielsweise integrative Kindergärten gleich en masse entstanden sein müssten, wenn man sich nicht der Kritik aussetzen will, selbst konzeptlos zu sein. ... Oder ist mein Ansatz fehlerhaft?

Warum erwartest Du gerade von den Ultrarechten etwas, was keine andere Partei leistet?Nun, vielleicht genau deshalb, weil sie beispielsweise die mangelhafte Integration so harsch kritisieren, Dyrnwyn. Wenigstens ein paar exemplarische Muster, anhand derer man "Richtig" von "Falsch" trennen und einen Blick in (eine mögliche) Zukunft werfen kann. Kein rassistisches Modell, sondern ein integratives Modell. Immerhin teilen sich die Rechten derzeit nur Deutschland mit den Ausländern. Sobald sie aber an der Macht sind, teilen sie sich die Welt mit ihnen.

Für solche Dinge sind politische Parteien normalerweise nicht zuständig. Sie sollen vielmehr Gesetze machen, die Kindergärten, Schulen usw. fördern und ermöglichen.Eben deshalb frage ich ja, Dyrnwyn. Wo auch immer die NPD auftaucht, hinterlässt sie mehr Fragen als Antworten. In Sachsen halbiert sich die Fraktion (http://www.youtube.com/watch?v=oaAxRsSU474), in Stralsund bleiben die Ratsmitglieder gleich allen Versammlungen fern (http://www.youtube.com/watch?v=N-8__m3BO0o).

Du meinst, es war die Arroganz der deutschen Herrenrasse? ... und die Lügen, Dyrnwyn. Lügen in allen Farben und Schattierungen. Lügen, die bis heute anhalten.
Und was deine Frage nach Stalin betrifft: Darf ich deiner Gegenfrage entnehmen, dass ich die Rechten mit stalinistischen Methoden einverstanden sind?

Dyrnwyn
31.08.09, 14:15
Nun gut, dann frage ich anders: Wo ist für dich der Unterschied zwischen den Nazis, die Juden hassten und den Rechten, die Ausländer hassen, Dyrnwyn?

Das sollten wir schon etwas differenzierter sehen. Nazis "haßten" Juden (wobei sie selbst das emotional besetzte Wort "hassen" wahrscheinlich gar nicht verwendet hätten), weiil sie der Meinung waren, sie selbst seien ihnen rassisch überlegen und sie würden dem deutschen Volk schaden.
Für heutige "Rechte" in Bezug auf Ausländer gilt das sicher, wenn überhaupt, nur für einen sehr kleinen Teil. Man kann z.B. auch der begründeten Meinung sein, in D leben zu viele Ausländer, ohne sie deswegen gleich zu "hassen". Das dürfte z.B. für einen großen Teil der NPD-Anhänger und mit Sicherheit für alle Pro-Anhänger gelten. Bei den Pro s "haßt"`niemand Ausländer, die haben sogar sehr viele davon in ihren Reihen.

Wie gesagt: Ich erwarte keine Wunder. Aber mir ist auch nicht bewusst, dass beispielsweise zur Gründung eines Vereins die Zustimmung des Land- oder Bundestages erforderlich wäre. Mir ist ebenfalls nicht bekannt, dass die Unterstützung von Verbraucherschutzorganisationen der Land- oder Bundestagszustimmung bedarf. ... Kurz: Ich fragte gezielt nach ALLEM, was diese Brüder (und Schwestern) in 45 Jahren Parteiarbeit erreicht haben und was DEZIDIERT FÜR DAS VOLK bestimmt war. Deshalb zählte ich Beispiele auf, damit es dir leichter fällt, dich vom engen politischen Tunnel zu lösen, Dyrnwyn.

Wie gesagt: dafür sind politische Parteien nicht zuständig, und daß die Großen mit ihren Stiftungen da mehr tun können, dürfte auch klar sein. Wenn die NPD auch nur ein Kinderfest veranstaltet, geht doch gleich Unisono-Gezeter der Medien los. Von daher sind diese Ansprüche auch ein bischen scheinheilig.
Davon mal abgesehen verteidige ich die NPD nicht und kenne ihre Aktionen nicht, da ich der Pro-Partei zuneige. Ich lehne nur Vorverurteilungen ab.

Und, bitte nimm es mir nicht übel, deine Antwort klingt in meinen Ohren ... Augen, als ob das "Handbuch für Rhetorik mit Häretikern" (oder wie auch immer das heißen mag) nicht sonderlich viel zu diesem Thema vermerkt.

nö, ich habe ich mich einfach mit diesem Thema noch nicht beschäftigt, weil ich meine Sympathien, die ich einer Partei entgegenbringe, normalerweise nicht davon abhängig mache, ob sie sich sozial oder für das Gemeinwohl engagiert, sondern nur davon, welches Programm sie vertritt.

Wieviele CDU-Kindergärten kennst du eigentlich, Dyrnwyn? Oder SPD-Kindergärten? Vermutlich nicht so wahnsinnig viele, oder?! Und doch gibt es zehntausende davon.

Interessant, das wußte ich nicht. Deswegen werde ich die Brüder aber nicht wählen. :)

Möglicherweise hat es ja damit zu tun, was ich sagte: UNPOLITISCH! Insofern mag es vielleicht schwierig sein, aber ich dachte beispielsweise daran, dass die NPD - als demokratisch legitimierte politische Vertretung der Rechten - doch eigentlich bemüht sein müsste, die Integration ganz besonders zu fördern und zu beobachten, und dass deshalb beispielsweise integrative Kindergärten gleich en masse entstanden sein müssten, wenn man sich nicht der Kritik aussetzen will, selbst konzeptlos zu sein. ... Oder ist mein Ansatz fehlerhaft?

Der ist in der Tat fehlerhaft. Du wirst ja wohl genau wissen, daß gerade die NPD das Ausländerproblem eher durch Abschiebung als durch zusätzliche Integrationsanstrengungen lösen will. Warum sollten gerade die Einrichtungen zur Integration bauen? Das war nie ihr Ansatz, wie Du sicher genau weißt. Es ist ja auch so, daß für Integration schon riesige Gelder ausgegeben werden, aber, gerade von muslimischen Ausländern, fast gar keine Gegenanstrengungen oder guter Wille zrückkommt. Insofern unterstütze ich hier eher den Lösungsansatz, wie ihn die NPD vertritt, auch wenn über die Einzelheiten sicher unterschiedliche Meinungen bestehen.

Nun, vielleicht genau deshalb, weil sie beispielsweise die mangelhafte Integration so harsch kritisieren, Dyrnwyn.

Ja, mit Recht: Sie sagen, die Ausländer (Moslems) tun zu wenig, nicht:die Deutschen tun zu wenig. Du verstehst den Unterschied?

Wenigstens ein paar exemplarische Muster, anhand derer man "Richtig" von "Falsch" trennen und einen Blick in (eine mögliche) Zukunft werfen kann. Kein rassistisches Modell, sondern ein integratives Modell.

Womit wir wieder beim Thema wären: die Meinung zu vertreten, es gäbe zu viele Ausländer in D, und die Politik sollte auf Rückführung drängen, ist für Dich also "rassistisch"? Tut mir leid, da bin ich anderer Meinung.


Immerhin teilen sich die Rechten derzeit nur Deutschland mit den Ausländern. Sobald sie aber an der Macht sind, teilen sie sich die Welt mit ihnen.

Das ist nun wirklich aus der untersten Propagandaklamottenkiste. Jetzt will Pro wohl auch gleich noch die Welt beherrschen? Das will in Deutschland niemand, nicht einmal die extremsten Neonazis im Thiazi-Forum haben solche Ideen.

Eben deshalb frage ich ja, Dyrnwyn. Wo auch immer die NPD auftaucht, hinterlässt sie mehr Fragen als Antworten.

In Sachsen halbiert sich die Fraktion (http://www.youtube.com/watch?v=oaAxRsSU474), in Stralsund bleiben die Ratsmitglieder gleich allen Versammlungen fern (http://www.youtube.com/watch?v=N-8__m3BO0o).

Entscheidender ist, daß sie wieder im Landtag sind. Das wird auch von den großen Medien so thematisiert. Daß es nach einem großen Wahlerfolg erst mal wieder bergab zum "Normalzstand" geht, ist bisher immer so gewesen.
Nach der Wahl gestern aber muß man konstatieren: die NPD etabliert sich in Sachsen.

... und die Lügen, Dyrnwyn. Lügen in allen Farben und Schattierungen. Lügen, die bis heute anhalten.
Und was deine Frage nach Stalin betrifft: Darf ich deiner Gegenfrage entnehmen, dass ich die Rechten mit stalinistischen Methoden einverstanden sind?
Ich wollte mit dem Stalin-Vergleich nur auf Deine monokausale Erklärung des "Überfalls" (der übrigens gar keiner war) Hitlers auf Polen reagieren. Zu diesem Thema gibt es übrigens eine sehr interessante neue Untersuchung von Stefan Scheil.

Blue Max
01.09.09, 05:48
Wo siehst du den Unterschied zwischen "Krieg im Inland" - lies: Verfolgung anders Denkender - und "Krieg im Ausland", Dyrnwyn?

Du hast Recht. In der BRD werden auch im Inland Andersdenkende verfolgt (pro Jahr 10.000 Dissidenten) und die BRD führt imperialistische Kriege im Ausland (Jugoslawien und Afghanistan), um anderen Völkern ihre Ideologie (westliche Demokratie) aufzuzwingen.

Verblüffende Ähnlichkeit mit dem Dritten Reich, nicht wahr?

Blue Max
01.09.09, 05:56
... oder eine Hand voll Lügen und die Arroganz einer Herrenrasse. Oder was war noch gleich der Grund für den Polenfeldzug?

Den Chauvinismus hatten die Nazis aber nicht erfunden. Chauvinismus war damals üblich in praktisch allen Völkern, selbst in den damaligen Demokratien GB und USA.

Schließlich waren sie Kolonialherren und unterdrückten andere Völker. Sonst hätte Bose wohl kaum mit seinen Indern auf deutscher Seite gekämpft.

Und die rassistischen Polen müssen ganz ruhig sein. Träumten sie doch in den 30er Jahren mit englischer Hilfe ein Großreich von der Ukraine bis zur Elbe zu errichten.

Blue Max
01.09.09, 06:08
Insgesamt wie erwartet ein schwaches Abschneiden aller rechts-alternativer Parteien.
Das hat seine Vorteile:
-die Politik wird noch schlimmmer, vor allem in den SED regierten Ländern
oder in den "rot-rot-grünen" Ländern
-der Leidensdruck wird schneller steigen
- die Radikalkur kommt früher
Ganz ähnliches gilt für die Kommunalwahlen NRW.

Wie sagt das Sprichwort:
manchmal muß erst das Schiff sinken, bevor man die Ratten los wird.

So sieht es aus. Da ein korrigierendes Korrektiv im Sinne einer Partei oder einer Bürgerbewegung in der BRD fehlt, wird sie noch schneller an ihren multikururellen Lügen zugrunde gehen.

Eigentlich eine gute Entwicklung! :)

Was dann kommt, wird spannend.

Eine rechte Diktatur wohl kaum.

Die Etablierten haben bestimmt schon Plan B in der Tasche, wie die NWO weiter ausgebaut und die Bevölkerung noch besser unterdrückt werden kann.