Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein WM-Tagebuch 2010
Morgen also...
Morgen geht es los. Vergesst die Ölpest vor Amerika und den Palästinakonflikt, vergesst Lena und den vakanten Bundespräserposten, vergesst Islamisten, Palästinenser und den Ghaza-Streifen, Bundeswehr und vergesst sogar Griechenland und Dieter Bohlen.
Alles nämlich egal.
Morgen ist es soweit. Morgen gibt es weltweit, sogar in Nordkorea, nur noch ein Thema: in Nürnberg beginnt das Afrika-Festival.
Weil mich das aber nicht interessiert, werde ich mich ab morgen lieber der Fussball-WM widmen, in fast the same procedure like every 4 years, allerdings diesmal mit einem gravierenden Unterschied: diesmal sperre ich nämlich meine Familie nicht weg, sondern werde sie zur Teilnahme an diesem globalen Ereignis zwingen, weil a) die Kinder mittlerweile groß genug sind, die Abseitsregel zu verstehen und b) ich die Idee, meine Frau mit der Kreditkarte bis zum Ende der WM auszusperren, mit dem ungefähren Gegenwert des Hauptgewinns in der "offziellen Partner der Nationalmannschaft"-Schwachmaterei bezahlt habe.
Ich weiß nicht... seit Klinsmanns Kasperei beim FC Bayern und seit Fussball-"Vize"-Gott Ballack in den letzten 4 Jahren keinen einzigen verdammten Titel geholt hat, seit Olli Kahn und Jens Lehmann in Rente sind, seitdem kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass BILD, die Blödel-"Partner der Nationalmannschaft" und die ganzen "we support our troops in World-Championship"-Fahnen-ans-Auto-Hänger der deutschen Unterschicht irgendwie den Blick für die fussballerischen Realitäten verloren haben...
Sehen wir den Tatsachen ins Auge: eine Mannschaft, die als Stürmer Senioren wie Klose, Chancentöter wie Gomez und offensichtliche Freaks wie Lukas "Prinzenrolle rückwärts" Podolski ins Fussballfeld der Ehre schickt, die kann sehr dankbar sein, wenn sie es über das Viertelfinale hinaus schafft.
Einziger Trost - Ballack spielt nicht mit und Lahm ist Kapitän. Da könnten wir vielleicht sehr wohl doch Weltmeister werden, weil Ballacks Karma nicht mehr die Mannschaft ´runterzieht. Lahm ist immerhin deutscher Meister und Löw immer noch der schönste deutsche Trainer ever.
Fester Vorsatz bis hierher: ich werde diesen Gegenstand, der wie ein Klistier aussieht und sich "Vuvuzela" nennt, nicht kaufen und schon gar nicht blasen, weiterhin kein Bitburger Dreckspils trinken und der Blitz soll mich treffen, wenn ich mir einen Hyundai kaufe.
So reichet mir also Chips, Cola, Salzstängelchen und den Aschenbecher und rückt mir das Kissen zurecht. Von mir kanns los gehen.
Deutschland ist eine Turniermannschaft. Die Italiener halten sich für eine.
DreadfulGreat
11.06.10, 13:26
Lukas "Prinzenrolle rückwärts" Podolski:haha:
Ich finde die Mannschaft aus relativ jungen und unverbrauchten Kräften sehr sympathisch und vielversprechend. Michael "Was spielst du denn fürn Scheiß?" Ballack vermisse ich nicht.
Und was passiert, wenn Messi oder Robben über rechts gegen Badstuber überfallartige Tempodribblings ansetzen, sehen wir, wenn es soweit ist.
Badstuber ist sicherlich nicht die Problemzone in dieser Mannschaft.
Ein Problem haben wir, wenn Jogi Blöd Trochowski und Podolski im Mittelfeld spielen lässt.
Und Khedira muss gegen die großen Gegner dichthalten.
DreadfulGreat
11.06.10, 14:00
Badstuber ist sicherlich nicht die Problemzone in dieser Mannschaft.Aber sowas von.
Jogi BlödWas soll das jetzt? Ist der für dich auch ein Ausländer?
Aber sowas von.
Blödsinn.
Badstuber hat in seiner einen Saison schon mehr Spiele gegen Top Gegner gemacht, als die anderen Pfeiffen es in ihrer ganzen Karriere schaffen werden.
Was soll das jetzt? Ist der für dich auch ein Ausländer?
Er ist ein schlechter Trainer.
Seit die Nationalmannschaften von GB Frankr.und der BRD als FC. Afrika auflaufen interessiert mich dieser WM Müll nicht mehr.
Ja, finde ich schade, da mit Leuten wie Badstuber Höwedes und Hummels alleien schon für die Verteidigung 3 deutsche Verteidiger da wären, wodurch Ausländer wie Tasci und Aogo nicht von Nöten wären.
Kießling ist der beste deutsche Spieler und spielt trotzdem nicht und der starke Frings wird für einen deppischen Ausländer wie Khedira ersetzt.
DreadfulGreat
11.06.10, 14:38
Blödsinn.
Badstuber hat in seiner einen Saison schon mehr Spiele gegen Top Gegner gemacht, als die anderen Pfeiffen es in ihrer ganzen Karriere schaffen werden.Gemacht - ja. Scheiße ausgesehen - auch.
Er ist ein schlechter Trainer.Sagt - wer? Ich meine jetzt, außer dir?
DreadfulGreat
11.06.10, 14:42
Ausländer wie Tasci und Aogo
einen deppischen Ausländer wie KhediraDas sind keine Ausländer, Jungchen. Sonst könnten sie gar nicht für die Nationalmannschaft spielen :)
Willst du dich nicht lieber aus diesem Strang über Fußball raushalten? Du kannst weder ein Tippspiel integrieren noch hast du irgendwelchen Schimmer von der Sportart :mad:
Bei meinem Gewinn der Fupballweltmeisterschaft in Bern 1954 hat ganz Deutschland geschrien "Hurra wir sind wieder wer"!
Das sind keine Ausländer, Jungchen. Sonst könnten sie gar nicht für die Nationalmannschaft spielen :)
Natürlich.
Man muss nur die Staatsbürgerschaft eines Staates besitzen.
Dazu muss man weder aus dem Land kommen, das das Staatsgebiet des Staates bildet, noch muss ein Staat sich über ein bestimmtes Volk oder Gebiet erstrecken.
Willst du dich nicht lieber aus diesem Strang über Fußball raushalten? Du kannst weder ein Tippspiel integrieren noch hast du irgendwelchen Schimmer von der Sportart :mad:
1. Scheinst du keine Ahnung zu haben, da alle Experten Badstuber eine grandiose Saison attestieren und er mit Bayern auf höchstem Niveau gespielt hat, van Gaals Vertrauen genießt und nach einer einzigen Saison schon in der Nationalmannschaft spielt.
2. Bin ich Moderator, was mich nicht befähigt ein solches Tippspiel einzubauen.
Fingerzeiger
11.06.10, 22:07
Gegen ManU sah Badstuber nicht so gut aus(okay, Nani ist ja verletzt - halb so schlimm). Bislang bin ich nicht von der WM begeistert - die Vuvus nerven schon jetzt, außer diesem Hornissengestöhne ist kaum Stimmung im Stadion
Na, war das eine Auftaktfeier? Macht man so eine Auftaktfeier?
Also, die Afrikaner machen jedenfalls so eine Auftaktfeier. Der Afrikaner selbst mag es ja gerne farbenfroh und bunt, deswegen nennt man ihn ja auch „Farbiger“. Wer befürchtet hatte, es würde nur getrommelt und getanzt und gewirbelt, der wurde nicht enttäuscht. So ist er halt, der Afrikaner. Er trommelt und tanzt gerne dazu. Und er schnackselt gerne. Das hat Gloria von Turn- und Tatnix gesagt. Dafür hat er es nicht mit der Pünktlichkeit. Denn während die Handwerker noch letzte Hand ans Stadion legten und Parkplätze bauten, hielt der afrikanische Stammeshäuptling oder Präsident eine Rede vor halbleeren Rängen (die andere Hälfte soll pünktlich zum Anpfiff fertig werden) und betonte, die Wiege der Menschheit liege in Afrika. Da wollen wir sie auch schön liegen lassen.
Dann das Auftaktspiel. Der Weltrangliste 78ste Südafrika gegen den Weltranglisten 17ten Mexiko. Eine wunderbare Partie. Wenn man sie nicht ansehen muss. Die Mexikaner beginnen ziemlich entspannt und schieben sich volle 2 Minuten den Ball zu, während die Afrikaner, die nix zum Trommeln oder zum Schnackseln haben, wie die Hummeln um die Mexikaner herumrennen. Die Zuschauer im Stadion (die andere Hälfte ist eingetroffen) machen das passende Geräusch dazu mit ihren Vuvuzelas. Und rufen, wenn sie nicht gerade vuvuzelen, „Bafana, Bafana“, was der Spitzname der Südafrikaner ist und übersetzt ungefähr soviel bedeutet wie „sinnloses Herumrennen ohne Talent und Verstand“. Die Mexikaner sind schwer relaxed und vertändeln ein paar Torchancen, während die Südafrikaner sichtlich frustriert und vuvuzelagebrummelt ihnen im Weg herumstehen. So geht das bis zur ersten Halbzeit.
Nach der Halbzeit sind die Südafrikaner wie ausgewechselt, obwohl sie es gar nicht wurden. Die Mexikaner, immer noch auf Kinderfußball eingestellt, werden unaufmerksam und plötzlich taucht wie ein Schatten aus dem Schatten der Südafrikaner, der wie Hundefutter heißt, Tschabalala, was soviel bedeutet wie „rennendes Hundefutter“, vor dem mexikanischen Tor auf und klatscht den Mexikanern in einem begeisternden Sturmlauf das 1:0 zwischen die Pfosten.
Die Mexikaner reagieren daraufhin plötzlich gar nicht mehr so lässig und verkrampfen sich, während die Südafrikaner beschließen, dass sie sich keine Mühe mehr geben müssen, weil sie gewonnen haben. So viel laissez-fair geht natürlich auch nicht auf Dauer gut und während die südafrikanischen Fans mit hochrot-schwarzen Köpfen vom Vuvuzelapusten auf den Rängen singen, feiern, schnackseln und tanzen, wackelt das Netz der Südafrikaner und die Mexikaner haben ausgeglichen. In der Folge zappeln noch beide Mannschaften ein wenig umeinander herum, trennen sich jedoch mit einem gerechten und sinnlosen 1:1. Wenn beide Mannschaften ihre Spielunkultur durchhalten, dann wars das bis zum Achtelfinale und wir sagen „tschüss“ und „gottseidank“,
Kommen wir zum absoluten Knallerspiel des heutigen Abends. Die Weltmeister aus Uruguay gegen die Weltmeister aus Frankreich. Zwei große Mannschaften mit großer Tradition und jeweils blutrünstiger Nationalhymne (wie der Untertitel verrät, singen die „Urus“: „Orientalen, die Heimat oder das Grab“, was ich die wohl seltsamste Hymnenzeile ever halte) treten gegeneinander an, um eher zu sterben, als nicht Weltmeister zu werden.
Tja...
Was soll ich sagen? Das wohl miserabelste Spiel der ganzen bisherigen WM, langweilig, zäh, hölzern, zum Gähnen. Sogar der Sportreporter kommentiert zwischendurch eher das freie Training zur Formel 1 und der Bundesklinsmann, den irgendjemand aus der Gruft des Vergessens gezogen hat, darf ganze 5 Sätze schwäbeln. Ansonsten sind beide recht ruhig und nur die Vuvuzelas brummen. Es gibt halt auch über dieses Spiel nicht viel zu sagen: der beste Mann auf dem Platz ist der Schiedsrichter, der als Highlight einen Uruguayer vom Feld schmeißt, weil die alle angefangen haben, sich vor Ödnis gegenseitig umzutreten.
Ehrenhalber sei angemerkt, dass die „equipe Tricolore“ mitnichten in drei, sondern nur in einer Farbe spielte und die war blöderweise weiß, was wohl permanent zu Verwechslungen mit den in hellblau spielenden Uruguayern führte. Nichtsdestotrotz: beide Seiten gehören wegen Diebstahls von Lebenszeit verklagt. Das 0:0 haben beide redlich verdient.
Meine Familie hat sich ordentlich benommen und sie sind alle nach einer Viertelstunde weggenickt.
Aus dem deutschen Führerhauptquartier verlautbart, dass Ballack nicht spielt. Klose auch nicht. Selbst, wenn er auf dem Platz steht. Die Italiener machen Falltraining. Wie bei jedem Turnier.
Bei meinem Gewinn der Fupballweltmeisterschaft in Bern 1954 hat ganz Deutschland geschrien "Hurra wir sind wieder wer"!
Und gesungen:
Deutschland, Deutschland über alles . . . . .
(wie ich es noch in der Schule gelernt habe!)
:-D
Bei meinem Gewinn der Fupballweltmeisterschaft in Bern 1954 hat ganz Deutschland geschrien "Hurra wir sind wieder wer"!
Stimmt bis 1990 hatten wir auch noch eine deutsche Nationalmannschaft, da konnte jeder mitfiebern. Heute tun das nur Volksverräter und Masochisten. Ich hoffe, daß der DFB-Multikultisauhaufen in der Vorrunde rausfliegt. Jedenfalls werde ich dafür die Daumen drücken, dann ist die visuale Schande für Deutschland nicht ganz so groß.
Fingerzeiger
13.06.10, 11:39
Ich als masochistischer Volksverräter hoffe auch ein 3-0 mit Toren von Özil, Khedira und dem eingewechseltem Cacao, dazu kraftvoll und leidenschaftlich vorgetragender Offensivfussball, so wie er bislang noch nicht zu sehen war.
Unbelehrbar
13.06.10, 12:43
Hätten die nicht diese dämlichen Tröten verbieten können.
Das Spiel England-USA war dadurch nicht nur Augenkreps erregend, sondern auch noch hörschädigend. :mad:
Man versteht ja nicht mal mehr den blöden Kommentator richtig.
Hätten die nicht diese dämlichen Tröten verbieten können.
:ilum: Da stecken doch Fußballhasser und/oder Rassisten dahinter...:madgrin:
...aber Ohrstöpsel sollen in Kapstadt schon ausverkauft sein :D
Hätten die nicht diese dämlichen Tröten verbieten können.
Wieso denn?
Die Neger sind nunmal die Gastgeber und mögen das halt. Vielleicht hassen sie auch die Gesänge der europäischen Fußballfans. Sei ihnen doch gegönnt, dass sie diesmal eine für sie schöne WM gestalten dürfen.
Man kann ja immer noch abschalten - so wie ich. :-)
Großleinwandveranstaltungen fallen deshalb natürlich diesmal aus für mich - könnt ich nicht ertragen, wenn man nicht mal leiser drehen kann.
Ist aber nunmal so und ich kann doch nicht erwarten, dass die Neger-Gastgeber nach meiner Pfeife tanzen... Negertröte olé! :-D
Unbelehrbar
13.06.10, 13:38
Wieso denn?
Die Neger sind nunmal die Gastgeber und mögen das halt. Vielleicht hassen sie auch die Gesänge der europäischen Fußballfans. Sei ihnen doch gegönnt, dass sie diesmal eine für sie schöne WM gestalten dürfen.
Man kann ja immer noch abschalten - so wie ich. :-)
Großleinwandveranstaltungen fallen deshalb natürlich diesmal aus für mich - könnt ich nicht ertragen, wenn man nicht mal leiser drehen kann.
Ist aber nunmal so und ich kann doch nicht erwarten, dass die Neger-Gastgeber nach meiner Pfeife tanzen... Negertröte olé! :-D
Hast ja recht. Wenn man meint, die WM dort austragen zu müssen, dann muss man das wohl ertragen. Meine Entscheidung war es ja aber nicht.
Gibt es die WM wohl mit teilweise ausgeschaltetem Ton.
Meine Schwiegereltern kamen heute überraschend zu Besuch, hurra. Und was haben Sie dabei? Rischtiiisch: eine Vuvuzela für den Jüngsten. Ein wunderschönes Geschenk, denn sie können mich nicht leiden, weil ich keine Deutschlandflagge am Auto habe, ich Unpatriot. Hätten sie ihm einen Presslufthammer geschenkt, sie hätten ihm und mir keine größere Freude machen können.Er hat sich auch gleich gerächt und ist mit dem Ding blasend um sie herumgerannt. Sie gingen dann folgerichtig ziemlich schnell, ich hab dem Zwerg die Tröte abgenommen, bevor ich sie ihm um den Hals wickle, umgedreht und eine Kerze reingesteckt (der Tröte, nicht dem Filius). So haben wir jetzt einen wunderschönen schwarz-rot-goldenen Kerzenhalter, bevor es um 13:30 mit dem ersten Knallerspiel losging:
Republik Korea (das sind die guten Koreaner) gegen Griechenland (das sind die bösen Europäer). Bei diesen Arten von Paarungen von Kanonenfuttermannschaften ist es ja so, dass man sich als Zuschauer das einigermassen angeekelt betrachtet, denn es will ja keiner einen Fehler machen. Die Griechen machen ihn dann doch, weil sie nicht so richtig wissen, wie Fußballspielen geht – gut, wen Gott strafen will, dem gibt er eben Otto „Libero“ Rehagel als Trainer. Folgerichtig machen die Südkoreaner, die alle Lee, Kim oder Park heißen, erst das erste Tor, dann das zweite Tor. Zwischendrin traben orientierungslose Griechen über den Platz und blamieren so sämtliche Mannschaften, die gegen sie jemals in einer EM verloren haben. Otto sitzt daneben und bohrt in der Nase, was noch das Spannendste ist, was die Griechen zu bieten haben. Nach 90 Minuten, die ich nicht voll gesehen habe, weil ich zwischendurch eingenickt bin (wie der Rest der Familie auch), ist der Krampf vorüber und Süd-Korea ist überraschend Gruppenführer der Gruppe B.
Dann das Hammerspiel Argentinien gegen den geheimen Geheimfavoriten Nigeria. Erwartet habe ich ja, dass die Argentinier, für die ihr Trainer Diego „Moppel“ Maradonna laut Eigenaussage sogar töten würde, die Nigerianer mit so ca. 24:0 vom Platz hauen, aber weit gefehlt: die Südamerikaner spielen 4 Minuten frisch auf, machen dann ihr Tor und tun dann so, als ginge sie das Ganze nichts mehr an. Tut es irgendwie auch nicht, denn den Nigerianern fehlen schlicht die spielerischen Mittel, um gegen die kompakt stehenden Faulenzer und Ökonomen aus der Pampa einen Stich zu machen. Selbst der Kameraführung wird es mit der Zeit langweilig und sie zeigen Diego Maradonna, der wie Mussolini am Balkon in seiner Trainerzone auf und ab hüpft, gestikuliert und sich aufregt, gelegentlich unterbrochen von Bildern, wie irgendein Argentinier auf den Boden spuckt. Nach 90 Minuten fallen die Nigerianer völlig platt vom Platz, während die Argentinier kichernd in den Katakomben verschwinden.
Und schließlich, das letzte Oberhammerspiel des Tages: die beste Mannschaft des Universums, England, gegen die fußballerische Kolonie USA, just like in old times.
Die Engländer haben Superstars wie Rooney und Gerard und machen das 1:0 ziemlich fix nach 4 Minuten, während die Amerikaner noch dabei sind, ihre Hosen nach oben zu ziehen. Leider haben die Engländer auch Pfeifen wie Green, der genau diese Farbe auch hinter den Ohren hat und jener lässt einen Kullerer, den der Amerikaner Dempsey mehr so zum Spass auf das Tor „geschossen“ hat, als Rache dafür, dass er von der eigenen Mannschaft gemobbt wird, ins Tor rollen und die Amerikaner haben ausgeglichen. Großer Jubel bei den Kolonisten, ein schlecht gelaunter Capello bei den Engländern und ein sehrsehr zorniger Rooney auf dem Platz, der im ganzen Spiel nur 2-3 Pässe, die diesen Namen auch verdienen, bekommen hat. Die Engländer versuchen es noch mit ein paar halbherzigen Angriffen, die der an diesem Tag wohl weltbeste amerikanische Torwart Howard locker hält, der Schlusspfiff sorgt für Jubel bei der Mannschaft aus Übersee und für enormen Frust bei der tollsten Mannschaft des ganzen Turniers. They are not amused.
Unterm Strich bleibt ein durchwachsener WM-Tag mit den nahezu blamablen Vorstellungen zweier Top-Mannschaften und einer Kerzenhaltervuvuzela. Und einem kaputten Fernseher, weil ich meine Colaflasche in den Bildschirm geschmissen habe, als Waldemar „Wurstfinger“ Hartmann im Anschluss an das England-Spiel die unlustigste Sendung des Universums präsentierte. Aus dem deutschen Hauptgefechtsstand wird verlautet, das Löw seinen Masterplan stehen hat und Trochowski wohl gegen seinen Willen (und den der restlichen Mannschaft) spielen wird. Au backe.
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DreadfulGreat
13.06.10, 15:55
Gegen ManU sah Badstuber nicht so gut aus(okay, Nani ist ja verletzt - halb so schlimm). Bislang bin ich nicht von der WM begeistert - die Vuvus nerven schon jetzt, außer diesem Hornissengestöhne ist kaum Stimmung im Stadion:thumbsup: FZ!
Ich als masochistischer Volksverräter hoffe auch ein 3-0 mit Toren von Özil, Khedira und dem eingewechseltem Cacao, dazu kraftvoll und leidenschaftlich vorgetragender Offensivfussball, so wie er bislang noch nicht zu sehen war.gefettet
Auch ich bin enttäuscht. F - garnix, EN - kaum was, AR - auch kaum was, damit haben die Mannschaften, die im Favoritenkreis sind, wirklich bis jetzt nichts vorzuweisen. Ich bin wirklich gespannt, was heute D gegen AUS spielt, oder besser, was AUS zulassen wird. Mir scheinen die Aktien von Jogis Jungs nur ziemlich gestiegen zu sein, was die Titelchancen angeht...
@Thilo S.
:haha: thruth well told :thumbsup:
Ich könnte mir vorstellen, dass diese Negertrompeten neben der nervigen noch eine hypnotisierende Wirkkomponente haben könnten. Vielleicht kommt das deswegen nicht in Gang. Bei so nem monotonen Gebrumme muss doch das Nervenkostüm in Mitleidenschaft gezogen werden.
Ich könnte mir vorstellen, dass diese Negertrompeten neben der nervigen noch eine hypnotisierende Wirkkomponente haben könnten. Vielleicht kommt das deswegen nicht in Gang. Bei so nem monotonen Gebrumme muss doch das Nervenkostüm in Mitleidenschaft gezogen werden.
Den Eindruck hab ich auch... :fry:
Wir können uns wohl auf überwiegende Unentschieden einstellen :mad:
...und ich brauch 'ne Extradosis Hopfen (http://de.wikipedia.org/wiki/Hopfen)! :ddr:
DreadfulGreat
13.06.10, 17:27
...und ich brauch 'ne Extradosis Hopfen (http://de.wikipedia.org/wiki/Hopfen)! :ddr:Glaubichdirnich. Du meinst wohl Hopfen (http://de.wikipedia.org/wiki/Hanf) :-D
Glaubichdirnich. Du meinst wohl Hopfen (http://de.wikipedia.org/wiki/Hanf) :-D
Nö, dafür (http://de.wikipedia.org/wiki/Hanf) wird man ja in der BRD politisch verfolgt... :angry:
...kann ich mir zZ nicht leisten. :mad:
EddieTheEagle
13.06.10, 21:29
mal eine frage an die wissenden:
sind die live-bilder, die aus suedafrika kommen, international identisch? da laufen doch nicht kamera-teams von x tv-sendern rum, oder?
Müsste überall gleich sein
DreadfulGreat
13.06.10, 22:32
Mir scheinen die Aktien von Jogis Jungs nur ziemlich gestiegen zu sein, was die Titelchancen angeht...
4:0 gegen die Ozzies... nicht schlecht.
Es bleiben BR / ES / NL, die man beobachten muss.
@Volker
Bradstuber wurde heute einmal (1x!) geprüft, da musste er foulen ;-)
EddieTheEagle
13.06.10, 22:47
ich bin stolz, ein deutscher zu sein!
gut, der australier ist kein wirklicher gegner sondern eigentlich nur der abschaum des briten. trotzdem kann man unsere truppen, verzeihung!, mannschaft zu ihrem kampfeswillen, dem mut und der ueberlegenen strategie nur beglueckwuenschen.
allerdings muss auch kontruktive kritik geuebt werden. die gelben karten gegen oezil und cacau wegen undeutschen verhaltens waren gerechtfertigt. pfui!
ueberhaupt: oezil, cacau, podolski. was sind denn das fuer namen? auch schweinsteiger deutet auf wurzeln im saudi-arabischen oder iranischen kulturkreis hin. wurden diese leute auf ihre voelkischen wurzeln ueberprueft?
wer war der verantwortliche sachbearbeiter?
aber das soll uns diesen freudentag nicht vergaellen, kameraden. zumal es guter deutscher tradition entspricht, auch minderrassige hilfstruppen einzusetzen, wenn es um den endsieg geht.
derer werden wir uns schon zu entledigen wissen, wenn die weltherrschaft, entschuldigung!, -meisterschaft errungen ist.
prosit!
Der Vuvuzela*-Filter! (http://www.surfpoeten.de/tube/vuvuzela_filter)
*also die Negertröten mit dem Hornissenklang
:masse:
Nachtrag: ein Spiegel-Artikel (http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,700434,00.html) dazu
und noch ne Weichware dazu: http://blog.elektrowolle.de/?p=51
Sieht so aus, als würden da in den nächsten Tagen noch ein paar kleinere Programmvarianten dazukommen - ein Anfang ist gemacht.
Fingerzeiger
14.06.10, 07:50
Ich als masochistischer Volksverräter hoffe auch ein 3-0 mit Toren von Özil, Khedira und dem eingewechseltem Cacao, dazu kraftvoll und leidenschaftlich vorgetragender Offensivfussball, so wie er bislang noch nicht zu sehen war.
Verdammich - 4-0 und nur Cacao stimmte:cool:
Aber mit dem Offensivfussball stimmte(gegen einen schwachen Gegner, aber immerhin).....da habe ich jetzt meinen inneren Reichsparteitag
Nu ja, wir können uns ja über das Ergebnis nicht beschweren: (chronologisch)
2 : 0 für Polen
1 - 0 für Deutschland
1 : 0 für Brasilien
:-D
Heute kommt meine Lieblingsfrau vom Tanken und was hat sie dabei? Rischtiiiisch: eine Vuvuzela. Die gab es nämlich kostenlos, wenn man mehr als 5 Liter tankt. Selbstverständlich habe ich sie ihr abgenommen. Bei mir zu Hause trötet nur einer – und das bin ich! Ich kann das Teil aber trotzdem gut verwenden: man kann nämlich prima dieses Höllenteil umdrehen und hat so einen klasse Trichter, um Benzin in den Rasenmäher zu füllen. Was ich auch getan habe. Damit niemand auf den irren Gedanken kommt, hinter meinem Rücken zu möpen.
Heute spielt Deutschland. Hoffentlich. Die Autos der Unterschicht dahren nicht mit einer, nicht mit zwei, nein, der Trend geht hin zu 4 Fahnen am Corsa. Es sieht aus, als wären überall kleine Segelschiffchen auf der Autobahn unterwegs. Nicht schön. Immerhin erkennt man jetzt die Mischehen in Deutschland, denn da hängen dann beispielsweise links die deutschen und rechts die „sonstige Teilnehmer“-Fähnchen.
Drei Spiele stehen auf dem Programm. Im ersten Spiel werden Algerien und Slowenien, die Fußballgiganten aus der fußballerischen Ödnis ihrer jeweiligen Kontinente gegeneinander antreten.
Drücken wir es mal so aus: bei manchen Mannschaften fragt man sich, wie die es geschafft haben, zu einer WM zu kommen – bei den beiden spielverleugnenden Zeitdieben frage ich mich, wie man sie wieder entfernen kann. Was die beiden Kasperteams da abliefern, nennt man in der Fußballfachsprache wohl „auf Konter lauern“ – ich würde es als sinnbefreites Umeinanderkreisen im Mittelfeld bezeichnen. Die 22 Kappen da unterhalten sich damit, wahlweise den Gegner mit Fehlpässen zu bedienen oder den Ball ins Aus zu dreschen. Nach der Halbzeit werden sogar die Teufelstrompeten leiser, weil die Zuschauer reihenweise einnicken. Die Spieler auch. Nachdem jedenfalls trotz Wechsel mit den Füßen nichts erreicht wird, probiert es der Algerier Ghezzal zur Abwechslung mal mit der Hand und fliegt folgerichtig vom Platz, weil auch der Schiri keinen Bock mehr auf diese offensichtliche Arbeitsverweigerung hat. Der Witz dabei: keinem fällt das größer auf. Nach 79 Minuten nimmt sich der Slowene Koren endlich mal ein Herz und stolpert von 20 Metern einen Ball auf den schläfrigen algerischen Keeper, der, in Unkenntnis seiner Aufgabe, den Ball passieren lässt. Das war es dann auch schon und diese Mitternachtsmesse endet mit einem unverdienten Sieg der gleich schlechten Mannschaft.
Apropos Ex-Jugoslawien: auch das zweite Spiel beginnt unter dem Motto „hoffnungsvolle Afrikaner gegen hoffnungslose Ex-Teilrepubliken“. Ghana, „die Schwarzen Sterne“, gegen Serbien, „die Thronfolgerattentäter“. Eigentlich könnte ich den obigen Absatz bezüglich des Spiels Wort für Wort abschreiben, aber Quark wird auch dadurch nicht besser, dass man ihn breit tritt. „Lang und breit treten“ könnte auch das Motto dieses Grottenkicks gewesen sein. Einziger Unterschied zu der obigen Schlaftablette: diesmal ist es ein Europäer, der sich im Handball versucht. Leider ist er dumm genug, dies im eigenen Strafraum zu probieren. So etwas bleibt nicht ungerächt aber nicht ungerecht, die Ghanaer kriegen den fälligen Strafstoß und führen 1:0. Bemerkenswert bleibt an diesem Spiel eigentlich nur, dass die Serben nicht Kevin „Prince“ Boateng für uns zusammengetreten haben. Wenn man nicht alles selbst macht…
Schlussendlich ist die Mannschaft heute dran, die die BILD grundsätzlich „wir“ und „unsere Jungs“ nennen würde, wenn die BILD eine australische Zeitung wäre. So aber spielt Australien heute gegen „uns“. Aus der letzten WM sind die Australier eigentlich als eine Mannschaft bekannt, die ein Gegentor braucht, um 2:1 zu gewinnen und nur ein ungerechter Elfer hat dafür gesorgt, dass sie heimfahren mussten. Die Erwartungen sind also hoch – an die Australier.
Dummerweise treten die Socceros mit genau den gleichen Leuten wie vor 4 Jahren an. Die sind immer noch gut – aber eben 4 Jahre älter. Aber immerhin: die „Seniors“, wie sie im Volksmund nicht genannt werden, legen los wie die sydneysche Feuerwehr und haben nach 4 Minuten ihre erste Chance. Und ihre letzte. Deutschland ist Neuer. Sowohl, was die Spieler, als auch den Torwart betrifft. Anscheinend lässt es sich ohne Ballack besser spielen, denn nach lediglich 8 Minuten trifft Podolski mehr versehentlich nach einer unbeabsichtigten Flanke von Müller zum 1:0. Nur ein paar Minuten später – die Australier haben sich mit ihrem üblichen Rückstand eigentlich abgefunden – kommt Lahm aus irgendeiner unvermuteten Ecke und trifft den Kopf von Kopfballgott Miro Klose und der klatscht das 2:0 ein. Bis zur Pause müssen sich die Aussies dann noch ein wenig verarschen lassen und dürfen dann in die Kabine. Nach der Pause rächt sich der Australier Neill an Klose und rammt ihm das Knie in den Rücken und kriegt gelb dafür, während Klose fast weinen muss vor Glück. Endlich versucht ihn ein Spieler wieder zu stoppen. Einige Zeit später macht Cahill das Gleiche mit Schweinsteiger und fliegt vom Platz und tschüss.
Nach 68 Minuten schließlich darf auch Müller sein Tor schießen, weil es heute jeder mal probieren darf und oft genug probieren es „unsere Jungs“ ja.
Und 3:0 ist ja auch ein schönes Polster und so kann sich Löw den ein- oder anderen Witz erlauben. Voller Verachtung für den Gegner wechselt er Klose aus und Cacau ein, um der Mannschaft ein multikulturelles Kolorit zu verpassen und der haut beim zweiten Ballkontakt den konsternierten und demotivierten Australiern das 4:0 um die Ohren.
Jetzt kann nichts mehr schief gehen und Löw geht sogar so weit, dass er den überragenden Özil gegen den einzigen Mann austauscht, der auf Drittliganiveau abfällt, wenn er ein Nationaltrikot auch nur sieht: Mario „Chancentod“ Gomez. Und auch hier wird Löw nicht enttäuscht, denn wo sogar ein Müller trifft – Gomez trifft garnix.
Als nach vergnüglichen 90 Minuten jenes erste echte Fußballspiel dieser WM endet, ist Deutschland plötzlich Titelaspirant aber „jetzt konschentriered mir uns erscht einmal auf Serbien mit högschter Konschendradzion“. Aber immerhin: Ein Ausrufezeichen ist gesetzt.
In Deutschland gibt es Corsa-Korsos und Bierduschen. In Italien wird schon überlegt, unter welchem Vorwand man Özil von der Fifa sperren lassen könnte.
DreadfulGreat
14.06.10, 16:52
das ganze *nette* VollzitatDas ist ja noch besser als drüben die Berichte von DSDS :haha:
Mann, da brauche ich die Grottenkicks ja nicht mehr schauen, ich lese es morgen bei Herrn S. nach :) Ab jetzt also nur noch Spiele von BR - D - ES - NL gekuckt - wenn du schreibst, dass Italien ordentlich spielt, kucke ich die dann auch.
Danke Thilo http://smilie-land.de/t/t-v/verneigen/verneigen0005.gif
Heute kommt meine Lieblingsfrau vom Tanken und was hat sie dabei? Rischtiiiisch: eine Vuvuzela. Die gab es nämlich kostenlos, wenn man mehr als 5 Liter tankt. Selbstverständlich habe ich sie ihr abgenommen. Bei mir zu Hause trötet nur einer – und das bin ich! Ich kann das Teil aber trotzdem gut verwenden: man kann nämlich prima dieses Höllenteil umdrehen und hat so einen klasse Trichter, um Benzin in den Rasenmäher zu füllen. Was ich auch getan habe. Damit niemand auf den irren Gedanken kommt, hinter meinem Rücken zu möpen.
Heute spielt Deutschland. Hoffentlich. Die Autos der Unterschicht dahren nicht mit einer, nicht mit zwei, nein, der Trend geht hin zu 4 Fahnen am Corsa. Es sieht aus, als wären überall kleine Segelschiffchen auf der Autobahn unterwegs. Nicht schön. Immerhin erkennt man jetzt die Mischehen in Deutschland, denn da hängen dann beispielsweise links die deutschen und rechts die „sonstige Teilnehmer“-Fähnchen.
Drei Spiele stehen auf dem Programm. Im ersten Spiel werden Algerien und Slowenien, die Fußballgiganten aus der fußballerischen Ödnis ihrer jeweiligen Kontinente gegeneinander antreten.
Drücken wir es mal so aus: bei manchen Mannschaften fragt man sich, wie die es geschafft haben, zu einer WM zu kommen – bei den beiden spielverleugnenden Zeitdieben frage ich mich, wie man sie wieder entfernen kann. Was die beiden Kasperteams da abliefern, nennt man in der Fußballfachsprache wohl „auf Konter lauern“ – ich würde es als sinnbefreites Umeinanderkreisen im Mittelfeld bezeichnen. Die 22 Kappen da unterhalten sich damit, wahlweise den Gegner mit Fehlpässen zu bedienen oder den Ball ins Aus zu dreschen. Nach der Halbzeit werden sogar die Teufelstrompeten leiser, weil die Zuschauer reihenweise einnicken. Die Spieler auch. Nachdem jedenfalls trotz Wechsel mit den Füßen nichts erreicht wird, probiert es der Algerier Ghezzal zur Abwechslung mal mit der Hand und fliegt folgerichtig vom Platz, weil auch der Schiri keinen Bock mehr auf diese offensichtliche Arbeitsverweigerung hat. Der Witz dabei: keinem fällt das größer auf. Nach 79 Minuten nimmt sich der Slowene Koren endlich mal ein Herz und stolpert von 20 Metern einen Ball auf den schläfrigen algerischen Keeper, der, in Unkenntnis seiner Aufgabe, den Ball passieren lässt. Das war es dann auch schon und diese Mitternachtsmesse endet mit einem unverdienten Sieg der gleich schlechten Mannschaft.
Apropos Ex-Jugoslawien: auch das zweite Spiel beginnt unter dem Motto „hoffnungsvolle Afrikaner gegen hoffnungslose Ex-Teilrepubliken“. Ghana, „die Schwarzen Sterne“, gegen Serbien, „die Thronfolgerattentäter“. Eigentlich könnte ich den obigen Absatz bezüglich des Spiels Wort für Wort abschreiben, aber Quark wird auch dadurch nicht besser, dass man ihn breit tritt. „Lang und breit treten“ könnte auch das Motto dieses Grottenkicks gewesen sein. Einziger Unterschied zu der obigen Schlaftablette: diesmal ist es ein Europäer, der sich im Handball versucht. Leider ist er dumm genug, dies im eigenen Strafraum zu probieren. So etwas bleibt nicht ungerächt aber nicht ungerecht, die Ghanaer kriegen den fälligen Strafstoß und führen 1:0. Bemerkenswert bleibt an diesem Spiel eigentlich nur, dass die Serben nicht Kevin „Prince“ Boateng für uns zusammengetreten haben. Wenn man nicht alles selbst macht…
Schlussendlich ist die Mannschaft heute dran, die die BILD grundsätzlich „wir“ und „unsere Jungs“ nennen würde, wenn die BILD eine australische Zeitung wäre. So aber spielt Australien heute gegen „uns“. Aus der letzten WM sind die Australier eigentlich als eine Mannschaft bekannt, die ein Gegentor braucht, um 2:1 zu gewinnen und nur ein ungerechter Elfer hat dafür gesorgt, dass sie heimfahren mussten. Die Erwartungen sind also hoch – an die Australier.
Dummerweise treten die Socceros mit genau den gleichen Leuten wie vor 4 Jahren an. Die sind immer noch gut – aber eben 4 Jahre älter. Aber immerhin: die „Seniors“, wie sie im Volksmund nicht genannt werden, legen los wie die sydneysche Feuerwehr und haben nach 4 Minuten ihre erste Chance. Und ihre letzte. Deutschland ist Neuer. Sowohl, was die Spieler, als auch den Torwart betrifft. Anscheinend lässt es sich ohne Ballack besser spielen, denn nach lediglich 8 Minuten trifft Podolski mehr versehentlich nach einer unbeabsichtigten Flanke von Müller zum 1:0. Nur ein paar Minuten später – die Australier haben sich mit ihrem üblichen Rückstand eigentlich abgefunden – kommt Lahm aus irgendeiner unvermuteten Ecke und trifft den Kopf von Kopfballgott Miro Klose und der klatscht das 2:0 ein. Bis zur Pause müssen sich die Aussies dann noch ein wenig verarschen lassen und dürfen dann in die Kabine. Nach der Pause rächt sich der Australier Neill an Klose und rammt ihm das Knie in den Rücken und kriegt gelb dafür, während Klose fast weinen muss vor Glück. Endlich versucht ihn ein Spieler wieder zu stoppen. Einige Zeit später macht Cahill das Gleiche mit Schweinsteiger und fliegt vom Platz und tschüss.
Nach 68 Minuten schließlich darf auch Müller sein Tor schießen, weil es heute jeder mal probieren darf und oft genug probieren es „unsere Jungs“ ja.
Und 3:0 ist ja auch ein schönes Polster und so kann sich Löw den ein- oder anderen Witz erlauben. Voller Verachtung für den Gegner wechselt er Klose aus und Cacau ein, um der Mannschaft ein multikulturelles Kolorit zu verpassen und der haut beim zweiten Ballkontakt den konsternierten und demotivierten Australiern das 4:0 um die Ohren.
Jetzt kann nichts mehr schief gehen und Löw geht sogar so weit, dass er den überragenden Özil gegen den einzigen Mann austauscht, der auf Drittliganiveau abfällt, wenn er ein Nationaltrikot auch nur sieht: Mario „Chancentod“ Gomez. Und auch hier wird Löw nicht enttäuscht, denn wo sogar ein Müller trifft – Gomez trifft garnix.
Als nach vergnüglichen 90 Minuten jenes erste echte Fußballspiel dieser WM endet, ist Deutschland plötzlich Titelaspirant aber „jetzt konschentriered mir uns erscht einmal auf Serbien mit högschter Konschendradzion“. Aber immerhin: Ein Ausrufezeichen ist gesetzt.
In Deutschland gibt es Corsa-Korsos und Bierduschen. In Italien wird schon überlegt, unter welchem Vorwand man Özil von der Fifa sperren lassen könnte.
Dann wollen wir doch hoffen, daß Dir Deine Lieblingsfrau mit dieser Tröte mal, wenn schon sonst nichts, dann wenigstens endlich mal den Marsch bläst!
:yesnod:
Zur Belohnung für den gestrigen Sieg gab es heute im Kindergarten ein schönes Geschenk für jedes Kind, gestiftet seltsamerweise von einer Brauerei, nämlich, rischtiiiisch: jeder Knirps hat eine Vuvuzela geschenkt bekommen. Als mein Jüngster mir voller Stolz erzählt, dass zwei Erzieherinnen nach dem Vormittagsprogramm einen Hörsturz hatten, breche ich der Höllenposaune das Mundstück ab, ziehe ein Gummiband durch die Spitze und erkläre dem Zwerg, dass er da aber einen prima-Zwergenhut bekommen habe. So rennt er jetzt zwar wie ein Idiot durch die Gegend, macht aber kein Geräusch dabei, das nach „tröööt“ klingt. So muss das sein.
Heute um 13:30 spielt eine der besten Mannschaften der Welt: Dänemark. Im Badminton sind die Dänen nämlich nicht schlecht. Aber leider soll ja heute Fußball gespielt werden. Da sind die Dänen nicht so gut. Jedenfalls nicht so gut wie die Holländer, die als Favorit zwar ins Spiel gehen, aber nicht als Favorit herauskommen werden. Es ist ein Lulli-Kick. Die Orangen mühen sich zwar sehr redlich, aber die Dänen können laut Eigenwerbung nur durch die Dänen besiegt werden. Und nachdem von den Niederländern keine Gefahr droht, beschließt der Däne Agger für etwas Spannung zu sorgen und köpft ein Traumtor. Leider für die falsche Mannschaft. Und demonstriert eindrucksvoll, woher die Redewendung „meine Güte, bist Du vielleicht dänlich“ kommt. Danach rackern sich die Oranjes wieder redlich ab, erzielen aber bis zur 85sten Minute nicht einmal ein Eigen- geschweige denn ein Gegentor. Irgendwie stolpert da ein gewisser Sneijder in den Ball, flankt und trifft den bis dahin unbeteiligten Kuijt so unglücklich, dass dieser gezwungen ist, das 2:0 zu machen. Danach Schlusspfiff, die Niederlande haben zwar erwartungsgemäß, aber nicht ununverdient gewonnen und die Dänen haben sich selbst besiegt. Wirklich dänlich.
Es gibt Länder, die sind für Vieles bekannt. Aus Japan kommen beispielsweise recht gute und effiziente Autos. Aus Japan kommen normalerweise keine Fußballer. Aus Kamerun hingegen kommen beispielsweise Schmuggelwaren von Tieren, die unter Artenschutz stehen. Und an einem guten Tag einigermaßen passable Fußballer. Deswegen wird die kameruner? Kamerische? Kamerunische? Kamerunianische? Nationalmannschaft auch „die unbezähmbaren Löwen“ genannt. Weil sie unter Artenschutz stehen. Die Erwartung war, dass die Kamerunis also wie die aufgezogenen Duracell-Äffchen loslegen und die Japaner schwer unter Druck setzen. Tatsächlich aber fremdeln die „unbezähmbaren Löwen“ wie die gezähmten Mietzekatzen in dem ihnen fremden Stadion und bleiben lieber mal in der eigenen Hälfte. Die Japaner finden das eine prima Idee und machen es genauso, deswegen passiert nicht viel. In der 39sten Minute verfährt sich ein gewisser Honda in die kameruner Hälfte und macht versehentlich das 1:0, was einer Chancenauswertung und damit einem Effizienzgrad vom 100% entspricht und eine gute Werbung für den gleichnamigen Autobauer darstellt. In der Folge möchten die Japaner die Statistik nicht mehr versauen und probieren sicherheitshalber keine Torschüsse mehr. Die „unbezähmbaren Löwen“ versuchen sich zwar gelegentlich, haben heute aber die Löwenherzen gegen halbe Hasenherzen getauscht und so plänkelt dieses „Spiel“ vor sich hin, bis ein gnädiger Schiedsrichter dieses Desaster abpfeift.
Dafür am Abend aber endlich der Auftritt der besten Mannschaft der Welt: der Weltmeister Italien greift endlich in das Geschehen ein. Freuen wir uns also auf Italiener, die sich permanent im paraguayer Strafraum mit schmerzverzerrtem Gesicht wälzen. Problem dabei ist allerdings diesmal: sie kommen gar nicht da hin. Im Stadion ist es laut und kalt und es herrscht „Fridz-Waldä-Weddä“, will sagen: es schifft wie aus Kübeln.
Und die Paraguayos lassen Ball und Italiener laufen. Und zwar entweder ins Seitenaus oder ins Abseits. Die Squadra Azzurra ist ständig damit beschäftigt, Bälle von der Seitenlinie oder der Eckfahne zu holen und verbringt mehr Zeit außerhalb des Spielfelds als auf dem Platz, während die Paraguayos grinsend danebenstehen und zuschauen. Und sich sogar die Frechheit leisten, den entnervten und depremierten Italienern kurz vor der Halbzeit ein Tor zu verpassen. Nach der Halbzeit rafft sich die Falltruppe endlich auf, schließlich ist man ja immerhin Weltmeister, auch, wenn heute keiner mehr sagen kann, wie es zu diesem tragischen Irrtum kommen konnte, und zeigt, dass sie durchaus in der Lage sind, Flanken zu schlagen oder zu passen – sofern kein Gegner in der Nähe ist. Und natürlich wird wieder gefallen und gestürzt, was das Fußballzeug hält und trotzdem fällt der Ausgleich nicht nach einem Freistoß in Tornähe, sondern aus einer Ecke heraus, weil diesmal der paraguayische Torwart am Pfosten eingenickt ist. Bis zum Abpfiff holen die Italiener, wenn sie nicht gerade unversehrt und schmerzverzerrt am Boden liegen, Bälle aus dem Seitenaus und sind recht zufrieden mit dem Unentschieden. Und so geht endlich auch dieses Spiel aus.
Kurzes Fazit nach 11 Spielen: die langweiligste WM, die ich je erlebt habe. Und das sind bewusst immerhin 9 Stück. Wenig Tore, wenig Spannung, wenig Spiel, wenig Spaß. Und über allen Spielen hängt das öde trööööööt der Vuvuzuelas. Die Frage bleibt, ob die spielerische Ödnis durch die öde Tröterei kommt oder die öde Tröterei die berechtigte Begleitmusik für öde Spiele ist, die „auf 1“ gesetzten Mannschaften üben sich in Kräfteschonung und den „kleineren“ Mannschaften fehlt es an Mut und Ehrgeiz, die freuen sich schon, wenn sie nicht verlieren.
Und dafür der Hype? Dafür sogar eine Bande von überalterten wanna-be-Rockern, die wie aus der Bausparkassenwerbung aussehen und die Nationalhymne „rockig“ inclusive Deutschlandfahne verticken wollen? Dafür Olli Kahn und Jürgen Klinsmann und Waldemar Hartmann auf allen Schirmen? Dafür das „Fan-Paket von BILD und LIDL? Ich kann nur hoffen, dass sie die Bundesliga im Beginn vorverlegen. Oder die Weltmeisterschaft im Synchronschwimmen übertragen.
Die Italiener gehen jedenfalls selbstzufrieden vom Platz. Sie sind gut gefallen und haben nicht verloren. Eben weltmeisterlich. Tröööööööööööööööööööööt.
Thilo steck dir das Teil in den Hintern, dann kannst du nicht nur nach vorne, sondern auch nach hintenraus trööten.
*mööp mööp* :-D:-D
DreadfulGreat
15.06.10, 09:09
Thilo steck dir das Teil in den Hintern, dann kannst du nicht nur nach vorne, sondern auch nach hintenraus trööten.
*mööp mööp* :-D:-DIrrelevanter SPAM. :mad:
Ich freue mich schon auf die nächste Geschichte, vor allem, welchen anderen Verwendungszweck die Vuvuzela diesmal hat :-D Heute kommt nämlich wieder nur Scheiß, Brasilien gegen Nordkorea, oh Mann :mad:
EddieTheEagle
15.06.10, 09:24
von wegen nur scheiss:
portugal - elfenbeinkueste
mal sehen, ob wenigstens eine afrikanische mannschaft mehr zu bieten hat als grosse namen aus europas top-ligen und planloses herumgerenne.
die debatte um das verbot der vuvzela ist vom tisch. das ding gibt es zwar erst ein paar jahre, ist aber nach meinung der verblatterten "afrikanisches kulturgut"...hrhr & oeoeoeoeoeoeoe.
DreadfulGreat
15.06.10, 09:38
von wegen nur scheiss:
portugal - elfenbeinkuesteVon der Papierform hast du Recht. Nur: Ich glaube nicht, dass die Gas geben. Schaunmerhaltma, was der Liveticker sagt und was ThiloS. morgen schreibt ;-)
EddieTheEagle
15.06.10, 09:49
Ich glaube nicht, dass die Gas geben. damit hast du vermutlich recht. wer das spiel verliert, kann fast schon sein rueckflugticket buchen. das duerfte sehr vorsichtig machen.
aber ich schau mir das trotzdem an. wer italien-paraguay ueberlebt hat, den kann nichts mehr schrecken. :)
DreadfulGreat
15.06.10, 09:57
aber ich schau mir das trotzdem an. wer italien-paraguay ueberlebt hat, den kann nichts mehr schrecken. :):haha:
Wie wäre es mit Frankreich vs. Mexiko am Donnerstag?
Fingerzeiger
15.06.10, 13:49
Slowakei vs. Neuseeland dürfte der vorläufige Höhepunkt werden
Hier zu alldem noch das für mich schönste Lied zur WM 2010:
http://www.youtube.com/watch?v=stGkz0JW54g
Viel Spaß
opppa
DreadfulGreat
15.06.10, 17:03
von wegen nur scheiss:
portugal - elfenbeinkueste
Von der Papierform hast du Recht. Nur: Ich glaube nicht, dass die Gas geben. Schaunmerhaltma, was der Liveticker sagt und was ThiloS. morgen schreibt ;-)Liveticker sagt zur Halbzeit 0:0 / zerfahrenes Spiel.
Harhar Ivorer. ElfenbeinküsterIn heißt das :D
VSchaunmerhaltma, was der Liveticker sagt...
Liveticker sagt zur Halbzeit 0:0 / zerfahrenes Spiel.
Warum schaustes nicht auf sport.de?
DreadfulGreat
15.06.10, 17:56
Warum schaustes nicht auf sport.de?Weil ich nicht wie du Privatier bin, sondern arbeiten muss. Aber jetzt nicht mehr. Jetzt mach ich Feierabend :)
Weil ich nicht wie du Privatier bin, sondern arbeiten muss. Aber jetzt nicht mehr. Jetzt mach ich Feierabend :)
Warum sagst Du mir das nicht früher? :eek:
Und ich steh jeden morgen auf und wühl' in der Erde... :kloppa:
...wenn Du mir jetzt noch verrätst, wo meine Reichtümer versteckt sind, ist alles in Butter.
Ich dachte nur, wer sich in der Woche vormittags im Forum rumtreiben kann, kann auch sport.de nebenbei laufen lassen...:augenrollen:
Heute waren wir schön in der Stadt zum Mittagessen und rein zufällig in einer Gaststätte, in der die WM übertragen wurde. Und so bekamen meine Kindlein vom Wirt etwas geschenkt. Rischtisssch: wir sind mit einer Rechnung von 61KommaZwanzig Euronen aus dem Laden und weil ich dumm genug war, auch noch vier Tacken Trinkgeld draufzulegen, bekamen wir als Dankeschön drei Vuvuzelen. Oder Vuvuzelas. Oder Vuvuzeli. Auf jeden Fall scheint es vor den Drecksdingern kein Entkommen zu geben.Wir sind dann in die Muttergottespfarrkirche gegangen. Seitdem blasen die trauernden Jungfrauen vor dem Kreuz Christi ihre Bestürzung mittels afrikanischem Kulturgut. Kein Wunder, dass der wiederauferstanden ist.
Tja. Fußball-WM. Theoretisch könnte ich den Beitrag vom ersten Tag ein Dutzend Mal kopieren und müsste nur die Namen der beteiligten Teams ändern. Sogar die Ergebnisse sind nahezu deckungsgleich.
Zum Beispiel heute: da spielen solche – entschuldigung, aber man muss es so nennen – Pissmannschaften wie Neuseeland und die Slowakei gegeneinander. Weltranglistenplatz 79 gegen Weltranglistenplatz 36. Not gegen Elend. Man sollte meinen, bei so einem unwichtigen Turnier wie der Fußball-WM, die ja nur ein paar Milliarden Leute auf der Welt verfolgen und für die die Qualifikation nicht einfach ist, da geben sich die Mannschaften, die es unter die besten 32 der Welt geschafft haben, besondere Mühe, ihr Land stolz und ihre Fans glücklich zu machen.
Beispielsweise mit einem Sieg über einen gleichwertigen Gegner oder einem Unentschieden gegen einen der ersten 10. Sollte man. Stattdessen sind in diesem „Spiel“ zwei Mannschaften zu sehen, die unentschieden sind. Und zwar, ob sie lieber kein Tor kassieren wollen oder lieber kein Tor schießen wollen. Dabei beginnt es ganz munter, beide Teams scheinen es ernst zu meinen, aber diese eine Minute ist schnell ´rum und im afrikanische Lebensfreude ausstrahlenden Brummen der „Traditionströten“ aus Fernost wird jeder Keim für ein frisches Aufspielen in demselben erstickt. Die Slowaken fehlpassen zu den Neuseeländern, die sind nett und fehlpassen zurück und jedes Spiel der Bambini bei uns auf dem Kaff ist spannender und emotionaler als dieses harm- und hilflose Gekicke, Diesmal ist das Gezappel sogar so langweilig, dass es erst in der 42sten Minute zu einer Gelben Karte gegen einen Neuseeländer wegen zu lautem Schnarchen kommt. Als die Mannschaften in die Pause verschwinden, stellt sich mir die Frage, wovon die Langweiler überhaupt eine Pause brauchen.
Schließlich, in der 50sten Minute, fällt eher versehentlich ein Tor für die Slowakei und damit das erste und, wie ich glaube, auch das letzte Tor einer slowakischen Mannschaft in einer WM und nach dem Krampf, der bisher zu sehen war, finden sich die Slowaken damit ab, das Spiel gewonnen zu haben. Die Neuseeländer übrigens auch. Es geht nachwievor nichts zusammen, es wird geholpert, gestolpert, gerumpelt. Der Schiedsrichter hat eine seltsame Art von Humor und gibt 3 Minuten Verlängerung für das Gekrampfe und plötzlich, keiner weiß wie, zappelt der Ball im slowakischen Netz. In völliger Verkennung der „taktischen Ausrichtung“ befindet sich versehentlich ein neuseeländischer Verteidiger, der eigentlich nicht viel zu verteidigen hatte, vor dem Slowakentor und locht ein. Ein verdientes Unentschieden für zwei unentschiedene Mannschaften.
Aber dann: der erste Knaller des Tages. Die Todesgruppe. Die Fußballkünstler, ja, quasi FußballGÖTTER von der Elfenbeinküste, die stolz den Spitznamen „die Unüberwindlichen“ tragen, die solche großartigen Spieler wie Didier Drogba, Torschützenkönig der englischen Liga, Träger des linken Hodens und Fahrer eines 5er BMW haben, gegen die Fußballkünstler, ja, quasi FußballGÖTTER von der iberischen Halbinsel, die stolz den Spitznamen „Seleccao“ (nicht zu verwechseln mit der „Selecao“ der Brasilianer, ohne Scheiß jetzt) tragen, die solche großartigen Spieler wie Cristiano Ronaldo, schönster Spieler der spanischen Liga, Sonnenbrillenträger und Teeniehöschenbefeuchter haben.
Wir dürfen uns auf einen echten Kracher freuen.
Ich mache es kurz: der Kracher ging nach hinten los. Die einzige wirklich sehenswerte Szene in den nächsten 93 Minuten wird jene sein, in der der Elfenbeindingens Demel den schönen Ronaldo zu Fall bringt. Der springt wie ein Kastenteufel wieder auf und brüllt anscheinend Demel an, jener sei ein Depp, der nicht Fußball spielen könne, worauf Demel Ronaldo anbrüllt, nein, er sei ein Depp, der nicht Fußball spielen könne. Deswegen dürfen beide vor den Schiri treten, der ihnen erklärt, sie seien beide Deppen, die nicht Fußball spielen können und deswegen gäbe es jetzt salomonisch Gelb für beide. Haben sie davon. Der Rest des Spiels ist so ein erbärmlicher Krampf, dass „die Unüberwindlichen“ sogar selbst körperlich Krämpfe bekommen. Als nach 90 Minuten immer noch nichts passiert ist, legt sich irgendein Elfe mit Krämpfen auf den Boden, was durchaus verständlich ist. Das ist die gerechte Strafe für den Diebstahl von Lebenszeit. Der Schiri pfeift nach 93 Minuten entnervt ab, da die Elfenbeine sogar zu blöde sind, die letzte Ecke, die allerletzte Chance zu einer Flanke zu nutzen, sondern kurz spielen. Und so trennen sich die beiden Krabbelgruppen so unentschieden, wie sie begonnen haben.
Aber dann. Endlich. Die erfolgreichste WM-Mannschaft aller Zeiten. Die Titel-Abonennten. Die Typen, deren Trikot bald nicht mehr für die Sterne der gewonnenen WM-Turniere reicht. Die Besten. Die Ballzauberer. Die „Selecao“ (nicht zu verwechseln mit der „Seleccao“ der Portugiesen) Brasiliens. Gelb. Schnell. Gut. Gefährlich. Dominant. Überlegen. Schön.
Diese Mannschaft, die Gott persönlich gemeinsam mit Carlos Dunga zusammengestellt hat, soll gegen ein Nichts, einen Niemand, ein Stück FIFA-Abschaum antreten: gegen die Weltranglisten-85sten, die noch hinter solchen Mannschaften wie Usbekistan, Litauen oder Italien stehen, gegen Nord-Korea, die irgendwie ins Turnier gerutscht sind, weil der Landeschef wahrscheinlich sonst die FIFA mit einem Atomkrieg bedroht hat.
Die Nord-Koreaner haben keine spannende Liga. Sie haben keine großartigen Stadien oder hochmoderne medizinische Trainingszentren. Sie haben keine Wellness-Manager und keine vermögenden Sponsoren. Was sie allerdings als einzige Mannschaft im Turnier haben, ist: Hunger. Und einen Diktator, der ihnen klar gemacht hat, dass sie entweder anständig spielen, oder er ihre Familien der Reihe nach kreuzigen lässt. Das motiviert dann doch sehr.
Die Brasilianer gehen es entspannt an. Das sind keine Gegner für sie, die sind nicht einmal als Opfer gut genug. Nein, entweder ignoriert die Selecao die Gegenmannschaft so völlig, dass sie es nicht ein einziges Mal ernsthaft mit einem Torschuss versucht, oder es liegt an der ausgefeilten 10-0-0 Aufstellung des koreanischen Trainers. Wie man einen Strafraum komplett und konsequent dicht macht, wissen die Koreaner ja aus ihrer Geschichte.
Nach 55 Minuten fällt den Brasilianern ein, dass sie sich bei einer WM befinden und da so ein Tor nicht schlecht wäre und daheim ganz gut käme. Also, kurz über die Grenze zu den Nordkoreanern gesprintet, geschwind das 1:0 durch Maicon geschossen und dann wieder zum Relaxen zurück in die eigene Hälfte. Die einzige Vorneverteidigungsspitze - „Stürmer“ wäre jetzt zu viel gesagt – Nordkoreas müht sich sehr redlich und erarbeitet sich sogar einmal fast eine Chance, was den brasilianischen Keeper aber nicht veranlasst, seine warme Zwischenmahlzeit zu unterbrechen. Aus Rache dafür machen die Brasilianer auf kurz in der 72sten Minute das 2:0 und joggen dann fröhlich miteinander schwatzend in der eigenen Hälfte herum.
Die Nordkoreaner, im Bewusstsein, dass die Schreinereien daheim bereits Querbalken schneiden und verleimen, bäumen sich daraufhin noch einmal auf und stören die ob solcher Frechheit völlig überraschten Südamerikaner mit dem Anschluss- und gleichzeitig Ehrentreffer in der 89sten Minute. Das reicht zwar nicht für einen Sieg, aber immerhin ist es keine Schande und die Nordkoreaner haben ihr Gesicht nicht verloren. Die Kreuzigungen fallen aus – diesmal jedenfalls. Sogar den Ausgleich haben die Halben von der Halbinsel noch einmal fast auf dem Fuß – aber dann pfeift ein humorloser Schiri das Spiel ab, das gerade begann, spannend zu werden. Brasilien verbucht einen Pflichtsieg in einer schlechteren Trainingseinheit und werden bei diesem Spiel Vorletzter, während es in Nordkorea heißen wird, dass die eigene Mannschaft einen ehrenvollen zweiten Platz belegte. Mit dem Ergebnis können beide leben und keiner muss sterben und ich bin gezwungen, das blutleere Gekicke da auf dem Rasen als eines der etwas besseren Spiele zu bezeichnen.
Ich verstehe nach diesem Tage immer besser, warum die Amerikaner Fußball hassen. Wenn es dumm läuft, dann langweilen 22 Mann den Rest der Welt über 90 Minuten durch Nichtstun, über allem dröhnt die Vuvuzela und mittlerweile scheinen sogar die Südafrikaner selbst die Nase vom eigenen Krach gestrichen voll zu haben, denn anders lassen sich die halbleeren Stadien der ersten beiden „Spiele“ des Tages nicht erklären. Bisher jedenfalls ist es eine elende WM, in der die Mannschaften um den ersten Platz als Langweiler zu wetteifern scheinen.
Und es gibt keine Hoffnung. Die Paarungen des morgigen Spieltages versprechen eine eintönige Ödnis von „defensiv eingestellten Mannschaften“ gegen „defensiv eingestellte Mannschaften“ oder, auf Deutsch, von Angsthasen gegen Feiglinge. Aber vielleicht – nur vielleicht – zeigen doch wenigstens die Spanier, warum sie Europameister geworden sind.
Was noch? Achja – die Engländer beschweren sich, die Deutschen, die Sweine, hätten schon viel früher mit dem WM-Ball trainiert als sie. Dafür sind die Italiener noch nicht so weit, dass sie überhaupt mit irgendeinem Ball trainieren. Trööööööööööööööööt.
Hurra, neuer Tag, neues Glück. Ich hatte bei der „Frau am Herd“ ein Kreuzworträtsel mitgemacht, um den SLK zu gewinnen, aber bekommen habe ich den Trostpreis. Rischtiiiisch! Kam per Post und ich soll doch ein Bild schicken, wie ich glücklich mit meiner nagelneuen Vuvuzela voller Dankbarkeit den anderen Hausfrauen entgegenwinke. Können sie haben: ich hab das Teil im Garten in den Boden gerammt und oben eine Geranie eingepflanzt. Sieht schick aus und macht kein Geräusch.
Ein Skandal überschattet Deutschland. Frau Kathrin Müller-Dingenskirchen hat doch tatsächlich behauptet, Klose habe einen „inneren Reichsparteitag“ anlässlich seines Glückstreffers empfunden. Alle sind entsetzt: wie kann man nur „Reichsparteitag“ sagen! Reichsparteitag ist absolut Autobahn. Aber sowas von! Was aber hätte sie sonst sagen sollen? „Für Miro Klose muss doch das Tor ein innerer Bundesparteitag der Grünen sein“? Das würde doch bedeuten, er hasst sich selbst und ist mit sich zerstritten! Passt also. Wenn Klose jetzt auch noch blitzkriegartig vor dem feindlichen Tore totaler und radikaler, als wir uns es uns heute überhaupt vorstellen können, auftaucht und den feindlichen Torwart coventriert und ausradiert, dann ist doch der Endsieg in der Weltkriegsmeisterschaft zum Greifen nahe! Dann sind wir doch mal wieder wer! Die Engländer jedenfalls wären schwer begeistert!
Apropos Begeisterung: der heutige Spieltag jedenfalls hat mich mit der WM fast wieder versöhnt. Fast.
Im ersten Spiel, bei dem ich eigentlich wieder mit so einem Lulli-Rasenschach wie in den letzten paar Tagen gerechnet habe, war heute richtig Bewegung. Und das bei solchen Zwergen wie Chile gegen Honduras. Aber nix da. Beide Mannschaften motiviert, die Chilenen allerdings etwas besser organisiert und irgendwie auch diesen einen Tick besser gelaunt, der es ihnen ermöglicht, bereits in der 4ten Minute eine gelbe Karte zu kassieren. Das freut den honduranischen Trainer, der das Spiel von der Tribüne aus betrachtet, weil er selbst gerne mal gegnerische Spieler durch die Landschaft schubst, wenn seine Abwehr das nicht tut. Ein Trainer, der selbst noch gerne Hand und Fuß mit anlegt. Nachdem die Chilenen recht munter aufspielen, gibt es zur Belohnung dann die nächste gelbe Karte, dann sind auch mal die Honduraner dran und während die noch mit dem Schiri diskutieren, machen die Chilenen ihr erstes und überraschenderweise auch letztes Tor, obwohl sie sich redlich bemühen. Aber das Ganze sieht immerhin schon sehr verdächtig nach Fußball aus.
Die nächste Partie scheint eigentlich schon entschieden, bevor sie angepfiffen wird. Der Europameister aus Spanien gegen die AUSscheider aus der Schweiz, die sich fast versehentlich qualifiziert haben. Die Spanier legen los wie die Batzeloner Feuerwehr, spielen, passen, flanken, dribbeln, rotieren, volles Programm, die Schweizer sind derart mit Abwehr beschäftigt, dass sie selbst nicht vors gegnerische Tor kommen und nach allem grätschen, was sich bewegt, sogar nach den eigenen Mitspielern. Egal! Hau weg die Pille! Und tatsächlich: den Spaniern geht es wie den Deutschen vor Verdun 1916: sie kommen nicht durch. Und weil sich die Espanolos so daran gewöhnt haben, zu stürmen, vergessen sie, wie Abwehr geht. Irgendwie kugelt in der 52sten ein Schweizer in den spanischen Strafraum, fällt irgendwie unglücklich in einen unglücklich abgewehrten Unglücksball und – keiner weiß wie – liegt der Ball hinter der Linie des bis dato völlig unbeteiligten und komplett vergessenen spanischen Torwarts, der auf diese Weise quasi das erste Mal ins Bild kommt. Und so haben die selbst völlig überraschten Schweizer die einzige verdammte Torchance, wenn es denn überhaupt eine war, die sie in diesem Spiel hatten, ausgewertet und es steht 1:0 für die Nazi(und die werden in der Schweiz wirklich so genannt, ohne Scheiss!) - Eidgenossen . Die völlig konsternierten Spanier rennen ein- ums andere Mal an, aber sie sind heute nur der Stier und die Schweizer die Torreros und sie sterben in Schönheit. Respekt vor der Schweiz und mein Beileid an die Spanier – Fußball ist manchmal auch ungerecht.
Das letzte Spiel des heutigen Tages ist auch das Tragischste. Die „BafanaBafana“ (was sich ungefähr mit „die schwarzen Unglücksraben“ übersetzen lässt) Südafrikas gegen Uruguay, was sich ziemlich exakt mit „Pampaplayer“ beschreiben lässt. Die Konstellation ist interessant: der Verlierer kann so gut wie nach Hause fahren oder, im Falle von Südafrika, bleiben.
Es sollte also, gerade am südafrikanischen Nationalfeiertag, eine Frage der Ehre sein, dass sich die Jungs vom Kap mal böse ´reinknien. In das Spiel. Und in den Gegner.
Ich erkläre es anders: Gott ist manchmal gerecht. Normalerweise hat die Mannschaft des Gastgebers einer WM IMMER einen Heimvorteil. Wenn es mal nicht so rund läuft, dann kann der berühmte „12te Mann“ durch Anfeuerungsrufe, Schlachtgesänge und Theater auf den Rängen auch eine schwächere Mannschaft nach vorne peitschen. Immer wieder gesehen, immer wieder gerne gesehen.
Nun haben aber die Südafrikaner beschlossen, ihr dämliches Blasrohrgetröte mit dem summenden Dauerton zur zivilisatorischen Glanzleistung und liebenswerten kulturellen Eigenart zu erklären. Und so kommt es, dass das erste Tor der motiviert aufspielenden uruguayischen (schreibt man das so?) Mannschaft mit einem erschrockenen mööööööööp kommentiert wird. Das haben sie davon, die Kappen vom Kap. Sicher, es ist nicht so, als würden die „BafanaBafana“ nicht gelegentlich vor dem urudingendskirchenen Strafraum auftauchen, aber niemand hat den südafrikanischen Stürmern erklärt, dass Fußball ein Mannschaftssport ist und so scheitern die Jungs in schöner Regelmäßigkeit vor dem gegnerischen Strafraum, angefeuert von Tausenden auf den Rängen, die den traditionellen Schlachtgesang „möööööööp“ angestimmt haben.
In der 76sten Minute wird aus der Farce dann eine Tragödie. Der südafrikanische Torwart legt, mehr versehentlich als absichtlich, einen urudings-Stürmer im Strafraum um. Der Schiedsrichter zückt Rot, schmeißt den Unglückswurm vom Platz und deutet auf den Elfmeterpunkt. Ein entsetztes möööööööp geht durchs Stadion. Forlan, der Torschütze zum 1:0, läuft an, trifft und ein resigniertes möööööööp schallt zum Himmel. Aufgepeitscht von einem zornigen möööööööp versuchen die dezimierten „BafanaBafana“ (was übersetzt in etwa möööööööp bedeutet) noch einmal, den Ball wenigstens über die Mittellinie zu bringen, aber wo gemöööööööpt wird, da versagen dann auch die Kräfte. Auch bei den südafrikanischen Fans, die in Scharen aus dem Stadion flüchten. Uruguay macht dafür aber noch das 3:0 in der Verlängerung, ist so gut wie weiter und unter den Klängen des alten südafrikanischen Volkslieds möööööööp schleicht die ehemals so hoffnungsvolle Auswahl des Arbeiter- und Burenstaates wie ein Rudel geprügelter Hunde vom Platz. Möööööööp.
Es ist Nacht geworden in Südafrika. Und kalt. Vereinzelt erschallt ein trauriges möööööööp und im italienischen Lager zittern die Spieler. Aber nicht aufgrund der Temperatur, sondern weil sie eventuell in ihrem nächsten Spiel epileptische Anfälle simulieren sollen.
Herrlich wie die Mexikaner Frankreichs negriden Multikultihaufen fertig gemacht haben, danke! Dann ist die Schande für alle autochthonen Franzosen bald weg von den Bildschirmen. :-)
http://sport.ard.de/euro2008/komponente/portraet/frankreich/img/frankreich_dpa_405.jpg
Herrlich wie die Mexikaner Frankreichs negriden Multikultihaufen fertig gemacht haben, danke! Dann ist die Schande für alle autochthonen Franzosen bald weg von den Bildschirmen. :-)
http://sport.ard.de/euro2008/komponente/portraet/frankreich/img/frankreich_dpa_405.jpg
Warum gibst Die hier eigentlich Deine Erkenntnisse über die rassische Zusammensetzung der mexikanischen Nationalelf zum Besten?
:-D
Thilo!
Du fauler Sack!
:angry:
Wo ist der tägliche WM-Bericht? Hm?
EddieTheEagle
18.06.10, 09:03
genau! :mad:
ich geh jetzt ein bisschen dope kaufen fuer das spiel heute abend.
bis ich zurueck bin hat der bericht vorzuliegen!
DreadfulGreat
18.06.10, 09:25
Thilo!
Ich kann nicht glauben, was ich da sehe. Ich sehe nämlich KEINEN BERICHT!
:mad:
:warten:
Fingerzeiger
18.06.10, 10:04
Im Krankenhaus mit Hörsturz wg. Vuvuzelas?:schock:
Ich dachte schon, irgendetwas stimmt nicht, nachdem ich bis 13:00 Uhr heute keine Vuvuzela bekommen habe, aber dann kam mein Nachbar auf ein Bier und quasi um mit mir „a weng Fussi zu gucken“, wie er sich ausdrückte. Und als Gastgeschenk brachte er, rischtiiiisch, jene Höllenposaune mit, von der ich mich befreit wähnte. Sie wird mir mit etwas Pech und Garn als Gartenfackel gute Dienste leisten und seinen und meinen Garten beleuchten – wenn er wieder weg ist.
Aus dem deutschen Fußballhauptquartier kommen bescheidene Nachrichten. Jeder, der da mit zwei Beinen herumläuft und ein Mikrofon unter die Nase gehalten bekommt, der sagt brav die drei Pflichtsätze:
1) „Es ist noch nichts gewonnen“
2) „Serbien wird ein sehr starker Gegner sein“
3) „Wir müssen uns nun voll auf den Freitag konzentrieren“
Ja, dann macht mal hin. Sogar die Trainingszeit wurde jetzt auf 13:30 Uhr verlegt, damit sich die Spieler und auch Miro Klose daran gewöhnen, mit vollem Bauch zu spielen.
Mit vollem Bauch spielten wohl auch die Südkoreaner, die heute das Pech hatten, den Argentiniern in die Hände zu fallen. Rindersteak meets Fischfilet.
Um es kurz zu machen: wer kein Fleisch isst, der spielt auch fleischlos. Bereits nach einer Minute gibt es eine Ecke für die Argentinier, in deren Trainerzone Maradonna wie ein Flummi auf- und ab hüpft. Danach folgen im Vier-Minuten-Takt Torraumszenen, was den Männern aus dem ganz fernen Osten so gut gefällt, dass sie es selbst einmal mit einem Torschuss probieren. Und schon steht es 1:0 – aber leider für die Argentinier. Kurz darauf wird bei den Argentinos Samuel ausgetauscht, der sich vor Lachen derart auf die Schenkel geschlagen hat, dass er vom Platz muss, dafür aber gibt es in der 33sten Minute noch ein sauberes Kopfballtor des eben eingewechselten Burdisso. Die Argentinier, die sich mittlerweile für Brasilianer halten, sind sehr aufgeregt und erfreut und achten gar nicht mehr auf ihre Gegenspieler, gehen gestig bereits an das Fleischbällchenbuffet der Halbzeitpause und so passiert es dann doch noch, dass sich ein kleiner Koreaner durch die argentinische Abwehr spitzelt und flink das 2:1 macht und Pause.
Die Argentinos sehen ihr Spiel mittlerweile als Trainingseinheit, sind entspannt, Maradona ist ruhig und daher dauert es auch bis zur 75sten, bis mal wieder ein Gaucho vor dem koreanischen Tor auftaucht, dafür aber trifft er und 3:1.
Ich will fair sein: am mangelnden Willen der Südkoreaner liegt es nicht. Eher an dem Unvermögen, Pässe auch zu spielen oder Zweikämpfe zu gewinnen. Man müht sich redlich bei den Fischern, aber die Rinderzüchter sind einfach besser drauf. Und während die Koreaner noch geschockt am Mittelkreis verharren, ihr Gesicht verloren haben und am liebsten die koreanische Form von Seppuku begehen würden, schenken ihnen die Brasilianer, die aus Argentinien kommen, auch noch ein filletierendes 4:1 ein und Diego Armando M. bekommt einen Orgasmus in der Coachingzone.
Nach der Arithmetik müsste der Weltmeister dieses Jahr wieder aus Südamerika kommen – möglicherweise haben wir ihn heute gesehen.
Ebenfalls zu sehen waren die „unbezwingbaren Löwen“ aus Nigeria gegen die unvermögenden Griechen aus der Westtürkei.
Und die Nigerianer starten tapfer und fulminant auf. Die Löwen beißen zu und den Griechen in den A… Nach bereits 16 Minuten steht es 1:0 für die Afrikaner. Wer nun erwartet hatte, die Griechen würden griechisch weinen und sich auf die Rente freuen (immerhin ist ihr Trainer Rehagel der Einzige im ganzen Land, der auch nach dem 55sten Geburtstag noch stramm arbeitet), der wurde enttäuscht. Irgendjemand ruft den Herren aus Hellas zu, dass es ziemlich wichtig wäre, wenn sie dieses Spiel gewinnen und plötzlich drehen sie auf, die kleinen Griechen.
Das ist natürlich eine böse Überraschung für die Löwen, die sich nur durch Fouls zu helfen wissen und deswegen fliegt auch ein Löwe achtkantig vom Platz und verkleinert so die Löwenmeute. Miau. Folgerichtig wird bei den Nigerianern viel gebrüllt, aber keiner will die Arbeit machen, alles rennt mehr oder weniger wild durcheinander und dann kassieren die Herren vom schwarzen Kontinent das 1:1 kurz vor der wohlverdienten Pause.
Danach kämpfen die Nigerianer so entschlossen um den Sieg wie die Bundesregierung um die Reform des Gesundheitswesens. Mit der unangenehmen Folge, dass die sich mit deutschen Tugenden abrackernden Hellenen ihnen in der 71sten Minute das 2:1 einschenken. Rehagel bekommt vor Freude und Stolz fast einen Herzinfarkt, die Nigerianer tragen das gleiche Gesundheitsrisiko, aber vor Zorn und dann ist das Spiel, trotz großzügiger Bonus-Verlängerungszeit für die Nigerianer aus und sie sind so gut wie raus. Die Familie des vom Platz gestellten Kaita bittet im Iran oder Ruanda um sportliches Asyl.
Im letzten Spiel des Tages wollen sich der französische Hahn und der Mexikanische Adler (wenn es denn einer ist) paaren. Dementsprechend beginnt das Spiel. Die Mexikaner tanzen Balztänze, die Franzosen reagieren eher wie ein Hühnerhaufen, denn ein wachsamer Hahn und trotzdem fliegen innerhalb einer Stunde keine Tore, sondern nur gelbe Karten auf beide Seiten. In der 60sten Minute beschließen die Mittelamerikaner, dass sie den Franzosen jetzt genug Chancen zum Auslassen gegeben haben und machen ein gar lustiges Tor, als Hernandez den französischen Schlussmann lächelnd ausspielt und zum 1:0 einlocht.
Jetzt geht ein Ruck durch die Franzosen. Nur leider rücken sie in die falsche Richtung und melden geistig jede Art von Spielkultur ab. Wenn schon kein eigenes Tor, dann wenigstens Verletzte beim Gegner. Deswegen holt Abidal seinen Gegner Barrera auch konsequent von den Beinen.
Leider tut er dies im eigenen Strafraum und da ist das ziemlich verboten. Immer noch. Abidal sieht gelb und der Rest des französischen Hühnerhaufens, wie der Schiri auf den berühmten Punkt deutet. Die Mexikaner nehmen Geschenke bekanntermaßen gerne an und bedanken sich für diese Gastlichkeit mit ihrem zweiten Tor. 11 Minuten wären es noch – eine Zeit, die normalerweise Türken und Australiern reicht, ein Spiel zu drehen – den Franzosen hingegen reicht diese Zeit nur, um sich nicht noch zu verletzen. Ist ja auch irgendwann wieder Liga. Und so landet der stolz gestartete gallische Hahn als halbes Hähnchen und kann schon einmal die Rückflugtickets buchen. Ribery bemüht sich derweil um einen deutschen Pass.
Ein amüsanter WM-Tag mit einem anständigen Favoritensterben geht zu Ende, im italienischen Lager ist man gewarnt und hat eine extra-Übungseinheit für die Simulation offener Brüche und Grasallergien eingeschoben.
EddieTheEagle
18.06.10, 11:46
zurueck vom einkaufsbummel, der erste lachknochen liegt vor mir und freut sich auf den schnellen tod.
und thilo - die faule sau! - hat endlich seinen bericht abgeliefert. klar formulierte kommandos scheint er zu verstehen und zu befolgen. immerhin.
fuer den zoegerlichen, wenn auch letztlich wie ueblich sehr erfreulichen einsatz haette er eine gelbe karte verdient. aber diese farbe kennen die braunen schwarzweissseher hier nicht.
bleibt also nur die gruene.
zurueck vom einkaufsbummel, der erste lachknochen liegt vor mir und freut sich auf den schnellen tod.
und thilo - die faule sau! - hat endlich seinen bericht abgeliefert. klar formulierte kommandos scheint er zu verstehen und zu befolgen. immerhin.
fuer den zoegerlichen, wenn auch letztlich wie ueblich sehr erfreulichen einsatz haette er eine gelbe karte verdient. aber diese farbe kennen die braunen schwarzweissseher hier nicht.
bleibt also nur die gruene.
Geht es hier um Hockey? (Wegen der grünen Karte)
:verwirrt:
Meister Grimbart
18.06.10, 14:34
Serbien darf nicht sterbien !!!
DreadfulGreat
18.06.10, 15:10
Leute, lest mal den SPON Liveticker (http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,699759,00.html#tab=0). Original ThiloS, der da schreibt
http://smilie-land.de/t/t-v/verneigen/verneigen0005.gifhttp://smilie-land.de/t/t-v/verneigen/verneigen0010.gifhttp://smilie-land.de/t/t-v/verneigen/verneigen0001.gif
Danke Serbien! :banana:
http://www.g26.ch/wm-06/nationalmannschaft_serbien_montenegro_01.jpg
Warum gibst Die hier eigentlich Deine Erkenntnisse über die rassische Zusammensetzung der mexikanischen Nationalelf zum Besten?
:-D
Ich kenne die Stammbäume der Spieler nicht, aber sie machen alle den Anschein aus der Nation zu stammen, für die sie spielen.
http://www.g26.ch/wm-06/nationalmannschaft_mexiko_01.jpg
Für die kann der Mexikaner stolz den Sombrero schwenken. ;-)
Fingerzeiger
18.06.10, 21:15
Danke Serbien! :banana:
http://www.g26.ch/wm-06/nationalmannschaft_serbien_montenegro_01.jpg
Wofür?
Schuld an der Niederlage waren die Urteutonen Badstuber (Flanke net verhindert), Lahm (Kopfballduell verloren) und Mertesacker (im Fünfer umhergeirrt)
Wie schön. Mein Ältester hat von einem Fan, der schon leicht angetrunken war, heute ein schönes Geschenk bekommen: Rischtiiiiisch. Wenn man allerdings einen Besenstil durch eine Vuvuzela längsseits rammt, dann gibt das für meinen Jüngsten eine prima Lanze, die er zu seiner Ritterrüstung tragen kann. Was er im Moment auch tut. Wobei er wesentlich leiser ist, als wenn er die Tröte blasen würde.
Heute galt es. Zweiter Sieg, zweite Feier. Jubelchöre, Lobeshymnen, Kränze flechten, Feuerwerk und Ramba-Zamba und Mädels, die ihre BH ausziehen und damit winken. Gab es ja auch. Aber nicht für uns.
Was soll ich nach diesem Tage schreiben? Bis 13:30 war meine Lieblingsmannschaft wenn schon kein heißer, dann doch wenigstens ein lauwarmer Titelkandidat. Um 15:15 war sie ein trauriger Trümmerhaufen.
Aber der Reihe nach: „Mit högschter Konzendradzion“ betreten die Matadore mit dem Adler auf der Brust das Spielfeld gegen Serbien, das kleine Serbien, dass, seit dieser Staat existiert, immer für Ärger in Europa gesorgt hat, immer irgendwie der Stachel im fetten Arsch der europäischen Großmächte war. Diesem Ruf wollen sie heute gerecht werden. Die Serben sind zu zwölft (elf Feldspieler und ein Schiedsrichter), die Deutschen zu neunt und Klose und Podolski, sodass das Kräfteverhältnis von vorne herein unausgeglichen ist.
Und während sich Jogis Jungs noch zur Parade aufstellen, tauchen die Serben das erste Mal wie Kastenteufelchen vor dem deutschen Tor auf. Man hätte gewarnt sein können, wenn man gewollt hätte. In der 8. Minute dann der erste starke deutsche Konter. Podolski schießt neben das Tor. Klose tritt auf einen Gegner ein und kriegt gelb. Es ist ein wildes Kuddelmuddel, die wieselflinken Serben flitzen immer wieder zwischen den irgendwie behäbigen Deutschen durch und zerstören jeden Pass im Keim. Der Schiedsrichter simuliert Neutralität und verwarnt zwei Serben, bevor er Khedira Gelb gibt. Der Praktikabilität halbver behält der Schiri die Gelbe für den Rest des Spiels gleich in der Hand.
Bis zur 37sten Minuten fallen nur Karten statt Tore und dann wird Klose böse und haut wieder einen Feind von den Beinen. Dafür gibt’s gelb-rot und Klose geht zum Duschen, was ihm eh lieber ist, dann kann er sich das Spiel in Ruhe anschauen. Es wird auch noch ca. 45 Minuten dauern, bis der Rest der Mannschaft merkt, dass er vom Platz ist. Jogi Löw tobt wie Adolf im Bunker. Und noch während Klose vom Rasen wankt, sind die kleinen flinken Serben schon wieder da und machen auf Kurz das 1:0. Löw beißt in die Armlehne seines Sitzes und dann geht es in die Pause.
Wir erinnern uns: damals, in den glorreichen Zeiten, als Rjikjard, die Sau, Völler anspuckte und Völler dafür auch noch vom Platz flog, damals also kam Beckenbauer in die Kabine und sagte seinen Mannen: „gehts jetzt raus und spuits vor den Rudi“. Haben die auch gemacht und die Holländer vom Feld gefegt. In Unterzahl. Massiv. Geweint haben sie, die Holländer.
Was mag der Bundes-Jogi gesagt haben? „Gehtsch rausch und schpielt mit högschter Konzendrazion für den Miro“? Und war es da, wo die komplette Mannschaft im Chor „welchen Miro“ echote?
Jedenfalls kommen die Deutschen wie verwandelt aus der Halbzeit. Und zwar in den FC Köln, einen Karnevalsverein. Vielleicht hat Löw auch gesagt „spielt mal so, dass Ihr Zweiter werdet“, damit wir die Engländer im Elferschießen bezwingen müssen, man weiß es nicht. Auf jeden Fall geht bei „unseren Jungs“ weniger zusammen als bei Friedensverhandlungen zwischen der Hamas und den Israelis. Podolski schießt an das Tor, neben das Tor, über das Tor, unter das Tor, er schießt und schießt, nur das Tor selbst – das trifft er nicht, der Prinzenrolleprinz. In kurzen Einblendungen sieht man Löw, wie er mit dem Kopf gegen den Stahlrahmen des Trainerkabinchens schlägt. Am liebsten würde er wahrscheinlich Podolski durchprügeln. Zu Recht. Gut, die Mannschaft (bis auf Podolski, der schon hoch in den 20ern ist) ist noch sehr jung und der Schiedsrichter ist es auch. Man muss das verstehen.
Dann die 60ste Minute. Was mag einen der grinsenden Serben dazu veranlasst haben, den Ball im Strafraum mit der Hand zu berühren? Häme? Humor? Dummheit? Wir werden es nie erfahren.
Der Schiri deutet auf den Punkt. Deutschland hält den Atem an und in Serbien wird sehr laut gelacht. Langsam wird der Ball auf den Punkt gelegt. Da liegt sie: die Chance für den Ausgleich. Da liegt sie, die Hoffnung Deutschlands.
100.000 Gedanken gehen mir durch den Kopf. Vor meinem geistigen Auge sehe ich alle Elfmeterschüsse der letzten 9 WM-Spiele. Gegen Frankreich 1982. Diesen Klassiker. Weggeblasen haben wir sie. Zweimal gegen England. Zitternd krochen die „Three-Lions“ damals aus dem Stadion. Beschämt und gedemütigt. Erledigt. Dann Andi Brehme. Wie er 1990 den Elfer gegen Argentinien, gegen den Elfmetertöter Goycochea reinmachte. Oder 2006: als Maradona vor dem Herzinfarkt stand und die Argentinier handgreiflich wurden, weil sie schwache Elfmeterschützen sind und weinend und haareraufend in den Katakomben verschwanden.
Der deutsche Fußball kann vielleicht nicht viel. Er ist vielleicht nicht filigran und manchmal unansehnlich. Aber mit einer Eigenschaft kommt jeder Deutsche auf die Welt: er kann einen Elfer verwandeln.
Problem dabei: Podolski hat polnische Wurzeln. Und wer schnappt sich den Ball, bevor Schweinsteiger oder Müller auch nur den Mund aufmachen?
Es kommt, wie es kommen muss. Ich werde es nicht schreiben. Ich hätte nie gedacht, dies erleben zu müssen. Prinz Polter zeigt, was er in Köln gelernt hat: nämlich nichts.
Der
Rest
ist
Schweigen.
Löw frisst zuerst seinen Block, anschließend beißt er ein Stück aus Hansi Flick heraus.
Dann wechselt er. Zuerst seine Gesichtsfarbe, danach Özil und Müller gegen Marin und Cacau. Heute allerdings hätte er auch den Busfahrer und den Rasenwart auf den Platz schicken können. Podolski lässt er zur Strafe auf dem Platz, in Belgrad herrscht jubelnder Freudentaumel und der Schiri gibt Schweinsteiger noch einmal Gelb. Und warum? Weil er es kann. So einfach ist das.
Löw ist so verzweifelt, dass er sogar Mario „in diesem Leben kein Tor mehr für die Nationalmannschaft“ Gomez auf den Platz schickt. Was ungefähr den gleichen Effekt hat, als würde er Podolski klonen, der die Sache mit dem „Mannschaftssport“ noch nicht so ganz verinnerlicht hat und sich wahrscheinlich (hoffe ich für ihn) auch schämt.
Abpfiff. Löw schmeißt die Limo auf den Boden statt auf Podolski. In Belgrad ist Party, in London und Rom wird sehr laut gelacht, Kuranyi kugelt sich vor dem Moskva-TV und Kießling fragt sich, warum ihn Löw hasst und mit wem er schlafen muss, um auch einmal spielen zu dürfen.
Im Interview wird Poldi der Meinung sein, klasse gespielt zu haben und Schweinsteiger den Schiedsrichter ärger als den Abschleppdienst beschimpfen, der ihm den Porsche vom Behindertenparkplatz geschleppt hat.
Fakt ist aber: wer keine Tore schießt, und zwar nicht einmal dann, wenn sie ihm per Elfmeter quasi aufgezwungen werden, der hat kein Recht der Welt, auf den Schiedsrichter zu schimpfen. So einfach ist nämlich Fußball. Nicht Podolski ist heute explodiert, wie es eigentlich besser gewesen wäre, sondern Löw, was GAR NICHT gut ist.
Gut, sehen wir das als Ausrutscher, quasi als Testspiel für das Endspiel gegen Ghana. Das passt. Bitte Podolski künftig nur noch anspielen, wenn er die Bälle nach dem Training wegräumen soll.
Mund abputzen, weiter: schließlich steht ja noch das Krückenspiel Slowenien gegen USA aus.
Es wurde ein Lehrstück eines schnellen, sauberen und spannenden Spiels. Die Slowenen, anscheinend angespornt durch den Erfolg des ehemaligen Teilrepublikenbruderstaates, rennen wie um ihr Leben und hauen den Amerikanern so lange die Bälle im Strafraum um die Ohren, bis es nach 13 Minuten 1:0, nach 42 Minuten 2:0 steht. So geht das.
Wenigstens findet der amerikanische Trainer in der Pause die richtigen Worte, indem er seinen Boys erklärt, dass sie keine richtigen Amerikaner sind und ihr Land auch nicht lieben, wenn sie nicht wenigstens das Unentschieden packen.
Bei Amerikanern wirkt so etwas Wunder. Mit solchen Sätzen kriegt man die sogar auf den Mond. Und während in Villa Slovenja noch gefeiert wird, wird in Villa Americano schon wieder Fußball gespielt. Anschlusstreffer in der 48sten Minute. Die Serben kämpfen verzweifelt um den Sieg, die Amerikaner noch verzweifelter um den Ausgleich. Am Schluss sieht die bessere Moral der Amis und die eine Portion Glück, die jede Mannschaft braucht. 2:2 in der 82sten Minute. Nicht unberechtigt, aber gerecht.
Gerecht wird es auch im letzten Spiel des heutigen Tages zugehen, nur für Häme wird mir wohl kein Platz gelassen werden: England gegen Algerien.
Die Engländer laufen gut gelaunt und grinsend auf. „The old enemy“ - gedemütigt von einem Zwergstaat, an dem sich die Deutschen nicht einmal dadurch rächen können, dass sie da nicht mehr zum Urlaub hinfahren. In Serbien macht man nur Urlaub, wenn man als Söldner ein paar Euro nebenbei machen will. Die Algerier laufen ebenfalls auf und irgendwie auch – ein?
Normalerweise sieht solch eine Paarung wie eine klare Sache aus. Die Engländer als Top-Favorit und mit einem Wayne Rooney, so einer Art „englischem Messi“, im Sturm, machen fix ihre 3 Tore und feiern dann in der eigenen Hälfte bis zum Abpfiff. Der Trainer hat Geburtstag und der unglückliche Keeper Green. „the man without hands“ ist heute irgendwie, ehm, „verhindert“ und leider nicht in der Stammformation.
Die Algerier hingegen – die kennt niemand. Die sind einfach den Slowenen derart auf den Senkel gegangen, dass die mit Mühe und Not gegen Elend ein 1:0 herausgewürgt haben.
Schwungvoll – zumindest für englische Verhältnisse - gehen es die Insulaner an, gehen in die Zweikämpfe, suchen den Streit, suchen den Abschluss. Alleine, es bleibt bei der Suche. Die Algerier halten in unnachahmlicher Verkrampfung dagegen, fehlpassen, spielen ins Aus, hauen den Ball in die Tribüne – genau die Art Spiel, die jede ernsthafte Mannschaft hasst. Da hat man nach 60 Minuten so die Schnauze voll, nutzlos über den Rasen zu streifen, dass gar nichts mehr geht. Die Moral sinkt, die Spielfreude sinkt und so schaffen es tatsächlich die Algerier, die englische Mannschaft zu Tode zu langweilen. Alleine der Schiedsrichter ist so ermüdet, dass er die Zeit vergisst und sogar der Nachspielzeit noch eine Nachspielzeit verpasst. Tatsächlich klappt es: die Algerier retten ein ehrenhaftes Unentschieden, während die Engländer, die seit heute „the Podolskis“ genannt werden, frustriert und verärgert mit einem dummen Unentschieden vom Platz schleichen.
In Berlin und London plant man die Begegnungen mittlerweile so, dass man schaut, wen man als Gruppenzweiter als Gegner bekäme.
Zwei Mannschaften aus dem engeren Favoritenkreis haben sich heute zum Löffel gemacht. Kann man mehr von einem WM-Tag erwarten? Kann man nicht: die Italiener haben heute zur Feier des Tages frei, bevor sie morgen ihre Trainingseinheit im „wie vom Blitz getroffen im Strafraum umfallen“ wieder aufnehmen.
EddieTheEagle
19.06.10, 04:19
ich glaube, der polenbengel hat den elfer absichtlich verschossen und ich weiss, dass die bombardierung serbiens um jahre zu frueh eingestellt wurde. :mad:
weg isser, mein stolz, deutscher zu sein. hat nicht lange angehalten. aber es war schon ein tolles gefuehl, erhobenen hauptes und wiegenden gangs von inselaffen dominierte kneipen zu betreten, am tresen dem naechstbesten taetowierten auf die schulter zu tippen und ihn mit einem forschen "get lost! ei'm tschoermaen!" vom platz zu schicken.
naja, eigentlich fand ich fussball immer schon langweilig. die aussenhandelsbilanz ist wesentlich wichtiger.
Meister Grimbart
19.06.10, 14:18
ich glaube, der polenbengel hat den elfer absichtlich verschossen und ich weiss, dass die bombardierung serbiens um jahre zu frueh eingestellt wurde. :mad:
Du hast wohl den Arsch offen, dafür kriegste das da http://www.cosgan.de/images/smilie/boese/a037.gif
Wofür?
Schuld an der Niederlage waren die Urteutonen Badstuber (Flanke net verhindert), Lahm (Kopfballduell verloren) und Mertesacker (im Fünfer umhergeirrt)
Darum geht es nicht, sondern darum, daß die DFB Muku-Provokation und unsere nationale Schande möglichst schnell von den Bildschirmen der Welt verschwindet. Heute habe ich mir Australien gegen Ghana angesehen und laufend fielen die Namen Boateng und Asamoah. Wenn da mal nicht einige Gutmenschen in die Irre geführt wurden, die dachten die Deutschen spielen. :schock:
Auch die Ghanaer können stolz auf ihr nationales Team sein, denn das sieht aus, wie eine Negermannschaft von dort aussehen soll. :-)
http://www.abendblatt.de/multimedia/archive/00259/ghana_HA_Sport_UTRE_259849c.jpg
ich glaube, der polenbengel hat den elfer absichtlich verschossen und ich weiss, dass die bombardierung serbiens um jahre zu frueh eingestellt wurde. :mad:
.......
Du bist ein richtig schlimmer Rassist wie Joseph "Steinewerfer" Fischer und Gerhard "Gasgerd" Schröder.
Serbien als Nationalteam hat einfach nur eine interkontinentale Auswahl des DFB auseinander genommen. Gegen eine deutsche Nationalmannschaft hätten sie nicht die geringste Chance gehabt. :tongue:
Du bist ein richtig schlimmer Rassist wie Joseph "Steinewerfer" Fischer und Gerhard "Gasgerd" Schröder.
Serbien als Nationalteam hat einfach nur eine interkontinentale Auswahl des DFB auseinander genommen. Gegen eine deutsche Nationalmannschaft hätten sie nicht die geringste Chance gehabt. :tongue:
Soso, ist ja auch logisch, daß eine Auswahl aus einer größeren Menge deutlich schlechter ist als aus einer kleineren Menge innerhalb der Größeren...:augenrollen:
Was für ein Blödsinn. Das war typisch DFB-Auswahl, das gleiche Schema, wie man es in der BuLi auch sieht - in Sicherheit wiegen, Arroganz und dann den Arsch nicht hoch kriegen - höchstens im letzten Moment.
in Sicherheit wiegen, Arroganz und dann den Arsch nicht hoch kriegen - höchstens im letzten Moment.
Deutsche eben.
Ich weiß nicht, woher sie kamen. Vielleicht hat Gott sie vom Himmel geschmissen, um mich zu ärgern, möglicherweise war es auch der Teufel. Auf jeden Fall lagen in unserem Hof zwei orangene – rischtiiiiisch – Vuvuzelas, einfach so. Vielleicht vergessen von holländischen Fans, vielleicht aus dem Boden gewachsen. Keine Ahnung. Ich hab schnell die Mundstücke abgebrochen und jeweils zwei weiße Streifen draufgemalt. Seitdem hat mein Jüngster zwei prima Verkehrshütchen, zwischen denen er sein Ket-Car manövrieren kann.
Der französische Spieler Anelka ist nach Hause geflogen. Er soll in der Halbzeit Frankreich gegen Mexico dem Trainer den Vorschlag gemacht haben, jener solle sich in den Arsch ficken. Aber das ist ein Gerücht. Mit so etwas könnte ein Franzose ja umgehen, kennt er ja. Nein, die Wahrheit ist schlimmer: Anelka hat Domenech als „Blutsbruder von Joachim Löw“ bezeichnet – und irgendwo hört der Spaß auf.
Heute spielten die Niederlande gegen die Japaner. Oder besser mit den Japanern. Die Japaner haben sich im Halbkreis im eigenen Strafraum aufgestellt und die Niederländer laufen außen herum und versuchen, irgendwie in den Halbkreis einzubrechen. Das sieht zwar ganz nett aus, hat aber mit Fußball nicht viel zu tun und ist in etwa so unterhaltsam wie das Ausdrücken von Pickeln.
Oder, um es offen zu sagen: diese Art von Spiel fällt fast unter den Begriff der Körperverletzung und bis zur Pause tut sich auch nicht viel. Es gibt sogar nur eine gelbe Karte, weil das Ganze in einem Tempo vor sich geht, dass auch Beckenbauer auf dem Platz noch locker hätte mithalten können.
Nach der Pause beginnen die Niederländer etwas schwungvoller, weil sich die Japaner in Sicherheit haben wiegen lassen, dass heute nichts mehr kommt. In der 53sten Minute kommt aber doch noch was. Sneijder spielt den konsternierten japanischen Torwart an, der so überrascht ist, an den Ball zu kommen, dass er ihn sich selbst reinmacht und es steht 1:0 für Holland. Kein Torschuss, ein Treffer – effektiver geht es nicht!.Danach kommt nicht mehr viel. Die Holländer verwalten das 1:0, die Japaner sind froh, nicht mehr auf den Sack bekommen zu haben, ab der 77 Minute dürfen dann auch sämtliche Reserveleute mal auf den Platz und dann endet dieser Armutskick so langweilig, wie er begonnen hat.
Gruseln wir uns also vor dem nächsten Spiel: Ghana gegen Australien. Ghana, das ist wichtig, wird der letzte Gegner Deutschlands in der Voorunde sein. Ghana hat einen Asamoah und einen Boatend. Letzterer hat Michael Ballack, UNSEREN MICHI, umgetreten und deswegen hat Poldi den Elfmeter verschossen und nicht Michi ihn reingetreten (den Elfmeter, nicht Poldi, obwohl der es auch verdient hätte). Ghana hat Serbien besiegt, Serbien hat uns besiegt, wir haben Australien besiegt. Eigentlich müsste also Ghana aus Australien Hackfleisch machen.
Zur Überraschung der „Black Stars“, wie der gemeine Ghanaer seine Fußballer nennt, haben die Australier heute irgendwie Lust auf Fußball und machen bereits in der 11ten Minute das 1:0, freuen sich wie die kleinen Kinder und plötzlich müssen die Ghanaer arbeiten. Was sie auch tun. Als der Stürmer Kewell einen Gewaltschuss des schwarzen Sterns Mensah pariert – und dies blöderweise mit der Hand im eigen Strafraum tut, was Schiedsrichter nicht so ganz gerne sehen – sieht er Rot und der Rest der Mannschaft, wie Schiri Rosetti (ein, wie ich finde, etwas unglücklicher Nachname, Amerell hätte seine helle Freude) auf den Elferpunkt deutet.
Gyan, der augenscheinlich nicht beim FC Köln spielt, verwandelt sicher und souverän und so ist Ghana plötzlich Gruppenführer. Und könnte es, mit nur etwas Einsatz, sogar bleiben. Problem dabei: beide Mannschaften scheinen ganz zufrieden mit dem Ergebnis zu sein. Die Australier wollen kein Tor mehr bekommen, die Ghanaesen keines mehr schießen. Und fliest das Spiel nicht, so plätschert es wenigstens, aber es tut sich nichts mehr. Die Aussies schonen sich für gegen Serbien, die Ghanaer für gegen Podolski (muhahaha) und so endet eine doch einigermaßen läppische Partie.
Besser wird’s aber irgendwie auch nicht. Kamerun gegen Dänemark. Die, wie stets, „unbezwingbaren Löwen“ gegen „Danish Dynamite“. Das netteste, was man von den mega-unbezwingbaren Löwen sagen kann, ist, dass sie die wohl hübschesten Trikots der WM haben. Sehr afrikanisch, sehr farbenfroh. Im Gegensatz normalerweise zu ihrem Spiel. Außer heute. Da stürmen die Löwen krachend los und die Dänen, die sich noch orientieren, auf welches Tor sie eigentlich spielen müssen, finden den Ball hinter der eigenen Torlinie. In Kamerun hüpfen ein paar Millionen Fans auf traditionelle Art und Weise vor Freude auf und ab und sehen sich bereits im Endspiel. Yo motta Africa...
Die Dänen kommen langsam zu sich und nachdem sich die Kameruner so freuen, müssen sie dann ja wohl auf das andere Tor spielen. Was sie in der Folge auch tun. Die Kameruner, die die Dänen schon am Boden glaubten und sich so ein wenig auf „Ergebnis“ eingestellt haben, bemerken überrascht, dass da noch was geht und in der 33sten gleichen die zornigen Dänen nicht ganz überraschend aus. In Köbnhävn wird gejubelt, in Kamerun hört man mit dem Hüpfen auf.
Jetzt wird endlich Fußball gespielt. Beide Seiten haben ihre Chancen, aber beide Seiten sind auch unfähig, jene zu verwerten. Man könnte sagen, beide Seiten leiden an schwerer Podolski. Bis zur 61sten Minute, als die Kameruner anscheinend noch nicht ganz aus der Pause zurück sind. Da explodiert das „Danish dynamite“ mal nicht als Kracher rückwärts, sondern als 2:1 im Kasten der Afrikaner, die das nicht gut finden. Bei diesem Ergebnis können die „unbezähmbaren Löwen“ als erste bezähmte Mannschaft heimfahren. Also ist Aufbäumen angesagt. Und zwar bei den Dänen, die schon fast das 3:1 auf dem Fuß haben. Die Afrikaner wehren sich, versuchen die Dänen in der eigenen Hälfte einzuschnüren, was zwar nett aussieht, aber keine Tore bringt und selbst wenn sich Chancen ergeben – die Kameruner haben Podolski und könnten heute auch noch 6 Stunden spielen – sie würden nichts treffen.
Als der Schiri nach den obligatorischen 3 Minuten abpfeift, kann Dänemark im Turnier bleiben und die Kameruner fahren als dressierte Löwen heim.
Im deutschen Lager gibt es Einzelgespräche vor dem nächsten Spiel gegen Ghana. Im italienischen Lager gibt es Einzelsitzungen vor dem nächsten Spiel gegen Neuseeland. Man darf auf Tag 10 gespannt sein.
EddieTheEagle
21.06.10, 09:05
09:07 UHR...
:mad::mad:
Das ist ja mal ein tolles Sonderangebot: beim Kauf von zwei Vuvuzelas gibt es WAS gratis dazu? Rischtiiiiiisch. Meine Mutter konnte nicht widerstehen und so habe ich es kurz gemacht, nachdem sie das Hoftor wieder hinter sich geschlossen hat: die Dinger unter die Reifen vom Geländewagen gelegt und einmal kurz rückwärts drüber. Die Kinder wollten dann auch nicht mehr damit spielen und so herrscht eitel Ruhe.
Apropos mitspielen: wollen die Franzosen auch nicht mehr. Die finden sich selbst doof, ihren Trainer doof, ihren Verband doof, ihre Fans doof, die WM doof, ihr Land doof… kurz: sie benehmen sich wie Engländer. Deswegen sind sie auch schon so gut wie zu Hause. Wie die Engländer auch. Und eventuell Podolski auch. Es ist schade, ich schätze, auch in Frankreich gibt es genug Spieler, die sogar die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen würden, nur, um einmal für Frankreich zu spielen, alleine, die, die dort sind, denen ist das egal. Die verdienen in ihren Ligen auch an einem Tag mehr als an 30 Tagen WM. Was ist schon Ehre? Geh mir doch fott…
Im ersten Spiel des Tages stehen sich heute Paraguay und die Slowakei gegenüber, also zwei Mannschaften, von denen nicht einmal die üblich verdächtigen Windsbräute als „Geheimtipp“ raunen. Die Slowaken, die immerhin Neuseeland ein 1:1 abgetrotzt haben und Paraguay, das (na gut: immerhin) Italien ein 1:1 abgetrotzt hat, gehen es relativ engagiert an, alleine, es ist das übliche 4-5-1-System und wenn zwei Mannschaften diesen Mist spielen, dann kommt auch keine durch und es langt normalerweise nur zu einem Unentschieden.
Immerhin: bereits nach 27 Minuten lässt die Konzentration der Slowaken ein kleines Stückchen nach und schon findet sich Paraguay mit einer 1:0 Führung wieder, die zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient ist. Jetzt aber drehen die Slowaken höllisch auf und… und… nein, sie drehen höllisch zu. Es fehlt an Engagement, am Willen, den Ausgleich zu machen, es plätschert vor sich hin und man hat den unbedingten Eindruck, den Slowaken genügt es, überhaupt bei einer WM mal dabei gewesen zu sein. Dazu passend gibt es dann auch noch das 2:0 in der 86sten Minute und Paraguay ist überraschenderweise Tabellenführer.
Mit dem Wissen, eben nicht Tabellenführer zu sein, geht die krankeste Simulantenmannschaft dieses Turniers in ihr nächstes Spiel und ihr Gegner heißt: Neuseeland.
Die Neuseeländer sind seltsam: sie kommen vom Rugby und wollen Fußball spielen, das ist bei den Italienern anders, die kommen vom Fußball und wollen Elfmeter haben.
Und es kommt, wie es kommen muss: das erste Tor machen, mangels Alternativen, die engagiert auftretenden Neuseeländer (wenn auch nach einem Foul und aus einer Abseitsposition heraus, aber das kennen die Italiener ja von sich selbst, da wollen wir speziell hier nicht kleinlich sein) und dann wird erst einmal feste der Rasen von den Italienern kaputtgetreten und schließlich klappt es auch in der 29sten: ein Italiener fällt im neuseeländschen Strafraum um, wälzt sich verletzt, weint und wimmert und bekommt – rischtiiiisch – keine Vuvuzuela, sondern einen schönen Elfmeter. Und nachdem die Italiener keinen Podolskoni haben, machen sie den auch rein und hurra: Ausgleich.
Das wars dann auch. Die Italiener humpeln gelegentlich effizienzlos vor den neuseeländischen Kasten, die Jungs von „da unten“ treffen auch nix und so schleppt sich das Spiel bis zum Abpfiff langatmig dahin, bis ein gnädiger Schiedsrichter abpfeift. Nicht schlecht: Neuseeland und Italien gemeinsam Gruppenzweiter, Paraguay an Platz 1. Das kann sehr lustig werden.
Lustig schließlich auch das letzte Tagesspiel: die Ballkünstler, die Zauberer, die beste Mannschaft der besten Mannschaften, Elfenbeinküste, muss gegen Brasilien ran.
Die Ivorer (so nennt man die Elfenbeinküstenbewohner, jajaja) sind schon der Ansicht, die beste Mannschaft Afrikas zu haben. Problem dabei nur: das will nichts heißen. Ein Drogba macht noch keinen Weltmeister. Von den Brasilianern wiederum wird daheim nicht mehr und nicht weniger als der 132ste Titel erwartet – oder wenigstens, dass sie Argentinien schlagen.
Und gleich in der ersten Minute machen die Brasilianer das 1:0. Wenigstens fast. Das wiederum erschreckt die Ivorer derart, dass sie sich verängstigt in die eigene Hälfte zurückziehen, was es den Brasilianern dann nun doch sehr schwer macht und so brauchen sie satte 25 Minuten, bis sie zum 1:0 einlochen.
Die Gelben freuen sich, de Ivorer brüllen sich gegenseitig an, dann geht es in die Pause.
Danach ein ähnliches Bild: die Jungs vom schwarzen Kontinent sind noch nicht richtig af dem Platz und noch halb in der Kabine, da scheppert es das zweite Mal im elfenbeinernen Kasten: Fabiano hat sich irgendwie durch die Abwehr gemogelt und den elfenbeinernen Torwart überlistet.
Das frustet die Ivorer und sie beginnen, die Mitarbeit einzustellen, indem sie selbst etwas offensiver zu spielen beginnen. Brennende Hütten in der Heimat will niemand sehen. Den Brasilianern wiederum eröffnet dies die ein- oder andere Chance und hastdunichtgesehen, nur 12 Minuten später steht es 3:0.
Die Brasilianer feiern, die Ivorer toben. Ein Ruck geht durch die Männer Afrikas. Wenn schon untergehen, dann wenigstens ehrenvoll. Und plötzlich spielen sie Fußball. Hätten sie das nur 63 Minuten früher gemacht… Immerhin, es reicht für das 3:1 in der 79sten, ausgerechnet durch den armverbrochenen Drogba.
In der Folge wird es unschön: die Afrikaner stürmen mit Mann und Maus, die Brasilianer sind derart nervös, dass ausgerechnet Kaka in der 88sten Minute vom Platz fliegt, weil er seine Extremitäten nicht unter Kontrolle hat.
Es nutzt aber alles nichts, es bleibt beim 3:1, die Brasilianer sind sicher weiter und die Ivorer können nur hoffen, dass Kim Yong Il gegen die Portugiesen die Losung „Sieg oder Tod“ ausgegeben hat.
Unterm Strich bleibt ein Tag mit meinem persönlichen Höchststand an Vuvuzelas, einem brasilianischen Erwartungssieg und einem typisch italienischen Spiel, deren Training sich mal wieder gelohnt hat. Morgen gibt es frei und danach lässt Marcello Lippi einmal mehr Stürze und Elfmeter üben.
EddieTheEagle
21.06.10, 17:11
eigentlich war das wieder eine gruene karte wert, aber das system laesst mich nicht.
trotzdem: ab den achtelfinals haben die eintraege zeitnaeher zu kommen. :)
Für das Spiel am Mittwoch hat sich meine Tageszeitung etwas Besonderes einfallen lassen. Jeder Abonnent bekommt eine – rischtiiiiiisch – schwarz-weiß-gelbe Rassel geschenkt. So eine Ratsche, die man drehen kann und gegen die eine Vuvuzela fast schon wie das Pendant einer Geige zu einer Kreissäge klingt. Ich habe das Rädchen, an dem die Rassel den Krach macht, entfernt und nun ziert den Kübel an unserer Hofeinfahrt eine schicke deutsche Flagge aus Plastik, die sich so gar nicht mit dem Wind dreht oder gar Krach macht. Sehr angenehm.
Im Gegensatz übrigens zu der französischen Nationalmannschaft. Die ist unangenehm und laut. Über Südafrika lacht die Sonne, über die „Equipe tricolore“ die ganze Welt. Mal soll sich deren Trainer in den A... f..., was er aufgrund technischer Schwierigkeiten aber nicht kann, dann wollen sie nicht trainieren, dann einen Maulwurf jagen, dann die Teller nicht leer essen, dann nicht um 8 ins Bett, von Domenech noch eine Geschichte wie beispielsweise ein Mannschaftsstatement vorgelesen bekommen und nicht in die Badewanne... Kein Tag, an dem die französische Nationalmannschaft nicht irgendetwas Albernes tut, was den Rest der Welt in helle Freude und die französische Regierung in Alarmzustand versetzt. Sarkozy, den man in EU-Kreisen auch als „Anelka der Europapolitik“ bezeichnet, hat zuerst einmal seine Sportministerin (so etwas gibt es nur in Frankreich, bei uns sind das zwei Ressorts, nämlich „Verkehr“ und „Familie“) eingeschaltet und, wenn die nichts bewegt, soll der Kriegsminister hinzugezogen werden. Währenddessen hocken die Blauen um Ribery im angenehmen Hotel und sie so blau, wie sie sich nennen und haben Spaß – bei so einem Sauwetter trainieren echt nur die Doofen. Es würde mich nicht wundern, wenn die Jungs zum Südafrika-Spiel nicht einmal auflaufen – wenn es da regnet, wer weiß, was man sich da für Erkältungen zuziehen kann. „Scheißegalite“ heißt das wohl auf französisch – jedenfalls sind jetzt erst einmal Ehre und Fahne besudelt. Und die Engländer werden auch schon ganz komisch...
Apropos Fahne: ich habe alle möglichen Autoflaggen hierzulande schon gesehen – sogar diverse türkische Fähnchen, obwohl die, gnihihi, gar nicht mitspielen dürfen. Was ich aber nicht gesehen habe, sind nordkoreanische Fähnchen. Wahrscheinlich, weil es außerhalb Nordkoreas keine Nordkoreaner gibt und wenn es sie doch geben sollte, sie kein Auto haben oder Südkoreaner sind.
In jedem Fall brauchen sie jetzt auch keine mehr. Nach der Achtungsniederlage gegen Brasilien mussten sich die lost Boys von der lost Ecke der lost Halbinsel den im Verhältnis zu den südamerikanischen Ballkünstlern harmlosen Portugiesen stellen und nur einfach keinen Ball reinkriegen.
Drücken wir es so aus: manche Spiele werden zu Legenden. An die wird man sich erinnern.
Manche Spiele werden zu sogenannten „Lehrstunden“. An die wird man sich mit Schaudern erinnern, wenn man Fan der unterliegenden Mannschaft war.
Manche Spiele wiederum werden zu Lachnummern, die man für immer mit Häme erwähnen wird.
Und dann gibt es diese ganz wenigen, ganz seltenen Spiele, bei denen dem Zuschauer die unterlegene Mannschaft richtig richtig leid tut.
Die Nordkoreaner sind neu, etwas geheimnisvoll. Ihr Land gilt als verschlossen und ein bisschen doof, ihr „geliebter Führer“ als notgeiler Vollspaten, der die eigene Bevölkerung gerne verhungern lässt, solange es für nukleare Sprengköpfe und Pornoheftchen reicht. Die WM wird in diesen Käfig voller Narren mit 24 Stunden Verspätung und als Standbild übertragen, damit nur ja keine böse westliche Propaganda oder halbnackte Weiber über die 10 Fernseher in Nordkorea flimmern.
Und diese armen Tröpfe mussten heute gegen den immerhin Weltranglisten-Dritten Portugal antreten. Man ahnte, dass es auf einen portugiesischen Sieg hinauslaufen könnte und ein 1:0 oder 2:0 wäre sicher OK gewesen, was aber folgte, war das, was man in der Fußballfachsprache als „Gemetzel“ bezeichnet.
Zuerst läuft es ganz gut für die Nordkoreas. Immerhin stemmen sie sich bis zur 29sten Minute den permanent stürmenden Portugiesen wacker entgegen und fangen ein- ums andere Mal den Ball am eigenen Strafraum ab. Sie spielen konzentriert und ihr Star Jong Tae Se, den sie „die menschliche Abrißbirne“ nennen und der das Schicksal so manches Satelliten teilt und unbeachtet in der Spitze seine Umlaufbahn zieht, taucht gelegentlich auf, um dem gegnerischen Torwart zu winken.
In der 29sten Minute, einer „Minute der unachtsamen Unachtsamkeit“, wie man sie im Bhuddismus nennt, kommt ein fieser Portugieser durch das koreanische Bollwerk und locht zum 1:0 ein. Danach dümpelt es bis zur Pause und man hakt das Spiel so halb ab. 1:0, alles klar.
Was nun genau in der portugiesischen Kabine besprochen wurde, ob der Trainer seinen Spielern sagte, er werde sie alle in den A... f..., wenn sie nicht endlich mal Gas geben – man weiß es nicht.
Nach der Pause jedenfalls rennen die Portugiesen fast schon panisch gegen den armen nordkoreanischen Tormann an. 2:0 in der 53sten. Der nordkoreanische Trainer nickt, das kennt er, das ist eine Niederlage, mit der sich die Ehre bewahren lässt. 3:0 in der 56sten. Ein paar koreanische Spieler fangen zu weinen an. 4:0 in der 60sten. In Nordkorea treten Funktionäre ihre Fernseher ein. 5:0 in der 81sten. Mittlerweile weinen alle koreanischen Spieler. 6:0 in der 87sten, diesmal ausgerechnet durch Ronaldo, dem der Ball über den Rücken und das Genick rollt. In Portugal werden Fans mit Lachkrämpfen in Krankenhäuser eingeliefert. 7:0 in der 89sten, in Nordkorea wird die Zahl der Zensoren verdreifacht und Streckbänke gekauft.
Nach dem heutigen Spiel haben die nämlich allerhand zu tun: sie müssen per Hand die Trikots der Nordkoreaner und Portugiesen umfärben und erklären, wie es zu dem unglaublichen 7:0 Sieg Nordkoreas über Portugal kommen konnte. Noch ehe der Ball auf dem Feld ruht, sind die geschlagenen Nordkoreaner in den Katakomben des Stadions verschwunden und man weiß nicht, ob sie von dort je wieder das Licht der Sonne erblicken werden. Sehr selten wurde eine Mannschaft bei einer WM derart auseinandergenommen und die Portugiesen haben ihnen nicht einmal den Ehrentreffer gegönnt. Fußball kann auch grausam sein.
Grausam auch das zweite Spiel des Tages, Chile gegen die Nati, gegen die Chweiz. Machen wir die Aufzählung ähnlich wie eben:
2te Minute: Gelb gegen Chile, 18te Minute: Gelb gegen die Schweiz, 23. Minute: Gelb gegen Chile, 25ste Minute: Gelb gegen Chile, 31ste Minute: Rot gegen die Schweiz, 48ste Minute: Gelb gegen die Schweiz, 60ste Minute: Gelb gegen Chile, 60ste Minute: Gelb gegen die Schweiz, 61ste Minute: Gelb gegen Chile, 92ste Minute: Gelb gegen Chile. Außerdem wechselte jede Mannschaft jeweils 3 mal aus und irgendwie ist es dem Schiedsrichter auch nicht gelungen, ein chilenisches Tor zu verhindern, aber das ist dann auch nicht mehr der Rede wert. In Erinnerung wird der witzige Schiedsrichter mit dem blumigen Namen Ibrahim Al-Ghamdi (und ich wette -Al Kaida) bleiben, der die Gelegenheit genutzt hat, die 22 Christenhunde auf dem Feld mal so richtig nach Herzenslust zu terrorisieren.
Das dritte Spiel des Tages läuft – wie soll man es sagen? - wie erwartet.
Spanien gegen Honduras hätte ein Kracher sein können, wenn die Honduraner begriffen hätten, dass sie sich bei einer WM befinden, die Spanier schwächer als vermutet sind und sie (die Hondas) ziemlich dringend einen Sieg benötigen, wenn sie weiterkommen wollen.
Die Spanier, nach ihrer peinlichen Schlappe gegen Chile, haben das jedenfalls geschnallt und wursteln sich in der 17ten Minute das 1:0 zurecht, nachdem sie vorher schon drei/vier Chancen leichtfertig vergeben haben. Danach kommt diese Langeweile auf, die man wohl seitens der Griechen als „kontrollierte Offensive“ bezeichnen würde. Die Spanier verbummeln noch ein paar Chancen, die Honduraner haben nicht einmal diese, was David Villa derart verärgert, dass er einem Honduraner Eine knallt, damit dieser endlich aufwacht. Ohne Ergebnis oder Konsequenz und dann geht es in die Pause, die aber auch nichts ändert.
Nach der Pause dann das gleiche Bild: die Honduraner weigern sich, in den gegnerischen Strafraum zu rennen, die Spanier leiden an Podolski und treffen nichts. Es geht bei den Spaniern gerne „über die Außen“ und dann ins Nirvana. Ein Fußballspiel für alle, die sich von ihrer Fußballsucht heilen lassen wollen. Irgendwie haben die Spanier in der 51sten auch noch das 2:0 gemacht, das war es dann aber auch mit der spanischen „Galavorstellung“ für heute Abend. Beide Mannschaften gehen gähnend vom Feld, das haben sie mit ihren Fans gemeinsam. Pflichtsieg errungen, nicht wirklich mehr gemacht, alles gut und vergessen wir das Spiel am Besten gleich wieder.
In Italien ist man schon ein bisschen stolz, gestern wieder mal einen Elfer herausgeholt zu haben und verspricht den Fans eine Steigerung. Demnächst sollen es wenigstens zwei Elfmeter werden. Oder vielleicht sogar mal ein Tor aus einer Standardsituation heraus. Wie beispielsweise einem Elfmeter.
Unbelehrbar
21.06.10, 23:26
In Portugal werden Fans mit Lachkrämpfen in Krankenhäuser eingeliefert. 7:0 in der 89sten, in Nordkorea wird die Zahl der Zensoren verdreifacht und Streckbänke gekauft.
Nach dem heutigen Spiel haben die nämlich allerhand zu tun: sie müssen per Hand die Trikots der Nordkoreaner und Portugiesen umfärben und erklären, wie es zu dem unglaublichen 7:0 Sieg Nordkoreas über Portugal kommen konnte. Noch ehe der Ball auf dem Feld ruht, sind die geschlagenen Nordkoreaner in den Katakomben des Stadions verschwunden und man weiß nicht, ob sie von dort je wieder das Licht der Sonne erblicken werden. Sehr selten wurde eine Mannschaft bei einer WM derart auseinandergenommen und die Portugiesen haben ihnen nicht einmal den Ehrentreffer gegönnt. Fußball kann auch grausam sein.
Grausam auch das zweite Spiel des Tages, Chile gegen die Nati, gegen die Chweiz. Machen wir die Aufzählung ähnlich wie eben:
2te Minute: Gelb gegen Chile, 18te Minute: Gelb gegen die Schweiz, 23. Minute: Gelb gegen Chile, 25ste Minute: Gelb gegen Chile, 31ste Minute: Rot gegen die Schweiz, 48ste Minute: Gelb gegen die Schweiz, 60ste Minute: Gelb gegen Chile, 60ste Minute: Gelb gegen die Schweiz, 61ste Minute: Gelb gegen Chile, 92ste Minute: Gelb gegen Chile. Außerdem wechselte jede Mannschaft jeweils 3 mal aus und irgendwie ist es dem Schiedsrichter auch nicht gelungen, ein chilenisches Tor zu verhindern, aber das ist dann auch nicht mehr der Rede wert. In Erinnerung wird der witzige Schiedsrichter mit dem blumigen Namen Ibrahim Al-Ghamdi (und ich wette -Al Kaida) bleiben, der die Gelegenheit genutzt hat, die 22 Christenhunde auf dem Feld mal so richtig nach Herzenslust zu terrorisieren.
Nicht nur in Portugal! :rollo::rollo:
Neben ThiloS praktischen Haushaltstipps kann man sogar musikalisch was mit den Vuvuzelas (oder -en?) anfangen, sind ein paar gar nicht mal so schlechte Ansätze dabei:
http://soundcloud.com/groups/soundcloud-vuvuzela-competition
DreadfulGreat
22.06.10, 08:57
Die Spanier, nach ihrer peinlichen Schlappe gegen ChileHa! Ich habe aufmerksam gelesen und den verborgenen Test entdeckt:
Spanien hatte latürnich gegen die Chweiz die Tschlappe und nicht gegen Tschile, wirklich wahr™ ;-)
Meister Grimbart
22.06.10, 18:55
Als wirklich netter Nettmensch wünsche ich morgen Ghana den Sieg.
Das hat was zu tun mit der Armut in Ghana
Unbelehrbar
22.06.10, 22:34
Poldi heimlicher Trainer von Nigeria? :ddr:
Falls ich nächstens nicht mehr schreibe, dann hat das einen besonderen Grund: ich war heute mit meiner Tochter auf der örtlichen Raiffeisenbank, weil ich eine Überweisung zu erledigen hatte und da hat dieser Spaten von einem Bankfuzzi es doch tatsächlich gewagt, meiner Tochter das „Raiffeisenbank-Fan-Paket-for-young-Teens“ zu überreichen, und natürlich lag da – rischtiiiiisch – eine Vuvuzela bei. Und da habe ich, ich gebe es zu, in einem Anfall von Verzweiflung den Bankmann mit der Tröte verprügelt, denn auch dafür kann man eine Vuvuzela geräuscharm verwenden. Natürlich haben sie die Polizei gerufen, aber die haben nur meine Personalien aufgenommen. Was da jetzt kommt weiß ich noch nicht. Etwas Hoffnung hat mir ja der eine Polizist gemacht, der meinte, dass sie das in letzter Zeit öfter hätten. Außerdem war der Banker ja nur in der Ehre gekränkt und nicht ernsthaft verletzt. Noch nicht jedenfalls. Mir tut es ja auch leid, er wollte ja auch nur nett sein... wahrscheinlich.
Im deutschen Lager wird heute heftig gerechnet. Wenn Australien gegen Serbien mit 13 Toren Unterschied verliert, Ghana aber gegen uns mit 22 Toren und 10 Feldspielern unentschieden spielt, dann sind wir ebenso weiter, wie wenn Serbien gegen Australien unentschieden spielt UND alle Spieler mit 11 mal Rot vom Platz fliegen, und wir gegen Ghana verlieren, aber nur, wenn wir die Quadratwurzel des Gesamtalters der australischen Mannschaft direkt ziehen oder alle Ghanaesen nach einer möglichen Niederlage unsererseits töten, weil wir dann im direkten Vergleich gewonnen haben, weil unsere Spieler schöner sind – oder so. Auf jeden Fall: es muss gewonnen werden. Der Bundesjogi hat auch schon gesagt, wie sein „Geheimplan“ geht: ein Tor mehr als Ghana schießen. Aha. Ach was...
Ein spannender Tag heute. Deswegen spannend, weil bis zur letzten Minute nicht klar war, ob die Franzosen überhaupt gegen Südafrika antreten und wenn ja, wie lange sie das gerne machen möchten. Aber, oh Überraschung, alle Streit-Hähne waren beim Anpfiff pünktlich zur Stelle und hatten sogar netterweise ihren Vorleseonkel Domenech mitgenommen, der sich still auf sein Plätzchen in der Trainerzone setzte und fortan ignoriert wurde. Der Text der Nationalhymne war den meisten Franzosen zu diesem Zeitpunkt leider entfallen, dafür sangen die Südafrikaner ihr nationales Musikstück voller Imbrunst mit.
Die südafrikanische Mannschaft musste mit wenigstens drei Toren gewinnen, die französischen Solisten irgendwie auch, wenn Uruguay zeitgleich gegen Mexiko auch möglichst hoch gewann, irgendwie das war die Konstellation, es würde also unter Umständen dramatisch werden.
Die erste Viertelstunde – wie könnte es anders sein – fremdeln das Team und die Individualisten etwas miteinander und begnügen sich damit, sich gegenseitig so ein wenig den Ball zuzuschieben, bis den Südafrikanern auffällt, dass sie eigentlich gewinnen könnten, wenn sie nur Tore machen. Und während bei den Franzosen noch diskutiert wird, ob man Ribery gelegentlich anspielen sollte, fällt das 1:0 für die Afrikaner gleich in deren erstem mutigen Angriff.
Es könnte was gehen. Vielleicht fliegt Südafrika doch nicht als erste Mannschaft ever nach der Vorrunde raus... der Schiedsrichter hilft und schmeißt einen Franzosen aus dem Spiel. Einfach so.
Das MUSS doch klappen!
Danach im Minutentakt Torchancen für Südafrika – was einerseits an der beherzten Leistung der Afrikaner, andererseits an einer gewissen Bocklosigkeit der verbliebenen 10 „Miserables“ aus Frankreich liegt, die irgendwie auch desorientiert wirken. Nachdem nun aber Torschüsse nichts fruchten, rennt Mphela aus MsudMafrika einfach mal mit dem Ball ins französische Tor und es steht 2:0.
Die Sensation liegt in der Luft. Zumal sich im zweiten Spiel Uruguay und Mexico anscheinend auch nicht auf einen südamerikanischen Waffenstillstand geeinigt haben und Mexico mit 1:0 hinten liegt. Werden also die Franzosen das Spiel ganz zu Ende spielen oder vorzeitiger als vorzeitig kapitulieren und netterweise nach Hause fliegen? Es pfeift zur Halbzeit.
Ärgerlich: die unfrischen Franzosen treten auch zur zweiten Hälfte an. Das bedeutet für die Bananarama, dass sie dringend weiterspielen und viele Tore machen müssen. Und sie geben sich redlich Mühe, die Herren in gelb.
Leider aber hat den Südafrikanern niemand erklärt, das Fußball ein Mannschaftssport ist und so versuchen immer wieder, irgendwelche Solisten, der Held des Tages zu werden und quasi im Alleingang die noch fehlenden Tore zu machen, aber so schwach ist der blaue französische Trümmerhaufen nun auch wieder nicht. Ein- ums andere Mal scheitern sie, die Gastgeber.
Auf der anderen Seite ist Domenech schon alles egal. Nachdem ihn nacheinander Henry und Gaxa beschimpfen, bestraft er beide damit, dass sie spielen müssen. Und während die französische Hintermannschaft gelegentlich Ribery bedient (der das Spiel auf französischer Seite als einziger Spieler wirklich ernst nimmt), nimmt sich jener in einem letzten Rest von Anstand ein Herz und passt zu Malouda, der, wenn er nicht zu Hause gelyncht werden will, gar nicht anders kann, als zum 2:1 einzulochen.
Entsetzen bei den Südafrikanern. Manche hören sogar auf zu hüpfen oder Vuvuzela zu blasen. Jetzt also NOCH ein Tor mehr. Jetzt also wieder DREI Tore machen. (Gut, die französischen Kampfhähne müssen sogar 4 Tore machen, stellen aber keine Gefahr und keine ernsthaften Ambitionen dar). Und sie geben den letzten Rest, den sie haben, die Gelben. Aber es will und will nicht klappen. Aber immerhin: sie können nach 93 Minuten stolz und hoch erhobenen Hauptes den Platz verlassen, während es die Franzosen mal wieder nicht ohne alliierte Hilfe schaffen, einen Sieg davonzutragen. Aber so kommt es, wenn man sich lieber mit sich selbst als mit dem Gegner beschäftigt. Kennen sie ja, die Franzosen. Und so tritt die lustigste Mannschaft der WM die Heimreise ins Vergessen an (na, das war jetzt aber poetisch, oder?).
Auch in der Gruppe B entschwinden heute zwei Mannschaften, zwei kommen weiter. Die eine Paarung lautet Diego „Liebesknubbel“ Maradona gegen Otto „Ikone“ Rehagel, die andere Paarung ist Nigeria gegen mal wieder irgendeines der beiden Koreas.
Die Argentinier sind so oder so weiter. Das versetzt Diego „the hand“ in die glückliche Lage, den Busfahrer, die Masseure und die Hütchenaufsteller aufs Feld zu schicken, während die richtigen Fußballer es sich bei Häppchen und Weibern in den VIP-Lounges gut gehen lassen können. Eine also eigentlich für die bisher eher schüchtern auftretenden Griechen lösbare Aufgabe.
Im anderen Spiel ist mehr Pfeffer drin: beide Mannschaften können weiterkommen, wenn sie denn siegen. Die Nigerianer, die zu Hause den Spitznamen „Super eagles“ tragen, beginnen mit einem Höhenflug und machen den Südkoreanern, die zu Hause den Spitznamen „Südkoreaner“ tragen, bereits in der 12. Minute das 1:0 rein. Damit sind die Afrikaner Gruppenzweiter. Glückwunsch.
Die Südkoreaner, klein, gelb und wuselig, wollen sich das natürlich nicht bieten lassen und kontern gegen die verdutzen Nigerianer sauber in der 38sten Minute mit dem 1:1, während auf der anderen Seite sich die Griechen redlich, aber vergeblich gegen kichernde Argentinier bemühen und dann ist Halbzeit.
In der argentinischen Kabine gibt es hors d´oeuvres und Freigetränke, bei den Griechen eine Gardinenpredigt, bei den Koreanern Glückwünsche und bei den Nigerianern Frust.
Das Ausgleichstor jedenfalls hat die Nigerianer derart verärgert, dass sie nach der Pause erst einmal schmollen und mit dem Spiel nichts mehr zu tun haben wollen. Auch dies nutzen die Koreaner natürlich asiatisch-schamlos aus und schenken den arglosen Adlern das 2:1 ein.
Währenddessen wird den Griechen zwar klar, dass sie eigentlich ebenfalls ein paar Tore machen müssten – alleine, sie sind schwerauf damit beschäftigt, die argentinische C-Elf aus dem eigenen Strafraum zu halten, weil jene wiederum Maradona erfreuen wollen, der sich über jedes Tor immer so schön glücklich einnässt.
Wie auch immer. Die Nigerianer schaffen es gelegentlich vor das koreanische Tor, aber selbst in Positionen, in denen es schwieriger ist, das Tor zu verfehlen als zu treffen, verbockt es der Superadler Yakubu, was zumindest bei den deutschen Fans von Mario Gomez mit einem wissenden Kopfnicken kommentiert wird.
In der 69sten Minute klappt es schließlich: einer der Superadler macht eine Bauchlandung im koreanischen Strafraum und es gibt Elfer, ausgerechnet Chancentod Yakubu wird ihn treten. Aber Yakubu hat keine polnischen Wurzeln und trifft! Ausgleich, 2:2, damit wäre irgendein Korea weiter als Gruppenzweiter.
Alldieweile, drüben, bei den Griechen und den Argentiniern, macht sich Maradona den Witz und wechselt den Busfahrer gegen den Bälleaufpumper aus. Die Griechen rennen viel, aber immer nur bis zur Mittellinie, spätestens dann kassiert wieder ein Argentinier den Ball. Und in der 77sten Minute isses dann soweit. Messi, der nur versehentlich auf dem Platz steht (eigentlich war der Wagenheber für seine Position vorgesehen, aber der war krank), gibt eine nette Flanke und deMichelis legt zum 1:0 für Argentinien ein. Rehhagel altert spontan um 10 Jahre und statt Rehen hagelt es Schimpfworte, Maradona freut sich wie Bolle und küsst harmlose Ersatzbanksitzer auf den Mund.
Noch 12 Minuten.
Kore- und Nigerianer sind stehend KO und haben sich mit dem 2:2 angefreundet, das die Koreaner weiter- und die Nigerianer nicht umbringt.
Griechen probieren es mit Fernschüssen, aber dies ist nicht Salamis und der Gegner sind keine Perser. Stattdessen probiert es Messi schon wieder und es klappt wieder nicht, aber selbst sein missglückter Versuch ist schon wieder eine Vorlage und es steht 2:0 für Argentinien.
Maradona vögelt vor Begeisterung seinen Co-Trainer, Rehagels Mundwinkel fallen auf seine Schultern und dann ist Spielschluss.
Argentinien ist verdient durch Klasse weiter, die Südkoreaner haben sich ihren zweiten Platz hart erkämpft, die Griechen hatten etwas Pech und die Nigerianer nichts außer einer großen Klappe.
Das Achtelfinale kann kommen. Argentinien wird wahrscheinlich Mexiko zerfetzen und Uruguay die Koreaner in Grund und Boden rennen. In Italien werden Elfmeter, Eckbälle und Ausreden geübt.
EddieTheEagle
23.06.10, 09:35
und schon wieder waere eine gruene karte angesagt oder besser gleich mehrere.
leider geht das nicht, weil mich das system immer noch zwingen will, erst einen anderen user zu bewerten und ich keinen finden kann, dem man einen gruenen geben kann ohne hoehnisch zu wirken. gandolf, der faule sack!, schreibt ja nie was. :mad:
also muss es bei einer handvoll virtueller gruener fuer thilo bleiben und noch einem zusaetzlichen - auch virtuellen - dafuer, dass er so lange durchhaelt.
da capo! :)
DreadfulGreat
23.06.10, 09:50
"Wenn wir alle schlagen, können wir es schaffen"
Horst Hrubesch
Diese goldene Weisheit! Und nicht nur Hrubesch kann Platitüden, nein, auch Loddamaddeus:
Herr Matthäus, wer, wenn nicht Sie, könnte uns sagen, wie man Weltmeister wird.
Wenn Deutschland die nächsten fünf Spiele alle gewinnt, dann sollte es klappen.
Hehe, und er hat auch noch extra für Volker "Badstuberverehrer" Volksfront eine Passage in sein Interview eingefügt:
Was ist denn dann gegen Serbien schiefgegangen?
Mit Lahm auf der rechten Seite ist die Mannschaft natürlich auch ein bisschen berechenbarer. Das war eine taktische Meisterleistung von Trainer Antic, weil er sein System geändert hat. Er hat einen Stürmer weggelassen, um im Mittelfeld Gleichzahl zu schaffen. Dann hat er einen Abfangjäger für Lahm abgestellt und die starken Offensivspieler gegen Badstuber gestellt. So ist auch das Tor gefallen, weil Zigic, der größte Spieler auf dem Platz, sich immer nach hinten fallen ließ. Die Flanke ist dann immer auf den zweiten Pfosten gekommen. Und wer war hinten?
Philipp Lahm.
Der kleinste Spieler auf dem Platz. Das habe ich im deutschen Fernsehen aber so noch nicht gehört.
Wen würden Sie für Klose in den Sturm stellen?
Cacau hat eine großartige Rückrunde gespielt. Sonst würde meine Aufstellung aber ein bisschen anders aussehen. Ich würde Philipp Lahm auf links stellen. Badstuber wirkt immer, als stünde an der Mittellinie eine rote Ampel - bis hierher und nicht weiter. Er ist ein hervorragender Innenverteidiger, aber kein Linksverteidiger. Auf rechts gibt es mehr Möglichkeiten. Wahrscheinlich würde ich Mertesacker und Friedrich im Zentrum lassen und rechts Boateng bringen.
Quelle: FR-Interview (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/sport/fussball_wm_2010/2776920_Lothar-Matthaeus-im-Interview-Wuerde-Philipp-Lahm-auf-links-stellen.html)
Heute wirds bestimmt wieder regnen...
http://www.imagebanana.com/img/5u41b8en/13070_022.jpg
DreadfulGreat
23.06.10, 16:52
Mal was kulturelles für Hering, Berger und die Buben für zwischendurch:
Hamburg / Bremer Musikantenstadl (http://www.spiegel.de/video/video-1072044.html)
Schön, wenn die Frisur ordentlich gescheitelt ist, gell?
Heute wirds bestimmt wieder regnen...
http://www.imagebanana.com/img/5u41b8en/13070_022.jpg
Der Blödel pfeift nicht schon wieder unser Spiel, oder?
1998 sagte Daniel Cohn-Bendit noch, "Die französische Mannschaft spielte gegen Le Penn!". Nun scheint diese schöne multikulti Illusion geplatzt, unter der Decke schwelen ethnische Konflikte in der franz.Nationalmannschaft.
Ausgerechnet wo doch das freie deutsche Fernsehen eine Offensive startete und die WM für Multikulti einspannen wollte. So etwa in der ARD: "Die deutsche Nationalmannschaft ist ein Spiegelbild unseres weltoffenes Multikulti Land!"
Der Fall Anelka ist aber offensichtlich nur die Spitze des Eisbergs. Dass sich in der Equipe Tricolore mittlerweile mehrere Gruppen gebildet haben, die sich untereinander nicht leiden können, gilt als offenes Geheimnis. Nach dem Spiel gegen Mexiko sprach der eher stille Yoann Gorcuff mit Journalisten - und duckte sich scheu weg, als hinter ihm Anelka und Ribéry vorbeiliefen. Da habe der Klassenbeste "dem Rüpel der Schule" Platz gemacht, "um keinen Schlag auf den Hinterkopf zu bekommen", schrieb "L'Equipe.
http://wm-2010.t-online.de/wm-2010-f...42022658/index
Scheiße, Löws Neger- und Muselhaufen im deutschen Trikot wird noch länger die Bildschirme verschandeln. Hat vielleicht auch sein Gutes, wenn der eine oder andere dumme Michel bei Spielen ins Grübeln kommt, die nicht anders aussehen, wie der ghanaische Landescup oder die Afrikameisterschaften. ^^
DreadfulGreat
24.06.10, 10:30
Scheiße, Löws Neger- und Muselhaufen im deutschen Trikot wird noch länger die Bildschirme verschandeln. Hat vielleicht auch sein Gutes, wenn der eine oder andere dumme Michel bei Spielen ins Grübeln kommt, die nicht anders aussehen, wie der ghanaische Landescup oder die Afrikameisterschaften. ^^Yepp, Hering, gut beobachtet - die Zeiten, als dein Dolferl Deutschland arisch rasserein gestaltet hat, sind unwiederbringlich verloren. Es herrscht das, was übrigens auch schon vor dem 3. Reich in Deutschland und auch sonst fast überall in Europa und anderswo Normalität war: alle möglichen Leute aus allen Herren Ländern leben zusammen. Melting Pots allerorten :)
Da darfst du dich also gerne mit abfinden. Gott sollte dir die Kraft geben zu akzeptieren, was du nicht ändern kannst. Und dann erübrigen sich auch die ganzen Verschwendungen von Speicherkapazität, die deine grenzwertigen Absonderungen in diesem Forum darstellen.
DreadfulGreat
24.06.10, 10:54
unter der Decke schwelen ethnische KonflikteHättste gerne, was :-D
http://wm-2010.t-online.de/wm-2010-f...42022658/indexLink funzt nicht. Macht aber nichts. Bei deinem Leseverständnis hat da sowieso was ganz anderes drin gestanden :-D
And now for something completely different:
ThiloS, wo ist der Spielbericht, hm?
Meister Grimbart
24.06.10, 12:07
Der Fall Anelka ist aber offensichtlich nur die Spitze des Eisbergs. Dass sich in der Equipe Tricolore mittlerweile mehrere Gruppen gebildet haben, die sich untereinander nicht leiden können, gilt als offenes Geheimnis. Nach dem Spiel gegen Mexiko sprach der eher stille Yoann Gorcuff mit Journalisten - und duckte sich scheu weg, als hinter ihm Anelka und Ribéry vorbeiliefen. Da habe der Klassenbeste "dem Rüpel der Schule" Platz gemacht, "um keinen Schlag auf den Hinterkopf zu bekommen", schrieb "L'Equipe.
http://wm-2010.t-online.de/wm-2010-f...42022658/index
hier ein Link zu Obigem, das funzt: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,701708,00.html
Jürg Altwegg von faz.net schreibt:
Aus der grenzenlosen Liebe zu „les Bleus” wurde eine fortschreitende Entfremdung. Als arrogant und egozentrisch werden sie wahrgenommen. Sie spielen nicht miteinander und nicht für ein Ideal, sondern nur noch um Geld und gegeneinander. Die Nationalmannschaft sei in rivalisierende Clans und Cliquen zerfallen, berichtete „Le Monde” vor dem Spiel gegen Mexiko: „die Schwarzen von den Antillen, die Schwarzen aus Afrika, die Weißen, die Muslime, die Söldner im Ausland, die Spieler in französischen Klubs”. Und keiner mit Gourcuff, dem Sohn ohne Migrationshintergrund aus dem französischen Bildungsbürgertum. Die Nationalmannschaft war vom Vor- zum Spiegelbild der Gesellschaft geworden.
http://tinyurl.com/36kha6m
Dazu schreibt Dr. Gudrun Eussner
…In der französischen Mannschaft, unverdient genannt “Les Bleus”, sind es die muslimischen Spieler und allen voran die drei Konvertiten Abidal, Anelka und Ribéry, die in den Ruin geführt haben.
http://www.andreas-unterberger.at/2010/06/alles-fusball-oder-noch-ein-bisschen-mehr/
Der Bankdirektor von der RaiBa hat mich angerufen und sich entschuldigt. Es täte ihm sehr leid, was vorgefallen sei, aber der Mitarbeiter, den ich mit der Vuvuzela verprügelt habe, sei schon des Öfteren dadurch aufgefallen, Vuvuzelas an Kunden auszugeben, was natürlich nicht im Sinne der Bank sei. Als quasi Entschädigungsgeschenk für die Unanehmlichkeiten kann ich mir kostenlos eine Vuvuzela abholen.
Hab ich auch gemacht und sie dann heimlich in den Auspuff des Toyota meines Nachbarn montiert. Heute morgen bereits fuhr fleißig trötend und dröhnend zur Arbeit. So als kleine Rache für sein unverschämtes Verhalten von vor 4 Jahren während der Sommermärchen-WM. Eine gute Nachricht!
Gute Nachrichten auch aus dem deutschen Führerhauptquartier- Klose ist immer noch gesperrt und wird nicht spielen. Die schlechte Nachricht: Podolski ist immer noch nicht gesperrt und wird spielen.
Tja, heute wieder vier Spiele. Eines der wichtigsten Spiele überhaupt war ja England, the Motherland of football gegen Slowenien, the Kindergarten of football. Eigentlich eine klare Sache: die Engländer gehen mit breiter Brust auf den Platz und werden von Slowenien mit 2:0 weggehauen. Aber es kam anders.
Denn die Slowenen haben Schiss. Ob vor den Engländern insgesamt oder nur Wayne Roooooooney alleine bleibt ein Geheimnis, auf jeden Fall (stellen sie sich hinten rein) „lauern sie auf einen Konter“ und haben nach 22 Minuten ihre Konterchance vom Anstoßpunkt aus, weil ein Drei-Löwer versehentlich ein Tor für die Insulaner getreten hat.
Es ist unverständlich. Jede Mannschaft müsste siegen, um in die nächste Runde zu kommen, aber die Slowenen haben so viel Angst vor einer Niederlage, dass sie keine Lust haben, auf Sieg zu spielen. Die restlichen Stunden und Tage vergehen mit englischem Gezappel vorm Slowenenkasten und erbärmlich harmlosen „Konterchancen“ der Ostgoten, die nur bis zum Mittelkreis führen.
Drüben, im anderen Spiel, ein ähnliches Bild: die Algerianer, die gegen „den Teufel USA“ (Spitzname „Teufel USA“) spielen könnten, tun das nur etwa 10 Minuten lang ohne Ergebnis und ziehen sich dann beleidigt in die eigene Hälfte zurück. Den Amerikern wiederum fällt gegen die Algerianer ungefähr so viel ein wie einem Sachbearbeiter auf dem Patentamt. Immerhin aber schaffen es die „Boys“, wie sie scherzhaft genannt werden, mal wieder ein Tor zu schießen, das mal wieder aus reiner Willkür nicht anerkannt wird. Wer will schon Amerikaner als Gruppensieger einer England-Gruppe sehen?
Also! Auch hier also noch 70 Minuten Gezappel, es sieht nicht schön aus, was die Algemerikanier da miteinander machen, spannend ist es zwar, aber das sind Spinnen, die Fliegen in ihr Netz wickeln, auch. Während drüben die Engländer ihren überragenden 1:0 Erfolg über bemerkenswert eingeschüchterte Slowenen feiern, lässt der Schiri bei den beiden Unterhunden (Spitzname „underdogs“) so lange weiterspielen, bis eine der Unterhundemeuten ein Tor schießt. Das sind die Amerikaner, ärgerlicherweise. Dies bedeutet, dass die amerikanische Nationalmannschaft (Spitzname „our troops in World-Championship“) noch vor den Engländern (Spitzname „eleven kittens“) als Truppenerste abschließen, die Algerier (Spitzname „Schande des Islam“) und die Slowenen (Spitzname „feige Bande“) fahren zu Recht nach Hause.
Das riecht komisch und bedeutet, dass, wenn „unsere Jungs“ heute gegen die „ghanaischen Jungs“ sensationell gewinnen, die Engländer unser alter Feind und Gegner im Achtelfinale sind.
Die Rechenarithmetik wird wieder fleißig bemüht, aber als Ergebnis kommt immer das Gleiche raus: Deutschland muss siegen. Wie eigentlich immer.
Um 20:30 treten die Treter um „Prinz Boateng“ gegen unsere Filigranmeister um „Bruder Boateng“ an, faktisch wird, einmalig in der Fußballgeschichte, auf jeden Fall ein Boateng im Achtelfinale stehen, wenns blöd läuft, sogar beide.
Die Ghanaer sind zu elft, wir zu zehnt und Podolski, der irgendwie immer noch „spielen“ darf, obwohl er beim FC Köln unter Vertrag ist.
Drücken wir es so aus. Der Siegeswille bei Löws Babys ist da, aber das ist auch das Einzige, was wirklich sichtbar ist. Der beteiligte Zuschauer sieht das Bemühen und den Drang nach vorne, der unbeteiligte Zuschauer ein grauenhaftes Gekicke von Fehlpässen, Stolperern, harmlosen Distanzschüssen und Flanken ins Nirvana, bei den paar Vorstößen der Ghanaer wackelt die deutsche Abwehr bedenklicher als auf den Seelower Höhen anno ´45. Vielleicht liegt es daran, dass wir mit den Ghanaern keine Rechnung offen haben und uns eigentlich bedanken müssen, dass Kevin Prinz Boing Michael Kapitän Ballack auf die heimische Wohnzimmercouch geschickt hat, ich weiß es nicht.
Lahm jedenfalls gibt den Ersatzkapitän auf einigermaßen stürmischer See und Özil sich Mühe. Der Boateng-Bruder Boateng auch. Nur: fruchtloses Gekicke trägt eben keine Früchte. Bis zur Pause fallen ungefähr so viele Tore wie Blätter im Frühling.
Im anderen Spiel sehen sich die Australier in ein Spiel mit den Serben verwickelt, die als Deutschland-Bezwinger mit der Attitüde auf den Platz gekommen sind, jetzt auch Weltmeister werden zu können. Für die Aussies also eine unangenehme Ausgangslage. Sie müssten quasi 10:0 gewinnen und gleichzeitig müssten Jogis Bären die Ghanaer mit ungefähr 10:0 abspecken, damit Aussies und Germans beide weiter sind.
Die Serben wiederum verlassen sich darauf, eine Alte-Herren-Mannschaft bezwingen zu können, wenn sie nur ein- bis zwei Torchancen irgendwann verwerten können, ansonsten scheint man bei den Kollegen schon geistig im Achtelfinale zu sein, den man geht es eher gemächlich an. In der 38sten machen schließlich die Serben ihr erstes Tor, aber wer im Abseits steht, der bekommt auch kein Tor anerkannt und so bleibt es auch hier bis zur Pause beim 0:0. Ghana und Deutschland wären zwar weiter, aber wenn Gott einen schlechten Tag hat, lässt er Ghanaer und Serben ein- oder zwei Tore schießen und die deutsche Mannschaft kann sich im Frankfurt künftig dem „Public Viewing“ anschließen..
Die zweite Halbzeit.
In der 51sten Minute sind die Ghanaer plötzlich vor dem deutschen Kasten und ziehen ab, aber unser Torwart hält, als sei er Kahn. Neuer geht’s nicht! Immerhin scheint dies die Panzer (Spitzname „Deutsche Mannschaft“) etwas zu inspirieren und zum Stolz aller Deutschen und solcher, die es gerne werden möchten, zieht ein von sich selbst überraschter Özil aus 20 Metern ab und – oh Wunder – direkt ins ghanaische Gehäuse, was einen ganzen Kontinent zu einem entsetzten Aufschrei bringt. 1:0 für Deutschtürkland.
Seltsamerweise lässt das „drüben“ die Australier hoffen. Vielleicht ginge ja doch noch etwas und jetzt rennen die Australier los. Während sich bei den Deutschen Podolski damit begnügt, einem Ghanaer den Kopf vom Rumpf zu schießen, machen die Aussies den konsternierten Serben das 1:0 zu aller Überraschung rein.
Arithmetik: Selbst, wenn die Gahaner es tatsächlich schaffen, an Neuer vorbeizukommen (was schwieriger ist, als an Mertesacker vorbeizukommen), wäre Deutschland mit einem Unentschieden weiter, machen hingegen die Deutschen noch ein Tor, dann müssen die Australier auch nur noch ein Tor machen, um dann gegen die Amerikaner zu spielen.
An den Australiern liegt es jedenfalls nicht. Während die Serben noch damit beschäftigt sind, den australischen Keeper mit Fehlschüssen zu verärgern, wird in ihrem eigenen Strafraum Fußball gespielt und die Australier führen nun 2:0.
Entweder muss also noch ein deutsches oder ein australienisches Tor her.
Die Ghanaer wiederum wissen, dass sie, Niederlage hin oder her, zum jetzigen Zeitpunkt auf jeden Fall weiter wären und, gnihihi, gegen den Fußballriesen USA antreten müssten, dementsprechend entspannt agieren sie und simulieren so ein wenig Angriffsgeist, was zwar Neuer wachhält, aber für die Reste des verkrampften deutschen „Offensivspiels“ kontraproduktiv ist. Aus Rache wechselt Löw Trochowski und Kroos ein, während Schweinsteiger mit dem klassischen deutschen Wadenkrampf vom Platz hinkt.
Die kleinen Serben wiederum, stur, wie sie sind, wollen sich partout nicht geschlagen geben und setzen den amerikanischen Keeper unter Dauerfeuer und tatsächlich – sie kommen noch mit einem Tor wieder heran.
Während bei Deutschland/Ghana langsam die Partie einschläft, ist bei den Serben die Hölle los, alleine, es soll nicht sein. Die Australier gehen als besiegter Sieger vom Platz, die Serben fahren als tapfere Verlierer nach Hause, die Deutschen sind pflichtgemäß Gruppenerster, die Ghanaer retten sich gerade noch so ins Achtelfinale.
Die Deutschen üben sich also in Zurückhaltung, die Engländer gemeinsam mit Podolski im Elfmeterschießen, die Amerikaner im Feiern, die Ghanaer im Cool-sein und die Italiener laut Eigenaussage in Vertragsverhandlungen für ihren morgigen Sieg gegen die unbedarften Slowaken.
Yepp, Hering, gut beobachtet - die Zeiten, als dein Dolferl Deutschland arisch rasserein gestaltet hat, sind unwiederbringlich verloren. Es herrscht das, was übrigens auch schon vor dem 3. Reich in Deutschland und auch sonst fast überall in Europa und anderswo Normalität war: alle möglichen Leute aus allen Herren Ländern leben zusammen. Melting Pots allerorten :)
Mach dir keine Hoffnungen Kleiner, der Muku-Dreck und seine Auswüchse werden vom deutschen Volk bald gründlich entsorgt und dieser Haufen von Negern und Kameltreibern, den uns die Verderber und Feinde unseres Volkes als Nationalmannschaft verkaufen will wird dann ein dunkles Kapitel der Geschichte sein. Türke Özil, der sich rotzig erdreistet im deutschen Trikot aufzulaufen wird seine Koranverse wieder in Anatolien murmeln, wo sein Platz ist, und sein dummes Weibsstück darf er mitnehmen und in die Burka stecken.
http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/leute/2010/06/24/anna-maria-lagerblom-mesut-oezil/sarah-connors-schwester-ist-muslima-islam.html
Özil, lege bitte den Koran Sure 4 Vers 34 bei Anna-Maria strikt aus, das bist du Allah schuldig: :-D
Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderenausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen, die demütig Ergebenen und diejenigen, die Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren.Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!
hier ein Link zu Obigem, das funzt: http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,701708,00.html
Jürg Altwegg von faz.net schreibt:
Stimmt, aber es ist nur die eine Seite, daß es ein zerstrittener Muku-Haufen und keine Mannschaft ist. Noch schlimmer ist, man stiehlt den betroffenen Nationen und Völkern die Identität und ein sportliches Highlight, weil sie keine eigene Mannschaft haben, mit der sie teilnehmen und mitfiebern können. Zweitens betrügt man andere wirkliche National-Mannschaften, weil es kein faires Nationenturnier mehr ist, sondern nur noch zählt, welches Land die besten Spieler einkauft und ihnen einen Pass aufs Auge drückt. In der BRD kommt dazu noch die verbrecherische Komponente der Politbagage, die damit dem autochthonen deutschen Volk, die eigene Ausrottung schmackhaft machen wollen.
Für das Verbrechen am deutschen Volk betreiben die Muku-Schergen auch noch Propaganda im Systemfunk. :angry:
gBzJWF8-E74
DreadfulGreat
24.06.10, 17:54
Noch schlimmer ist, man stiehlt den betroffenen Nationen und Völkern die Identität und ein sportliches Highlight, weil sie keine eigene Mannschaft haben, mit der sie teilnehmen und mitfiebern können.
:haha:
Das erzählst du mal den ganzen Leuten, die sich zu hunderttausenden in den Städten zum Öffentlichen Gucken treffen.
Zweitens betrügt man andere wirkliche National-Mannschaften, weil es kein faires Nationenturnier mehr ist, sondern nur noch zählt, welches Land die besten Spieler einkauft und ihnen einen Pass aufs Auge drückt.
Was ist noch mal deine Lieblings-Fußballnationalmannschaft, Hering? Rrrrüschtüsch, Italien. Klar - alte Achsenmacht ;-) Die haben 4 Tore und 2 Punkte in 3 Spielen, sind 4. ihrer (einfachen) Gruppe und fahren heim zu mamma :banana:
In der BRD kommt dazu noch die verbrecherische Komponente der Politbagage, die damit dem autochthonen deutschen Volk, die eigene Ausrottung schmackhaft machen wollen.Niemand wird hier ausgerottet. Noch nicht mal die, die Dummheit verbreiten und anderen Leuten die Luft wegatmen.
Für das Verbrechen am deutschen Volk betreiben die Muku-Schergen auch noch Propaganda im Systemfunk. :angry:
gBzJWF8-E74
Das ist wirklich ein sehr gelungener Spot. Wundert mich, dass die trockenen Funktionäre beim DFB solche guten Ideen haben. Wird wohl Herrn Bierhoff eingefallen sein :)
Unbelehrbar
24.06.10, 18:08
Das ist ja wie Weihnachten! Frankreich zu Hause, Italien kriecht als Gruppenletzter hinterher. Wenn wir jetzt noch die Inselaffen nach Hause schicken war die WM schon ein Erfolg. ^^ ;-)
PS: Was hatte die italienische Weichflöte da eigentlich im Tor zu suchen? :-D
Unbelehrbar
24.06.10, 18:55
Selbst an der Schauspielerei haben sie nicht fleißig gearbeitet. :(
-> http://www.youtube.com/watch?v=chzs-MHt7fI
Ich habe die Szene gesehen. Warum ist denn der Idiot überhaupt dem slowakischen Keeper nachgerannt? Was hatte er da im Tor zu suchen, der dämliche Waffelbäcker?
K.-H. Hirmer
25.06.10, 00:38
Özil, lege bitte den Koran Sure 4 Vers 34 bei Anna-Maria strikt aus, das bist du Allah schuldig: :-D
Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah die einen vor den anderenausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen, die demütig Ergebenen und diejenigen, die Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren.Und jene, deren Widerspenstigkeit ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!
Wo hast Du denn den Mist kopiert?
Im Koran Sure 4 Vers 34 steht in Wahrheit:
Die Männer sind den Weibern überlegen wegen dessen, was Allah den einen vor den anderen gegeben hat, und weil sie von ihrem Geld (für die Weiber) auslegen. Die rechtschaffenen Frauen sind gehorsam und sorgsam in der Abwesenheit (ihrer Gatten), wie Allah für sie sorgte. Diejenigen aber, für deren Widerspenstigkeit ihr fürchtet - warnet sie, verbannt sie in die Schlafgemächer und schlagt sie. Und so sie euch gehorchen, so suchet keinen Weg wider sie; siehe Allah ist hoch und groß.
Das ist - insbesondere wenn man die soziale Situation in Arabien des 7. Jahrhunderts bedenkt - etwas völlig anderes, als das, was Du uns hier weismachen willst.
Und natürlich darf man den Gesamtkontext des Koran nicht außer Acht lassen, wenn man verstehen will, was da gemeint ist. Aber dazu müsste man den erstmal gelesen haben ... :augenrollen:
Quelle: Der Koran, Aus dem Arabischen übersetzt von Max Henning, Philipp Reclam jun. GmbH &Co, Stuttgart 1991, ISBN 3-15-004206, Seiten 95 + 96
Noch so einer "Man muß den Koran in seinem gesammt Kontext verstehen"!Nichts muß ein Europäer verstehen,weder den Islam noch die Kultur,und schon garnicht den Koran.Wer so etwas sagt ist schlicht weg gemein gefährlich.Wir Deutschen haben die Welt nach vorne gebracht mit unseren Wissenschaften.Die Musels täten besser daran uns zu verstehen,dann bräuchten sie in ihren Herkunftsländern nicht mehr aus den Fenster kacken,und nicht mehr herkommen um zu schmarotzen.
Fingerzeiger
25.06.10, 09:29
Ohne die Musel gäbe es keine deutsche Wissenschaft, die die Welt nach vorne gebracht hat
Ich habe die Szene gesehen. Warum ist denn der Idiot überhaupt dem slowakischen Keeper nachgerannt? Was hatte er da im Tor zu suchen, der dämliche Waffelbäcker?
Hast wohl nie Fußball im Verein gespielt? Der Italiener wollte den Ball holen, damit es so schnell als möglich weitergeht. Waren ja etwas in Zeitnot, diese miesen Umfaller.
:)
Italien raus,ist doch kein Wunder wenn bereits Inter Mailand hin und wieder ohne einen Italiener spielt.Heißer Tipp aus der BRD man sollte es doch mal mit Pass oder Plastik Italiener versuchen.Dann hätten wir in Europa noch eine Nationalmannschaft FC Afrika.
Meister Grimbart
25.06.10, 11:30
Halleluja, diese Weltmeisterschaft ist so recht nach meinem Herzen! Lauter Unerwartetes und dann noch das:
WM 2010 - Frust: Algerier schlägt Reporterin
http://de.eurosport.yahoo.com/24062010/73/wm-2010-frust-algerier-schlaegt-reporterin.html
Aus Frust über die Niederlage gegen die USA klatsche Rafik Saifi in den Katakomben der algerischen Reporterin Asma Halimi eine ins Gesicht. Die, aber unverdrossen, fuhr die Krallen aus und schlug Rafik aufs Maul, wobei ihre Fingernägel Saifis Lippe blutig rissen. Ha, Frauenpower, das gefällt mir !!!
:banana::banana::banana:
K.-H. Hirmer
25.06.10, 11:53
Ohne die Musel gäbe es keine deutsche Wissenschaft, die die Welt nach vorne gebracht hat
Richtig. :thumbsup:
Richtig. :thumbsup:
Und ohne Adam und Eva gäbe es dich nicht,aber das ist nicht mehr zu ändern.
Ohne die Musel gäbe es keine deutsche Wissenschaft, die die Welt nach vorne gebracht hat
Die Wissenschaft hat die für Dich wohl unangenehme Eigenschaft, daß sie seit einiger Zeit weltweit verknüpft ist, solange es nicht um militätische Entwicklungen geht.
Daß Deine "Musels" (Zitat s.o.) für einen großen Teil der europäischen Wissenschaft irgendwann mal die Basis geliefert haben, ist unbestritten. Aber inzwischen beschäftigt sich die mohammedanische Wissenschaft wohl hauptsachlich damit, alles, was den im Orient Herrschenden gefällt in den Koran rein- und wieder raus zu interpretieren.
Hast wohl nie Fußball im Verein gespielt? Der Italiener wollte den Ball holen, damit es so schnell als möglich weitergeht. Waren ja etwas in Zeitnot, diese miesen Umfaller.
:)
Ist es dann Pflicht, den gegnerischen Torwart bei dieser Gelegenheit ins Netz zu schubsen?
(Habe ich vielleicht in den Regeln überlesen!)
Wenn er auf den Torwart gewartet hätte, hätte Italien noch mindestens 2 Minuten länger versuchen können, Tore zu schießen. Aber so rum war's mir lieber!
:-D
So weit ich weiß dienten die musel Wissenschaften im weitesten Sinne der Astrologie.Nun Astrologie und Hell oder Wahrsagen hängen eng zusammen,das ist wohl der Grund das es musel Wissenschaften überhaupt gab.
Halleluja, diese Weltmeisterschaft ist so recht nach meinem Herzen! Lauter Unerwartetes und dann noch das:
WM 2010 - Frust: Algerier schlägt Reporterin
http://de.eurosport.yahoo.com/24062010/73/wm-2010-frust-algerier-schlaegt-reporterin.html
Aus Frust über die Niederlage gegen die USA klatsche Rafik Saifi in den Katakomben der algerischen Reporterin Asma Halimi eine ins Gesicht. Die, aber unverdrossen, fuhr die Krallen aus und schlug Rafik aufs Maul, wobei ihre Fingernägel Saifis Lippe blutig rissen. Ha, Frauenpower, das gefällt mir !!!
:banana::banana::banana:
Als algerische Mohammedanerin hätte sie eigentlich wissen müssen, daß sie die Schläge eines Glaubensbruders dankend zu quittieren hat.
:masse:
Heute auf der Autobahn habe ich ein wunderbares Geschenk bekommen, nämlich – rischtiiiisch – eine dieser saudummen „ich-bin-ein-lieber-Deutschland-Fan-bitte-nicht-schlagen“-Fähnchen, abgerissen von einem Opel-Meriva, der bis über die Toppen beflaggter war als die „Queen Mary“ am Königinnengeburstag. Mitten ins Fahrersichtfeld, weil sich der dämliche Lappen unter dem Scheibenwischer verhakt hat. Bezahlt habe ich den Fetzen dann doch und zwar mit der Rechnung für die Leitplanke, in die ich in weiser Voraussicht geballert bin. Immerhin konnte ich so in schön-einiger Dreifarbigkeit die Reste der Windschutzscheibe von meinem Cockpit wischen. Vielen Dank dafür, oh Opel-Fahrerin, mögest Du für den Rest Deines Lebens mit einer kaputten Zylinderkopfdichtung bestraft werden.
Die deutsche Nationalmannschaft hat nach ihrem grandi- und furiosen Sieg über die, deren Name ich schon wieder vergessen habe, heute ein Ruhepäuschen eingelegt, was im Klartext bedeutet, dass Müller und Neuer mit Nutella-verschmierten Mäulchen in irgendeine Werbekamera gegrinst haben. Man entspannt sich vor der Mutter aller Fußball-Schlachten gegen Engeland, schaut Videos aus glorreichen Tagen und prügelt Podolski durch die Hotelanlage. So muss das sein, so ist das richtig. Die beiden obengenannten Herren wurden außerdem von Hansi dem Unvermeidlichen zu einer Pressekonferenz gezerrt, wo sie auf Englisch erklärten, dass sie keine Fragen auf Englisch beantworten, was ja irgendwie auch Sinn macht…
Heute war D-Day in Gruppe F. Theoretisch hatten drei Mannschaften die Chance weiterzukommen, praktisch würden es zwei Mannschaften werden und natürlich war Paraguay schon durch, Kamerun schon untendurch, sodass das Feld der Ehre von der „Squadra Azzura“ (auf Deutsch: den „Simulanten“) als amtieremdem besten Team der Welt und den irgendwie ins Turnier gefallenen Slowaken betreten wurde. Heute also Unterhaltung pur.
Und es wurde eine Unterhaltung. Vor allem mit den jeweils gegnerischen Spielern. Aber der Reihe nach: der amtierende Duce von Italia, Marcello mit der dicken Lippi sagte vor dem Spiel den bedeutungsvollen Satz: „Keine Panik. Ich bin 62 Jahre alt und habe schon viele Titel geholt. Seien Sie also nicht überrascht, wenn dieses Team plötzlich hervorragenden Fußball spielt und ins Rollen kommt.“ Sagte er. Gemeint hat er allerdings die Slowaken, nicht seine Mannschaft.
Am Anfang ist es so wie immer: die Italiener tun so, als wollten sie eigentlich Fußball spielen, seien aber zu krank dazu. Gelegentlich ein Torschuss, der den Namen nicht verdient, ansonsten spielen die Herren vom Stiefel einen solchen auch zusammen, dass jeder Bambini-Trainer in Deutschland seine Schützlinge dafür zu Recht durchprügeln würde.
Das geht ungefähr 24 Minuten so, italienische Fouls sind dadurch zu erkennen, dass ein Slowake zu Boden fällt, sich ein Italiener aber dramatisch unschuldig den Ball schnappt. Ist immer nur „Ball gespielt“. Und weil die Italiener in mediterraner Schwerfälligkeit die Slowaken nicht so richtig ernst nehmen (wir erinnern uns: Vertrag ist Vertrag) gibt de Rossi auch schon mal einen Pass an den Gegner. Die Slowaken lassen sich auch nicht lumpen und machen das 1:0.
Das war so nicht abgesprochen. Die Slowaken müssen da etwas im Vertragstext missverstanden haben.
Die Italiener rächen sich mit einem Tritt gegen einen Slowaken, der daraufhin seine Beinknochen einmal live und in Farbe betrachten darf, machen ansonsten aber einen recht entspannten Eindruck, weil sie ja noch eine Menge Zeit haben und die mittlerweile beiden nötigen Elfmeter schon irgendwann bekommen werden.
Bis zur Pause bleibt es auf jeden Fall ruhig, die Italiener verlassen sich auf ihre fußballerischen Schauspielkünste und auf „den Vertrag“, den sie mit dem Fußballgott und vielleicht auch den Slowaken haben.
Ab der 46sten Minute fängt die Squadra Azzura allerdings an, sich in einer Art „Twilight-Zone“ zu befinden und gewinnt den Eindruck, gegen Brasilien zu spielen, denn die Ex-Tschechen spielen plötzlich tatsächlich den Fußball, den eigentlich DickLippi versprochen hatte. Zuerst einmal stehen sie hinten nämlich kompakt und lassen den Weltmeister frecherweise nicht in den Strafraum. Das ist doof, denn so nutzt es nichts, wenn sich ein Italiener fallen lässt. Dann machen sie aber auch noch etwas anderes, die Slowaken. Sie versuchen nämlich, sehr respektlos, ein zweites Tor zu schießen, was zr Überraschung aller Anwesenden und Zuschauer tatsächlich gelingt und nach 73 Minuten steht es plötzlich 2:0.
Jetzt braucht es schon drei Elfmeter. Das ist ziemlich viel und in 27 Minuten fast nicht zu schaffen. Irgendein Idiot ruft von der Seite herein, dass die Unterschrift der Slowaken auf jenem Vertrag vergessen wurde und dass die Italiener mit diesem Ergebnis ihren Titel künftig nur noch brüllend vor dem Fernseher verteidigen werden und plötzlich – plötzlich fällt den Stiefeljungs ein, dass sie ja eigentlich einmal auch richtigen Fußball statt nur eine Fußballimitation spielen könnten. Jetzt rennen sie, die Rossis und Pepes, erschrecken die Slowaken derart, dass die unaufmerksam werden und dann zappelt der Ball im slowakischen Netz und es steht nur noch 2:1.
Ein Blauer mit dem dramatisch klingenden Namen Quagliarella ist darob derart euphorisch, dass er dem slowakischen Keeper, der arglos den Ball wie weiland Petrus aus seinem Tornetz fischen möchte, nachrennt und erst einmal eine aufs Maul gibt. Der Geschlagene wehrt sich, indem er die Hand hebt, um weiteren Schaden von sich abzuwenden, Quagliadings, den er kaum berührt hat, sinkt mit dramatischer Geste noch im Tor bewusstlos und mit gedachtem Nasenbeinbruch zu Boden, vergisst aber in seinem darstellerischen Eifer, dass das Spiel noch nicht wieder angepfiffen wurde und er deswegen auch keinen Elfer kriegt.
Der Schiedsrichter entwirrt den Knäuel, der sich zwischen den slowakischen Pfosten gebildet hat, verteilt zwei gelbe Kärtchen, und weiter geht es.
Quagliadings, der sich von seiner Bewusstlosigkeit und seinem Nasenbeinbruch schnell erholt hat, haut, da er den slowakischen Keeper nicht mehr hauen darf, eben den Ball ins Tor, lernt aber zu seiner bösen Überraschung jetzt die Abseitsregel kennen und während er schon mit messianisch ausgebreiteten Armen zum Glücksflug ansetzt, ist die Fahne des Linienrichters oben und der Treffer zählt nicht. Elfmeter gibt es auch keinen.
Die allerbeste Mannschaft der Welt (Eigeneinschätzung) ist darob derart konsterniert, dass sich zwei/drei Slowaken an ihr vorbeimogeln können und auf kurz das 3:1 machen.
Noch zwei Minuten plus Nachspielzeit.
Das reicht einer türkischen Mannschaft ziemlich locker für 4 Tore, aber die Italiener, obwohl jetzt plötzlich aufspielend wie eine Truppe Rumänen in der Fußgängerzone, sind eben keine Trken, auch, wenn sie so ähnlich aussehen. Quagladings jedenfalls ist vom Ball nur dann zu trennen, wenn er ihn selbst auf ein Tor schießt und macht tatsächlich in der 93sten Minute noch den Anschlusstreffer gegen verblüffte Slowaken, die geistig schon in der nächsten Runde waren.
Der englische Schiedsrichter, in einem früheren Leben Folterknecht, lässt noch einmal zwei Minuten mehr nachspielen, um die Dramatik noch etwas zu erhöhen, aber es bleibt dabei – die Slowaken gewinnen gegen völlig verblüffte und konsternierte Angeber mit 3:2 und die Italiener, die in den ersten beiden Spielen nur so wie in den letzten 10 Minuten dieser WM hätten zu spielen brauchen, fahren als die Überraschungsversager und schlechteste Schauspieltruppe nach Hause und in Lebensgefahr. Es wird viel geweint. In Italien. Diesmal allerdings in echtem und nicht in Phantomschmerz.
Im anderen Spiel der Gruppe trennen sich die 4te Mannschaft Paraguays gegen die sympathischste Mannschaft Neuseelands unentschieden, die zwar geschlagen, dennoch aber unbesiegt nach Hause fahren, mit 0:0, aber nachdem sich die Spieler nicht für das Spiel interessiert haben, wollen wir dies hier ebenfalls nicht tun.
Am Abend dann ebenfalls noch zwei Spiele, die aber ebenfalls keinen aufrecht gehenden Menschen interessieren, denn Hauptsache, Italien ist raus, nur soviel: die Niederländer trennen sich pflichtbewusst 2:1 von Kamerun, die ebenfalls die Heimreise antreten, in der anderen Party fegen die Japaner mit Honda, Toyota, Mitsubishi und Kawasaki die Dänen mit 3:1 vom Platz und ins Flugzeug und sind ebenfalls weiter.
Bei uns heute am Stadtkreisel, an dem normalerweise sportliche Siege gefeiert werden, ist heute ganz normaler Verkehr. Und ich stelle fest, dass wir in unserer 100.000 Einwohner-Stadt nur einen Slowaken haben. Der fährt viermal hupend und mit slowakischer Fahne im Kreis und verschwindet dann im Feierabendstau.
Italien ist raus.
Und ich kann endlich wieder Pizza-Essen gehen, ohne mir von Luigi ständig anhören zu müssen, „wie sönne Italia hat de Fusseballe gespiele gegge Deutseland in Sssweitausendsesse“. Grappa aufs Haus?
http://www.wdr.de/radio/wdr2/schwerpunktthemen/559661.phtml
:D
Meister Grimbart
26.06.10, 10:43
Ich fände es gut, wenn wir morgen ohne die, die unsere Nationalhymne nicht singen mögen, spielen würden und trotzdem gewännen.
Ich fände es gut, wenn wir morgen ohne die, die unsere Nationalhymne nicht singen mögen, spielen würden und trotzdem gewännen.
Ich finde es gut und ehrlich, wenn der Özil unser Lied der Deutschen nicht singt.
Das ist Respekt vor dem Gastvolk. Über diesen obscurchromatischen, den ich letztens mitsingen gesehen habe, habe ich mich gar nicht gefreut. :(
Ich finde es gut und ehrlich, wenn der Özil unser Lied der Deutschen nicht singt.
Das ist Respekt vor dem Gastvolk. Über diesen obscurchromatischen, den ich letztens mitsingen gesehen habe, habe ich mich gar nicht gefreut. :(
Betet der Özil während der Hymne (innerlich natürlich) nicht Koransuren? Oder verwechsel ich den?
Ich sehe es gerade nicht als Respekt an - wenn man die Staatsbürgerschaft erwirbt, sollte man ein Bürger des jeweiligen Landes werden (wirklich dazugehören!) wollen, nicht wie bei einer Rabattkarte nur der Vorteile wegen.
Mit Gästen ist es bekanntermaßen wie mit Fisch...:augenrollen:
Ich sehe es gerade nicht als Respekt an - wenn man die Staatsbürgerschaft erwirbt, sollte man ein Bürger des jeweiligen Landes werden (wirklich dazugehören!) wollen,
Er ist ja Bürger, aber eben kein Deutscher. Finde es gut, dass er das einsieht und nicht so tut, als wäre er Deutscher. Die Hymne ist ja nicht irgendein Liedchen, welches man singen muss oder als Spielverderber zu gelten hat. Nein, er ist kein Deutscher und somit bedeutet das Lied der Deutschen für ihn nichts und ich finde seine diesbzgl. Ehrlichkeit sehr gut. Ehrlichkeit tut not in diesem Land.
Er ist ja Bürger, aber eben kein Deutscher. Finde es gut, dass er das einsieht und nicht so tut, als wäre er Deutscher. Die Hymne ist ja nicht irgendein Liedchen, welches man singen muss oder als Spielverderber zu gelten hat. Nein, er ist kein Deutscher und somit bedeutet das Lied der Deutschen für ihn nichts und ich finde seine diesbzgl. Ehrlichkeit sehr gut. Ehrlichkeit tut not in diesem Land.
Ehrlichkeit - Zustimmung.
Wenn es ihm nichts bedeutet (also allgemein Land und Kultur), weiß ich nicht, was er hier will :mad: außer als Beispiel zu dienen, daß Integration nicht funktioniert.
Wie es funktionieren kann, sah ich einmal (als ein Beispiel) in einem Bericht über Kleingärtner. Einmal ein Neger, der begeistert war von deutschen Tugenden - Ordnung und Sauberkeit, Pünktlichkeit usw. - mit perfekt geschnittener Hecke, Rasen...der deutscher Staatsbürger wurde, da er Kultur und Tugenden so schätzte. Ein gebildeter und studierter Mann, der sicher auch in anderen Industrieländern Arbeit gefunden hätte, aber er wollte nach Deutschland, weil er sich in das Land verliebt hatte, zum Wohle daran mitarbeiten.
Dann eine (südost-)asiatische Familie, die für Wagner, deutsche Klassiker (Literatur) schwärmten, ebenfalls wirtschaftlich erfolgreich, aber begeistert von Schrebergärten, weil selbstangebaute Lebensmittel so viel gesünder sind und aus Liebe zu(m) Pflanzen und Gärtnern.
So ist Einwanderung eine Bereicherung! Und in Maßen auch kein Problem, war es auch nie. Auch bei den sog. germanischen Stämmen war die Zugehörigkeit eher eine geistige, diese konnten auch Fremde zu Dazugehörigen machen (obwohl zugegeben die Quellenlage da etwas dünn ist, aber so ist es mir bekannt - ganz gut dargestellt in dem Hollywoodstreifen "Der 13.Krieger", der zwar eben Hollywood ist, aber doch mEn die Mentalität ganz gut trifft, auch die Berzerker-/Wolfskrieger usw...aber gut ich schweife ab...*tüdelüh*).
Ich frage mich was soll dieses multikulti hoch gejubele der deutschen Nationalmannschaft?Das funktioniert auch nur weil sich 90% der Fußballfans nicht für Fußball interessieren.Da fällt es natürlich niemanden auf das die deutsche Nationalmannschaft seit über 10 Jahre nur noch 2.klassig ist.
Aber wir haben wieder ein bißchen DDR mehr.So total den Sport für pol.Zwecke zu nutzen gab es nur in der DDR.
Meister Grimbart
26.06.10, 12:19
Er ist ja Bürger, aber eben kein Deutscher. Finde es gut, dass er das einsieht und nicht so tut, als wäre er Deutscher. Die Hymne ist ja nicht irgendein Liedchen, welches man singen muss oder als Spielverderber zu gelten hat. Nein, er ist kein Deutscher und somit bedeutet das Lied der Deutschen für ihn nichts und ich finde seine diesbzgl. Ehrlichkeit sehr gut. Ehrlichkeit tut not in diesem Land.
Interview mit Özil:
tz: Was geht in Ihnen vor, wenn Sie vor dem Spiel die Nationalhymne hören?
Özil: Ich bin natürlich stolz (?). Und ich bete Verse aus dem Koran – das gibt mir Kraft. Wenn ich das nicht machen würde, hätte ich ein schlechtes Gefühl.
http://www.tz-online.de/sport/nationalmannschaft/tz-interview-mesut-oezil-492787.html
Tja, ist das vielleicht einer faule Ausrede von Özil .- kann der nicht in der Kabine beten?
Tja, ist das vielleicht einer faule Ausrede von Özil .- kann der nicht in der Kabine beten?
Kann mir vorstellen, dass er stolz auf seine eigene Leistung ist - also es geschafft zu haben, spielen zu dürfen - und das ist ja auch ok.
Aber Stolz auf die Ehre zu sein, für sein Volk kämpfen zu dürfen, das kann es nicht sein. Dazu müsste er für die Türkei spielen.
Da fällt es natürlich niemanden auf das die deutsche Nationalmannschaft seit über 10 Jahre nur noch 2.klassig ist.
Ist mir auch vollkommen unwichtig. Es ist ein Wettstreit der Völker - ein Anlass zum friedlichen Feiern. Jede Mannschaft, die mitmacht ist toll und schenkt uns schöne Momente. Auch wenn sie nicht wie die besten spielen. Das ist doch das schöne... wenn sich die Völker friedlich messen und respektieren. Da braucht man keine erstklassige, mit Superspielern verausländerte Mannschaft. Im Gegenteil!
Aber wir haben wieder ein bißchen DDR mehr.So total den Sport für pol.Zwecke zu nutzen gab es nur in der DDR.
Wenn Du die Agit-Prop-Sekretärin (in ihrer Rolle von 2006) dazuzählst, hast Du recht!
:-D
Kann mir vorstellen, dass er stolz auf seine eigene Leistung ist - also es geschafft zu haben, spielen zu dürfen - und das ist ja auch ok.
Aber Stolz auf die Ehre zu sein, für sein Volk kämpfen zu dürfen, das kann es nicht sein. Dazu müsste er für die Türkei spielen.
Er hat hier in Deutschland gelernt, Fußball zu spielen und durfte frei entscheiden, ob er für das Land, in dem er lebt oder für das Land seiner Eltern spielen will.
Er hat sich wohl nach Sichtung der Angebote von verschiedenen Vereinen, dafür entschieden, für Deutschland zu spielen. Sein Vater ist schließlich wohl auch nach Deutschland gekommen, weil er hiermehr verdienen konnte.
:-D
Ist mir auch vollkommen unwichtig. Es ist ein Wettstreit der Völker - ein Anlass zum friedlichen Feiern. Jede Mannschaft, die mitmacht ist toll und schenkt uns schöne Momente. Auch wenn sie nicht wie die besten spielen. Das ist doch das schöne... wenn sich die Völker friedlich messen und respektieren. Da braucht man keine erstklassige, mit Superspielern verausländerte Mannschaft. Im Gegenteil!
Du scheinst erkannt zu haben, daß auch der Fußballsport ein Spiel ist! Und bei jedem Spiel gibt es gute und schlechte Verlierer.
:yesnod:
Ich frage mich was soll dieses multikulti hoch gejubele der deutschen Nationalmannschaft?Das funktioniert auch nur weil sich 90% der Fußballfans nicht für Fußball interessieren.Da fällt es natürlich niemanden auf das die deutsche Nationalmannschaft seit über 10 Jahre nur noch 2.klassig ist.
Aber wir haben wieder ein bißchen DDR mehr.So total den Sport für pol.Zwecke zu nutzen gab es nur in der DDR.
So? Zweitklassig?
WM 1990 Weltmeister
EM 1992 Vize-Europameister
WM 1994 Viertelfinale
EM 1996 Europameister
WM 1998 Viertelfinale
WM 2002 Vize-Weltmeister
WM 2006 WM-Dritter
EM 2008 Vize-Europameister
So sehen also "zweitklassige" Mannschaften für den Herr Berger aus?
Du hast wirklich so von garnix Ahnung, gell?
streite Euch doch nicht ueber Fußball spielende Tuerken sondern freut Euch die "Whaps" sind draußen. :banana:
Ist mir auch vollkommen unwichtig. Es ist ein Wettstreit der Völker - ein Anlass zum friedlichen Feiern. Jede Mannschaft, die mitmacht ist toll und schenkt uns schöne Momente. Auch wenn sie nicht wie die besten spielen. Das ist doch das schöne... wenn sich die Völker friedlich messen und respektieren. Da braucht man keine erstklassige, mit Superspielern verausländerte Mannschaft. Im Gegenteil!
Quatsch die Fußball WM war nie ein Fest der Völker,und wurde auch nicht so verstanden.Früher konnten nur 16 Mannschaften an der WM teilnehmen und die Qualifikation war hart,mit Ausnahmen spielten da nur die besten Nationalmannschaften.Dieser Wettbewerb wurde seit einigen Jahren so verwässert,das ich kaum noch hinschaue.Diese WM ist nur noch eine Propaganda Show und ein Spaß Event,für Leute die sich kaum oder wenig für Fußball interessieren.
Quatsch die Fußball WM war nie ein Fest der Völker,und wurde auch nicht so verstanden.Früher konnten nur 16 Mannschaften an der WM teilnehmen und die Qualifikation war hart,mit Ausnahmen spielten da nur die besten Nationalmannschaften.Dieser Wettbewerb wurde seit einigen Jahren so verwässert,das ich kaum noch hinschaue.Diese WM ist nur noch eine Propaganda Show und ein Spaß Event,für Leute die sich kaum oder wenig für Fußball interessieren.
Genau. Immerhin führt die FIFA 202 Nationalmannschaften auf der Weltrangliste, da kann man schon davon ausgehen, dass bei der Auswahl auf 32 Mannschaften die Qualifikation total babyleicht ist.
Fürher, da, als es noch Achsenstaaten gab, da musste man für eine Qualifikation noch "hart wie Kruppstahl" sein, da hiess es auf dem Platz noch "wir oder die" und "Mann gegen Mann", da wurde noch bis zum letzten Steilpass in de Sturmspitze gekämpft.
Heute wird ja nur noch Fussball gespielt, die Luschen.
Du hast wirklich von GARNIX eine Ahnung, gell?
Meister Grimbart
26.06.10, 14:34
streite Euch doch nicht ueber Fußball spielende Tuerken sondern freut Euch die "Whaps" sind draußen. :banana:
Uiii, kann man "Whaps" mit "Kotzbrocken" übersetzen? :cool:
Genau. Immerhin führt die FIFA 202 Nationalmannschaften auf der Weltrangliste, da kann man schon davon ausgehen, dass bei der Auswahl auf 32 Mannschaften die Qualifikation total babyleicht ist.
Fürher, da, als es noch Achsenstaaten gab, da musste man für eine Qualifikation noch "hart wie Kruppstahl" sein, da hiess es auf dem Platz noch "wir oder die" und "Mann gegen Mann", da wurde noch bis zum letzten Steilpass in de Sturmspitze gekämpft.
Heute wird ja nur noch Fussball gespielt, die Luschen.
Du hast wirklich von GARNIX eine Ahnung, gell?
Die WMs in der Vergangenheit waren immer der Kampf Europa gegen Südamerika,da kam Spannung auf.Heute muß man Spiele ertragen etwa Galappagos Inseln gegen die Farrör Inseln.
Absurdistan live:
Linke in Neukölln wollen dem Mohammed die Deutschlandfahne wegnehmen
http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1332648/In-Neukoelln-ist-ein-Fahnenstreit-entbrannt.html
Mein Ältester will am Sonntag zum „Public-Viewing“ bei uns im Kaff und hat sich – rischtiiiisch – eine Vuvuzela gekauft. Er hat versucht, sie zu verstecken, ich habe sie gefunden. Ich hätte sie ihm ja am liebsten in den %$&§/ gesteckt, aber er ist 15, „handsome, tall and strong“ und so habe ich ihn stattdessen enterbt. Er weiss, dass, sollte er im Hause tröten, ich „mildernde Umstände“ bekäme und so lässt er es. Ist besser. Für uns beide.
Die türkisch-polnisch-braislianisch-was-weiss-ich-noch-deutsche Nationalmannschaft war heute auf Löwensafari. Um sich auf die „three Lions“ vorzubereiten, jaja. Lahm verkündete anschließend grinsend, „niemand sei zu Schaden gekommen“. Obwohl sie Podolski extra hinten an den Jeep gebunden und mit rohen Steaks behängt hatten. Irgendetwas ist ja immer…
Apropos „rohe Steaks“. Feinkost war heute in den letzten Ausscheidungsspielen angesagt, denn Portugal spielte gegen Brasilien um den Gruppensieg, Nordkorea gegen die Elfenbeinküste um die geringere Schande.
Wir machen es ganz kurz heute, sozusagen „kurzen Prozess“.
Keiner hat sich sonderlich Mühe gegeben, alle standen herum und haben sich die Bälle mehr oder weniger halbherzig gegenseitig zugeschoben.
Brasilien und Portugal waren sowieso weiter und haben sich weniger als im Auslauftraining angestrengt, die Nordkoreaner waren immer noch fix und fertig von der 7:0 Klatsche und wussten gar nicht, was sie auf dem Platz machen sollten, die Elfenbeinküstler haben im leichten Abtraben 3:0 gewonnen. Es war weitaus spannender, Wandfarbe beim Trocknen zuzusehen.
Abends hätte es dafür eine Entschädigung geben können, wenn die Chweiz, die durchaus noch Chancen auf ein Weiterkommen gehabt hätte, neben klebrigen Bonbons auch das Fussballspiel erfunden hätte. Theoretisch hätte sogar der haushohe Titelfavorit (neben Italien und Frankreich) Spanien noch aus dem Turnier fliegen können, wenn die Chilenen ernst gemacht hätten.
Aber in einem Spiel, in dem alle Beteiligten inklusive des Schieds- und Linienrichters spanisch reden, gehen die Senhores so ernsthaft gegeneinander wie siamesische Drillinge.
Im Ergebnis lieferten sich Spanier und Chilenen eine Art Rasenschach mit Zufallstoren und die einzig wirklich sehenswerte Aktion war die gleichzeitige Einblendung des 0:0 Ergebnisses aus dem Parallelspiel. Die Spanier haben „gewonnen“ und die Chilenen „nicht verloren“ und der Schiedsrichter hat auch nur 2x gelb gezeigt, weil er sonst auch nichts zu tun hatte. Ein Leckerbissen für Leute, die gerne gepflegte Rasenflächen betrachten.
Was aber war mit den Chweizer Nazis los? Es hätte lachhafter zweier, zwischenzeitlich sogar nur EINES Tores gegen den Fussballgiganten „Honduras“ bedurft, um sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. Und das bei Ottmar Hitzkopf als Trainer! Es war ja schon beinahe schwieriger, dieses Spiel NICHT zu gewinnen, als „unentschieden“ zu spielen. Gut, die Honduraner haben sich den Spass gemacht, gelegentlich Chweizer als Treteimer zu benutzen, aber die Alpendeutschen hatten anscheinend Angst, dass sie rennen müssten und die Frisuren in Unordnung kommen.
Oder sie hatten bereits den Flieger für die Heimreise gebucht und wollten, sparsam, wie sie sind, den Flug nicht stornieren? Oder sie haben gedacht, sie spielen um den dritten Platz? Oder sie nahmen an, dass es ausländerfeindlich wäre, gegen Honduraner zu gewinnen? Oder sie wollten Hatzfeld eins auswischen?
Wir werden es nie erfahren. Dämlicher jedenfalls ist bisher keine Mannschaft ausgeschieden. Weder die Franzosen, noch die Italiener.
Unterm Strich ein überraschend langweiliger WM-Tag, von dem ich mehr erwartet hätte. Meine Güte – in den vergangenen WM hatte es Spiele, da habe ich vor Spannung neben Knabberzeug auch Tischdecke und Servietten gefressen, bei den vier Spielen hat es genügt, im Halbstundentag vom Unkrautjäten mal kurz durchs Fenster in Wohnzimmer zu gucken und ein „hat sich nix geändert“ zu konstantieren. Was für eine Pleite.
Am Sonntag also gegen die beste Mannschaft der Welt (Eigeneinschätzung), England.
Das dürfte beim derzeitigen Leistungsstand beider Mannschaften so spannend wie ein Duell zwischen zwei Trockenschwimmern werden. Immerhin besteht aber die Hoffnung, dass Podolski wieder einen Elfer versemmelt.
Die WMs in der Vergangenheit waren immer der Kampf Europa gegen Südamerika,da kam Spannung auf.Heute muß man Spiele ertragen etwa Galappagos Inseln gegen die Farrör Inseln.
Ach. Du meckerst ja wirklich nur wie ein seniler, spazierstockwedelnder Rentner rum. Mann, ist das deprimierend. :(
Es ist immer wieder ein Wunder, warum vernunftbegabte Deutsche Zeitungen kaufen und lesen, in denen antideutsche Dreckschleudern dieser Art ihren Müll verbreiten dürfen:
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/2788446_Fussballnation-Dem-Jubel-ist-nicht-zu-trauen.html
Andererseits wiederum gab es noch nie so viele deutsche Fahnen auf unseren Straßen wie derzeit. Und das genau können Leute wie Jagoda Marini nicht verwinden. Wir haben jahrzehntelang unsere Ausländer nur beschenkt anstatt zu fordern. Das bringt solche Schmarotzer in Feuilletons linker Zeitungen. In anderen Ländern lief das ganz anders. In den USA z.B. Wer es dort schafft, ist stolz darauf, dazugehören zu dürfen. Und die übrigen können und müssen ihre Koffer packen.
Während eines Einkaufsbummels bei uns im Schtetl hat mein Jüngster einem älteren Herren in einem unbeobachteten Moment einen Gegenstand aus der Einkaufstüte genommen, nämlich – rischtiiisch – eine Vuvuzela. Wir haben ihn natürlich sofort tüchtig ausgeschimpft und ich habe dem Herren sein entwendetes Hab und Gut sofort zurückgebracht (er war noch in Sichtweite) aber er meinte nur, wir könnten das Ding behalten, er würde es nicht wollen, weil er das Teil selbst geschenkt bekommen habe und die Tröten sogar hasse. Was wollte ich machen? Im Moment steht die Tröte bei uns am Pfosten des Hoftores und hat ein kleines England-Fähnchen. Ich hoffe, ein paar Fans werden sie im Laufe des Tages demolieren und mitnehmen.
In Deutschland selbst steigt ja das Fieber vor der „Mutter aller Schlachten“. Morgen also soll es soweit sein. Argentinien gegen Mexiko. Die Fans beider Lager rüsten sich bereits mit Waffen aus, um etwaigen Meinungsverschiedenheiten über etwaige Schiedsrichter- oder Spielentscheidungen argumentativ und mit südamerikanischem Temperament entgegentreten zu können.
Engländer in Deutschland sitzen derweile ebenso im Keller wie Deutsche auf der Insel und warten, dass der Sturm vorüberzieht. Schliesslich erwarten wir alle nicht mehr und nicht weniger als ein gepflegtes Elfmeterschiessen, das die Engländer selbstverständlich zu verlieren haben, wie sich das gehört. Hoffentlich weiß Podolski das. Wäre besser für ihn.
Schweinsteiger kann wahrscheinlich 10 Minuten spielen, das sollte kurz vor Schluss reichen, um uns in die Verlängerung zu bringen, als zweiter Joker ist wohl Gomez vorgesehen, der nach der zu erwartenden Rot-Sperre von Klose auf den Platz kommt, um kein Tor zu schiessen.
Özil unterdessen bereitet sich mental mit Reden von Saladin und Koranversen auf die Tommies vor, Müller, Badstuber, Neuer und die anderen beiden Naturgermanen gucken alte Spiele, die Engländer lassen sich noch einmal Montgomerys Geschichte des Wüstenkrieges erzählen und haben mehr Elfmeterschüsse geübt, als es das Wort „Panzer“ in den englischen Gazetten gab.
Gespielt wurde an diesem Spieltag auch.
Uruguay, mit immerhin zwei vergilbten WM-Sternchen auf dem Trikot gegen Südkorea und Ghana, die zwar „black Stars“ heissen, aber noch gar keine haben gegen die „Stars and Stripes“, die zwar 52 Sterne, dafür aber keinen Titel haben.
Es wurde ein ganz munterer Nachmittag.
Irgendwie scheinen mittel- und südamerikanische Mannschaften bei dieser WM der Meinung zu sein, es genüge, ein frühes Tor zu schiessen und dann in der eigenen Hälfte so eine Art Picknick in kurzen Hosen zu veranstalten, denn genau so haben auch die „Urus“, wie Olli Kahn sie lieblos nennt, agiert. 10 Minuten netten Fussball, das obligatorische Tor und dann „auf Konterchancen lauern“. Die Süd-Koreaner, die nicht wie ihre Kollegen von der anderen Halbinselhälfte künftig ein Konditionstraining in einem Bergwerk absolvieren wollen, rannten tapfer ein- ums andere Mal gegen die fröhliche hellblaue Tanzgruppe aus dem großen Kontinent an, alleine, es ging ihnen wie den meisten „Finanzberatern“ einer bekannten deutschen Versicherungsvertickergruppe, denn sie waren schwach im Abschluss.
Irgendwann klappt es dann doch und die „Urus“, wie Katrin „Reichsparteitag“ MH sie schelmisch nennt, bekommen leider nicht ZU kurz vor dem Spielende den tapfer errannten Ausgleich. So müssen jetzt wieder sie sich ein wenig anstrengen, aber „ein wenig Anstrengung“ genügt heute auch gegen die doch arg ausgelaugten Asiaten, kurz vor Ende steht es schliesslich 2:1, dann kommt der Schlusspfiff, die Uruguayer freuen sich auf Ghana oder die USA, gehen grinsend in die Kabine und lassen einen Haufen Asiaten heulend und zerknirscht im Stadion zurück.
Im zweiten Spiel des Tages ging es ums Gewinnen. Die Ghanaer konnten den Einzug in die nächste Runde gewinnen, die Amerikaner immerhin Aufmerksamkeit und ich als Zuschauer irgendeinen schönen Preis oder ein schnödes Asiatenauto, wenn ich eine Deppenfrage beantworte und bei dem Deppensender anrufe, und der Deppensender natürlich GeldGeldGeld.
Sehen wir einmal von den negativen Begleiterscheinungen wie penetrantem Gewinnspielanrufaufforderungsgebabbel und ahnungslosen Promis, die einfach nur telegen ´rüberkommen ab, dann war es ein – zumindest in den letzten 10 Minuten der regulären Spielzeit und den ersten 10 Minuten der Verlängerung – unterhaltsames Spielchen, vor allem, wenn man Afrikaner war.
Und ich will auch nicht maulen. Immerhin hat es sich RTL verkniffen, vor jeder Strafraumszene eine Werbung für irgendein sinnloses Produkt oder den sendereigenen Käse einzublenden. Sie machen Fortschritte da, in Köln. Sogar Dirk Bach, der Unvermeidliche, war kein einziges Mal zu sehen.
Aber zurück zum Spiel, bei dem wir ja noch gar nicht waren.
Prinz Boing macht nach 5 Minuten das 1:0, da waren die Amerikaner noch gar nicht auf dem Platz. In der Folge dürfen die Amerikaner jenem Rückstand hinterherwetzen, immer wieder verfolgt, ausgedribbelt und gecheckt von den lachenden Afrikanern, die genau wissen, dass den Amerikanern, Weltmacht hin oder her, schlicht die spielerischen Mittel fehlen, um gegen sie bestehen zu können. Es ist sichtbar: während den Amerikanern bereits nach 30 Minuten die Zungen heraushängen, haben die wenigsten Ghanaer überhaupt schon Schweissperlen auf der Stirn. Bis zur Pause rennen die Nordamis, während die Ghanaer gelegentlich in ein paar peinlich lockeren Gegenangriffen den amerikanischen Torwart belästigen.
Immerhin – nach der Pause wird die amerikanische Einsatzfreude in der 60sten Minute mit einem Elfer belohnt, weil ihr Stürmer bei einem wirklich überraschend originellen Sturmlauf von einem Ghanaer einfach umgesenst wurde. Blöderweise im Strafraum. Donovan verwandelt und der Reporter lässt uns erfreut wissen, „dass alles wieder offen ist“. Aha. Während die Amerikaner rennen und die Ghanaer trotzdem feiern, werden wir über die Modalitäten von Verlängerung und Elfmeterschiessen aufgeklärt, weil sich nichts mehr wirklich Spannendes tut und die Zuschauer ja auch furchtbar unbedarft sind, was das Reglement angeht.
In der Verlängerung geben sich die Ghanaer dann auch einmal ein wenig Mühe und machen in der 93sten Minute ihr 2:1. Und auch hier waren die Amerikaner irgendwie nicht so richtig auf dem Platz. Den Rest der Verlängerung hätte man sich sparen können – unsere NATO-Verbündeten können einfach nicht mehr und sind, wie in Afghanistan und dem Irak, stehend KO und wissen sich nur noch durch Luftangriffe, sprich „weite Pässe in den Raum“ sprich also „insNirwana, da wo keiner steht“ zu helfen. Das ist ungefähr so effektiv wie die Versuche von BP, das Ölbohrloch zu verschliessen. Und auch in etwa so spannend.
Als der Schiedsrichter nach sehr langen 120 Minuten abpfeift, feiern die Ghanaer und die Amerikaner sind sogar zum Trauern zu erschöpft und lassen sich einfach da fallen, wo sie stehen.
Und so lautet unsere erste Viertelfinalpaarung „Uruguay gegen Ghana“ und ich könnte mich so schwarz wie ein Ghanaer ärgern, dass wir nicht als Gruppenzweite abgeschlossen haben. Nein, wir müssen ja fürs Halbfinale zuerst an England und dann mutmasslich an Argentinien vorbei. Wie das mit unserer bunt zusammengewürfelten Multi-Kulti-Quotentruppe und Podolski funktionieren soll, das wird hoffentlich nicht mehr lange Löws Geheimnis bleiben. We stay tuned.
PI scharfzüngig wie immer:
"Gewinnt heute unsere Mulitkultitruppe oder verliert die deutsche Nationalmannschaft?"
http://www.pi-news.net/
:thumbsup:
Und das Fußballfieber steigt wieder.....
http://img1.gbpicsonline.com/gb/172/061.jpg (http://www.gbpicsonline.com)
Min. 66 - 1:3 ... JUBEL !!!
Min. 66 - 1:3 ... JUBEL !!!
Was gibt es zu jubeln? Lieber in ehren als deutsche Nationalmannschaft verlieren, als mit dem DFB-Muku-Sauhaufen gewinnen!
Es ist auch hochgradig unfair gegenüber den richtigen Nationalmannschaften mit so einer Truppe zu spielen. Die Leistungssteigerung über das natürliche Maß hinaus wird auch Doping genannt und genau das passiert hier, wenn unser Volkskörper mit Körperfremden aufgeputscht wird.
Die Leistungssteigerung über das natürliche Maß hinaus wird auch Doping genannt und genau das passiert hier, wenn unser Volkskörper mit Körperfremden aufgeputscht wird.
Da hört Ihr es aus Bismarcks Munde: Türken spielen besser Fussball als Deutsche!
:-D
NukNuk
Unbelehrbar
27.06.10, 17:51
DEUTSCHLAND :D :D :D :D : :( (:mad:) england
Friedrich und Müller bärenstark! :cool:
Armer Bismarck: die böse "multi-kulti"-Truppe schmeisst die Engländer mit deren höchsten WM-Niederlage aus dem Turnier :D
Da sieht mans: mit den Türken und Polen als VERBÜNDETEN wäre heute "Deutschland gegen Deutschland" gewesen :D
Was gibt es zu jubeln? Lieber in ehren als deutsche Nationalmannschaft verlieren, als mit dem DFB-Muku-Sauhaufen gewinnen!
Es ist auch hochgradig unfair gegenüber den richtigen Nationalmannschaften mit so einer Truppe zu spielen. Die Leistungssteigerung über das natürliche Maß hinaus wird auch Doping genannt und genau das passiert hier, wenn unser Volkskörper mit Körperfremden aufgeputscht wird.
Da hat eine MUKU-Truppe, eine andere MUKU-Truppe geschlagen.
WAS SOLL'S :banana::banana:
Armer Bismarck: die böse "multi-kulti"-Truppe schmeisst die Engländer mit deren höchsten WM-Niederlage aus dem Turnier :D
Da sieht mans: mit den Türken und Polen als VERBÜNDETEN wäre heute "Deutschland gegen Deutschland" gewesen :D
Der aufgehende Star heißt Müller.Die Außländer legen meistens eine Kurzkarriere hin,das gilt aber für alle Ausländer in der Bundesliga,kaum ein Ausländer schafft eine kommplette Karriere in top Form.
Der aufgehende Star heißt Müller.Die Außländer legen meistens eine Kurzkarriere hin,das gilt aber für alle Ausländer in der Bundesliga,kaum ein Ausländer schafft eine kommplette Karriere in top Form.
Warst es nicht Du, der behauptet hatte, die Nationalmannschaft sei "seit Jahren zweitklassig"? Du hast, wie stets, keine Ahnung und darfst Dich auch nicht mitfreuen.
Mach doch einfach das, was Du am Besten kannst: Atmen.
Armer Bismarck: die böse "multi-kulti"-Truppe schmeisst die Engländer mit deren höchsten WM-Niederlage aus dem Turnier :D
Das hat mich schon beim Stadionsprecher aufgeregt... was war 54 mit Ungarn ?
War das keine Niederlage, oder was ?
Das hat mich schon beim Stadionsprecher aufgeregt... was war 54 mit Ungarn ?
War das keine Niederlage, oder was ?
Doch - aber war 2:4 gegen Uruguay.
Diesmal haben sie aber 1:4 verloren.
Warst es nicht Du, der behauptet hatte, die Nationalmannschaft sei "seit Jahren zweitklassig"? Du hast, wie stets, keine Ahnung und darfst Dich auch nicht mitfreuen.
Mach doch einfach das, was Du am Besten kannst: Atmen.
Ja da ändert auch der Sieg nichts,wenn sie erstklassig sein sollten, dann ist das erst über eine längere Zeitdauer zu sehen.
Ich wette, Mexico gewinnt gegen Argentinien.
WER HÄLT DAGEGEN ?
Unbelehrbar
27.06.10, 20:38
Ich wette, Mexico gewinnt gegen Argentinien.
WER HÄLT DAGEGEN ?
Ich! Habe 2:1 oder 3:2 für Arg drüben gewettet.
Sind aber ohne Zweifel beides starke Manschaften .
Wird ne Ecke schwerer in der nächsten Runde, als gegen die formlosen Briten.
Ich wette, Mexico gewinnt gegen Argentinien.
WER HÄLT DAGEGEN ?
Du kannst doch höchstens um Deine Ehre wetten; und da haste nichts zu verlieren!
:yesnod:
http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Friedenreich
Arthur Friedenreich der erfolgreichste Fussballspieler aller Zeiten,von Germania Sao Paulo,sollen jetzt die Brasilianer Deutschland auf ewig danken?
Du kannst doch höchstens um Deine Ehre wetten; und da haste nichts zu verlieren!
:yesnod:
Ich kann Dir jungen Frechdachs einige Rote verpassen, dass es nur so staubt :cool:
sollen jetzt die Brasilianer Deutschland auf ewig danken?
Der war ein Mulatte. Mulatten können doch gar keine Deutschen sein.
:-)
NukNuk
Ich kann Dir jungen Frechdachs einige Rote verpassen, dass es nur so staubt :cool:
Ich schwanke zwischen zwei Möglichkeiten einer Reaktion:
- soll ich Dir mit einem Goethe Zitat antworten oder
- soll ich Dich auf Knien bitten, mir den ersten Roten zu spenden?
Ach Quark - ich weiß, daß das bei euch anders heißt - ich habe gerade meinen Luxuspopo vom Stühlchen gelüftet, damit mir Deine furchtbare Drohung besser daran vorbeistreiche(l)n kann.
:yesnod:
Der war ein Mulatte. Mulatten können doch gar keine Deutschen sein.
:-)
NukNuk
Du könntest ihn aber zum überzeugten Mohammedaner machen!
:banana:
Meister Grimbart
28.06.10, 10:13
Da hört Ihr es aus Bismarcks Munde: Türken spielen besser Fussball als Deutsche!
:-D
NukNuk
Na, das ist ja wohl ein Irrtum.
Teilnahme der Türkei an Weltmeisterschaften:
1962 in Chile nicht qualifiziert
1966 in England nicht qualifiziert
1970 in Mexiko nicht qualifiziert
1974 in Deutschland nicht qualifiziert
1978 in Argentinien nicht qualifiziert
1982 in Spanien nicht qualifiziert
1986 in Mexiko nicht qualifiziert
1990 in Italien nicht qualifiziert
1994 in den USA nicht qualifiziert
1998 in Frankreich nicht qualifiziert
2002 in Südkorea/Japan 3. Platz
2006 in Deutschland nicht qualifiziert
2010 in Südafrika nicht qualifiziert
Wir sollten der Türkei Entwicklungshilfe anbieten und Özil rüberschicken.
Aber ob es da so gern gesehen wird, wenn der Knabe Koranverse murmelt, statt die Nationalhymne mitzusingen?
Na, das ist ja wohl ein Irrtum.
Ich verzeihe Dir, weil heute Montag ist. Bei jedem Intelligenztest wärst Du jetzt aber draussen.
:-)
NukNuk
Meister Grimbart
28.06.10, 10:47
Ich verzeihe Dir, weil heute Montag ist. Bei jedem Intelligenztest wärst Du jetzt aber draussen.
:-)
NukNuk
Na und? http://www.cosgan.de/images/more/bigs/e058.gif
Na und?
Wie vielsagend!
:-)
NukNuk
Vor einigen Jahren gewann die Türkei gegen Deutschland,und das Siegestor für die Türken schoß ein Türke aus Dortmund.Blinckerauge Cem Özdemir erklärte dieser Türke hätte auch ein Tor für Deutschland schießen können wenn man mit der Passvergabe etwas flinker wäre.Aber so sollen Leute verblödet werden,wegen eines Tores soll die ganze Türkei eine deutschen Pass erhalten und nach Deutschland kommen,das könnte klappen denn 90% der Fußballfans interessieren sich nicht für Fussball.Da hat das freie deutsche Fernsehen ganze Arbeit geleistet und den Fußball zu einem feiernden Affenstall gemacht.Mein Vorschlag wäre in jeder Cornflakestüte einen deutschen Pass reinlegen.
Lasset die Vuvuzelas erschallen und erdröhnen, denn heute war ein sehr sehr guter Tag.
Zum einen, weil ich heute keine, wirklich keine Vuvuzela erhalten habe und auch keinen anderen Fanartikelscheiß, zum anderen… aber dazu später mehr, denn heute war er:
Der Tag der Tage. Unternehmen Seedreilöwen. Invasionstag. Blitztag. Adlertag. Die Schlacht um den Einzug ins Viertelfinale. Die ewige Rache für Wembley. Der „wir wissen zwar nicht, wer wir sind, aber wie wissen, was wir sind: der Alptraum Engelands“-Tag .
Dabei hatte es schlecht angefangen, im Hauptquartier Jogischanze: Nutella war alle, Özil ihr seine Omma vor ihren Herrn getreten, Ball nicht aufgepumpt, Neuers Englischkenntnisse dramatisch verschlechtert und Podolski gesund und spielbereit.
Und so traten unsere 11 Recken gegen die Royal Footballmanshift an, zu erringen den Lorbeerkranz des Siegers, zu flechten die Kränze für ein weiteres „Klassiker“-Spiel „against the old enemy“, zu demütigen den Stolz der übermütigen Normannen auf den Spielfeldern ihrer eigenen ehemaligen Kolonie.
Oder, kurz: Deutschland-England.
Die Engländer waren ebenfalls vorbereitet, hatten Elfmeterschießen bis zum Erbrechen geübt, stets in Begleitung einer Vuvuzela-Capello, um unter Realbedingungen fit zu sein für ein weiteres, dramatisches und nervenaufreibendes Duell, das in die Annalen der Fußballgeschichte eingehen sollen können dürfte.
Allein, es kam anders:
Als Fußballgott Miro (jetzt schon wieder 20 Minuten ohne Torerfolg) in der 20sten zum 1:0 einschiebt, zeigt sich, dass die Engländer zwar Elfmeterschießen geübt haben – aber anscheinend NUR das. Und sonst nichts. Auf der Insel ein Aufschrei des Entsetzens, im Vaterland ein Jubel, der die Franzosen veranlasst, die Fenster zu schließen.
10 Mann und Podolski. Eine eigentlich unfaire Ausgangslage.
Die Engländer mühen sich, wollen ins Elfmeterschießen, aber Roooooney hat einen seiner schlechteren Tage und während bei den Löwens noch tapfer gestürmt wird, fangen sie sich einen Konter ein, als Müller (DER Müller aller Müllers) den sowohl von der gegnerischen als auch von der eigenen Mannschaft ignorierten Podolski zwingt, einen Ball anzunehmen, der, völlig verwirrt, versucht, den Ball neben das Tor zu hauen, trifft aber mal wieder nicht richtig und plötzlich steht es 2:0. Nach 34 Minuten. Gegen England. Eine solche deutsche Führung ist normalerweise ein miserables Omen für die letzten 60 Minuten, weil sich ein echter Engländer so etwas normalerweise nicht bieten lässt. Jedenfalls nicht von einem Deutschen. Und schon gar nicht von einem Poldolski.
In Deutschland werden an öffentlichen Gebäuden die Fahnen gehisst, in England verschüttet die Queen ihren Nachmittagstee.
Die Rache folgt nur 5 Minuten später. Während noch die komplette deutsche Mannschaft versucht, Poldi vor Freude zu erdrücken, achtet niemand auf Upson und dieser köpft zum 2:1 ein.
Es könnte doch vielleicht so ein bisschen england werden für die „Adler“.
Kaum, dass Jogis Spitzbübchen den Ball wieder auf dem Anstoßpunkt haben, rappelt es ein zweites Mal im deutschen Kasten. Alleine, der Linienrichter, der gerade von den vor Freude hüpfenden Brüsten einer prallen Engländerin abgelenkt war, hat es nicht gesehen, der Schiedsrichter tastet sich mit seinem Blindenstock gerade über die Mittellinie, die paar deutschen Fans brüllen laut „Wembley“ und das Tor wird nicht gegeben und wir sind plötzlich mit den Engländern quitt. Nach 44 Jahren gibt es kein Argument mehr, gegen England zu gewinnen. Schlecht. Ganz schlecht.
Pausenpfiff.
Nach der Pause, das gleiche Bild: die Engländer stürmen wie seinerzeit die Strände Frankreichs. Aber nicht in der Normandie, sondern bei Dieppe. Neuer kennt bald jeden Kubikmillimeter seines Kastens und ihm ist dementsprechend warm. Alleine, Tore schießt heute nur der „alte Feind“. Müller taucht irgendwie nach einem Schweinsteigerpass vor dem verdutzten englischen Keeper aus, der seit 30 Minuten das Spiel nur aus der Entfernung verfolgt hat und locht zum 3:1 ein.
Im Vaterland läuten die Glocken, auf der Insel werden die ersten England-Fahnen verbrannt.
Denn das sieht dann doch langsam nach einer bösen Klatsche aus.
Die „drei Löwen“ fühlen sich langsam, aber sicher nicht nur erledigt, sondern auch erlegt. Während die englische Hintermannschaft noch ihren Torwart beschimpft, rollt der nächste Konter und wieder ist es Herr Müller, der der besten Mannschaft der Welt (Eigeneinschätzung) auch noch das 4:1 auf den Löwenpelz brennt.
In Deutschland werden Choräle angestimmt, in England erlebt die deutsche Botschaft einen Ansturm von Engländern, die hier einwandern wollen.
Denn: das war es. Der englischen Moral ist das Rückgrat gebrochen. Nachdem Ballacks schlechtes Karma die Mannschaft nicht mehr hemmt und Podolski nicht weiter stört, erlaubt sich Jogy Adler sogar den Witz, Klose und Müller aus dem Spiel zu nehmen und die Fußballgiganten „was soll ich machen“-Trochowski und „was mache ich eigentlich beruflich“-Gomez einzuwechseln. In der Folge spielen die Deutschen wie die Engländer und kriegen nichts mehr auf die Kette.
Schließlich geht Joachim Löw, einen feinen Sinn für Humor hat er ja, sogar so weit, den wieselflinken Özil gegen – man mag es nicht glauben, man mag es nicht glauben – Cacau auszutauschen. Leider hat er die Rechnung ohne Kießling gemacht, der sich schneller als Supermann die Klamotten vom Leib reißt und fixer auf dem Platz ist, als Cacau reagieren kann und somit auch zu seinem ersten Einsatz kommt.
Es sind aber sowieso nur noch 4 Minuten plus Nachspielzeit zu überwinden, eine solche Restlaufzeit reicht, so steht es geschrieben, nur einer türkischen Mannschaft, noch vier Tore (abzüglich eines nicht gegebenen Tores) aufzuholen und so passiert es:
Als nach 93 Minuten der Abpfiff ertönt ist England rooneyiert und hat die höchste WM-Klatsche ever kassiert. Die Insel versinkt in einem Meer von Tränen, in Berlin gibt es Fackelumzüge durchs Brandenburger Tor. Egal, wie diese WM weitergeht. England is beaten. Und sogar etwas gedemütigt. Und wir haben unseren Lieblingsfeind verloren.
Dafür jetzt gegen… ?
Mexiko oder Argentinien.
Es gibt in Mexiko einen Witz, der geht so: „warum können Argentinier mit 6 Monaten schon laufen? Weil es niemanden gibt, der sie gerne tragen möchte.“ Der Konflikt zwischen Mexico und den Gauchos ist so alt wie die Feindschaft zwischen Azteken und Spaniern. Wenn die Argentinier eine Möglichkeit hatten, den Mexikanern auf den Sack zu gehen, dann haben sie davon weidlich Gebrauch gemacht.
Heute also wäre Rache angesagt, Maradona weiß das und knutscht vor dem Anpfiff noch einmal jeden Spieler, was so viel bedeutet, wie „wenn Du Kacke spielst, dann nehme ich Dich herunter und werde Dich sowas von bitterbös %&/$(&“.
Und diese Drohung wirkt.
Bereits nach 26 Minuten machen die Argentinier ihr erstes Abseitstor, aber weil heute alle Schiedsrichter mit kollektiver Blindheit geschlagen sind, gilt das Teil und Mexikaner und Argentinier bilden zuerst einmal einen Knäuel um den Schiedsrichter, statt zügig weiterzuspielen, während Maradona die Ersatzbank mit Schmusereien belästigt.
Nach nur 7 Minuten leistet sich die mexikanische Abwehr dann einen Pass zu einem Argentinier, um das Spiel spannend zu gestalten und es steht 2:0. Maradona, der mit Schmusen gerade am Ende der Ersatzbank angekommen war, arbeitet sich jetzt mit Knutschen in der Gegenrichtung wieder zurück.
Es ist nicht so, dass die Mexikaner keinen Fußball spielen könnten, es ist nur so, dass die Argentinier noch besser Fußball spielen können. Als der Pausenpfiff ertönt, herrscht auf der einen Seite Überschwang, bei den Mexikanern Ratlosigkeit.
Nach der Pause wollen es die Argentinos nach Hause bringen. In der 52sten Minute kracht das 3:0 ins mexikanische Lattenkreuz und zerniert die Moral der Mittelamerikaner endgültig. Die kommen, mehr oder weniger durch Zufall, in der 71sten noch einmal auf 3:1 heran, alleine, sie sind stehend KO, traurig und enttäuscht, während Diego Armando
Maradona gar nicht mehr aufhören möchte, seine Ersatzspieler abzuschlabbern, obwohl diese noch am allerwenigsten für das Ergebnis können.
Als endlich abgepfiffen wird, steht es fest: die Argentinier werden Revanche für das Elfmeterschießen 2006 bekommen.
Und Deutschland hat kein Feindbild mehr. Maradona weiß das und plant bereits für die Garderobe des Finales und verschiebt alle Flüge bis nach dem Finaltag.
Denn die Sache ist die: so, wie ich seinerzeit beim „Risiko“ generell meine Aufträge ignorierte und IMMER zuerst meine Schwester vom Brett fegte, so ist das wichtigste deutsche Ziel bereits erreicht: England wurde in den Flieger nach Hause gesetzt.
Besser kann es nicht mehr kommen. Jetzt können sie auch ruhig verlieren. Sie wissen das – und die Argentinier wissen es es auch.
DreadfulGreat
28.06.10, 12:43
Dabei hatte es schlecht angefangen, im Hauptquartier Jogischanze: Nutella war alle, Özil ihr seine Omma vor ihren Herrn getreten, Ball nicht aufgepumpt, Neuers Englischkenntnisse dramatisch verschlechtert und Podolski gesund und spielbereit. :haha::haha::haha:
Besser kann es nicht mehr kommen. Jetzt können sie auch ruhig verlieren. Sie wissen das – und die Argentinier wissen es es auch.Das glaube ich nicht. Bis zu ihrem Abseitstor lief bei den Argentiniern wenig bis gar nichts und das 2:0 war ein krasser Abwehrfehler. Erschreckend schwach waren die - imho machbare Aufgabe por los Hunos nuestros :D
In Schottland sagte man immer,ihre Nationalmannschaft ist schneller von der WM zu hause als ihre Postkarten.
DreadfulGreat
28.06.10, 12:58
In Schottland sagte man immer,ihre Nationalmannschaft ist schneller von der WM zu hause als ihre Postkarten.Nein. In Schottland sagten sie immer "Gib mich mein Haggis" - dem Schotten ist halt der Unterschied zwischen Dativ und Akkusativ unbekannt.
Hast du aber noch mehr Nicht-Relevantes zur WM2010 in Südafrika oder hältst du einfach mal die Schotten dicht?
Nein. In Schottland sagten sie immer "Gib mich mein Haggis" - dem Schotten ist halt der Unterschied zwischen Dativ und Akkusativ unbekannt.
Hast du aber noch mehr Nicht-Relevantes zur WM2010 in Südafrika oder hältst du einfach mal die Schotten dicht?
Na ja was soll man schon von Leuten(Fälle) mit Schulbesuch halten.
- I've just won two tickets to see the England team. Do you want to come with me? We'll catch the bus to Gatwick Airport on Thursday and watch them come home.
- What's the difference between the England team and a tea bag? The tea bag stays in the cup longer.
- Fabio Capello was wheeling his shopping trolley across the supermarket car park when he noticed an old lady struggling with her bags of shopping. He stopped and asked, "Can you manage dear?" To which the old lady replied: "No way. You got yourself into this mess. Don't ask me to sort it out!"
- What do you call an Englishman in the knockout stages of the World Cup? A referee.
- Three hours of football and Robert Green is still England's top scorer.
- Apparently that fan had no trouble slipping into the England dressing room Robert Green was guarding the door.
- I can't believe we only managed a draw against a rubbish team we should easily have beaten. . . . I'm ashamed to call myself Algerian.
- What does the Englishman do when England wins the World Cup? He switches off the PlayStation.
Haste noch ne Lustbarkeit auf mongolisch?
I can't believe we only managed a draw against a rubbish team we should easily have beaten. . . . I'm ashamed to call myself Algerian.
:haha:
NukNuk
DreadfulGreat
28.06.10, 13:38
Haste noch ne Lustbarkeit auf mongolisch?Das verstehst du doch so wenig wie Englisch.
Einen übersetze ich dir aber, damit die Sonne von ThiloS Fröhlichkeit auch in deiner düsteren Bude Einzug hält:
Was macht ein Engländer, wenn England die WM gewonnen hat?
Seine PlayStation aus.
OK, jetzt musst du noch wissen, dass eine PlayStation ein Computer ist, der vordringlich zum Spielen benutzt wird und nun kannst du doch mitlachen!
Haha haha haha.
Geht doch :)
Unbelehrbar
28.06.10, 13:41
- what's the difference between the england team and a tea bag? The tea bag stays in the cup longer.
:D lol :D
Das verstehst du doch so wenig wie Englisch.
Einen übersetze ich dir aber, damit die Sonne von ThiloS Fröhlichkeit auch in deiner düsteren Bude Einzug hält:
OK, jetzt musst du noch wissen, dass eine PlayStation ein Computer ist, der vordringlich zum Spielen benutzt wird und nun kannst du doch mitlachen!
Haha haha haha.
Geht doch :)
Haste recht mongolid spreche ich auch nicht,du kannst englisch?Das hätte ich dir nie zugetraut.Alle Achtung,wenn ich englich könnte, dann würde ich mehr aus meinem Leben machen.
Das verstehst du doch so wenig wie Englisch.
Einen übersetze ich dir aber, damit die Sonne von ThiloS Fröhlichkeit auch in deiner düsteren Bude Einzug hält:
OK, jetzt musst du noch wissen, dass eine PlayStation ein Computer ist, der vordringlich zum Spielen benutzt wird und nun kannst du doch mitlachen!
Haha haha haha.
Geht doch :)
Haste recht mongolid spreche ich auch nicht,du kannst englisch?Das hätte ich dir nie zugetraut.Alle Achtung,wenn ich englisch könnte, dann würde ich mehr aus meinem Leben machen.
In Schottland sagte man immer,ihre Nationalmannschaft ist schneller von der WM zu hause als ihre Postkarten.
Wenn die Schotten sich immer die Briefmarken sparen, ist das kein Wunder!
:banana:
Der Empfänger muß dann ja auch noch wochenlang sparen, bis er das Geld für das Nachporto zusammen hat.
Fingerzeiger
28.06.10, 15:37
Das Schlimme ist, dass die Limies uns gegen die Argentinier die Daumen drücken werden, weil sie die noch weniger leiden können als uns.
Mad, mad world
Das verstehst du doch so wenig wie Englisch.
Einen übersetze ich dir aber, damit die Sonne von ThiloS Fröhlichkeit auch in deiner düsteren Bude Einzug hält:
OK, jetzt musst du noch wissen, dass eine PlayStation ein Computer ist, der vordringlich zum Spielen benutzt wird und nun kannst du doch mitlachen!
Haha haha haha.
Geht doch :)
Drück mal auf den Knopf über deinem Bett. Die Krankenschwester kommt gleich und gibt dir ein Mittelchen.
Meister Grimbart
29.06.10, 08:42
- I've just won two tickets to see the England team. Do you want to come with me? We'll catch the bus to Gatwick Airport on Thursday and watch them come home.
- What's the difference between the England team and a tea bag? The tea bag stays in the cup longer.
- Fabio Capello was wheeling his shopping trolley across the supermarket car park when he noticed an old lady struggling with her bags of shopping. He stopped and asked, "Can you manage dear?" To which the old lady replied: "No way. You got yourself into this mess. Don't ask me to sort it out!"
- What do you call an Englishman in the knockout stages of the World Cup? A referee.
- Three hours of football and Robert Green is still England's top scorer.
- Apparently that fan had no trouble slipping into the England dressing room Robert Green was guarding the door.
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- What does the Englishman do when England wins the World Cup? He switches off the PlayStation.
Ein Mann von vornehmer Gesinnung bist du nicht. Hat man dich nicht gelehrt, dass es unsportlich ist, den Unterlegenen zu verhöhnen?
Ein Mann von vornehmer Gesinnung bist du nicht. Hat man dich nicht gelehrt, dass es unsportlich ist, den Unterlegenen zu verhöhnen?
--->
aus der englischen Presse
Für Dich noch einmal gefettet und vergrössert. Weil ich ja weiss, dass Dir das verstehende Lesen oftmals schwer fällt.
:-)
NukNuk
Meine Mutter hat mir heute, ich traue mich kaum, es auszusprechen, - rischtiiiisch -eine Kaffeemaschine im Fan-Design mitgebracht. „Weil die im Angebot war“. Super. Ich bin also stolzer Besitzer eines Senseo-Kaffeebrauautomaten in schwarz-rot-gold. Es dürfte kaum einen sinnloseren „Fan-Artikel“ geben. Wenn Ihr also im Fernsehen beim Schwenk über die Fanmeile in HInterkirchsdorfshausen einen Typen seht, der eine Kaffeemaschine schwenkt – der bin ich. Wenigstens kann man damit mutmaßlich Kaffee kochen und das Röcheln einer Kaffeemaschine ist auch weitaus angenehmer als der Pups-Ton einer Vuvuzuela.
Die deutsche Nationalmannschaft hatte ja heute nach dem überragenden Sieg gegen die Erzfeinde von Albion so irgendwie spielfrei, das bedeutet, diejenigen, deren Uschis in Südafrika waren, durften vögeln, die anderen mussten laufen. Wie man erfahren durfte, befindet sich eine Kart-Bahn in der Nähe des Fußballoberkommandos, aber Rennen mit angespannten Eseln sind trotzdem nicht wirklich spannend.
In England hingegen bereitet man sich auf die Ankunft der eigenen Spieler vor, in diversen Orten wurden Scheiterhaufen errichtet, man befindet sich kurz vor der Kriegserklärung gegen Italien, weil die Capello nicht zurücknehmen wollen, das englische Parlament ist zu einer Krisensitzung zusammenkommen, da Schottland, Irland und Wales erklärt haben, sie hätten mit England nichts zu tun und wüssten auch nicht, wo das liege und was das sei. Englische Fans haben das rote Kreuz aus der Fahne mit weiß überpinselt – als Zeichen der Kapitulation. Es herrschen Trauer und Niedergeschlagenheit. Wären die Engländer Italiener, dann hätten sie erklärt, dass das letzte Spiel nur ein Testspiel vor der EM-Qualifikation 2012 war und es sich bereits abzeichnen würde, dass sie pünktlich zu jenem Giga-Event mit der allerbesten Mannschaft aller Zeiten antreten würden. So geht das!
Die Fifa wiederum hat sich dagegen ausgesprochen, Schiedsrichter komplett abzuschaffen und die Klärung von Unstimmigkeiten künftig den Mannschaften selbst zu überlassen, was ich persönlich sehr bedaure. Wir hätten uns auf wahrlich packende Spiele zwischen körperlich gleichwertigen Mannschaften einstellen können, wenn der vermeintliche Underdog zwar besiegt, der Sieger aber tatsächlich nicht nur geschlagen, sondern auch noch verprügelt vom Platz gegangen wäre. Schade.
Über die heutigen Spiele gibt es nur wenig zu berichten.
Die Holländer haben entspannt die Slowaken mit 2:0 vom Platz getreten, der Schiedsrichter hat sich den grausamen Scherz erlaubt, den sichtlich frustrierten Ostgoten und Italienbezwingern quasi in der allerallerletzen Sekunde noch einen Elfer zu geben. Ich bin mir nicht sicher, ob bei diesem Elfer der grinsende holländische Torwart überhaupt noch in seinem Kasten und nicht schon beim Duschen war. Die Slowaken haben den „Anschlusstreffer“ auch brav gemacht und sind dann nach Hause gefahren, während die Oranjes sich entspannt und bei diesen Drinks mit den kleinen Schirmchen das Spiel ihres Viertelfinalgegners angesehen haben.
Brasilien gegen Chile: das ist Leidenschaft, das ist hohe Fußballkunst, das ist etwas fürs Auge, da wird gezaubert, gedribbelt, gekämpft, geröchelt, gestorben!
Ein Scheissendreck ist das.
Vielleicht ist es brasilianische Arroganz, vielleicht chilenische Unfähigkeit. Die „Curacao“ (oder so) behandelt jedenfalls die Chilenen, als seien diese keine wirklichen Gegner, was sie tatsächlich nicht sind. Die Gelben machen in der 34sten und 38sten ihre Tore und dann lockeres Auslauftraining. Die Chilenen haben nichts drauf, scheinen nicht so wirklich motiviert zu sein und rennen sich die restliche Zeit in der brasilianischen Abwehr fest. Die Brasilianer winken den holländischen Gegnern fröhlich zu und sparen sich die Kräfte für die wirklich wichtigen Spiele auf. Als dann nach 60 Minuten, einfach mal so, Robinho für Brasilia das 3:0 einschiebt, ziehen sich die weiblichen Brasilianerinnen auf den Rängen nackend aus und sind damit sehenswerter als verschwitzte und verheulte Chilenen, die es einfach nicht fassen können, dass sie mal wieder als Kanonenfutter für brasilianisches Amusement dienen.
In jedem Falle dürfte das Viertelfinale hier neben „Deutschland-Argentinien“ das Spannendste des bisherigen Turniers werden. Niederländische Coolness gegen brasilianische Arroganz, das ist doch was. Wahrscheinlich. Es kommt eben darauf an, mit welcher Platzierung die Mannschaften in der WM zufrieden sind.
Überhaupt: Spanien wird im Viertelfinale, wenn sie morgen die Portugiesen verärgern, entweder gegen Paraguay oder Japan spielen. Das dürfte dann auch nicht mehr als ein Auslauf- und Probetraining für das Halbfinale werden.
Ich schätze, ich werde dann doch mal Rasen sähen, damit ich dem Gras beim Wachsen zuschauen kann.
Die Nationalmannschaft hat heute eine Pressekonferenz gegeben, die leider nicht veröffentlicht wurde. Der DFB hat es untersagt, warum weiß ich nicht. Aber der Bekannte eines Bekannten, dessen Schwägerin mütterlicherseits, die hat einen Cousin, der als Reporter dort war und von dem habe ich den Film, den ich aus Urheberrechtsgründen aber nicht zeigen kann.
Stattdessen hier das Wortprotokoll jener aufschlussreichen Konferenz der Nationalmannschaft:
Zuerst noch einmal herzlichen Glückwunsch zu dem Sieg über England. Herr Löw, wie zufrieden sind sie mit dem Spiel jetzt in der Rückschau?
Löw: „Ja, es isch halt, isch hab dem Miro gesaagt, Miro, hab isch gesagt, högschte Konschendradion da vor dem Toor, der Lukasch hat ja auch und wir müssen mehr über die Außen und dann kam ja der Fillipp Laahm und der Thomasch hat die Dinger dann reingemacht.“
Wie beurteilen Sie die Abwehrleistung in der deutschen Mannschaft?
Löw: „Ja, es isch halt, wenn wir kombaggt schtehen, mit dem Arne und den Fillipp Laahm, högschte Konschendrazion und dann der Metzelder oder Metzfelder oder Merdesagger, den Namen kann man sich ja auch nischt merken, isch verwexel die immer.“
Was hat Sie dazu veranlasst, Trochwoski einzwechseln?
Löw: „Trochowski? Was für einen Trochowski? Wer isch das?“
Na, Sie haben doch dann auch Gomez aufs Feld geschickt.
Löw: „Jaaa, der Marion, der isch immer so schön und so sexy, da wollden wir halt den weiblischen Fääns auch was bieten, gell.“
Herr Friedrich, Arne, wie haben Sie sich gefühlt, als sie dem englischen Stürmer den Ball vom Fuss gespitzelt haben?
Friedrich: „Hab ich? Echt? Kann ich mich nicht mehr erinnern.“
Poldi: „Jo, jetzt wird erst einmal gefeiert, jo Und dann sehen wir weidä.“
Lukas, Sie haben ja das 2:0 geschossen, wie haben Sie sich da gefühlt?
Poldi: „Jo, ähm, jo, sag ich mal, jetzt wird erst einmal gefeiert.“
Herr Löw, wie sieht Ihre Strategie nun für das Argentinien-Spiel aus?
Löw: „Ja, mir werden mit högschter Konschendrazion, isch verschteh die Griddig auch nischt, der Miro im Schdurm, der Manuel isch halt auch eine Bank, die Opziooonen sind natürlisch, des isch des, was isch der Manschaffd auch immer wieder sag, da können wir nischt zufrieden sein, da liegt noch etwasch Arbeit vor unsch.“
Poldi: „Jo, jetzt wird erst einmal *hicks* gefeiert“
Thomas, sie haben ja zwei Tore gegen Eng…
Müller (schnell): „ja, ich versteh das ja auch nicht, ich bin ja total begeistert, ich hätte nie gedacht, dass ich der allerbesten Spieler dieser allerbesten Weltmeisterschaft, ich bin so gut wie nie, ich bin in der Form meines Lebens, nie hat es einen besseren Spieler als mich gegeben, man wird mir Kränze flechten und ich werde als erster den Pokal in den Himmel von Südafrika heben, seit Lothar Matthäus, ach, seit Franz Beckenbauer hat es keinen besseren Spieler als mich gegeben, ich baller aus jeder Position, ich mach die Argentinier so fertig, dass sie vom Platz schleichen, wie geprügelte Hunde, PAMM, 1 Tor, PAMM, 2 Tore, PAMM 3 Tore und dann fahren sie nach Hause, weil ich sie besiegt habe, ganz alleine, ich brauche keine Mitspieler, die mir im Weg herumstehen, hier macht nur einer geile Tore, das bin ich ICH ICH. Trotzdem muss ich natürlich vorsichtig sein, dass ich jetzt nicht abhebe.“
Poldi: „Jo, ähm, jetzt wird erst einmal gefeiert“
Müller: „Fresse, Elferlutschersackgesicht.“
Manuel, sie haben ja eine hervorragende Leistung gegen die Engländer gezeigt und sogar ein Tor verschummelt. Werden Sie auch wieder gegen Argentinien im Tor stehen?
Neuer: „Dätz it. Hihihi.“
Poldi: „Ähm, jetzt wird erst einmal…“
Neuer: „Shut up!“
Philipp, Ihnen als Abwehrchef und Teamkapitän fällt ja die schwierige Aufgabe zu, die Abwehr gegen Spieler wie Messi, Tiguan und Higuain zu organisieren, welches Rezept haben Sie?
Lahm: „Ja, also, äh…“
Müller: „Die mache ich fertig, die renne ich weg, ich bin so fit wie nie, ich grüße meinen Oppa und meine Omma und meine Cousinen und alle, ich hau die vom Platz, das hat die Welt noch nicht gesehen, trotzdem ist es wichtig, dass ich jetzt erst einmal am Boden…“
Poldi: „Jo, jetzt wirst *hups* erst einmal gef…“
Neuer: „Dätz it, hihihi"
Löw: „Jungsch, högschte Konschendrazion jedzz…“
Mesut, werden Sie auch wieder spielen und vielleicht sogar ein Tor erzielen?
Özil: „Meine Gedanken und meine Fähigkeiten werde ich in den Dienst Allahs, Friede sei auf seinem Namen, stellen und so es Allah, Friede sei auf seinem Namen, gefällt, so werde ich den runden Gegenstand, den Allah, Friede sei auf seinem Namen und Mohammed ist sein Prophet, in seiner Weisheit erschaffen hat, in den Kasten der Ungläubigen senken, um seinen Namen, auf dem übrigens Friede sei, zu preisen.“
Poldi: „Unsere Frau Özil, hähähä. Jetzt wird erst einmal gefeiert, jo.“
Özil: „Ey, willst Du eine in die Fresse, Ascheloch?“
Mertesacker: „Frau Özil… Muhahahahaha.“
Lahm: „Kann ich bitte…“
Müller: „Frau Özil kann kein Tor machen, Frau Özil kann kein Tor machen, aber ihich, aber ihich…“
Klose: „Ich, äh, aber auch…?“
Gomez: „Ich nicht.“
Kießling: „Is noch was von dem Nutella da oder hat der Cacau sich wieder eingeschmiert?“
Cacau: „Ey, blöd oder was, Du Mitbringsel?“
Kießling: „Wer ist hier Mitbringsel, Depp?“
Marin (piepst von unter dem Tisch): „Ich bin Mitbringsel.“
Löw: „Bidde! Leude! Konschendrazion! Es sin Reppodä im Raum!“
Friedrich: „Wo bin ich?“
Trochowski: „Wer bin ich?“
Özil: „Ihr seid doch alle scheiße. Türkei is se Best.“
Klose: „Du, äh, mit, äh, Deiner, äh, toten, äh, Omma…“
Özil: „Ich figg Deine Mutta!“
Klose: „die, äh, is, äh, aber Polin. Die, ähm, macht das, äh, nicht. Jedenfalls nicht für ohne Geld.“
Löw: „Zum ledschden Mal, jeder, der wo wasch sagt, wo nischt gefragt isch, der geht ohne Abendessen insch Bedd.“
Tumultartiges Gemurmel, abflauend…
Ja, Herr Löw, wie sorgen Sie denn für den Zusammenhalt in der Mannschaft?
Löw: „Hamm sie ja gesähen. Das ist eine Frage der Autorität.“
Herr Löw, wo ist Bastian Schweinsteiger eigentlich?
Poldi: „Der hat Spezialtraining, auf seiner Tusse, hähähä… Der feiert, muhahaha…“
Alle: „Schnauze, Elferpfeife“
Und dann flogen die Fäuste und der Bericht endet.
Mir fehlt in dem Interview noch Löws Stellungnahme zu der Würzung seines Popels!
Spul noch mal zurück; Du hast uns da was vorenthalten!
(War das nicht schon Doping?)
:fingar:
Mir fehlt in dem Interview noch Löws Stellungnahme zu der Würzung seines Popels!
Spul noch mal zurück; Du hast uns da (http://www.flirtfair.de)was vorenthalten!
(War das nicht schon Doping?)
:fingar:
:banana: Das (http://www.datebeach.de)Popel-Doping darf hier auf keinen Fall vorenhalten werden. warte ja drauf, wann das erste Lied mit Viedozusammenschnitt auftaucht.
Mein Auto ist aus der Reparatur von wegen der Deutschlandfahne zurück, hurra. Mein Jüngster war davon so begeistert, dass er in einem unbeobachteten Moment beschlossen hat, den SUV zum Fanmobil aufzupimpen. Ihm und den Marken „hanuta“ und „duplo“ sei Dank klebte Schweinsteiger am vorderen Kotflügel, Gomez stürmte auf dem Küllergrill gleich neben Klose auf der Kühlerhaube, Lahm fand sich auf der Beifahrerseite hinten rechts, Neuer hielt den Kasten der Heckklappe, flankiert von Mertesacker und Friedrich, sauber und nur Podolski kam unter die Räder, der musste sich mit der Lauffläche des Reifens begnügen. Ist auch der Einzige, den ich nach 2 Stunden Schrubben und Polieren da gelassen habe, wo er ist. Trochowski befindet sich auch noch irgendwo, er war auf jeden Fall nicht mehr auf der Ersatzbank in der Hosentasche des Kleinen und ich hege den Verdacht, dass er sich noch einmal unangenehm bemerkbar machen wird.
Apropos unangenehm: Diego Adolfo Maradona hat gedröhnt, „für Deutschland sei die WM beendet“. Er hat es allerdings anders ausgedrückt. Der O-Ton sei wohl gewesen, „err wärrde Doitschlan värrnächten, wä noch nä eine Foßball-Nation verrrnächtet worden äst.“ Ich befürchte, dass er Recht hat, denn die Argentinier haben keinen Podolski in ihren Reihen, die ja im Übrigen fest geschlossen sind und im gleichen Tritt marschieren die Gauchos derzeit ja auch durchs Turnier – aber vielleicht – nur vielleicht – behält ja das Krakenorakel recht, das Deutschland als Sieger sieht. Sollte es sich irren, dann gibt’s bei der Nationalmannschaft eben Tintenfischringe als Abschlussessen.
Heute die letzten beiden Achtelfinalspiele.
Ich fange so an: ich glaube fest, dass es ein bisher unbekanntes Zeitphänomen gibt. Je weiter ein Spiel vom Zentrum der Qualität entfernt ist, desto mehr dehnt sich die Zeit aus und man altert langsamer, weil Minuten zu Stunden werden. Während ein Qualitätsspiel im Zeitgefüge ungefähr 5 Minuten dauert, verlängert sich mit zunehmender Entfernung das Kontinuum.
So gesehen haben die Spiele heute mehrere Jahrzehnte gedauert.
Wer in der Partie „Paraguay gegen Japan“ ein langweiliges Rumgekicke zweier langweiligen Mannschaften mit langweiligen Namen erwartet hat, der wurde nicht enttäuscht. 120 Minuten Standfußball, 120 Minuten Lebenszeit, 120 Minuten Fußball aus dem siebenten Kreis der Hölle. Ein klares Indiz, dass die FIFA künftig darauf verzichten sollte, kleine Mannschaften weiterkommen zu lassen. Schlimmer hätte auch ein Spiel zwischen Frankreich und Italien nicht aussehen können – und sogar die hätten sich wenigstens aus Langeweile gelegentlich ein paar spannende Faustkämpfe geliefert.
Paraguay und Japan sind die einzigen Mannschaften der Welt, die es geschafft haben, sogar ein Elfmeterschießen ungefähr so spannend wie das Warten auf die Grünphase einer Autobahn-Blockabfertigung zu gestalten. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn der Trainer aus Nippon nicht auf die geniale Idee gekommen wäre, einen Verteidiger, der noch nie in seinem Fußballleben auch nur ein Scheunentor getroffen hat, als Elfmeterschützen zu benennen. Die beiden Mannschaften würden jetzt noch auf dem Platz stehen und fleißig Elfmeter schießen.
So aber obliegt dem Sohne Nippons mit dem poetischen Namen „Koma no“ die zweifelhafte Ehre, die „blue Samurai“ (Eigeneinschätzung) aus dem Turnier zu kegeln, weil er die Torlatte kaputt ballert. Während also jener sich noch auf dem Platz voller Scham in sein Schwert stürzt, hüpfen die Paraguayos glücklich wie die Springteufelchen durchs Stadion. Sie haben es geschafft und dürfen auch weiterhin die Welt mit Folterfußball vom Feinsten gegen Spanien oder Portugal langweilen. Ein klarer Verstoß gegen die Menschenrechte.
Tja.
Spanien oder Portugal. Das Knallerspiel des Abends. Der Europameister gegen den letzten WM-Vierten. Ein Spiel, in dem sich Spieler wie Villa und Ronaldo, wie Torres und Simao, wie Dick und Doof gegenüberstehen.
Und das ganzganz lange 63 Minuten. In dieser Zeit hätte man sich auch die Wiederholung von Portugal gegen Nordkorea ansehen können, denn da waren bis zu diesem Zeitpunkt wenigstens 4 Tore gefallen. Gut, es ist nur eine Weltmeisterschaft, da geht es ja um nichts. Da braucht man sich auch nicht anzustrengen. Man rennt sich gegenseitig in die Abwehr, beschimpft sich wahlweise auf Spanisch und Portugiesisch, tut sich ansonsten aber in diesem Fußball gewordenen Waffenstillstand nicht weh.
Als die Spanier schließlich und endlich aus einer unklaren Abseitsposition versehentlich in der 63sten ihr Tor machen, fällt das den Portugiesen, die wir künftig „Spanien II“ nennen wollen, so wenig auf, dass sie erst einmal einen Gang zurückschalten, sofern das überhaupt noch möglich war. Der portugiesische Fußballgott Ronaldo hat seine beste Szene, als er nach dem Abpfiff sein Trikot auszieht und alle Homosexuellen zwischen Kapstadt und Kairo in Raserei versetzt, im Spiel selbst war er so auffällig wie ein Schatten in der Nacht.
Somit hat die bessere zweier schlechter Mannschaften gewonnen und darf im Viertelfinale gegen den anderen Langweiler aus der ersten Partie heute zum Rasenschach antreten.
Ist ja nur eine WM. Geht ja um nichts.
Wir dürfen auf jeden Fall auf den Freitag gespannt sein, wenn mutmaßlich die „Selecao“ die „Oranjes“ an die Verliererliste anpinnt und Ghana gegen Uruguay ins Elfmeterschießen geht.
Ich habe mir meine Betablocker für diese beiden nervenaufreibenden Duelle vierer Fußballgiganten schon in den schönen Farben Schwarz-rot-gold schon besorgt. Weckt mich, wenn´s vorbei ist.
Meister Grimbart
30.06.10, 12:13
Ein Mann von vornehmer Gesinnung bist du nicht. Hat man dich nicht gelehrt, dass es unsportlich ist, den Unterlegenen zu verhöhnen?
--->
aus der englischen Presse
Für Dich noch einmal gefettet und vergrössert. Weil ich ja weiss, dass Dir das verstehende Lesen oftmals schwer fällt.
:-)
NukNuk
Gemach, gemach, sei doch nicht gleich so ungezogen!
Es ist eine Sache, dass Engländer in England sarkastische Witze über ihre Kicker machen, eine andere Sache ist es, ausgerechnet hier diese Witze zu kolportieren.
Es ist eine Sache, dass Engländer in England sarkastische Witze über ihre Kicker machen, eine andere Sache ist es, ausgerechnet hier diese Witze zu kolportieren.
Von einem Anarchisten erwartet man aber andere Sachen als ausgerechnet die Forderung nach moralischer Zensur von Zitaten aus der englischen Presselandschaft.
:augenrollen:
NukNuk
:banana: Das Popel-Doping darf hier auf keinen Fall vorenhalten werden. warte ja drauf, wann das erste Lied mit Viedozusammenschnitt auftaucht.
Wir sollten es aber in jedem Fall zu würdigen wissen, wenn Löw auch noch das letzte aus sich rausholt!
:yesnod:
DreadfulGreat
30.06.10, 12:57
Apropos unangenehm: Diego Adolfo Maradona hat gedröhnt, „für Deutschland sei die WM beendet“. Er hat es allerdings anders ausgedrückt. Der O-Ton sei wohl gewesen, „err wärrde Doitschlan värrnächten, wä noch nä eine Foßball-Nation verrrnächtet worden äst.“ Ich befürchte, dass er Recht hat, denn die Argentinier haben keinen Podolski in ihren Reihen, die ja im Übrigen fest geschlossen sind und im gleichen Tritt marschieren die Gauchos derzeit ja auch durchs Turnier – aber vielleicht – nur vielleicht – behält ja das Krakenorakel recht, das Deutschland als Sieger sieht. Sollte es sich irren, dann gibt’s bei der Nationalmannschaft eben Tintenfischringe als Abschlussessen. :haha:
Ich fange so an: ich glaube fest, dass es ein bisher unbekanntes Zeitphänomen gibt. Je weiter ein Spiel vom Zentrum der Qualität entfernt ist, desto mehr dehnt sich die Zeit aus und man altert langsamer, weil Minuten zu Stunden werden. Während ein Qualitätsspiel im Zeitgefüge ungefähr 5 Minuten dauert, verlängert sich mit zunehmender Entfernung das Kontinuum.
So gesehen haben die Spiele heute mehrere Jahrzehnte gedauert.:haha:
Spanien oder Portugal. Das Knallerspiel des Abends. Der Europameister gegen den letzten WM-Vierten. (...)
Somit hat die bessere zweier schlechter Mannschaften gewonnen und darf im Viertelfinale gegen den anderen Langweiler aus der ersten Partie heute zum Rasenschach antreten.
Ist ja nur eine WM. Geht ja um nichts.Ich finde, dass die Spanier gegen diese verdammten Betonrührer mit ihren zwei 5er-Abwehrriegeln vorm Tor ihre Sache so gut gemacht haben, wie es bei der 90-Minuten-Dauermauerei der Portugiesen möglich war.
DreadfulGreat
30.06.10, 12:59
Ich fände es übrigens an der Zeit, bei der unglaublichen Anzahl von Nicht-Deutschen Teams bei dieser WM die Kommentatoren ein wenig in Fremdsprachen zu schulen.
'ch' in ES ist phonetisch ein 'tsch'. Deswegen heißt es auch Tschile und deMitschelis. Das ewige deMikelis, nur weil die depperten Bayern 'ch' als 'k' aussprechen, hat zu entfallen!
's' in PT ist phonetisch ein 'sch'. Ein Herr Costa wird also 'Koschta' ausgesprochen.
Wie schon fast jeder außer Belá Rethy weiß, ist in NL das 'g' ein hartes 'ch' wie im deutschen 'Nacht'. Van Gaal wird deswegen nicht so ausgesprochen, wie es geschrieben wird. Außerdem ist 'oe' phonetisch ein (langes) 'u' und 'ij' ist 'ei'.
:mad:
DreadfulGreat
30.06.10, 13:05
bei der unglaublichen Anzahl von Nicht-Deutschen Teams bei dieser WMJa, das war auch schon mal anders. Extra für Volker, Hering, Herrn Berger und die Tüten die Berichterstattung aus guter alter Zeit:
EWJ3x82nXhE
:-D
Ein WM-Tagebuch der ganz anderen Art bietet uns heute die FAZ in ihrer Onlineausgabe:
Katrin Müller-Hohenstein - man kann es nicht anders als mit Giovanni Trappatoni sagen - hat fertig. Beim Spiel Spanien gegen Portugal drückte ihr Erscheinen nur noch eines aus: Ich will hier weg. Ob ihr der Krawall um ihren "inneren Reichsparteitag" an die Nieren gegangen ist? Der Floskel, die vor allem im Internet hoffnungslos überskandalisiert worden ist? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass sie die Spielfreude und die Gewitztheit der deutschen Nationalmannschaft nicht spiegelt. Sie hat sich angewöhnt, ihrem Konterpart Oliver Kahn zu widersprechen, so wie es Gerhard Delling mit Günter Netzer im Ersten zu tun pflegt. Deren krampfigen Hang zur versemmelten Pointe verkneift sie sich, sie setzt erst gar keine. Oliver Kahn beharrt allerdings auch trotz der Bissigkeiten auf seinem Standpunkt und beschreibt, wie viele andere Fußballbeobachter im deutschen Fernsehen, was alle sehen. Vor allem, dass er ganz schön zugenommen hat. Ihm fehlt das Training.
Quelle (http://www.faz.net/s/Rub0880D9546AD54B17BA97B50EF7058A13/Doc~E7BD213EB65314E879AC10246D99439C5~ATpl~Ecommon ~SMed.html)
:-D
NukNuk
Unbelehrbar
02.07.10, 23:37
Was für ein dramatischer Krimi. Die von mir favorisierten Uruguayer gewinnen durch eine Unsportlichkeit ( Mit der Hand auf der Torlinie gerettet. ) gepaart mit Glück ( Anschließender Elfer von Ghana gegen die Latte gezimmert. ) ihr Viertelfinale im Elfmeterschießen.
Ich wünsche Paraguay den Titel! Sie sind die Überraschung des Turniers. :banana:
Mögen sie Spanien schlagen und danach Argentinien, die uns heute wegsemmeln werden.
Uruguay muß noch gegen Holland gewinnen.
Dann haben wir ein Finale Uruguay gegen Paraguay.
Wenn dann Paraguay gewinnt, läuft das paraguayanische Topmodel Larissa Riquelme nackt durch die Straßen. :)
http://s1.directupload.net/images/100703/pjdlmivr.jpg (http://www.directupload.net)
Paraguay, hole den Polkal! :freibeuter:
War das schön, die zwei Tage Pause. Einfach mal mit der Schippe in die selbstverständlich komplett abgedunkelte Wohnung gefahren und den angefallenen Müll (Pizzakartons, Fahnenreste, Krümel, versaute Möbel, Kippenpyramiden , Verwandte) aus dem Fenster in den vor dem Haus abgestellten Müllcontainer geschaufelt und schon kann es weiter gehen.
Ich hatte von der „Leeren Versicherung“ so einen „Fan-Stift“ geschenkt bekommen, das ist so etwas wie ein Lippenstift, mit dem sich die Haute Prolaute diese Deutschlandfähnchen übers Gesicht schmiert. Mein Jüngster hat das aber für Kaugummi gehalten und in einem unbeobachteten Moment gefressen, das Zeug. Dann hat er erst Bauchweh gehabt und dann schwarz-rot-gold gebrochen, was nicht so schlecht aussah, aber nicht den Zweck erfüllt hat. Hoffentlich geht es uns am Samstag, nach dem Spiel der Spiele, der Mutter aller Spiele, nicht genau so. Obwohl es, wie gesagt, ganz gut ausgesehen hat.
Heute dann endlich wieder Fußball, uns sind ja schon die Gesprächsthemen ausgegangen („Trägst Du den Müll raus?“ „Ne, wieso immer ich?“ „Sind noch Salzstängelchen da?“).
Heute zuerst die Hammerpartie Niedertrachtlande gegen Prachtsilien (Gut, gell? Ich sollte zur BILD als Schlagzeilendesigner). Europäische Filigranfußballer mit einem Schuss Arroganz gegen südamerikanische Arroganz mit einem Schuss Filigranfußball. Robben gegen Demichelis. Bayern II gegen Bayern III. Das Schöne an der Partie: man gönnt beiden Mannschaften, dass sie verlieren.
Bereits nach 8 Minuten zappelt es zum ersten Male im holländischen Netz, aber es gilt nicht, dafür sieht es dann aber erst recht nach 10 Minuten ganz gut aus, dass wir statt fetter hüpfender Brüste orangegewandeter Hausfrauen feste hüpfende Brüste brasilianischer Strandschönheiten zu sehen bekommen werden. 1:0 für Brasilien, in dem nicht weniger erwartet wird, als dass die „Selecao“ mit dem gefühlten einhundertdrölften Titel im Gepäck nach Hause kommen.
1:0 ist eine Mega-Führung und die südamerikanischen Kicker fangen ab der 11. Minute an, das Ergebnis mehr oder weniger zu verwalten, da sich sowohl bei Ihnen als auch bei mir ein wenig das Gefühl einschleicht, dass die Holländer zwar ebenfalls gerne den Titel hätten, aber irgendwie nicht so viel dafür tun wollen. Bis zur 45sten Minute plätschert das Spiel recht lustig vor sich hin, nach dem ganz großen Fußball sieht es aber eher nicht aus.
In der Pause gehen deutlich entspannte Brasilianer neben zusehends verspannten Holländers in die Kabine und kommen tatsächlich auch wieder raus, um die zweite Halbzeit abzusitzen.
Die Holländer bemühen sich zwar, kommen aber irgendwie nicht an der brasilianischen Abwehr vorbei, die gelegentlich spitzeln, dribbeln und kleine Fehlpässe schlagen. Nur so zum Spaß. Der Brasilianer Melo schafft es dann sogar, ein Tor mit dem Hinterkopf zu machen. Leider wählt er aber dazu den eigenen Kasten und es steht 1:1.
Das war so natürlich nicht geplant und gibt einen netten dramaturgischen Effekt, denn jetzt sind die niederen Lande Europas wieder im Spiel und rennen, als gälte es, eine WM zu gewinnen. Die Brasilianer fangen auch langsam wieder mit Fußball an, alleine, die Holländer haben sich die Spielweise der grünen Jungs von der grünen Lunge abgeguckt und machen ebenfalls ein Kopfballtor, allerdings treffen sie, im Gegensatz zu den Südamerikanern, den richtigen Kasten. Und das 22 Minuten vor Schluss.
Das ist ärgerlich. Für die Brasilianer. Holländische Hausfrauen hüpfen hemmungslos, südamerikanische Strandschönheiten sind sehr sauer. Der brasilianische Trainer ist es auch. Der brasilianische Spieler Felipe „the Hinterkopf“ Melo ist es auch und er versucht sich mit einem Foul als Robbenschlächter. So etwas sehen Schiedsrichter äußerst ungern und deswegen fliegt „Mister Schnitzer“, wie er daheim künftig genannt wird, achtkantig mit Rot vom Platz.
Die Brasilianer werfen nun alles nach vorne, was geht. Abwehr, Mittelfeld, kleine Wasserflaschen und Plastikstühle und fangen sich so natürlich gelegentliche Konter ein, die von den Holländern absichtlich schlampig gespielt werden, um die südamerikanische Demütigung komplett zu machen. Zwei Mal scheitern Holländer grinsend direkt vor dem freien Tor der Brasilianer.
Als der Schlusspfiff ertönt, beschließt man in Brasilien, Holland künftig nicht mehr mit Sauerstoff aus dem Amazonas zu versorgen und jeder, brasilianische Strandschönheiten rotzen traurig in brasilianische Fahnen während in Holland die Kirchenglocken läuten und Feuerwerksraketen in den Himmel steigen. Sogar die „Zwei Brüder von Venlo“ machen für 5 Minuten den Laden dicht und verkaufen nichts mehr an Deutsche.
OOOOOranje steht im Halbfinale und wird spielen gegen
Uruguay oder Ghana
Der Gretchenfrage des Tages.
Sagen wir es so: man konnte erwarten, dass es wieder so ein Deppenspiel zweier Fußballzwerge wird. Beide haben sich bisher mehr oder weniger durch die WM geschludert, nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Auf die Frage meines Jüngsten, „zu wem ich halte“, habe ich mit „zum Schiedsrichter“ geantwortet. Es wird auch der erwartete Grottenkick. Ist ja auch nur Viertelfinale.
Sicher, die „Urus“ können ebenso wunderbaren Zauberfußball spielen, wie die „Black Stars“ an einem sehr guten Tag sogar Island oder Italien ausschalten könnten. Alleine: diese Highlights dauern maximal 5 Minuten pro Spiel, während die Kasper den Rest der Zeit damit verbringen, Bälle wahlweise ins Aus oder auf den Gegner zu dreschen.
Das geht so bis zur Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als ein Ghanaer mal wieder einen Fehlpass versucht, der aber versehentlich im Tor landet. Und so steht es plötzlich 1:0 für Ghana und damit 1:0 für Südafrika, Nigeria, Kamerun, Elfenbeinküste, Togo, für den ganzen verdammten afrikanischen Kontinent.
Dann ist für die gleichermaßen beiden überraschten Mannschaften Halbzeit, die die Ghanaer damit verbringen, im Kreis herumzustehen und sich gegenseitig Mut zur Ergebnisverwaltung machen.
Wie sich in der zweiten Halbzeit zeigt, ist Verwaltung kein afrikanisches Ding. Die Spieler kommen schlicht nicht pünktlich zu ihren Pässen und Uruguay stürmt mit dem Mut der Verzweiflung und wird bereits in der 55sten Minute mit einem Tor durch den schönsten Mann auf dem Platz, Forlan, belohnt.
Die Südamerikaner, die zwar zwei Mal Weltmeister wurden und trotzdem aufgrund einer Laune der Natur und der FIFA keinen Stern auf dem Trikot haben, rennen dem ghanaischen Keeper ein- ums andere Mal die Bude ein, während ihr Keeper ein kleines Picknick vor seinem Tor veranstaltet. In der ghanaischen Hälfte ist Jubel, Trubel, Heiterkeit, in der uruguayischen Hälfte gähnt die Leere.
Wie sie es schaffen – keiner weiß es. Plötzlich, in der allerletzen Minute der allerletzen Nachspielzeit der Nachspielzeit sind die Ghanaer vor dem südamerikanischen Tor, der noch gähnende Uruguay-Keeper hat vergessen, was er beruflich macht, Torschuss eins wird auf der Linie geblockt, Torschuss zwei wird auf der Linie geblockt, den dritten Versuch haut ein Feldspieler auf der Linie in Handballmanier aus dem Kasten.
Das ist aber leider nicht erlaubt.
Der unglücklich-glückliche Suarez fliegt dafür vom Platz und geht, ungewöhnlich genug für einen Südamerikaner, auch ganz brav und es gibt Elfmeter für Ghana, für Südafrika, für Kenia, Mosambik und den ganzen verdammten Kontinent.
Gyan, der Ghanaer. Kommt von ganz unten. Spielt bei den besten Clubs der Welt. Hat sich durchgebissen. Gyan mit „G“ wie „Gigant“. Auf ihm lasten die Träume und Hoffnungen von Millionen Schwarzafrikanern.
Auf den Rängen beten die Lateinamerikaner zu Jesus, die Ghanaesen zu Allah. Mal sehen, welcher Gott heute besser hört…
Es ist Jesus.
Gyan setzt den Elfer, wahrscheinlich das erste Mal in seinem Leben, podolskiesk an die Latte, der noch auf dem Weg in die Kabine befindliche Suarez dreht sich um und bekommt einen Lachkrampf, einige hunderttausend Afrikaner sterben an einem Herzinfarkt und es geht ins Elfmeterschießen.
Forlan, die schönste Frau von Uruguay, macht ihren Treffer ganz entspannt.
Gyan, die Niete von gerade eben tritt gleich wieder an und zeigt, wie es eigentlich richtig hätte gehen müssen.
Gott und Allah scheinen sich heute gleichermaßen gut zu amüsieren. Sie verpassen zuerst einem Ghanaer, dann einem Uruguayer einen Podolski und dann darf wieder ein Ghanaer, auf dem nun alle Hoffnungen und Träume des ganzen verdammten Kontinents liegen, alles klar machen.
Macht er aber nicht. Deswegen habe ich mir auch den Namen nicht gemerkt und der Name wird auch aus dem kollektiven Gedächtnis des ganzen verdammten Kontinents gelöscht werden. Sie hätten ihm Kränze geflochten, so treffen ihn ein paar Millionen Flüche.
Uruguay ist weiter und feiert Gottes Party, die Ghanaer kommen alle in die Fußballhölle und müssen viel weinen. Sehr viel weinen.
Und die Niederländer haben eine wirklich lösbare Aufgabe und dürften eigentlich im Finale stehen.
Ein doch recht witziger Spieltag geht zu Ende, allerdings stehen die Chancen immer noch ganz gut, dass lediglich Südamerikaner das Finale bestreiten. Hoffentlich kotzen wir nicht schwarz-rot-gold.
Fast hätten wir ja Glück gehabt, Prinz Poldi hatte die klassische deutsche Muskelverhärtung.
Aber er kann doch spielen.
http://www.lachschon.de/images/77568_halbfinale_here_we_come.jpg
http://www.forendienst.de/show_smiley.php?bid=35828&file=cf809096.gif&own=yes
JFd9JvyFRYo
Ja da ändert auch der Sieg nichts,wenn sie erstklassig sein sollten, dann ist das erst über eine längere Zeitdauer zu sehen.
Ich wollte das noch einmal hervorholen.
Genügt es, England und Argentinien mit 3 bzw. 4 Toren Unterschied zu schlagen, um als "erstklassig" bezeichnet zu werden?
Scheiße, Löws Neger- und Muselhaufen im deutschen Trikot wird noch länger die Bildschirme verschandeln. Hat vielleicht auch sein Gutes, wenn der eine oder andere dumme Michel bei Spielen ins Grübeln kommt, die nicht anders aussehen, wie der ghanaische Landescup oder die Afrikameisterschaften. ^^
Wir sind im Halbfinale.
"Die Wahrheit is aufm Platz."
Du hättest jetzt eine gute Gelegenheit zu lernen.
Mögen sie Spanien schlagen und danach Argentinien, die uns heute wegsemmeln werden.
Muhahahaaaa :banana:
Wir sind im Halbfinale.
"Die Wahrheit is aufm Platz."
Du hättest jetzt eine gute Gelegenheit zu lernen.
Was interessiert, ob der Muku-Haufen gewinnt oder nicht? Es spielt keine deutsche Nationalmannschaft, sondern ein Verbrechen am deutschen Volk.
Interessieren sollte aber, daß IM Erika auf Steuerzahlerkosten für mehrere Hunderttausend Euro nach Südafrika geflogen ist und daneben auch noch die Steuern- und Kassenbeiträge erhöhen will, so lange der dumme Michel WM-besäuselt ist. :banana:
Was interessiert, ob der Muku-Haufen gewinnt oder nicht? Es spielt keine deutsche Nationalmannschaft, sondern ein Verbrechen am deutschen Volk.
Interessieren sollte aber, daß IM Erika auf Steuerzahlerkosten für mehrere Hunderttausend Euro nach Südafrika geflogen ist und daneben auch noch die Steuern- und Kassenbeiträge erhöhen will, so lange der dumme Michel WM-besäuselt ist. :banana:
Memmmemmmemm. Du bist doch nur sauer, dass die Dich mit deinem Reichsfähnchen nicht mitspielen und mitfeiern lassen. Ich kann mir das richtig schön vorstellen, wie Du so etwas abseits der Fanmeile mit deinem schwarz-weiß-roten Winkelement stehst und niemand mit Dir spielen will und Dich sogar die Türken zum Verkloppen meiden.
Das muss schön scheisse sein, sich für einen "aufrechten Doitschen" zu halten und dabei von mehr als 98% des deutschen Volkes gemieden zu werden. Ihr Typen schafft es tatsächlich, Beliebtheitswettbewerbe gegen "kriminelle Einwanderergruppen" zu verlieren :D
Die Nationalmannschaft jedenfalls ist ein absolutes Symbol dafür, wie gut eine multikulturelle Gesellschaft funktioniert, wenn wirklich ALLE BETEILIGTEN an einem Strang ziehen (Und, da ich Elfer gerne selbst reinmache: am Besten an dem, der Rassisten um den Hals liegt).
Immerhin: Du gehörst zu einer aussterbenden RASSE, das sollte Dich freuen!
Toooor! Toooor! Toooor! Von allen sinnlosen Geschenken habe ich heute das sinnloseste Geschenk bekommen. Ein waschechtes Fußballtor. Weil mein Ältester heute beim Torwandschießen im Baumarkt treffsicherer als Podolski war und somit seine Visitenkarte als Stürmer in der WM 2018 abgegeben hat. Ich hätte ja lieber eine Tischtennisplatte gehabt, aber die gab es nicht. So steht also jetzt ein demontierter Torrahmen beim Sperrmüll und ich habe auf dem Balkon eine Spitzen-Hängematte, denn man muss sich nur zu helfen wissen und aus der Situation das Beste machen.
Tja. Gestern schon wurde ja der HERR bei Fußballmannschaften bemüht, er möge ihnen doch, bittedanke, den Sieg schenken. Am heutigen Tag hatte ich das Gefühl, der HERR erlaubt sich mit den Kickern und deren Nationen typisch göttlich-grausame Scherze. Aber nicht nur mit denen. So setzt man im ZDF immer noch stur auf KMH und Olli, den Dicken, der früher mal ein gar nicht mal so schlechter Torwart war. Die Moderation geht ungefähr so, dass KMH sagt, „Olli, was geht in einem Spieler so vor, wenn er einen Elfer versemmelt“ und Olli dann pflichtbewusst sagt „der ärgert sich dann“, worauf KMH dann solche Sachen wie „Also ungefähr wie Hitler nach der Kapitulation Stalingrads“ entgegnen muss. Das sind Glanzlichter der Moderation, das können sogar meine Kinder vor dem Fernseher besser, wenn mein Kleinster das kurz und prägnant mit dem Satz „Was für ein Depp“ auf den Punkt bringt. Besser geht das nur noch bei RTL, wenn der Kommentator trocken feststellt: „eine Mannschaft kommt heute weiter, denn es kann hier nur einen Sieger geben.“ Das hätte auch von Heidi, der Mode-Muschi aus Bergisch-Gladbach kommen können.
Nichtsdestotrotz: Diego, der eigentlich bereits Kraft seines Namens den besten Draht zum HERRN haben müsste, trat heute mit seinen Jüngern gegen Jogis multikulturelle Lausbubentruppe an und es durfte nicht mehr und nicht weniger erwartet werden, als das Argentinien mit Deutschland mal wieder ins Elfer-Schießen geht, aber der deutsche Antrag, doch die ersten 120 Minuten wegzulassen und gleich ins Elfer-Duell zu gehen, wurde von den Argentiniern lächelnd abgewiesen. Man wollte das lieber in der regulären Spielzeit klarmachen.
Ich schrieb einst, dass es Spiele gibt, die den Namen „legendär“ tragen werden. Wir sahen heute gleich zwei davon. Aber der Reihe nach:
Irgendjemand hat gesagt, dass man vor einer Mannschaft, die es sich leisten kann, einen Aguero und einen Mellito auf die Bank zu setzen, allerhöchsten Respekt haben muss. Nun, in Deutschland hat man eine Mannschaft, die es sich leisten kann, sogar einen Podolski und einen Dingens, einen Khedira, spielen zu lassen. Das muss ja auch erst einmal jemand nachmachen. Maradona jedenfalls hat seine Drohung, er würde „für die Mannschaft töten“ nicht wahr gemacht. Er hatte Angst, Podolski zu erwischen und so Deutschland einen unfairen Vorteil zu verschaffen.
In jedem Fall lauschen die Argentinier noch ihrer verhallenden Nationalhymne, die mit den charmanten Sätzen „Mögen wir von Ruhm gekrönt leben, oder wir schwören ruhmreich zu sterben!“ endet, nach, da zappelt der Ball auch schon nach dem zweitschnellsten Tor einer WM im argentinischen Netz. Das nennt man im Fachjargon „Führung“
Das hatte Diego Primaradonna aber anders geplant und die Argentinier sind auch etwas verblüfft. Irgendwie hat man bei den Herren vom südamerikanischen Kontinent nämlich keine Übungm einem Rückstand hinterherzurennen und es sieht ärgerlicherweise auch nicht so aus, als wollten Jogis junge Lauser den Vorsprung nicht nur verwalten, sondern ausbauen.
In der 36sten kassiert dann auch Müller, der Torschütze, eine Gelbe, um diese Gefahr für die Nachfolgegegner auszuschalten, was im Rahmen der bisherigen Schiedsrichterleistungen durchaus als „stringente Fortsetzung“ zu bezeichnen ist.
Kurz darauf: Tor für Argentinien und Diego, „the human Gummiflummi“ will schon zu einer Orgie ansetzen, als er bemerkt, dass der Linienrichter die Fahne oben hatte. Das ist jetzt Pech,
Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Die Argentinier mühen sich und sind fleißig, Problem dabei: die Deutschen sind es auch. Bis zur 68sten stehen die Chancen ganz gut, dass Diego „the hand of god“ tatsächlich noch zu seinem täglichen Fussballsex kommt, da spielt Müller zur Abwechslung mal im Liegen zu Podolski, der verkackt prompt seinen geplanten Torschuss, aber Klose kommt versehentlich doch noch an den Ball und plötzlich steht es 2:0 für die in schwarz gekleideten Jogibären. Im Fußballjargon nennt man das zu diesem Zeitpunkt „aller klarmachen“.
Das könnte also ein klein wenig eng wären, außer, wenn die Gegner Türken sind, Maradona betet imbrünstiger als die Maradona vorm Kreuz, aber Jesus hört ihn wegen des Vuvuzelagebrumms irgendwie nicht und Bastian Schweinsteiger, den heute niemand mehr Schweini nennt, lässt heute lächelnd sogar Arne Friedrich sein Tor zum 3:0 machen und nicht einmal der Kölner Lukas kann das verhindern. Das nennt man in der Fachsprache „Klatsche“.
Eigentlich wäre es jetzt an der Zeit, Gomez einzuwechseln, aber Löw hat ja schon Kroos, Trochowski und Jansen auf dem Platz, um Argentinien zu demütigen und man muss es ja nicht übertreiben. Klose weiß das mit dem „Übertreiben“ aber nicht und macht in der 88sten Minute auch noch das 4:0. Im Fußballjargon ist das jetzt „ein Massaker“. Das würde nicht einmal einer türkischen Mannschaft zum Aufholen reichen und so enden die Karrieren von Messi, Higuain und Maradona nicht nur mit einer Niederlage, sondern mit einer echten Schmach und Demütigung, gegen die die englische Niederlage 4:1 Katastrophe wie eine Verkettung unglücklicher Umstände aussieht. Und da ist es völlig egal, dass ich gestern de Michelis in die brasilianische Mannschaft gesteckt habe, denn er fährt so oder so heim. Mit dem Rest der eigentlich doch gar nicht so schlechten Blau-Weißen Selecao, bei der sich der Träner, den man heute ruhig so schreiben darf, mindestens ebenso heftig bewegt hat wie seine Spieler, die jetzt sehr viel weinen.
In jedem Fall gehören Jogis Jungens jetzt zu den 4 besten Mannschaften der Welt und machen in jedem Fall noch 2 Spiele, die Argentinier sind ja immerhin noch unter den letzten 8, was so schlecht auch nicht ist und worüber sich beispielsweise Italiener und Franzosen sehr freuen würden. Und an dieses Spiel wird man sich noch in 50 Jahren als „historisch“ erinnern.
Aber gegen wen wird es gehen? Das wird zwischen Paraguay und Spanien ausgeschnapst.
Auf dem Papier ist das eine klare Sache. Die Spanier klatschen die Mittelamerikaner mit 5:0 lächelnd vom Platz und haben dabei nicht einmal Schweißperlen auf der Stirn.
In der Praxis wollen die Spanier zwar Fußball spielen, aber die Paraguayos nicht und betätigen sich sehr destruktiv gegenüber der spanischen Fußballkunst und gehen damit nach spätestens 15 Minuten den Iberern mehr auf den Sack als deutsche Touristen in Palma und dementsprechend entnervt fangen sich die Espanolos plötzlich sogar Konter ein und verlieren ihre Linie.
Dann machen die Paraguayos ihr Tor, aber weil nicht sein darf, was nicht sein kann, übergehen dies die Schiedsrichter und entscheiden sich lieber für Abseits.
Nach der Pause ein ähnliches Bild. In Villa Riba wird feste gestürmt, in Villa Bacho herumgenervt und es sieht so aus, als würde das ganze Gekicke in die Verlängerung und dann mal wieder ins Elferschießen gehen. Die Mannschaften jedenfalls scheinen das zu wollen, haben dabei aber einen anderen Zeitplan als die Fifa, ein Spanier versucht, einem Mittelamerikaner den Arm zu brechen und vergisst, dass er sich im eigenen Strafraum befindet. Das gibt natürlich einen Elfer. Für Paraguay. Und der HERR, in seinem unendlichen Sinn für Humor, hext Podolski auf den armen Paraguayo, der zwar das Tor, aber auch den darin befindlichen spanischen Torwart trifft.
Und während noch die Entsetzenschreie durch ganz Mittelamerika halten, kriegen die Spanier auch ihren Elfer auf der anderen Seite vom Feld. Xabi Alonso tritt an und trifft tatsächlich. Aber leider sind seine Kumpels zu früh in den Strafraum gehalten und der Schuss muss wiederholt werden.
Und jetzt, der HERR hält sich den Bauch vor Lachen, hat auch Alonso Podolski und schiesst auch den Torwart ab, aber die Spieler waren wieder zu früh im Strafraum und der portugiesische Torwart zieht nach dem Abpraller gleich wieder einen Spanier von den Beinen und eigentlich müsste es jetzt sogar zwei Elfer für Spanien geben, aber das Schiedsrichtergespann hat das pfiffige Spiel der beiden spanischsprachigen Gauner durchschaut und tut so, als hätte es nichts gesehen.
Seufzend also stellen sich die beiden Mannschaften darauf ein, dass sich das alles noch etwas zieht. Und bis zur 83sten ist so ein wenig die Luft raus, als sich der HERR eine neue Wembley-Variante ausdenkt. Villa trifft den rechten Pfosten, der Ball springt dann zum linken Pfosten und kullert dann zur Überraschung aller Herumstehenden über die Torlinie.
Das war es dann auch, denn Paraguayer sind keine Türken und können kein Tor aufholen und so endet ein in der Schlussphase sehr sehr witziges Spiel mit dem Einzug Spaniens, was für die Urlauber auf Mallorca in der nächsten Woche sehr unangenehme Folgen haben dürfte. Wenn der Europameister auf den Vize-Europameister trifft. Die Paraguayer, die sich so tapfer gewehrt haben, dürfen die gleiche Maschine wie die Argentinier nehmen und Messi und Co auf dem Heimflug ein wenig trösten.
Deutschland versinkt in einem Fahnenmeer und Strömen von Alkohol und nicht einmal Günther Jauch und der Klopper bekommen das Spiel kaputt gequatscht und sollte Deutschland auch noch gegen Spanien gewinnen und dann auch noch gegen die Niederlande, dann hätte die Mannschaft das schwierigste Pensum gehabt, das je eine deutsche Mannschaft hatte. Aber vielleicht wird ja auch um Platz drei gegen Uruguay gespielt, was ich ziemlich scheiße fände.
Extra ein bisschen Musik - auch für Bismarck - passend zur WM:
http://www.youtube.com/watch?v=HTFKjJaV15I
Runa, Du bist 'ne Technik-Vollniete... :-D
Runa, Du bist 'ne Technik-Vollniete... :-D
Recht hast du, dabei wäre das jetzt so lustig gewesen, jedoch habe ich alles so wie immer gemacht, mit dem YT- Buttom.
Runa, Du bist 'ne Technik-Vollniete... :-D
Ich versuch es noch einmal:
http://www.youtube.com/watch?v=HTFKjJaV15I
Und noch einmal:
http://www.youtube.com/watch?v=HTFKjJaV15I
Nee, wird nix.
Ist das geil.
Jetzt hätten unsere Patridioten ENDLICH mal einen Grund, "stolz Deutsche zu sein" und jetzt stehen sie nasebohrend und mit offenen Mündern nebendran und gucken zu :haha::haha::haha:
und müssen statt
:reichflag:
den da machen:
:ddr:
In diesem Strang finde ich Runas Beiträge mit Abstand am besten. :-)
War zwar nicht an mich gerichtet, aber ich antworte mal trotzdem, da ich mit Bismarck auf einer Linie liege.
Memmmemmmemm. Du bist doch nur sauer, dass die Dich mit deinem Reichsfähnchen nicht mitspielen und mitfeiern lassen. Ich kann mir das richtig schön vorstellen, wie Du so etwas abseits der Fanmeile mit deinem schwarz-weiß-roten Winkelement stehst und niemand mit Dir spielen will und Dich sogar die Türken zum Verkloppen meiden.
50% der Deutschen interessieren sich für die WM und feiern. Das heißt, daß die andere Hälfte sich für den Fußballrummel einen Scheiß interessiert. Ich habe das letzte Mal mitgefiebert 1998 bei dem Spiel gegen Kroatien. Seitdem gibt es keine deutsche Nationalmannschaft mehr. Den fußballbegeisterten Deutschen ist das, wie du richtig feststellst, egal. Sie würden auch feiern, wenn die Bunzelmannschaft aus 100% Migranten bestehen würde so wie die "französische" Mannschaft.
Allerdings glaube ich nicht, mit meiner Meinung alleine zu sein. Viele Deutsche dürften so denken wie "wir", auch wenn sie es nicht öffentlich sagen.
Die WM ist doch eh nur noch Party, so wie der CSD, die Love Parade, Lena, Big Brother oder DSDS. Mit Fußball hat das nichts mehr zu tun.
Das muss schön scheisse sein, sich für einen "aufrechten Doitschen" zu halten und dabei von mehr als 98% des deutschen Volkes gemieden zu werden. Ihr Typen schafft es tatsächlich, Beliebtheitswettbewerbe gegen "kriminelle Einwanderergruppen" zu verlieren :D
Die Frage ist noch, wie die schweigende Mehrheit denkt. Da der "Rechtsextremismus" mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, bin ich mir da nicht mehr so sicher, ob 98% aller Deutschen "unsere" Meinung ablehnen. An Wahlen kann man es jedenfalls nicht festmachen.
Die Nationalmannschaft jedenfalls ist ein absolutes Symbol dafür, wie gut eine multikulturelle Gesellschaft funktioniert, wenn wirklich ALLE BETEILIGTEN an einem Strang ziehen (Und, da ich Elfer gerne selbst reinmache: am Besten an dem, der Rassisten um den Hals liegt).
Das ist doch Propaganda. Ich kann nicht glauben, daß du wirklich daran glaubst, dafür bist du zu intelligent. In der schweizerischen Mannschaft spielen auch viele Muslime mit, was die Schweizer nicht davon abgehalten hat, gegen Minarette zu stimmen. Viele Deutsche sind gegen einen Türkeibeitritt, was natürlich nichts nutzt; er ist beschlossene Sache.
Die WM ist einfach nur Party (s.o.) und spiegelt in keinster Weise die Probleme der Bunzelgesellschaft wider. Parallelgesellschaften und No Go-Areas für Deutsche gibt es immer noch. Nach dem Zuzug der europäischen Zigeuner, dem Türkeibeitritt zur EU, den 50 Millionen Afrikanern, die nach Europa kommen werden nach den Plänen der UNO wird es hier richtig "abgehen". Da ändern auch Multikultipartys nichts mehr dran.
Immerhin: Du gehörst zu einer aussterbenden RASSE, das sollte Dich freuen!
Wir werden sehen. :kif:
Auffallend ist jedoch, daß vor jedem Spiel gegen Rassismus aufgerufen wird. Wenn es keinen Rassismus gäbe, würden sie das nicht machen.
Letzten Endes setzt sich halt immer die Natur des Menschen durch. :)
Stolzdeutscher
04.07.10, 10:28
War zwar nicht an mich gerichtet, aber ich antworte mal trotzdem, da ich mit Bismarck auf einer Linie liege.
50% der Deutschen interessieren sich für die WM und feiern. Das heißt, daß die andere Hälfte sich für den Fußballrummel einen Scheiß interessiert. Ich habe das letzte Mal mitgefiebert 1998 bei dem Spiel gegen Kroatien. Seitdem gibt es keine deutsche Nationalmannschaft mehr. Den fußballbegeisterten Deutschen ist das, wie du richtig feststellst, egal. Sie würden auch feiern, wenn die Bunzelmannschaft aus 100% Migranten bestehen würde so wie die "französische" Mannschaft.
Allerdings glaube ich nicht, mit meiner Meinung alleine zu sein. Viele Deutsche dürften so denken wie "wir", auch wenn sie es nicht öffentlich sagen.
Die WM ist doch eh nur noch Party, so wie der CSD, die Love Parade, Lena, Big Brother oder DSDS. Mit Fußball hat das nichts mehr zu tun.
Die Frage ist noch, wie die schweigende Mehrheit denkt. Da der "Rechtsextremismus" mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, bin ich mir da nicht mehr so sicher, ob 98% aller Deutschen "unsere" Meinung ablehnen. An Wahlen kann man es jedenfalls nicht festmachen.
Das ist doch Propaganda. Ich kann nicht glauben, daß du wirklich daran glaubst, dafür bist du zu intelligent. In der schweizerischen Mannschaft spielen auch viele Muslime mit, was die Schweizer nicht davon abgehalten hat, gegen Minarette zu stimmen. Viele Deutsche sind gegen einen Türkeibeitritt, was natürlich nichts nutzt; er ist beschlossene Sache.
Die WM ist einfach nur Party (s.o.) und spiegelt in keinster Weise die Probleme der Bunzelgesellschaft wider. Parallelgesellschaften und No Go-Areas für Deutsche gibt es immer noch. Nach dem Zuzug der europäischen Zigeuner, dem Türkeibeitritt zur EU, den 50 Millionen Afrikanern, die nach Europa kommen werden nach den Plänen der UNO wird es hier richtig "abgehen". Da ändern auch Multikultipartys nichts mehr dran.
Wir werden sehen. :kif:
Auffallend ist jedoch, daß vor jedem Spiel gegen Rassismus aufgerufen wird. Wenn es keinen Rassismus gäbe, würden sie das nicht machen.
Letzten Endes setzt sich halt immer die Natur des Menschen durch. :)
Für mich ist nicht maßgebend,wer dort spielt,sondern für wen sie spielen,unter welcher Flagge!
Natürlich weiss ich,dass diese Begegnungen mehr mit kommerziellen Dingen als mit sportlichen zu tun hat!
Aber in dieser ach so grauen Zeit muss man ein wenig Amüsement haben!
Als ich gestern Angelina Ferkelina im Stadion sah,bangte ich um den Sieg unserer Multikultimannschafrt ,da ich persönlich sie als Unglücksbringerin ansah!
Aber offenbar hatte sie dort,im Gegensatz zum deutschen Volk,welches sie immer mehr in Armut bringen will,keinen,wie sonst,negativen Einfluss!
Für mich ist nicht maßgebend,wer dort spielt,sondern für wen sie spielen,unter welcher Flagge!
Die Flagge ist nur noch ein Fetzen Stoff, wenn das was sie repräsentieren soll, also ein Volk, eine Kultur und eine Nation auf dem Platz nicht mehr vorhanden ist. Volk und die Nationalität kann nicht gewechselt werden wie ein Hemd, sie wird durch Abstammung erworben und bleibt unveränderlich. Lahm, Friedrich und Müller täten gut daran, nicht mit Löws-Muku-Haufen zu kollaborieren, denn sie schaden dadurch dem Volk mehr als sie ihm nützen.
Was interessiert, ob der Muku-Haufen gewinnt oder nicht?
Etwa 98 Prozent aller Deutschen. Exclusive Euch Nieten natürlich!
:thumbsup:
NukNuk
Schwarz! Rot! Gold!
zH2ezp1qO34
Und ganz Deutschland feiert!
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NukNuk
Pressestimmen zum gestrigen Spiel:
Deutschland ist eine Bestie. Wie Obelix sammelt Deutschland die Helme der Römer und zerlegt alles, was es berührt.
Das großartige Deutschland hat Argentinien platt gemacht. Löw hat eine kunstvolle Fußballwalze erfunden. Deutschland macht Angst.
Den Einzug ins Halbfinale schafften deshalb auch nur die, die als einzige auf dem Platz wirklich eine Mannschaft bildeten.
Deutschland hat Argentinien geschlachtet. El Diego wurde betäubt zurückgelassen, den Tränen nahe. Sein Traum ist gestorben. Die Deutschen scheinen nicht schlagbar.
Deutschland spielt nicht wie früher. Es ist schnell, zielstrebig und geschmeidig.
Zusammenhalt, Begeisterung und Talent - die deutschen Spieler sorgen bei der Weltmeisterschaft für Enthusiasmus. Das ist eine Mannschaft.
Deutschland auf einem anderen Planeten. [...] Die Spielweise schlägt alle Fußballliebhaber in ihren Bann. Deutschland ist das Symbol einer neuen Ära, die vor zwei Jahren von Spanien eröffnet wurde.
Und aus unserem Bruderland Österreich:
Vergesst Siegfried, den Drachentöter, und Odin, den Himmels-Bewohner - die neuen deutschen Helden sind Argentinien-Killer: Miroslav Klose, Thomas Müller und Arne Friedrich haben Diego Maradona auf den Boden der Realität geworfen. Das Sommermärchen ließ sogar die Kanzlerin wie ein Fabelwesen wirken: Angela Merkel schien nach dem dritten Tor der Trostlosigkeit ihres Regierungsalltags zu entfliehen.
FAZ (http://www.faz.net/s/RubAE3E0805439F4801B2672A9891EAC6BF/Doc~EF90E73253E6844088221AA96CB954714~ATpl~Ecommon ~SMed.html)
:brd:
NukNuk
DreadfulGreat
04.07.10, 18:11
Extra ein bisschen Musik - auch für Bismarck - passend zur WM:
http://www.youtube.com/watch?v=HTFKjJaV15IRuna,
in diesem Forum ersetzt [ YOU] [/YOU] den ganzen ersten Teil des Strings der URL einschließlich dem Gleichheitszeichen. Die korrekte Syntax ist also nicht
[ YOU]http://www.youtube.com/watch?v=HTFKjJaV15I[/YOU]
sondern nur
[ YOU]HTFKjJaV15I[/YOU]
Ich nehme jetzt das Leerzeichen zwischen [ und YOU raus und schon erscheint dein Lied:
HTFKjJaV15I
:)
Der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Heute ist der 1. Tag nach 4:0. Ich habe diesen Tag sehr gepflegt damit zugebracht, meine Vuvuzela-Sammlung zu putzen und über Maradona zu lachen.
Wer war eigentlich dieser Messi, von dem die immer gesprochen haben? Müller kenne ich, Müller ist mit Sicherheit auch in Argentinien bekannt – aber Messi?
Gut, wir wollen nicht spotten und arrogant sein, schließlich haben ja Klose, Müller und der Dings die Tore geschossen und nicht die 80 Millionen Bappsäcke, die daheim vorm Fernseher hocken und das war nicht schlecht. 4:0 ist ein ziemlich Pfund gegen Argentinien, aber wir wollen auch nicht vergessen, dass eine WM nichts anderes als die Leistungsschau und Leitmesse des internationalen Fußballs ist und die Spieler da schön ihren Marktwert gesteigert hat.
Ein ganz witziger Nebeneffekt dieser WM ist übrigens die Nichtteilnahme unserer braunen Stiefbrüder und Stiefschwestern vom rechten Rand, die sich so eifrig über „diese Multi-Kulti-Mannschaft, die ja nur zur Hälfte aus echten Deutschen besteht“ mokiert haben.
Jetzt hätten sie endlich mal Grund, „stolz, ein Deutscher zu sein“ - und müssen ausgerechnet jetzt mit ihren schwarz-weiß-roten Fähnchen nasenbohrend neben dem schwarz-rot-goldenen Fahnenmeer der Fanmeilen stehen und dürfen und können nicht mitfeiern. Tja, dumm gelaufen, wenn man ein dummer Rassist ist. Da hat man geblökt, „diese Mannschaft ist nicht repräsentativ“ und muss dann mit ansehen, wie das 99,85 % der Bevölkerung ganz anders sehen. Das ist für die Kameraden eine ähnliche Enttäuschung wie für die Genossen die Abschaffung der DDR.
Wäre ich nach Spanien ausgewandert, dann würde ich übrigens jetzt schnellstens zurückwandern. Nur für den Fall, dass Spanier und Deutsche eine ähnliche Leistung wie bei ihren letzten beiden Spielen abrufen. Ich könnte mir vorstellen, dass der ein- oder andere Iberer auf „oleee, oleoleole, wi arr de Schämpions, olee“ nicht so unbedingt sensibel und feinfühlig und mit der nötigen Distanz reagiert, sollte es dazu kommen, dass Spanien um Platz 3 spielt.
Im Übrigen finde ich aber auch diese proletierenden Pappnasen, die in jedes Mikrofon „EINFACHNURGEILEINFACHNURGEILJEDZZWERNWIRMELTWEIST ERUNMARSCHIERNDANNINRUSSLANDEIN“ gröhlen, genau so angenehm wie ein fettes Furunkel am Hintern oder einen Fan von England. Ist ja schön, wenn man sich freut, aber dieses heisere, von Bier und Kippen angeröstete Gebrüll, dazu die Gestik geballter „Becker“-Fäuste und das Gezitter, als ständen die Jungs nicht nur unter Stoff, sondern auch unter Strom – kein Wunder, wenn uns der Rest der Welt hasst. Da halt ich mir doch lieber einen Rottweiler im Schlafzimmer, als zuzugeben, mit den angetrunkenen Intelligenzverleugnern zur gleichen Nation zu gehören. Kleiner Trost – die „Fans“ anderer Mannschaften sind genauso blöd – auch, wenn wir bisher aus England und Argentinien nur Bilder von weinenden und desillusionierten Nervenwracks gesehen haben.
Ich gebe im Übrigen auch zu, noch auf keiner Fanmeile gewesen zu sein. Die Vorstellung, zwischen 200.000 halbnackten Wilden gefangen zu sein, macht mir keine Angst, das kenne ich aus dem Mallorca-Urlaub – aber auf den Meilen hat es nur zwei Klos...
Spanien also am Mittwoch. Trochowski freut sich schon, dass er auch mal in einem regulären Spiel einen Ball kriegen wird – und er hat sich schon fest vorgenommen, ihn ganzganz weit einzuwerfen. Zu Podolski.
...aber dieses heisere, von Bier und Kippen angeröstete Gebrüll, dazu die Gestik geballter „Becker“-Fäuste und das Gezitter, als ständen die Jungs nicht nur unter Stoff, sondern auch unter Strom...
Ick finds jut...bin ja aber auch Deutscher...:haha:
:banana:
Und noch einmal:
http://www.youtube.com/watch?v=HTFKjJaV15I
Nee, wird nix.
Eigentlich hättest Du schon beim dritten (Fehl)versuch 'ne Lokalrunde geben müssen!
:-D
In diesem Strang finde ich Runas Beiträge mit Abstand am besten. :-)
Hast Du Leerstellen in die Suchmaschine eingegeben?
:verwirrt:
Pressestimmen zum gestrigen Spiel:
Und aus unserem Bruderland Österreich:
FAZ (http://www.faz.net/s/RubAE3E0805439F4801B2672A9891EAC6BF/Doc~EF90E73253E6844088221AA96CB954714~ATpl~Ecommon ~SMed.html)
:brd:
NukNuk
Was schreibt eigentlich Hürriyet zum Thema WM und Deutschland?
Außerdem solltest Du uns auch mal die öffiziellen Kömmentare der Haßprediger Deines Vertrauens übermitteln.
Laß uns bitte nicht dumm sterben!
:-D
Stolzdeutscher
05.07.10, 10:56
Der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Heute ist der 1. Tag nach 4:0. Ich habe diesen Tag sehr gepflegt damit zugebracht, meine Vuvuzela-Sammlung zu putzen und über Maradona zu lachen.
Wer war eigentlich dieser Messi, von dem die immer gesprochen haben? Müller kenne ich, Müller ist mit Sicherheit auch in Argentinien bekannt – aber Messi?
Gut, wir wollen nicht spotten und arrogant sein, schließlich haben ja Klose, Müller und der Dings die Tore geschossen und nicht die 80 Millionen Bappsäcke, die daheim vorm Fernseher hocken und das war nicht schlecht. 4:0 ist ein ziemlich Pfund gegen Argentinien, aber wir wollen auch nicht vergessen, dass eine WM nichts anderes als die Leistungsschau und Leitmesse des internationalen Fußballs ist und die Spieler da schön ihren Marktwert gesteigert hat.
Ein ganz witziger Nebeneffekt dieser WM ist übrigens die Nichtteilnahme unserer braunen Stiefbrüder und Stiefschwestern vom rechten Rand, die sich so eifrig über „diese Multi-Kulti-Mannschaft, die ja nur zur Hälfte aus echten Deutschen besteht“ mokiert haben.
Jetzt hätten sie endlich mal Grund, „stolz, ein Deutscher zu sein“ - und müssen ausgerechnet jetzt mit ihren schwarz-weiß-roten Fähnchen nasenbohrend neben dem schwarz-rot-goldenen Fahnenmeer der Fanmeilen stehen und dürfen und können nicht mitfeiern. Tja, dumm gelaufen, wenn man ein dummer Rassist ist. Da hat man geblökt, „diese Mannschaft ist nicht repräsentativ“ und muss dann mit ansehen, wie das 99,85 % der Bevölkerung ganz anders sehen. Das ist für die Kameraden eine ähnliche Enttäuschung wie für die Genossen die Abschaffung der DDR.
Wäre ich nach Spanien ausgewandert, dann würde ich übrigens jetzt schnellstens zurückwandern. Nur für den Fall, dass Spanier und Deutsche eine ähnliche Leistung wie bei ihren letzten beiden Spielen abrufen. Ich könnte mir vorstellen, dass der ein- oder andere Iberer auf „oleee, oleoleole, wi arr de Schämpions, olee“ nicht so unbedingt sensibel und feinfühlig und mit der nötigen Distanz reagiert, sollte es dazu kommen, dass Spanien um Platz 3 spielt.
Im Übrigen finde ich aber auch diese proletierenden Pappnasen, die in jedes Mikrofon „EINFACHNURGEILEINFACHNURGEILJEDZZWERNWIRMELTWEIST ERUNMARSCHIERNDANNINRUSSLANDEIN“ gröhlen, genau so angenehm wie ein fettes Furunkel am Hintern oder einen Fan von England. Ist ja schön, wenn man sich freut, aber dieses heisere, von Bier und Kippen angeröstete Gebrüll, dazu die Gestik geballter „Becker“-Fäuste und das Gezitter, als ständen die Jungs nicht nur unter Stoff, sondern auch unter Strom – kein Wunder, wenn uns der Rest der Welt hasst. Da halt ich mir doch lieber einen Rottweiler im Schlafzimmer, als zuzugeben, mit den angetrunkenen Intelligenzverleugnern zur gleichen Nation zu gehören. Kleiner Trost – die „Fans“ anderer Mannschaften sind genauso blöd – auch, wenn wir bisher aus England und Argentinien nur Bilder von weinenden und desillusionierten Nervenwracks gesehen haben.
Ich gebe im Übrigen auch zu, noch auf keiner Fanmeile gewesen zu sein. Die Vorstellung, zwischen 200.000 halbnackten Wilden gefangen zu sein, macht mir keine Angst, das kenne ich aus dem Mallorca-Urlaub – aber auf den Meilen hat es nur zwei Klos...
Spanien also am Mittwoch. Trochowski freut sich schon, dass er auch mal in einem regulären Spiel einen Ball kriegen wird – und er hat sich schon fest vorgenommen, ihn ganzganz weit einzuwerfen. Zu Podolski.
Eins muss man ihm lassen,er lässt wirklich nichts aus bei seiner schizophrenen Nazijägerei!
Manchmal glaube ich,dass er des Nachts wahre Horrorträume haben muss,der Arme!
Eine ärztliche Behandlung wäre m.E.dringend erforderlich!
Fingerzeiger
05.07.10, 11:55
Das Spiel haben übrigens schätzungsweise in Deutschland 50 Mio. Menschen gesehen
Meister Grimbart
05.07.10, 12:10
Was schreibt eigentlich Hürriyet zum Thema WM und Deutschland?
Außerdem solltest Du uns auch mal die öffiziellen Kömmentare der Haßprediger Deines Vertrauens übermitteln.
Laß uns bitte nicht dumm sterben!
:-D
Nu, was wird sie schon schreiben, die Hürriyet:
"Die Türkei hat die deutsche Mannschaft aufgebaut" :banana:
In diesem Strang finde ich Runas Beiträge mit Abstand am besten. :-)
Das hast du gut erkannt! :-)
Die Flagge ist nur noch ein Fetzen Stoff,
Das war sie immer schon, das hat eine Flagge so an sich.
Runa,
in diesem Forum ersetzt [ YOU] [/YOU] den ganzen ersten Teil des Strings der URL einschließlich dem Gleichheitszeichen. Die korrekte Syntax ist also nicht
[ YOU]http://www.youtube.com/watch?v=HTFKjJaV15I[/YOU]
sondern nur
[ YOU]HTFKjJaV15I[/YOU]
Ich nehme jetzt das Leerzeichen zwischen [ und YOU raus und schon erscheint dein Lied:
HTFKjJaV15I
:)
Juhuuu, du hast diesen Link zum Leben erweckt - für uns - nun können auch andere hören und genießen - Vuvuzela - das Instrument des Jahres, Harmonie und Wohlklang garantiert!
Und ich probiers noch einmal - aber nicht jetzt, nicht hier - will die Häme vom netten Itchy nicht so schnell noch einmal über mich ausgießen lassen.
... PS: auch wenn sie durchaus verdient sein sollte ...
Vuvuzela - das Instrument des Jahres, Harmonie und Wohlklang garantiert!
Nervige Negertröten.
Nervige Negertröten.
Nervig stimmt.
Allerdings musste ich so richtig lachen, als ich den Anfang dieser Filmclassics mit Vuvubegleitung hörte. Sie tragen also auch zur Erheiterung bei und das ist wieder positv.
Im ZDF läuft so ein Fan-Wettbewerb: Gesucht wird ein Spitzname für die deutsche Elf. Die Holländer heißen ja Elftal, die Südafrikaner „BananaBanana“ (oder so), die Brasilianer, Argentinier, Spanier und Portugiesen, die Uruguayer, Paraguayer und sonstige –ayer irgendetwas mit „Selecao“ (nur immer leicht anders geschrieben, und sogar die Schweizer nennen ihre Spieler „Nazi“, womit dieser Spitzname schon vergeben wäre… Ich hatte mich für die ausländische Bezeichnung „Panzer“ stark gemacht, konnte aber damit nicht durchdringen, meine weiteren Vorschläge „Elferrat“, „Stukas“, „Sturmabteilung“, „Sturmbann“ sowie „Knusperköpfe“ , „Wadenverhärtete“ und „Trockenschwimmer“ stießen aus mir unerklärlichen Gründen auch auf wenig Gegenliebe. Zumindest kann mir aber keiner nachsagen, ich hätte mich nicht bemüht.
Im deutschen Team herrscht ja derzeit etwas Unruhe, weil Lahm sich nicht so richtig von seiner Damenbinde trennen kann, die der Ballack gerne wiederhätte – warum auch immer. Ballack, der eigentlich ein wenig Fussi gucken und sich dabei die Waden massieren lassen wollte, ist daraufhin beleidigt nach Hause geflogen und hat angekündigt, seine eigene Nationalmannschaft gründen zu wollen, in der dann der Lahm nicht mitspielen darf. So. Den Posten eines Mannschaftsadmirals oder Flottenchefs, den man ihm zur Güte angeboten hat, hat er abgelehnt. Man darf aber nicht vergessen, dass die Mannschaft mit Ballack nicht so weit gekommen wäre und trotz Podolski so weit gekommen ist. Das sind für mich persönlich gewichtige Gründe, Schweinsteiger zum Kapitän zu machen, aber ich habe ja nichts zu sagen. Gottseidank.
Apropos Schweinsteiger: Eine südafrikanische Zeitung hat dem schweinigen Steiger beschweinigt, "Ein neuer 'Führer' mit der Arbeitseinstellung von Stefan Effenberg und der furchterregenden Aura von Adolf Hitler“ zu sein. Na, kein Wunder, dass die Polendolskis im Team zittern. Jetzt ist es raus: Klose und der Dings und der Bums haben Angst, von Schweini von hinten überfallen zu werden, wenn sie es vorne nicht bringen. Könnte man nicht Lahm zum Kapitän und Schweinsteiger zum Führer und ersten Mannschaftskanzler ernennen?
Jo, gestern also erstes Halbfinale, auf jeden Fall spielten ja die zweitbeste gegen die viertbeste Mannschaft des Turniers, egal, wie diese WM letztlich ausläuft.
Der vor 2000 Jahren ja zweimalige Weltmeister Uruguay gegen die vor 1000 Jahren ja Vizeweltmeister gewesenen Niederlande. Ein Spiel, das Spannung versprach und bis zu den letzten fünf Minuten nicht hielt.
Eigentlich ging es ja ganz fix: bereits nach 18 Minuten uruguayanischem „den Ball ins Aus treten“ macht irgendein Van Dingenskirchen aus 25 Meter einen Passfehler und der Ball knallt in den Winkel des südamerikanischen Tores, der südamerikanische Torwart sieht südamerikanisch hinterher, wie seine Mannschaft 1:0 in Rückstand geht, was nicht schon ist. Für ihn. Die Orangenen jubeln, die Hellblauen schütteln verblüfft die Köpfe.
Die Uruguayer geben sich in der Folgezeit sehr viel Mühe und donnern noch viel mehr Bälle in´s Seitenaus als während der kompletten WM. Sie können halt nichts anderes, ungelernt ist eben ungelernt. Und immer wieder scheuchen holländische Vorstöße die wackeren Lateinamerikaner durcheinander, sodass dort dann doch sehr schnell eine schöne Konfusion herrscht, die ebenfalls nicht spielfördernd ist und sogar gelegentlich zufällig und nicht nur absichtlich den armen Jambolani (so heißt der Ball, nicht der Trainer) vom Spielfeld kullern lässt.
Doch plätschert´s nicht, so tröpfelt´s doch. In der 41.sten Minute will Forlan einen Ball ins gegnerische Tor-Aus zimmern, trifft aber zur Überraschung aller den holländischen Kasten und der ganze Latino-Kontinent brüllt Gooooool und es steht 1:1 Unentschieden.
Dafür fangen die Feldspieler umso entschiedener an, miteinander Knäuel zu bilden, wo es dann auch schon einmal gerne lauter und wie auf dem Schulhof geschubst wird.
In der zweiten Hälfte spielen beide Mannschaften eine Art „Prostata – Fußball“. Man würde gerne, aber es läuft nicht. Weder hüben noch drüben und man muss schon Holländer sein, um dem stumpfen Herumgekicke Freude abzugewinnen. Ich gehe Blumengießen, etwas Schlaf tanken, aufs Klo und an den Kühlschrank. Was will man sonst machen?
Das Gezappel geht bis zur 70sten Minute, man vergnügt sich auf dem Rasen mit Einwürfen, auf den Rängen wird das übliche Vuvuzelagebrummel von den Schnarchgeräuschen unschuldiger und unbeteiligter Zuschauer weggedrückt. Dann bekommt ein gewisser Sneijder den Ball, der wohl in einer einsamen Entscheidung beschlossen hat, nur 90 Minuten laufen zu wollen und macht den Uruguayern das 2:1.
Das ist natürlich wie ein Weckruf. Und während sich die Uruguayer noch verschlafen die Augen reiben, bewahrt eine orangene Robben einen kühlen Kopf und nutzt diesen zum 3:1, nur 3 Minuten später.
Das könnte es gewesen sein, das 2.200ste Tor der WM-Geschichte (wer zählt eigentlich so einen Scheiß?) brächte Holland ins Finale, wenn die Uruguayos jetzt klein beigeben. Wollen die aber nicht, weil sie die leicht entflammbaren Charaktere ihrer Landsleute kennen. Und so bemühen sich unsere Exexexexexex-Weltmeister, vor dem holländischen Tor immer wieder einen Knäuel zu bilden, um da irgendwie den Ball doch noch einmal in den gegnerischen Kasten zu mauscheln. Das funktioniert auch tatsächlich in der 90sten Minute und wären die Holländer schon in der Kabine gewesen, dann hätte Uruguay in der allerallerallerallerletzten Nachspielzeit bestimmt noch einmal irgendwie den Ausgleich gemacht. Haben Sie aber nicht.
Deswegen ist Holland plötzlich wenigstens Vizeweltmeister und bricht damit die Regel, dass europäische Mannschaften nur in Europa Weltmeister werden können. In Amsterdam fällt die Tränenüberflutung der Innenstadt aus, in Montevideo setzt sich der gemeine Südamerikaner auf den Boden und weint. Aber nur etwas. Vierter sind sie ja in jedem Fall, was mehr ist, als Italien und Frankreich zusammen im Turnier gewuppt haben.
Heute also dann gegen Spanien. Schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn es heißt: „sind Kraken Orakel oder Nahrungsmittel?
Es gibt noch Ecken in der Welt, da zählt der Name DEUTSCHLAND noch was:
Südafrikanische Zeitung vergleicht Schweinsteiger mit Hitler
"Ein neuer 'Führer mit der Arbeitseinstellung von Stefan Effenberg und der furchterregenden Aura von Adolf Hitler hat das Kommando übernommen", schrieb Sowetan-Autor Kgomotso Mokoena in einem Kommentar über die deutsche Mannschaft auf Seite 7. Das Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird darin zu allem Überfluss als "junge Spielzeugsoldaten" bezeichnet.
Auch der Rest des Textes bedient sich eines militärischen Duktus. Angesichts des Aufstiegs Schweinsteigers, dessen Vorname fälschlicherweise "Bastien" geschrieben wurde, schlage der verletzte Kapitän Michael Ballack "auf der Tribüne die Hacken zusammen". Die Spanier "zu jagen" sei, als wolle man "Osama Bin Laden schnappen". Deutschland habe Argentinien "geblitzt".
http://wm-2010.t-online.de/zeitung-vergleicht-schweinsteiger-mit-hitler/id_42192070/index
Nur leider ist Südafrika sehr weit weg..
Geschrieben unter dem ersten Eindruck, deswegen kein langes Gefasel, kein langes Gelaber.
Diz waz it. Diz waz die WM2010. Verbrennen wir die Vuvuzelas, motten wir die Deutschlandfähnchen für 2014 ein. Oder 2018. Oder 3024. Und fressen wir Paul, die Verräterkrake.
Vielleicht war es irgendwas im Tee. Nutella war schlecht. Der Rasen unschön. Löw schlecht gelaunt. Vielleicht hatten unsere Mannen einfach die Schnauze voll, sich auf dem Platz abzurackern, während die Fans daheim feiern. Vielleicht war das der Grund, warum Jogis Bären heute mal beschlossen, dem Spiel der Spanier einfach nur zuzusehen, statt selbst zu spielen, wir werden es nie erfahren.
Vielleicht stand heute eine komplett andere Mannschaft auf dem Platz, als die letzten 5 Spiele, weil Müller auf der Bank saß.
Anders gefragt: was machen eigentlich Boateng, Khedira, Trochwoski, Podolski und Gomez eigentlich beruflich? Wo waren die denn gewesen? Gesehen hat man so gut wie nichts von Ihnen, wobei das bei Gomez in der Nationalmannschaft ja eigentlich schon ein gutes Zeichen ist. Da macht er wenigstens keinen Unsinn.
Ich will nicht viel über das Spiel ansich schreiben. Wenn eine Mannschaft der anderen Mannschaft beim Spiel nur zuguckt, dann müssen sich diese „Leckerbissen für Taktik-Liebhaber“-Typen auch nicht beschweren, wenn eine doch offensichtlich so mittelmäßige Mannschaft wie Spanien ihr eines einziges blödes Tor schießt.
In der ersten Halbzeit haben die Herren in schwarzweiß schon fast nasebohrend den Spaniern bei ihrem Lulli-Fußball zugesehen. Kaum Aktionen, kaum Zweikämpfe, Torchancen eh nicht, meine Güte, der beteiligte Zuschauer konnte ja froh sein, wenn sich wenigstens Neuer bewegte und Deutschland nicht schon mit einem 0:2 Rückstand in die Pause ging. Die Spanier waren witzig: Kurzpassgekicke, Zurückgekicke, wieder Vorgekicke, dann zu Seite Gekicke, dazu frech grinsen und die Nationalelf schaut behäbig, seelenruhig und auch etwas verängstigt zu, ´s könnt ja sein, dass einem Spanier mal ein Ball vom Fuß springt.
Ich verstehe es nicht: war das Respekt? Angst? Wie kann eine Mannschaft, die England mit 4:1 und Argentinien mit 4:0 weggeknallt hat, ausgerechnet vor Spanien, das sich in fast allen Spielen mit einem Tor Unterschied weitergestümpert hat, plötzlich vor Ehrfurcht einknicken?
Zweite Halbzeit. Statischer Standfußball, jeder Tischkicker ist lebendiger als das, was die sechs Deutschen da fabrizieren, die anderen Kappen oben haben nur in der Gegend gestanden und waren sich zu fein, weder vorne, noch hinten auszuhelfen.
Jetzt gegen Uruguay. Na ganz großes Kino. Wir können ja noch Dritter werden. Macht das überhaupt Sinn? Erinnert sich jemand an den dritten Mann auf dem Mond? Den dritten Atlantiküberquerer? Den dritten Arzt, der eine Herztransplantation vorgenommen hat? Oder wenigstens den Dritten der letzten EM?
Ich will fair bleiben: Die Spiele gegen England und Argentinien waren große Klasse und haben trotz Podolski Spaß gemacht. Frei nach dem Motto: „egal, wie es ausgeht, Hauptsache England und Argentinien weg gehauen.“
Unter diesem Aspekt war es eine durchaus amüsante WM, dafür vielen Dank. Werdet Dritter oder Vierter, das ist jetzt eigentlich egal. Einziger Trost: keine der Mannschaften im Endspiel wird mehr Sterne auf der Brust als „unsere Jungs“ haben und es wird einen ganz neuen Weltmeister geben.
Darf ja auch mal sein.
Morgen gibt's gebackene Arschlöcher! :lobo:
& die neun Gehirne schicke ich nach Köln, könn'se Poldi implantieren...
Unbelehrbar
07.07.10, 23:05
Eine feige agierende Nationalmanschaft verliert gegen gut aufspielende Spanier verdient mit 0:1. Glückwunsch Spanien!
Ein Müller konnte eindeutig nicht ersetzt werden. Besonders lobend zu erwähnen ist Jansen, der Schwung und Willen nach Vorne zu spielen mitbrachte. Schweinsteiger und Friedrich lieferten erneut eine hervorragende Leistung ab. :-)
Die Manschaft hat sich damit um die Möglichkeit gebracht ihre beeidruckende Leistung zu krönen, aber mit dem Spiel um Platz 3 ist noch ein schönes Trostpflaster möglich.
Nachdem die Deutschen nun leider nicht mehr Weltmeister werden können, müssen es wohl die Dutchen übernehmen. :-D ;-)
Nachdem die Deutschen nun leider nicht mehr Weltmeister werden können, müssen es wohl die Dutchen übernehmen. :-D ;-)
Sprechen ja auch den lustigsten Dialekt :-D
8.7.10:
5:30 aufgestanden. Erster Gedanke: Tintenfische sind in Friteusen doch besser aufgehoben. Kaffee gekocht und über die schlechteste Mannschaft aller Zeiten geärgert. Schuld den Ausländern gegeben. :(
Geschrieben unter dem ersten Eindruck, deswegen kein langes Gefasel, kein langes Gelaber.
:-D
Eine unbeschreibliche Schmach.
Eine deutsche Mannschaft mit so viel Talent und so wenig Kampfgeist hat man lange nicht gesehen.
2010 war das deutsche Jahr und fehlende Beharrlichkeit und Aufopferungsbereitschaft hat uns die längste Weltpokallose Periode jemals beschert.
Die holländische Mannschaft allerdings wird mit deutscher Tugendhaftigkeit und niederländischer totaler Konsequenz den Titel holen.
Hoffe ich zumindest.
Juhuuu! Die Mukubunzelmannschaft ist draußen! :banana:
Augenblick, verweile doch, du bist so schön! :)
Aaaaah, jetzt kommen sie aus den Löchern gekrochen, die braunen "es schon immer gewusst"-Haber...
Diese "Mukubunzelmannschaft" gehört zu den 4 besten Mannschaften der Welt, Ihr Faschingsmussolinis.
Meister Grimbart
08.07.10, 11:56
8.7.10:
5:30 aufgestanden. Erster Gedanke: Tintenfische sind in Friteusen doch besser aufgehoben. ... :(
Aber, aber „Töte nicht den Boten“, Sophokles ca. 420 v. Chr. :-D
Was sagt Kraken Paulchen denn zum Spiel Spanien/Niederlande?
PS: Holland ist mein Lieblingsland!!!
Alles abgekartet... den Spaniern wird der Sieg geschenkt damit die zufrieden sind und die Schnauze halten, wenn's da unten bald so aussieht und zugeht wie in Hellas.
Juhuuu! Die Mukubunzelmannschaft ist draußen!
Augenblick, verweile doch, du bist so schön!
Wie antideutsch muss man eigentlich sein, vielen Millionen seiner eigenen Landsleute derart in den Rücken zu fallen?
:(
NukNuk
Wie antideutsch muss man eigentlich sein, vielen Millionen seiner eigenen Landsleute derart in den Rücken zu fallen?
NukNuk
Das frage ich mich auch.
Es ist wohl der Brass den die Nazis auf sich selbst haben, um vom eigenen Versagen abzulenken werden eben andere beschimpft und beschuldigt.
Gruss Rabodo
Diese "Mukubunzelmannschaft" gehört zu den 4 besten Mannschaften der Welt
Was allerdings nicht der Anspruch einer Nation sein kann, die über alle Weltmeisterschaften betrachtet den zweiten Platz belegt und seit dem ersten Titel mindestens alle 20 Jahre den Pott wieder heimgeholt wurde, was man dieses Jahr versäumt hat.
Eine unglaubliche Schande, eine Demütigung, wie man sie als deutscher Fußballfan seit 1999 nicht mehr erleben musste.
Eine unglaubliche Schande, eine Demütigung, wie man sie als deutscher Fußballfan seit 1999 nicht mehr erleben musste.
Ich weiss ja nicht, wo Du gestern gefeiert hast (und ob überhaupt), aber da, wo ich war, meinten alle Anwesenden neben ihrer allgemeinen Trauer eindeutig, dass sowohl die Retour des Wembleytores als auch die Entthronung des Fussballgottes Maradona unsere derzeitige WM-Mannschaft zu einer der besten aller Zeiten machen.
In der Tat: Wir Deutschen finden immer einen Grund, noch glücklich zu sein.
:brd:
NukNuk
Eine unglaubliche Schande, eine Demütigung, wie man sie als deutscher Fußballfan seit 1999 nicht mehr erleben musste.
Was für ein Schwachsinn.
Das gestern war ein tolles Spiel, aber die Spanier waren nun mal die bessere Mannschaft und haben auch besser als die Deutschen gespielt.
Es war aber für die Deutschen weder eine Demütigung noch ene Schande.
Gruss Rabodo
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