Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umbennenungsdebatten -> ZDJ
Da neulich in einer anderen Diskussion das Thema "Deutsche Juden" / "Jüdische Deutsche" aufkam, möchte ich aus dem aktuellen Anlass der XYZ-nächsten Umbenennungsdebatte in ZDJ hier folgenden Artikel zu Diskussion reinstellen:
(...)
Eine Frage der Identität
(...)
Der Satz entglitt ihr [Charlotte Knobloch] bei einer Diskussionsveranstaltung vergangene Woche. (...)
Sie könne sich vorstellen, dass ihr Verband eine kleine Verschiebung in seinem Namen vornehmen wird, von "Zentralrat der Juden in Deutschland" in "Zentralrat der deutschen Juden", sagte Knobloch. (...)
Die Frage dem Zeitpunkt einer Umbenennung ist aus zwei Gründen entscheidend. Der erste liegt in der Vergangenheit: Vor allem die - aussterbende - Generation der Holocaust-Überlebenden habe Bauchschmerzen, sich als "deutsche Juden" zu bezeichnen, meint der Publizist Rafael Seligmann, der eine Namensänderung begrüßen würde. (...)
Die andere Grund weist in die Zukunft der Gemeinden. Heute stellen aus der ehemaligen Sowjetunion eingewanderte Juden dort die überwältigende Mehrheit. (...) Bis heute haben jedoch die meisten von ihnen keinen deutschen Pass - bei einer Umbenennung wären sie nicht mehr repräsentiert. Deshalb fehlt Ghennadi Cusnir, dem aus Moldawien zugewanderten Vorsitzenden des Brandenburger Landesverbandes der jüdischen Gemeinden, jegliches Verständnis für diese Pläne: "Eine Umbenennung des Zentralrats könnte zur Zerstörung der jüdischen Gesellschaft in Deutschland führen", sagt Cusnir der FR. "Ich bin kategorisch dagegen." (...)
Quelle (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1903476)
Ich bin auch kategorisch dagegen.
:)
Da neulich in einer anderen Diskussion das Thema "Deutsche Juden" / "Jüdische Deutsche" aufkam, möchte ich aus dem aktuellen Anlass der XYZ-nächsten Umbenennungsdebatte in ZDJ hier folgenden Artikel zu Diskussion reinstellen:
Quelle (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1903476)
Ich bin auch kategorisch dagegen.
:)
Und sollte mich eine Umbennenung glücklich machen?Ist das nicht mehr was für Insider?
...in dem Fall wäre ich auch nicht dafür.:)
Freibeuter
29.08.09, 20:14
Zentralrat der Oberjodler würde passen. :rollo:
Und sollte mich eine Umbennenung glücklich machen?Ist das nicht mehr was für Insider?Ich halte das für eine Art falschverstandener Gesellschaftsdruck".
Ich halte das für eine Art falschverstandener Gesellschaftsdruck".
Gesellschaftsdruck,das kann ich aber nun wirklich nicht nachvollziehen,wenn einer Druck verspürt dann sind das die BRD Bonzen,wenn die flotte Lotte ihre Abstrafungen verteilt
Wenn die meisten davon nicht deutsch sind ist eine Umbenennung ja sinnlos.
Ace of Spades
29.08.09, 20:34
Die sollen einfach die Klappe halten. Dann entfällt die Umbenennung.
Ich denke mal ,-
die Umbenennung wird rein finanzielle Hintergründe haben !
Auch für die Knoblochs macht es sicher einen Unterschied,-
ob sie die staatlichen Zuschüsse im elitären Kreis verbraten können ,-
oder ob sie mit den " dahergelaufenen Ostjuden " teilen müssen !
Ich meine das nicht abwertend in Richtung russischer Juden ,-
sondern in vollem Verständnis für den Futterneid,
gegen den sicher auch unsere jüdischen ZdJ-Freunde nicht gefeit sind.......:)
Ich fänd die Umbennenung gut. Betont mehr das "Deutsche" als das "Jude".
Ich fänd die Umbennenung gut. Betont mehr das "Deutsche" als das "Jude".
Und was ist daran gut, wenn der einzige Sinn diesen Zentralrates ist, sich um Juden und nicht um Deutsche zu kümmern? Und was ist mit den Juden in Deutschland, die nicht Deutsch sind? Sie stellen die Mehrheit in den Gemeinden dar :).
Ist auch eine Art sich die Langeweile zu vertreiben.Ist das wirklich so wichtig?Na ja ist wohl ein internes Problem der ZDJ Bonzen.
Und was ist daran gut, wenn der einzige Sinn diesen Zentralrates ist, sich um Juden und nicht um Deutsche zu kümmern? Und was ist mit den Juden in Deutschland, die nicht Deutsch sind? Sie stellen die Mehrheit in den Gemeinden dar :).
...und was machen sie dann ausgerechnet hier? Warum gehen sie nicht nach Israel?
Ich denke nach und entdecke die Finesse nicht! Ein Deutscher kann Jude sein und ein Jude Deutscher.
Kleines Mäuschen
30.08.09, 03:56
Ich denke nach und entdecke die Finesse nicht! Ein Deutscher kann Jude sein und ein Jude Deutscher.
Ein Deutscher kann auch Nichtjude sein und ein Jude Nichtdeutscher.
Ich hoffe das hilft Dir, die Finesse zu entdecken.
Freibeuter
30.08.09, 04:05
Und was ist daran gut, wenn der einzige Sinn diesen Zentralrates ist, sich um Juden und nicht um Deutsche zu kümmern? Und was ist mit den Juden in Deutschland, die nicht Deutsch sind? Sie stellen die Mehrheit in den Gemeinden dar :).
Dieser Satz gefällt mir besonders gut.:grin::banana:
Ja mei , was machen die alle hier, und auf welcher "Tasche liegen "die ?:out:Werden die auch noch vom Deutschen Völk mit durchgefüttert ?:out:
...und was machen sie dann ausgerechnet hier? ... hm.
Und warum fragst Du mich, bin ich Moses? ? Ich kann Dir nur meine Motivation erklären. Aber mal zurückgefragt - was geht es Dich denn überhaupt an?
Warum gehen sie nicht nach Israel?Hier das gleiche a) was geht es Dich denn überhaupt an? und b) bin ich Moses? Aber ich tippe mal, dass die Motivation, in D. zu bleiben die gleiche ist, wie bei den Türken. Nur sind die Juden gebildeter, angepasster und sehr selten kriminell (nicht hochgehen, Statistik lesen)
Ich denke nach und entdecke die Finesse nicht! Ein Deutscher kann Jude sein und ein Jude Deutscher.
Ja, wenn Du unter "Deutscher" Staatsangehöriger der Bundesrepublik Deutschland verstehst, nein, wenn Du unter "Deutscher" den angehörigen des deutschen Volkes meinst.
(...)
Ja mei , was machen die alle hier, Hier gilt die gleiche Antwort, wie die an ThiloS.
Überhaupt, die fast flächendeckende Meinungsübereinstimmung, die zwischen Malta/ThiloS und Freibeuter/Herberger in der "jüdischen" Fragen gibt, kann einen schon stutzig machen :haha:
Fällt das noch jemanden auf?
(...) und auf welcher "Tasche liegen "die ?
Auf der Staatlichen.
(...) Werden die auch noch vom Deutschen Völk mit durchgefüttert ?Jepp. Wänn "Völk" -> "Volk" bedeutet, dann lautet die Antwort "nicht nur" :)
Werden die auch noch vom Deutschen Völk mit durchgefüttert ?
….jeder bekommt einen Dienstdaimler… eine Eigentumswohnung, und 50.000€ aufs Konto…
Zusätzlich gibt es die VISA Gold Card für den kleinen Einkauf nebenbei…
Das ist doch nur Recht und Billig!
Ahja… um die Kosten gegenrechnen zu können, wird es sich nicht umgehen lassen das ALG2 auf ein gesundes Maß zu kürzen…
Ich finde das okay... :)
….jeder bekommt einen Dienstdaimler… eine Eigentumswohnung, und 50.000€ aufs Konto… Zusätzlich gibt es die VISA Gold Card für den kleinen Einkauf nebenbei…Das ist doch nur Recht und Billig!
Ahja… um die Kosten gegenrechnen zu können, wird es sich nicht umgehen lassen das ALG2 auf ein gesundes Maß zu kürzen…
Ich finde das okay... :)
Hör auf zu quatschen, Du Plaudertasche ! Echt, unglaublich! :X Fast hast Du auch noch den Eigenheimkredit erwähnt! Mein Mossad schwillt an und wird pöse!
...und was machen sie dann ausgerechnet hier? Warum gehen sie nicht nach Israel?
Ist doch einleuchtend, hier haben sie den meißten Einfluss und die meißte Zuwendung in punkto Geld und Aufmerksamkeit.
Nirndwo geht es den Juden so gut wie im Old Germany, das verblassen sogar die Ami´s dagegen.
Hier haben sie Narrenfreiheit.
[Beitrag gekürzt.]
Wenn die meisten davon nicht deutsch sind ist eine Umbenennung ja sinnlos.
Es würde auch keinen Sinn machen, wenn der Zentralrat nicht mehr die Massen an 200.000 Ostjuden vertritt, die unter dubiosen politischen Extrawürsten für Juden in den letzten 20 Jahren nach Deutschland gelockt und geholt wurden. Darum hat er erst im letzten Jahr eine Aufstockung der Millionenzahlungen aus deutschen Steuermitteln um 60% bekommen.
Das Geld lässt sich ein ZJD nicht entgehen.
Freibeuter
30.08.09, 10:32
Es würde auch keinen Sinn machen, wenn der Zentralrat nicht mehr die Massen an 200.000 Ostjuden vertritt, die unter dubiosen politischen Extrawürsten für Juden in den letzten 20 Jahren nach Deutschland gelockt und geholt wurden. Darum hat er erst im letzten Jahr eine Aufstockung der Millionenzahlungen aus deutschen Steuermitteln um 60% bekommen.
Das Geld lässt sich ein ZJD nicht entgehen.
Ich denke durch eine Umbenunng wird sich da noch mehr von den Deutschen rausquetschen lassen.:grin:
Da ist doch bestimmt wieder so ein Trick , den der Normalbürger nicht so schnell durchschaut ?
...und was machen sie dann ausgerechnet hier? Warum gehen sie nicht nach Israel?
…warum sollten sie?
Ich denke durch eine Umbenunng wird sich da noch mehr von den Deutschen rausquetschen lassen.:grin:
Da ist doch bestimmt wieder so ein Trick , den der Normalbürger nicht so schnell durchschaut ?
Der Zentralrat der Juden setzt seine Hoffnungen auf einen suggestiv eingeredeten Antisemitismus und Rechtsextremismus. Dann wird gewöhnlich die Opfernummer abgezogen und die Millionen sprudeln. Darum auch das unverschämte und freche Auftreten, die jede Gegenreaktion in Antisemitismus umdeutet. Das Fatalste für den ZDJ wäre Normalität, dann würde er in Bedeutungs- und Einflußlosigkeit untergehen und irgendwo zwischen Scientology und den Zeugen Jehovas angesiedelt werden.
K.-H. Hirmer
31.08.09, 20:13
Bevor euch Antisemiten der Schaum vom Mund in die Tastatur tropft, darf ich euch mal zitieren, was der Vorsitzende des ZdJ wirklich zu dem Thema Einwanderung von Juden aus Osteuropa sagt. Vielleicht beruhigt ihr euch dann etwas.
Es ist ein etwas längeres Zitat aus der jüngsten Geschichte unseres Landes, der Geschichte der Ausländerpolitik. Gemäß einer Vereinbarung der DDR-Volkskammer konnten seit 1991 Juden aus den GUS-Staaten in die Bundesrepublik übersiedeln. Entgegen der Behauptung, "die Juden kämen, um es sich in unserem sozialen Netz bequem zu machen", nennt dieses Zitat die tatsächlichen Gründe. Und es zeigt, dass sich der Zentralrat der Juden in Deutschland (ZdJ) der Probleme, die als Begleiterscheinung dieser Zuwanderung auftraten, bewusst ist. Kamen in den Jahren 1991 bis 2003 im Durchschnitt 15.000 Personen/Jahr, so ging diese Zahl nach einer einvernehmlichen Änderung der Zuzugsvoraussetzungen zurück (2004: 11.208, 2005: 5.968, 2006: 1.079). Das Zitat ist ein Auszug aus der Festrede von Paul Spiegel zum 50-jährigen Bestehen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (damals noch Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge).
Zitat Paul Spiegel
Boykotte gegen jüdische Geschäftsleute, Hilfspolizeitruppen in SA-ähnlichen Uniformen, Aufrufe wie „Plündert die Wohnungen der Juden, steckt ihre Häuser an!“, Schändungen jüdischer Friedhöfe oder Sprengstoffanschläge auf Synagogen – all das gehörte zu dem schrecklichen Vorspiel, das in den Gaskammern in Auschwitz endete und Millionen Menschenleben kostete. Die Diskriminierung bis hin zur Ermordung von Juden und Angehörigen anderer Minderheiten war Teil der menschenverachtenden nationalsozialistischen Idee, die in den Jahren der Hitler-Diktatur bei viel zu vielen Deutschen auf Akzeptanz stieß und glühende Anhänger hatte. Diese antisemitischen, rechtsradikalen Parolen und Vorkommnisse sind jedoch nicht einem Geschichtsbuch über die Zeit des Dritten Reichs entnommen, sondern Zeitungsmeldungen aus dem Russland unserer Tage, genauer der Zeitspanne zwischen 1998 und 2001. Diese Form von Antisemitismus und Rassismus tritt in vielen Regionen der GUS unverblümt und massiv in Erscheinung und gehört fast schon zum Alltag.
[ … ]
Die Auswanderung in den Westen bietet die Möglichkeit, dieser beängstigenden Situation zu entfliehen.
[ … ]
Leider sind unter den Einwanderern nicht wenige, die in betrügerischer Absicht versucht haben, die Zuwanderungsmöglichkeiten für Juden nach Deutschland zu missbrauchen. Um diese Betrügereien zu verhindern, hat der Zentralrat der Juden in Deutschland gefordert, bereits in den GUS-Republiken mit Hilfe von geschultem jüdischen Personal zu prüfen, ob die Antragsteller tatsächlich Juden nach dem jüdischen Religionsgesetz (Halacha) sind.
[ … ]
Tatsache ist: Jeder jüdische Zuwanderer ist uns willkommen und wird von uns nach Kräften unterstützt. Allerdings haben wir kein Interesse an Betrügern.
Zitatende
Quelle des Zitats: Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge, 50 Jahre Behörde im Wandel (http://www.bamf.de/cln_092/nn_443728/SharedDocs/Anlagen/DE/Asyl/Publikationen/asyl-reihe-band-11.html), (Band 11 der Schriftenreihe Migration, Flüchtlinge und Integration), Seiten 86 -88, Nürnberg 2004, ISBN: 3-9807743-1-7
(...) Jeder jüdische Zuwanderer ist uns willkommen und wird von uns nach Kräften unterstützt. Allerdings haben wir kein Interesse an Betrügern.(...)
Und ich werfe dem stimmkräftigen ZDJ-Laden vor, die jüdische Zuwanderer im Stich gelassen zu haben.
Angelockt, um das jüdische Leben in Deutschland zu beleben und das Netz von Gemeinden auszubauen waren die "angestammten" Juden und ZDJ als Personifizierung dieser jedoch mit den GUS-Juden vollkommen überfordert. Diese wurden gebraucht, um die Zahl der "Juden" in Deutschland hoch zu treiben. Ansonsten ... "Nach Kräften unterstützt" heißt - nach Möglichkeit abkassieren, in Ruhe lassen und die Augen zudrücken, wenn diese - vor allem die Älteren - die Gemeinden in eine Art "russisches Rentner-Stammtisch" verwandeln. Für die orthodoxen Gemeinden in D. sehe ich die Zukunft schwarz.
K.-H. Hirmer
31.08.09, 20:28
Angelockt, um das jüdische Leben in Deutschland zu beleben und das Netz von Gemeinden auszubauen waren die "angestammten" Juden und ZDJ als Personifizierung dieser jedoch mit den GUS-Juden vollkommen überfordert. Diese wurden gebraucht, um die Zahl der "Juden" in Deutschland hoch zu treiben. Ansonsten ... "Nach Kräften unterstützt" heißt - nach Möglichkeit abkassieren, in Ruhe lassen und die Augen zudrücken, wenn diese - vor allem die Älteren - die Gemeinden in eine Art "russisches Rentner-Stammtisch" verwandeln. Für die orthodoxen Gemeinden in D. sehe ich die Zukunft schwarz.
Das mag so sein. Ich kann es nicht beurteilen.
Jedenfalls glaube ich nicht, dass die Juden aus Osteuropa nur gekommen sind, um uns auszunutzen. Das halte ich für eine derbe Verleumdung und Hetze.
Ich stamme selber aus einer Flüchtlingsfamilie und habe das Einleben in einer neuen Umgebung als Kind miterlebt. Da waren wir auch - trotz toller Worte - eben nicht wirklich willkommen. Und es wurde uns auch nicht so geholfen, wie wir es eigentlich von Landsleuten erwartet hätten. Bis wir "drin" waren, hat es Jahre gedauert.
(...)
Und ich werfe dem stimmkräftigen ZDJ-Laden vor, die jüdische Zuwanderer im Stich gelassen zu haben.
..auch das sollte man differenziert sehen..
Angelockt
Ich glaube das trifft es nicht….
Für die orthodoxen Gemeinden in D. sehe ich die Zukunft schwarz.
..Hier stimme ich dir zu…
sind die orthodoxen gemeinden in deutschland nicht ohnehin ein notbehelf aus der nachkriegszeit ?
eigentlich sollten es doch wegen geringer anzahl von gemeindegliedern, einheitsgemeinden sein, die aus pietätsgründen orthodox geführt wurden.
Dieser Typ Einheitsgemeinde zerfällt eh schon einige Zeit vor sich hin, während liberale Gemeinden und andere orthodoxe Gruppen, wie Chabad stark engagiert sind und eigentlich normalisiert sich doch die struktur im Grunde eher wieder etwas bzw. sucht ihr natürliches gleichgewicht.
..auch das sollte man differenziert sehen..
Ich glaube das trifft es nicht….
..Hier stimme ich dir zu…
Die flotte empörungs Lotte wirds schon richten.
Ich fänd die Umbennenung gut. Betont mehr das "Deutsche" als das "Jude".
Stimme dir im Grundsatz zu.
Bin aber der Meinung, man sollte das Ganze als jüdische Angelegenheit den Juden überlassen, dies zu entscheiden.
..auch das sollte man differenziert sehen..
Gerne.
Aber es will mir nicht gelingen ...
Ich glaube das trifft es nicht…."Anlocken" trifft vielleicht in der Tat nicht. Wir wollten selbst. ZDJ&Co ermöglichte uns das. Und dafür - vielen Dank. Und nun sind wir quitt. ZDJ hat ihre Zahl. Wir sind in Deutschland. Die "alteingesessenen" können uns nicht ab - und wir halten sie für arrogant und können sie ebenso wie sie uns nicht ab. Wir stellen die Mehrheit der Gemeindemitglieder - und haben keine Chance, durch den feinen Machtgeflecht wirklich an eine Stelle zu kommen, an der wir uns artikulieren können oder an eine Position, die uns mitbestimmen ließe. Und zwar etwas mehr, als wie viele Bananen pro Nase nun auf dem Chanukka-Ball auslegen sollen. Für "alteingesessenen" agieren unsere Interessenvertretungen nach den "stalinistischen Prinzipien" (O-Ton aus der Berliner Gemeinde). Eine stimmlose Mehrheit, die nicht für voll genommen wird, trotzdem aber in den Gemeinden bleibt ... paradox. Langsam neige ich dazu, den Kontingentflüchtlingen dazu zu raten, aus den orthodoxen Gemeinden aufzutreten. Die Entscheidung steht aber noch nicht fest ...
..Hier stimme ich dir zu…
:(
...und was machen sie dann ausgerechnet hier? Warum gehen sie nicht nach Israel?
Du weißt nur zu gut, daß es bei den Juden einen Grundsatzstreit gibt, ob man als Jude nach Israel gehört, also in einen Judenstaat oder ob man in der Diaspora genausogut seine "Jüdischkeit" leben kann.
sind die orthodoxen gemeinden in deutschland nicht ohnehin ein notbehelf aus der nachkriegszeit ?
eigentlich sollten es doch wegen geringer anzahl von gemeindegliedern, einheitsgemeinden sein, die aus pietätsgründen orthodox geführt wurden.
Dieser Typ Einheitsgemeinde zerfällt eh schon einige Zeit vor sich hin, während liberale Gemeinden und andere orthodoxe Gruppen, wie Chabad stark engagiert sind und eigentlich normalisiert sich doch die struktur im Grunde eher wieder etwas bzw. sucht ihr natürliches gleichgewicht.
BINGO. Absolut richtig beobachtet.
Zum Thema "alt gegen neu" ein alter Artikel:
(...) Russischer Kulturverein oder Verein Jüdischer Gemeinde?
(...)
Das Mitteilungsblatt "Jüdisches Leben" erscheint mittlerweile zweisprachig auf Deutsch und Russisch.
Viele Alteingesessene fühlen sich angesichts des rasanten Wandels an den Rand gedrängt. Im April kündigte der Historiker Julius Schoeps, Leiter des Moses-Mendelssohn-Zentrums der Universität Potsdam, die Gründung einer "Austrittsgemeinde" an. Bis zu 350 Mitglieder wollten der Gemeinde den Rücken kehren. "Sie sind nicht mehr einverstanden mit dem derzeitigen Kurs", die Gemeinde ähnele mehr einem "russischen Kulturverein" als einem religiösen Zusammenschluss, erklärte Schoeps.
Andere kritisieren, dass die Verbindung der Einwanderer zum Judentum eher schwach ist. Tatsächlich sind vielen osteuropäischen Juden angesichts der Verfolgung zu Sowjetzeiten die Traditionen fremd. Doch bisher konnte die Spaltung abgewendet werden. (...)
Quelle (http://www.tagesspiegel.de/berlin/Landespolitik-Juden-Juedische-Gemeinde%3Bart124,2424893)
BINGO. Absolut richtig beobachtet.
Na dann ist doch alles auf dem richtigen Weg. Die Einheitsgemeinden nehmen den Weg, den eine verbrauchte religiöse Institution nimmt (wie die kriche auch ... Omas und Jugend, die nur noch raus will...) und macht Platz für neue Formen des leidenschaftlichen Engagements...
Dem ZDJ geht ohnehin ordentlich die Pumpe - vor vier Jahren haben sie noch wie die wilden gegen die liberalen-Union gewettert, die unter das Dach des ZDJ schlüpfen wollte..
Das wollte der ZDJ aber nicht. Er wollte nicht ALLE Juden in Deutschland vertreten. Mittlerweile hat man das wohl überdacht.
Aber wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
Boah wer ist denn hier alles Mitglied im ZDJ?
Ace of Spades
31.08.09, 21:13
Warum überhaupt einen ZDJ? Das hat noch niemand gesagt.
Ist es vielleicht nur ein Verein der das Geld D. in Empfang nimmt und seine übrige Daseinsberechtigung darin sieht, gegen Alle und Jeden zu sabbern?
K.-H. Hirmer
31.08.09, 21:15
"Anlocken" trifft vielleicht in der Tat nicht. Wir wollten selbst. ZDJ&Co ermöglichte uns das. Und dafür - vielen Dank. Und nun sind wir quitt. ZDJ hat ihre Zahl. Wir sind in Deutschland. Die "alteingesessenen" können uns nicht ab - und wir halten sie für arrogant und können sie ebenso wie sie uns nicht ab. Wir stellen die Mehrheit der Gemeindemitglieder - und haben keine Chance, durch den feinen Machtgeflecht wirklich an eine Stelle zu kommen, an der wir uns artikulieren können oder an eine Position, die uns mitbestimmen ließe. Und zwar etwas mehr, als wie viele Bananen pro Nase nun auf dem Chanukka-Ball auslegen sollen. Für "alteingesessenen" agieren unsere Interessenvertretungen nach den "stalinistischen Prinzipien" (O-Ton aus der Berliner Gemeinde). Eine stimmlose Mehrheit, die nicht für voll genommen wird, trotzdem aber in den Gemeinden bleibt ... paradox. Langsam neige ich dazu, den Kontingentflüchtlingen dazu zu raten, aus den orthodoxen Gemeinden aufzutreten. Die Entscheidung steht aber noch nicht fest ... :(
Die Probleme, die Du beschreibst, erscheinen mir normal menschlich zu sein. Das ist überall so. Gehe mal als Neuling in eine Partei, vielleicht auch mit mehreren, da hast Du genauso die "alteingesessenen" vor der Nase, wie in jeder Firma oder eben in der Gemeinde.
Was mich interessieren würde:
Bis jetzt bin ich immer davon ausgegangen, dass es mit der Integration der jüdischen Zuwanderer wenig bis keine Probleme gibt. Zumindest bezogen auf die gesamte Gesellschaft in Deutschland. Nach meiner Kenntnis soll der ZdJ sehr wohl für Sprachkurse etc. gesorgt haben. Und dafür, dass diese Migration im Gegensatz zu anderen Migrantengruppen recht geräuschlos vonstatten geht.
Ist das nicht so?
Was hättest Du persönlich erwartet, was der ZdJ für Dich/Deine Familie leistet?
Bis jetzt bin ich immer davon ausgegangen, dass es mit der Integration der jüdischen Zuwanderer wenig bis keine Probleme gibt.
hast du auch den eindruck, dass sich alle deutschen prächtigst mit den wieder zurückkehrenden deutschen vom ural verstehen ?
K.-H. Hirmer
31.08.09, 21:18
Boah wer ist denn hier alles Mitglied im ZDJ?
Nur hier? Pass mal fein auf, wenn es an Deiner Tür klingelt. Wie ich gerüchteweise hörte, sucht der Mossad in Südberlin nach einem reaktionären Deutschen, der zuviel weis ...
Du weist doch, was der Mossad mit Leuten macht, die zuviel wissen, oder?
Nur hier? Pass mal fein auf, wenn es an Deiner Tür klingelt. Wie ich gerüchteweise hörte, sucht der Mossad in Südberlin nach einem reaktionären Deutschen, der zuviel weis ...
Du weist doch, was der Mossad mit Leuten macht, die zuviel wissen, oder?
Grüß schön aber sollen sich ihre eigenen Getränke mitbringen
K.-H. Hirmer
31.08.09, 21:28
hast du auch den eindruck, dass sich alle deutschen prächtigst mit den wieder zurückkehrenden deutschen vom ural verstehen ?
Korrigiere mich bitte, wenn ich das falsch sehe, aber ich vermute, Du sprichst von Aussiedlern/Spätaussiedlern?
Nun will ich nicht leugnen, dass diese Personengruppe heftige Integrationsprobleme hat, z. B. mit Kriminalität. Allerdings ist der weit überwiegende Teil der "Russen" sehr nett. Hier bei uns in Syke (30 km südlich von Bremen) habe wir eine größere Gemeinde Aussiedler, sogenannte "Wolgadeutsche". Und im Sommer sitze ich öfters mal mit denen am Mühlenteich. Wenn man denen freundlich begegnet, kann man sehr gute Kontakte haben. Die freuen sich richtig, wenn sie freundlich angesprochen werden. Und was manche Samstagabende angeht, habe ich mit Leuten, die halb so alt sind wie ich, schon ein Fläschen Wodka mit O-Saft gelenzt.
Ist ganz witzig. Einige wollen direkt "nach Hause" zurück und mich am liebsten gleich mitnehmen. Damit ich mal sehe, wie wunderschön ihr Land ist. Gerade die jüngeren unter denen haben oft riesengroße Sehnsucht nach Russland.
Oder einen deutschen Personalausweis mit Geburtsort Alma Ata sieht man ja auch nicht alle Tage.
Also, die haben schon ihre Probleme. Die sind aber noch überwindlich.
Die Probleme, die Du beschreibst, erscheinen mir normal menschlich zu sein. Das ist überall so. Gehe mal als Neuling in eine Partei, vielleicht auch mit mehreren, da hast Du genauso die "alteingesessenen" vor der Nase, wie in jeder Firma oder eben in der Gemeinde.Natürlich ...
Was mich interessieren würde:
Bis jetzt bin ich immer davon ausgegangen, dass es mit der Integration der jüdischen Zuwanderer wenig bis keine Probleme gibt. Zumindest bezogen auf die gesamte Gesellschaft in Deutschland.Probleme im Sinne, wie es die mit den z.B. türkisch/moslemischen Zuwanderern gibt, gibt es natürlich nicht - schon alleine deswegen, weil über 70% der Kontingentflüchtlinge Akademiker sind. Sie sind statistisch gesehen nicht kriminell, angepasst, haben einen hohen Durchschnittsalter ... und sind in der Mehrheit auf die Sozialleistungen angewiesen.
Nach meiner Kenntnis soll der ZdJ sehr wohl für Sprachkurse etc. gesorgt haben. Und dafür, dass diese Migration im Gegensatz zu anderen Migrantengruppen recht geräuschlos vonstatten geht. Ist das nicht so?
Von den Sprachkursen in Bezug auf ZDJ weiß ich nichts, was nicht bedeuten soll, dass in die Richtung nichts getan wurde.
Ich weiß nur, dass die Menschen, die einen so hoher Potenzial an Bildung mit sich bringen, aus irgend einem Grund ... vergammeln. Ein Hohes Durchschnittsalter mag ein Grund dafür sein ... aber ob er der einziger ist, weiß ich nicht.
Geräuschlos - das ist ein gutes Wort.
Was hättest Du persönlich erwartet, was der ZdJ für Dich/Deine Familie leistet?ÜBERHAUPT irgendwas hätte ich mir gewünscht. An Information, an Aufklärung, an Rat, an Wegweisung. " trial and error" ist eine verdammt nerven- und Zeitaufreibende Methode, sich in einem fremden Land zurecht zu finden.
K.-H. Hirmer
01.09.09, 12:26
:) - schon alleine deswegen, weil über 70% der Kontingentflüchtlinge Akademiker sind. Sie sind statistisch gesehen nicht kriminell, angepasst, haben einen hohen Durchschnittsalter ... und sind in der Mehrheit auf die Sozialleistungen angewiesen.
Diese hohe Akademikerquote ist sogar in der Migrationsforschung belegt.
Und auf Sozialleistungen sind die eigentlich nur aus zwei Gründen angewiesen:
1. Zu hohes Alter für eine Einstellung
2. Durch in Deutschland nicht anerkannte Abschlüsse
Danke für die ausführliche Antwort. :)
(...)
Diese hohe Akademikerquote ist sogar in der Migrationsforschung belegt. (...) Natürlich.
Manchmal sind die Stereotypen doch ganz stereotypisch ... :D
K.-H. Hirmer
01.09.09, 13:38
Natürlich.
Z. B. hier:
Eine Studie mit 413 Befragten in verschiedenen Städten wurde 1994 durch das Moses Mendelssohn Zentrum durchgeführt (Schoeps/Jasper/Vogt 1996: 28); hierbei wurden schriftliche Fragebögen über zentrale Anlaufstellen wie Gemeinden, Wohlfahrtsverbände, Wohnheime, Selbsthilfeeinrichtungen oder Behörden verteilt. Eine Folgestudie des Jahres 1998 mit gleichem Design, aber verändertem Fragebogen umfasste 968 Befragte (Schoeps/Jasper/Vogt 1999: 40). Im Jahr 1994 lag der Anteil an Befragten mit Hochschulabschluss bei 71% (Schoeps/ Jasper/Vogt 1996: 42) und 1998 bei 73% (Schoeps/Jasper/Vogt 1999: 44). Unter Berücksichtigung derjenigen, die eine Umschulung oder einen Sprachkurs absolvieren, wird für 1998 von den Autoren eine Arbeitslosenquote von „60% bis 70%“ geschätzt (Schoeps/Jasper/Vogt 1999: 66, 118). Nach Ansicht der Autoren spiegelt sich die große Abhängigkeit von Sozialhilfeleistungen im niedrigen Haushaltseinkommen wider (Schoeps/Jasper/Vogt 1996: 40).
Jüdische Zuwanderer in Deutschland, Seite 11 (http://www.bamf.de/cln_092/nn_442522/SharedDocs/Anlagen/DE/Migration/Publikationen/Forschung/WorkingPapers/wp3-juedische-zuwanderer.html)
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