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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gibt es einen Schuldkult?


Blue Max
16.08.09, 09:40
ThiloS stellte folgende Behauptung auf:

Zuerst einmal gibt es keinen "Schuldkult", das ist Unsinn.

Dazu möchte ich mal einen eigenen Strang eröffnen.

Ich habe nämlich dazu eine entgegengesetzte Meinung.

Es gibt ja immer wieder den Vorwurf der Demokraten und Linken, der Schuldkult sei eine Erfindung der Rechten/Rechtsextremen.

Ist dem wirklich so?

Nehmen wir mal eine typische Rede der Frau Merkel zur Vergangenheitsbewältigung:

Merkel betont "immerwährende Verantwortung"

Anlässlich des 70. Jahrestag der Pogromnacht hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die besondere Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel betont.

(...)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hob die besondere Verpflichtung Deutschlands gegenüber Israel hervor. "Die Sicherheit Israels zu schützen ist Teil der Staatsräson Deutschlands", betonte Merkel.

(...)

Aus der damaligen Schoah resultiere eine "immerwährende Verantwortung" für eine Gesellschaft einzutreten, die Mensch und Würde in den Mittelpunkt stelle und die den "Schatz von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit" verteidige.

(...)

Der "Zivilisationsbruch der Schoah" sei nicht wieder gutzumachen, so sehr sich Deutschland dies auch wünsche.

(...)

Die sechs Millionen ermordeten Juden dürften nicht "zu einer Fußnote der Geschichte" werden.

http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Pogromnacht-70-Jahrestag-Gedenken%3Bart122,2657020

Es gibt natürlich noch unzählige weitere Beispiele von Reden deutscher Politiker zum Holocaust.

Stellvertretend ein Kommentar eines Deutschen dazu:

Aus der damaligen Shoah resultiere eine "immerwährende Verantwortung"? Sie tragen sie vielleicht Frau Merkel, ich garantiert nicht, denn ich habe vor 70 Jahren noch nicht gelebt!

http://www.focus.de/politik/deutschland/immerwaehrende-verantwortung-merkel-kommentar_1420675.html

Nun, wie ist das Geschwafel der Merkel zu interpretieren?

Auch wenn das Wort "Schuld" nicht explizit genannt wird, so ist es doch damit gemeint. Denn einer immerwährenden Verantwortung geht nun einmal eine immerwährende Schuld voraus. Beides läßt sich nicht trennen, denn es gehört zusammen wie die Butter aufs Brot.

Der 27.01.1945 (Befreiung von Asuchwitz) wird jedes Jahr in der BRD als Trauertag gefeiert, damit wir uns "erinnern".

Egal, wie "unsere" Politiker das auch umschreiben mögen, letztendlich landen wir immer bei der Schuldfrage.

Wir fassen mal zusammen:

- Der Holocaust darf nicht historisiert werden, sondern muß immer und ewig aktuell bleiben.

- Es gibt eine immerwährende Verantwortung.

- Es gibt eine immerwährende Erinnerung.

Kein Land der Welt verhält sich so krankhaft. Bedarf es noch eines weiteren Beweises dafür, daß ein Schuldkult existiert?

Ewige Schuld bedeutet übrigens auch ewige Unfreiheit.

Dazu ein schönes Zitat des ehemaligen Präsidenten von Estland:

"Man kann einem Volk nicht trauen , welches sich rund um die Uhr in intellektueller Selbstverachtung übt."

Lennart Meri, 1995

Isquierda
16.08.09, 09:53
Doch, es gab einen "Schuldkult" und ich habe ihn neulich beendet: Ich habe nämlich keine Lust mehr, mich in meiner Funktion als radikaldemokratische Feministin für das Leid verwirrter Männer verantwortlich machen zu lassen, nur weil die mit Gleichberechtigung nicht klarkommen. Kann ich was dafür, dass sie meinen, sie wären die Größten und müssen dann eines Besseren belehrt werden? Das mit dem anderen "Schuldkult" ist genau so: Jene, die sich nicht mehr großartig fühlen dürfen, weil sie es nicht waren und nicht sind und die Bedingungen andere, ehrliche sind - also nicht mehr nur das Ariertum die Wertigkeit erhöht - empfinden es als extrem belastend, wenn andere sich heute für deren Dämlichkeit schämen. So wie sich heute gute Männer für andere, fiese Idioten schämen oder ich mich für manche Auswüchse der Frauenbewegung. Oder auch wie ich mich auch für manche Deutsche schäme. Aber Schamgefühl ist halt Ausdruck intellektueller Reife und da merkt man es dann wieder: Wer Scham für historische Schandtaten als "Schuldkult" diffamiert, hat offensichtlich ein akutes Persönlichkeitsproblem und steht fernab sozialer und kultureller Normen: Es ist normal und angebracht sich für Deutsche zu schämen, weil sie den deutschen Faschismus nicht verhindert haben. Aber das passiert eben nicht noch einmal. Versprochen!

Freibeuter
16.08.09, 10:59
Am meisten ärgert sich unsere Politikerkaster doch aber, dass sich der größte Teil des dt. Volkes sich für ihr krankes Selbstbesudelungsgejammer nicht interessiert oder an ihren Schuldkultritualen teilnimmt .
Und wer nachdenkt, wird sich fragen , weshalb an dieser Staatsreligion keine Zweifel gehegt werden dürfen, die mit völlig unangemeßener Härte des Staates sanktioniert werden. Darüber kommt der eine oder andere sicher ins Grübeln.:grin:

Ace of Spades
16.08.09, 11:05
Doch, es gab einen "Schuldkult" und ich habe ihn neulich beendet: Ich habe nämlich keine Lust mehr, mich in meiner Funktion als radikaldemokratische Feministin für das Leid verwirrter Männer verantwortlich machen zu lassen, nur weil die mit Gleichberechtigung nicht klarkommen. Kann ich was dafür, dass sie meinen, sie wären die Größten und müssen dann eines Besseren belehrt werden? Das mit dem anderen "Schuldkult" ist genau so: Jene, die sich nicht mehr großartig fühlen dürfen, weil sie es nicht waren und nicht sind und die Bedingungen andere, ehrliche sind - also nicht mehr nur das Ariertum die Wertigkeit erhöht - empfinden es als extrem belastend, wenn andere sich heute für deren Dämlichkeit schämen. So wie sich heute gute Männer für andere, fiese Idioten schämen oder ich mich für manche Auswüchse der Frauenbewegung. Oder auch wie ich mich auch für manche Deutsche schäme. Aber Schamgefühl ist halt Ausdruck intellektueller Reife und da merkt man es dann wieder: Wer Scham für historische Schandtaten als "Schuldkult" diffamiert, hat offensichtlich ein akutes Persönlichkeitsproblem und steht fernab sozialer und kultureller Normen: Es ist normal und angebracht sich für Deutsche zu schämen, weil sie den deutschen Faschismus nicht verhindert haben. Aber das passiert eben nicht noch einmal. Versprochen!

Kult ist Kultur und die haben wir, wenn die Frauen der Gottgewollten Ordnung folgen: in die Küche und ins Ehebett. Nur so geben die Frauen Ruhe, denn dort können sie sich selbst verwirklichen.

V.V.S.O.P.
16.08.09, 11:17
Aber Schamgefühl ist halt Ausdruck intellektueller Reife und da merkt man es dann wieder: Wer Scham für historische Schandtaten als "Schuldkult" diffamiert, hat offensichtlich ein akutes Persönlichkeitsproblem und steht fernab sozialer und kultureller Normen: Es ist normal und angebracht sich für Deutsche zu schämen, weil sie den deutschen Faschismus nicht verhindert haben. Aber das passiert eben nicht noch einmal. Versprochen!


Mein Glaube ist die Eigenverantwortung und ich finde, jeder der sich für andere schämt, noch dazu über Dinge, die lang vor seiner Geburt passiert sind, hat ein akutes Persönlichkeitsproblem. Es ist völlig abnormal sich für Vorfahren zu schämen, vor allem dann nicht, wenn man nicht in ihrer Lage war und sich deshalb kein Recht herausnehmen soll, kann und darf, über einzelne zu urteilen, die nicht direkt in diese Taten verwickelt waren. Das ganze noch krampfhaft mit intellektueller Reife in Verbindung bringen zu wollen, dient nur wieder der Eigenerhöhung über andere.

Gandolf
16.08.09, 11:30
Wer den Deutschen einen Schuldkult diagnostiziert, verbringt die meiste Zeit wohl in den dunklen, schwülen Nischen der Realitätsverweigerung. Dort wuchern auf den braunen Seelen dann die Geschwulste eines neu definierten Nationalstolzes, der nicht nur deshalb recht Inhaltslos daher kommt, weil er versucht sich von historischen Fakten abzukoppeln, sondern weil er nicht die Verantwortung für vergangene Taten anerkennen und übernehmen will. Da frage ich mich dann, wo sind denn all die tollen Werte, über die unsere "Rechten" so heuchlerisch und unermüdlich schwadronieren? Wovon faselt dieses braune Pack nur? Die mit feuchten Äuglein der deutschen Kultur und seinen Traditionen hinterher heulen.

Anyway.

Für Verantwortung einzutreten heißt dann, wie Angie es so richtig gesagt hat:

"...für eine Gesellschaft einzutreten, die Mensch und Würde in den Mittelpunkt stelle und die den "Schatz von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit" verteidige."

Eine so verstandene Verantwortung der deutschen Nation bedeutet jedoch keineswegs Schuldkult. Sich zur Nation zu bekennen zwingt uns nicht dazu in ihrem Namen begangenen Verbrechen zu billigen oder zu relativieren.

Praktiker
16.08.09, 11:47
Anlässlich des 70. Jahrestag der Pogromnacht hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die besondere Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel betont.
Der 27.01.1945 (Befreiung von Asuchwitz) wird jedes Jahr in der BRD als Trauertag gefeiert, damit wir uns "erinnern".
[/I]

Ich fühle mich ebenfalls nicht schuldig !

Aber ich bin trotzdem ein Bestandteil der deutschen Geschichte ,
nämlich als Nachkömmling einer Generation, in deren Zeit die Pogromnacht und Auschwitz unbestritten stattfanden.

Deswegen bin ich nicht schuldig,-
und ich huldige auch nicht dem Schuldkult !

Aber so, wie stets das Gute an der Volksgemeinschaft im III.Reich
beschworen wird, an der wir ja auch nicht beteiligt waren,-
so muss man halt auch im gleichen Maße die negativen Seiten dieser Zeit
wachhalten,- ohne nun deshalb ständig zu jammern.

Oder man ist konsequent und sagt garnix zu unserer Vorzeit....

Kukumatz
16.08.09, 11:56
Natürlich
ist keiner der Nachgeborenen oder weil sie zur fraglichen Zeit Kinder waren, persönlich schuldig.

Aber wir als Deutsche haben eine historische VERANTWORTUNG für das, was an Verbrechen im Namen des deutschen Volkes begangen wurde.

V.V.S.O.P.
16.08.09, 11:59
Natürlich
ist keiner der Nachgeborenen oder weil sie zur fraglichen Zeit Kinder waren, persönlich schuldig.

Aber wir als Deutsche haben eine historische VERANTWORTUNG für das, was an Verbrechen im Namen des deutschen Volkes begangen wurde.

NEIN, genausowenig wie heute lebende Portugiesen eine Verantwortung an der Verschiffung von Millionen Afrikanern tragen, nur um ein Beispiel zu nennen.

Blue Max
16.08.09, 12:02
NEIN, genausowenig wie heute lebende Portugiesen eine Verantwortung an der Verschiffung von Millionen Afrikanern schuld tragen, nur um ein Beispiel zu nennen.

Sehr guter Beitrag!

Endlich redet mal einer hier Tacheles.

Praktiker
16.08.09, 12:02
NEIN, genausowenig wie heute lebende Portugiesen eine Verantwortung an der Verschiffung von Millionen Afrikanern schuld tragen, nur um ein Beispiel zu nennen.
...aber die heute lebenden Portugiesen schwärmen ja wohl auch nicht
jeden Tag von den guten alten Zeiten,-
als sie noch als Sklaververschiffer gefürchtet waren......:)

Freibeuter
16.08.09, 12:04
Natürlich
ist keiner der Nachgeborenen oder weil sie zur fraglichen Zeit Kinder waren, persönlich schuldig.

Aber wir als Deutsche haben eine historische VERANTWORTUNG für das, was an Verbrechen im Namen des deutschen Volkes begangen wurde.

Historische Verantwortung ist genau so ein blödsinniger Wischiwasche-Begriff wie "westliche Wertegemeinschaft"...:banana:

Für Historie also Geschichte können Nachgeborene gar nicht verantwortlich sein , da sie auf die Abläufe darauf keinen Einfluß hatten.
Aus der Geschichte kann man lernen , niemand hat für Geschichte Verantwortung.
Da ist sie wieder ,diese typische BRD-Sprech-Gehirnwäsche.:grin:

Freibeuter
16.08.09, 12:05
...aber die heute lebenden Portugiesen schwärmen ja wohl auch nicht
jeden Tag von den guten alten Zeiten,-
als sie noch als Sklaververschiffer gefürchtet waren......:)

Ach und die Deutscher schwärmen von anderen Verbrechen ...???

Gandolf
16.08.09, 12:08
Historische Verantwortung ist genau so ein blödsinniger Wischiwasche-Begriff wie "westliche Wertegemeinschaft"...:banana:

...

Mitnichten. Du bist nur schlichtweg zu blöd sie zu begreifen.

V.V.S.O.P.
16.08.09, 12:12
Historische Verantwortung ist genau so ein blödsinniger Wischiwasche-Begriff wie "westliche Wertegemeinschaft"...:banana:



Die Katholen tragen ja die Erbsünde genauso wie die "ewig Betroffenen" als Schild vor sich her. An Schwachsinn ist beides nicht zu überbieten.

Praktiker
16.08.09, 12:13
Historische Verantwortung ist genau so ein blödsinniger Wischiwasche-Begriff wie "westliche Wertegemeinschaft"...:banana:

Für Historie also Geschichte können Nachgeborene gar nicht verantwortlich sein , da sie auf die Abläufe darauf keinen Einfluß hatten.
Aus der Geschichte kann man lernen , niemand hat für Geschichte Verantwortung.
Da ist sie wieder ,diese typische BRD-Sprech-Gehirnwäsche.:grin:

Du willst es doch garnicht wirklich verstehen,- oder ?

Natürlich kann niemand von danach für die Geschichte verantwortlich sein.
Denn Geschichte ist ein bereits abgelaufener Prozess.
Aber die von danach bauen auf der Geschichte von vorher auf,
und wie sie mit der Geschichte umgehen und ob sie eventuell bereit sind, auch aus ( von anderen ) gemachten Fehlern in der Geschichte zu lernen ,-
das ist entscheidend und das nennt man historische Verantwortung.

Es würde ja fürs erste schon mal reichen,
daß Du z.B. eine Wiederholung der Kristallnacht ablehnst und diese als nicht ganz legal definiertest.

Dann hättest Du aus der Geschichte was gelernt,-
und wärst völlig unschuldig an den damaligenPogromen.

Freibeuter
16.08.09, 12:23
Du willst es doch garnicht wirklich verstehen,- oder ?

Natürlich kann niemand von danach für die Geschichte verantwortlich sein.
Denn Geschichte ist ein bereits abgelaufener Prozess.
Aber die von danach bauen auf der Geschichte von vorher auf,
und wie sie mit der Geschichte umgehen und ob sie eventuell bereit sind, auch aus ( von anderen ) gemachten Fehlern in der Geschichte zu lernen ,-
das ist entscheidend und das nennt man historische Verantwortung.

Es würde ja fürs erste schon mal reichen,
daß Du z.B. eine Wiederholung der Kristallnacht ablehnst und diese als nicht ganz legal definiertest.

Dann hättest Du aus der Geschichte was gelernt,-
und wärst völlig unschuldig an den damaligenPogromen.

Steht denn eine Wiederholung der Kristallnacht an ?:grin:

Aber ich kann dich beruhigen , ich lehne Verbrechen ,die in der Geschichte verübt wurden ZB. Sklaverei ab, ich habe nur Zweifel ,ob allles so in der Geschichte ablief , wie uns vermittelt. Aus strafrechtlichen Gründen kann ich das jetzt hier nicht weiter ausführen . Und bevor das Geschreie wieder los geht, ich lehne Mord ,Vertreibung , Vergewaltigung ab.
Ich habe aber Sorge, dass es in naher Zukunft so etwas wie den Ausbruch von Volkszorn geben könnte, ob dieser nun gegen Juden , Moslems oder andere ( auch Deutsche ) ausbrechen wird, weiß ich nicht.

Und eines habe ich aus der Gechichte gelernt, speziell aus der jüngeren Deutschen : Der Sieger schreibt sie !!!

Salve.

Kukumatz
16.08.09, 13:41
NEIN, genausowenig wie heute lebende Portugiesen eine Verantwortung an der Verschiffung von Millionen Afrikanern tragen, nur um ein Beispiel zu nennen.

Icvh sprach von HISTORISCHER Verantwortung.
Das ist etwas anderes als einfache Verantwortung.

Kukumatz
16.08.09, 13:46
...aber die heute lebenden Portugiesen schwärmen ja wohl auch nicht
jeden Tag von den guten alten Zeiten,-
als sie noch als Sklaververschiffer gefürchtet waren......:)

Das Schönreden und Verharmlosen historischer Fakten ist das Markenzeichen aller politischen Rechtsaußen.
Der deutsche Otto-Normalbürger rühmt sich gewiß nicht der Schandtaten des NS.

Freibeuter
16.08.09, 13:47
Icvh sprach von HISTORISCHER Verantwortung.
Das ist etwas anderes als einfache Verantwortung.

Die Portugiesen haben die historische Verantwortung, dafür zu sorgen , dass es nie wieder Skaverei gibt, bei den vielen Millionen Toten und ermordetenn Sklaven.
War die Opferzahl denn höher als 6 Millionen.

Kukumatz
16.08.09, 13:48
Die Katholen tragen ja die Erbsünde genauso wie die "ewig Betroffenen" als Schild vor sich her. An Schwachsinn ist beides nicht zu überbieten.

Man kann alles übertreiben!, sowohl das Büßertum vieler Linker als auch das Verharmlosen der Rechtsaußen.

Freibeuter
16.08.09, 13:49
Das Schönreden und Verharmlosen historischer Fakten ist das Markenzeichen aller politischen Rechtsaußen.
Der deutsche Otto-Normalbürger rühmt sich gewiß nicht der Schandtaten des NS.

Richtig, aber sie interessieren ihn auch nicht die Bohne.:grin:

Freibeuter
16.08.09, 13:52
Man kann alles übertreiben!, sowohl das Büßertum vieler Linker als auch das Verharmlosen der Rechtsaußen.

Eine Verharmlosung der "Rechtsaußen" gibt es in der BRD nicht, von morgens bis abends wird doch verdreht und gelogen und gegen sie verhetzt, dass sich die Planken /Balken biegen.:ddr:

Kukumatz
16.08.09, 13:53
Du willst es doch garnicht wirklich verstehen,- oder ?

Natürlich kann niemand von danach für die Geschichte verantwortlich sein.
Denn Geschichte ist ein bereits abgelaufener Prozess.
Aber die von danach bauen auf der Geschichte von vorher auf,
und wie sie mit der Geschichte umgehen und ob sie eventuell bereit sind, auch aus ( von anderen ) gemachten Fehlern in der Geschichte zu lernen ,-
das ist entscheidend und das nennt man historische Verantwortung.

Es würde ja fürs erste schon mal reichen,
daß Du z.B. eine Wiederholung der Kristallnacht ablehnst und diese als nicht ganz legal definiertest.

Dann hättest Du aus der Geschichte was gelernt,-
und wärst völlig unschuldig an den damaligen Pogromen.

Zumindest sagen vernünftige Deutsche;
was geschehen ist, ist geschehen, aber wir ziehen daraus Lehren. Viele bedauern das auch oder schämen sich sogar.

Die Rechtsaußen nehmen Fakten nicht zur Kenntnis und zeigen, wenn es denn nicht anders geht auf andere und versuchen zu relativieren

Im Grunde ist ein solches Verhalten nichts weiter als kindischer Trotz und damit nur lächerlich.

Freibeuter
16.08.09, 14:06
Zumindest sagen vernünftige Deutsche;
was geschehen ist, ist geschehen, aber wir ziehen daraus Lehren. Viele bedauern das auch oder schämen sich sogar.

Die Rechtsaußen nehmen Fakten nicht zur Kenntnis und zeigen, wenn es denn nicht anders geht auf andere und versuchen zu relativieren

Im Grunde ist ein solches Verhalten nichts weiter als kindischer Trotz und damit nur lächerlich.

Ich finde es eher lächerlich, nur Deutsche als vernünftig zu bezeichnen , die unwiedersprochen die ganze Sülze nachjammern,
krankes Jutmenschentum halt.
Und als kindlich kann ich es nur bezeichnen, "Rechtsaußen" ( ein Begriff der übrigens sehr schwammig ist , wie dieser §130 ) ,als Deutschlandhasser zu bezeichnen.
Das ist der letzte Versuch ,wenn euch Möchtegern-Demokraten und selbsternannten Wertekonservativen , Linken und Jutmenekens die Puste ausgeht.
Keine Ahnung zu welchem Typus du gehörst ?

Karl Dönitz
16.08.09, 14:07
Mein Glaube ist die Eigenverantwortung und ich finde jeder der sich für andere schämt, noch dazu über Dinge, die lang vor seiner Geburt passiert sind, hat ein akutes Persönlichkeitsproblem. Es ist völlig abnormal sich für Vorfahren zu schämen, vor allem dann nicht, wenn man nicht in ihrer Lage war und sich deshalb kein Recht herausnehmen soll über einzelne zu urteilen, die nicht direkt in diese Taten verwickelt waren. Das ganze noch krampfhaft mit intellektueller Reife in Verbindung bringen zu wollen, dient nur wieder der Eigenerhöhung über andere. Darum trauen sich in Ö auch nichtmal die Grünen und Kommunisten von ewiger Schuld sprechen, denen würde das Volk den Vogel deuten und sie nie wieder wählen...

...aber die heute lebenden Portugiesen schwärmen ja wohl auch nicht
jeden Tag von den guten alten Zeiten,-
als sie noch als Sklaververschiffer gefürchtet waren......:) Und wer schwärmt hier von der "guten alten Zeit", als man noch für Deutschland irgendwen vergaste?
Ich kenne hier niemanden der den HC verherrlicht

Praktiker
16.08.09, 14:15
Aber ich kann dich beruhigen , ich lehne Verbrechen ,die in der Geschichte verübt wurden ZB. Sklaverei ab, ich habe nur Zweifel ,ob allles so in der Geschichte ablief , wie uns vermittelt.

Und eines habe ich aus der Gechichte gelernt, speziell aus der jüngeren Deutschen : Der Sieger schreibt sie !!!

Salve.

Dafür kriegste jetzt einen Grünen, den haste verdient !

Auch ich bin nicht ohne Zweifel ob der Genauigkeit der wiedergegebenen Abläufe ,-
eben aus diesem Grunde bin ich auch ein erbitterter Gegner des § 130 ,
weil dieser eine sachgerechte Aufarbeitung der unrühmlichen Geschehnisse durch die staatlich festgelegte Offenkundigkeitsformel eher behindert,
als sie zu fördern.

Und das Geschichte und Geschichtsschreibung
zweierlei Paar Schuhe sind,-
das hat schon Napoleon bitter beklagt........:)

ThiloS
16.08.09, 14:22
Selbst wenn diese vermeintlich "unabhängige Geschichtsforschung" von rechten Gefälligkeitsgutachtern zu den gleichen Ergebnissen wie die "von den Siegern bestellten" Historiker kämen...

...die Blöden würden die Ergebnisse trotzdem ablehnen.

ThiloS
16.08.09, 14:22
Und wer schwärmt hier von der "guten alten Zeit", als man noch für Deutschland irgendwen vergaste?
Ich kenne hier niemanden der den HC verherrlicht

So richtig viel haste in diesem Forum noch nicht gelesen, gell?

*JM*
16.08.09, 14:32
eben aus diesem Grunde bin ich auch ein erbitterter Gegner des § 130

Ich kenne beruflich bedingt einen Einbrecher. Biodeutscher. Der ist richtig gut in seinem "Job", denn wenn wer als Einbrecher vor einer SV bei der nächsten Straftat steht, muss der viel "gediebt" haben, da sind wir uns sicher einig. Der hat mir gezeigt, dass er mit einem Tafelmesser ein Kunststoff-Fenster in 10 Sekunden öffnet.
Und der Bursche ist so ein erbitterter Gegner des 243 StGB, das glaubt man nicht. Denn der sieht seine Fähigkeit als göttliche Gabe und fast als Kunst an.

Ich kann ihn nicht verstehen, denn da ich nicht beabsichtige eine Karriere als Einbrecher zu starten, kann mir das ziemlich gleichgültig sein. Und auch der 130er StGB ist mir egal, denn ich beabsichtige keine Volksverhetzerkarriere zu machen.
Es soll übrigens auch Leute geben, welche die Paragraphen zur sexuellen Selbstbestimmung von Jugendlichen und das Schutzalter bei Kindern sehr unnötig finden. Da frage ich mich immer: Wieso?

Erkennst du was?

Praktiker
16.08.09, 14:33
Und wer schwärmt hier von der "guten alten Zeit", als man noch für Deutschland irgendwen vergaste?
Ich kenne hier niemanden der den HC verherrlicht

Ich schrieb nicht, daß hier jemand den HC verherrlicht !

Ich schrieb über den Zusammenhang von
durchaus vorhandenen Werten der Volksgemeinschaft im III.Reich,-
die man jedoch nicht losgelöst von den Verbrechen des III.Reiches sehen darf,-
und ich schrieb davon ,
das es recht einseitig ist, sich geschichtlich eine Teilhabe an gesellschaftlichen Strukturen der deutschen Volksgemeinschaft sichern zu wollen,
wenn man nicht bereit ist , auch die Teilhabe an dem Unrecht im deutschen Reich übernehmen zu wollen.

Gideon
16.08.09, 14:34
Ich sage:
Der Holocaust war ein schlimmes Verbrechen.
Aber die Deutschen, die Schuld daran waren leben vielleicht heute noch in einer 3-stelligen Zahl.
Die können sich schämen, ich tue es nicht, da es nicht mein Verbrechen war.

Freibeuter
16.08.09, 14:36
So richtig viel haste in diesem Forum noch nicht gelesen, gell?

Und du scheinst über die 8 Klasse DDR Unterricht auch nie hinaus gekommen zu sein.
Da hilft es auch nicht den ganzen Tag die Gebrüder Grimm und Mickey Mouse zu lesen.

Praktiker
16.08.09, 14:37
Erkennst du was?

Ja ,- Deinen Standpunkt !.... :grin:

ThiloS
16.08.09, 14:38
Ich sage:
Der Holocaust war ein schlimmes Verbrechen.
Aber die Deutschen, die Schuld daran waren leben vielleicht heute noch in einer 3-stelligen Zahl.
Die können sich schämen, ich tue es nicht, da es nicht mein Verbrechen war.

...dann kannst Du auch nicht "stolz darauf sein, ein Deutscher zu sein".

Du hast die komplette Diskussion nicht begriffen.

ThiloS
16.08.09, 14:39
Und du scheinst über die 8 Klasse DDR Unterricht auch nie hinaus gekommen zu sein.
Da hilft es auch nicht den ganzen Tag die Gebrüder Grimm und Mickey Mouse zu lesen.

Aufmerksamkeitsposting:
Vielen Dank für Deinen wichtigen und zielführenden Beitrag.

Ich habe meinen verwarnten Äußerungen nichts hinzuzufügen.

Gideon
16.08.09, 14:42
...dann kannst Du auch nicht "stolz darauf sein, ein Deutscher zu sein".

Du hast die komplette Diskussion nicht begriffen.

Ich begreife mehr als du.
Natürlich kann ich stolz darauf sein Deutscher zu sein.
Die großen Erfolge hat das Volk immer als eine große Gruppe geschafft, durch zusammenhalt.
Den Holocaust haben nur wenige verbrochen.

Freibeuter
16.08.09, 14:46
...dann kannst Du auch nicht "stolz darauf sein, ein Deutscher zu sein".

Du hast die komplette Diskussion nicht begriffen.

Man darf nicht stolz sein ,Deutscher zu sein , weil es im 3. Reich ein paar Verbrechen gab ?:cryin::ddr::cryin::ddr:
Ich glaube du merkst nichts mehr , oder ?:brav:
Du bist schon komplet schmerzbefreit ?:ddr:
Bist du Deutschlandhasser ?:cryin:

*JM*
16.08.09, 14:48
Ich sage:
Der Holocaust war ein schlimmes Verbrechen.
Aber die Deutschen, die Schuld daran waren leben vielleicht heute noch in einer 3-stelligen Zahl.
Die können sich schämen, ich tue es nicht, da es nicht mein Verbrechen war.

Die Schuldfrage beim HC macht sich NICHT NUR an Einzelpersonen fest, wie eine bestimmte Klientel gerne und gebetsmühlengleich betonen möchte. Dass der HC überhaupt möglich war, ist damals einer "Gesellschaftsform" geschuldet gewesen. Einer Nachlässigkeit. Einer Geleichgültigkeit. Einer bestimmten Politströmung. Einer Sorglosigkeit.

Was wir heute als Nachkommen haben ist keine Schuld im Sinne von "Du selbst hast damals jüdische Mitbürger getötet", sondern es ist ein Auftrag, eine Aufgabe, eine Pflicht, eine Verpflichtung. Es ist eine Frage der Ehre. Er- und gewachsen aus der Geschichte.
Darum haben wir als Land und ANSTÄNDIGE Bürger dieses Landes (denn nur um uns kann es gehen) dafür Sorge zu tragen, dass nie wieder Menschen zu Schaden kommen und dafür als Tatmotivation Platitüden herhalten müssen, die das Land unserer Vorfahren ins Unheil stürzten.

Das alles ist keine Frage der Schuld, das ist eine Frage der Ehre. Und die hat man oder man hat sie eben nicht.

ThiloS
16.08.09, 14:50
Ich begreife mehr als du.

"Beschreibe bitte einem Blinden die Farbe Rot"


Natürlich kann ich stolz darauf sein Deutscher zu sein.
Die großen Erfolge hat das Volk immer als eine große Gruppe geschafft, durch zusammenhalt.
Den Holocaust haben nur wenige verbrochen.

Goethe war also der "Erfolg einer großen Gruppe". Der Aufbau nach dem Kriege war also "der Erfolg einer großen Gruppe". Am Holocaust hingegen waren "nur wenige" beteiligt.

Das ist, mit Verlaub, Schwachsinn.

Dabei, lieber Volksfront, ist die Geschichte und "die Geschichte" recht einfach:

Wer sich auf "die großen Erfolge seines Volkes" beruft, weil zumindest seine Ahnen in irgendeiner Weise, sei es als Soldat, als Bauer, der jenen die Lebensmittel produzierte oder als Rüstungsarbeiter, daran beteiligt waren, wer also auf den Beitrag seiner Ahnen zu jenen Erfolgen stolz ist, der übernimmt, wegen des Stolzes auf deren Taten auch gleichzeitig die Scham für deren Untaten.

Es wird gefälligst der ganze Kuchen gegessen und sich nicht nur die Rosinen herausgepickt.

Wäre Dein Vater ein Mörder, wärst Du dann trotzdem stolz auf ihn, weil er Deinen Lebensunterhalt durch seine Taten finanziert hat?

ThiloS
16.08.09, 14:52
Man darf nicht stolz sein ,Deutscher zu sein , weil es im 3. Reich ein paar Verbrechen gab ?:cryin::ddr::cryin::ddr:
Ich glaube du merkst nichts mehr , oder ?:brav:
Du bist schon komplet schmerzbefreit ?:ddr:
Bist du Deutschlandhasser ?:cryin:

Aufmerksamkeitsposting:
Vielen Dank für Deinen wichtigen und zielführenden Beitrag.

Ich habe meinen verwarnten Äußerungen nichts hinzuzufügen.

Kleines Mäuschen
16.08.09, 14:52
Erkennst du was?

Dass Du heute vormittag in einem Rabulistikseminar warst?

Kukumatz
16.08.09, 14:53
Ich finde es eher lächerlich, nur Deutsche als vernünftig zu bezeichnen , die unwiedersprochen die ganze Sülze nachjammern,
krankes Jutmenschentum halt.
Und als kindlich kann ich es nur bezeichnen, "Rechtsaußen" ( ein Begriff der übrigens sehr schwammig ist , wie dieser §130 ) ,als Deutschlandhasser zu bezeichnen.
Das ist der letzte Versuch ,wenn euch Möchtegern-Demokraten und selbsternannten Wertekonservativen , Linken und Jutmenekens die Puste ausgeht.
Keine Ahnung zu welchem Typus du gehörst ?

Obgleich das nebensächlich bis irrelevant ist, zu welchem Typus ich gehöre,

ich versuche mich sowohl den Schalmeyenklängen der Linken als den Trommelschlägen der Rechtsaußen dadurch zu entziehen, daß ich meinen Kopf gebrauche.

Gideon
16.08.09, 14:57
"Beschreibe bitte einem Blinden die Farbe Rot" Nur zu, tu dir keinen Zwang an.



Goethe war also der "Erfolg einer großen Gruppe". Der Aufbau nach dem Kriege war also "der Erfolg einer großen Gruppe". Am Holocaust hingegen waren "nur wenige" beteiligt. Goethe war nicht der Erfolg einer großen Gruppe, aber ohne sein Volk, ohne die Sprache, sein Land und seine Landsleute hätte er nie schreiben können, was er geschrieben hat. Dadurch ist er der größte Sohn in Sachen Dichtung. Natürlich ist man auf die, die am Holocaust beteiligt waren nicht stolz, aber die paar Hansel sind nichts gegen den Nationalstolz und die vielen glorreichen Ahnen, die für Deutschland Großes vollbrachten.

Darum sind deine Ausf mit Verlaub, Schwachsinn.

Dabei, lieber Volksfront, ist die Geschichte und "die Geschichte" recht einfach:

Wer sich auf "die großen Erfolge seines Volkes" beruft, weil zumindest seine Ahnen in irgendeiner Weise, sei es als Soldat, als Bauer, der jenen die Lebensmittel produzierte oder als Rüstungsarbeiter, daran beteiligt waren, wer also auf den Beitrag seiner Ahnen zu jenen Erfolgen stolz ist, der übernimmt, wegen des Stolzes auf deren Taten auch gleichzeitig die Scham für deren Untaten.
Stimmt.
Nur haben die meisten Leute keine Verwandten, die am Holocaust schuld waren.
Weil es nicht sehr viele Deutsche gab, die daran beteiligt waren.

Es wird gefälligst der ganze Kuchen gegessen und sich nicht nur die Rosinen herausgepickt.
Nein, jeder isst sein Stückchen.

Wäre Dein Vater ein Mörder, wärst Du dann trotzdem stolz auf ihn, weil er Deinen Lebensunterhalt durch seine Taten finanziert hat?
Nein, das hat auch garnichts mit der Sache zu tun.
Die meisten Leute im 3. Reich waren keine Mörder.



Darum sind deine Ausführungen mit Verlaub, Schwachsinn.

Kukumatz
16.08.09, 14:58
Ich kenne beruflich bedingt einen Einbrecher. Biodeutscher. Der ist richtig gut in seinem "Job", denn wenn wer als Einbrecher vor einer SV bei der nächsten Straftat steht, muss der viel "gediebt" haben, da sind wir uns sicher einig. Der hat mir gezeigt, dass er mit einem Tafelmesser ein Kunststoff-Fenster in 10 Sekunden öffnet.
Und der Bursche ist so ein erbitterter Gegner des 243 StGB, das glaubt man nicht. Denn der sieht seine Fähigkeit als göttliche Gabe und fast als Kunst an.

Ich kann ihn nicht verstehen, denn da ich nicht beabsichtige eine Karriere als Einbrecher zu starten, kann mir das ziemlich gleichgültig sein. Und auch der 130er StGB ist mir egal, denn ich beabsichtige keine Volksverhetzerkarriere zu machen.
Es soll übrigens auch Leute geben, welche die Paragraphen zur sexuellen Selbstbestimmung von Jugendlichen und das Schutzalter bei Kindern sehr unnötig finden. Da frage ich mich immer: Wieso?

Erkennst du was?

Cui bono oder so ähnlich nennt es wohl der Lateiner. Bin leider keiner, daher keine Rechtschreibgewähr.

Kukumatz
16.08.09, 15:02
Was mich bei derlei Diskussionen am meisten ärgert ist die Reduzierung der mehr als tausendjährigen Geschichte Deutschland sund des deutschen Volkes auf die bewußten zwölf Jahre.:alien:

ThiloS
16.08.09, 15:03
Nur zu, tu dir keinen Zwang an.

Ich versuche es:


Goethe war nicht der Erfolg einer großen Gruppe, aber ohne sein Volk, ohne die Sprache, sein Land und seine Landsleute hätte er nie schreiben können, was er geschrieben hat. Dadurch ist er der größte Sohn in Sachen Dichtung.

...und jetzt schau genau hin:

Der Holocaust war nicht das Verbrechen einer großen Gruppe. aber ohne das deutsche Volk, ohne deren Stimmen, ohne deren zumindest passive Nicht-Anteilnahme und deren Wegsehen hätte er nie geschehen können. Dadurch ist der Holocaust das grösste Verbrechen in der deutschen Geschichte

...konnte ich Dir die Augen öffnen?

*JM*
16.08.09, 15:13
Nur haben die meisten Leute keine Verwandten, die am Holocaust schuld waren.
Weil es nicht sehr viele Deutsche gab, die daran beteiligt waren.

Oh du intellektueller Rollstuhlfahrer, ich helfe dir mal und gebe dir eine Intellektgehhilfe.

Ein Ehepaar hat 2 Töchter. Soll mal vorkommen, auch bei Biodeutschen. Der Vater verlustiert sich über Jahre mit seinen weiblichen Nachkommen und das gegen deren Willen. Soll auch schon vorgekommen sein. Die Mutter sieht das, sie weiß, hüpft der Gatte in der Nacht aus dem gemeinsamen Ehebett, geht er nicht an den Kühlschrank, sondern ins Kinderzimmer, um dort den Töchtern beizuschlafen. Doch sie schweigt. Sie tut dies aus Angst, aus Abhängigkeit vom Geld des Mannes, sie tut es aus Erziehungsgründen, sie tut dies aus Hörigkeit. Sie schweigt, lässt es geschehen.
Nein, sie legt sich nicht zu Mann und Töchtern ins Bett. Nein, sie schändet ihre Kinder nicht aktiv mit. Nein, sie übt keinen Druck und keine Gewalt auf die Töchter aus. Nein, sie stachelt die Töchter nicht an, noch abenteuerlichere Sexualpraktiken mit dem Vater zu exerzieren. All das tut sie nicht. Aber sie weiß. Sie weiß, sie sieht und sie tut nichts. Gründe siehe oben.

Und jetzt? Sagen wir "Ach je, sie hat doch den Töchtern nichts getan"? Würde ein Richter eine Mutter, deren beide Töchter mit ihrem Wissen rund 10 Jahre geschändet wurden (10 Jahre mal deshalb, weil die Nürnberger Rassengesetze im September 1935 ratifiziert wurden und bis 1945 währten), auch ohne dass sie direkt Augenzeuge der väterlichen Penetration wurde, unter dieser Prämisse frei von jeder Schuld sprechen, möchte ich nicht erleben, was in diesem Land und besonders von Rechtsunten los wäre.

Und wer ein klein wenig Resthirn sein Eigen nennt, wird das "Gleichnis" kapieren. Hier trennt sich dann mal wieder die Spreu vom Weizen.

*JM*
16.08.09, 15:20
Was mich bei derlei Diskussionen am meisten ärgert ist die Reduzierung der mehr als tausendjährigen Geschichte Deutschland sund des deutschen Volkes auf die bewußten zwölf Jahre.:alien:

Würde man dem NICHT Rechnung getragen haben, also direkt nach 1945 und somit nach dem Ende des Krieges, würde es uns als Land und als Volk nicht mehr geben. Unser Fortbestand ist just der Zeit geschuldet, die du ansprichst. Man wusste, da hat sich das Volk "verführen" lassen Dinge zu tun, die eigentlich nicht typisch für dieses Volk sind. Hätte man nämlich damals gesagt, das ist "mal wieder typisch für Deutsche", hätte man uns final das Licht ausgeknipst und kein Hahn hätte danach gekräht.

Kleines Mäuschen
16.08.09, 15:21
Die Schuldfrage beim HC macht sich NICHT NUR an Einzelpersonen fest, wie eine bestimmte Klientel gerne und gebetsmühlengleich betonen möchte. Dass der HC überhaupt möglich war, ist damals einer "Gesellschaftsform" geschuldet gewesen.

Welcher Gesellschaftsform ist es denn geschuldet, dass kurz vor dem offiziellen Ende des Krieges, als schon alles vorbei war, noch Luftminen und Phosphorbomben auf Kirchen geworfen wurden, so dass eine halbe Schulklasse mit ihren Eltern in tausend Stücke zerrissen wurde und die Überlebenden ihre Klassenkameraden von den stehengebliebenen Wänden abkratzen mussten?

ThiloS
16.08.09, 15:23
Welcher Gesellschaftsform ist es denn geschuldet, dass kurz vor dem offiziellen Ende des Krieges, als schon alles vorbei war, noch Luftminen und Phosphorbomben auf Kirchen geworfen wurden, so dass eine halbe Schulklasse mit ihren Eltern in tausend Stücke zerrissen wurde und die Überlebenden ihre Klassenkameraden von den stehengebliebenen Wänden abkratzen mussten?

Nicht jetzt das Thema verwässern - eigenen Strang aufmachen!

*JM*
16.08.09, 15:24
Welcher Gesellschaftsform ist es denn geschuldet, dass kurz vor dem offiziellen Ende des Krieges, als schon alles vorbei war, noch Luftminen und Phosphorbomben auf Kirchen geworfen wurden, so dass eine halbe Schulklasse mit ihren Eltern in tausend Stücke zerrissen wurde und die Überlebenden ihre Klassenkameraden von den stehengebliebenen Wänden abkratzen mussten?

Actio <--> Reactio. Ein sehr simples Prinzip.

Kleines Mäuschen
16.08.09, 15:28
Actio <--> Reactio. Ein sehr simples Prinzip.

Falsche Antwort, versuch es nochmal!

Kukumatz
16.08.09, 15:32
Würde man dem NICHT Rechnung getragen haben, also direkt nach 1945 und somit nach dem Ende des Krieges, würde es uns als Land und als Volk nicht mehr geben. Unser Fortbestand ist just der Zeit geschuldet, die du ansprichst. Man wusste, da hat sich das Volk "verführen" lassen Dinge zu tun, die eigentlich nicht typisch für dieses Volk sind. Hätte man nämlich damals gesagt, das ist "mal wieder typisch für Deutsche", hätte man uns final das Licht ausgeknipst und kein Hahn hätte danach gekräht.

Tja,
da quählt mich dann die Frage;
WIE hätte man einem Achtzig-Millionen-Volk "final das Licht ausknipsen" können??

Ich hab doch schon gesagt;
manchen hier wächst der eigene Verstand über den Kopf!:brav:

GG146
16.08.09, 15:38
Actio <--> Reactio. Ein sehr simples Prinzip.

Das ist keine Antwort auf die Frage nach Kriegsverbrechen an Deutschen. Wenn dadurch militärisch nicht notwendige Gewaltakte gegen Zivilisten entschuldigt oder gar gerechtfertigt werden könnten, wäre es auch legitim, wenn die Rechten hinsichtlich der deutschen Verbrechen auf den Versailler Vertrag oder die Schuld der Anderen am Ausbruch des 1. WK verweisen.

Beides ist gleichermaßen falsch bzw. dämlich.

Blue Max
16.08.09, 15:39
So richtig viel haste in diesem Forum noch nicht gelesen, gell?

Das würde mich jetzt auch mal interessieren: Gibt es einen Foristen, der die Vergasung von Juden gut findet und dies explizit auch so gesagt hat?

Kann ich mir nicht vorstellen. Denn das verstößt gegen den §130. Also red` nicht so einen Müll.

*JM*
16.08.09, 15:40
Tja,
da quählt mich dann die Frage;
WIE hätte man einem Achtzig-Millionen-Volk "final das Licht ausknipsen" können??

Ich hab doch schon gesagt;
manchen hier wächst der eigene Verstand über den Kopf!:brav:

Oh bitte, eine Aufteilung mit verbundener Umsiedlung und Verteilung wäre doch gerade nach WW II ein Hühnerfurz gewesen. Teile hätte man Frankreich zufließen lassen, größere Teile als das Saarland, Teile wären sofort wie die DDR an Russland geflossen. Andere Teile an die Briten und die Amerikaner. Und das nicht so, dass man sie nur "beaufsichtigt", sondern dem Kernland gebietstechnisch zuführt. Das wären 2 Verhandlungs- und Teilungstage gewesen. Ratifiziert und fertig.

Eine weitere Möglichkeit wäre gewesen, Deutschland industriell zu plätten. Quasi in die Steinzeit befördern und industrielle Aktivitäten gesetzlich zu unterbinden. 360.000 km² Agrarfläsche und fertig.

Es gab Möglichkeiten satt und es wurde nicht final getan. Das wiederum war unserer langen Geschichte geschuldet, die NICHT von Leuten wie den Nazis dominiert war.

GG146
16.08.09, 15:47
Oh bitte, eine Aufteilung mit verbundener Umsiedlung und Verteilung wäre doch gerade nach WW II ein Hühnerfurz gewesen. Teile hätte man Frankreich zufließen lassen, größere Teile als das Saarland, Teile wären sofort wie die DDR an Russland geflossen. Andere Teile an die Briten und die Amerikaner. Und das nicht so, dass man sie nur "beaufsichtigt", sondern dem Kernland gebietstechnisch zuführt. Das wären 2 Verhandlungs- und Teilungstage gewesen. Ratifiziert und fertig.

Eine weitere Möglichkeit wäre gewesen, Deutschland industriell zu plätten. Quasi in die Steinzeit befördern und industrielle Aktivitäten gesetzlich zu unterbinden. 360.000 km² Agrarfläsche und fertig.

Es gab Möglichkeiten satt und es wurde nicht final getan. Das wiederum war unserer langen Geschichte geschuldet, die NICHT von Leuten wie den Nazis dominiert war.

Das stimmt allerdings, der Morgenthau - Plan war sorgfältig durchdacht und durchaus praktikabel. Die Durchführung hätte die grosse Mehrzahl der Deutschen zur Auswanderung gezwungen, die konnte man ja bekanntlich überall auf der Welt gut gebrauchen.

Ausserdem hätten sie den Rest dann auch noch entlang der Mainlinie teilen können (was Churchill wollte), anstatt die unnatürliche Ost - West - Trennung zu versuchen. Diese Trennung hätte mit einiger Wahrscheinlichkeit auf Dauer Bestand gehabt.

Blue Max
16.08.09, 15:49
Oh bitte, eine Aufteilung mit verbundener Umsiedlung und Verteilung wäre doch gerade nach WW II ein Hühnerfurz gewesen. Teile hätte man Frankreich zufließen lassen, größere Teile als das Saarland, Teile wären sofort wie die DDR an Russland geflossen. Andere Teile an die Briten und die Amerikaner. Und das nicht so, dass man sie nur "beaufsichtigt", sondern dem Kernland gebietstechnisch zuführt. Das wären 2 Verhandlungs- und Teilungstage gewesen. Ratifiziert und fertig.

Eine weitere Möglichkeit wäre gewesen, Deutschland industriell zu plätten. Quasi in die Steinzeit befördern und industrielle Aktivitäten gesetzlich zu unterbinden. 360.000 km² Agrarfläsche und fertig.

Es gab Möglichkeiten satt und es wurde nicht final getan. Das wiederum war unserer langen Geschichte geschuldet, die NICHT von Leuten wie den Nazis dominiert war.

Na, da leugnet mal wieder einer die himmelschreienden Verbrechen am deutschen Volk. Daß 13,2 Millionen Frauen, Kinder und kriegsgefangene Soldaten bestialisch ermordet wurden, verharmlost du? Und du willst ein rechter deutscher Patriot sein? Daß ich nicht lache.

Der Morgenthauplan wurde umgesetzt, wenn auch etwas anders, als ursprünglich geplant. Die Schreie der 13,2 Millionen deutschen Freuen, Kinder und kriegsgefangenen Soldaten sprechen da eine deutliche Sprache.

Blue Max
16.08.09, 15:57
Die Schuldfrage beim HC macht sich NICHT NUR an Einzelpersonen fest, wie eine bestimmte Klientel gerne und gebetsmühlengleich betonen möchte. Dass der HC überhaupt möglich war, ist damals einer "Gesellschaftsform" geschuldet gewesen. Einer Nachlässigkeit. Einer Geleichgültigkeit. Einer bestimmten Politströmung. Einer Sorglosigkeit.

Was wir heute als Nachkommen haben ist keine Schuld im Sinne von "Du selbst hast damals jüdische Mitbürger getötet", sondern es ist ein Auftrag, eine Aufgabe, eine Pflicht, eine Verpflichtung. Es ist eine Frage der Ehre. Er- und gewachsen aus der Geschichte.
Darum haben wir als Land und ANSTÄNDIGE Bürger dieses Landes (denn nur um uns kann es gehen) dafür Sorge zu tragen, dass nie wieder Menschen zu Schaden kommen und dafür als Tatmotivation Platitüden herhalten müssen, die das Land unserer Vorfahren ins Unheil stürzten.

Das alles ist keine Frage der Schuld, das ist eine Frage der Ehre. Und die hat man oder man hat sie eben nicht.

Jetzt kommt er auch noch mit der Ehre. :banana:

Als ob ihr Linken Ehre hättet. Leugnet die Verbrechen an damaligen und heutigen Deutschen, will aber ein rechter deutscher Patriot sein.

Nur wenn man den Holocaust als das absolut Böse bezeichnet, so wie ihr es tut, kann man von einer immerwährenden Verantwortung sprechen.

Dem spricht aber die Historisierung des Holocaust entgegen, die allerdings nur von Menschen vorgenommen werden kann, die noch ein eigenes Denken besitzen. Wer natürlich gehirngewaschen ist, der kann den Holocaust nicht historisieren.

Norman Finkelstein hat dazu interessante Sachen in seiner Holocaust-Industrie geschrieben.

Karl Dönitz
16.08.09, 16:01
Norman Finkelstein ist sowiso ein großes Problem für gewisse Kreise...
Nichtmal die Grünen kämen nämlich auf die Idee, einem Juden mit der Nazikeule das Maul zu verbieten :-D

Kukumatz
16.08.09, 16:22
Oh bitte, eine Aufteilung mit verbundener Umsiedlung und Verteilung wäre doch gerade nach WW II ein Hühnerfurz gewesen. Teile hätte man Frankreich zufließen lassen, größere Teile als das Saarland, Teile wären sofort wie die DDR an Russland geflossen. Andere Teile an die Briten und die Amerikaner. Und das nicht so, dass man sie nur "beaufsichtigt", sondern dem Kernland gebietstechnisch zuführt. Das wären 2 Verhandlungs- und Teilungstage gewesen. Ratifiziert und fertig.

Eine weitere Möglichkeit wäre gewesen, Deutschland industriell zu plätten. Quasi in die Steinzeit befördern und industrielle Aktivitäten gesetzlich zu unterbinden. 360.000 km² Agrarfläsche und fertig.

Es gab Möglichkeiten satt und es wurde nicht final getan. Das wiederum war unserer langen Geschichte geschuldet, die NICHT von Leuten wie den Nazis dominiert war.

Freundlich betrachtet wäre es unserer Geschichte geschuldet.

Praktisch aber wollte sicherlich keiner der Anrainerstaaten Deutschlands sich Deutsche einverleiben.
Warum wohl wurden die Deutschen aus dem deutschen Osten jenseits der Oder/Neiße vertrieben?
Was Polen nicht wollte, nämlich Deutsche in seinem Herrschaftsbereich, wollten gewiß Franzosen, Belgier, Niederländer, Dänen ebensowenig, ganz zu schweigen von den Briten, die genug damit zu tun hatten, ihre eigene Bevölkerung zu ernähren und die Franzosen waren mit den Elsässern beschäftigt, gegen die ein latentes Mißtrauen vorhanden war..

Kukumatz
16.08.09, 16:26
Norman Finkelstein ist sowiso ein großes Problem für gewisse Kreise...
Nichtmal die Grünen kämen nämlich auf die Idee, einem Juden mit der Nazikeule das Maul zu verbieten :-D

Das erklärt auch den heimlich/unheimlichen Groll, den die GrünInnen mit Henryk M. Broder so haben!

*JM*
16.08.09, 16:41
Na, da leugnet mal wieder einer die himmelschreienden Verbrechen am deutschen Volk. Daß 13,2 Millionen Frauen, Kinder und kriegsgefangene Soldaten bestialisch ermordet wurden, verharmlost du? Und du willst ein rechter deutscher Patriot sein? Daß ich nicht lache.

Der Morgenthauplan wurde umgesetzt, wenn auch etwas anders, als ursprünglich geplant. Die Schreie der 13,2 Millionen deutschen Freuen, Kinder und kriegsgefangenen Soldaten sprechen da eine deutliche Sprache.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tote_im_Zweiten_Weltkrieg

Was faselst du von 13,2 Millionen Deutschen? Es starben rund 5,5 Mio Deutsche. Verglichen mit den fast 21 Mio toten Russen und den über 13 Mio geöteten Chinesen ist das nicht viel für das Land, was alle anderen Toten verursacht hat.
Bezogen auf Europa machen unsere Toten noch keine 14 % aus und das als Land, welches den Krieg angefangen hat. Also entspann dich wieder.

*JM*
16.08.09, 16:44
Freundlich betrachtet wäre es unserer Geschichte geschuldet.

Praktisch aber wollte sicherlich keiner der Anrainerstaaten Deutschlands sich Deutsche einverleiben.
Warum wohl wurden die Deutschen aus dem deutschen Osten jenseits der Oder/Neiße vertrieben?
Was Polen nicht wollte, nämlich Deutsche in seinem Herrschaftsbereich, wollten gewiß Franzosen, Belgier, Niederländer, Dänen ebensowenig, ganz zu schweigen von den Briten, die genug damit zu tun hatten, ihre eigene Bevölkerung zu ernähren und die Franzosen waren mit den Elsässern beschäftigt, gegen die ein latentes Mißtrauen vorhanden war..

Die Deutschen hätten sich weltweit aufgeteilt. Es wäre nirgendwo zu extrem großen Ansammlungen gekommen und selbst wenn, man hätte auch das gesetzlich regeln können.

Fakt bleibt, es war möglich, die Pläne gab es, es war easy umsetzbar und man tat es nicht. Ja, das sehe ich unserer Geschichte VOR den beiden Weltkriegen geschuldet.

*JM*
16.08.09, 16:47
Norman Finkelstein ist sowiso ein großes Problem für gewisse Kreise...
Nichtmal die Grünen kämen nämlich auf die Idee, einem Juden mit der Nazikeule das Maul zu verbieten :-D

Das ist Unfug. Wieso sollte ein Mensch jüdischen Glaubens kein Typ sein, der nazionalsolzialistische Gedankenmuster gut heißt?

Leute wie du werfen Deutschen vor, sie würden auf Deutschland scheißen und ins eigene Nest pissen. Aber ein jüdischer Mensch soll das nicht können?
Die Simplifikation des Weltbildes in Ausagen von Foristen deiner Coleur ist manchmal erschreckend.

[Mod: Unterstellungen sind zu unterlassen! Beitrag bleibt bestehen, da vom User seine Position klargestellt wurde. Bitte diese gut einprägen!]

GG146
16.08.09, 17:13
...und wieder der übliche Strangverfehlungsmist.

Es geht nicht um "huhu, die armen Deutschen wurden nach dem WK2 plattgemacht, wie fies, wie gemein", sondern ob es so etwas wie einen "Schuldkult" gibt.


Es gibt ein wirtschaftliches Interesse des Exportweltmeisters daran, Kundenpflege zu betreiben und die Gespenster der Vergangenheit so klein zu halten, dass sie das Geschäft nicht stören. Insoweit ist es nützlich (lukrativ), besonders einsichtig hinsichtlich der Fehler der Vergangenheit zu erscheinen.

herberger
16.08.09, 17:38
Ich gebe bekannt weder ich noch das Deutsche Reich fühlen sich schuldig,und was oder wie sich die BRD fühlt,das geht mir und das Deutsche Reich am Arsch vorbei.Lass diese Kasperles sich doch schuldig fühlen oder sollen sie sich doch schämen,denn der Weg in die Mülltonne ist so sicher wie das Amen in der Kirche,fallen erst die USA dann fallen auch die Betroffenheits Kasperles.

Blue Max
16.08.09, 17:45
http://de.wikipedia.org/wiki/Tote_im_Zweiten_Weltkrieg

Was faselst du von 13,2 Millionen Deutschen? Es starben rund 5,5 Mio Deutsche. Verglichen mit den fast 21 Mio toten Russen und den über 13 Mio geöteten Chinesen ist das nicht viel für das Land, was alle anderen Toten verursacht hat.
Bezogen auf Europa machen unsere Toten noch keine 14 % aus und das als Land, welches den Krieg angefangen hat. Also entspann dich wieder.

Nach dem 2.Weltkrieg wurden die meisten Deutschen ermordet. Durch die gewaltsamen Vertreibungen, denen ca. 6 Millionen Deutsche zum Opfer fielen. Hinzu kommen 5 Millionen Frauen und Kinder, die in den alliierten Besatzungszonen durch Verhungern ermordet wurden, v.a. in der amerikanischen und französischen Besatzungszone.

Dazu kommen 1 Million ermordete Kriegsgefangene in den Rheinwiesenlagern oder in den sowjetischen Gulags.

Abschließend wurden wärend des alliierten Bombenholocausts im Krieg noch mal 1 Million Zivilisten ermordet.

Macht summa summarum 13 Millionen ermordete Deutsche.

Die Rheinwiesenlager dürfen übrigens nicht von unabhängiger Seite forensisch untersucht werden, wie auch die forensische Untersuchung von Auschwitz strafbar ist.

http://s4.directupload.net/images/090816/dbtatplh.jpg (http://www.directupload.net)

http://s7.directupload.net/images/090816/ft9xfzxw.jpg (http://www.directupload.net)

Der kanadische Autor deckt in diesem Standardwerk auf, daß nicht nur die Rote Armee im Osten ihren Haß an den Deutschen stillte, sondern ebenso Amerikaner, Briten und Franzosen im Westen. Die "Befreier" erschienen in Wirklichkeit als selbsternannte Richter und Henker. Millionen Deutsche kamen erst nach Kriegsende durch alliierte Hungerblockaden, Vertreibung und Zwangsarbeit ums Leben, unter der Verantwortung vor allem der Westalliierten. Fünf Millionen (!) wehrlose Deutsche, der Autor beweist es akribisch, verhungerten nach dem Krieg unter alliierter Militärgewalt.

(...)

http://www.amazon.de/Verschwiegene-Schuld-alliierte-Besatzungspolitik-Deutschland/dp/3932381246/ref=sr_1_5?ie=UTF8&s=books&qid=1250436305&sr=1-5

http://s1.directupload.net/images/090816/u5s7lqm9.jpg (http://www.directupload.net)

http://s4.directupload.net/images/090816/2t7oubla.jpg (http://www.directupload.net)

Neben den polnischen Übergriffen seit 1919 in Posen, Westpreußen und Oberschlesien und den Massakern des Jahres 1939, die als "Bromberger Blutsonntag" in die Geschichte eingegangen sind, nehmen die polnischen Vertreibungsverbrechen und die Quälereien in polnischen Nachkriegs-KZs in diesem Werk breiten Raum ein. Mit neuen, bisher unbekannten grausamsten Dokumentarfotos von hingeschlachteten Deutschen wird die Bilanz des Schreckens belegt, den polnische Fanatiker in diesem Jahrhundert immer wieder unschuldigen deutschen Zivilisten - oft Frauen und Kindern - zufügten.

http://www.amazon.de/Tod-sprach-polnisch-polnischer-Grausamkeiten/dp/3887411544/ref=pd_sim_b_2

Also entspann dich wieder.

[Mod: Beleidigungen sind zu unterlassen!]

*JM*
16.08.09, 17:53
[Mod: Laut Blue Max wären die Opferzahlen höher als die genannten 5,5 Millionen.]


1935 gab es 68,9 Millionen Deutsche. 1939 derer 69,3 Millionen. 1950 war die Zahl stabil bei 69,3 Millionen. Und nun erklär dem Onkel Malta, Bübchen, wie die von dir beweinten 13,2 Millionen reinpassen.


Bevölkerungsentwicklung Deutschlands (http://www.bpb.de/files/4629I6.pdf)

[Mod: Beitrag und Bezug editiert.]

K.-H. Hirmer
16.08.09, 18:08
Nach dem 2.Weltkrieg wurden die meisten Deutschen ermordet.
Nö. Stimmt nicht.

Durch die gewaltsamen Vertreibungen, denen ca. 6 Millionen Deutsche zum Opfer fielen.
Flucht und Vertreibung kosteten ca. zwei Millionen Menschen das Leben.

Hinzu kommen 5 Millionen Frauen und Kinder, die in den alliierten Besatzungszonen durch Verhungern ermordet wurden, v.a. in der amerikanischen und französischen Besatzungszone.
Nichts davon ist wahr. Schon gar nicht, dass Hunger absichtlich herbeigeführt wurde.

Dazu kommen 1 Million ermordete Kriegsgefangene in den Rheinwiesenlagern oder in den sowjetischen Gulags.
In den Rheinwiesenlagern starben ca. 30.000 Menschen. Mehr nicht.

Abschließend wurden wärend des alliierten Bombenholocausts im Krieg noch mal 1 Million Zivilisten ermordet.
Nein, wurden sie nicht. Der Bombenkrieg kostete ungefähr 500.000 bis 600.000 Menschen das Leben.

Macht summa summarum 13 Millionen ermordete Deutsche.
Nur in Deiner Phantasie.

Karl Dönitz
16.08.09, 18:18
[Mod: Editiert, da Bezugsbeitrag gelöscht]

Zweitens kenne ich nur wenige Aussagen von Finkelstein, ich finde es nur sehr amüsierend dass sich gewisse Kreise grün und blau ärgern weil dieser Kerl einfach seine Meinung ausspricht und man ihm gar nicht das Maul stopfen kann weil er selbst Jude ist :-D

Leute wie du werfen Deutschen vor, sie würden auf Deutschland scheißen und ins eigene Nest pissen. Ich möchte jetzt sofort sehen wo ich das jemals hier geschrieben habe!
Andernfalls ist diese Verallgemeinerung eine bodenlose Frechheit.

Dyrnwyn
16.08.09, 18:21
ThiloS stellte folgende Behauptung auf:



Dazu möchte ich mal einen eigenen Strang eröffnen.

Ich habe nämlich dazu eine entgegengesetzte Meinung.

Es gibt ja immer wieder den Vorwurf der Demokraten und Linken, der Schuldkult sei eine Erfindung der Rechten/Rechtsextremen.

Ist dem wirklich so?



Jedes Land hat seine Mythen. Für die Serben ist es die Schlacht auf dem Amselfeld, für die ehemalige SU die siegreichen Bolschewiki und für die Amerikaner der Unabhängigkeitskrieg. Der Gründungsmythos der BRD ist Auschwitz. Das stammt nicht von mir sondern von Josef Fischer. Der Kult mit der Schuld zelebriert diesen neuen Mythos auf politischer Ebene so wie der kirchliche Gottesdienst die christliche Offenbarung.

*JM*
16.08.09, 18:28
Ich möchte jetzt sofort sehen wo ich das jemals hier geschrieben habe!
Andernfalls ist diese Verallgemeinerung eine bodenlose Frechheit.

Du bist also NICHT der Meinung, Linke seien "Antideutsche" und "Volksverräter"?

Karl Dönitz
16.08.09, 19:43
Du bist also NICHT der Meinung, Linke seien "Antideutsche" und "Volksverräter"? Nein, und ich betrachte sie auch nicht alle als dumm oder sonst etwas, das hängt immer noch von der einzelnen Person ab. Im Gegensatz zu vielen der hier Anwesenden respektiere ich die Meinung Anderer anstatt den der sie äussert zu beschimpfen, deswegen muss ich sie ja noch lange nicht teilen.

ThiloS
16.08.09, 19:48
[Mod: Editiert, da Bezugsbeitrag gelöscht]


Zweitens kenne ich nur wenige Aussagen von Finkelstein, ich finde es nur sehr amüsierend dass sich gewisse Kreise grün und blau ärgern weil dieser Kerl einfach seine Meinung ausspricht und man ihm gar nicht das Maul stopfen kann weil er selbst Jude ist :-D

Niemand hat je behauptet, dass bei den Entschädigungszahlungen alles mit rechten (hihi) Dingen zuging oder alles in Butter war. Wo Geld verteilt wird, sammeln sich naturgemäss immer auch ein paar Schmeissfliegen. Ob das nun Entschädigungszahlungen, Bankerboni oder Sozialleistungen sind.

Finkelstein wusste sehr wohl von der Problematik, mit seinen teilweise berechtigten Forderungen und Thesen auch Beifall von der "falschen Seite", also der deutschen Rechten und Rechtsextremen zu bekommen.

Wiedertäufer
16.08.09, 19:54
Doch, es gab einen "Schuldkult" und ich habe ihn neulich beendet: Ich habe nämlich keine Lust mehr, mich in meiner Funktion als radikaldemokratische Feministin für das Leid verwirrter Männer verantwortlich machen zu lassen, nur weil die mit Gleichberechtigung nicht klarkommen. Kann ich was dafür, dass sie meinen, sie wären die Größten und müssen dann eines Besseren belehrt werden? Das mit dem anderen "Schuldkult" ist genau so: Jene, die sich nicht mehr großartig fühlen dürfen, weil sie es nicht waren und nicht sind und die Bedingungen andere, ehrliche sind - also nicht mehr nur das Ariertum die Wertigkeit erhöht - empfinden es als extrem belastend, wenn andere sich heute für deren Dämlichkeit schämen. So wie sich heute gute Männer für andere, fiese Idioten schämen oder ich mich für manche Auswüchse der Frauenbewegung. Oder auch wie ich mich auch für manche Deutsche schäme. Aber Schamgefühl ist halt Ausdruck intellektueller Reife und da merkt man es dann wieder: Wer Scham für historische Schandtaten als "Schuldkult" diffamiert, hat offensichtlich ein akutes Persönlichkeitsproblem und steht fernab sozialer und kultureller Normen: Es ist normal und angebracht sich für Deutsche zu schämen, weil sie den deutschen Faschismus nicht verhindert haben. Aber das passiert eben nicht noch einmal. Versprochen!

Ich habe keinen Zweifel, dass heute derartiges prinzipiell wieder möglich wäre und dass uns die sozialen und öknomischen Umstände davor schützen. Wer glaubt, die heutige Generation wäre prinzipiell weiter als die damaligen, irrt m.E.

Darin sehe ich auch den Schuldkult begründet, er dient dazu, sich etwas vor zu machen. "Ich doch nicht, ich demonstriere doch fleißig gegen die NPD, ich könnte damals auch nie Nazisympathisant oder auch nur Mitläufer gewesen sein."

ThiloS
16.08.09, 19:59
Ich habe keinen Zweifel, dass heute derartiges prinzipiell wieder möglich wäre und dass uns die sozialen und öknomischen Umstände davor schützen. Wer glaubt, die heutige Generation wäre prinzipiell weiter als die damaligen, irrt m.E.

Darin sehe ich auch den Schuldkult begründet, er dient dazu, sich etwas vor zu machen. "Ich doch nicht, ich demonstriere doch fleißig gegen die NPD, ich könnte damals auch nie Nazisympathisant oder auch nur Mitläufer gewesen sein."

Jein. Ich bin mir nicht sicher, auf welcher Seite des Gewehres ich gestanden hätte... Andererseits glaube ich, dass die Bevölkerung heute doch, BigBrother hin und Superstar her, etwas politischer als früher ist und sich auch gegen Extremisten jeglicher Coloeur zu wehren weiss.

Wäre es anders, dann hätten ganz Linke und ganz Rechte in Bayern bei der letzten Wahl unheimlich abräumen müssen. Haben sie aber nicht. Die Wähler (also die paarundsiebzig Prozent, die noch gehen) haben sich lieber bürgerliche Alternativen gesucht. Rechte Rattenfängerparolen locken Deutschlandweit nur 1,6% hinter dem Ofen hervor, bei linken Parolen sind es ein paar Prozent mehr, aber die haben auch keinen Weltkrieg angezettelt und keine KZ gebaut.

Wiedertäufer
16.08.09, 20:06
Die Schuldfrage beim HC macht sich NICHT NUR an Einzelpersonen fest, wie eine bestimmte Klientel gerne und gebetsmühlengleich betonen möchte. Dass der HC überhaupt möglich war, ist damals einer "Gesellschaftsform" geschuldet gewesen. Einer Nachlässigkeit. Einer Geleichgültigkeit. Einer bestimmten Politströmung. Einer Sorglosigkeit.

Was wir heute als Nachkommen haben ist keine Schuld im Sinne von "Du selbst hast damals jüdische Mitbürger getötet", sondern es ist ein Auftrag, eine Aufgabe, eine Pflicht, eine Verpflichtung. Es ist eine Frage der Ehre. Er- und gewachsen aus der Geschichte.
Darum haben wir als Land und ANSTÄNDIGE Bürger dieses Landes (denn nur um uns kann es gehen) dafür Sorge zu tragen, dass nie wieder Menschen zu Schaden kommen und dafür als Tatmotivation Platitüden herhalten müssen, die das Land unserer Vorfahren ins Unheil stürzten.

Das alles ist keine Frage der Schuld, das ist eine Frage der Ehre. Und die hat man oder man hat sie eben nicht.

Bei dir frage ich mich manchmal, wie sich eigentlich solche Beiträge mit deinen Hetzbeiträgen gegen Israel vertragen, die du im CPF losgelassen hast, in denen du nun wirklich alle Register gezogen hast.

"Plattitüden" ist da nochein harmloser Ausdruck für das, was du da losgelassen hast.

Wiedertäufer
16.08.09, 20:21
Jein. Ich bin mir nicht sicher, auf welcher Seite des Gewehres ich gestanden hätte... Andererseits glaube ich, dass die Bevölkerung heute doch, BigBrother hin und Superstar her, etwas politischer als früher ist und sich auch gegen Extremisten jeglicher Coloeur zu wehren weiss.

Das kann sein, ich weiß nicht, wie politisch interessiert früher der Durchschnittsbürger war.

Trotz aller Nöte, die auch heute manch eine Hartz IV Existenz umtreiben, glaube ich schon, dass die sozialen Sicherungssysteme ein wichtigerer Faktor sind.

Was ich relativ albern finde, ist die Annahme, ein neuer Faschismus käme im alten Gewand daher. Es gibt keinen Kult um den Nationalismus beispielsweise mehr. Die NPD ist eine Partei, die 2% bundesweit als Erfolg verbuchen kann.

Da ist alles abgebrannt. Trotz 2% NPD gibt es aber nach Studien - je nachdem, was wie gefragt wurde - in der BRD zwischen 20%-65% Antisemiten. Es gibt andere Menschen, die Muslime abgrundtief hassen oder eben auch einige Muslime, die Christen hassen.

In der alten Form könnte es nicht wiederkommen, da sind wir uns einig, einen wie auch immer gearteten neuen Faschismus würde ich nie aus dem Grunde ausschließen, weil der Mensch sich angeblich weiterentwickelt hätte.

Wäre es anders, dann hätten ganz Linke und ganz Rechte in Bayern bei der letzten Wahl unheimlich abräumen müssen. Haben sie aber nicht. Die Wähler (also die paarundsiebzig Prozent, die noch gehen) haben sich lieber bürgerliche Alternativen gesucht. Rechte Rattenfängerparolen locken Deutschlandweit nur 1,6% hinter dem Ofen hervor, bei linken Parolen sind es ein paar Prozent mehr, aber die haben auch keinen Weltkrieg angezettelt und keine KZ gebaut.

Ich hatte schonal hier geschrieben, dass ich das, was man klassischerweise als "Links" bezeichnet m.E. nicht mit dem vergleichen kann, was sich heutzutage "Links" schimpft. Die meisten Wähler der Linken werden da allerdings eine alternative Wirtschaftsordnung suchen und nicht den Gulag oder sonstiges - soweit gebe ich dir Recht.

Dennoch gilt es zu bedenken, dass auch die Nationalsozialisten erdutschartig zum Sieg kamen. Derjenige, der eben brav Sozen, Zentrum oder was auch immer gewählt hatte, konnte eben plötzlich NSDAP wählen und zum Nazi werden. Warum sollte das heute nicht potentiell bei einem Teil der CDU - oder SPD Wähler möglich sein? Dass das natürlich nicht im alten Gewande daherkommt, siehe oben.

Herr Bratbäcker
16.08.09, 22:19
Ausserdem hätten sie den Rest dann auch noch entlang der Mainlinie teilen können (was Churchill wollte), anstatt die unnatürliche Ost - West - Trennung zu versuchen. Diese Trennung hätte mit einiger Wahrscheinlichkeit auf Dauer Bestand gehabt.
Churchill war clever, hat sich aber leider nichzt durchsetzen können. Im Übrigen: Wenn ich mir das Straßenbild in der BRD PROL- und Bauchtechnisch so anschaue, wäre der durchgeführte Morgenthauplan eigentlich gar nicht so verkehrt gewesen.

Herr Bratbäcker
16.08.09, 22:23
Jedes Land hat seine Mythen. Für die Serben ist es die Schlacht auf dem Amselfeld, für die ehemalige SU die siegreichen Bolschewiki und für die Amerikaner der Unabhängigkeitskrieg. Der Gründungsmythos der BRD ist Auschwitz. Das stammt nicht von mir sondern von Josef Fischer. Der Kult mit der Schuld zelebriert diesen neuen Mythos auf politischer Ebene so wie der kirchliche Gottesdienst die christliche Offenbarung.

Auschwitz war schreckliche Realität. Die BRDler deutscher Herkunft sollten sich ruhig der Verantwortung für die unbeschreiblichen Verbrechen ihrer teutschen Väter stellen.

Igni et ferro
16.08.09, 22:26
Auschwitz war schreckliche Realität. Die BRDler deutscher Herkunft sollten sich ruhig der Verantwortung für die unbeschreiblichen Verbrechen ihrer teutschen Väter stellen.
Achtung, Kinder haften für ihre Eltern!

herberger
16.08.09, 22:27
Auschwitz war schreckliche Realität. Die BRDler deutscher Herkunft sollten sich ruhig der Verantwortung für die unbeschreiblichen Verbrechen ihrer teutschen Väter stellen.

Dein Geschreibsel ist auch schreckliche Realität.Darf der Spinner hier Volksverhetzung betreiben?

Herr Bratbäcker
16.08.09, 22:33
Achtung, Kinder haften für ihre Eltern!

Nein, sie sollen Verantwortung und dafür Sorge tragen, dass sich die einzigartigen Verbrechen ihrer Eltern an der Menschheit nie mehr wiederholen können. Dass die Opfer dafür von der BRD entschädigt werden, dürfte wohl eine selbstverständliche Pflicht sein und bürgt für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Geschichte.

Igni et ferro
16.08.09, 22:36
Nein, sie sollen Verantwortung und dafür Sorge tragen, dass sich die einzigartigen Verbrechen ihrer Eltern an der Menschheit nie mehr wiederholen können. Dass die Opfer dafür von der BRD entschädigt werden, dürfte wohl eine selbstverständliche Pflicht sein und bürgt für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Geschichte.

Es war nicht der erste und wird wohl auch nicht der letzte Massenmord in der Menschheitsgeschichte sein. Das man soviel Wert auf Singularität legt ist mir jedoch ein Rätsel.

V.V.S.O.P.
16.08.09, 22:39
Nein, sie sollen Verantwortung und dafür Sorge tragen, dass sich die einzigartigen Verbrechen ihrer Eltern an der Menschheit nie mehr wiederholen können. Dass die Opfer dafür von der BRD entschädigt werden, dürfte wohl eine selbstverständliche Pflicht sein und bürgt für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Geschichte.

Wenn du mir im realen Leben was von "teuflischen Eltern" und Verbrechern vorlallen würdest, würde ich dich mit der Stirn ein paar mal gegen den Türpfosten knallen, damitst wieder zum denken anfangst.

Kleines Mäuschen
16.08.09, 22:39
Nein, sie sollen Verantwortung und dafür Sorge tragen, dass sich die einzigartigen Verbrechen ihrer Eltern an der Menschheit nie mehr wiederholen können. Dass die Opfer dafür von der BRD entschädigt werden, dürfte wohl eine selbstverständliche Pflicht sein und bürgt für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Geschichte.

Meine Eltern haben keine Verbrechen begangen. Meine Großeltern auch nicht. Aber ich glaube im 30jährigen Krieg da war mal was mit einem Landsknecht aus meiner Sippschaft.

herberger
16.08.09, 22:40
Wenn du mir im realen Leben was von "teuflischen Eltern" und Verbrechern vorlallen würdest, würde ich dich mit der Stirn ein paar mal gegen den Türpfosten knallen, damitst wieder zum denken anfangst.

Neeee laß mir was übrig

Herr Bratbäcker
16.08.09, 22:41
Es war nicht der erste und wird wohl auch nicht der letzte Massenmord in der Menschheitsgeschichte sein. Das man soviel Wert auf Singularität legt ist mir jedoch ein Rätsel.

Das fabrikmäßige Abschlachten durch die Vorfahren der BRDler deutscher Herkunft war das abscheulichste Verbrechen der gesamten Geschichte. Eine Bagatellisierung durch Hinweise auf andere Verbrechen beleidigt das singuläre Leiden der 6 Millionen erbärmlich ermordeten Juden.

ThiloS
16.08.09, 22:41
Es war nicht der erste und wird wohl auch nicht der letzte Massenmord in der Menschheitsgeschichte sein. Das man soviel Wert auf Singularität legt ist mir jedoch ein Rätsel.

Es war die erste gezielte industrielle Vernichtung von Menschen. Von Menschen, die nicht einmal "unsere Feinde", sindern schlicht Mitbürger waren. Einfach aufgrund einer Ideologie.

Das ist die Singularität.

Und nachdem es UNSERE Eltern und UNSERE Grosseltern waren, tragen wir eben auch eine Verantwortung dafür, dass dies nicht noch einmal passiert.

Jetzt müsste von Dir folgender Einwand kommen:
"Meine Eltern und Großeltern haben niemanden umgebracht"

Das ist sicher auch so. Hitler hat auch niemanden persönlich umgebracht. Wenn ich jedoch von der "Volksgemeinschaft" rede, dann trägt diese Gemeinschaft auch eine kollektive Verantwortung für ihr Tun, auch, wenn sie individuell keine direkte Schuld treffen mag.

Willy Brandt hat das verstanden. Er war der Letzte, der "Polen überfallen" hat - und doch ging er auf die Knie. Eine bewegende Geste, die ihm letztlich den Friedensnobelpreis der Intelligenz brachte. Die Dummen konnten und können das natürlich bis heute nicht nachvollziehen und stehen nur hassgeifernd daneben...

Herr Bratbäcker
16.08.09, 22:44
Wenn du mir im realen Leben was von "teuflischen Eltern" und Verbrechern vorlallen würdest, würde ich dich mit der Stirn ein paar mal gegen den Türpfosten knallen, damitst wieder zum denken anfangst.

Dass du nur im Schlägerjargon "argumentiern" kannst, ehrt dich und zeichnet dich als guten Gesprächspartner für deine Kameraden aus.

V.V.S.O.P.
16.08.09, 22:46
Dass du nur im Schlägerjargon "argumentiern" kannst, ehrt dich und zeichnet dich als guten Gesprächspartner für deine Kameraden aus.

Als was du und deine Geistesgrößen mich bezeichnen ist mir wurscht, für mich seid ihr Witzfiguren.

Igni et ferro
16.08.09, 22:47
Das fabrikmäßige Abschlachten durch die Vorfahren der BRDler deutscher Herkunft war das abscheulichste Verbrechen der gesamten Geschichte. Eine Bagatellisierung durch Hinweise auf andere Verbrechen beleidigt das singuläre Leiden der 6 Millionen erbärmlich ermordeten Juden.

Haben andere Menschen nicht gelitten?
Haben Juden, die man nach ausbruch der Pest erschlug nicht auch gelitten oder freuten die sich und jubelten als man auf sie eindrosch?

Was ist mit den Menschen, die jetzt zu 100tausenden abgeschlachtet werden?
Gut sind keine 6 Mio, aber du scheinst davon auszugehen, das, solange es nicht 6Mio binnen 4 Jahren sind, es kein Verbrechen sei.

Du zeigst dich sehr von deiner offenen Seite.

Herr Bratbäcker
16.08.09, 22:47
Meine Eltern haben keine Verbrechen begangen. Meine Großeltern auch nicht. Aber ich glaube im 30jährigen Krieg da war mal was mit einem Landsknecht aus meiner Sippschaft.

Nach der Befreiung gab es nur Widerstandskämpfer und Unschuldslämmer. Deine Eltern gehörten anscheinend dazu.

herberger
16.08.09, 22:48
Das fabrikmäßige Abschlachten durch die Vorfahren der BRDler deutscher Herkunft war das abscheulichste Verbrechen der gesamten Geschichte. Eine Bagatellisierung durch Hinweise auf andere Verbrechen beleidigt das singuläre Leiden der 6 Millionen erbärmlich ermordeten Juden.

der kerl muß gesperrt werden,wo bleibt die ethik

ThiloS
16.08.09, 22:49
der kerl muß gesperrt werden,wo bleibt die ethik

Der Kerl muss nicht gesperrt werden, denn er HAT Ethik. Und Verstand.

Herr Bratbäcker
16.08.09, 22:50
Haben andere Menschen nicht gelitten?
Haben Juden, die man nach ausbruch der Pest erschlug nicht auch gelitten oder freuten die sich und jubelten als man auf sie eindrosch?

Was ist mit den Menschen, die jetzt zu 100tausenden abgeschlachtet werden?
Gut sind keine 6 Mio, aber du scheinst davon auszugehen, das, solange es nicht 6Mio binnen 4 Jahren sind, es kein Verbrechen sei.

Du zeigst dich sehr von deiner offenen Seite.

Es geht nicht um Opferzahlen. Jeder Dahingemeuchelte ist einer zuviel. Es geht um das fabrikmäßige Ermorden der Juden durch die deutschen Verbrecher.

ThiloS
16.08.09, 22:51
Haben andere Menschen nicht gelitten?
Haben Juden, die man nach ausbruch der Pest erschlug nicht auch gelitten oder freuten die sich und jubelten als man auf sie eindrosch?

Nein, nichtsdestotrotz wurden sie nicht planmässig abgeschlachtet. Du siehst den Unterschied?


Was ist mit den Menschen, die jetzt zu 100tausenden abgeschlachtet werden?

Da wird, nach Möglichkeit eingegriffen. Siehe Jugoslawien, siehe auch den verunglückten Einsatz in Somalia.


Gut sind keine 6 Mio, aber du scheinst davon auszugehen, das, solange es nicht 6Mio binnen 4 Jahren sind, es kein Verbrechen sei.

Du zeigst dich sehr von deiner offenen Seite.

Das hat er nirgendwo - NIRGENDWO - geschrieben. Warum unterstellst DU ihm das?

Herr Bratbäcker
16.08.09, 22:53
Der Kerl muss nicht gesperrt werden, denn er HAT Ethik. Und Verstand.
Der geistig wehrlose Mob schreit immer nach Todesstrafe. Nicht beachten ist die beste Erwiderung.

herberger
16.08.09, 22:53
Der Kerl muss nicht gesperrt werden, denn er HAT Ethik. Und Verstand.

Datt globe ick das du das sagst,denn ihr beide steht auf ein Niveau

Jon T Essberger
16.08.09, 23:09
Was ist mit den Menschen, die jetzt zu 100tausenden abgeschlachtet werden?
Gut sind keine 6 Mio, aber du scheinst davon auszugehen, das, solange es nicht 6Mio binnen 4 Jahren sind, es kein Verbrechen sei.

.

Das ist das allgemeine Argument des braunen Mobs-

wo hast du das her ?

Igni et ferro
16.08.09, 23:24
Das ist das allgemeine Argument des braunen Mobs-

wo hast du das her ?

Es geht mir darum aufzuzeigen, das jedes Verbrechen an Leib und Leben zu verurteilen ist und sollte man in der Lage sein, dieses auch zu verhindern.
Zu sagen, das in Afrika oder in Südost Asien 100tausende Menschen geschlachtet werden is ja nicht so schlimm wie hitlers Tat, das allein ist schon Verbrechen genug, weil man diese Morde damit relativiert.
Und nein, mir geht es nicht darum die Toten durch den Holocaust, durch die KZ oder durch Kampfhandlungen oder andere Verbrechen zu relativieren.

Isquierda
16.08.09, 23:25
Das ist das allgemeine Argument des braunen Mobs-

wo hast du das her ?

Ein Kopfgeburt aus Hilflosigkeit:

"....aber du scheinst davon auszugehen, das, solange es nicht 6Mio binnen 4 Jahren sind, es kein Verbrechen sei."

Für solche Sätze würde ich mit meinen Kindern schimpfen. Richtig lange und richtig doll.

Blue Max
16.08.09, 23:28
Herr Bratbäcker erinnert mich irgendwie an Klara aus dem Buch "Todesursache Zeitgeschichtsforschung" von Jürgen Graf. :)

100% auf Sühnekurs.

Und die deutschen Opfer leugnen und verhöhnen und sie so ein 2.Mal ermorden.

Also voll auf BRD-Linie.

Herr Bratbäcker, ich schlage dich für den Bundesverdienstorden vor!

Der Witz ist ja der, daß die "fabrikmäßige" Ermordung von 6 Millionen Juden heute nicht einmal mehr von den orthodoxen Historikern vertreten wird. Sie sprechen eher von einer "Akkumulation" von Verbrechen, die dann in der Ermordung von 6 Millionen Juden mündete.

Spätestens seit der "Holocaust-Industrie" von Norman Finkelstein weiß auch der letzte Deutsche, der noch einen Rest an Gehirnschmalz besitzt, daß der Holocaust nicht singulär war.

Normi hat das sehr amüsant formuliert. Leider habe ich das Buch gerade nicht da. Ich werde es jedoch bei Gelegenheit nachholen.

Es ist wohl mal wieder der deutsche Größenwahn am Werk, wenn von Singularität gesprochen wird. :banana:

Wir haben das größte Verbrechen aller Zeiten begangen! :grin:

Wir sind das böseste Volk auf der Welt! :grin:

Und ich dachte, der deutsche Größenwahn wäre nach 1945 der Vergangenheit anheim gefallen. Da muß ich mich wohl schwer geirrt haben. :kif:

Isquierda
16.08.09, 23:34
Es geht mir darum aufzuzeigen, das jedes Verbrechen an Leib und Leben zu verurteilen ist und sollte man in der Lage sein, dieses auch zu verhindern.

Und da siehst du hier Bedarf, das tun zu müssen? Warum denn?


Zu sagen, das in Afrika oder in Südost Asien 100tausende Menschen geschlachtet werden is ja nicht so schlimm wie hitlers Tat....

Wer sagt das?


...., das allein ist schon Verbrechen genug, weil man diese Morde damit relativiert.


Das wird man sehen, wenn du erklärst wer und wann das so gesagt hat.


Und nein, mir geht es nicht darum die Toten durch den Holocaust, durch die KZ oder durch Kampfhandlungen oder andere Verbrechen zu relativieren.

Dir geht es darum, andere User zu diffamieren, in denen du ihnen Aussagen unterstellst, die so nicht nachgewiesen werden können.

Jurassic
16.08.09, 23:35
Wir Deutschen sind eben in allem die besten, selbst im verlieren und selbstgeißeln. Was der Deutsche macht, das macht er richtig !

Igni et ferro
16.08.09, 23:37
Und da siehst du hier Bedarf, das tun zu müssen? Warum denn?



Wer sagt das?



Das wird man sehen, wenn du erklärst wer und wann das so gesagt hat.



Dir geht es darum, andere User zu diffamieren, in denen du ihnen Aussagen unterstellst, die so nicht nachgewiesen werden können.

Such ich dir alles raus, dann darfst du mir unterstellen, das ich den Tätern ihre Taten unterstelle. Bist du damit einverstanden?

Isquierda
16.08.09, 23:38
Such ich dir alles raus, dann darfst du mir unterstellen, das ich den Tätern ihre Taten unterstelle. Bist du damit einverstanden?

Ich kann warten.

ThiloS
16.08.09, 23:42
Ach Max...

...gehen wir es also wieder an:

Herr Bratbäcker erinnert mich irgendwie an Klara aus dem Buch "Todesursache Zeitgeschichtsforschung" von Jürgen Graf. :)

100% auf Sühnekurs.

Und die deutschen Opfer leugnen und verhöhnen und sie so ein 2.Mal ermorden.

Das tat er genau WO?


Also voll auf BRD-Linie.
Die verleugnet diese Opfer genau WO?


Herr Bratbäcker, ich schlage dich für den Bundesverdienstorden vor!

Der Witz ist ja der, daß die "fabrikmäßige" Ermordung von 6 Millionen Juden heute nicht einmal mehr von den orthodoxen Historikern vertreten wird. Sie sprechen eher von einer "Akkumulation" von Verbrechen, die dann in der Ermordung von 6 Millionen Juden mündete.

Man könnte natürlich auch differenziert aufschlüsseln nach "Tod durch Arbeit, Tod durch Gaskammern, Tod durch Erschiessen, Tod durch Elektrozaun, Tod durch medizinische Instrumente, Tod durch Folter" etcetc...

Nur: was soll das bringen? Fakt war und ist: die Nazis wollten die Juden ausrotten. Auf jede erdenkliche Weise. Punkt.


Spätestens seit der "Holocaust-Industrie" von Norman Finkelstein weiß auch der letzte Deutsche, der noch einen Rest an Gehirnschmalz besitzt, daß der Holocaust nicht singulär war.

Doch, war er. In dieser Form war er genau das!


Normi hat das sehr amüsant formuliert. Leider habe ich das Buch gerade nicht da. Ich werde es jedoch bei Gelegenheit nachholen.

Es ist wohl mal wieder der deutsche Größenwahn am Werk, wenn von Singularität gesprochen wird. :banana:

Quatsch.


Wir haben das größte Verbrechen aller Zeiten begangen! :grin:

WER hat das WO behauptet? Aber es ist "unser" Verbrechen. Begangen von der Generation vor uns. Auch, wenns Dir schwerfällt, dies zuzugeben.


Wir sind das böseste Volk auf der Welt! :grin:
Und noch einmal: WER hat das WO behauptet?


Und ich dachte, der deutsche Größenwahn wäre nach 1945 der Vergangenheit anheim gefallen. Da muß ich mich wohl schwer geirrt haben. :kif:

Hast Du auch. Weil Du auch permanent Tatsachen verdrehst.

Du siehst Dir einen "Schuldkult" aufgebürdet, den Dir niemand aufgebürdet hat. Ich kann mir das nur mit einem tiefsitzenden Minderwertigkeitskomplex erklären.

Du ziehst Dir einen imaginären Schuldschuh an - weil er speziell Dir passt. Und Du wehrst Dich dagegen. So eine Art "moralisches Schattenboxen", was Du da betreibst. Du kämpfst da gegen Drachen, die nur Du (und ein paar andere) sehen kannst. Warum?

Ich finde Gedenkfeiern nur da unwürdig, wo sie institutionalisiert werden, oberflächlich und schematisch abgearbeitet werden.

In unserer Stadt gibt es die "Stolperstein"-Aktion. Ich finde es interessant, zu wissen, welche Personen in welchem Haus gelebt haben und was mit ihnen passiert ist. "Individualisiertes Gedenken" nennt man das wohl. Der Holocaust ist ebenso Teil der Geschichte meines Volkes, wie es die Völkerschlacht oder der Mauerfall waren.

Und aus dieser Geschichte ergeben sich eine Verpflichtung und eine Verantwortung für die Gegenwart. Das hat nichts mit "Schuld" zu tun, wie Ihr hier immer wieder herumquengelt, sondern mit gesellschaftlich entwickeltem Bewusstsein.

K.-H. Hirmer
17.08.09, 00:04
Sie sprechen eher von einer "Akkumulation" von Verbrechen, die dann in der Ermordung von 6 Millionen Juden mündete.

Wer tut das wo?

Normi hat das sehr amüsant formuliert. Leider habe ich das Buch gerade nicht da. Ich werde es jedoch bei Gelegenheit nachholen.
Das wäre nett. Da ich dieses Buch hier habe, können wir uns darüber austauschen.

*JM*
17.08.09, 00:38
Bei dir frage ich mich manchmal, wie sich eigentlich solche Beiträge mit deinen Hetzbeiträgen gegen Israel vertragen, die du im CPF losgelassen hast, in denen du nun wirklich alle Register gezogen hast.

"Plattitüden" ist da nochein harmloser Ausdruck für das, was du da losgelassen hast.

Es zeigte etwas auf und das was es zeigte war absolut gewollt. Ich denke, du kommst drauf. ;)

Sie (die Angesprochenen) taten das, was ich wollte dass sie tun. Tun sie eigentlich überall immer.

Herr Bratbäcker
17.08.09, 11:45
Herr Bratbäcker, ich schlage dich für den Bundesverdienstorden vor!



Danke. Aber auf Orden stehst Du ja. Kannst meinen haben.

Kukumatz
17.08.09, 20:08
Die Deutschen hätten sich weltweit aufgeteilt. Es wäre nirgendwo zu extrem großen Ansammlungen gekommen und selbst wenn, man hätte auch das gesetzlich regeln können.

Fakt bleibt, es war möglich, die Pläne gab es, es war easy umsetzbar und man tat es nicht. Ja, das sehe ich unserer Geschichte VOR den beiden Weltkriegen geschuldet.

Deine Hypothesen sind eben nichts anderes als.... Hypothesen und damit unbewiesene Annahmen.

Frage mich, was du damit bezweckst?

Gandolf
17.08.09, 20:09
Deine Hypothesen sind eben nichts anderes als.... Hypothesen und damit unbewiesene Annahmen.

Frage mich, was du damit bezweckst?

Die schlüssige Widerlegung derselben?

Wiedertäufer
17.08.09, 22:00
Es zeigte etwas auf und das was es zeigte war absolut gewollt. Ich denke, du kommst drauf. ;)

Genau diese Einstellung meine ich, klarer kann man das Statement nicht bekommen.

Natürlich ist der NPD-Antisemit uncool, aber als Checker darf man natürlich mit dem Feuer spielen und Antisemitismus als Kunstgriff benutzen, um etwas zu verdeutlichen.

Ich halte diesen ganzen Forenquatsch für gesellschaftspolitisch völlig irrelevant, du offenbar nicht, schreibst du doch regelmäßig, dass irgendwelche PI-News Freaks für Verbrechen gegen Muslime quasi die Verantwortung tragen. Lass mich raten, das gilt natürlich nur für die.

Sie (die Angesprochenen) taten das, was ich wollte dass sie tun. Tun sie eigentlich überall immer.

Das mag sein oder auch nicht. Mit solch polarisierenden Strängen und Hetze gegen Israel bekommt man leicht vorhersagbare Reaktionen.

Lumpazius
19.08.09, 19:09
Wie Lautet die Frage:
Gibt es einen Schultkult ???

Kommt darauf an, wem man fragt,
einen Deutschen oder einen Juden.:grin:

K.-H. Hirmer
20.08.09, 22:19
Sehen wir uns einfach mal, was einige Juden, die in der Öffentlichkeit stehen, zum Thema sagen. Die Unterstreichungen sind von mir.



Aus der Ansprache der Holocaust-Überlebenden und ehemaligen Präsidentin des Europäischen Parlaments, Simone Veil am 27. Januar 2004 im Deutschen Bundestag:

[ … ] Die Sprache, die hier an diesem Ort gesprochen wird, diese deutsche Sprache, die ich im Laufe der Jahre von meinen Freunden und Partnern zu hören gelernt habe, war die Sprache, die wir damals hastig und in der ständigen Angst, die Befehle, die unser Überleben bedrohten, nicht schnell genug verstehen zu können, zu entschlüsseln versuchten. Es ist die gleiche Sprache, die nun ihren Geist und ihre Menschlichkeit wiedergefunden hat und die heute in diesem schönen Plenarsaal erklingt, in dem das Herz einer der lebendigsten Demokratien der Europäischen Union schlägt. [ … ]

Auschwitz ist zum Symbol des absoluten Bösen geworden, die Shoah zum Kriterium der Unmenschlichkeit, auf das sich das moderne Bewusstsein bezieht, wann immer es vom rechten Weg abzukommen fürchtet, wann immer es ein gutes Gewissen haben möchte.
[ … ]
Aber ein Zuviel gefährdet hier die ursprüngliche Absicht. Das aus seinem historischen Zusammenhang herausgelöste Paradigma des Lagers ist zuweilen nur noch ein beliebig verwendbares moralisches Symbol. Das ist nicht ungefährlich.
[ … ]
Aber die Jugend von heute, offener gegenüber der ganzen Welt, solidarischer mit denen, deren Rechte missachtet werden, und um die Gräueltaten der Vergangenheit wissend, wird die Lehren aus Auschwitz ziehen, dessen bin ich mir sicher. Ich vertraue ihr. [ … ]



Aus der Bundestags-Ansprache des Überlebenden verschiedener Konzentrationslager und Mitbegründers der jüdischen Gemeinde in Frankfurt/Main, Prof. Dr. h.c. Arno Lustiger vom 27. Januar 2005:

Ich komme jetzt auf die Metapher Auschwitz zu sprechen. Der fabrikmäßige Massenmord von Juden wird unter der Metapher Auschwitz zu vielen Zwecken missbraucht. Das Postulat “Nie wieder Auschwitz” wird damit ausgehöhlt. Im Folgenden gebe ich dafür einige Beispiele:

Am 13. Februar 1990, nur neun Wochen nach dem Fall der Mauer, sprach sich der Nobelpreisträger Grass gegen die Wiedervereinigung Deutschlands aus. In einer Vorlesung in der Frankfurter Universität hat er den Zivilisationsbruch Auschwitz mit dem deutschen Verlangen nach Wiedervereinigung konfrontiert. Er sagte am Schluss:

“...auch gegen ein Selbstbestimmungsrecht, das anderen Völkern ungeteilt zusteht, gegen all das spricht Auschwitz, weil eine der Voraussetzungen für das Ungeheure, neben den älteren Triebkräften, ein starkes, das geeinte Deutschland gewesen ist.”

Mein Einspruch gegen diese falsche Einschätzung ging im Beifall für Günter Grass unter.

Der Schweizer Schwindler Doessekker alias Wilkomirski hat in seinem Buch von 1995, das in zwölf Sprachen übersetzt wurde, vorgegeben, als Säugling Auschwitz überlebt zu haben. Erst 1998 platzte dieser Betrug, den man als ein Produkt des Shoah-Business bezeichnen kann.

Die militärische Intervention in Bosnien und im Kosovo ist von mehreren Politikern mit der Metapher vom drohenden Auschwitz begründet worden. [ ... ]



Der Direktor des Internationalen Forschungsinstituts für Holocaust- Studien am Yad Vashem, Jerusalem, Prof. Dr. Yehuda Bauer, hielt in der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages am 27. Januar 1998 folgende Rede:

[ … ]Und das Fürchterliche an der Shoa ist eben nicht, daß die Nazis unmenschlich waren; das Fürchterliche ist, daß sie menschlich waren - wie Sie und ich. Wenn wir sagen, daß sie anders waren als wir und daß wir in Ruhe schlafen können, denn die Nazis waren Teufel, und wir sind eben keine Teufel, weil wir keine Nazis sind, so ist das eine billige Ausflucht. Eine genauso billige Ausflucht ist es, wenn man sagt, daß die Deutschen irgendwie genetisch programmiert waren, diesen Massenmord durchzuführen. Da die meisten Menschen keine Deutschen sind, glauben viele, daß das, was damals geschah, bei niemandem mehr passieren kann und daß es nur in Deutschland geschehen konnte. Das ist umgekehrter Rassismus.
[ … ]
Wie soll man das mit dem Schicksal eines Juden oder eines russischen Bauern oder eines Tutsis oder eines Kambodiers vergleichen können? Man kann doch nicht sagen, daß ein Massenmord besser oder schlimmer als der andere ist, ein Mensch mehr gelitten hat als ein anderer. Ein solches Urteil wäre widerlich. Sind die Brutalität, der Sadismus dann das Besondere am Holocaust?

Nein, ich glaube, die Antwort liegt anderswo. Sehen Sie, zum erstenmal in der Geschichte wurden alle Menschen, die von drei oder vier gewissen - in diesem Fall jüdischen - Großelternteilen abstammten, zum Tode verurteilt, weil sie geboren wurden. Das, die Geburt, war die Todsünde, die mit dem Tod geahndet werden mußte. Das war noch nie - nirgendwo - vorher geschehen.


Hören sich so Leute an, die "auf dem Holocaust-Schuldkult herumtrampeln" und/oder gar einen "Sonderstatus für jüdische Opfer" fordern? Oder sind das eher Stimmen, die verantwortungsvoll mit diesem Thema umgehen?

Karl Dönitz
20.08.09, 22:56
Nein, eindeutig nicht.
Ich persönlich würde auch nie behaupten dass alle Juden das so sehen, nicht einmal die meisten Juden.

Nur gibt es wie überall eben auch unter den Juden schwarze Schaafe, mit dem Unterschied dass gerade diese sehr viel Macht besitzen weil ihnen die Presse "aus der Hand frisst"

Jurassic
20.08.09, 23:00
Nein, eindeutig nicht.
Ich persönlich würde auch nie behaupten dass alle Juden das so sehen, nicht einmal die meisten Juden.

Zb die Neturei Karta (http://de.wikipedia.org/wiki/Neturei_Karta), eine Gruppe die in israelspezifischen Fragen durchaus unterstützenswert ist. Die anderen Ziele dieser ultraorthodoxen Gruppierung sind mir allerdings auch zuwider.

Blue Max
27.08.09, 09:01
Sehen wir uns einfach mal, was einige Juden, die in der Öffentlichkeit stehen, zum Thema sagen. Die Unterstreichungen sind von mir.

(Hervorhebung durch mich)

Vatikan / Italien: Kritik an Angelusgebet

Der Oberrabbiner der jüdischen Gemeinde in Rom hat das Angelusgebet des Papstes von diesem Sonntag kritisiert.

(...)

Auch habe der Deutsche Papst beim Angelus „vergessen“, die Schuld der Deutschen zu betonen, so Di Segni.

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=308594

Tja, wir sind halt doch schuldig bis in alle Ewigkeit ...

K.-H. Hirmer
27.08.09, 09:18
Tja, wir sind halt doch schuldig bis in alle Ewigkeit ...
Das Du keinen Unterschied darin erkennen kannst, ob irgendwein Rabbiner irgendwo was sagt, oder ob etwas im Bundestag zu Gehör der gesamten Öffentlichkeit gesagt wird, ist mir klar.

Außerdem ist das eine seltsame Logik: Wenn prominente Juden im Bundestag was sagen, gilt das nichts. Sagt irgendein Rabbi was, hat das sofort Gültigkeit für alle Deutschen und für immer.

Komm mal raus aus Deiner zusammengesponnenen Welt der Kollektive und der Kollektivschuld.

Die Welt ist nun mal so. Kaum einer will sich an Deinen Kollektivwahn halten. Die meisten erkennen und akzeptieren Gott sei Dank, dass unterschiedliche Menschen auch unterschiedliche Meinungen haben.

DIe Frage ist immer, welche Meinung hat welche Wirkung und welche Reichweite.

Dyrnwyn
27.08.09, 09:23
Herr Bratbäcker erinnert mich irgendwie an Klara aus dem Buch "Todesursache Zeitgeschichtsforschung" von Jürgen Graf. :)

100% auf Sühnekurs.

Und die deutschen Opfer leugnen und verhöhnen und sie so ein 2.Mal ermorden.

Also voll auf BRD-Linie.

Herr Bratbäcker, ich schlage dich für den Bundesverdienstorden vor!

Der Witz ist ja der, daß die "fabrikmäßige" Ermordung von 6 Millionen Juden heute nicht einmal mehr von den orthodoxen Historikern vertreten wird. Sie sprechen eher von einer "Akkumulation" von Verbrechen, die dann in der Ermordung von 6 Millionen Juden mündete.

Spätestens seit der "Holocaust-Industrie" von Norman Finkelstein weiß auch der letzte Deutsche, der noch einen Rest an Gehirnschmalz besitzt, daß der Holocaust nicht singulär war.

Normi hat das sehr amüsant formuliert. Leider habe ich das Buch gerade nicht da. Ich werde es jedoch bei Gelegenheit nachholen.

Es ist wohl mal wieder der deutsche Größenwahn am Werk, wenn von Singularität gesprochen wird. :banana:

Wir haben das größte Verbrechen aller Zeiten begangen! :grin:

Wir sind das böseste Volk auf der Welt! :grin:

Und ich dachte, der deutsche Größenwahn wäre nach 1945 der Vergangenheit anheim gefallen. Da muß ich mich wohl schwer geirrt haben. :kif:

Es gibt aber etwas, was am "Holocaust" tatsächlich singulär ist. Du weißt was ich meine? Du kennst sicher die 130 Gründe, warum man es nicht sagen darf.

herberger
27.08.09, 09:31
Die deutsche Schuld basiert auf die Nürnberger Urteile,obwohl dieser Prozess einen zivilisations Bruch darstellt.Die Angeklagten hatten alle Vorwürfe gegen sich als offenkundig anzunehmen.Sie hatten keine Möglichkeit zu prüfen ob die Anklagen überhaupt der Wahrheit entsprachen.Sie hatten nie die Möglichkeit ihre Schuld selber zu überprüfen.Dann wurden was einmalig in der Rechtsgeschichte ist Taten nachträglich mittels extra geschaffenen Gesetze zu Straftaten gemacht.Obwohl der Grundsatz in der zivilisierten Welt gilt keine Verurteilung ohne ein Gesetz(zur Tat Zeit)

Dyrnwyn
27.08.09, 09:36
Die deutsche Schuld basiert auf die Nürnberger Urteile,obwohl dieser Prozess einen zivilisations Bruch darstellt.Die Angeklagten hatten alle Vorwürfe gegen sich als offenkundig anzunehmen.Sie hatten keine Möglichkeit zu prüfen ob die Anklagen überhaupt der Wahrheit entsprachen.Sie hatten nie die Möglichkeit ihre Schuld selber zu überprüfen.Dann wurden was einmalig in der Rechtsgeschichte ist Taten nachträglich mittels extra geschaffenen Gesetze zu Straftaten gemacht.Obwohl der Grundsatz in der zivilisierten Welt gilt keine Verurteilung ohne ein Gesetz(zur Tat Zeit)

Der rechtsstaatliche Wert der Nürnberger Prozesse ist etwa so hoch anzusiedeln wie der von Stalins Schauprozessen in den 30er Jahren.