Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Woodstock-Künstler starben früh
Zum Beispiel Jimi Hendrix oder Janis Joplin. Beide mit 27 Jahren wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Woodstock war Ausnahmezustand. Keiner weiß mehr so genau, ob die Stimmung an sich schon so geil war oder nur, weil alle zugedröhnt waren.
Ist es das eigentlich wert, früh zu sterben, nur damit man intensiv gelebt hat? Welche Lehren kann man 40 Jahre nach Woodstock ziehen? Und warum ließ sich das größte Festival aller Zeiten bis heute nicht wiederholen? Sämtliche Revivals sind bis heute peinlich gescheitert, das letzte vor zehn Jahren zum 30sten.
Manche sind heute noch der Meinung, Woodstock hätte nie geschehen dürfen, andere glauben, dass damit unverrückbare Rock-Geschichte geschrieben wurde. Nur um welchen Preis? Wer Erfolg hatte, war fast immer auch drogensüchtig. Oder im Umkehrschluss: Kann man ohne Drogen keinen Erfolg haben? Oder ermöglichen Drogen gar erst den Durchbruch als Künstler? Oder gab es überhaupt jemals Genies, die zeitlebens ohne Drogen gelebt haben? Wenn ja, wie viele und warum? :verwirrt:
Diese Leute damals waren einfach nur Spinner, die eine ganze Gesellschaft auf dem Gewissen haben.
rondo bavarese
17.08.09, 14:31
Diese Leute damals waren einfach nur Spinner, die eine ganze Gesellschaft auf dem Gewissen haben.
Es ist immer wieder erstaunlich,
wie bei manchen Menschen das Leben vorbei geht.
Diese Leute damals waren einfach nur Spinner, die eine ganze Gesellschaft auf dem Gewissen haben.
Natürlich. Der Reiz lag ja nur darin, verbotene Grenzen zu übertreten. Und mit jeder Musikergeneration musste mehr provoziert werden, um noch wahrgenommen zu werden. Für mich sind zum Beispiel Heavy-Metal-Fans Spinner, weil sie die Schreie der Kindheit vermissen und dafür Kompensation suchen. Also entweder zu streng erzogen oder zu lasch, auf jeden Fall lieblos.
Auf jeden Fall hätte ich damals meine Tochter nicht dahingelassen. Denn Provokation läuft letzten Endes immer auf Zerstörung von Werten hinaus. Und denkt man sich bei Woodstock die Drogen weg, dann hätte es vielleicht sogar Tote gegeben. Wenn jede Generation Grenzen der Eltern überschreitet, muss doch irgendwann mal ein Abgrund kommen, oder?
mentecaptus
17.08.09, 15:02
Woodstock-Künstler starben früh
Einige Wenige, ja. Andere, wie zB Free, Joe Coker, die Rolling Stones sind immer noch aktiv und sehr erfolgreich. Was Free angeht, ist zumindest der Sänger jetzt mit Queen unterwegs. Und in Sachen Drogen dürften die Stones alle anderen in den Schatten gestellt haben...
rondo bavarese
17.08.09, 15:05
Natürlich. Der Reiz lag ja nur darin, verbotene Grenzen zu übertreten. Und mit jeder Musikergeneration musste mehr provoziert werden, um noch wahrgenommen zu werden. Für mich sind zum Beispiel Heavy-Metal-Fans Spinner, weil sie die Schreie der Kindheit vermissen und dafür Kompensation suchen. Also entweder zu streng erzogen oder zu lasch, auf jeden Fall lieblos.
Auf jeden Fall hätte ich damals meine Tochter nicht dahingelassen. Denn Provokation läuft letzten Endes immer auf Zerstörung von Werten hinaus. Und denkt man sich bei Woodstock die Drogen weg, dann hätte es vielleicht sogar Tote gegeben. Wenn jede Generation Grenzen der Eltern überschreitet, muss doch irgendwann mal ein Abgrund kommen, oder?
Woodstock mit einer Musikmode zu vergleichen, ist zu wenig.
Damals bewirkte die Musik einen gesellschaftlichen Umbruch.
Neue Lebensgefühle haben sich entwickelt.
Die Gesellschaft wurde toleranter, also besser.
Die bleierne Zeit war vorbei.
Die Jugend wollte nicht mehr Rudi Schurike and Friends hören.
mentecaptus
17.08.09, 15:11
Woodstock mit einer Musikmode zu vergleichen, ist zu wenig.
Richtig. Woodstock war der Kristallisationspunkt mehrerer Entwicklungen: Friedensbewegung, Bürgerrechtsbewegung (gegen die Schwarzendiskriminierung), Emanzipationsbewegung.
Woodstock mit einer Musikmode zu vergleichen, ist zu wenig.
Damals bewirkte die Musik einen gesellschaftlichen Umbruch.
Neue Lebensgefühle haben sich entwickelt.
Die Gesellschaft wurde toleranter, also besser.
Die bleierne Zeit war vorbei.
Die Jugend wollte nicht mehr Rudi Schurike and Friends hören.
Wieso hat die Jugend aber Drogen genommen? Warum war die Wirklichkeit so krass, dass sie nur mit Drogen erträglich war? Irgendwas ist da völlig unlogisch. Beruhten die "neuen Lebensgefühle" auf Drogenmissbrauch? Normalerweise, wenn man einen gesellschaftlichen Wandel haben will, nimmt man keine Drogen dazu, sondern es wäre naheliegend, wenn man gerade dann davon wegkommt. Vielleicht steht ja in hundert Jahren in den Geschichtsbüchern, dass Drogen genommen werden mussten, um es zu verpeilen, dass der Gesellschaft der Todesstoß versetzt werden soll.
Und irgendwie will es mir nicht in den Kopf, warum früh sterbende Künstler wie der an seinem eigenen Erbrochenen Erstickte Jimi Hendrix Vorbildcharakter gehabt haben sollten. Was wollte der eigentlich propagieren?
mentecaptus
17.08.09, 15:17
Wieso hat die Jugend aber Drogen genommen? Warum war die Wirklichkeit so krass, dass sie nur mit Drogen erträglich war?
Hä? Die heutige Jugend konsumiert erheblich mehr Drogen als die Hippies damals.
Hä? Die heutige Jugend konsumiert erheblich mehr Drogen als die Hippies damals.
Dass bestätigt doch nur die These, dass das Leben immer unerträglicher wird. Von einer Befreiung kann dann wohl eher nicht die Rede sein.
Es wird daher Zeit, dass der 68er Dreck mitsamt Gefolge endlich restlos aufgearbeitet wird.
Man könnte ja durchaus einmal über Werte diskutieren...
...wenn da nicht ständig dieser zornig aufstampfende Unterton in Euren Postings wäre.
Wär brauchen wäder Wärrte. Doitsche Wärrte. Zocht ond Orrrdnung. Harrrt wä ain Wändhund ond flänk wä Krrruppstahl...
Kleines Mäuschen
17.08.09, 17:11
Einige Wenige, ja. Andere, wie zB Free, Joe Coker, die Rolling Stones sind immer noch aktiv und sehr erfolgreich. Was Free angeht, ist zumindest der Sänger jetzt mit Queen unterwegs. Und in Sachen Drogen dürften die Stones alle anderen in den Schatten gestellt haben...
Keith Richards fällt zwar manchmal besoffen von 'ner Palme, aber in Woodstock war der nicht dabei. Ich glaube da verwechselst Du etwas.
mentecaptus
17.08.09, 17:18
Keith Richards fällt zwar manchmal besoffen von 'ner Palme, aber in Woodstock war der nicht dabei. Ich glaube da verwechselst Du etwas.
Richtig, die Stones waren in Woodstock nicht dabei, auch die Doors nicht. Es geht im Eingangsbeitrag aber doch um den Drogenkonsum der damaligen "In-Bands" und die vermeintlich hohe Sterblichkeitsrate...
Kleines Mäuschen
17.08.09, 17:21
Man könnte ja durchaus einmal über Werte diskutieren...
...wenn da nicht ständig dieser zornig aufstampfende Unterton in Euren Postings wäre.
Wär brauchen wäder Wärrte. Doitsche Wärrte. Zocht ond Orrrdnung. Harrrt wä ain Wändhund ond flänk wä Krrruppstahl...
Mein Sohn ist neulich in mein Zimmer gekommen, und hat mich aufgefordert, doch bitte die Musik leiser zu machen. The times they are a-changing (http://www.youtube.com/watch?v=yo4pxJpiRJM). :-)
mentecaptus
17.08.09, 17:25
Mein Sohn ist neulich in mein Zimmer gekommen, und hat mich aufgefordert, doch bitte die Musik leiser zu machen. The times they are a-changing (http://www.youtube.com/watch?v=yo4pxJpiRJM). :-)
Naja, bist ja auch keene 25 mehr, aldes Mädchen. =)
Mein Sohn ist neulich in mein Zimmer gekommen, und hat mich aufgefordert, doch bitte die Musik leiser zu machen. The times they are a-changing (http://www.youtube.com/watch?v=yo4pxJpiRJM). :-)
...ach Du Schande...
Meister Grimbart
18.08.09, 18:07
Hi, hi, hi, Woodstock fand ja gar nicht in Woodstock statt, sondern 70 Km weiter weg, in Bethel.
In Woodstock - vor Woodstock - war ich. Wir verstanden uns eher als Existenzialisten oder Beatniks und fanden die verhaschten, verpeilten Hippies doof.
zum glück musste ich diese zeit nicht erleben. ich hätte über den mainstream nur gekotzt...
außer über hendrix.
Wiedertäufer
18.08.09, 19:44
Haben sich ja nicht alle in den Tod gesoffen, gehurt und gefixt.
Joan Baez beispielsweise lebt noch.
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