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Graf v. d. Kotzen-Kacken
14.03.10, 07:50
Gestern erfuhr ich von der Idee, den Asteroiden Apophis, falls notwendig, mit einer Atombombe auf eine Bahn zu lenken, die eine Kollision mit der Erde ausschließt. Dazu müsse die Atombombe den Asteroiden nicht direkt treffen. Sie müßte nur in seiner Nähe detonieren, dann würde die Druckwelle seine Bahn verändern.
Frage an die Experten: Woraus besteht diese Druckwelle? Aus Plasma "Sonnenwind"?
Gestern erfuhr ich von der Idee, den Asteroiden Apophis, falls notwendig, mit einer Atombombe auf eine Bahn zu lenken, die eine Kollision mit der Erde ausschließt. Dazu müsse die Atombombe den Asteroiden nicht direkt treffen. Sie müßte nur in seiner Nähe detonieren, dann würde die Druckwelle seine Bahn verändern.
Frage an die Experten: Woraus besteht diese Druckwelle? Aus Plasma "Sonnenwind"?druckwelle im vakuum. was passiert denn bei einer atombombenexplosion. eine kettenreaktion, die eine druckwelle auslöst. aus was besteht diese druckwelle. gute frage.
gäbe es sie aber nicht, würde sie in einer normalen atmosphäre ja auch nur verpuffen. aber es gibt sie, weshalb - wie bekannt bei solchen explosionen - ja auch zu einer gigantischen druckwelle kommt. auf der erde natürlich unterstützt durch die atmosphäre.
aber im all? im all reagiert somit nur die druckwelle der reaktion, der kettenreaktion durch die atombombe. sogar noch heftiger, weil sie durch keine atmosphäre gebremst wird. also sozusagen zu einhundert prozent. ja, wie nennt man diese .... materie nun, aus der diese druckwelle besteht. plasma vielleicht? keine ahnung. interessante frage. richard
...ein kleiner Tipp...C4-Sprengstoff explodiert auch ohne Sauerstoff:-D
moment. ganz einfach: Die SPaltung setzt spontan große Mengen an Energie frei, welche durch Atmosphärische Wechselwirkung (Reibung an der Luft) Wärmeenergie freisetzt. Diese Wärmeenergie wirkt auf die Atmosphäre, in dem sie große schlagartige Dichteänderungen verursacht und daraus besteht ja wohl eine Druckwelle. Aus sich ausbreitenden lokalen Druckunterschieden.
Im Vakuum gibt es aber keine Luft, die eine Druckwelle verbreiten kann.
Ich denke mal, dass die Wärme zum Großteil durch Reibungsverluste an der Atmosphäre entsteht. SOmit wird im Vakuum - denke ich mir - schon gar nichts so viel Spaltungsenergie in Wärmeenergie gewandelt werden. Ich denke, die Spaltprodukte behalten dann ihre kinetische Energie bei und setzen sie nicht in Wärme um. Ferner wird Strahlung freigesetzt. Denke ich mir so einfach mal so.
Walter Hofer
14.03.10, 14:07
In der Astronomie wird zwischen falschem und echtem Vakuum unterschieden, bitte bei wiki nachlesen ....
moment. ganz einfach: Die SPaltung setzt spontan große Mengen an Energie frei, welche durch Atmosphärische Wechselwirkung (Reibung an der Luft) Wärmeenergie freisetzt. Diese Wärmeenergie wirkt auf die Atmosphäre, in dem sie große schlagartige Dichteänderungen verursacht und daraus besteht ja wohl eine Druckwelle. Aus sich ausbreitenden lokalen Druckunterschieden.
Im Vakuum gibt es aber keine Luft, die eine Druckwelle verbreiten kann.
Ich denke mal, dass die Wärme zum Großteil durch Reibungsverluste an der Atmosphäre entsteht. SOmit wird im Vakuum - denke ich mir - schon gar nichts so viel Spaltungsenergie in Wärmeenergie gewandelt werden. Ich denke, die Spaltprodukte behalten dann ihre kinetische Energie bei und setzen sie nicht in Wärme um. Ferner wird Strahlung freigesetzt. Denke ich mir so einfach mal so.klingt plausibel. ich denke aber, dass hier schon gewisses wissen vorhanden ist, ansonsten käme ja keiner auf die idee, eine atombombe ins all zu jagen, die nur .... puff macht. vielleicht müsste diese atombombe ja auch anders aufgebaut werden. sozusagen mit material umgeben werden, dass durch die kettenreaktion auch etwas bewirken kann. denke ich mal. richard
In der Astronomie wird zwischen falschem und echtem Vakuum unterschieden, bitte bei wiki nachlesen ....
Ein guter Hinweis. Aber zu faul.
Graf v. d. Kotzen-Kacken
14.03.10, 14:17
Sonnenwind besteht hauptsächlich aus Protonen und Elektronen sowie aus Heliumkernen (Alphateilchen).
Seine Wirkung ist an Kometen zu erkennen, deren Schweif durch den Sonnenwind nach außen, von der Sonne weggedrückt wird.
Theoretisch ließen sich mit entsprechend riesigen Segeln sogar Raumschiffe durch den Sonnenwind beschleunigen.
Apophis hat eine Masse von ca. 27 Mio to .
Vielleicht sollte man eine Wasserstoffbombe in Betracht ziehen - da gibt es keine maximale Größe wie bei den "normalen" Atombomben.
Sonnenwind besteht hauptsächlich aus Protonen und Elektronen sowie aus Heliumkernen (Alphateilchen).
Seine Wirkung ist an Kometen zu erkennen, deren Schweif durch den Sonnenwind nach außen, von der Sonne weggedrückt wird.
Theoretisch ließen sich mit entsprechend riesigen Segeln sogar Raumschiffe durch den Sonnenwind beschleunigen.
Apophis hat eine Masse von ca. 27 Mio to .
Vielleicht sollte man eine Wasserstoffbombe in Betracht ziehen - da gibt es keine maximale Größe wie bei den "normalen" Atombomben.ja, vielleicht genügt es ja, wenn man diesen brocken ein segel verpasst, dass sie ... bremst. durch die sonnenwinde werden die dann so mit der zeit aus der gefahrenzone ... geblasen. so ... vielleicht.
atomexplosionen haben ein nachteil. auch wenn sie nicht direkt beim objekt explodieren. durch den ... druck könnte das objekt ... in mehrere teile zerbrechen, die dann noch schwieriger zu händeln wären. interessant wäre auch eine dockingstation mit steuerbaren antrieb. also dem objekt entgegen fliegen, die station fest andocken lassen und mittels plasmaantrieb - oder was auch immer - in die weite des alls steuern. oder in die sonne. richard
...man sollte einen Versuch mit der Zar-Bombe starten...:D
K.-H. Hirmer
14.03.10, 16:23
Eine im Vakuum gezündete Kernwaffe hat eine Druckwelle von exakt der gleichen Stärke, wie die Druckwelle bei einer Zündung in der Atmosphäre.
Begründung:
Kinetische Energie berechnet sich nach der Formel
Kinetische Energie = Masse/2 * Geschwindigkeit²
E = m/2 * v²
Diesem Sachverhalt zufolge kann man einen Energiebetrag „X“ auf zwei Wegen übertragen.
a) Man nimmt eine große Masse und kann mit geringen Geschwindigkeiten arbeiten.
b) Man nimmt eine kleine Masse und arbeitet mit hohen Geschwindigkeiten.
Beispiel:
Man möchte im Krieg den Schädel eines Feindes zertrümmern.
Weg a) Man nehme einen Morgenstern von vielleicht 5 Kg Masse und lasse ihn mit geringer Geschwindigkeit (Schwungbewegung des Armes) auf den Kopf des Feindes krachen.
Weg b) Man nehme eine kleine Masse von 10g Blei, beschleunige diese im Lauf eines Gewehres auf hohe Geschindigkeiten (einige hundert Meter pro Sekunde) und lasse das Blei mit dem Kopf des Gegners kollidieren. Bekanntlich führt ein Kopfdurchschuss genauso zur Schädelsprengung wie der Schlag mit einem Morgenstern.
Das Ganze übertragen auf die Atombombe
Bei der Spaltung eines Uran 235-Kerns werden ca. 200 Megaelektronvolt (MeV) an Energie frei. Von diesen 200 MeV sind ca. 175 MeV kinetische Energie der Spaltprodukte und deren Nachzerfallsprodukte. Der Rest ist - grob vereinfacht - Gamma- Infrarot- und Neutrinostrahlung. 7/8 der bei der Explosion freiwerdenden Energie ist also kinetische Energie.
Nehmen wir an, eine Bombe von 50Kilotonnen Sprengkraft habe einen Urankern von 40 Kg Masse. 7/8 dieser Energie, also das Äquivalent von 40 Kilotonnen TNT wird von den 40 Kg Spaltprodukten des Kerns transportiert.
Diese recht kleine Masse (40Kg) hat deswegen so immense kinetische Energie, weil die Bruchstücke der Kerne mit mehreren zehntausend Kilometern/Sekunde auseinanderfliegen. Die bei der Spaltung freiwerdenden Neutronen erreichen sogar bis zu 100.000 Km/s, was immerhin ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit ist.
Diese geringe Masse trifft mit dieser enormen Geschwindigkeit auf die Riesenmasse der Luft. Bei den Kollisionen der Spaltungs-Bruckstücke mit hunderttausenden von Luftatomen überträgt sich die Energie nach dem Prinzip der Stoßübertragung wie beim Billard.
Statt einer geringen Masse mit enorm hoher Geschwindigkeit (zehntausende Km/s) schiebt sich nun eine gewaltige Luftmasse mit geringer Geschwindigkeit (einige hundert m/s) durch die Gegend und wirft alles um, was im Wege steht. Auch wenn die Masse der Druckwelle riesengroß geworden ist, sie transportiert letztlich nur die Energie, die sie ursprünglich von den ca. 40 Kg Spaltungs-Bruchstücken des Urankerns übertragen bekommen hat. Kann ja auch nicht anders sein. Woher sollte die Energie der Luftdruckwelle sonst kommen?
Im Vakuum des Weltraums fehlt die Atmosphäre, an die diese Spaltprodukte ihre Energie übertragen könnten. Deshalb würde der Asteroid auch nicht von einer Riesenmenge realtiv langsamer Luft getroffen, sondern wird von einige Kilogramm Spaltprodukte direkt getroffen. Mit der immensen Geschwindigkeit von mehreren zehntausend Km/s.
Womit die übertragene Energie dieselbe ist. Nur eben von einer kleinen Masse mit enormer Geschwindigkeit übertragen, statt von einer Riesenmasse mit geringer Geschwindigkeit.
Soweit verständlich?
Eine im Vakuum gezündete Kernwaffe hat eine Druckwelle von exakt der gleichen Stärke, wie die Druckwelle bei einer Zündung in der Atmosphäre.
Begründung:
Kinetische Energie berechnet sich nach der Formel
Kinetische Energie = Masse/2 * Geschwindigkeit²
E = m/2 * v²
Diesem Sachverhalt zufolge kann man einen Energiebetrag „X“ auf zwei Wegen übertragen.
a) Man nimmt eine große Masse und kann mit geringen Geschwindigkeiten arbeiten.
b) Man nimmt eine kleine Masse und arbeitet mit hohen Geschwindigkeiten.
Beispiel:
Man möchte im Krieg den Schädel eines Feindes zertrümmern.
Weg a) Man nehme einen Morgenstern von vielleicht 5 Kg Masse und lasse ihn mit geringer Geschwindigkeit (Schwungbewegung des Armes) auf den Kopf des Feindes krachen.
Weg b) Man nehme eine kleine Masse von 10g Blei, beschleunige diese im Lauf eines Gewehres auf hohe Geschindigkeiten (einige hundert Meter pro Sekunde) und lasse das Blei mit dem Kopf des Gegners kollidieren. Bekanntlich führt ein Kopfdurchschuss genauso zur Schädelsprengung wie der Schlag mit einem Morgenstern.
Das Ganze übertragen auf die Atombombe
Bei der Spaltung eines Uran 235-Kerns werden ca. 200 Megaelektronvolt (MeV) an Energie frei. Von diesen 200 MeV sind ca. 175 MeV kinetische Energie der Spaltprodukte und deren Nachzerfallsprodukte. Der Rest ist - grob vereinfacht - Gamma- Infrarot- und Neutrinostrahlung. 7/8 der bei der Explosion freiwerdenden Energie ist also kinetische Energie.
Nehmen wir an, eine Bombe von 50Kilotonnen Sprengkraft habe einen Urankern von 40 Kg Masse. 7/8 dieser Energie, also das Äquivalent von 40 Kilotonnen TNT wird von den 40 Kg Spaltprodukten des Kerns transportiert.
Diese recht kleine Masse (40Kg) hat deswegen so immense kinetische Energie, weil die Bruchstücke der Kerne mit mehreren zehntausend Kilometern/Sekunde auseinanderfliegen. Die bei der Spaltung freiwerdenden Neutronen erreichen sogar bis zu 100.000 Km/s, was immerhin ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit ist.
Diese geringe Masse trifft mit dieser enormen Geschwindigkeit auf die Riesenmasse der Luft. Bei den Kollisionen der Spaltungs-Bruckstücke mit hunderttausenden von Luftatomen überträgt sich die Energie nach dem Prinzip der Stoßübertragung wie beim Billard.
Statt einer geringen Masse mit enorm hoher Geschwindigkeit (zehntausende Km/s) schiebt sich nun eine gewaltige Luftmasse mit geringer Geschwindigkeit (einige hundert m/s) durch die Gegend und wirft alles um, was im Wege steht. Auch wenn die Masse der Druckwelle riesengroß geworden ist, sie transportiert letztlich nur die Energie, die sie ursprünglich von den ca. 40 Kg Spaltungs-Bruchstücken des Urankerns übertragen bekommen hat. Kann ja auch nicht anders sein. Woher sollte die Energie der Luftdruckwelle sonst kommen?
Im Vakuum des Weltraums fehlt die Atmosphäre, an die diese Spaltprodukte ihre Energie übertragen könnten. Deshalb würde der Asteroid auch nicht von einer Riesenmenge realtiv langsamer Luft getroffen, sondern wird von einige Kilogramm Spaltprodukte direkt getroffen. Mit der immensen Geschwindigkeit von mehreren zehntausend Km/s.
Womit die übertragene Energie dieselbe ist. Nur eben von einer kleinen Masse mit enormer Geschwindigkeit übertragen, statt von einer Riesenmasse mit geringer Geschwindigkeit.
Soweit verständlich?
...nein das bekomme ich nicht gebacken, ich bin kein Physiker...:)
K.-H. Hirmer
14.03.10, 16:37
...nein das bekomme ich nicht gebacken, ich bin kein Physiker...:)
Schade. :(
Da bleibt dann nur noch der anschauliche Versuch mit der Zar-Bombe. (http://www.youtube.com/watch?v=WwlNPhn64TA&feature=related) :-D
Schade. :(
Da bleibt dann nur noch der anschauliche Versuch mit der Zar-Bombe. (http://www.youtube.com/watch?v=WwlNPhn64TA&feature=related) :-D
...deren Detonation...ich aber nicht erleben möchte.:-D
Eine im Vakuum gezündete Kernwaffe hat eine Druckwelle von exakt der gleichen Stärke, wie die Druckwelle bei einer Zündung in der Atmosphäre.
Begründung:
Kinetische Energie berechnet sich nach der Formel
Kinetische Energie = Masse/2 * Geschwindigkeit²
E = m/2 * v²
Diesem Sachverhalt zufolge kann man einen Energiebetrag „X“ auf zwei Wegen übertragen.
a) Man nimmt eine große Masse und kann mit geringen Geschwindigkeiten arbeiten.
b) Man nimmt eine kleine Masse und arbeitet mit hohen Geschwindigkeiten.
Beispiel:
Man möchte im Krieg den Schädel eines Feindes zertrümmern.
Weg a) Man nehme einen Morgenstern von vielleicht 5 Kg Masse und lasse ihn mit geringer Geschwindigkeit (Schwungbewegung des Armes) auf den Kopf des Feindes krachen.
Weg b) Man nehme eine kleine Masse von 10g Blei, beschleunige diese im Lauf eines Gewehres auf hohe Geschindigkeiten (einige hundert Meter pro Sekunde) und lasse das Blei mit dem Kopf des Gegners kollidieren. Bekanntlich führt ein Kopfdurchschuss genauso zur Schädelsprengung wie der Schlag mit einem Morgenstern.
Das Ganze übertragen auf die Atombombe
Bei der Spaltung eines Uran 235-Kerns werden ca. 200 Megaelektronvolt (MeV) an Energie frei. Von diesen 200 MeV sind ca. 175 MeV kinetische Energie der Spaltprodukte und deren Nachzerfallsprodukte. Der Rest ist - grob vereinfacht - Gamma- Infrarot- und Neutrinostrahlung. 7/8 der bei der Explosion freiwerdenden Energie ist also kinetische Energie.
Nehmen wir an, eine Bombe von 50Kilotonnen Sprengkraft habe einen Urankern von 40 Kg Masse. 7/8 dieser Energie, also das Äquivalent von 40 Kilotonnen TNT wird von den 40 Kg Spaltprodukten des Kerns transportiert.
Diese recht kleine Masse (40Kg) hat deswegen so immense kinetische Energie, weil die Bruchstücke der Kerne mit mehreren zehntausend Kilometern/Sekunde auseinanderfliegen. Die bei der Spaltung freiwerdenden Neutronen erreichen sogar bis zu 100.000 Km/s, was immerhin ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit ist.
Diese geringe Masse trifft mit dieser enormen Geschwindigkeit auf die Riesenmasse der Luft. Bei den Kollisionen der Spaltungs-Bruckstücke mit hunderttausenden von Luftatomen überträgt sich die Energie nach dem Prinzip der Stoßübertragung wie beim Billard.
Statt einer geringen Masse mit enorm hoher Geschwindigkeit (zehntausende Km/s) schiebt sich nun eine gewaltige Luftmasse mit geringer Geschwindigkeit (einige hundert m/s) durch die Gegend und wirft alles um, was im Wege steht. Auch wenn die Masse der Druckwelle riesengroß geworden ist, sie transportiert letztlich nur die Energie, die sie ursprünglich von den ca. 40 Kg Spaltungs-Bruchstücken des Urankerns übertragen bekommen hat. Kann ja auch nicht anders sein. Woher sollte die Energie der Luftdruckwelle sonst kommen?
Im Vakuum des Weltraums fehlt die Atmosphäre, an die diese Spaltprodukte ihre Energie übertragen könnten. Deshalb würde der Asteroid auch nicht von einer Riesenmenge realtiv langsamer Luft getroffen, sondern wird von einige Kilogramm Spaltprodukte direkt getroffen. Mit der immensen Geschwindigkeit von mehreren zehntausend Km/s.
Womit die übertragene Energie dieselbe ist. Nur eben von einer kleinen Masse mit enormer Geschwindigkeit übertragen, statt von einer Riesenmasse mit geringer Geschwindigkeit.
Soweit verständlich?sehr interessant, dein bericht. mir ist es kaum möglich, deine angaben zu verifizieren, aber ich denke, das ist auch so in ordnung. sehr informativ richard
Graf v. d. Kotzen-Kacken
14.03.10, 19:58
So, wie ich es mir schon zusammengereimt habe. Danke.
Na warten wir erst mal auf herberger. Der hat meist mehr Wissen (u.U. sogar geheimes W.)
und zerreißt Hirmers Beiträge gern mal mit einem herzhaften "Ja ja... ich weiß es viel besser"... =)
Mal sehen.. vielleicht verwendet er eine geschickte Analogie zu Stinkbomben oder so... bin gespannt.
Graf v. d. Kotzen-Kacken
14.03.10, 20:20
Manche Leute haben gar kein Hirn im Kopf, sondern einen Draht und wenn man den durchschneidet, fallen die Ohren ab.
Manche Leute haben gar kein Hirn im Kopf, sondern einen Draht und wenn man den durchschneidet, fallen die Ohren ab.
...du bist richtig kreativ...ein Knut hätte das nicht besser schreiben können...( ich werde den Spruch klauen;-))
Eine im Vakuum gezündete Kernwaffe hat eine Druckwelle von exakt der gleichen Stärke, wie die Druckwelle bei einer Zündung in der Atmosphäre.
Begründung:
Kinetische Energie berechnet sich nach der Formel
Kinetische Energie = Masse/2 * Geschwindigkeit²
E = m/2 * v²
Diesem Sachverhalt zufolge kann man einen Energiebetrag „X“ auf zwei Wegen übertragen.
a) Man nimmt eine große Masse und kann mit geringen Geschwindigkeiten arbeiten.
b) Man nimmt eine kleine Masse und arbeitet mit hohen Geschwindigkeiten.
Beispiel:
Man möchte im Krieg den Schädel eines Feindes zertrümmern.
Weg a) Man nehme einen Morgenstern von vielleicht 5 Kg Masse und lasse ihn mit geringer Geschwindigkeit (Schwungbewegung des Armes) auf den Kopf des Feindes krachen.
Weg b) Man nehme eine kleine Masse von 10g Blei, beschleunige diese im Lauf eines Gewehres auf hohe Geschindigkeiten (einige hundert Meter pro Sekunde) und lasse das Blei mit dem Kopf des Gegners kollidieren. Bekanntlich führt ein Kopfdurchschuss genauso zur Schädelsprengung wie der Schlag mit einem Morgenstern.
Das Ganze übertragen auf die Atombombe
Bei der Spaltung eines Uran 235-Kerns werden ca. 200 Megaelektronvolt (MeV) an Energie frei. Von diesen 200 MeV sind ca. 175 MeV kinetische Energie der Spaltprodukte und deren Nachzerfallsprodukte. Der Rest ist - grob vereinfacht - Gamma- Infrarot- und Neutrinostrahlung. 7/8 der bei der Explosion freiwerdenden Energie ist also kinetische Energie.
Nehmen wir an, eine Bombe von 50Kilotonnen Sprengkraft habe einen Urankern von 40 Kg Masse. 7/8 dieser Energie, also das Äquivalent von 40 Kilotonnen TNT wird von den 40 Kg Spaltprodukten des Kerns transportiert.
Diese recht kleine Masse (40Kg) hat deswegen so immense kinetische Energie, weil die Bruchstücke der Kerne mit mehreren zehntausend Kilometern/Sekunde auseinanderfliegen. Die bei der Spaltung freiwerdenden Neutronen erreichen sogar bis zu 100.000 Km/s, was immerhin ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit ist.
Diese geringe Masse trifft mit dieser enormen Geschwindigkeit auf die Riesenmasse der Luft. Bei den Kollisionen der Spaltungs-Bruckstücke mit hunderttausenden von Luftatomen überträgt sich die Energie nach dem Prinzip der Stoßübertragung wie beim Billard.
Statt einer geringen Masse mit enorm hoher Geschwindigkeit (zehntausende Km/s) schiebt sich nun eine gewaltige Luftmasse mit geringer Geschwindigkeit (einige hundert m/s) durch die Gegend und wirft alles um, was im Wege steht. Auch wenn die Masse der Druckwelle riesengroß geworden ist, sie transportiert letztlich nur die Energie, die sie ursprünglich von den ca. 40 Kg Spaltungs-Bruchstücken des Urankerns übertragen bekommen hat. Kann ja auch nicht anders sein. Woher sollte die Energie der Luftdruckwelle sonst kommen?
Im Vakuum des Weltraums fehlt die Atmosphäre, an die diese Spaltprodukte ihre Energie übertragen könnten. Deshalb würde der Asteroid auch nicht von einer Riesenmenge realtiv langsamer Luft getroffen, sondern wird von einige Kilogramm Spaltprodukte direkt getroffen. Mit der immensen Geschwindigkeit von mehreren zehntausend Km/s.
Womit die übertragene Energie dieselbe ist. Nur eben von einer kleinen Masse mit enormer Geschwindigkeit übertragen, statt von einer Riesenmasse mit geringer Geschwindigkeit.
Soweit verständlich?
Ich denke die Wirkung einer Atombombe beruht weniger auf der kinetischen Energie der paar Kilo Uran , viel mehr auf der enormen Hitzeentwicklung und der Strahlung. Es ist der Strahlungsdruck, der den Asteroiden im Vakuum ablenkt.
K.-H. Hirmer
14.03.10, 21:16
Ich denke die Wirkung einer Atombombe beruht weniger auf der kinetischen Energie der paar Kilo Uran ...
Die Energieanteile bei der Spaltung eines Urankerns sind allgemeine physikalische Erkenntnisse, die in jedem Physikbuch nachgelesen werden können. Da gibt es nichts zu "denken".
Von den 200 MeV sind ca. 175 MeV kinetische Energie der bei der Spaltung neu entstehen Atomkerne und deren weiteren Zerfallsprodukten.
Nachzulesen hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernspaltung
Etwas im Wiki-Artikel nach unten scrollen. Da steht die Energiebilanz.
Manche Leute haben gar kein Hirn im Kopf, sondern einen Draht und wenn man den durchschneidet, fallen die Ohren ab.der schnack ist gut und den werd ich mir .... merken. breites ginsen auf meinem gesicht!!!! richard
Die Energieanteile bei der Spaltung eines Urankerns sind allgemeine physikalische Erkenntnisse, die in jedem Physikbuch nachgelesen werden können. Da gibt es nichts zu "denken".
Von den 200 MeV sind ca. 175 MeV kinetische Energie der bei der Spaltung neu entstehen Atomkerne und deren weiteren Zerfallsprodukten.
Nachzulesen hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernspaltung
Etwas im Wiki-Artikel nach unten scrollen. Da steht die Energiebilanz.
Jo, aber es ist eine ungeheure Wärmeentwicklung, die auch eine schlagartige Ausdehnung der Luft erzeugt und die Strahlung, was die verheerende Wirkung einer A-Bombe in der Atmosphäre hervorruft. Im All fehlt das Medium Luft, also keine Ausdehnungsdruckwelle und die Wirkung kann nur durch Hitze und Strahlung übertragen werden. Die kinetische Impulsenergie radioaktiver Spaltprodukte dürfte hier den geringsten Effekt haben.
Graf v. d. Kotzen-Kacken
15.03.10, 18:22
Das ist die Frage, die ich mir auch stelle.
Setzen wir voraus, die Detonation fände nah genug an Apophis statt, so daß 1/3 seiner (hochbeschleunigten) Partikelstrahlung den Asteroiden träfe.
Wie groß müßte der Sprengkopf sein, um eine Masse von 27 Millionen Tonnen zu manipulieren?
Das ist die Frage, die ich mir auch stelle.
Setzen wir voraus, die Detonation fände nah genug an Apophis statt, so daß 1/3 seiner (hochbeschleunigten) Partikelstrahlung den Asteroiden träfe.
Wie groß müßte der Sprengkopf sein, um eine Masse von 27 Millionen Tonnen zu manipulieren?
Das hängt von der Entfernung ab. Theroretisch reicht es ihn frühzeitig mit dem Finger zu stubsen und er wird abgelenkt. Er kann auch verlangsamt oder beschleunigt werden, so daß er sein Ziel verfehlt.
Graf v. d. Kotzen-Kacken
15.03.10, 19:10
Die notwendige Entfernung sei gegeben.
K.-H. Hirmer
16.03.10, 11:34
Die kinetische Impulsenergie radioaktiver Spaltprodukte dürfte hier den geringsten Effekt haben.
Gut dass Du uns das erklärst. Ich hatte immer den Verdacht, dass die Kernphysiker keine Ahnung haben, wovon sie reden. :augenrollen:
"Kini" nannte man das früher nicht Stoßwellen?Im Bezug auf Atom Zertrümerung.
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