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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gerechter Lohn - oder das Märchen vom Arbeitgeberanteil


Graf v. d. Kotzen-Kacken
18.03.10, 06:21
Der Arbeitgeber ist bereit, für eine bestimmte Leistung einen bestimmten Lohn zu zahlen. Diesen Lohn muß er vollständig selbst aufbringen, aus seiner Sicht gibt es keine Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile bei Renten- und Sozialversicherungsbeiträgen. Das ist nur das kleine Lügenmärchen, das man dem Arbeitnehmer auftischt, um ihm Geld vor der Nase wegzuschnappen, bevor er überhaupt Zugriff darauf bekommt. Denn selbstverständlich hat der Arbeitnehmer auch den "Arbeitgeberanteil" erwirtschaftet bzw. erarbeitet.

Gerecht wäre es, wenn der Lohn - also der Gesamtbetrag dessen, was dem Arbeitgeber die geleistete Arbeit wert ist - zunächst einmal vollständig an den Arbeitnehmer ausgezahlt wird.

Dann sollte es ins Belieben des Arbeitnehmers gestellt werden, wo und wie hoch er sich gegen was versichert.

Dyrnwyn
18.03.10, 09:58
Der Arbeitgeber ist bereit, für eine bestimmte Leistung einen bestimmten Lohn zu zahlen. Diesen Lohn muß er vollständig selbst aufbringen, aus seiner Sicht gibt es keine Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile bei Renten- und Sozialversicherungsbeiträgen. Das ist nur das kleine Lügenmärchen, das man dem Arbeitnehmer auftischt, um ihm Geld vor der Nase wegzuschnappen, bevor er überhaupt Zugriff darauf bekommt. Denn selbstverständlich hat der Arbeitnehmer auch den "Arbeitgeberanteil" erwirtschaftet bzw. erarbeitet.

Gerecht wäre es, wenn der Lohn - also der Gesamtbetrag dessen, was dem Arbeitgeber die geleistete Arbeit wert ist - zunächst einmal vollständig an den Arbeitnehmer ausgezahlt wird.

Dann sollte es ins Belieben des Arbeitnehmers gestellt werden, wo und wie hoch er sich gegen was versichert.

Das wurde schon oft überlegt. Es funktioniert aber deswegen nicht, weil sich einige dann eben nicht mehr kranken- oder rentenversichern. Die Gesellschaft kann solche Leute aber nicht auf der Straße liegen lassen, wenn sie vom Auto angefahren werden oder im Alter sterben lassen, wenn sie dann keine Rente bekommen. Sie werden dann also der Allgemeinheit zur Last fallen, weil sie sich vorher die Beiträge sparen wollten.
In eine zivilisierten Gesellschaft ist es notwendig, jeden Menschen gegen die grundlegenden Lebensrisiken abzusichern. An den Kosten dafür müssen sich alle beteiligen, und zwar in Form von Pflichtversicherungen.
Wie weit diese Absicherung gehen muß, ob z.B. eine Pflegepflichtversicherung notwendig und sinnvoll ist, das ist natürlich eine andere Frage.

Graf v. d. Kotzen-Kacken
18.03.10, 10:07
Eine Versicherung gegen die grundlegenden Lebensrisiken wäre akzeptabel.

Aber wir haben eine All-Round-Pflichtversicherung, die von der Bagatelle bis zur Intensivstation alles abdeckt. Und trotz der großen Zahl an Versicherungsträgern besteht kaum ein Wettbewerb um die Kunden. Das würde sich gehörig ändern, wenn alles, was über die grundlegenden Risiken hinaus freiwillig zu versichern wäre.

Wenn ich mir dreimal am Tag die Zähne putze, mich gesund ernähre, auf Zucker verzichte, nicht rauche - warum soll ich mich dann genauso teuer versichern müssen, wie jemand, der sich um seine Gesundheit nicht kümmert?