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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frankreich: "Schleierschlampen" protestieren gegen Burkha-Verbot


mentecaptus
02.10.10, 16:28
Protest gegen Burka-Verbot

"Schleierschlampen" stöckeln durch Paris

Burka absurd: Zwei junge Französinnen sind mit Stöckelschuhen, Minirock und verschleiertem Gesicht durch Paris gelaufen. Die Aktion der Niqabitches ("Schleierschlampen") richtet sich gegen das Burka-Verbot in Frankreich, Passanten reagieren erfreut.

Der Name ist Programm: Niqabitches ("Schleierschlampen") nennen sich zwei französische Studentinnen, die mit einer außergewöhnlichen Kleiderkombination jetzt Paris verunsichert haben. Auf dem Kopf trugen sie den Gesichtsschleier Nikab, das dunkle Gewand an ihrem Körper war jedoch nichts anderes als ein Minirock. Stöckelschuhe, nackte Beine bis zum Oberschenkel und ein verhüllter Kopf - das ist das Outfit, mit dem die beiden Aufsehen erregten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,720898,00.html


Das Video: http://vimeo.com/15104826

Mr. Smith
02.10.10, 16:54
"Wir haben uns die Frage gestellt: Wie reagieren Behörden auf Frauen, die Burka und Minirock tragen?" Es sei ihnen nicht darum gegangen, islamische Fundamentalisten lächerlich zu machen, betonen die Frauen. Vielmehr wollten sie Abgeordneten klarmachen, dass das Anti-Burka-Gesetz ihrer Meinung nach der Verfassung widerspricht.

Womit sie Recht haben. Religionsfreiheit ist nicht nur ein verfassungsmässig garantiertes, sondern gleichzeitig ein fundamentales Menschenrecht und wurde seit des Kaisers Theodosius I. Herrschaft faktisch anderthalb Jahrtausende von den Europäern blutig erkämpft. Wieviele dutzende Millionen Menschen für ihre Freiheit, an das zu glauben, an was sie glauben wollen, in Kriegen, Massenmorden und letztlich der Shoah gestorben sind, vergisst man heutzutage nur leichtsinnig angesichts einiger paar Burkhas und Turbanen, die sich im kosmopolitischen Weltspiegel der Metropolen der Moderne tummeln.

Wer Religionsfreiheit nicht akzeptieren mag, soll sich auf irgendwelche Inseln der christlich-fundamentalistischen Glückseligkeit, nach Utah oder zu den Hutterern vermigrieren. Und wer von denjenigen mit dem Christentum selbst nichts am Hut hat, sondern einfach nur Kulturzentralist spielen will, für den bieten sich immer noch die buddhistofaschistischen Staaten Laos und Nordkorea an. Aber Europa, und das finden die meisten der hier lebenden Menschen an sich gut, bleibt trotz all seiner multiethnischen Divergenzen Wiege und Heimstatt der universellen Menschenrechte.

Dass dies so bleibt, dafür garantieren die anhaltenden Wahlschlappen der Front National in Frankreich seit der Exilierung ihrer Galionsfigur Megret sowie dem anhaltenden Richtungsstreit mit Alain de Benoist. Dafür garantieren ebenfalls die fortwährenden Misserfolge und Nichtbeachtungen islamophober Plattformen in Deutschland. Dafür garantieren natürlich auch die jüngere französische Geschichte und die Tatsache, dass sich die Franzosen nicht einmal im Zuge des Algerienkriegs zu antiislamischen Ressentiments hingezogen fühlten.

Vive la liberté de religion et vive la France - auch wenn es latürnich falsch ist, Franzose zu sein!

http://images.zaazu.com/img/french-french-paris-france-smiley-emoticon-000584-large.gif

NukNuk

mentecaptus
02.10.10, 16:59
Nun ja, die Burkha zu verbieten soll ja die Unterdrückung der betroffenen Frauen verhindern, insofern stehen der Religionsfreiheit schon andere gewichtige grundrechte entgegen, wie die Menschenwürde, das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und das Recht auf Gleichberechtigung. Und es gibt ja auch noch die Möglichkeit, mittels eines normalen Schleiers bzw. Schadors dem religiösen und kulturellen Vorschriften nachzukommen oder mit einem Kopftuch. Inwieweit man diese dann verbieten sollte oder kann, wäre zu diskutieren. Bei der Burkha kann ich ein Verbot nachvollziehen, in den anderen genannten Fällen halte ich es für problematisch.

Mr. Smith
02.10.10, 17:03
Nun ja, die Burkha zu verbieten soll ja die Unterdrückung der betroffenen Frauen verhindern, insofern stehen der Religionsfreiheit schon andere gewichtige grundrechte entgegen, wie die Menschenwürde, das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und das Recht auf Gleichberechtigung.

Das wäre, als würde man Audio-CDs verbieten, um zu verhindern, dass Neonazis 'musikalisch' gegen Andersdenkende hetzen können. Nicht jede Frau trägt die Burkha aus Zwang, viele sogar mit Stolz. Besseres Beispiel: Man verbietet ja auch keine Kneipenstammtische, nur weil viele Männer anschliessend betrunken heim kommen und ihre Frauen schlagen.

:augenrollen:

NukNuk

mentecaptus
02.10.10, 17:05
Das wäre, als würde man Audio-CDs verbieten, um zu verhindern, dass Neonazis 'musikalisch' gegen Andersdenkende hetzen können. Nicht jede Frau trägt die Burkha aus Zwang, viele sogar mit Stolz. Besseres Beispiel: Man verbietet ja auch keine Kneipenstammtische, nur weil viele Männer anschliessend betrunken heim kommen und ihre Frauen schlagen.

:augenrollen:

NukNuk

Äh... bei der Burkha reden wir vom Postsack mit dem Schlitz, das ist dir schon klar?

Mr. Smith
02.10.10, 17:11
Äh... bei der Burkha reden wir vom Postsack mit dem Schlitz, das ist dir schon klar?

Was Du nicht sagst.

:-)

NukNuk

Vidscho
02.10.10, 17:12
Eine Frage, die ich mir in den letzten Tagen stellte:

Dürfen Burkaträgerinnen in Europa eigentlich Kraftfahrzeuge lenken?

Man bedenke: Das Gesichtsfeld ist durch die Burka erheblich eingeschränkt!

Muad'Dib
02.10.10, 17:16
Nicht alles, was Gläubige für ihre Religionsausübung nötig erachten, ist auch legal, NukNuk.

So scheiterte Hans Söllner mit seiner Klage gegen das Cannabisverbot, obwohl es Rastafaris als Sakrament und (teilweise) als Pflicht für gläubige Männer ansehen. Ebenso sind Teufelsanbetern oder auch Voodoo-Anhängern auch nicht alle Praktiken gestatten...

Mr. Smith
02.10.10, 17:35
Den Vergleich zwischen illegalen Betäubungsmitteln und einem Stück Stoff find ich jetzt doch ein wenig hinkend. Abgesehen davon ist die Burkha ja nicht illegal und wird als solche auch in Frankreich nie als illegal behandelt. Das heisst, wenn Dich ein Strassenpolizist stoppt und Du hast hundert dieser Zelte im Kofferraum, kann er auch nichts anderes machen, als Dich ungehindert passieren zu lassen.

Das Tragen der Burkha in der Öffentlichkeit wird als Ordnungswidrigkeit geahndet. So wie der Genuss alkoholischer Getränke auf - sagen wir - den Bänken der Brühlschen Terrasse in Dresden. Und Hühner darfst Du als Voodooanhänger auch in Deutschland schlachten, sofern ein Tierarzt der Zeremonie beiwohnt. Musst natürlich anschliessend Deine neu errungene Loa mit ihm teilen, falls Dich das nicht stört.

:-)

NukNuk

Jurassic
02.10.10, 17:40
Nucke, wie steht es denn jetzt mit den religiösen Freiheiten der katholischen Kirche ? Die dürfen in deiner Welt ihre Religion ja schliesslich auch nicht umfassend ausleben - ich mein, Hexenverbrennungen hat es zwar schon seit einiger Zeit nicht mehr gegeben, aber wenn... dann dürften sie es doch nicht, oder ?

Mr. Smith
02.10.10, 17:46
Hexenverbrennungen beschneiden die religiöse Freiheit anderer.
Depp!

:augenrollen:

NukNuk

Jurassic
02.10.10, 17:48
Hexenverbrennungen beschneiden die religiöse Freiheit anderer.
Depp!

:augenrollen:

NukNuk

Wie das ? :schock:

Mr. Smith
02.10.10, 17:50
Wie das ?

Jura, kommst Du nicht besser, anstatt Deiner Beiträge einfach nur noch

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zu schreiben?

:-)

NukNuk

Muad'Dib
02.10.10, 17:56
...Und Hühner darfst Du als Voodooanhänger auch in Deutschland schlachten, sofern ein Tierarzt der Zeremonie beiwohnt.
In der Öffentlichkeit? Auf dem Marktplatz??
Ganz davon abgesehen, daß es durchaus Zeremonien gibt, denen ein deutscher Tierarzt niemals zustimmen würde...

Auch rote Tantriker dürfen ihre Rituale nicht in der Öffentlichkeit abhalten, oder Kalianhänger nicht mit Leichen kuscheln, oder oder oder...

Auch das Tragen von Klanroben in der Öffentlichkeit dürfte in westlichen Ländern zu Problemen führen...

Mr. Smith
02.10.10, 18:05
In der Öffentlichkeit? Auf dem Marktplatz?

Klar, warum nicht?

Ganz davon abgesehen, daß es durchaus Zeremonien gibt, denen ein deutscher Tierarzt niemals zustimmen würde.

Der Tierarzt dürfte selbst nicht mal einschreiten, würden die Satanisten das Huhn vorher begatten, solange letzteres nicht darunter leidet.

Auch rote Tantriker dürfen ihre Rituale nicht in der Öffentlichkeit abhalten, oder Kalianhänger nicht mit Leichen kuscheln, oder oder oder.

Ich gebe zu, das sind durchaus Beispiele, die sich mit dem Tragen einer Burkha vergleichen lassen.

:augenrollen:

Auch das Tragen von Klanroben in der Öffentlichkeit dürfte in westlichen Ländern zu Problemen führen.

Ganz abgesehen davon, dass der KKK keine konfessionell gebundene Bewegung mehr ist, würde man Dir in Spanien widersprechen:

http://666moon.webs.com/kkk2.gif

;-)

NukNuk

Muad'Dib
02.10.10, 18:15
Der Tierarzt dürfte selbst nicht mal einschreiten, würden die Satanisten das Huhn vorher begatten, solange letzteres nicht darunter leidet.
:ddr: Gerade das würde bestimmten Zeremonien zuwiederlaufen... :augenrollen:

Außerdem ist das Schlachten von Tieren eben nicht an allen Orten zulässig - wozu der Marktplatz sicherlich gehört.


Ob sich das Deiner Meinung nach mit dem Tragen einer Burka vergleichen lässt, ist mir persönlich wurscht - es ging mir darum, daß längst nicht alles zulässig ist, was für Gläubige zur freien Religionsausübung gehört - schon gar nicht in der Öffentlichkeit.

...und wie Du selbst schriebst, wird ja die Burka gar nicht verboten, nur das Tragen in der Öffentlichkeit als Ordnungswidrigkeit eingestuft - da sind sie doch verglichen mit den Praktiken anderer Religionen deutlich bevorzugt.
Können doch Burka tragen, soviele und so lange sie lustig sind - nur eben nicht in der Öffentlichkeit.

Mr. Smith
02.10.10, 18:19
Gerade das würde bestimmten Zeremonien zuwiederlaufen.

Sollte auch nur ein Beispiel ein; zumal ich kein Interesse daran besitze, die religiösen Praktiken irgendwelcher Voodookultler oder Satanisten genauer auszuwerten. Ist letzten Endes ja auch themenfremd.

Können doch Burka tragen, soviele und so lange sie lustig sind - nur eben nicht in der Öffentlichkeit.

Was spricht denn nun eigentlich dagegen, die Burkha als religiöses Bekenntniszeichen in der Öffentlichkeit tragen zu dürfen?

NukNuk

Muad'Dib
02.10.10, 18:28
Was spricht denn nun eigentlich dagegen, die Burkha als religiöses Bekenntniszeichen in der Öffentlichkeit tragen zu dürfen?
Also, für mich zumindest, anderen Menschen nicht ins Gesicht sehen zu können.

Und bei der Burka kommt ja noch hinzu, daß sie nicht nur das Gesicht komplett unkenntlich macht, sondern die gesamte Erscheinung.

Ich persönlich "diskriminiere" schon Leute, die nicht in der Lage sind, zumindest in geschlossenen Räumen ihre Sonnenbrille abzunehmen.



Nachtrag: zwar OT, aber ich sprach von Teufelsanbetern - nicht von Satanisten.

Mr. Smith
02.10.10, 18:34
Also, für mich zumindest, anderen Menschen nicht ins Gesicht sehen zu können.

Also dient das Gesetz dazu sicherzustellen, dass Du anderen Menschen ins Gesicht sehen darfst, wenn Du das möchtest? Red doch keinen Unsinn, Muad.

:augenrollen:

NukNuk

Unbelehrbar
02.10.10, 18:36
Man kann das ja wie mit Hakenkreuz,... T-Shirts handhaben. Zu Hause kannst du mit rumlaufen, aber draußen sind sie Tabu. ;-)

Mr. Smith
02.10.10, 18:38
Man kann das ja wie mit Hakenkreuz,... T-Shirts handhaben. Zu Hause kannst du mit rumlaufen

Nein, kannst Du nicht. Wenn Dich jemand damit durch ein Fenster oder sonstwie sieht, erfüllst Du bereits den Straftatbestand der Volksverhetzung. Gleiches gilt auch für Hitlerbilder und natürlich rechtsradikale Musik.

NukNuk

Muad'Dib
02.10.10, 18:42
Also dient das Gesetz dazu sicherzustellen, dass Du anderen Menschen ins Gesicht sehen darfst, wenn Du das möchtest? Red doch keinen Unsinn, Muad.
Du fragtes mich:Was spricht denn nun eigentlich dagegen, die Burkha als religiöses Bekenntniszeichen in der Öffentlichkeit tragen zu dürfen?Was soll an meiner Antwort denn Unsinn sein?

Gesellschaftlich kann man das anders begründen, zB als "unsittlich" einstufen, als "Erregung öffentlichen Ärgernisses" oder auch zur Verhinderung von Kriminalität wie zB die Londoner Juwelierräuber in Burkas (da hat ne Pumpgun ja gut Platz...). Oder auch anders - bin ja kein Jurist.

Wie sinnvoll ich das persönlich finde, ist von "gesellschaftlichen" Begründungen ja unabhängig. Ich persönlich fände das (offene wie versteckte) Tragen von Waffen (und den freien Erwerb zumindest für Erwachsene) ja auch gut, muss aber akzeptieren, daß das "gesellschaftlich" nicht erwünscht ist - sowohl vom Gesetzgeber als auch der Mehrheit meiner Mitmenschen.

Nein, kannst Du nicht. Wenn Dich jemand damit durch ein Fenster oder sonstwie sieht, erfüllst Du bereits den Straftatbestand der Volksverhetzung. Gleiches gilt auch für Hitlerbilder und natürlich rechtsradikale Musik.

NukNuk
Und was spricht gegen das Zeigen von Swastikas als religiöses Bekenntniszeichen? (und nein, nicht als politisches!)

:augenrollen:

...und seit wann ist eine Abbildung Hitlers Volksverhetzung??

Mr. Smith
02.10.10, 18:47
Was soll an meiner Antwort denn Unsinn sein?

Hab ich das Ockhamsche Messer zu tief angesetzt? Dann noch mal:

Was spricht denn nun eigentlich moralphilosophisch juristikabel dagegen, die Burkha als religiöses Bekenntniszeichen in der Öffentlichkeit tragen zu dürfen?

Gesellschaftlich kann man das anders begründen, zB als "unsittlich" einstufen, als "Erregung öffentlichen Ärgernisses" oder auch zur Verhinderung von Kriminalität wie zB die Londoner Juwelierräuber in Burkas (da hat ne Pumpgun ja gut Platz...).

Warum sollte ein Gesetz überhaupt erlassen werden, wenn es allein schon an einer wasserdichten Begrüdung mangelt? Welche Gefahr geht von Burkhas aus, die ein Verbot der Dinger rechtfertigt? Und warum werden - um dem Kriminalitätsbeispiel vorzugreifen - nicht auch Motorradhelme gleich mit verboten?

NukNuk

Unbelehrbar
02.10.10, 18:48
Nein, kannst Du nicht. Wenn Dich jemand damit durch ein Fenster oder sonstwie sieht, erfüllst Du bereits den Straftatbestand der Volksverhetzung. Gleiches gilt auch für Hitlerbilder und natürlich rechtsradikale Musik.

NukNuk

In Bonkern gibt es keine Fenster! :mad: :-D

Mr. Smith
02.10.10, 18:51
Und was spricht gegen das Zeigen von Swastikas als religiöses Bekenntniszeichen?

Dagegen hätte ich nichts, würde es nicht immer wieder Leute geben, welche dieses religiöse Zeichen abseits seines historiokulturellen Kontextes gern verwenden, um sich damit in eindeutiger Weise politisch zu äussern. Bedank Dich bei den Neonazis, dass die Swastika heutzutage gesellschaftlich geächtet ist. Ohne deren Agitation sowie die bekannten Folgen daraus bräuchten wir uns auf dieses Gedankenspiel gar nicht einlassen.

und seit wann ist eine Abbildung Hitlers Volksverhetzung?

In Deutschland seit 1949.

NukNuk

Runa
02.10.10, 18:55
Nucke, wie steht es denn jetzt mit den religiösen Freiheiten der katholischen Kirche ? Die dürfen in deiner Welt ihre Religion ja schliesslich auch nicht umfassend ausleben - ich mein, Hexenverbrennungen hat es zwar schon seit einiger Zeit nicht mehr gegeben, aber wenn... dann dürften sie es doch nicht, oder ?

Es ist müßig dich daran zu erinnern, dass Hexenverbrennungen nun mal nicht die Botschaft Christi beinhalten, denn dann konterst du, dass das Burkatragen auch nicht ausdrücklich im Koran steht - richtig. Jedoch ist Menschenverbrennen nichts weiter als Mord - Burkatragen allerdings nicht.
Merkst du was?

Unbelehrbar
02.10.10, 18:55
Dagegen hätte ich nichts, würde es nicht immer wieder Leute geben, welche dieses religiöse Zeichen abseits seines historiokulturellen Kontextes gern verwenden, um sich damit in eindeutiger Weise politisch zu äussern. Bedank Dich bei den Neonazis, dass die Swastika heutzutage gesellschaftlich geächtet ist. Ohne deren Agitation sowie die bekannten Folgen daraus bräuchten wir uns auf dieses Gedankenspiel gar nicht einlassen.

NukNuk

Warum sagst du dann nicht den Burkaträgerin: "Sorry, eure Radikalinski Führer haben leider zu viel Scheiße gebaut, weswegen wir dieses fundamentalistische Zeichen nicht mehr dulden können!"

Muad'Dib
02.10.10, 18:56
Hab ich das Ockhamsche Messer zu tief angesetzt? Dann noch mal:





Warum sollte ein Gesetz überhaupt erlassen werden, wenn es allein schon an einer wasserdichten Begrüdung mangelt? Welche Gefahr geht von Burkhas aus, die ein Verbot der Dinger rechtfertigt? Und warum werden - um dem Kriminalitätsbeispiel vorzugreifen - nicht auch Motorradhelme gleich mit verboten?

NukNuk
Ich bin weder Moralphilosoph noch Jurist - meine Meinung dazu habe ich gesagt und nach meinem Eindruck ist es in unserer Kultur auch so üblich, sein Gesicht zu zeigen - das Verhüllen ist auf Demonstrationen ja auch untersagt, obwohl auch dort gute Gründe für Vermummungen sprechen - und zwar ohne das Grundrecht auf Demonstrationen, freie Meinugsäußerungen oder irgendwelche Bekenntnisse dadurch unzulässig einzuschränken (nach gängiger Rechtssprechung).

Das Gesetze nicht unbedingt wasserdichte Begründungen aufweisen, sollte Dir doch geläufig sein (s. bspw. BtmG).

Zu den Motorradhelmen:
ganz einfach deshalb, da ihr Sinn und Zweck nicht vorrangig die Vermummung ist. :augenrollen:

Runa
02.10.10, 18:57
Also, für mich zumindest, anderen Menschen nicht ins Gesicht sehen zu können.

Und bei der Burka kommt ja noch hinzu, daß sie nicht nur das Gesicht komplett unkenntlich macht, sondern die gesamte Erscheinung.

.

Um so vieldeutiger, wie diese Männer auf die Mädels reagiert haben. Also in die Augen schauen war da eher zweitrangig:cool:

Man kann das ja wie mit Hakenkreuz,... T-Shirts handhaben. Zu Hause kannst du mit rumlaufen, aber draußen sind sie Tabu. ;-)

Nur dass diese Frauen zu Hause die Vollverschleierung im Normalfall ablegen.

Muad'Dib
02.10.10, 19:00
Um so vieldeutiger, wie diese Männer auf die Mädels reagiert haben. Also in die Augen schauen war da eher zweitrangig:cool:
War ja auch ein wenig schwer - verschleiert. :augenrollen:

Also wirklich, Runa!

Nur dass diese Frauen zu Hause die Vollverschleierung im Normalfall ablegen.
Also, geht doch. :-D

Runa
02.10.10, 19:04
War ja auch ein wenig schwer - verschleiert. :augenrollen:

Also wirklich, Runa!


Also, geht doch. :-D


Du weißt aber auch, dass es ihnen wichtig ist, sich in der Öffentlichkeit zu verstecken.
Ich persönlich finde es auch schade, dass Frauen sich komplettverscheiern. Jedoch stelle ich mir vor, wie nackt und gedemütigt sie sich vorkommen müssen, wenn sie gezwungen werden, dies nicht mehr zu tragen (vorausgesetzt, sie verhüllen sich freiwillig und aus tiefster Überzeugung, dass dies richtig für sie ist).

Mr. Smith
02.10.10, 19:04
Warum sagst du dann nicht den Burkaträgerin: "Sorry, eure Radikalinski Führer haben leider zu viel Scheiße gebaut, weswegen wir dieses fundamentalistische Zeichen nicht mehr dulden können!"

Weil mir jetzt auf die Schnelle nicht einfällt, welcher muslimische 'Führer' im Zeichen der Burkha mal 'nen Weltkrieg begonnen und nebenher noch mehrere Millionen Europäer industriell hat vernichten lassen. Ganz abgesehen davon, dass der Islam eine dezentrale Religion ist und keinen 'Führer' besitzt.

nach meinem Eindruck ist es in unserer Kultur auch so üblich, sein Gesicht zu zeigen

Zwischen üblich/unüblich und legal/illegal bestehen nicht nur semantische Unterschiede.

NukNuk

Mr. Smith
02.10.10, 19:06
Jedoch stelle ich mir vor, wie nackt und gedemütigt sie sich vorkommen müssen, wenn sie gezwungen werden, dies nicht mehr zu tragen

Was wiederum eine Einschränkung ihrer eigenen persönlichen Freiheit bedeutet. Denn ohne Burkha dürfen Frauen wahabitischer Konfession nicht aus dem Haus. Nach Muad hätten sie nun also die Wahl, sich entweder von ihrem Mann schlagen zu lassen oder aber zu ihrem Seelenheil Gefangene der eigenen vier Wände zu werden.

Freiheit, ich hör Dich röcheln.

:(

NukNuk

Muad'Dib
02.10.10, 19:18
Du weißt aber auch, dass es ihnen wichtig ist, sich in der Öffentlichkeit zu verstecken.
Ich persönlich finde es auch schade, dass Frauen sich komplettverscheiern. Jedoch stelle ich mir vor, wie nackt und gedemütigt sie sich vorkommen müssen, wenn sie gezwungen werden, dies nicht mehr zu tragen (vorausgesetzt, sie verhüllen sich freiwillig und aus tiefster Überzeugung, dass dies richtig für sie ist).
Ich fühle mich auch nackt und gedemütigt ohne einen Colt an der Seite und würde ihn freiwillig und aus tiefster Überzeugung tragen. :(
Was wiederum eine Einschränkung ihrer eigenen persönlichen Freiheit bedeutet. Denn ohne Burkha dürfen Frauen wahabitischer Konfession nicht aus dem Haus. Nach Muad hätten sie nun also die Wahl, sich entweder von ihrem Mann schlagen zu lassen oder aber zu ihrem Seelenheil Gefangene der eigenen vier Wände zu werden.

Freiheit, ich hör Dich röcheln.

:(

NukNuk
Aha, daß die Männer sie schlagen ist also legal? Oder was soll der Einwurf?

Und zum Seelenheil vieler gläubiger Rastafaris...aber das hatten wir schon.

Zu meinem Glauben/Religion gehört übrigens beides: Waffen und Drogen.
Und im Unterschied zu Muslimen kann ich das direkt aus dem heiligsten Buch zitieren.
Ist mir trotzdem untersagt. :(

Mr. Smith
02.10.10, 19:20
Aha, das die Männer sie schlagen ist also legal? Oder was soll der Einwurf?

Der sollte lediglich zeigen, dass dieses ganze Gefasel von der Stärkung irgendwelcher Frauenrechte lediglich als Potemkinsches Dorf fungiert. Gegenteilig werden Frauen hier ja noch in ihren Rechten beschnitten: Und zwar im Recht, selbst zu entscheiden, ob sie sich äusserlich zu ihrem Glauben bekennen wollen oder nicht.

NukNuk

Itchy
02.10.10, 19:23
SLAYER,
statt SCHLEIER!!!

Unbelehrbar
02.10.10, 19:23
Weil mir jetzt auf die Schnelle nicht einfällt, welcher muslimische 'Führer' im Zeichen der Burkha mal 'nen Weltkrieg begonnen und nebenher noch mehrere Millionen Europäer industriell hat vernichten lassen. Ganz abgesehen davon, dass der Islam eine dezentrale Religion ist und keinen 'Führer' besitzt.

NukNuk

Im Zeichen des radikahlen Islam sind schon viele Menschen gestorben und hätte Bin Laden und Co. ein paar Atomraketen,... gehabt, wären es wohl noch deutlich mehr geworden. Der Wunsch war und ist jedenfalls da.
Ich sprach übrigens von Führern, also plural. ;-)

Die Burka wird als Zeichen für besonders konservative fanatische Anhänger des Islam gesehen. Deren Auslegung des Korans steht im starken Konflikt zu unserem GG und lehnt andere Religionanhänger ab. Wieso sollten wir dann ausgerechnet bei ihnen eine Ausnahme mache, wenn wir sonst auch Einschränkungen vornehmen?

Was wiederum eine Einschränkung ihrer eigenen persönlichen Freiheit bedeutet. Denn ohne Burkha dürfen Frauen wahabitischer Konfession nicht aus dem Haus. Nach Muad hätten sie nun also die Wahl, sich entweder von ihrem Mann schlagen zu lassen oder aber zu ihrem Seelenheil Gefangene der eigenen vier Wände zu werden.
Freiheit, ich hör Dich röcheln. :(

NukNuk

Dann kann Sie den Arsch anzeigen! Überraschung! Willkommen in Deutschland! :)

Mr. Smith
02.10.10, 19:28
Im Zeichen des radikahlen Islam sind schon viele menschen gestorben

Aus o.g. Gründen müsste man dann aber auch gleichzeitig das Kreuz als religiöses Symbol verbieten. Das wäre nur paritär.

Deren Auslegung des Korans steht im starken Konflikt zu unserem GG und lehnt andere Religionanhänger ab.

Nein, tut sie nicht. Lediglich polytheistische Religionen und die Shia. Aber das kennen wir auch vom Christentum.

Dann kann Sie den Arsch anzeigen!

Das könnte sie auch ohne Burkhaverbot.

:ddr:

Überraschung! Willkommen in Deutschland!

Überraschung! Der Strang dreht sich um Frankreich!

:bofing:

NukNuk

Runa
02.10.10, 19:36
Ich fühle mich auch nackt und gedemütigt ohne einen Colt an der Seite und würde ihn freiwillig und aus tiefster Überzeugung tragen. :(



Erstens glaube ich dir das nicht so und zweitens, wenn es denn so wäre, sollten andere dann auch so leiden wie du? :(

Unbelehrbar
02.10.10, 19:36
Aus o.g. Gründen müsste man dann aber auch gleichzeitig das Kreuz als religiöses Symbol verbieten. Das wäre nur paritär.


Nö das Kreuz ist heute kein Zeichen für eine fundamentalistische Einstellung, ebenso wenig wie der Halbmond.
Die Burkha schon.



Nein, tut sie nicht. Lediglich polytheistische Religionen und die Shia. Aber das kennen wir auch vom Christentum.

Doch tun sie. Ehrenmord, Steinigung und Co. ist wohl kaum kompatibel.
Radikale Christen hätten ebenso mit Einschränkungen zu rechnen.
Das Extrembeispiel "Hexenverbrennung" wurde ja schon genannt.

Es geht eben um die Prägung und nicht um die Religion!



Das könnte sie auch ohne Burkhaverbot. :ddr:


Müsste sie aber nicht mehr, denn dann würde sie ja nicht geschlagen.
Das Grundproblem wäre aber weiterhin vorhanden.


Überraschung! Der Strang dreht sich um Frankreich!
:bofing:


Nur Primär! Die Möglichkeit hätte sie aber auch in Frankreich! :bofing:

Runa
02.10.10, 19:39
Es gibt da welche, die quatschen immer grenzdebil dazwischen und dann auch noch so laut. :-D

Mr. Smith
02.10.10, 19:46
Nö das Kreuz ist heute kein Zeichen für eine fundamentalistische Einstellung, ebenso wenig wie der Halbmond.
Die Burkha schon.

Doch tun sie.

Nein, tut sie nicht. Der Koran ist, was seine Aussage über die Schutzbedürftigkeit der Buchreligionen betrifft, ziemlich eindeutig.

Was die Steinigung betrifft, so berufen sich die Muslime übrigens NICHT auf den Koran, sondern auf die heiligen Gesetze des Judentums:

Der Koran, die Heilige Schrift des Islam, sieht die Steinigung nicht als Strafe vor. Laut einigen Überlieferungen (Hadith) soll der Prophet auf Anfrage die Steinigung bei Juden, die sich des Ehebruchs schuldig gemacht hatten, gemäß der Tora (Dtn 22,22) angeordnet [...] haben.
Quelle (http://de.wikipedia.org/wiki/Steinigung#Koran.2C_Hadith.2C_Scharia)

Müsste sie aber nicht mehr, denn dann würde sie ja nicht geschlagen.

Wenn Männer häusliche Gewalt an Frauen ausüben, hat das oftmals nichts mit religiösen Befinden zu tun, sondern mit patriarchalischen Strukturen. Willst Du leidende Frauen also von diesem Schicksal erlösen, bekämpfe das Patriarchat, Genossin.

;-)

Nur Primär! Die Möglichkeit hätte sie aber auch in Frankreich!

Wie jedoch sollte sie als gläubige Wahabitin ohne Burkha den Weg von der eigenen Wohnung zum nächsten Polizeirevier finden?

:(

NukNuk

Unbelehrbar
02.10.10, 20:07
Nein, tut sie nicht. Der Koran ist, was seine Aussage über die Schutzbedürftigkeit der Buchreligionen betrifft, ziemlich eindeutig.

Was die Steinigung betrifft, so berufen sich die Muslime übrigens NICHT auf den Koran, sondern auf die heiligen Gesetze des Judentums:


Quelle (http://de.wikipedia.org/wiki/Steinigung#Koran.2C_Hadith.2C_Scharia)

Das sagst du, aber dummerweise wird der Koran halt von den Fundis etwas anders ausgelegt, als von anderen Muslimen oder dir.
Was die Steinigung betriftt magst du ev. recht haben, aber das widerspricht nicht der Argumentation.

Ich schrieb nicht umsonst, dass die Ausprägung entscheidend ist und nicht die Religion!



Wenn Männer häusliche Gewalt an Frauen ausüben, hat das oftmals nichts mit religiösen Befinden zu tun, sondern mit patriarchalischen Strukturen. Willst Du leidende Frauen also von diesem Schicksal erlösen, bekämpfe das Patriarchat, Genossin.

Auch das ist richtig.
Aber in diesem Fall wird das Verhalten religiös legitimiert und zementiert.
Das macht den Täter im inneren Kreis unantastbar und lässt Hilfe von Innen kaum zu.
Diese Ausprägung und ihrer Zurschaustellung muss man nicht hinnehmen.



Wie jedoch sollte sie als gläubige Wahabitin ohne Burkha den Weg von der eigenen Wohnung zum nächsten Polizeirevier finden?


Kann sie wegen den zwei blauen Augen nichts mehr sehen, dann kann sie auch immernoch die Polizei anrufen?

Sollte sie aber ohne Burkha nicht aus dem Haus wollen, dann hätte sie gar keine blauen Auge und müsste nicht zur Polizei. Denkfehler Nuki. :-D

In diesem Fall darf die gute Funditussi von mir aus gern die Koffer packen und Europa verlassen!
Gute Heimreise Fundi! :-)

Muad'Dib
02.10.10, 20:13
Der sollte lediglich zeigen, dass dieses ganze Gefasel von der Stärkung irgendwelcher Frauenrechte lediglich als Potemkinsches Dorf fungiert. Gegenteilig werden Frauen hier ja noch in ihren Rechten beschnitten: Und zwar im Recht, selbst zu entscheiden, ob sie sich äusserlich zu ihrem Glauben bekennen wollen oder nicht.

NukNuk
Wer faselt hier von Frauenrechten? Ich nicht. :(
Niemand verbietet ihnen, sich zum Islam zu bekennen.
Wo im Koran genau ist denn die Burka erwähnt?

Nein, tut sie nicht. Der Koran ist, was seine Aussage über die Schutzbedürftigkeit der Buchreligionen betrifft, ziemlich eindeutig.Deine Betonung auf "Buchreligionen" - womit allerdings nur die abrahamitschen gemeint sind - spricht ja schon für sich, auch Deine Verharmlosung "lediglich polytheistische Religionen" ist nicht sehr beruhigend. Im Gegenteil. Sollte ich das für bare Münze nehmen und allen Muslimen unterstellen, würde das nur eine Kampfbereitschaft diesen gegenüber begründen.

(Meinst Du mit "und die Shia" die hier (http://en.wikipedia.org/wiki/Shia_Islam) oder die hier (http://www.shia-berlin.de/)?)

Wenn Männer häusliche Gewalt an Frauen ausüben, hat das oftmals nichts mit religiösen Befinden zu tun, sondern mit patriarchalischen Strukturen.
Warum erwähnst Du es dann in diesem Strang?



Erstens glaube ich dir das nicht so und zweitens, wenn es denn so wäre, sollten andere dann auch so leiden wie du? :(
Du setzt Dich also für das Recht auf freies Waffentragen und Legalisierung jeglicher Drogen ein? Freut mich! :)

Runa
02.10.10, 20:21
Du setzt Dich also für das Recht auf freies Waffentragen und Legalisierung jeglicher Drogen ein? Freut mich! :)

Nee, aber du tust mirt leid, dass du sooo leidest.:(

Mr. Smith
02.10.10, 20:27
Zum Thema, warum ich auf die vorgeschobenen 'Rechte der Frau' komme: Das stammt aus Mentes zweitem Beitrag:

Nun ja, die Burkha zu verbieten soll ja die Unterdrückung der betroffenen Frauen verhindern, insofern stehen der Religionsfreiheit schon andere gewichtige grundrechte entgegen, wie die Menschenwürde, das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und das Recht auf Gleichberechtigung.

Auf alles andere antworte ich morgen und geh jetzt Wochenende feiern.

=) ;-)

NukNuk

Muad'Dib
02.10.10, 21:01
Nee, aber du tust mirt leid, dass du sooo leidest.:(
Nö, leiden tue ich sehr selten, auch wenn ich der Meinung bin, daß uns das System "nackt und demütig" hält/halten will.

Allerdings tun mir die Frauen auch leid, die so einem Glauben anhängen - aber ist ja ihre Entscheidung, die ich zu respekieren habe - genauso, wie ich akzeptieren muss, daß die Mehrheit meiner Mitmenschen dem Recht auf Waffentragen ablehnend gegenübersteht.
Zum Thema, warum ich auf die vorgeschobenen 'Rechte der Frau' komme: Das stammt aus Mentes zweitem Beitrag:
[...]
Auf alles andere antworte ich morgen und geh jetzt Wochenende feiern.

Ach, das war mir entfallen ('tschuldigung, mente!).
Denn viel Spaß! :)

mentecaptus
02.10.10, 21:50
In Deutschland musste man früher auch vermummt gehen, dann gab es zum Glück etwa 1968 eine Gegenbewegung, die für die Freiheit der armen geknechteten Juristen sorgte!

http://student.org.uni-hamburg.de/LINKS/Images/Talare.jpg

Immerhin dürfen sich heute auch Frauen in Talaren (deutsch für Juristen-Burkha) zeigen und Männer wagen es bisweilen, bunte Krawatten darunter zu tragen. Ein emanzipatorischer Fortschritt sondergleichen in dieser matriachaischen Welt!

Itchy
02.10.10, 22:15
dann gab es zum Glück etwa 1968 eine Gegenbewegung,

Na wenn sowas heut schon aus dem Mund von CDU-lern kommt... :(

opppa
03.10.10, 07:54
Womit sie Recht haben. Religionsfreiheit ist nicht nur ein verfassungsmässig garantiertes, sondern gleichzeitig ein fundamentales Menschenrecht und wurde seit des Kaisers Theodosius I. Herrschaft faktisch anderthalb Jahrtausende von den Europäern blutig erkämpft. Wieviele dutzende Millionen Menschen für ihre Freiheit, an das zu glauben, an was sie glauben wollen, in Kriegen, Massenmorden und letztlich der Shoah gestorben sind, vergisst man heutzutage nur leichtsinnig angesichts einiger paar Burkhas und Turbanen, die sich im kosmopolitischen Weltspiegel der Metropolen der Moderne tummeln.

Wer Religionsfreiheit nicht akzeptieren mag, soll sich auf irgendwelche Inseln der christlich-fundamentalistischen Glückseligkeit, nach Utah oder zu den Hutterern vermigrieren. Und wer von denjenigen mit dem Christentum selbst nichts am Hut hat, sondern einfach nur Kulturzentralist spielen will, für den bieten sich immer noch die buddhistofaschistischen Staaten Laos und Nordkorea an. Aber Europa, und das finden die meisten der hier lebenden Menschen an sich gut, bleibt trotz all seiner multiethnischen Divergenzen Wiege und Heimstatt der universellen Menschenrechte.

Dass dies so bleibt, dafür garantieren die anhaltenden Wahlschlappen der Front National in Frankreich seit der Exilierung ihrer Galionsfigur Megret sowie dem anhaltenden Richtungsstreit mit Alain de Benoist. Dafür garantieren ebenfalls die fortwährenden Misserfolge und Nichtbeachtungen islamophober Plattformen in Deutschland. Dafür garantieren natürlich auch die jüngere französische Geschichte und die Tatsache, dass sich die Franzosen nicht einmal im Zuge des Algerienkriegs zu antiislamischen Ressentiments hingezogen fühlten.

Vive la liberté de religion et vive la France - auch wenn es latürnich falsch ist, Franzose zu sein!

http://images.zaazu.com/img/french-french-paris-france-smiley-emoticon-000584-large.gif

NukNuk

Nur weiß ich nicht, ob es sinnvoll ist, für die Freiheit einer Religion (oder Ideologie) zu kämpfen, deren erklärtes Ziel es ist, gerade diese Freiheit zu beseitigen.

(Ich habe nicht die geringste Lust, mich hinter Bäumen zu verstecken, um dann doch von den Rechtgläubigen gefunden und beseitigt zu werden!)

:D

opppa
03.10.10, 07:58
Das wäre, als würde man Audio-CDs verbieten, um zu verhindern, dass Neonazis 'musikalisch' gegen Andersdenkende hetzen können. Nicht jede Frau trägt die Burkha aus Zwang, viele sogar mit Stolz. Besseres Beispiel: Man verbietet ja auch keine Kneipenstammtische, nur weil viele Männer anschliessend betrunken heim kommen und ihre Frauen schlagen.

:augenrollen:

NukNuk

Soweit ich gehört habe, werden doch mit schöner Regelmäßigkeit irgendwelche neonazistischen "Künstler?" aufgrund der Aussagen ihrer Produkte verfolgt.

Man sollte da doch lieber mal hinterfragen, welche Aussagen das in einem kleinen grünen Büchlein für alle Zeiten festgeschriebene Grundgesetz einer hier eingefallenen Glaubensgemeinschaft (Umma) so alles tätigt.

:-D

Äh... bei der Burkha reden wir vom Postsack mit dem Schlitz, das ist dir schon klar?

Es ist bezeichnend für Dein Menschenbild, wenn Du die Burkaträgerinnen auf ihren Schlitz reduzierst!

:-D


Das Tragen der Burkha in der Öffentlichkeit wird als Ordnungswidrigkeit geahndet.
NukNuk

Das ist für mich genau dasselbe, wie mein Tritt auf den dicken Zeh eines lästigen Vertreters, der verhindern will, daß ich die Tür meines Hauses schließe!

:-D

Countryjoe
06.10.10, 06:30
Protest gegen Burka-Verbot

"Schleierschlampen" stöckeln durch Paris

Burka absurd: Zwei junge Französinnen sind mit Stöckelschuhen, Minirock und verschleiertem Gesicht durch Paris gelaufen. Die Aktion der Niqabitches ("Schleierschlampen") richtet sich gegen das Burka-Verbot in Frankreich, Passanten reagieren erfreut.

Der Name ist Programm: Niqabitches ("Schleierschlampen") nennen sich zwei französische Studentinnen, die mit einer außergewöhnlichen Kleiderkombination jetzt Paris verunsichert haben. Auf dem Kopf trugen sie den Gesichtsschleier Nikab, das dunkle Gewand an ihrem Körper war jedoch nichts anderes als ein Minirock. Stöckelschuhe, nackte Beine bis zum Oberschenkel und ein verhüllter Kopf - das ist das Outfit, mit dem die beiden Aufsehen erregten.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,720898,00.html


Das Video: http://vimeo.com/15104826

Waren das nun echte Mosleminnen oder war das eine Dhimmi-Aktion?

rondo bavarese
06.10.10, 08:23
Waren das nun echte Mosleminnen oder war das eine Dhimmi-Aktion?

Also ganz ehrlich, es waren Transvestiten.
Sag es aber bitte nicht weiter ;)

Kukumatz
06.10.10, 11:24
Womit sie Recht haben. Religionsfreiheit ist nicht nur ein verfassungsmässig garantiertes, sondern gleichzeitig ein fundamentales Menschenrecht und wurde seit des Kaisers Theodosius I. Herrschaft faktisch anderthalb Jahrtausende von den Europäern blutig erkämpft. Wieviele dutzende Millionen Menschen für ihre Freiheit, an das zu glauben, an was sie glauben wollen, in Kriegen, Massenmorden und letztlich der Shoah gestorben sind, vergisst man heutzutage nur leichtsinnig angesichts einiger paar Burkhas und Turbanen, die sich im kosmopolitischen Weltspiegel der Metropolen der Moderne tummeln.

Wer Religionsfreiheit nicht akzeptieren mag, soll sich auf irgendwelche Inseln der christlich-fundamentalistischen Glückseligkeit, nach Utah oder zu den Hutterern vermigrieren. Und wer von denjenigen mit dem Christentum selbst nichts am Hut hat, sondern einfach nur Kulturzentralist spielen will, für den bieten sich immer noch die buddhistofaschistischen Staaten Laos und Nordkorea an. Aber Europa, und das finden die meisten der hier lebenden Menschen an sich gut, bleibt trotz all seiner multiethnischen Divergenzen Wiege und Heimstatt der universellen Menschenrechte.

Dass dies so bleibt, dafür garantieren die anhaltenden Wahlschlappen der Front National in Frankreich seit der Exilierung ihrer Galionsfigur Megret sowie dem anhaltenden Richtungsstreit mit Alain de Benoist. Dafür garantieren ebenfalls die fortwährenden Misserfolge und Nichtbeachtungen islamophober Plattformen in Deutschland. Dafür garantieren natürlich auch die jüngere französische Geschichte und die Tatsache, dass sich die Franzosen nicht einmal im Zuge des Algerienkriegs zu antiislamischen Ressentiments hingezogen fühlten.

Vive la liberté de religion et vive la France - auch wenn es latürnich falsch ist, Franzose zu sein!

http://images.zaazu.com/img/french-french-paris-france-smiley-emoticon-000584-large.gif

NukNuk

Du hast ja so recht, Nuckelchen!:cool:

Früher sagte man, wenn es dir hier nicht paßt, geh doch in die DDR!

Countryjoe
07.10.10, 06:46
Also ganz ehrlich, es waren Transvestiten.
Sag es aber bitte nicht weiter ;)

Translime oder Musvestiten? :)

Dyrnwyn
13.10.10, 09:41
Mit Geiselmord Rücknahme des Burkaverbots erzwingen

Al Kaida droht mit Mord an Geiseln, wenn Frankreich das Burkaverbot nicht zurücknimmt:

http://diestandard.at/1285200616544/Frankreich-Entfuehrer-verlangen-Ruecknahme-von-Burka-Verbot

Countryjoe
13.10.10, 10:54
Mit Geiselmord Rücknahme des Burkaverbots erzwingen

Al Kaida droht mit Mord an Geiseln, wenn Frankreich das Burkaverbot nicht zurücknimmt:

http://diestandard.at/1285200616544/Frankreich-Entfuehrer-verlangen-Ruecknahme-von-Burka-Verbot

Typisch für diese feige Bande. Hoffentlich läßt man sich nicht darauf ein. Aber da sehe ich mehr Rückgrat bei den Franzosen als bei unseren politischen Wirbellosen, die schon vor dem Gegeifer der Moslemvereine in die Knie gehen.

DreadfulGreat
13.10.10, 14:07
Die Burka wird als Zeichen für besonders konservative fanatische Anhänger des Islam gesehen. Stimmt so nicht. Die Burka ist ein tradiertes Kleidungsstück aus der Zeit vor dem Islam. Dass die Taliban die Frauen dann da rein geprügelt haben, steht auf einem ganz anderen Blatt. Und dass die Frauen, die Burka tragen möchten, von ihren Männers zum Tragen gezwungen werden, ist mehr als unwahrscheinlich - die Taliban-Dichte in Frankreich ist doch eher vernachlässigbar.

K.-H. Hirmer
13.10.10, 14:49
- die Taliban-Dichte in Frankreich ist doch eher vernachlässigbar.
Um die Frauen unter die Burka zu zwingen bedarf es keiner "Taliban-Dichte" in Frankreich. Das Heer von deren Anhängern und sonstigen Islamisten reicht da völlig.

Runa
13.10.10, 17:15
Um die Frauen unter die Burka zu zwingen bedarf es keiner "Taliban-Dichte" in Frankreich. Das Heer von deren Anhängern und sonstigen Islamisten reicht da völlig.

Und wenn die Frauen es tatsächlich in der Mehrheit selber so möchten?

Itchy
13.10.10, 17:39
Stimmt so nicht. Die Burka ist ein tradiertes Kleidungsstück aus der Zeit vor dem Islam. Dass die Taliban die Frauen dann da rein geprügelt haben, steht auf einem ganz anderen Blatt. Und dass die Frauen, die Burka tragen möchten, von ihren Männers zum Tragen gezwungen werden, ist mehr als unwahrscheinlich - die Taliban-Dichte in Frankreich ist doch eher vernachlässigbar.

Ist es denn nicht OK, das einfach nur unschön zu finden und sich in seiner Heimat fremd zu fühlen?
Mir geht es nämlich so. Ich bin Fremdenfeindlich. Oder sagen wir besser:
Fremdartigenfeindlich. Ich kann da auch nichts gegen tun. Ich möchte lieber eine Umgebung, ein Land, in dem die Leute sind wie ich und nicht rummuseln und so. Weißte, was ich meine?
Was ist daran so schlimm, Heimat zu wollen und sich zu beschweren, wenn man es sich anders vorstellt?
Ich bin doch schließlich einer, der mitbestimmen können sollte, wie das Land aussieht, in welches er hineingeboren wurde und für den seine Vorfahren dieses Land mit Blut und Entbehrung erbaut und gehegt haben.
Ich habe doch nur diese eine Heimat. *schluchz* :(

DreadfulGreat
13.10.10, 18:34
Um die Frauen unter die Burka zu zwingen bedarf es keiner "Taliban-Dichte" in Frankreich. Das Heer von deren Anhängern und sonstigen Islamisten reicht da völlig.Aha. Und das ganze Heer schafft es in Frankreich gerade mal, dass nur 350 Frauen Burka tragen? Oder waren es nur 150?

Du blamierst dich an der Realität.

DreadfulGreat
13.10.10, 18:39
Ist es denn nicht OK, das einfach nur unschön zu finden und sich in seiner Heimat fremd zu fühlen?
Mir geht es nämlich so. Ich bin Fremdenfeindlich. Oder sagen wir besser:
Fremdartigenfeindlich. Ich kann da auch nichts gegen tun. Ich möchte lieber eine Umgebung, ein Land, in dem die Leute sind wie ich und nicht rummuseln und so. Weißte, was ich meine?
Was ist daran so schlimm, Heimat zu wollen und sich zu beschweren, wenn man es sich anders vorstellt?
Ich bin doch schließlich einer, der mitbestimmen können sollte, wie das Land aussieht, in welches er hineingeboren wurde und für den seine Vorfahren dieses Land mit Blut und Entbehrung erbaut und gehegt haben.
Ich habe doch nur diese eine Heimat. *schluchz* :(Armer Itchy.

Du forderst das Unmögliche, weil der rassereine Deutsche Staat bestand nur während der Hitler-Diktatur und (West) bis in die 60er und (Ost) bis in die 90er. Gab es vorher nicht und wird es auch nachher nicht mehr geben - vielleicht in MäcPomm, aber sonst?

Ziehst du also nach MäcPomm und alles wird gut :-)

Itchy
13.10.10, 18:48
Armer Itchy.

Du forderst das Unmögliche, weil der rassereine Deutsche Staat bestand nur während der Hitler-Diktatur und (West) bis in die 60er und (Ost) bis in die 90er. Gab es vorher nicht und wird es auch nachher nicht mehr geben - vielleicht in MäcPomm, aber sonst?

Ziehst du also nach MäcPomm und alles wird gut :-)

Oh, das würd ich liebend gern aber dort isses schlecht mit Arbeiten. :(

Ich rede nicht von rasserein, aber das weißt Du natürlich selbst.
Dass Du auch immer so übertreiben musst. :(

DreadfulGreat
13.10.10, 18:49
Ja, tut mir leid.

Itchy
13.10.10, 18:55
Ja, tut mir leid.

Besser Dich! =)

K.-H. Hirmer
14.10.10, 19:31
Man verbietet ja auch keine Kneipenstammtische, nur weil viele Männer anschliessend betrunken heim kommen und ihre Frauen schlagen.
Passiert kaum. Wir sind doch nicht in der islamischen Welt.

Die allermeisten Frauen in Afghanistan sind rechtlos, für die Männer der Familie ein Objekt. Ein UN-Report besagt, dass 87 Prozent der Frauen häuslicher Gewalt ausgesetzt sind. Auch diese beiden Mädchen werden wohl schon bald Mütter sein, obwohl sie eigentlich noch Kinder sind.

Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article10285784/Von-Dixi-Klo-bis-Patrouille-leben-mit-US-Marines.html

(Bitte bis Bild 16 blättern. Da steht das.)

Runa
14.10.10, 19:36
Passiert kaum. Wir sind doch nicht in der islamischen Welt.





Husi husti.

Mr. Smith
19.10.10, 20:22
Passiert kaum.

Das wird die kaum betroffenen Frauen in Deutschland (http://www.ms.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=5023&article_id=14102&_psmand=17) aber freuen.

:augenrollen:

NukNuk

Duc de Blangis
19.10.10, 21:20
Nicht jede Frau trägt die Burkha aus Zwang, viele sogar mit Stolz.

Ja. Und Natascha Kampusch Liebe zu Wolfgang Priklopil ist ebenso hinreichend dokumentiert, möchte man einwenden...:augenrollen:

Habe ich heute zwar schonmal empfohlen, trotzdem sei hier nochmal Alice Schwarzers Buch zum Thema erwähnt.

Ich habe diesen Sommer übrigens immer wieder Frauen mit schwarzer Burka durch Wien laufen sehen, natürlich immer in der Begleitung des großen Paschas - mitunter bei 35 Grad Außentemperatur! Und mich hat jedesmal eine gewisse hilflose Wut dabei beschlichen, zuzusehen zu müssen, wie eine derartig eklatante Verletzung der Menschenwürde in der Mitte unserer Gesellschaft passieren kann.

Wenn Europa einen Restbestand, wirklich nur einen Restbestand an Anstand und Respekt vor Frauenrechten innehat, sage ich, dann verbietet es die Burka ganzheitlich als das, was sie ist - als ein Instrument einer frauenfeindlichen, patriarchalischen Gesellschaftsordnung, die den Menschenrechten wie sonst nichts diametral entgegengelagert ist.

Dabei spielt es meines Empfindens nach übrigens auch keine Rolle, ob sich die Zahl der Trägerinnen auf 1000, 100 oder 10 beläuft. Ein derartiges Gesetz sollte bereits eine Selbstverständlichkeit sein, wenn auch nur eine Frau davon betroffen ist!

Runa
19.10.10, 21:27
Dabei spielt es meines Empfindens nach übrigens auch keine Rolle, ob sich die Zahl der Trägerinnen auf 1000, 100 oder 10 beläuft. Ein derartiges Gesetz sollte bereits eine Selbstverständlichkeit sein, wenn auch nur eine Frau davon betroffen ist!

Auch wenn das Verbot die Frauen zwingt , sie abzulegen? Und wenn sie sich dadurch erniedrigt und entblößt vorkommen, egal? Ich frag ja nur, denn es gibt wirklich Frauen, die tragen das Ding aus freien Stücken und oftmals findet ihr Ehemann das noch nicht einmal so toll.

Duc de Blangis
19.10.10, 21:28
http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Burka-soll-in-Oesterreich-verboten-werden/844571

Dass nur wenige Hundert Frauen betroffen seien, gelte nicht, sagt Marek: „Wird nur eine Frau zur Burka gezwungen, ist die Debatte gerechtfertigt. Es geht um Frauen- und Menschenrechte.“

Exakt so ist es.

Duc de Blangis
19.10.10, 21:44
Auch wenn das Verbot die Frauen zwingt , sie abzulegen? Und wenn sie sich dadurch erniedrigt und entblößt vorkommen, egal? Ich frag ja nur, denn es gibt wirklich Frauen, die tragen das Ding aus freien Stücken und oftmals findet ihr Ehemann das noch nicht einmal so toll.

Ich sag dir mal was, Runa. Als im Iran 1978 die iranische Revoluton stattfand, waren es unter anderem die Mitglieder der iranischen Frauenunion, die den Schah zu stürzen mitahalfen und aus dem Exil zurückkehrten. Hochgebildete Frauen, die sich bewusst für den Gottesstaat, für die Scharia, für die Steinigung von Homosexuellen und den Tod für den Ehebruch in der Praxis immer durch die Frau einsetzten. Dass sie mit ihrem Ansinnen dabei eine Minderheit waren, steht ebenso außer Frage wie die Tatsache, dass Frauen, die ohne Zwang - und damit meine ich gänzlich ohne Zwang! - eine Burka tragen natürlich nicht die Mehrheit stellen.

Was ich damit sagen will, ist, dass es immer einige nützliche Idioten und Steigbügelhalter geben wird. Die gibt es unter Juden, Rechten, Linken, Feministen sowie Antifaschisten. Punkt ist jedoch jener, dass wir hier in unserer aufklärerisch-menschenrechtlich geprägten Gesellschaft eine Sache von dem ihr obliegenden ethischen Aspekt an sich beurteilen müssen. Das ist beim Thema Sterbehilfe so, das ist beim Thema Inzest so und das ist eben auch bei der Burka so.

Es spielt keine Rolle, ob die Burka nun auch freiwillig getragen wird oder nicht - sobald sie "auch" aus freien Stücken getragen wird, erübrigt sich jegliche Diskussion!

Mr. Smith
19.10.10, 22:39
sobald sie "auch" aus freien Stücken getragen wird, erübrigt sich jegliche Diskussion!

Nein, eben nicht, denn gerade denen, die die Burkha aus freien Stücken tragen bzw. tragen wollen, verbietet das Burkhagesetz ja, so zu handeln. Und es ist keinesfalls aufklärerisch, jemandem vorzuschreiben, wie er seine Religion zu praktizieren hat, sondern ein Rückfall in den Feudalismus. Gerade, da es sich hier nur um ein Stück Stoff handelt, welches keinem Dritten Schaden zufügt.

NukNuk

Alienamazone
19.10.10, 22:42
Auch wenn das Verbot die Frauen zwingt , sie abzulegen? Und wenn sie sich dadurch erniedrigt und entblößt vorkommen, egal? Ich frag ja nur, denn es gibt wirklich Frauen, die tragen das Ding aus freien Stücken und oftmals findet ihr Ehemann das noch nicht einmal so toll.

Es gibt auch Leute die finden FKK ganz toll und würden gerne nackt durch die Straßen ziehen, dennoch ist es verboten, weil andere es als anstößig finden.

Weißt du, worauf ich hinaus möchte?

Mr. Smith
19.10.10, 22:45
Es gibt auch Leute die finden FKK ganz toll und würden gerne nackt durch die Straßen ziehen, dennoch ist es verboten, weil andere es als anstößig finden.

Eigentlich ist es nur verboten, WENN andere es als anstössig empfinden. Ansonsten ist Exhibitionismus [im Sinne von 'nackt in der Öffentlichkeit'] in Deutschland vollkommen legal.

:cool:

NukNuk

Runa
19.10.10, 22:49
Es gibt auch Leute die finden FKK ganz toll und würden gerne nackt durch die Straßen ziehen, dennoch ist es verboten, weil andere es als anstößig finden.

Weißt du, worauf ich hinaus möchte?


Ich stelle mir aber gerade vor, man wolle mich zum FKK zwingen, weil es in der Gesellschaft so Usus ist. Badeanzug oder Bikini ist nicht erlaubt.

Alienamazone
19.10.10, 22:51
Eigentlich ist es nur verboten, WENN andere es als anstössig empfinden. Ansonsten ist Exhibitionismus [im Sinne von 'nackt in der Öffentlichkeit'] in Deutschland vollkommen legal.

:cool:

NukNuk

Im Grunde ist es nicht ausdrücklich verboten, nackt in der Öffentlichgkeit zu sein. Aber der, der sich in der Öffentlichkeit so verhält, dass er Aufsehen erregt, kann dafür bestraft werden.

Wie verhält es sich, wenn man nackt durch die Türkei wandert?

Alienamazone
19.10.10, 22:53
Ich stelle mir aber gerade vor, man wolle mich zum FKK zwingen, weil es in der Gesellschaft so Usus ist. Badeanzug oder Bikini ist nicht erlaubt.

Was ich damit sagen möchte ist, viele mögen das nackt sein, müssen sich aber in vielleicht fremden Ländern dennoch anpassen und einen Badeanzug anziehen.

Mr. Smith
19.10.10, 22:59
Im Grunde ist es nicht ausdrücklich verboten, nackt in der Öffentlichgkeit zu sein.

Es ist überhaupt nicht verboten, solange man niemanden damit bewusst belästigt. Als hübsche Frau oder als NukNuk ( :banana: ) kann man auch ungestört wie unbekleidet durch die nächstbeste Fussgängerpassage latschen, ohne dass die Handschellen klicken. Und warum auch nicht? Wir sind eine offene Gesellschaft. Zumindest offen für die Schönen und Klugen. Aber das kennst Du ja auch.

:-) :-D

Wie verhält es sich, wenn man nackt durch die Türkei wandert?

Ich denke, da werden ganz ähnliche Gesetze wie hier gelten. In Istanbul wird Dir niemand den Kopf abreissen, in der hinterbayerischen Provinz Anatoliens mag das aber schon wieder ganz anders aussehen.

NukNuk

Runa
19.10.10, 23:03
Was ich damit sagen möchte ist, viele mögen das nackt sein, müssen sich aber in vielleicht fremden Ländern dennoch anpassen und einen Badeanzug anziehen.

Und ich wollte sagen, es gibt Menschen, die schämen sich ihrer Nacktheit und möchten sich bestimmt nicht eine FKK-Kultur anpassen.

Was lernen wir daraus? Es ist leichter, sich etwas anzuziehen, als es auszusiehen (Burkha sowie Bikini).

Ich weiß aber, was jetzt kommen wird: Tja, wenn es den Leuten nicht passt, nackt zu sein, so können sie ja woanders hingehen. Gaaaaanz einfach.

Runa
19.10.10, 23:04
Es ist überhaupt nicht verboten, solange man niemanden damit bewusst belästigt. Als hübsche Frau oder als NukNuk ( :banana: ) kann man auch ungestört wie unbekleidet durch die nächstbeste Fussgängerpassage latschen, ohne dass die Handschellen klicken. Und warum auch nicht? Wir sind eine offene Gesellschaft. Zumindest offen für die Schönen und Klugen. Aber das kennst Du ja auch.

:-) :-D



Ich denke, da werden ganz ähnliche Gesetze wie hier gelten. In Istanbul wird Dir niemand den Kopf abreissen, in der hinterbayerischen Provinz Anatoliens mag das aber schon wieder ganz anders aussehen.

NukNuk

Hätte jetzt ein passendes Lied vom Georg Danzer, aber das Video erscheint in Germany nicht mehr.:(

Duc de Blangis
19.10.10, 23:17
Nein, eben nicht, denn gerade denen, die die Burkha aus freien Stücken tragen bzw. tragen wollen, verbietet das Burkhagesetz ja, so zu handeln. Und es ist keinesfalls aufklärerisch, jemandem vorzuschreiben, wie er seine Religion zu praktizieren hat, sondern ein Rückfall in den Feudalismus. Gerade, da es sich hier nur um ein Stück Stoff handelt, welches keinem Dritten Schaden zufügt.

NukNuk

Nein!

Nochmal, es geht hier um eine Herangehensweise von übergeordneten ethischen Werten aus, eine Methode übrigens, aus der viele Gesetze in so ziemlich allen Kulturkreisen motiviert sind. Um bei genannten Beispielen zu bleiben: Inzucht bleibt auch dann illegal, wenn er durch beide Partner in gegenseitigem Einverständnis stattfindet. Ebenso bleibt auch Entführung illegal, wenn dies in einem von 10 Fällen in wachsende bis völlige Sympathie für den Täter führt, wie so im Falle Kampusch geschehen. Dass Dritten kein Schaden zugefügt wird ist hier eben völlig irrelevant.

Gandolf
20.10.10, 00:05
Eigentlich ist es nur verboten, WENN andere es als anstössig empfinden. Ansonsten ist Exhibitionismus [im Sinne von 'nackt in der Öffentlichkeit'] in Deutschland vollkommen legal.

:cool:

NukNuk

Was du halt so als legal bezeichnest. Juristen gelangen hingegen oftmals zu der Einschätzung, dass Exibitionismus nach § 183 Abs. 1 StGB (http://de.wikipedia.org/wiki/Strafgesetzbuch_%28Deutschland%29) strafbar ist. Das es sich hier um ein Antragsdelikt handelt, ändert nichts an der Strafbarkeit.

Mr. Smith
20.10.10, 00:08
Nochmal, es geht hier um eine Herangehensweise von übergeordneten ethischen Werten aus

Die Freiheit des Glaubens ist ein ethischer Wert, dem bei uns bislang viel Bedeutung zugemessen wurde.

Inzucht bleibt auch dann illegal, wenn er durch beide Partner in gegenseitigem Einverständnis stattfindet.

Inzest ist in Deutschland lediglich verboten, weil hierbei Dritte zu Schaden kommen könnten - und zwar die gezeugten Nachkommen. Von daher gilt auch:

§ 173 des deutschen Strafgesetzbuchs stellt nur den vaginalen Beischlaf zwischen engen Verwandten unter Strafe. Andere sexuelle Praktiken sind straffrei.
Quelle (http://de.wikipedia.org/wiki/Inzest#Rechtslage_in_Deutschland)

Ebenso bleibt auch Entführung illegal, wenn dies in einem von 10 Fällen in wachsende bis völlige Sympathie für den Täter führt

Eine Entführung ist von daher schon strafbar, weil hier ein elementares Grundrecht des Opfers verletzt wird - Artikel 2, Absatz 2, Satz 2, Grundgesetz:

Die Freiheit der Person ist unverletzlich.

Aus welcher Not heraus die scheinbare Solidarisierung mancher Opfer mit ihren Entführern stammt und was das Stockholm-Syndrom (http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom) ist, weisst Du sicher selbst.

Hier jedoch gilt: Im Gegensatz zu Deinen Beispielen kommt beim Fall der Burkha niemand drittes zu Schaden. Willst Du bekämpfen, dass manche Frauen unter die Burkha gezwungen werden, sei konsequent und bekämpfe das Patriarchat. Aber die Burkha zu verbieten ist, als würdest Du Baseballschläger verbieten, um rechtsextremen Hohlbacken das Verprügeln von Ausländern zu erschweren, anstatt den Rechtsextremismus selbst zu bekämpfen.

:augenrollen:

NukNuk

Mr. Smith
20.10.10, 00:12
Was du halt so als legal bezeichnest. Juristen gelangen hingegen oftmals zu der Einschätzung, dass Exibitionismus nach § 183 Abs. 1 StGB (http://de.wikipedia.org/wiki/Strafgesetzbuch_%28Deutschland%29) strafbar ist.

Der §183 bezieht sich explizit auf eine sexuell motivierte Handlung. Von daher meine Einschränkung (als Edit) in der Eckklammer.

:-)

NukNuk

Gandolf
20.10.10, 00:34
Der §183 bezieht sich explizit auf eine sexuell motivierte Handlung. Von daher meine Einschränkung (als Edit) in der Eckklammer.

:-)

NukNuk

Ausschlaggebend ist die Belästigung anderer Personen. Und die ist nur dann nicht gegeben -so was nennt man einen juristischen Kopfgriff-, wenn die auslösende Reaktion (Anzeige) Mitleid oder Neugier ist. Verärgerung oder Ekel hingegen sind ausreichende Gründe für eine Anzeige. Warum Kopfgriff? Weil hier nicht das Delikt an sich benannt wird, sondern nur die ausschließenden Gründe. Warum machen die Juristen das? Na, weil sie nicht in des Teufels Küche geraten wollen. Also bestimmen zu wollen, was hier eigentlich verboten ist.


Viel Spaß noch mit der Diskussion um die Burka.

:-D

opppa
20.10.10, 08:00
Das wird die kaum betroffenen Frauen in Deutschland (http://www.ms.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=5023&article_id=14102&_psmand=17) aber freuen.

:augenrollen:

NukNuk

Hast Du vielleicht auch den letzten Absatz dieses Artikels gelesen (und verstanden)?

:-D

opppa
20.10.10, 08:03
Auch wenn das Verbot die Frauen zwingt , sie abzulegen? Und wenn sie sich dadurch erniedrigt und entblößt vorkommen, egal? Ich frag ja nur, denn es gibt wirklich Frauen, die tragen das Ding aus freien Stücken und oftmals findet ihr Ehemann das noch nicht einmal so toll.

Nu ja, Integration durch Abgrenzung!

:-D

opppa
20.10.10, 08:07
Ich weiß aber, was jetzt kommen wird: Tja, wenn es den Leuten nicht passt, nackt zu sein, so können sie ja woanders hingehen. Gaaaaanz einfach.

Nu ja, endlich spricht hier mal jemand klar aus, warum sich unsere Mohammedaner hier ihre Reservate geschaffen haben!

:-D

opppa
20.10.10, 08:11
Hier jedoch gilt: Im Gegensatz zu Deinen Beispielen kommt beim Fall der Burkha niemand drittes zu Schaden. Willst Du bekämpfen, dass manche Frauen unter die Burkha gezwungen werden, sei konsequent und bekämpfe das Patriarchat. Aber die Burkha zu verbieten ist, als würdest Du Baseballschläger verbieten, um rechtsextremen Hohlbacken das Verprügeln von Ausländern zu erschweren, anstatt den Rechtsextremismus selbst zu bekämpfen.

:augenrollen:

NukNuk

Ich fühle mich jedenfalls von einer Burka genauso beeinträchtigt, wie Du Dich durch eine Hakenkreuzschmiererei beeinträchtigt fühlst!

:-D

Duc de Blangis
20.10.10, 11:43
Die Freiheit des Glaubens ist ein ethischer Wert, dem bei uns bislang viel Bedeutung zugemessen wurde.


@NukNuk: die Freiheit des Glaubens nach sinngemäßer Auffassung wird dadurch nicht angetastet. Was beschnitten wird, ist die Art und Weise, wie weit der Glauben in das tägliche Leben Eingriff üben kann, und in dieser Sache wäre bitteschön mal zur Kenntnis zu nehmen, dass Religionsfreiheit durchaus ihre Grenzen hat. Und die werden von der Mehrheitsgesellschaft gezogen. Diejenigen Ausprägungen einer Religion, die mit unseren aufklärerisch geprägten Grundwerten nicht vereinbar sind, werden beschnitten, und das mit vollen Recht; das Betrifft Hindus ebenso wie Muslime oder Buddhisten.

Inzest ist in Deutschland lediglich verboten, weil hierbei Dritte zu Schaden kommen könnten - und zwar die gezeugten Nachkommen. Von daher gilt auch:


Quelle (http://de.wikipedia.org/wiki/Inzest#Rechtslage_in_Deutschland)

Das ist die Rechtslage in Deutschland, in anderen Ländern ist der Beischlaf unter geradlinigen Verwandten grundsätzlich verboten - obwohl kein Dritter zu Schaden kommt, womit wir ein Gesetz haben, welches klar von übergeordneten ethischen Werten ausgeht. Die Richtigkeit einer Handlung davon abhängig zu machen, ob ein Dritter dabei zu Schaden kommt, wäre in vielen Fällen eben auch lächerlich.

Eine Entführung ist von daher schon strafbar, weil hier ein elementares Grundrecht des Opfers verletzt wird - Artikel 2, Absatz 2, Satz 2, Grundgesetz:
Und wenn es in Einverständnis des Opfers umschlägt? Das Stockholm-Syndrom ist keine Krankheit im herkömmlichen Sinne, nur weil es von der Psychologie mit dem Kürzel Syndrom versehen wurde, sondern ein im Gegenteil sehr gut erklärbares emotionales und menschliches Phänomen.


Hier jedoch gilt: Im Gegensatz zu Deinen Beispielen kommt beim Fall der Burkha niemand drittes zu Schaden. Willst Du bekämpfen, dass manche Frauen unter die Burkha gezwungen werden, sei konsequent und bekämpfe das Patriarchat. Aber die Burkha zu verbieten ist, als würdest Du Baseballschläger verbieten, um rechtsextremen Hohlbacken das Verprügeln von Ausländern zu erschweren, anstatt den Rechtsextremismus selbst zu bekämpfen.

:augenrollen:

NukNuk

Erstmal kommt bei genannten Beispielen (nach Einverständnis des Entführunsopfers, aktive Sterbehilfe, Inzest je nach Rechtslage) ebenfalls kein Dritter zu Schaden. Dafür nähern wir uns aber schön langsam dem relevanten Kern der Problematik.

Du erinnerst mich hier an jemanden, der davon abrät, den Einbruch eines Kriminellen strafrechtlich zu verfolgen,mit dem Hinweis darauf, dass man doch lieber die Armut selbst bekämpfen sollte. Was ich damit sagen will, ist, dass die Burka natürlich nur ein Symptom eines patriarchalischen islamistischen Kulturkreises ist und dieser das grundlegende Übel darstellt. Das heißt aber eben nicht, dass man dessen Ausprägungen nicht bekämpfen müsse, wovon abgesehen ein solcher Kampf gegen einen mehr oder weniger abgeschotteten religiösen Kreis alles andere als einfach durchführbar ist, weil von Anfang an ein Zugang missen lässt, an dem die Politik andocken könnte.

Weiters greift der Vergleich mit Baseballschlägern völlig daneben. Baseballschläger werden zu 99% im Sport unter friedlichen Bedingungen eingesetzt und nur in einem Prozent der Fälle zweckentfremdet. Klar, würde die Bevölkerung plötzlich dazu übergehen, den Baseballschläger fast ausschließlich zum Schlichten von Streitigkeiten verwenden, so wäre ein Verbot dieses Utensils in der Tat andenkbar - Schusswaffen etwa unterliegen ja auch scharfen Restriktionen, obwohl sie auch zu friedlichen Anlässen wie dem Zielschießen verwendet werden können.

Die Dokumentationen und Erfahrungsberichte von Frauenrechtlerinnen um die Burka jedoch sprechen eine eindeutige Sprache. Die Burka ist eben kein Sache, die wie ein Baseballschläger vorwiegend auf humanem Gebiet ihren Einsatz findet, sondern hauptsächlich ein Instrument der Unterdrückung der Frau ist. Dass es dennoch die eine oder andere Frau gibt, die ihn aus gänzlich freiwilliger Motivation heraus trägt, spielt hier ebenso keine Rolle wie dass die Tatsache, dass jemand um 12 Uhr Mitternacht mit einem ausgewiesenen, verbotenen Kampfmesser herumlaufen kann, nur weil er es in der letzten Bar geschenkt bekommen hat, den Grundgedanken des Waffengesetzes an sich nicht tangieren kann.

Runa
20.10.10, 20:24
Hast Du vielleicht auch den letzten Absatz dieses Artikels gelesen (und verstanden)?

:-D

Tut nichts zur Sache, es ging hier darum zu belegen, dass schlagende deutsche Männer keine Seltenheit oder Ausnahme sind.

Muad'Dib
20.10.10, 20:34
Tut nichts zur Sache, es ging hier darum zu belegen, dass schlagende deutsche Männer keine Seltenheit oder Ausnahme sind.
hier (http://www.ms.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=5023&article_id=14102&_psmand=17) nochmal der gewisse "nichts zur Sache tuender" Absatz:
Welche Frauen sind von häuslicher Gewalt betroffen?


Frauen aller Altersgruppen, aus allen sozialen Schichten, Deutsche und Migrantinnen können Opfer von häuslicher Gewalt werden. Bei Migrantinnen zeigt sich nach neueren Studien, dass sie etwas stärker und häufiger von Gewalt durch einen Lebenspartner betroffenen sind, als deutsche Frauen.

Runa
20.10.10, 22:13
hier (http://www.ms.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=5023&article_id=14102&_psmand=17) nochmal der gewisse "nichts zur Sache tuender" Absatz:


Genau, etwas stärker...

Muad'Dib
06.11.10, 11:31
NukNuk, da ist noch was offen:

Nein, tut sie nicht. Der Koran ist, was seine Aussage über die Schutzbedürftigkeit der Buchreligionen betrifft, ziemlich eindeutig.

Deine Betonung auf "Buchreligionen" - womit allerdings nur die abrahamitschen gemeint sind - spricht ja schon für sich, auch Deine Verharmlosung "lediglich polytheistische Religionen" ist nicht sehr beruhigend. Im Gegenteil. Sollte ich das für bare Münze nehmen und allen Muslimen unterstellen, würde das nur eine Kampfbereitschaft diesen gegenüber begründen.


...Auf alles andere antworte ich morgen und geh jetzt Wochenende feiern.
Oder ist es Dir unangenehm?

Mr. Smith
06.11.10, 11:43
Oder ist es Dir unangenehm?

Nein. Ich vergess nur auch manches manchmal.

Wer faselt hier von Frauenrechten?

Dyrnwyn und die ganzen anderen Neonazis, welche sich gern das Mäntelchen des Menschenrechtlers überziehen.

Wo im Koran genau ist denn die Burka erwähnt?


In der Hadith, als Aisha zum Wasser ging. Der Koran ist auch nur eine der Grundlagen des Islam; jedoch weder die Einzige noch die einzig Bindende!

Deine Betonung auf "Buchreligionen" - womit allerdings nur die abrahamitschen gemeint sind - spricht ja schon für sich, auch Deine Verharmlosung "lediglich polytheistische Religionen" ist nicht sehr beruhigend.

Natürlich bezieht sich dieser Begriff nur auf die abrahamitischen Religionen. Christen und Juden sehen in Polytheisten schliesslich auch Teufelsanbeter bzw. Götzendiener. Warum dem Islam dieses Recht auf Weltsicht nehmen?

Warum erwähnst Du es dann in diesem Strang?

Weil sich jemand anderes vor mir darauf bezog.

NukNuk

Wusel
06.11.10, 11:49
Was für dumme Frauen, was nützt der Schleier bei der Honigernte, wenn die Beine nackt sind und man jederzeit gestochen werden kann?

Muad'Dib
06.11.10, 15:41
Natürlich bezieht sich dieser Begriff nur auf die abrahamitischen Religionen. Christen und Juden sehen in Polytheisten schliesslich auch Teufelsanbeter bzw. Götzendiener. Warum dem Islam dieses Recht auf Weltsicht nehmen?
Nicht auf die Sicht, aber auf die Umsetzung der den Polytheisten zugedachten Behandlung. Es hat in unserer Region lange genug gedauert, die Terrorherrschaft des Christentums gegen Andersdenkende zumindest deutlich einzuschränken - da brauchen wir keine Wiederaufführung unter dem "Sharia"-Label.

9:1-7

Eine Lossprechung Allahs und Seines Gesandten (von jeglicher Verpflichtung) gegenüber den Götzendienern, denen ihr etwas versprochen habt. So zieht denn vier Monate lang im Lande umher und wisset, daß ihr Allahs (Plan) nicht zuschanden machen könnt und daß Allah die Ungläubigen demütigen wird. Und eine Ankündigung von Allah und Seinem Gesandten an die Menschen am Tage der Großen Pilgerfahrt, daß Allah los und ledig ist der Götzendiener, und ebenso Sein Gesandter. Bereut ihr also, so wird das besser für euch sein; kehrt ihr euch jedoch ab, dann wisset, daß ihr Allahs (Plan) nicht zuschanden machen könnt. Und verheiße schmerzliche Strafe denen, die ungläubig sind. Mit Ausnahme jener Götzendiener, mit denen ihr einen Vertrag eingegangen seid und die es euch nicht an etwas haben gebrechen lassen und nicht andere wider euch unterstützt haben. Diesen gegenüber haltet den Vertrag, bis zum Ablauf der Frist. Wahrlich, Allah liebt die Gerechten. Und wenn die verbotenen Monate verfloßen sind, dann tötet die Götzendiener, wo ihr sie trefft, und ergreift sie, und belagert sie, und lauert ihnen auf in jedem Hinterhalt. Bereuen sie aber und verrichten das Gebet und zahlen die Zakat, dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist allverzeihend, barmherzig. Und wenn einer der Götzendiener bei dir Schutz sucht, dann gewähre ihm Schutz, bis er Allahs Wort vernehmen kann; hierauf lasse ihn die Stätte seiner Sicherheit erreichen. Dies weil sie ein unwissendes Volk sind. Wie kann es einen Vertrag geben zwischen den Götzendienern und Allah und Seinem Gesandten, die allein ausgenommen, mit denen ihr bei der Heiligen Moschee ein Bündnis einginget? Solange diese euch treu bleiben, haltet ihnen die Treue. Wahrlich, Allah liebt die Redlichen.Kodex Omar:

Nach diesem Kodex dürfen die Christen und Juden keine politischen Ämter bekleiden oder Muslimen als Dienstboten beschäftigen. Auch ist es ihnen verboten, Waffen zu tragen und Pferde zu reiten; sie dürfen keine neuen Gotteshäuser bauen und in der Öffentlichkeit keine religiösen Feiern abhalten. Es ist ihnen auch nicht gestattet, Bekehrungen vorzunehmen. Genaue Kleidervorschriften sollen darüber hinaus Nichtmuslime von der übrigen Bevölkerung unterscheiden; Juden sollen als Erkennungszeichen gelbe Flicken an ihren Ärmeln tragen, Christen dagegen einen dunkelblauen Flicken. All diese diskriminierende Gesetzte gelten nur für das "Volk der Schriften". Die Ungläubigen, die nicht zum "Volk der Schriften" gehören, werden getötet.

zitiert nach http://www.anti-religion.net/jihad_islam_d.htm

Mr. Smith
07.11.10, 14:58
Nicht auf die Sicht, aber auf die Umsetzung der den Polytheisten zugedachten Behandlung.

Die zitierte Sure stammt aus der Spätantike. Sie wurde fast tausend Jahre vor der Hexenverbrennung und fast 800 Jahre vor der Ermordung der spanischen Juden und Muslime durch die Christenheit verfasst.

:augenrollen:

NukNuk

opppa
07.11.10, 15:59
Die zitierte Sure stammt aus der Spätantike. Sie wurde fast tausend Jahre vor der Hexenverbrennung und fast 800 Jahre vor der Ermordung der spanischen Juden und Muslime durch die Christenheit verfasst.

:augenrollen:

NukNuk

Herr Relativinski, das macht diese (angeblich direkt von Gott stammenden) Anweisungen natürlich schon richtig sympathisch!

:banana:

Muad'Dib
07.11.10, 16:59
Die zitierte Sure stammt aus der Spätantike. Sie wurde fast tausend Jahre vor der Hexenverbrennung und fast 800 Jahre vor der Ermordung der spanischen Juden und Muslime durch die Christenheit verfasst.
Ja, und?

Was hab ich mit der Christenheit am Hut? Ist an meinem Beitrag etwas unverständlich?

Es hat in unserer Region lange genug gedauert, die Terrorherrschaft des Christentums gegen Andersdenkende zumindest deutlich einzuschränken - da brauchen wir keine Wiederaufführung unter dem "Sharia"-Label.
Und das Thema "Sharia" ist eben noch aktuell - mit einigen lautstarken Volldeppen, die die Einführung derselben fordern. Von Christen ist mir das nicht in der Penetranz bekannt (ich rede von Deutschland, nicht den USA!) - auch nicht von etwas extremeren christlichen Gruppierungen.

Mr. Smith
07.11.10, 17:04
Ich wollte lediglich verdeutlichen, wie weit her Du Deine Beispiele schon holen musst. Du greifst auf ein Textstück aus der Spätantike zurück, welches sich explizit mit der gesellschaftspolitischen Lage der Stadt Mekka des siebten Jahrhunderts beschäftigt. Seitdem ist jede Menge Wasser den Nil hinab geflossen.

NukNuk

Malix
14.11.10, 13:44
"Nigabitches"...Ha, ha! Diese Deppen! Ab nach Nordafrika mit dem Pack und schon gibt es keine Islamdiskussion mehr! Die einzige Lösung!

azrael
14.11.10, 13:54
"Nigabitches"

http://i77.photobucket.com/albums/j55/jezpah/smiley_emoticons_confusednew.gif

Das üben wir aber noch mal, gell?