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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Survival of the fittest, ein paradoxes Beispiel


tabasco
23.05.10, 23:06
(...) Die Menschen auf Nauru essen gerne

vor allem viel und fettig. Diese Esskultur spiegelt sich im Erscheinungsbild der Bevölkerung wider. 80 % der männlichen Einwohner hatten 2007 einen BMI von über 30 und gelten somit als fettleibig (...) . Auf Nauru leben einige der dicksten Menschen der Welt. (...) Bemerkenswert ist auch die enorm hohe Rate der Diabetespatienten: je nach Altersgruppe ist jeder zweite oder dritte Nauruer zuckerkrank. Die Gründe dafür liegen in der Selektion. Menschen mit Gengruppen, die (a) die Fettanlagerung verbesserten und (b) die Effizienz der Nahrungsverwertung steigerten, hatten bei Hungersnöten eine größere Überlebenschance als diejenigen Menschen, die solche Gene nicht besaßen. Bei jeder Hungersnot stieg daher der Anteil der Bevölkerung mit derartigen Genen. Der Anteil der Bewohner, die nicht mit diesen Genen ausgestattet waren, sank hingegen stetig. Heute besteht die Bevölkerung also überwiegend aus Menschen, die genetisch an Hungersnöte angepasst sind. (...) Heute hat Nauru prozentual gesehen den weltweit höchsten Anteil an Diabetikern in seiner Bevölkerung. (...)

Quelle (http://de.wikipedia.org/wiki/Nauru)

Finde ich hoch interessant ...

Walter Hofer
23.05.10, 23:29
Charles Darwin übernahm den Ausdruck „Survival of the Fittest“ (H. Spencer) ab der 5. englischsprachigen Auflage seines Werkes „Die Entstehung der Arten“ von 1869 ergänzend zu seinem zum Fachterminus gewordenen Begriff "Natural Selection" (natürliche Selektion).

tabasco
23.05.10, 23:43
Charles Darwin übernahm den Ausdruck „Survival of the Fittest“ (H. Spencer) ab der 5. englischsprachigen Auflage seines Werkes „Die Entstehung der Arten“ von 1869 ergänzend zu seinem zum Fachterminus gewordenen Begriff "Natural Selection" (natürliche Selektion).

Danke für die Info, ändert aber in dem Kontext ja nichts ...

Muad'Dib
24.05.10, 02:24
Wirklich interessant, allerdings verstehe ich den Begriff "Fittest" mit meinen bescheidenen Englischkenntnissen als "am Besten passenden" und nicht im Sinne des denglischen "Fitness". Ob es heute noch passt, wird sich zeigen.

Wie man an Krebserkrankungen sieht, sind ja biologische Defizite, die sich erst nach dem vermehrungsfähigen Alter auswirken, recht irrelevant.

Höchstens, daß die medizinischen Kosten von modernen Gesellschaften nicht mehr zu tragen sind und es dann durch Aufruhr/Bürgerkrieg wieder zu einer "Auslese" kommt - dann sind aber auch wieder andere Fähigkeiten gefragt.

Polaris
25.05.10, 00:10
Die Amerikaner stehen den Naurus im nichts nach, sie essen wohl nicht nur zu fett, sondern auch die Genmanipulation der produzierten Lebensmittel kann man in ihren Gestalten bereits beobachten.

So sehen heute, junge amerikanisch Polizisten aus:

http://www.flickr.com/photos/bullneck/4167078288/

Walter Hofer
25.05.10, 12:53
Wirklich interessant, allerdings verstehe ich den Begriff "Fittest" mit meinen bescheidenen Englischkenntnissen als "am Besten passenden"

So sah es auch Darwin,
ein Beispiel aus dem Ruhrpott:
der Schmetterling "Kohlweißling" mutierte nach und nach zum "Kohlschwarzling", weil in der Rußregion die schwarze Variante größere Überlebenschancen hatte.

Heute hat die weiße Form wieder besseren Schutz vor den Fressfeinden!

opppa
04.06.10, 08:13
So sah es auch Darwin,
ein Beispiel aus dem Ruhrpott:
der Schmetterling "Kohlweißling" mutierte nach und nach zum "Kohlschwarzling", weil in der Rußregion die schwarze Variante größere Überlebenschancen hatte.

Heute hat die weiße Form wieder besseren Schutz vor den Fressfeinden!

Das ist doch ein gutes Beispiel dafür, daß die Natur zufällig eine Mutation kreiert hat, die sich dann später aber, als sich die Lebensbedingungen wieder änderten, nicht hat durchsetzen können.