Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Psychologie/ Psychiatrie-Strang
Alles klar, ein paar mehr Schreiber währen allerdings nicht schlecht aber die Leutchen werden schon ihre Gründe haben hier nicht mehr zu schreiben.
Ja. Hier ist es langweilig. Keine interessanten Diskussionen über Psychologie oder Philosophie. Immer nur Politik.
Naja, vielleicht bin ich auch einfach im falschen Forum gelandet.
Ja. Hier ist es langweilig. Keine interessanten Diskussionen über Psychologie oder Philosophie. Immer nur Politik.
Naja, vielleicht bin ich auch einfach im falschen Forum gelandet.
Leo ich dachte du hast der Psychologie abgeschworen,jedenfalls hast du das bei deiner Wiederkehr gesagt,du willst alles nur noch easy sehen.Ach so um den Forums Filosoofen mach besser einen grossen Bogen der färbt ab und nix gut für dich.
Ja, fänd ich auch gut.
:banana:
Leo ich dachte du hast der Psychologie abgeschworen,jedenfalls hast du das bei deiner Wiederkehr gesagt,du willst alles nur noch easy sehen.Ach so um den Forums Filosoofen mach besser einen grossen Bogen der färbt ab und nix gut für dich.
Aber nein. Ich will sogar Psychologie studieren. :)
Aber nein. Ich will sogar Psychologie studieren.
Eine ausgezeichnete Wahl!
:-)
NukNuk
:banana:
Aber nein. Ich will sogar Psychologie studieren. :)
Ach Du Scheiße... :(
Eine ausgezeichnete Wahl!
:-)
NukNuk
Seh ich ebenso. Habe mittlerweile auch ein recht umfangreiches Wissen über die Thematik, weil ich ein Buch nach dem nächsten verschlinge.
Hochinteressant. :)
Seh ich ebenso. Habe mittlerweile auch ein recht umfangreiches Wissen über die Thematik, weil ich ein Buch nach dem nächsten verschlinge.
Aber in Österreich eine recht kostspielige Ausbildung. Ein Bekannter hat mir mal verraten, man müsse wohl um die 15.000 Euro hinblättern, um zum Psychotherapeuten aufstocken zu dürfen.
NukNuk
Aber in Österreich eine recht kostspielige Ausbildung. Ein Bekannter hat mir mal verraten, man müsse wohl um die 15.000 Euro hinblättern, um zum Psychotherapeuten aufstocken zu dürfen.
NukNuk
Naja, das Studium bezahlen mir meine Eltern, und danch gehe ich entweder in ein Krankenhaus oder in die freie Wirtschaft; wobei sich letzteres natürlich ungleich mehr bezahlt macht.
Naja, das Studium bezahlen mir meine Eltern, und danch gehe ich entweder in ein Krankenhaus oder in die freie Wirtschaft; wobei sich letzteres natürlich ungleich mehr bezahlt macht.
Klingt doch alles hervorragend.
:-)
NukNuk
:banana:
Aber nein. Ich will sogar Psychologie studieren. :)
Hast du doch bereits schon.
Hast du doch bereits schon.
Wie meinen?
Wie meinen?
Probieren geht über.............;-)
:banana:
Aber nein. Ich will sogar Psychologie studieren. :)
Das ist der Beweis dass du eine an der Klatsche hast. Psychologie studieren nur Menschen die sich selbst helfen wollen, denen geht es gar nicht um die anderen. War mit meiner Nichte auch so.
Das ist der Beweis dass du eine an der Klatsche hast. Psychologie studieren nur Menschen die sich selbst helfen wollen, denen geht es gar nicht um die anderen. War mit meiner Nichte auch so.
Nur wer sich selbst helfen kann, kann überhaupt in die Lage kommen, anderen zu helfen.
:)
Nur wer sich selbst helfen kann, kann überhaupt in die Lage kommen, anderen zu helfen.
:)
Leo wie wäre es mit einem Job bei der Telefonseelsorge?Aber rufe dich da nicht selber an.Kannst ja vorher mit einem Spieltelefon üben.
Leo wie wäre es mit einem Job bei der Telefonseelsorge?Aber rufe dich da nicht selber an.Kannst ja vorher mit einem Spieltelefon üben.
Äh - aha.
...Menschen die sich selbst helfen wollen, denen geht es gar nicht um die anderen.
Ist immer so. Nicht nur bei Psychologiestudenten.
Wer anderen helfen will, dann weil es ihnen besser geht, wenn es anderen besser geht - oder weil sie nicht ertragen können, wie es anderen geht, oder weil sich damit gutes Geld verdienen lässt, oder oder oder...?
Alle haben ihre Gründe, die darauf hinauslaufen, daß es ihnen so subjektiv besser geht (oder sie befürchten, daß es ihnen sonst noch schlechter geht), zumindest den status quo erhalten.
"Uneigennützig" ist nichts. Und?
Alle Menschen haben einen an der Klatsche! :lobo:
...und damit ist es ganz normal :)
"Das Normale muss wohl sich den
Verdacht gefallen lassen, Ausdruck
einer krankhaften Entwicklung zu sein!"
"Uneigennützig" ist nichts. Und?
Sehe ich genauso. Alle Menschen sind zuallererst Egoisten mit nix als ihren eigenen Bedürfnissen und Forderungen an andere im Kopf.
Erst wenn Mama schimpft, merkt der/die Kleine, dass es klüger ist, mit der Frechheit, dass andere auch einen Willen haben, umzugehen zu lernen und sich zum Zweck seiner eigenen Zielverfolgung ein bisschen altruistisch oder nur kompromissbereit zu zeigen.
Doch wenn es Dir möglich ist, Deine eigene Konditionierung zu überwinden, bist Du ebenso in der Lage, geradezu in dem Zwang, anderen zu dienen - und zwar völlig uneigennützig, weil Du Dir selbst grenzenlose Liebe gegenüber bringst, und eben diese eben auch auf alle anderen projizierst.
Was wir als unseren 'Willen' bezeichnen ist meist nur ankonditioniertes Verhalten. Beispielsweise 'will' man unbedingt ein iPhone, ohne es tatsächlich zu wollen. ;)
DreadfulGreat
22.06.10, 12:53
Hervorragend, hervorragend.Gut gut. Das Psychologie-Studium läuft zufriedenstellend? Die Strategien zur Umschiffung der Statistik-Klippen sind ausgetüftelt?
Gut gut. Das Psychologie-Studium läuft zufriedenstellend? Die Strategien zur Umschiffung der Statistik-Klippen sind ausgetüftelt?
Aber das hat doch noch gar nicht angefangen.
Erst mal werde ich eine Arbeitstherapie machen, dann irgendeinen Nebenjob annehmen. Dann werde ich mich bei Psychologie einschreiben und sehen, was kommt.
DreadfulGreat
22.06.10, 13:05
Aber das hat doch noch gar nicht angefangen.
Erst mal werde ich eine Arbeitstherapie machen, dann irgendeinen Nebenjob annehmen. Dann werde ich mich bei Psychologie einschreiben und sehen, was kommt.Ach so - dann eben viel Spaß und Erfolg bei der Therapie. Hoffe, du kommst gut klar. Erst mal richtig Tritt fassen und dann weitersehen :)
Ach so - dann eben viel Spaß und Erfolg bei der Therapie. Hoffe, du kommst gut klar. Erst mal richtig Tritt fassen und dann weitersehen :)
Genau. Ich arbeite wohl in einer Gärtnerei. Mal was völlig anderes. Hoffentlich wird es Spaß machen.
:)
DreadfulGreat
22.06.10, 13:20
Genau. Ich arbeite wohl in einer Gärtnerei. Mal was völlig anderes. Hoffentlich wird es Spaß machen. Bestimmt. Pflanzen und die Arbeit mit ihnen beruhigen. Nicht nur wenn man sie raucht - Millionen Hobbygärtner irren nicht :)
Heil Skuld!
Lang ists her :)Oops. Nochn Römer.
Bestimmt. Pflanzen und die Arbeit mit ihnen beruhigen. Nicht nur wenn man sie raucht - Millionen Hobbygärtner irren nicht :)
Tja, das Kiffen hat mich am Ende alles andere als 'beruhigt'. Ich wurde wahnsinnig dadurch; paranoid. Gar nicht schön.
:)
Ja, Arbeit mit Pflanzen kann wirklich etwas befreiendes haben, ich hoffe, das wird bei mir auch so sein. Irgendwann kann ich auch wieder diese verdammten Medikamente absetzen, und mein Dopamin und Serotonin kann wieder in freien Bahnen strömen, darauf freue ich mich schon.
DreadfulGreat
22.06.10, 13:43
Tja, das Kiffen hat mich am Ende alles andere als 'beruhigt'. Ich wurde wahnsinnig dadurch; paranoid. Gar nicht schön. Oh - tut mir leid. Ich stehe im Fettnäpfchen, oder? Ich hätte aber ehrlich nicht gedacht, dass Kiffen eine solche Wirkung haben könnte.
Ja, Arbeit mit Pflanzen kann wirklich etwas befreiendes haben, ich hoffe, das wird bei mir auch so sein. Wenn du dich positiv dazu stellst - verlass dich drauf =)
Oh - tut mir leid. Ich stehe im Fettnäpfchen, oder? Ich hätte aber ehrlich nicht gedacht, dass Kiffen eine solche Wirkung haben könnte.
Aber nein. Kiffen hat beim 'normalen' Menschen eine ganz 'normale' Wirkung; entspannend, schmerzlindernd, beruhigend, teilweise auch aufputschend und auf jeden Fall positiv.
Beim Psychotiker dagegen ist das anders. Er wird körperlich abhängig, weil sein dopaminerges System geschädigt ist. Zudem wird er depressiv, paranoid, größenwahnsinnig, hört Stimmen, hat Gedankeneingebungen etc pp. Allerdings muss man dazu eben die entsprechende Veranlagung haben. Ich hab' sie. ;)
Wenn du dich positiv dazu stellst - verlass dich drauf =)
Ich war bisher einmal da, zum Vorstellungsgespräch. Ich wäre am liebsten gleich da geblieben.
:)
DreadfulGreat
22.06.10, 13:51
Na, dann alles Gute!
Pflanzen und die Arbeit mit ihnen beruhigen.
Das kann ich nur bestätigen. Ich will nichts anderes mehr machen. :)
Aber nein. Kiffen hat beim 'normalen' Menschen eine ganz 'normale' Wirkung; entspannend, schmerzlindernd, beruhigend, teilweise auch aufputschend und auf jeden Fall positiv.
Beim Psychotiker dagegen ist das anders. Er wird körperlich abhängig, weil sein dopaminerges System geschädigt ist. Zudem wird er depressiv, paranoid, größenwahnsinnig, hört Stimmen, hat Gedankeneingebungen etc pp. Allerdings muss man dazu eben die entsprechende Veranlagung haben.
Alles eine Frage von Menge und Dauer. Die Botenstoffsysteme und Wahrnehmungsfilter/-interpreter können auch durch psychoaktive Substanzen durcheinander gewirbelt (oder neutraler: verändert) werden (durch andere Techniken natürlich auch). Wohl eher eine Henne-Ei-Problematik... aber natürlich reagiert jeder Organismus individuell auf Substanzen. Es wird ja auch nicht jeder gleich schnell fett.
Danke übrigens für Deinen Buchtipp aus der Schreikiste, klingt interessant!
Magst/Kennst Du eigentlich Stanislav Grof? Kann ich sehr empfehlen!
Alles eine Frage von Menge und Dauer. Die Botenstoffsysteme und Wahrnehmungsfilter/-interpreter können auch durch psychoaktive Substanzen durcheinander gewirbelt (oder neutraler: verändert) werden (durch andere Techniken natürlich auch). Wohl eher eine Henne-Ei-Problematik... aber natürlich reagiert jeder Organismus individuell auf Substanzen. Es wird ja auch nicht jeder gleich schnell fett.
Das ist korrekt, ja. Beim 'normalen' Menschen wird aber da nichts vom Cannabis im dopaminergen System durcheinandergebracht (hab' ich zumindest gelesen), beim Psychotiker und ADHSler dagegen schon. Deshalb sind wir ja auch so häufig kokain-, crack- und heroinabhängig. Und rauchen zu ca 80 %!
Danke übrigens für Deinen Buchtipp aus der Schreikiste, klingt interessant!
Magst/Kennst Du eigentlich Stanislav Grof? Kann ich sehr empfehlen!
Nee, nie gehört. Ist der gut?
Theodor von der Pfordten
23.06.10, 17:02
Beim Psychotiker dagegen ist das anders. Er wird körperlich abhängig, weil sein dopaminerges System geschädigt ist. Zudem wird er depressiv, paranoid, größenwahnsinnig, hört Stimmen, hat Gedankeneingebungen etc pp. Allerdings muss man dazu eben die entsprechende Veranlagung haben. Ich hab' sie. ;)
:)
Das bin ich auch so.....
Nee, nie gehört. Ist der gut?
Wenn Er sagt, dass Es sehr zu empfehlen ist.....scheiß "Smalltalk".
:D
(...) Danke übrigens für Deinen Buchtipp aus der Schreikiste, klingt interessant!
Magst/Kennst Du eigentlich Stanislav Grof? Kann ich sehr empfehlen!Ich kenne den Grof. Als ich jung war und geld brauchte, nahm ich an einer Studie zum Thema "Holotropes Atmen" teil. Einem emotional oder psychisch Instabilen ist davon mit Nachdruck abzuraten. Ich schlich mich selbst in die Studie rein, weil ich bei den Aufnahmefragen log.
Ich kenne den Grof. Als ich jung war und geld brauchte, nahm ich an einer Studie zum Thema "Holotropes Atmen" teil. Einem emotional oder psychisch Instabilen ist davon mit Nachdruck abzuraten. Ich schlich mich selbst in die Studie rein, weil ich bei den Aufnahmefragen log.
Ups, danke für den Hinweis!
Aber lesenswert finde ich ihn auf jeden Fall, kommt meiner Weltsicht näher als die mainstream-Psychologie mit ihren Etiketten...so zumindest meine laienhaften (also als Nicht-Psychologie-Studierter) Eindrücke.
Allerdings sehe ich viele Zustände auch nicht als krank, sondern als natürlich an, als Hinweise, Schritte zum Wachsen, erweiterte (und bei Krankheitsgefühl oder Abwehr nicht verstandene oder iM noch nicht integrierte/-bare) Einblicke in Realität/Multiversum, und daher als hochinteressant und zu wichtig, um sie wegzuschieben. Sie haben eine Funktion/Aufgabe und sind keine Krankheit oder "Fehler". Nur meine persönliche Einstellung dazu...
Ich kann auch mit den Diagnoseschemata nicht viel anfangen, vieles ist für mich nur ein Hinweis in Richtung "wahrer Wille" und keine physische Fehlfunktion, egal ob es um ADHS, Borderline, Burnout oder was sonst gerade in Mode ist geht. Gilt auch für alle "irren" Zustände...
Unsere Gesellschaft hat nur verlernt damit umzugehen, leugnet die Funktion, da sie an der brüchigen, oberflächlichen Fassade, an der Pseudoidentität rüttelt und damit vielen Angst macht - sie müssten ja ihr(e) Leben(sweise) ändern...
Nachsatz: Ist es nicht aber eher so, daß sich gerade die gern als psychisch instabil oder sonstwie Etikettierten für solche Thematiken (wie bei Grof, also Psychedelic, Mystik, Okkultes...wieder alles Etiketten...allgemein psychische Grenzbereiche) interessieren?
Mir persönlich ist die klare Trennung psychisch/physisch sowieso nicht ganz einleuchtend...
Nachsatz 2:
Interview mit Stanislav Grof (http://de.wikipedia.org/wiki/Stanislav_Grof) zB: http://www.realitysandwich.com/video/stan_grof
mehr auf http://www.stanislavgrof.com/videos.htm
@tabby/jura:
Hm, wir schreddern den Strang evtl ein wenig, vielleicht die entsprechenden Beiträge in einen eigenen ("Psycho-Geplauder" oder so) verschieben?
Ja. Hier ist es langweilig. Keine interessanten Diskussionen über Psychologie (...) .
Aber gerne doch.
Hatte ich drei mal in meinen Studien und bin eine begeisterte Laien-Ferndiagnostikerin :)
(...) Aber nein. Ich will sogar Psychologie studieren. :)Ich drücke Dir die Daumen. Mach Dich auf einen fach mit 80%-Frauenanteil gefasst.
Das ist der Beweis dass du eine an der Klatsche hast. Psychologie studieren nur Menschen die sich selbst helfen wollen, denen geht es gar nicht um die anderen. War mit meiner Nichte auch so.Das ist genau die falsche Motivation.
Nur wer sich selbst helfen kann, kann überhaupt in die Lage kommen, anderen zu helfen. :)
Nein, das sehe ich anders und halte die Annahme für gefährlich falsch. Z.B. viele emotional instabile Persönlichkeitsgestörte (Borderline) sind in den Sozialen Beruf und in der psychologischen Hilfe tätig - ohne ihrer eigenen Anspannung Herr/Herrin zu sein. Zwischen dem eigenen Wohlbefinden und der Fähigkeit anderen zu helfen besteht kaum Zusammenhang.
Doch wenn es Dir möglich ist, Deine eigene Konditionierung zu überwinden, bist Du ebenso in der Lage, geradezu in dem Zwang, anderen zu dienen - und zwar völlig uneigennützig, weil Du Dir selbst grenzenlose Liebe gegenüber bringst, und eben diese eben auch auf alle anderen projizierst. (...)
Das klingt fast esoterisch. Keiner soll sich einen beruf auswählen, was ihn zum "völlig uneigennützigen Dienen" veranlasst. Der Weg führt direkt in die Falle - und von dort in die Hölle.
Zu Konditionierung - was meinst du darunter? Aus welcher Richtung? Behaviorismus ? Ohne das zu wissen, kann auf Deine Aussage nämlich nicht reagiert werden ...
(...)
Ich kann auch mit den Diagnoseschemata nicht viel anfangen, vieles ist für mich nur ein Hinweis in Richtung "wahrer Wille" und keine physische Fehlfunktion, egal ob es um ADHS, Borderline, Burnout oder was sonst gerade in Mode ist geht. (...)
Im Unterschied zum "Burnout " sind die ADHS und Borderline sind psychische störungen.
Ja. Hier ist es langweilig. Keine interessanten Diskussionen über Psychologie oder Philosophie. Immer nur Politik.
Naja, vielleicht bin ich auch einfach im falschen Forum gelandet.
Guck Dir das hier mal an, das hat m. E. das Potential für einen thread, auf dem die üblichen an Rechtspolitik interessierten Verdächtigen ebenso schreiben wie an Psychologie interessierte User:
http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/EMOTION/Aggression.shtml
Im Unterschied zum "Burnout " sind die ADHS und Borderline sind psychische störungen.
Ich nannte diese drei absichtlich, da es in meinen Augen alles Modediagnosen sind. Was nicht heißt, daß man nicht Personen vorwindet, die mehr oder weniger die Symptome aufweisen. Aber die Erklärungsansätze unterliegen Moden (und Lobbyarbeit;-)), widersprechen sich auch gern mal (einige tendieren ja zB bei der ADHS auch eher zu physischen Erklärungen wie der striatofrontalen Dysfunktion, die hauptsächlich mit "Vitamin R" behandelt werden muss...:augenrollen:).
Diese (wie auch andere "psychologische") Etikettierungen bergen mEn die Gefahr der Selbstidentifikation mit bloßen Hilfsvariablen, die zum Überwinden dieser Zustände nicht hilfreich sind, oft im Gegenteil.
Meine Sichtweise ist eher die "thelemische" oder auch "ganzheitliche" (natürlich auch vielfach interpretierbare Begriffe, wie alle "Labels"), später mehr dazu - aber noch ein Zitat zu meiner Sichtweise:
Du dann, der Du Heimsuchungen und Plagen hast,
erfreue dich ihrerwegen, denn in ihnen ist Stärke, und
durch sie wird ein Weg zu jenem Licht geöffnet.
Liber Librae, Sub figura XXX
Ich nannte diese drei absichtlich, da es in meinen Augen alles Modediagnosen sind. Was nicht heißt, daß man nicht Personen vorwindet, die mehr oder weniger die Symptome aufweisen. Ein Mensch, der Symptome eines Schnupfens aufweist, hat wohl auch einen. Oder sehe ich das falsch?
Aber die Erklärungsansätze unterliegen Moden (und Lobbyarbeit;-)),Passt auch nicht ganz - AD(H)S hat Lobby, Borderline nicht, da die Krankheit nicht direkt mit den Medikamenten zu behandeln ist.
widersprechen sich auch gern mal (einige tendieren ja zB bei der ADHS auch eher zu physischen Erklärungen wie der striatofrontalen Dysfunktion, die hauptsächlich mit "Vitamin R" behandelt werden muss...:augenrollen:).Bei keiner Psychischen Krankheit steht die Ursache fest, es sei, es geht um eine Drogen-bedingte Psychose etc. Bei Depression z.B. gibt es auch verschiedene Medikation, die unterschiedliche angenommene physischen Defizite ausgeichen soll. Sprich - Schnupfen gibts, aber ob dahinter Erkältung, Allergie oder Syphilis steckt, ist noch unklar.
Diese (wie auch andere "psychologische") Etikettierungen bergen mEn die Gefahr der Selbstidentifikation mit bloßen Hilfsvariablen, die zum Überwinden dieser Zustände nicht hilfreich sind, oft im Gegenteil. Den Satz habe ich nicht verstanden.
Meine Sichtweise ist eher die "thelemische" oder auch "ganzheitliche" (natürlich auch vielfach interpretierbare Begriffe, wie alle "Labels"), später mehr dazu - aber noch ein Zitat zu meiner Sichtweise:
[CENT ER][FONT=I mpact]Du dann, der Du Heimsuchungen und Plagen hast,
erfreue dich ihrerwegen, denn in ihnen ist Stärke, und
durch sie wird ein Weg zu jenem Licht geöffnet.
[/F ONT][FONT =Impact][SIZE= 1][COLO R=Gray](...)
:out:
Wenn du Schmerzen hast, brüllst Du und suchst nach jeder Linderung. Nichts anders ist es bei der Mehrheit der psychischen Erkrankungen. Primär natürlich bei denen, die eine Selbstreflexion gestatten. Da hilft kein Geschwätz a la "denn in ihnen ist Stärke, und durch sie wird ein Weg zu jenem Licht geöffnet."
Im Unterschied zum "Burnout " sind die ADHS und Borderline sind psychische störungen.
Kann ich eine Ferndiagnose haben,alle Informationen zu meiner Person gebe ich gerne ganz ohne PN.
Kann ich eine Ferndiagnose haben,alle Informationen zu meiner Person gebe ich gerne ganz ohne PN.
Mein letzter Psychologe hat gesagt "Sie haben keine Minderwertigkeitskomplexe sie sind minderwertig"!
Ich drücke Dir die Daumen. Mach Dich auf einen fach mit 80%-Frauenanteil gefasst.
wunderbar! :D
Nein, das sehe ich anders und halte die Annahme für gefährlich falsch. Z.B. viele emotional instabile Persönlichkeitsgestörte (Borderline) sind in den Sozialen Beruf und in der psychologischen Hilfe tätig - ohne ihrer eigenen Anspannung Herr/Herrin zu sein. Zwischen dem eigenen Wohlbefinden und der Fähigkeit anderen zu helfen besteht kaum Zusammenhang.
Ja, da hast Du allerdings auch wieder recht. Allerdings darf man beispielsweise in meiner Position einen Psychiater/Psychologie Job gar nicht machen, außer man ist 6 Jahre 'clean', also ohne Psychose, meinte zumindest ein Krankenpfleger.
Das klingt fast esoterisch. Keiner soll sich einen beruf auswählen, was ihn zum "völlig uneigennützigen Dienen" veranlasst. Der Weg führt direkt in die Falle - und von dort in die Hölle.
Ich behaupte ja nicht, dass ich das überhaupt könnte. ;) - kaum ein Mensch ist in der Lage, im Miteinander mit seinen Mitmenschen uneigennützig zu handeln. Ich beispielsweise will auch Psychologie studieren, damit ich überhaupt 1. etwas zu tun habe und 2. gut Geld verdiene. Das Interesse am Fach allerdings ist für mich der wichtigste Punkt. Es fühlt sich 'richtig' an.
Zu Konditionierung - was meinst du darunter? Aus welcher Richtung? Behaviorismus ? Ohne das zu wissen, kann auf Deine Aussage nämlich nicht reagiert werden ...
Richtig. Jeder Mensch ist konditioniert, zu tun, was er tut. Es gibt allerdings die These, dass es möglich sei, aus dieser Konditionierung durch Meditation und Erfahrung von Transzendenz auszubrechen - ob das korrekt ist, keine Ahnung.
Leo so viel Worte nur um zu verdrängen,die Wahrheit ist ganz simpel,du bist in deinem Inneren ein Häufchen Elend.
Aber Leo nehme das nicht persönlich,denn es gibt zu viele,besonders unter den Schulabbrechern,sie verkomplizieren ihre Persönlichkeit künstlich, um zu verdrängen das sie nur traurige Gestalten sind.Ach so ein künstliches Mittel zur Therapie ist für sie andere mit Gammatik zu belästigen.
Dein Urteil ist mir natürlich besonders wichtig, herbi.
:)
(...)
Richtig. Jeder Mensch ist konditioniert, zu tun, was er tut. Es gibt allerdings die These, dass es möglich sei, aus dieser Konditionierung durch Meditation und Erfahrung von Transzendenz auszubrechen - ob das korrekt ist, keine Ahnung.
Wie gesagt - klingt sehr esoterisch. Naja, Buddha muss es ja mal geschafft haben.
Was meinen Teil angeht so verstehe ich die Konditionierung nicht als Schicksal sondern als schlichten Begriff für die Beschreibung des Zusammenspiels von Reiz und Reaktion. Ohne Konditionierung gibt es keine Gesellschaft und keine "ungeschriebenen Regeln" des Verhaltens in beliebigen sozialen Gefüge.
Ohne Konditionierung gibt es keine Gesellschaft und keine "ungeschriebenen Regeln" des Verhaltens in beliebigen sozialen Gefüge.
Wenn ich mir die Frage erlauben darf: Ist normative Ethik für Dich a posteriori herausgearbeitete pädagogische Konditionierung oder bereits a priori im Menschen vorhanden - sei es als Gewissen oder auch als Instinkt?
NukNuk
wunderbar!
Und besuche oft die Lesesäle der Unibibo. Da ist der Frauenanteil noch ungemein höher.
;-)
NukNuk
Wiedertäufer
25.06.10, 15:25
Ich drücke Dir die Daumen. Mach Dich auf einen fach mit 80%-Frauenanteil gefasst.
Das sollte für einen jungen Mann wahrlich das geringste Problem sein.
Und es gibt tatsächlich viele Psychologen, die einen Schlag schräg haben (sagt meine Schwester, die den Weg hinter sich hat und weiß, wovon sie spricht :D).
Wenn ich mir die Frage erlauben darf: Ist normative Ethik für Dich a posteriori herausgearbeitete pädagogische Konditionierung oder bereits a priori im Menschen vorhanden - sei es als Gewissen oder auch als Instinkt? NukNukNach meiner Auffassung (vorausgesetzt ich habe die Frage richtig verstanden) trifft das erste zu. Denn ausgerechnet darauf hinaus wollte ich ja mit diesem meinem Satz "Ohne Konditionierung gibt es keine Gesellschaft und keine "ungeschriebenen Regeln" des Verhaltens in beliebigen sozialen Gefüge."
Andererseits spreche ich das Angeborensein des subjektiven "Gewissens" nicht ab - aber erst die Sozialisation (der Teil der Konditionierung, der für uns hier relevant ist) schafft das Sozialgefüge-konformes "ungeschriebenes Gesetz" und ermöglichst so eine innerhalb dieser Gefüge kensequentes und verständliches Verhalten.
:verwirrt:
Deinem
:verwirrt:
schliesse ich mich jetzt mal an.
:-D
Ernsthaft: Es ist rein tautologisch, dass Sozialisation Dich an das Dir präsentierte Sozialgefüge anpasst. Über Tautologien braucht man jedoch nicht reden; diese sind in ontologischen Betrachtungsweisen irrelevant.
Meine Frage war eher: Besitzt der Mensch von Geburt an ein Verständins von Recht und Unrecht (abzüglich natürlich der postnatalen Sprachentwicklung, um diese zum Ausdruck zu bringen) oder muss dem Menschen erst gelehrt werden, was richtig und falsch ist? Falls ersteres zutrifft: Ist es dann möglich, dass Menschen ohne Konditionierung - vielleicht nicht in diese Gesellschaft passen - aber möglicherweise ganz eigene Gesellschaften mit eigenen normativ korrekten Verhaltensprozessen gründen? Falls zweiteres zutrifft: Ist Konditionierung sozioevolutionär zu beschreiben? Sprich - hat sich diese Konditionierung in ihren Facetten ausgebildet und entwickelt? Vielleicht sogar angepasst? Und wenn ja - an was?
Das sollte nun aber reichen, um ein Wochenende voller gesellschaftspsychologischer Diskussionen thematisch füllen zu können.
;-)
NukNuk
(...)
Meine Frage war eher: Besitzt der Mensch von Geburt an ein Verständins von Recht und Unrecht (abzüglich natürlich der postnatalen Sprachentwicklung, um diese zum Ausdruck zu bringen) oder muss dem Menschen erst gelehrt werden, was richtig und falsch ist?
Sekündchen.
Das Verständnis vom Recht oder Unrecht ist etwas anderes als Gewissen. Gewissen ist Teil des Bewusstseins, eine Art Hardware. Konditionierung/Sozialisation ist Software dazu.
Verständnis vom Recht und Unrecht hingegen kann sowohl instinktiv sein ("da ist es heiß, ich krieche mal in die andere Richtung" oder siehe die Neugeborene, die Richtung Milchbrust der Mutter "robben" - food is good und fühlt sich richtig an) als auch an der Verstandesebene "adoptiert" ("es ist falsch, wenn Priester heiraten".
Ich sehe keine Sittlichkeit als absolut objektiv und einzig wahr an.
(...)
Falls ersteres zutrifft: Ist es dann möglich, dass Menschen ohne Konditionierung - vielleicht nicht in diese Gesellschaft passen - aber möglicherweise ganz eigene Gesellschaften mit eigenen normativ korrekten Verhaltensprozessen gründen? Nein, da der Widerspruch bereits in der Fragestellung vorhanden ist ...
(...) Das sollte nun aber reichen, um ein Wochenende voller gesellschaftspsychologischer Diskussionen thematisch füllen zu können.(...)Gerne. Aber am Montag muss ich wieder verreisen :D
Sekündchen.
Es ist unsinnig, mir zu sagen, ich solle warten, bis Du zu Ende geschrieben hast, wenn ich eh erst lesen kann, was Du geschrieben hast, wenn Du zu Ende geschrieben hast.
:-D
Das Verständnis vom Recht oder Unrecht ist etwas anderes als Gewissen.
So weit gehe ich mit.
Gewissen ist Teil des Bewusstseins, eine Art Hardware.
Auch noch in Ordnung. Aber:
Konditionierung/Sozialisation ist Software dazu.
Das Verständnis von Recht und Unrecht ist nicht gleichzusetzen mit der Konditionierung ebendiesen Verständnisses. Die Konditionierung - um bei Deinem Beispiel zu bleiben - wäre dann vielmehr das Betriebssystem, auf welches dann die Software ''Verständnis'' aufgespielt wird. Oder auch nicht - je nachdem, wie fehlerfrei das Betriebssystem denn überhaupt läuft.
Verständnis vom Recht und Unrecht hingegen kann sowohl instinktiv sein [...] als auch an der Verstandesebene "adoptiert"
Wie hoch ist die Fehlertoleranz bei adoptiertem Rechtsverständnis? Und ist die Priesterehe nun wirklich verstandesmässig Unrecht oder doch vielmehr nur unsittsam? Was mich auf den nächsten Punkt bringt:
Ich sehe keine Sittlichkeit als absolut objektiv und einzig wahr an.
Sittsamkeit ist ethisch betrachtet keine ontologische Normativität, sondern lapidar betrachtet Gewohnheitsrecht. Man kann auch sittsam sein, ohne normatives Recht einhalten zu müssen; etwa - und jetzt erfülle ich mal schnell Godwins Gesetz - wenn man 1940 auf der Strasse in der Masse mit Juden anspuckt. Ein Verhalten, welches von der politisierten Gesellschaft sittsam erwartet wird (entgegen der gegenteiligen Verhaltensweise, die einem damals leicht das Genick hätte brechen können), normativ jedoch gegen Kants kategorischen Imperativ verstösst.
Hältst Du Kants kategorischen Imperativ denn eigentlich für absolut objektiv und einzig wahr?
Aber am Montag muss ich wieder verreisen
Mit mir verreist Du nie!
:mad:
NukNuk
Guuut, Klugscheißer, ich gehe ja schon ... :-D
Ich kann nicht gleichzeitig über den europäischen Zigarettenmarkt und Kant nachdenken. Also bleibe ich beim ersten. Das bringt zumindest Geld ein.
Mir schickst Du nie Zigaretten.
:mad:
NukNuk
Wenn ich mir die Frage erlauben darf: Ist normative Ethik für Dich a posteriori herausgearbeitete pädagogische Konditionierung oder bereits a priori im Menschen vorhanden - sei es als Gewissen oder auch als Instinkt?
NukNuk
Nuckel ich verstehe kein Wort,aber es klingt spannend,erkläre das auf sächsich
Leo so viel Worte nur um zu verdrängen,die Wahrheit ist ganz simpel,du bist in deinem Inneren ein Häufchen Elend.
Aber Leo nehme das nicht persönlich,denn es gibt zu viele,besonders unter den Schulabbrechern,sie verkomplizieren ihre Persönlichkeit künstlich, um zu verdrängen das sie nur traurige Gestalten sind.Ach so ein künstliches Mittel zur Therapie ist für sie andere mit Gammatik zu belästigen.
Beschissene Ignoranz ...
Psychische Krankheiten haben wenig mit "verkomplizieren" zu tun - eher geschieht genau das Gegenteil - durch die Krankheit wird der Zugang zu der Vielfalt und Tiefe der eigenen Psyche blockiert. Die Therapieaufgabe ist genau, dem Menschen die Vielfalt wieder zu geben und nicht aus einem Menschen einen guten oder einen einfachen Menschen zu machen. Kapische?
Nuckel ich verstehe kein Wort,aber es klingt spannend,erkläre das auf sächsich
Dafür hab ich leider weder Zeit noch Musse. Hier (http://www.google.de/images?hl=de&q=buntes%20bildchen&um=1&ie=UTF-8&source=og&sa=N&tab=wi) wirst Du jedoch Deinem Intellekt entsprechend angemessen fündig.
:-)
NukNuk
Beschissene Ignoranz ...
Psychische Krankheiten haben wenig mit "verkomplizieren" zu tun - eher geschieht genau das Gegenteil - durch die Krankheit wird der Zugang zu der Vielfalt und Tiefe der eigenen Psyche blockiert. Die Therapieaufgabe ist genau, dem Menschen die Vielfalt wieder zu geben und nicht aus einem Menschen einen guten oder einen einfachen Menschen zu machen. Kapische?
Und warum war ich noch nie bei einem Macke Doktor?Ganz einfach Sport und viel Arbeit dann wird Dr.Freud arbeitslos.
Und warum war ich noch nie bei einem Macke Doktor?
Untersteh Dich bitte, mir weiterhin Steilvorlagen zu liefern!
NukNuk
Und warum war ich noch nie bei einem Macke Doktor?(...)
Vermutlich aus Selbstschutz. Ein Teil von Dir weiß sicherlich, dass Dein Fall nicht therapiebar ist.
:)
Vermutlich aus Selbstschutz. Ein Teil von Dir weiß sicherlich, dass Dein Fall nicht therapiebar ist.
:)
Neeeee richtige Antwort lautet "No brain no paine"!:-D
Ein Mensch, der Symptome eines Schnupfens aufweist, hat wohl auch einen. Oder sehe ich das falsch?
Ist aber eben nur ein Symptom, wie Du weiter unten richtig beschrieben hast - ein Symptom für bspw Erkältung, Allergie, Syphillis...
Passt auch nicht ganz - AD(H)S hat Lobby, Borderline nicht, da die Krankheit nicht direkt mit den Medikamenten zu behandeln ist. Aber Borderline wird auch immer wieder zu einer Medienmode, oft natürlich falsch verstanden und gern mit "Ritzen" assoziiert, was ja zusammenfallen kann aber nicht muss.
Übrigens kommt eine bei BL angewandte Therapieform meiner Sichtweise relativ nahe, und zwar die Dialektisch-Behaviorale Therapie (http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektisch-Behaviorale_Therapie):
Die Aufgabe des Behandlers ist, eine Balance zu finden zwischen Strategien des Verstehens und Wertschätzens eines Problems und dessen Veränderung. Diese „dialektische Strategie“ (Linehan, 1996) bildet die Grundlage für die Bezeichnung Dialektisch-Behaviorale Therapie. Im Sinne der DBT betrachtet Dialektik (http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektik) scheinbare Gegensätze in der Welt des Patienten, um sie aufzulösen und schrittweise zu integrieren.
Neben umfangreichen verhaltenstherapeutischen Behandlungsinterventionen bilden Elemente von humanistischen und körperorientierten Therapieformen (http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6rpertherapie), Gestalttherapie (http://de.wikipedia.org/wiki/Gestalttherapie), Hypnotherapie (http://de.wikipedia.org/wiki/Hypnotherapie), Betrachtungsweisen und Übungen aus dem Zen-Buddhismus (http://de.wikipedia.org/wiki/Zen) die Grundlagen der Behandlung.Bei keiner Psychischen Krankheit steht die Ursache fest, es sei, es geht um eine Drogen-bedingte Psychose etc. Sicher nicht, da es sich mMn um Symptomatiken und Syndrome handelt, deren gesamtes Ursachengemenge so unterschiedlich sein kann, wie es Menschen sind.
Den Satz habe ich nicht verstanden.
Ich meinte damit, daß die Diagnose (/das Urteil) einer Autorität (wie zB ein Arzt) dazu führen kann, daß man sich damit identifiziert und sich diesem Fremdbild noch mehr anpasst, sich da reinsteigert, und aufgestellte Behauptungen (wie AD(H)Sler, Bluthochdruckpatienten, Diabetiker müssten ihr Leben lang die entsprechenden Medikamente nehmen) glaubt, als Wahrheiten betrachtet, obwohl es auch andere "Wahrheiten" und Möglichkeiten gibt. Daß man sich ersteinmal mehr mit der Diagnose und damit verbundener Stigmatisierung beschäftigt, als mit den auslösenden Faktoren - wobei ein "Fachmann" ja genausowenig unfehlbar ist, wie jeder andere Mensch.
Wenn du Schmerzen hast, brüllst Du und suchst nach jeder Linderung. Nichts anders ist es bei der Mehrheit der psychischen Erkrankungen. Primär natürlich bei denen, die eine Selbstreflexion gestatten. Da hilft kein Geschwätz a la "denn in ihnen ist Stärke, und durch sie wird ein Weg zu jenem Licht geöffnet."
Nach meinem Verständnis meinst Du "wenn jemand leidet". Schmerz und Leid ist nicht deckungsgleich.
Und zu "jeder Linderung":
nicht unbedingt, wenn es die richtige ist, ja. Es hilft nur begrenzt, Schmerzen zu betäuben, den Sinn/die Ursache zu verstehen ist sehr viel wichtiger.
Bei Depression z.B. gibt es auch verschiedene Medikation, die unterschiedliche angenommene physischen Defizite ausgeichen soll. Sprich - Schnupfen gibts, aber ob dahinter Erkältung, Allergie oder Syphilis steckt, ist noch unklar. Sicher gibt es die (nach traditionellem Sprachgebrauch) somatogene D., zB durch Schilddrüsenunterfunktion - wird diese aber nicht mittlerweile differenzialdiagnostisch ausgeschlossen?
Aber, um bei der Depression zu bleiben, ist es nicht besonders wichtig, den Grund/Auslöser herauszufinden, um ihn zu vermeiden oder aufzulösen? Wobei es sich natürlich auch um ein multifaktorielles Geschehen handeln kann, was ja aber grundsätzlich nichts ändert.
Der Grund ist ersteinmal man selbst, wie man mit etwas umgeht, was man alles nicht sehen will - unbewusst aber sehr wohl weiß. Was helfen da Psychopharmaka, die das Empfinden dämpfen?
In meinen Augen (und nach meinem Erleben) ist gerade die (angeblich aus heiterem Himmel kommende, "grundlose" oder endogene) Depression ein sehr sinnvoller Fingerzeig, daß etwas nicht richtig läuft im eigenen Leben - ob man sich auf dem "falschen" Weg befindet oder nicht sinnvoll mit Erlebnissen oder Anforderungen umgeht, ist das nächste, was herauszufinden ist (will man Entwicklung).
Bei eher reaktiven D. ist es ja offensichtlicher, das Erlebte muss integriert werden.
Und zu dem "Geschwätz":
Nichts liegt mir ferner als "Heitideitie-Kuschel-Esoterik", die alles schönredet.*
Aber hat ein Mensch, der sich Problemen stellen muss, da sie sonst zu schmerzhaft werden, er sie nicht mehr verleugnen will, da ihm sein Zustand sonst unerträglich wird, nicht mehr Entwicklungschancen, als jemand, der sich fortgesetzt mit Konsum (von wasauchimmer) betäuben kann?
Und hat ein Mensch, der hinterfragt, zweifelt, liebt, vorwärtsstrebt nicht auch zwangsläufig mehr "Probleme", als jemand, der irgendwelchen Autoritäten glaubt, sich mit Meckern in seiner kleinen Welt einrichtet, Ausreden findet, sich mit seiner Beziehung-mit-Fremdgehen oder seiner "die da oben sind schuld"-Einstellung abfindet?
*(Allerdings halte ich die hauptstromige atheistisch-materialistische Sichtweise für falsch und arg beschränkt. Mir liegt da der 93-Strom eher...;-))
Nachtrag:
habe heute wieder etwas dazugelernt :)
Meine Abneigung Psychopharmaka gegenüber ist vermutlich nicht zu übersehen (aufgrund eigener Erlebnisse und Wahrnehmungen). Allerdings wurde mir heute von einem Jungen berichtet, der als AD(H)S diagnostiziert ist und in der Grundschule durch extreme und fast tägliche Gewalttätigkeit aufgefallen ist, zB biss(!) er ein anderes Kind, daß dieses genäht werden musste usw. Er ging dann auf die Hauptschule, fiel dort genauso extrem auf und hatte schlechteste Noten. Inzwischen ist er medikamentös richtig eingestellt (Methylphenidat/"Ritalin") - was einige Zeit und den richtigen Arzt vor allem erforderte, denn als Grundschüler bekam er die Höchstdosis, ohne daß es viel half. Und, ich staune wirklich, er geht mittlerweile auf die Gymnasialstufe und schreibt dort richtig gute Noten und ist ein netter, umgänglicher Jugendlicher. Wobei mich sehr interessiert, liegt es an dem "Treffer" der richtigen Dosierung oder haben Reifeprozesse (durch Pubertät und Psychotherapie oder einfach "das Leben"/lernen) so massiv eingesetzt?
Und warum war ich noch nie bei einem Macke Doktor?(...)
…nicht alles was von Nöten, zahlt die KK.:haha:
Entschuldigt bitte, wenn ich nach so einem langen Text gleich wieder einen Beitrag schreibe, aber für den vorangegangenen habe ich etwas länger gebraucht, so daß in der Zwischenzeit die beiden zitierten erschienen, zu denen ich auch kurz meinen Senf abgeben will :heiter:
Beschissene Ignoranz ...
Psychische Krankheiten haben wenig mit "verkomplizieren" zu tun - eher geschieht genau das Gegenteil - durch die Krankheit wird der Zugang zu der Vielfalt und Tiefe der eigenen Psyche blockiert. Die Therapieaufgabe ist genau, dem Menschen die Vielfalt wieder zu geben und nicht aus einem Menschen einen guten oder einen einfachen Menschen zu machen. Kapische?Sehr guter Beitrag! Ein Punkt, den ich immer wieder übersehe...
Verstehe ich ihn richtig, daß Du meinst, die "Krankheit" (oder Störung) sorgt für ein "Festhängen" des "Seelenfokus", einer "kaputten Schallplatte" vergleichbar? Woher kommt dann das Gefühl der Komplikation - aus der begrenzten Auswahl an Lösungsmöglichkeiten? Denke ich da in die richtige Richtung?
Vermutlich aus Selbstschutz. Ein Teil von Dir weiß sicherlich, dass Dein Fall nicht therapiebar ist.
:)
Warum schreibst Du herberger meine Diagnose? :D
Und warum war ich noch nie bei einem Macke Doktor?Ganz einfach Sport und viel Arbeit dann wird Dr.Freud arbeitslos.
Sag mal, meinst Du das ernst oder ist das ein schlechter Scherz?
(...) Aber Borderline wird auch immer wieder zu einer Medienmode, oft natürlich falsch verstanden und gern mit "Ritzen" assoziiert, was ja zusammenfallen kann aber nicht muss.
Selbstverletzendes Verhalten bei BPS (Borderline Persönlichkeitsstörung) dient der Spannungsreduktion. In diesem Fall heiligt der Zweck die Mitteln.
(...) Übrigens kommt eine bei BL angewandte Therapieform meiner Sichtweise relativ nahe, und zwar die Dialektisch-Behaviorale Therapie (http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektisch-Behaviorale_Therapie):. Nicht annähernd. Mit DBT kenne ich mich ausgezeichnet aus.
(...) Ich meinte damit, daß die Diagnose (/das Urteil) einer Autorität (wie zB ein Arzt) dazu führen kann, daß man sich damit identifiziert und sich diesem Fremdbild noch mehr anpasst, sich da rein steigert, und aufgestellte Behauptungen (wie AD(H)Sler, Bluthochdruckpatienten, Diabetiker müssten ihr Leben lang die entsprechenden Medikamente nehmen) glaubt, als Wahrheiten betrachtet, obwohl es auch andere "Wahrheiten" und Möglichkeiten gibt. Daß man sich erst einmal mehr mit der Diagnose und damit verbundener Stigmatisierung beschäftigt, als mit den auslösenden Faktoren - wobei ein "Fachmann" ja genau sowenig unfehlbar ist, wie jeder andere Mensch.
Die Wirklichkeit sieht da anders aus. Die Diagnose wirkt auf die (bleiben wir beim Borderline und ADHS) Patieneten in der Regel befreiend. Da beide Persönlichkeitsstörungen bereits seit der Pubertät oder auch früher sich bemerkbar machen, stellen die Betroffenen auch dementsprechend früh fest, das mit denen etwas nicht stimmt. Die Borderliner nehmen oft an, der Rest der Menschheit habe ihre Gefühle einfach viel besser als sie „unter Kontrolle“ (in der Wahrheit empfinden die Gesunden und emotional stabilen Menschen nicht annähernd die Gefühle in der Intensität, wie dies die Borderline Patienten tun, und wenn schon, dann in den absoluten Ausnahmesituationen, wie Unfälle, Tod eines geliebten Menschen, etc.), die ADHSler quälen sich ihr Leben lang mit dem Gefühl, nicht lernen zu können oder viel blöder zu sein, als der Rest. Sie ertrinken oft im Chaos der Halb/Viertel/Achtel-erledigter Aufgaben. Das Erkenntnis, dass es sich bei der „Macke“ um eine Krankheit handelt, verschafft eine Erleichterung und überhaupt erst die Möglichkeit, einen Neuen Weg für die Bewältigung des Problems zu suchen.
Die „ auslösenden Faktoren“ stehen weder bei Borderline noch bei den ADHSlern fest – es kommen mehrere zusammen, genau wie nicht alle Menschen nach einem Traumatischen Ergebnis einen Posttraumatischen Schock entwickeln, so wird man auch nicht automatisch persönlichkeitsgestört, wenn man in der Kindheit emotional vernachlässigt oder gar missbraucht worden ist.
Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung wird auch nicht von einem Arzt von heute auf morgen gestellt, wie bei einem Beinbruch. Das aber nur nebenbei.
(...)Nach meinem Verständnis meinst Du "wenn jemand leidet". Schmerz und Leid ist nicht deckungsgleich.
Jaein.
Der „seelische Schmerz“ erreicht die Intensität des physischen und übersteigt diesen oft – mit der Ausnahme, dass man den physischen Schmerz in der Regel medikamentös behandeln kann, den seelischen aber kaum.
(...)
Und zu "jeder Linderung":
nicht unbedingt, wenn es die richtige ist, ja. Es hilft nur begrenzt, Schmerzen zu betäuben, den Sinn/die Ursache zu verstehen ist sehr viel wichtiger. (…)
Aber, um bei der Depression zu bleiben, ist es nicht besonders wichtig, den Grund/Auslöser herauszufinden, um ihn zu vermeiden oder aufzulösen? Wobei es sich natürlich auch um ein multifaktorielles Geschehen handeln kann, was ja aber grundsätzlich nichts ändert.
Auf der Metaebene gesehen hat natürlich alles ihre Ursache. Praktisch gesehen sind aber die Menschen keine Maschinen, bei denen nach Bedarf die Hebel und Schaltkreise ersetzt werden können.
Zu der Schmerzbetäubung – wenn man einen Fuß verrenkt hat, muss man erst den Schmerz beseitigen, sonst kann der Gelenk nur sehr schwer wieder eingerenkt werden, da die Muskeln sich verspannen. Es geht also meiner Meinung nach primär immer um die Schmerzbeseitigung. Und erst danach um Problemverständnis und Prävention.
Wenn aber auch der Grund einigermaßen feststeht, wie zum Beispiel die emotionale Vernachlässigung in der Kindheit oder Bindungsproblem, so ist das Verständnis der Ursache zwar ein guter Schritt und bringt oft die Linderung auf der Verstandesebene, hilft aber keine Bohne bei der Problembeseitigung.
Die Depression hat oft auch keine erkennbare Ursache – und ein Mensch versteht kognitiv, dass die Welt etwas anders ist, als es ihm erscheint, das Verständnis hat aber keinen Einfluss auf die Gefühle.
(...)
Der Grund ist ersteinmal man selbst, wie man mit etwas umgeht, was man alles nicht sehen will - unbewusst aber sehr wohl weiß. Was helfen da Psychopharmaka, die das Empfinden dämpfen?Eine gut abgestimmte Psychopharmaka macht aus den emotionalen angespannten Wracks halbwegs ausgeglichene Menschen und aus den chaotischen vergesslichen Zappelphilips, die ihren eigenen Namen vergessen, Menschen, die sich halbwegs konzentrieren können. Die Verdammung der Psychopharmaka ist nicht klug.
Das diese sehr vorsichtig und sehr professionell ausgesucht werden muss, und dass man auch ggf auch mehrere Präparate durchprobieren muss, steht natürlich auf dem anderen Blatt.
(...) In meinen Augen (und nach meinem Erleben) ist gerade die (angeblich aus heiterem Himmel kommende, "grundlose" oder endogene) Depression ein sehr sinnvoller Fingerzeig, daß etwas nicht richtig läuft im eigenen Leben - ob man sich auf dem "falschen" Weg befindet oder nicht sinnvoll mit Erlebnissen oder Anforderungen umgeht, ist das nächste, was herauszufinden ist (will man Entwicklung).
Bei eher reaktiven D. ist es ja offensichtlicher, das Erlebte muss integriert werden.Das ist ja alles schön und gut – aber nur in der Theorie. Denn der Depressiver kann qua Krankheitsbild kaum selbst die „Zeichen“ deuten. Wenn du nicht mal das Bett verlassen kannst, um sich was aus dem Kühlschrank zum Essen zu holen, verhungerst Du, bevor Du mit der Deutung des „Fingerzeiges“ nur annähernd fertig bist. Gut, nicht alle Fälle sind so schwer, aber das muss man sich immer wieder vor Augen halten – ein Depressiver braucht keine „guten und fröhlichen“ Menschen, die ihm erklären, wie schön die Welt ist, sondern Freunde, die ihm zum Arzt bringen und dabei aufpassen, dass er an der Therapie dran bleibt.
(...)
Aber hat ein Mensch, der sich Problemen stellen muss, da sie sonst zu schmerzhaft werden, er sie nicht mehr verleugnen will, da ihm sein Zustand sonst unerträglich wird, nicht mehr Entwicklungschancen, als jemand, der sich fortgesetzt mit Konsum (von wasauchimmer) betäuben kann? Solange es sich um die gesunde Menschen geht , hast Du recht. Wenn du aber die Logik auf die Psychisch kranke zu übertragen anfängst, scheiterst Du. Die Depressive, Borderline, ADHSler sind in der Regel, vor allem wenn sie „high functional“ sind (also Menschen, dessen Krankheitsausprägung die Teilnahme an dem z.B. Arbeitsleben gestattet), genug damit beschäftigt, das Alltäglichkeit und für die Anderen einfachste zu bewältigen. Für die Lösungssuche der großen Fragen des Lebens bleiben da kaum noch die Seelischen Kräfte übrig.
(...)
Und hat ein Mensch, der hinterfragt, zweifelt, liebt, vorwärtsstrebt nicht auch zwangsläufig mehr "Probleme", als jemand, der irgendwelchen Autoritäten glaubt, sich mit Meckern in seiner kleinen Welt einrichtet, Ausreden findet, sich mit seiner Beziehung-mit-Fremdgehen oder seiner "die da oben sind schuld"-Einstellung abfindet?Das verstehe ich in dem Zusammenhang wiederum nicht. Welche Psychischkranke haben die „"die da oben sind schuld"-Einstellung?
(...)
Meine Abneigung Psychopharmaka gegenüber ist vermutlich nicht zu übersehen (aufgrund eigener Erlebnisse und Wahrnehmungen). (..) Wobei mich sehr interessiert, liegt es an dem "Treffer" der richtigen Dosierung oder haben Reifeprozesse (durch Pubertät und Psychotherapie oder einfach "das Leben"/lernen) so massiv eingesetzt?Wie vorhin erwähnt – an beidem . Die treffende Medikation, die Therapiebegleitend genommen wird, ist eigentlich optimal.
(...)
Sehr guter Beitrag! Ein Punkt, den ich immer wieder übersehe...
Verstehe ich ihn richtig, daß Du meinst, die "Krankheit" (oder Störung) sorgt für ein "Festhängen" des "Seelenfokus", einer "kaputten Schallplatte" vergleichbar?(...)
Nein, Ich meine, verallgemeinernd, dass die psychische Krankheit die Wahlfreiheit eingrenzt, gut oder böse oder einfach "selbst" zu sein.
Frage wer hat alles psycho dingsbums?
Frage wer hat alles psycho dingsbums?
Viele.
@Muad'Dib
Und hier noch mal, als Erinnerung:
"Psychisch krank" ist nicht "geistig behindert". In einer Psychiatrie ist das Verhältnis zwischen den dummen und schlauen nicht anders, als in jeder beliebigen Vergleichsgruppe.
Theodor von der Pfordten
25.06.10, 23:56
Viele.
@Muad'Dib
Und hier noch mal, als Erinnerung:
"Psychisch krank" ist nicht "geistig behindert". In einer Psychiatrie ist das Verhältnis zwischen den dummen und schlauen nicht anders, als in jeder beliebigen Vergleichsgruppe.
Das sehe ich anders. Psychisch Kranke sind in vielen Teilbereichen deutlich intelligenter als "Normale".
Das sehe ich anders. Psychisch Kranke sind in vielen Teilbereichen deutlich intelligenter als "Normale".
Bei Schizophrenen ist das nur bedingt der Fall, da die meisten Schizophrenen aus gesellschaftlich 'unteren' Schichten kommen, erfahren sie nicht so eine gute Bildung, werden sie nicht so intelligent; was die Erbanlagen allerdings angeht, magst Du recht haben, da hab ich keine Daten vorliegen.
;)
Die Wirklichkeit sieht da anders aus. Die Diagnose wirkt auf die (bleiben wir beim Borderline und ADHS) Patieneten in der Regel befreiend. Da beide Persönlichkeitsstörungen bereits seit der Pubertät oder auch früher sich bemerkbar machen, stellen die Betroffenen auch dementsprechend früh fest, das mit denen etwas nicht stimmt. Die Borderliner nehmen oft an, der Rest der Menschheit habe ihre Gefühle einfach viel besser als sie „unter Kontrolle“ (in der Wahrheit empfinden die Gesunden und emotional stabilen Menschen nicht annähernd die Gefühle in der Intensität, wie dies die Borderline Patienten tun, und wenn schon, dann in den absoluten Ausnahmesituationen, wie Unfälle, Tod eines geliebten Menschen, etc.), die ADHSler quälen sich ihr Leben lang mit dem Gefühl, nicht lernen zu können oder viel blöder zu sein, als der Rest. Sie ertrinken oft im Chaos der Halb/Viertel/Achtel-erledigter Aufgaben. Das Erkenntnis, dass es sich bei der „Macke“ um eine Krankheit handelt, verschafft eine Erleichterung und überhaupt erst die Möglichkeit, einen Neuen Weg für die Bewältigung des Problems zu suchen.
Genau so war's bei mir! Plötzlich kann man sein ganzes Leben sehr viel besser einordnen und sieht: Ich bin nicht alleine. Es ist wirklich eine Befreiung.
Nein, Ich meine, verallgemeinernd, dass die psychische Krankheit die Wahlfreiheit eingrenzt, gut oder böse oder einfach "selbst" zu sein.
Jeder weiß, dass Drogen schlecht sind. Trotzdem rauchen beispielsweise circa 80% der Schizophrenen, 1/3 sind Alkis, 1/4 nimmt illegale Drogen - und zwar zwanghaft.
Bei ADHSlern sieht das glaub ich ähnlich aus. Die Störung des dopaminergen Systems macht den Konsumenten schnell abhängig, und das bleibt er dann häufig sein Leben lang. Da hilft nur völlig Abstinenz, aber das ist eben doppelt schwer, gerade wegen der Störung des dopaminergen Systems - ein Teufelskreis.
Ups, jetzt ist der Text zu lang geworden, um in einen Beitrag zu passen. Deshalb in zwei Teilen und vorweg meinen herzlichsten Dank an jeden, der sich die Mühe macht, meine Texte zu lesen :) - und ganz besonders Dir tabasco für das darauf Eingehen und Antworten! :bol:
Und hier noch mal, als Erinnerung:
"Psychisch krank" ist nicht "geistig behindert".
Hab ich nie behauptet, scheint ein Mißverständnis zu sein.
In einer Psychiatrie ist das Verhältnis zwischen den dummen und schlauen nicht anders, als in jeder beliebigen Vergleichsgruppe.
Das sehe ich anders. Psychisch Kranke sind in vielen Teilbereichen deutlich intelligenter als "Normale".Seh ich auch eher so wie Theo. "Die Gesellschaft", "unsere" Art zu leben, ist krank. Sogenannte "psychisch Kranke" haben doch oft - nicht unbedingt in akuten oder erstmals auftretenden Zuständen, aber nach einiger Zeit des damit lebens - sehr viel Weisheit. Sie wissen, was unter der Oberfläche, hinter dem schönen Schein lauert, wie schmal der Grat ist...;-) sind toleranter, weniger urteilend. Natürlich verallgemeinere ich da, aber so ist mein persönliches Erleben - mit Menschen, die psychische Extreme erlebt haben, komme ich oft besser zurecht, gegenseitiges Verständnis ist eher herzustellen, als bei "Normalos".
Verrückte (und das meine ich nicht abwertend, im Gegenteil - wer als Mitglied einer "schrägen" Gesellschaft, ver-rückt wird, ist vielleicht gerade(r) ge-rückt...) wissen eher um...die Dinge, die sich nur schwer in klar definierte Worte fassen lassen, besser in Metaphern:
Wenn du vor mir stehst und mich
ansiehst, was weißt du von den
Schmerzen, die in mir sind, und was
weiß ich von deinen. Und wenn ich
mich vor dir niederwerfen würde und
weinen und erzählen, was wüsstest
du von mir mehr als von der Hölle,
wenn dir jemand erzählt, sie ist heiß
und fürchterlich. Schon darum
sollten wir voreinander so ehrfürchtig,
so nachdenklich stehen
wie vor dem Eingang zur Hölle.
von Kafka
...Ich meine, verallgemeinernd, dass die psychische Krankheit die Wahlfreiheit eingrenzt, gut oder böse oder einfach "selbst" zu sein."Gut" und "Böse" ist von Bedingungen abhängig, wirklich "selbst zu sein" größtes Mysterium und Aufgabe.
Selbstverletzendes Verhalten bei BPS (Borderline Persönlichkeitsstörung) dient der Spannungsreduktion. In diesem Fall heiligt der Zweck die Mitteln. Ich weiß...deshalb schrieb ich ja "zusammenfallen kann" - also das selbstverletzendes (wie auch extrem riskantes/anderes extremistisches) Verhalten auch ohne BPS als Spannungsreduktion bzw. -überdeckung getätigt werden kann.
Die Wirklichkeit sieht da anders aus. Die Diagnose wirkt auf die (bleiben wir beim Borderline und ADHS) Patieneten in der Regel befreiend. Da beide Persönlichkeitsstörungen bereits seit der Pubertät oder auch früher sich bemerkbar machen, stellen die Betroffenen auch dementsprechend früh fest, das mit denen etwas nicht stimmt. Die Borderliner nehmen oft an, der Rest der Menschheit habe ihre Gefühle einfach viel besser als sie „unter Kontrolle“ (in der Wahrheit empfinden die Gesunden und emotional stabilen Menschen nicht annähernd die Gefühle in der Intensität, wie dies die Borderline Patienten tun, und wenn schon, dann in den absoluten Ausnahmesituationen, wie Unfälle, Tod eines geliebten Menschen, etc.), die ADHSler quälen sich ihr Leben lang mit dem Gefühl, nicht lernen zu können oder viel blöder zu sein, als der Rest. Sie ertrinken oft im Chaos der Halb/Viertel/Achtel-erledigter Aufgaben. Das Erkenntnis, dass es sich bei der „Macke“ um eine Krankheit handelt, verschafft eine Erleichterung und überhaupt erst die Möglichkeit, einen Neuen Weg für die Bewältigung des Problems zu suchen. Kommt mir vieles sehr bekannt vor ;-)
Wenn ich die Kraft hätte, neben der Arbeit mich zu Ärzten zu quälen, unendliche Formulare zu bewältigen uswusf. hätte ich keine Probleme. Eine Leistung, wie Du sie bspw vollbringst, wäre mir unmöglich. Deshalb steht in meinem Profil bei Biographie ja auch "mehr Glück als Verstand" - zum Glück habe ich den Weg gefunden, halbwegs mit mir umzugehen ("zufällig", wobei es in meinen Augen eben keine Zufälle gibt, sondern Fügung ist, alles eben einen tieferen Sinn hat - ob man ihn kennt, vergißt oder nicht sieht, ist dabei irrelevant). Meine "Lösung" ist eben die körperliche Arbeit an der frischen Luft und ein recht zurückgezogenes Leben in (sehr!) ruhiger Umgebung. Daß ich auf vieles verzichte, was anderen selbstverständlich ist und ob das der optimalste Weg ist - keine Ahnung. Ich bin ich und es ist mein Weg.
Die „ auslösenden Faktoren“ stehen weder bei Borderline noch bei den ADHSlern fest – es kommen mehrere zusammen, genau wie nicht alle Menschen nach einem Traumatischen Ergebnis einen Posttraumatischen Schock entwickeln, so wird man auch nicht automatisch persönlichkeitsgestört, wenn man in der Kindheit emotional vernachlässigt oder gar missbraucht worden ist.
Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung wird auch nicht von einem Arzt von heute auf morgen gestellt, wie bei einem Beinbruch. Das aber nur nebenbei.
Ich bin der Meinung, die lassen sich auch gar nicht festlegen, da jeder Mensch "ein Stern ist", seine eigene Welt ist/in sich trägt, nach jeweils eigenen Gesetzen "funktioniert". Deshalb bin ich ja auch der Meinung, daß sog. psychische Erkrankungen Symptome/Fingerzeige sind. Zu Entwicklungsaufgaben, um zu erweiterten Sichtweisen zu kommen. Im ganz großen Maßstab: Die Schöpfung erfährt sich selbst, spielt alle ihre Möglichkeiten durch. Und daher ist "richtig" oder "falsch" individuell verschieden - sicher gibt es grundlegende Mechanismen, eine Art psychischer Naturgesetze. Die lassen sich aber noch weniger in Durchschnittswerte packen, als bei der physischen Medizin und auf keinen Fall so klar definiert handhaben, wie zB klassische Physik/Chemie oder Ingenieurskunst.
Der „seelische Schmerz“ erreicht die Intensität des physischen und übersteigt diesen oft...Ich weiß...
...mit der Ausnahme, dass man den physischen Schmerz in der Regel medikamentös behandeln kann, den seelischen aber kaum. ...und deshalb erscheint es mir sinnlos.
Auf der Metaebene gesehen hat natürlich alles ihre Ursache. Praktisch gesehen sind aber die Menschen keine Maschinen, bei denen nach Bedarf die Hebel und Schaltkreise ersetzt werden können. Volle Zustimmung.
Zu der Schmerzbetäubung – wenn man einen Fuß verrenkt hat, muss man erst den Schmerz beseitigen, sonst kann der Gelenk nur sehr schwer wieder eingerenkt werden, da die Muskeln sich verspannen. Es geht also meiner Meinung nach primär immer um die Schmerzbeseitigung. Und erst danach um Problemverständnis und Prävention. Zustimmung. Ich habe ja auch nichts gegen Btm./Drogen/bewußtseinsverändernde Substanzen allgemein, allerdings sind mir viele Psychopharmaka durch ihre "schleichende" Wirkungsweise mehr als suspekt. Der langsame Wirkungsaufbau und das oft nötige Ausschleichen widerspricht mEn Deinem Beispiel. Ich habe da eher den Eindruck es geht um (gesellschaftlich erwünschte) Bewußtseinskontrolle.
...
...
Wenn aber auch der Grund einigermaßen feststeht, wie zum Beispiel die emotionale Vernachlässigung in der Kindheit oder Bindungsproblem, so ist das Verständnis der Ursache zwar ein guter Schritt und bringt oft die Linderung auf der Verstandesebene, hilft aber keine Bohne bei der Problembeseitigung.
Ist nur ein erster Schritt, sicherlich. So ein "Grund" ist ja auch eher ein Schlagwort, weist alle Nachteile jeder Verallgemeinerung auf. Das Geschehen in jedem Menschen ist eben multifaktoriell. Die persönliche Integration ist natürlich harte Arbeit. Soll keine Kritik an dem von Dir zitierten sein, Du schriebst ja "einigermaßen"... Die Ratio ist eben nur ein Teil des Menschen, ein wichtiges Werkzeug, daß aber auch oft genug "im Weg steht", es ist ja nicht das einzige, nur das momentan gesellschaftlich (irgendwo krankhaft) bevorzugte.
Die Depression hat oft auch keine erkennbare Ursache – und ein Mensch versteht kognitiv, dass die Welt etwas anders ist, als es ihm erscheint, das Verständnis hat aber keinen Einfluss auf die Gefühle. Ersteinmal erkennt man sie nicht, das stimmt. Deshalb sehe ich sie ja als wichtigen "Fingerzeig", als bloßes Symptom. Könnte man es über die Ratio so einfach erkennen oder verstehen, wäre sie ja überflüssig, man würde die "Fehler" ja nicht machen, nicht den "falschen" Weg oder Verarbeitungsweise nehmen. ("Fehler/falsch" in Anführungszeichen, da man sie erst im Nachhinein als solche interpretiert - sonst würde man sie ja nicht machen - und damit sind sie ja irgendwo auch "richtig" da man ohne sie nicht zu diesen Erkenntnissen käme...)
Eine gut abgestimmte Psychopharmaka macht aus den emotionalen angespannten Wracks halbwegs ausgeglichene Menschen und aus den chaotischen vergesslichen Zappelphilips, die ihren eigenen Namen vergessen, Menschen, die sich halbwegs konzentrieren können. Die Verdammung der Psychopharmaka ist nicht klug.
Das diese sehr vorsichtig und sehr professionell ausgesucht werden muss, und dass man auch ggf auch mehrere Präparate durchprobieren muss, steht natürlich auf dem anderen Blatt.
Ich halte mich auch nicht für klug...;-)...und schließe ja nicht aus, daß es auch sehr fähige Ärzte gibt. Allerdings habe ich in meinem Leben mehr gesehen, bei denen es eher daneben geht, als umgekehrt. Ist natürlich, wie bei jedem, subjektiv - ich wuchs neben einer Verwahranstalt für psychische Wracks auf und sah täglich die leeren Blicke, die Neuroleptika-Auswirkungen (also extrapyramidal-motorische Nebenwirkungen/Spätdyskinesien, die da sind unwillkürliche Bewegungen von Muskeln im Gesichtsbereich, von Händen und Füßen, stereotype Zungen- und Lippenbewegungen zu sehen, Schmatzen, Kauen, Vorschieben der Zunge), das unwürdige Untergebrachtsein in Mehrbettzimmern, das verzweifelte Schreien und das tägliche (bei denen, die zum Ausgang in der Lage sind), mit ein wenig Schnaps die Wirkung der Medikamente halbwegs erträglich machen oder die oft vergeblichen Versuche der Kontaktaufnahme, die an der mangelndem Artikulationsmöglichkeit (und dem ungepflegten Äußeren) scheiterten.
Sicher nicht die Regel in allen psychiatrischen Einrichtungen, aber so selten auch wieder nicht.
Im Freundes- und Bekanntenkreis erlebte ich es ebenfalls, daß die eingesetzten Medikamente eher zu emotionaler Verflachung, roboterartigem oder gleichgültig/abwesenden Zuständen führten - oder zum Gegenteil (wie bei einer Freundin: erstes Medikament: innerlich noch "toter", abgeschnittener gefühlt, unterbrochen von extremen Wutausbrüchen; zweites Medikament, Zitat:"XTC ist n Scheiß dagegegen" aber wegen in der Öffentlichkeit absolut inadäquatem und auch sonst eher manischem Verhalten wieder abgesetzt; drittes Medikament: schwerster Rückfall inkl. Selbstverletzungen seit Jahren usw.) - daß solche Medikamente wirklich geholfen haben, erlebte ich noch nicht. Auch die (mehr oder weniger) zwangseingewiesenen, die ich zumindest kenne, erlebten die Behandlung eher als Folter als als Hilfe.
Wobei ich gegen psychische Therapien (Gespräche, Malen uvm) ja nichts einzuwenden habe - wenn man den passenden Therapeuten findet, kann das ja durchaus weiterhelfen, neue Sichtweisen aufzuzeigen, dabei helfen oder auch nur Gelegenheit bieten, diese selbst zu entwickeln. Das muss allerdings nicht unbedingt ein Arzt sein. Es muss individuell (zusammen)passen.
Das ist ja alles schön und gut – aber nur in der Theorie. Denn der Depressiver kann qua Krankheitsbild kaum selbst die „Zeichen“ deuten. Wenn du nicht mal das Bett verlassen kannst, um sich was aus dem Kühlschrank zum Essen zu holen, verhungerst Du, bevor Du mit der Deutung des „Fingerzeiges“ nur annähernd fertig bist. Gut, nicht alle Fälle sind so schwer, aber das muss man sich immer wieder vor Augen halten – ein Depressiver braucht keine „guten und fröhlichen“ Menschen, die ihm erklären, wie schön die Welt ist, sondern Freunde, die ihm zum Arzt bringen und dabei aufpassen, dass er an der Therapie dran bleibt.
Dazu muss im Kühlschrank ersteinmal was zu essen drin sein...glaub mir, ich bin zwar nicht der Klügste, aber ein wenig weiß ich, wovon ich rede. Wenn Du zwei drei Tage nichts gegessen hast und merkst, wenn Du so weiter machst, kannst Du Dich bald nicht mehr auf den Beinen halten (und das merkt "man", denn den Weg ins Bad schaffen die meisten psychisch Kranken ja doch noch...), dann handelst Du! Ob Du selber losgehst oder jemanden darum bittest (so schwer mir das auch fällt ;-)), egal, Du handelst. Ich verweise da auf Deine Depression/Überlebenskampf-Anmerkungen in der pforg ("Arbeitslager" wenn ich mich recht entsinne?).
Solange es sich um die gesunde Menschen geht , hast Du recht. Wenn du aber die Logik auf die Psychisch kranke zu übertragen anfängst, scheiterst Du. Die Depressive, Borderline, ADHSler sind in der Regel, vor allem wenn sie „high functional“ sind (also Menschen, dessen Krankheitsausprägung die Teilnahme an dem z.B. Arbeitsleben gestattet), genug damit beschäftigt, das Alltäglichkeit und für die Anderen einfachste zu bewältigen. [s.o. - nur der Vollständigkeit halber zitiert]
Für die Lösungssuche der großen Fragen des Lebens bleiben da kaum noch die Seelischen Kräfte übrig. Die können auch durchaus in den Hintergrund treten, daß Unterbewußte und der Biocomputer Gehirn (je nach Sichtweise) arbeitet auch ohne ständige bewußte Beschäftigung - es braucht nur hin und wieder "input" - eine der Hauptwirkungsweisen von "Magick". :)
Das verstehe ich in dem Zusammenhang wiederum nicht. Welche Psychischkranke haben die „"die da oben sind schuld"-Einstellung?Das ist ein Mißverständnis - ich meinte, daß bei Menschen mit "scheiß-egal"- oder "andere(s)-ist-schuld-nur-nicht-ich"-Einstellung oder erfolgreichem "Betäuben"/Ablenken deutlich seltener psychische "Erkrankungen" ausbrechen - da kann ich mich natürlich (wie immer und überall) irren...aber ich vermute, diese zahlen auch ihren Preis, ob als midlife-crisis, zerstörte Familien, Unzufriedenheit im Alter...Schmerz und Leid gehören wohl zur Existenz des Menschen, sonst würde er nicht lernen, sich weiterentwickeln, im Gegenteil, degenerieren. MMn haben die Buddhisten so unrecht nicht, obwohl meine Herangehensweise eine andere ist. Das ist aber wohl auch kulturell oder "rassisch" bedingt...
Wie vorhin erwähnt – an beidem . Die treffende Medikation, die Therapiebegleitend genommen wird, ist eigentlich optimal.Das Optimum zu treffen, ist natürlich immer das Optimalste ;-), aber auch das Schwerste...
P.S.: Ich freue mich über jede Kritik, Rückmeldung, Ergänzung, Anmerkung! :)
Plötzlich kann man sein ganzes Leben sehr viel besser einordnen und sieht: Ich bin nicht alleine. Es ist wirklich eine Befreiung. So war es bei mir, als ich mit dem "Current 93" in Berührung kam. :)
Jeder weiß, dass Drogen schlecht sind. Trotzdem rauchen beispielsweise circa 80% der Schizophrenen, 1/3 sind Alkis, 1/4 nimmt illegale Drogen - und zwar zwanghaft.
Bei ADHSlern sieht das glaub ich ähnlich aus. Die Störung des dopaminergen Systems macht den Konsumenten schnell abhängig, und das bleibt er dann häufig sein Leben lang. Da hilft nur völlig Abstinenz, aber das ist eben doppelt schwer, gerade wegen der Störung des dopaminergen Systems - ein Teufelskreis.
Ich weiß nicht, daß sie schlecht sind :)
...nehme sie allerdings auch nicht zwanghaft (zT mit einigen Jahren dazwischen oder nur ein-zwei-dreimalig). Obwohl irgendwelche Botenstoffssysteme bei mir auch anders funktionieren, als bei anderen, welches das ist - kA...ich leite es nur davon ab, daß ich zB von Speed einschlafe, mich auf LSD dagegen so normal und heimisch fühle.
Die Einblicke, die sie einem ermöglichen, möchte ich aber nicht missen - weshalb ich auch so gegen ein Verbot bin. Sie sind ein wertvolles, aber oft falsch eingeschätztes und genutztes Werkzeug, deren Handhabung sicherlich Gefahren beinhaltet, was aber bei jedem Werkzeug gegeben ist.
Ich weiß nicht, daß sie schlecht sind :)
Okay; sagen wir für mich.
(Ich werde abhängig, sobald ich etwas anfasse. Alkohol, Cannabis, Nikotin - mehr hab ich mich nicht getraut. Und für mich sind diese Stoffe ganz eindeutig schlecht: Von Alkohol und Cannabis werde ich depressiv, von Nikotin sterb ich auf Dauer :D)
...nehme sie allerdings auch nicht zwanghaft (zT mit einigen Jahren dazwischen oder nur ein-zwei-dreimalig). Obwohl irgendwelche Botenstoffssysteme bei mir auch anders funktionieren, als bei anderen, welches das ist - kA...ich leite es nur davon ab, daß ich zB von Speed einschlafe, mich auf LSD dagegen so normal und heimisch fühle.
Die Einblicke, die sie einem ermöglichen, möchte ich aber nicht missen - weshalb ich auch so gegen ein Verbot bin. Sie sind ein wertvolles, aber oft falsch eingeschätztes und genutztes Werkzeug, deren Handhabung sicherlich Gefahren beinhaltet, was aber bei jedem Werkzeug gegeben ist.
Naja, es kommt immer darauf an, was man und wie man die Drogen benutzt. Klar kann auch Meskalin zur Bewusstseinserweiterung nützlich sein. Michaux hat das ja eindrucksvoll bewiesen.
(...) Seh ich auch eher so wie Theo. "Die Gesellschaft", "unsere" Art zu leben, ist krank. Sogenannte "psychisch Kranke" haben doch oft - nicht unbedingt in akuten oder erstmals auftretenden Zuständen, aber nach einiger Zeit des damit lebens - sehr viel Weisheit. Sie wissen, was unter der Oberfläche, hinter dem schönen Schein lauert, wie schmal der Grat ist...;-) sind toleranter, weniger urteilend. Natürlich verallgemeinere ich da, aber so ist mein persönliches Erleben - mit Menschen, die psychische Extreme erlebt haben, komme ich oft besser zurecht, gegenseitiges Verständnis ist eher herzustellen, als bei "Normalos".
Sehe ich anders.
Es gibt zwar einige Ausnahmen, bei denen die psychische Krankheit wirklich einer Begabung gleich kommt (der klassische Fall - Inselbegabung bei high funktional Autisten, die Prädestination der Asperger (eine der Autismusformen) zu Technik, die an die Telepathie grenzende Fähigkeit der Boderliner, die kleinsten Veränderungen in der Stimmung des Gegenübers zu merken (diese interpretieren diese aber oft falsch, indem sie diese auf sich beziehen) , das Verständnis der Mensschen, die an den Depressionen litten, für das Vergänglichkeit des Schönen und Wert des guten Augenblickes, die gelegentlich auftretende Fähigkeit der ADHSler, die Aufgaben in der Gegend zu verteilen ("Führungsqualitätetn") - aber ob man hier gleich von "Weisheit" und "Toleranz" sprechen kann - weiß ich nicht. Dass die psychisch Kranke weniger "urteilend" sind - glaube ich ebenso nicht. Denn jeder, auch der psychisch Kranke, reagiert primär so, als seinen alle mit den gleichen Fähigkeit und Unfähigkeiten ausgestattet, wie einer selbst. Das Verständnis für die Andersartigkeit und Einzigartigkeit ist meiner Meinung nach immer sekundär. Einige brauchen sehr kurz um sich daran zu erinnern, die anderen länger. Ich sehe aber keinen Zusammenhang zwischen der Krankheit, welcher auch immer und der "seelischen Reife". Es gibt sehr weise und "erwachsene" Borderliner und es gibt infantile und launische Stinknormale ...
(...) Wenn du vor mir stehst und mich
ansiehst, was weißt du von den
Schmerzen, die in mir sind, und was
weiß ich von deinen. Und wenn ich
mich vor dir niederwerfen würde und
weinen und erzählen, was wüsstest
du von mir mehr als von der Hölle,
wenn dir jemand erzählt, sie ist heiß
und fürchterlich. Schon darum
sollten wir voreinander so ehrfürchtig,
so nachdenklich stehen
wie vor dem Eingang zur Hölle.
Sehr schönes Gedicht. Mag ich sehr.
(...) Ich weiß...deshalb schrieb ich ja "zusammenfallen kann" - also das selbstverletzendes (wie auch extrem riskantes/anderes extremistisches) Verhalten auch ohne BPS als Spannungsreduktion bzw. -überdeckung getätigt werden kann. In der tat - und wenn man die Mechanismen kennt, so ist die Methode gar nicht so abwegig.
(...) Wenn ich die Kraft hätte, neben der Arbeit mich zu Ärzten zu quälen, unendliche Formulare zu bewältigen uswusf. hätte ich keine Probleme. Eine Leistung, wie Du sie bspw vollbringst, wäre mir unmöglich. Zum Thema "Leistung" schreibe ich Dir mal bei Gelegenheit eine PN.
(...) Meine "Lösung" ist eben die körperliche Arbeit an der frischen Luft und ein recht zurückgezogenes Leben in (sehr!) ruhiger Umgebung. Daß ich auf vieles verzichte, was anderen selbstverständlich ist und ob das der optimalste Weg ist - keine Ahnung. Ich bin ich und es ist mein Weg. Ich drücke Dir für Deinen Weg die Daumen ...
Ist nur ein erster Schritt, sicherlich. So ein "Grund" ist ja auch eher ein Schlagwort, weist alle Nachteile jeder Verallgemeinerung auf. Das Geschehen in jedem Menschen ist eben multifaktoriell. Die persönliche Integration ist natürlich harte Arbeit. Soll keine Kritik an dem von Dir zitierten sein, Du schriebst ja "einigermaßen"... Die Ratio ist eben nur ein Teil des Menschen, ein wichtiges Werkzeug, daß aber auch oft genug "im Weg steht", es ist ja nicht das einzige, nur das momentan gesellschaftlich (irgendwo krankhaft) bevorzugte. Ersteinmal erkennt man sie nicht, das stimmt. Deshalb sehe ich sie ja als wichtigen "Fingerzeig", als bloßes Symptom. Könnte man es über die Ratio so einfach erkennen oder verstehen, wäre sie ja überflüssig, man würde die "Fehler" ja nicht machen, nicht den "falschen" Weg oder Verarbeitungsweise nehmen. ("Fehler/falsch" in Anführungszeichen, da man sie erst im Nachhinein als solche interpretiert - sonst würde man sie ja nicht machen - und damit sind sie ja irgendwo auch "richtig" da man ohne sie nicht zu diesen Erkenntnissen käme...) Zustimmung, volle!
(...)
Ich halte mich auch nicht für klug...;-)...und schließe ja nicht aus, daß es auch sehr fähige Ärzte gibt. Allerdings habe ich in meinem Leben mehr gesehen, bei denen es eher daneben geht, als umgekehrt. Ist natürlich, wie bei jedem, subjektiv - ich wuchs neben einer Verwahranstalt für psychische Wracks auf und sah täglich die leeren Blicke, die Neuroleptika-Auswirkungen (...) Die Psychopharmaka hat sich seit Deiner Kindheit ( ;-) ) ja auch a'bissl weiter entwickelt ... Anfang des 20 Jahrhunderts amputierte man den "hysterischen Frauen" die Gebärmutter, zum Teil auch bei leichten Auffälligkeiten auch präventiv. Ich verteufele das Zeug nicht. Es ist immer der Fall der Abwägung zwischen dem Nutzen und dem Schaden. Nimm eine Krücke als Hilfe. Kein Gesunder braucht sie - der Kranke soll aber überlegen, ob ihm die Krücke mehr nützt (Fortbewegungsfreiheit) als Schadet (evtl. Entstehen neuer Muskelschäden durch die unnatürliche Haltung und asymmetrische Belastung).
(...)
Im Freundes- und Bekanntenkreis erlebte ich es ebenfalls, daß die eingesetzten Medikamente eher zu emotionaler Verflachung, roboterartigem oder gleichgültig/abwesenden Zuständen führten - oder zum Gegenteil (wie bei einer Freundin: erstes Medikament: innerlich noch "toter", abgeschnittener gefühlt, unterbrochen von extremen Wutausbrüchen; zweites Medikament, Zitat:"XTC ist n Scheiß dagegegen" aber wegen in der Öffentlichkeit absolut inadäquatem und auch sonst eher manischem Verhalten wieder abgesetzt; drittes Medikament: schwerster Rückfall inkl. Selbstverletzungen seit Jahren usw.) - daß solche Medikamente wirklich geholfen haben, erlebte ich noch nicht. Auch die (mehr oder weniger) zwangseingewiesenen, die ich zumindest kenne, erlebten die Behandlung eher als Folter als als Hilfe. Die emotionale "Verflachung, solange diese den Patienten selbst nicht stört, ist akzeptabel. Und "drei Medikamente mal probiert" ist echt unproffesionel. Die Suche nach dem geeigneten Stoff dauert lange Monate, wenn nicht Jahre, oft verändert die Dosierung die Wirkung, außerdem muss man die langzeit Medikation erst mal mehrere Wochen ausprobieren, denn sie wirkt oft erst dann, wie es soll, wenn eine bestimmte Wirkstoffkonzentration im Blut erreicht ist. Dass die Medikamente viele Nebenwirkungen haben, wie zum Beispiel bei vielen Antidepressiva die "Verschlimmerung" der Symptome am Anfang, weiß ja jeder - und jeder Arzt so wieso. Daher ist beim Ausprobieren eines neuen Wirkstoffes auch die ständige Beobachtung durch den Psychiater obligatorisch. In besonders schweren Fällen soll der Einstig in die Medikation auch in einer Klinik erfolgen. Ob eine Arznei nun "hilft" oder nicht, kann man in bestem Fall nach 6-8 Wochen erst urteilen, bei manchen Wirkstoffen erst nach 12 Wochen ...
Zum Thema allgemein "Medikamente helfen" - die "Hilfe" ist ein subjektiv empfundenes Kriterium.
(...) Wobei ich gegen psychische Therapien (Gespräche, Malen uvm) ja nichts einzuwenden habe - wenn man den passenden Therapeuten findet, kann das ja durchaus weiterhelfen, neue Sichtweisen aufzuzeigen, dabei helfen oder auch nur Gelegenheit bieten, diese selbst zu entwickeln. Das muss allerdings nicht unbedingt ein Arzt sein. Es muss individuell (zusammen)passen. Malen ... Gespräche ... tut auch gesunden gut. Was die Therapiewirkung für Psychisch Kranke angeht, so vertrete ich die Schulmedizinische Sicht der Dinge. Das bedeutet in diesem Fall - malt bitte, nur nicht auf die Kosten der Krankenkassen.
(...) Dazu muss im Kühlschrank ersteinmal was zu essen drin sein...glaub mir, ich bin zwar nicht der Klügste, aber ein wenig weiß ich, wovon ich rede. Wenn Du zwei drei Tage nichts gegessen hast und merkst, wenn Du so weiter machst, kannst Du Dich bald nicht mehr auf den Beinen halten (und das merkt "man", denn den Weg ins Bad schaffen die meisten psychisch Kranken ja doch noch...), dann handelst Du! Ob Du selber losgehst oder jemanden darum bittest (so schwer mir das auch fällt ;-)), egal, Du handelst. Ich verweise da auf Deine Depression/Überlebenskampf-Anmerkungen in der pforg ("Arbeitslager" wenn ich mich recht entsinne?).. Jaen.
Meine "Arbeitslagertheorie" bezieht sich primär auf die Borderline, Zwang- und Angstpatienten. Also Menschen, bei denen der Überlebenskern (meine laienhafte Zusammenfassung) nicht ganz lahm gelegt ist. Bei Depressiven ist es oft nicht der fall. Dass sie Deiner Meinung nach "ins Bad schaffen" ist ein Irrtum ... es hängt natürlich alles von der Schwere der Depression ab.
Frage wer hat alles psycho dingsbums?
Ich glaube, ich nicht.
Ich hatte in frühester Jugend übrigens so ähnliche Plastikpanzer und Spielzeugsoldaten wie Du, ich kam mir mit 13 dann aber zu alt vor, um mich mit dem Zeug noch abzugeben.
ich kam mir mit 13 dann aber zu alt vor, um mich mit dem Zeug noch abzugeben.
:haha:
Denn jeder, auch der psychisch Kranke, reagiert primär so, als seinen alle mit den gleichen Fähigkeit und Unfähigkeiten ausgestattet, wie einer selbst. Das Verständnis für die Andersartigkeit und Einzigartigkeit ist meiner Meinung nach immer sekundär. Einige brauchen sehr kurz um sich daran zu erinnern, die anderen länger.
Sehr wahr, mit das Wichtigste und Schwierigste, sich diese Sicht so oft wie möglich zu erinnern.
Meine Sichtweise ist oft recht "speziell", daß vergesse ich auch gern - ganz davon ab, daß schwarz-weiß-Denken so schön einfach ist...
Wer heilt (oder auch nur (weiter)hilft), hat schon recht (ohne Ironie gemeint!).
... es hängt natürlich alles von der Schwere der Depression ab.
Ja, auch das vergesse ich gern, daß "der" Mensch und seine (jeweilige wie auch "die") Welt so ganz anders und extremer (in beide Richtung, schön & schrecklich...) sein kann - nicht nur als ich es mir vorstelle, sondern wohl auch, als ich dies kann.
Deiner Meinung nach [...] ist ein Irrtum. Immer wieder gern. :)
Ich hatte in frühester Jugend übrigens so ähnliche Plastikpanzer und Spielzeugsoldaten wie Du, ich kam mir mit 13 dann aber zu alt vor, um mich mit dem Zeug noch abzugeben.
Nur sein Körper altert. Sein Geist wird jünger.
Mal ganz durch die Blume gesprochen.
NukNuk
(Ich werde abhängig, sobald ich etwas anfasse. Alkohol, Cannabis, Nikotin - mehr hab ich mich nicht getraut. Und für mich sind diese Stoffe ganz eindeutig schlecht: Von Alkohol und Cannabis werde ich depressiv, von Nikotin sterb ich auf Dauer :D)
Auf Dauer sterben wir alle, Leo.
Auf Dauer sterben wir alle, Leo.
Kein Grund, mein wunderbares Leben vorzeitig zu beenden. Noch dazu in den Fängen einer sinnlosen Sucht mit einer schrecklichen Krankheit, durch diese Sucht bedingt.
Nur, weil man von Fix zu Fix rennt und sich sein Nikotin reinballert ... nein nein, da bleib ich lieber abstinent, auch wenn es manchmal noch so schwer sein mag.
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