PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Evolution der Bettwäsche oder UdSSR-Juden


tabasco
14.03.10, 09:04
Ganzer Artikel (http://www.welt.de/die-welt/regionales/article6725560/Evolution-der-Bettwaesche.html)

Das Jüdische Museum zeigt, wie Sowjetbürger in Deutschland ankamen

Ostereier zu Pessach, einen Tannenbaum fürs Neujahrsfest. Klingt das nach jüdischem Brauchtum? In manch russisch-jüdischem Haushalt war das trotzdem gute Tradition. Leichte Irritationen gab es also schon, als Ende der 80er-, Anfang der 90er-Jahre die ersten "Kontingentflüchtlinge", wie die russisch-jüdischen Immigranten im Behördendeutsch hießen, mit ihren vielen Koffern, Taschen und Kartons in der Bundesrepublik eintrafen. 220 000 Menschen - Alte, Junge, Kinder, Babys - sind seitdem hier angekommen, alle mit der Hoffnung auf ein besseres Leben im Gepäck. Warum aber haben sie gerade das Land der Täter als neue Heimat ausgewählt, warum sind zwischen 2002 und 2004 mehr russische Juden hierher als nach Israel gegangen, warum galt ihnen "Ausgerechnet Deutschland" als das "gelobte Land"?

Anregungen, Assoziationen und Antworten zu dieser Frage gibt die Ausstellung gleichen Namens, die heute in der Paulskirche und im Jüdischen Museum Frankfurt in Anwesenheit von Bundesinnenminister Thomas de Maizière eröffnet wird.(...) Naja.

Wärs im Hambürg wär ich hingeggangen. Und noch was:

(...) Das Schicksal der Kontingentflüchtlinge sei vor allem, glaubt Kurator Belkin, als Drama in mehreren Verwaltungsakten zu verstehen. (...)

Jepp.

Itchy
14.03.10, 09:38
Hast Du in der SU auch Ostereier gesucht?
EInige Juden sollen ja auch Weihnukka feiern, damit die Kinder besser im nichtjüdischen Umfeld integriert sind.

Was war denn an der Verwaltungsbehandlung so unmöglich?

PS: Ich glaube, DAS deutsche Judentum können die Zuwanderer auch nicht wieder zurückbringen.
Die Kultur der Juden in Deutschland ist im 3. Reich für immer verloren gegangen. :(
In Deutschland wurde europäisches und amerikanisches Judentum ganz entscheidend entwickelt und geprägt.
Das alles haben die Nazi-Idioten für Deutschland kaputtgedroschen. Für immer.

mabac
01.04.10, 21:53
Die Kultur der Juden in Deutschland ist im 3. Reich für immer verloren gegangen. :(

Die Kultur der Juden in Deutschland, Ungarn, der Ostmark und der Tschechei war die deutsche Kultur, wie die der deutschsprachigen Christen und Freidenker in diesen Ländern auch.
Was ist denn z.B. an den Werken Freuds oder Kafka jüdisch?

In Deutschland wurde europäisches und amerikanisches Judentum ganz entscheidend entwickelt und geprägt.
Das alles haben die Nazi-Idioten für Deutschland kaputtgedroschen. Für immer.

Nun, Deutschland war Ausgangspunkt der jüdischen Aufklärung und die hat gar niemand kaputtgedroschen.
Und die ostjüdische, die jiddische Kultur haben nicht die Nazis kaputtgemacht, sondern die Bolschewiken und die Zionisten!

Itchy
01.04.10, 22:02
Die Kultur der Juden in Deutschland, Ungarn, der Ostmark und der Tschechei war die deutsche Kultur, wie die der deutschsprachigen Christen und Freidenker in diesen Ländern auch.
Was ist denn z.B. an den Werken Freuds oder Kafka jüdisch?




Ich meinte die religiöse Kultur. Von der orthodoxen Prägung bis zum sehr stark in Deutschland entwickelten Reformjudentum. Die religiösen Strukturen sind komplett anders. Von der entwickleten Diversität des Kultus blieb nach dem 3. Reich die Einheitsgemeinde übrig. Das sagt alles.
Kafka und Freud sind und bleiben eine auf ewig uns zugedachte Zier.

tabasco
01.04.10, 22:02
Die Kultur der Juden in Deutschland, Ungarn, der Ostmark und der Tschechei war die deutsche Kultur, wie die der deutschsprachigen Christen und Freidenker in diesen Ländern auch.
Was ist denn z.B. an den Werken Freuds oder Kafka jüdisch?Intelligenz der jeweiligen Autoren ;-)



Nun, Deutschland war Ausgangspunkt der jüdischen Aufklärung und die hat gar niemand kaputtgedroschen. Abgeschlossen, der Kapitel. Nie wieder "jüdischen Aufklärung".

Und die ostjüdische, die jiddische Kultur haben nicht die Nazis kaputtgemacht, sondern die Bolschewiken und die Zionisten!Bolschewiken - ja. Zionisten - nein. Würde es keine Zionisten und auch keine Optimisten geben, wäre Jiddisch schon seit einer weile eine tote Sprache.

mabac
01.04.10, 22:55
Intelligenz der jeweiligen Autoren ;-)

:D :D :D

Wieso ist der Durchschnitts IQ von Israel so niedrig? (http://www.politik.de/forum/israel-palaestina/132952-wieso-ist-der-durchschnitts-iq-von-israel-so-niedrig.html)

Abgeschlossen, der Kapitel. Nie wieder "jüdischen Aufklärung".

Nun ich meinte nicht das Hellenistische Judentum (http://de.wikipedia.org/wiki/Hellenistisches_Judentum), sondern das Reformjudentum (http://de.wikipedia.org/wiki/Reformjudentum)

Bolschewiken - ja. Zionisten - nein. Würde es keine Zionisten und auch keine Optimisten geben, wäre Jiddisch schon seit einer weile eine tote Sprache.

Ach, die Zionisten, die Neu-Hebräisch als Sprache der Bewegung erkoren, halten das Jiddische am Leben?


Andere jüdisch geprägte Sprachen und Dialekte drohen mangels Muttersprachlern auszusterben. Dies gilt weniger für das dem Deutschen verwandte Jiddisch, das unter orthodoxen jüdischen Gruppen – besonders solchen, die den säkularen Zionismus ablehnen – noch recht gebräuchlich ist, sondern eher für andere Sprachen wie die sephardische Sprache (auch Judäo-Spanisch oder Ladino), Jüdisch-Persisch beziehungsweise Dschidi, Jüdisch-Berberisch, Jüdisch-Tatisch, Jüdisch-Georgisch, Jüdisch-Aramäische Dialekte, Jevanisch beziehungsweise Jüdisch-Griechisch, Karaimisch und weitere. Nachdem Theodor Herzl von der Vorstellung ausgegangen war, die Einwohner eines künftigen jüdischen Staates würden Deutsch sprechen, gab es in den 1930er-Jahren im britischen Mandatsgebiet Palästina auch Überlegungen, Jiddisch zur Staatssprache zu machen. Schließlich entschied man sich aber – nicht zuletzt aus historischen Überlegungen – für das Hebräische, was sich vor allem auch für die orientalischen Juden als hilfreich herausstellte.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ivrit

Erstaunlicherweise sind es aber gerade die Charedim, wovon die meisten aus religiösen Gründen antizionistisch sind, die noch Jiddisch als Umgangsprache sprechen.