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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das Fahrrad als Lösung des Mobilitätsproblems?


K.-H. Hirmer
28.02.10, 16:29
Unsere Art der Mobilität halte ich nicht für zukunftsfähig. 80% des Personentransports mit Pkw's abzuwickeln ist derartig uneffektiv, umweltverschutzend und teuer, dass wir das nicht mehr lange durchhalten.

Viel des Personentransports findet auf Kurzstrecken und dort innerhalb von Ortschaften statt. Da könnte der Pkw durch das Fahrrad ersetzt werden.

Das Fahrrad hätte folgende Vorteile:

Es ist das einzige Fahrzeug, dass das sechsfache seines Eigengewichts als Nutzlast befördern kann. Um eine Person zu befördern, müssen nur ca. 20 Kg Material aufgewendet werden. Beim Pkw sind das 1.000 Kg und mehr. Für die Frage des Umweltschutzes ist das von nicht zu überschätzender Bedeutung.

Es ist leicht und umweltfreundlich herzustellen, zu reparieren und nach langer Nutzungsdauer zu entsorgen.

Es arbeitet abgasfrei.

Es braucht nur wenig Parkraum. Die Innenstädte würden enorm an Platz und Lebensqualität gewinnen.

Das Fahrrad ist das einzige Fahrzeug, dass seinen Fahrer - in der Regel - gesünder macht.

Und es ist natürlich kostengünstig. Für 400 Euro bekommt man schon was recht ordentliches. Ein Golf fängt bei 20.000 Euro (=50 Fahrräder) an.

Ist also das Fahrrad die Lösung für die Probleme des Nahverkehrs?

Unbelehrbar
28.02.10, 16:47
Aufgrund von mangelnder Belastbarkeit vieles Nutzer (unsportlich, hohes Alter,...), Unbequemlichkeit (Anstrengend,man wird schmutzig,...), Zeitdauer,... wird das Fahrrad sicherlich nicht die Löung sein.

Aber eine weitere Zunahme ist sehr gut denkbar.

Rheinländer meine ich war es, der mal die These aufwarf , dass PKW irendwann verboten werden und dafür das Nahverkehrsnetz drastisch ausgebaut wird.
Schneller,ökologischer,kostengünstiger... !
Dies halte ich für wahrscheinlicher, aber auch dieses glaube ich nicht mehr zu erleben. Dürfte noch einige 100 Jahre dauern.

Graf v. d. Kotzen-Kacken
28.02.10, 17:18
Nahverkehr ist nicht gleich Nahverkehr. Es ist ein Unterschied, ob ich in München, Hamburg oder Berlin 20-50km pendeln muß, oder aber irgendwo auf dem Lande, wo der Bus nur ein paarmal am Tag verkehrt.

K.-H. Hirmer
28.02.10, 17:24
Aufgrund von mangelnder Belastbarkeit vieles Nutzer (unsportlich, hohes Alter,...),
Das ändert sich durch die Nutzung des Fahrrades. Ein weiterer Effekt dürfte sein, dass die Belastung der Krankenkassen durch Übergewicht, Kreislauferkrankungen, etc. merklich zurückgehen würde.

Unbequemlichkeit (Anstrengend,man wird schmutzig,...),
Das muss nicht sein. Auf einigen Nordsee-Inseln gibt es Tretmobile. Leichte, wetterfeste Tret"autos". Kostengünstig in Großserie hergestellt, könnten die sich durchsetzen.

Zeitdauer,...
Ich fahre die 30 Km von Haustür zu Haustür in ca. 1:30h. Mit der Bahn waren es 1:15h. Kein wesentlicher Unterschied. Beachte auch die Durchschnittsgeschwindigkeiten von ÖPNV und Pkw in Innenstädten. Die dürfte kaum über der eines Fahrrades liegen.

Aber eine weitere Zunahme ist sehr gut denkbar.
Das findet merklich statt. In der Firma wo ich zur Zeit bin, kommt fast jeder mit dem Rad. Und ich habe letzten September auch wieder damit angefangen.

Rheinländer meine ich war es, der mal die These aufwarf , dass PKW irendwann verboten werden und dafür das Nahverkehrsnetz drastisch ausgebaut wird.
Schneller,ökologischer,kostengünstiger... !
Dies halte ich für wahrscheinlicher, aber auch dieses glaube ich nicht mehr zu erleben. Dürfte noch einige 100 Jahre dauern.

Ich glaube, dass es nicht mehr so lange dauert, bis der Pkw zwar nicht verboten, aber ausgemustert wird. Denke nur an die - langfristige - Entwicklung des Kraftstoffpreises. Wie wird das werden, wenn Indien und China immer mehr davon auf den Weltmärkten aufkaufen?

K.-H. Hirmer
28.02.10, 17:26
Nahverkehr ist nicht gleich Nahverkehr. Es ist ein Unterschied, ob ich in München, Hamburg oder Berlin 20-50km pendeln muß, oder aber irgendwo auf dem Lande, wo der Bus nur ein paarmal am Tag verkehrt.
Richtig. Hier auf dem Land nehme ich mein Rad und bin 20 Minuten später im Einkaufszentrum. Bis der Bus dann irgendwann mal kommt, habe ich eingekauft und bin längst wieder Zuhause.

Ich will ja auch nicht jedem ein Fahrrad verpassen. Aber es gibt Regionen und Stadtbereiche, da ist es dem Auto überlegen.

Gideon
28.02.10, 17:45
Im Winter nutzlos, vorallem auf dem Land Dank schlechter Straßenverhältnisse.
Aber insgesamt gesehen sind die Leute zu faul um viel Fahrrad zu fahren.

K.-H. Hirmer
28.02.10, 17:48
Im Winter nutzlos, vorallem auf dem Land Dank schlechter Straßenverhältnisse.
Nicht wirklich. Es gab genau drei Tage, an denen ich das Rad stehen lassen musste. Ein gutes Profil auf den Reifen zu haben wirkt manchmal Wunder ... ;-)

Aber insgesamt gesehen sind die Leute zu faul um viel Fahrrad zu fahren.
Auch dann noch, wenn der Liter Sprit 3€ kostet?

Blitz
28.02.10, 17:48
Wenn ich einige Kilometer außerhalb der Stadt leben würde, käme für mich nur ein "Twike" in Frage. Das ist aus Kohlefaser so leicht gebaut, daß es mit Pedalantrieb, bei Steigungen und starkem Gegenwind mit einem Elektrohilfsmotor betrieben werden kann.

http://www.emission-zero.de/twike.php?ref=http%3A%2F%2Fimages.google.de%2Fimgr es%3Fimgurl%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.emission-zero.de%2Fimages%2Fcars%2Ftwike01.jpg%26imgrefurl% 3Dhttp%3A%2F%2Fwww.emission-zero.de%2Ftwike.php%26usg%3D__uLXVPT1LmAckhXo2BtPN DZyGdHI%3D%26h%3D288%26w%3D400%26sz%3D13%26hl%3Dde %26start%3D3%26um%3D1%26itbs%3D1%26tbnid%3Da2B1z4j uuMkviM%3A%26tbnh%3D89%26tbnw%3D124%26prev%3D%2Fim ages%253Fq%253Ddas%252BTwike%2526um%253D1%2526hl%2 53Dde%2526client%253Dopera%2526sa%253DN%2526rls%25 3Dde%2526tbs%253Disch%3A1&scr=1024x768

http://www.emission-zero.de/images/cars/twike03.jpg

Gruß
Blitz

herberger
28.02.10, 17:50
Es gibt Fahradfahrer die fahren auch ohne Fahrad Fahrad.

Gideon
28.02.10, 17:54
Nicht wirklich. Es gab genau drei Tage, an denen ich das Rad stehen lassen musste. Ein gutes Profil auf den Reifen zu haben wirkt manchmal Wunder ... ;-)
Ich weiss ja nicht, wo du wohnst, aber hier bei mir in Bayern in der Alpennähe nützt dir das beste Profil nichts, wenn du beim Bremsen weiterrutschst als hättest du garkeine Bremsen. Oder 30 Centimeter Schnee noch in der früh auf den Straßen liegen.


Auch dann noch, wenn der Liter Sprit 3€ kostet?
Die die sich ihn leisten können natürlich noch.
Aber das ist ja noch Zukunftsmusik.

K.-H. Hirmer
28.02.10, 18:01
Ich weiss ja nicht, wo du wohnst, aber hier bei mir in Bayern in der Alpennähe nützt dir das beste Profil nichts, wenn du beim Bremsen weiterrutschst als hättest du garkeine Bremsen. Oder 30 Centimeter Schnee noch in der früh auf den Straßen liegen.
Ah, verstehe. Na gut, ich bin Flachland-Indianer. Bassum liegt ca. 30 Km südlich von Bremen. Da begrenzt sich der Neuschnee auf fünf bis zehn Zentimeter.

Aber das ist ja noch Zukunftsmusik.
Bist Du Dir sicher? Ich nicht. Lass' China und Indien noch mal ein paar Jahre so weiter wachsen ...

K.-H. Hirmer
28.02.10, 18:03
Wenn ich einige Kilometer außerhalb der Stadt leben würde, käme für mich nur ein "Twike" in Frage. Das ist aus Kohlefaser so leicht gebaut, daß es mit Pedalantrieb, bei Steigungen und starkem Gegenwind mit einem Elektrohilfsmotor betrieben werden kann.

http://www.emission-zero.de/twike.php?ref=http%3A%2F%2Fimages.google.de%2Fimgr es%3Fimgurl%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.emission-zero.de%2Fimages%2Fcars%2Ftwike01.jpg%26imgrefurl% 3Dhttp%3A%2F%2Fwww.emission-zero.de%2Ftwike.php%26usg%3D__uLXVPT1LmAckhXo2BtPN DZyGdHI%3D%26h%3D288%26w%3D400%26sz%3D13%26hl%3Dde %26start%3D3%26um%3D1%26itbs%3D1%26tbnid%3Da2B1z4j uuMkviM%3A%26tbnh%3D89%26tbnw%3D124%26prev%3D%2Fim ages%253Fq%253Ddas%252BTwike%2526um%253D1%2526hl%2 53Dde%2526client%253Dopera%2526sa%253DN%2526rls%25 3Dde%2526tbs%253Disch%3A1&scr=1024x768

http://www.emission-zero.de/images/cars/twike03.jpg

Gruß
Blitz
Genau so etwas wäre doch eine gute Lösung für Leute, die gern trocken und bequem fahren. Und das Ding dann in Großserie hergestellt einigermaßen kostengünstig auf den Markt bringen. Das wär' was! :)

Igni et ferro
28.02.10, 18:08
Ich hab neben Auto auch 2 Segway und Fahrräder in der Garage. Nur im Winter nutze ich die nicht.
Die Reichweite der Segway ist 20 Km+etwas Reserve

Gideon
28.02.10, 18:12
Ah, verstehe. Na gut, ich bin Flachland-Indianer. Bassum liegt ca. 30 Km südlich von Bremen. Da begrenzt sich der Neuschnee auf fünf bis zehn Zentimeter.
Erklärt einiges ;)


Bist Du Dir sicher? Ich nicht. Lass' China und Indien noch mal ein paar Jahre so weiter wachsen ...

Kann ich machen.
Aber ob die Amerikaner und Russen das auch tun ist die andere Frage :-D

Unbelehrbar
28.02.10, 18:13
Das ändert sich durch die Nutzung des Fahrrades. Ein weiterer Effekt dürfte sein, dass die Belastung der Krankenkassen durch Übergewicht, Kreislauferkrankungen, etc. merklich zurückgehen würde.

Das Alter verändert sich durch das Fahhradfahren? :banana: Das wäre in der Tat der Durchbruch. ;-)
Nein, habe dich schon verstanden und du hast ja auch nicht unrecht.
Aber nicht jeder hat Freude an körperlicher Betätigung und mit jenseits der 50 beginnen nun mal für viele aufgrund körperlichen Verschleißes gewisse Einschänkungen, die ein zügiges Fahrradfahren nicht zulassen.


Das muss nicht sein. Auf einigen Nordsee-Inseln gibt es Tretmobile. Leichte, wetterfeste Tret"autos". Kostengünstig in Großserie hergestellt, könnten die sich durchsetzen.

Kenne ich und könnten das Problem (Schmutz, Regen,..) lösen. Ändert aber nichts daran, dass man hier eben selbst die Kraft erzeugen muss. Durchgeschwitzt auf der Arbeit ankommen wollen halt nur Wenige.
Dazu kommt, dass gerade der Deutsche sein Auto und Moped liebt.
Klima,Sitzheizung,Radio und keinerlei Kraftanstrengung werden die Meisten vorziehen. Nicht wenige fahren sogar die 50m zum Bäcker mit dem Auto. :-D
Es dürfte ein langer Weg seien ihnen zu vermitteln, dass sie nun bis zu sagen wir 50km mit dem Fahrrad verichten sollen.


Ich fahre die 30 Km von Haustür zu Haustür in ca. 1:30h. Mit der Bahn waren es 1:15h. Kein wesentlicher Unterschied. Beachte auch die Durchschnittsgeschwindigkeiten von ÖPNV und Pkw in Innenstädten. Die dürfte kaum über der eines Fahrrades liegen.

Das ist dann aber eine ganz miese Bahnverbindung. Eine ähnliche Strecke erreicht die RB i.d.R in unter 30min, ebenso die U-Bahnen.
Ich halte es eher für wahrscheinlicher, dass der Bus dann alle 10 Minuten kommt (Kotzkacken Beispiel) und bei dir der Anschluß verbessert wird.

Ich kenne es zwar auch so, dass ich mit dem Fahrrad deutlich schneller sein kann, aber ich bin erstens auch sehr zügig unterwegs und zweitens liegt es oft an den schlechten Anschlüßen und zu wenigen Haltestellen.
Wenn ich erst auf den Bus 15min warten muss, dann auf den Anschluß 30Miuten warten muss und am Ende noch 5Minuten von der Haltestelle zum Ziel laufen muss, dann ist es klar, dass ich trotz niedriger Geschwindigkeit mit dem Fahrrad Boden gut machen kann.


Ich glaube, dass es nicht mehr so lange dauert, bis der Pkw zwar nicht verboten, aber ausgemustert wird. Denke nur an die - langfristige - Entwicklung des Kraftstoffpreises. Wie wird das werden, wenn Indien und China immer mehr davon auf den Weltmärkten aufkaufen?

Naja. Es wird seit Jahrzehnten erzählt, dass das Öl knapp wird und Wasser dürften wir auch schon keines mehr haben. ;-)
Keiner weiß wieviel da noch ist.
Wenn mehr gebraucht wird, dann wird auch mehrgefördert und gut ist.
Außerdem werden die Fahrzeuge ja immer sparsamer und im Bereich Hybrid,... wird sich auch was tun.
Nene, das Auto wird uns noch sehr lange begleiten.

K.-H. Hirmer
28.02.10, 18:32
Ich hab neben Auto auch 2 Segway und Fahrräder in der Garage.
Auch ein Segway stellt eine zukunftsfähige Art des Personentransports im Nahbereich dar. Sieht ja heiß aus so ein Ding. Muss ich unbedingt mal probieren!

Nur im Winter nutze ich die nicht.
Weichei. :-D

Graf v. d. Kotzen-Kacken
28.02.10, 18:34
Mal ganz abgesehen von dem "Vergnügen", gegen Wind "aus erster Hand" anradeln zu müssen, wie wir an der Nordseeküste zu sagen pflegen.

K.-H. Hirmer
28.02.10, 18:42
Durchgeschwitzt auf der Arbeit ankommen wollen halt nur Wenige.
Das ist in der Tat ein Problem. Ich habe auch Wochen gebraucht, bis ich mich richtig gekleidet habe und meinen Fahrstil auf "nichtverschwitztes" Ankommen ausgerichtet hatte. Geht aber.

Dazu kommt, dass gerade der Deutsche sein Auto und Moped liebt.
Klima,Sitzheizung,Radio und keinerlei Kraftanstrengung werden die Meisten vorziehen. Nicht wenige fahren sogar die 50m zum Bäcker mit dem Auto. :-D
Es dürfte ein langer Weg seien ihnen zu vermitteln, dass sie nun bis zu sagen wir 50km mit dem Fahrrad verichten sollen.
Da hast Du völlig Recht. Ich denke auch, dass der Druck von außen (Ölpreis, Klimawandel, Umweltgesetze, etc.) kommen muss, damit die Bürger umdenken. Ich fürchte aber, dieser Druck kommt schneller als wir wollen.

Das ist dann aber eine ganz miese Bahnverbindung. Eine ähnliche Strecke erreicht die RB i.d.R in unter 30min, ebenso die U-Bahnen.
Ach, die Bahn ist nicht das Problem. Ich muss normal 20 Minuten zum Bahnhof laufen, 33 Minuten Bahnfahren, 6 Minuten zur Straßenbahn laufen, ggf, auf die Straßenbahn warten und dann von der Zielhaltestelle zur Firma laufen. Das beläuft sich zusammen schon manchmal auf 1:15h. Weniger als 1h wird es aber nie.

Zur Zeit haben wir für Monate Schienenersatzverkehr. Da muss ich zur Bushaltestelle 40 Minuten laufen, weil der nur vorne an der Hauptstraße und nicht am Bahnhof hält.

Naja. Es wird seit Jahrzehnten erzählt, dass das Öl knapp wird und Wasser dürften wir auch schon keines mehr haben. ;-)
Keiner weiß wieviel da noch ist.
Das ist richtig. aber China und Indien spielten vor Jahrzehnten noch keine Rolle. Und der Klimawandel auch nicht.

Nene, das Auto wird uns noch sehr lange begleiten.
Sicher. Ganz verschwinden wird es nicht. Ich könnte mir aber vorstellen, dass in 20 Jahren im Nahverkehr nur noch die Hälfte der Autos genutzt wird.

K.-H. Hirmer
28.02.10, 18:43
Mal ganz abgesehen von dem "Vergnügen", gegen Wind "aus erster Hand" anradeln zu müssen, wie wir an der Nordseeküste zu sagen pflegen.

Da liebe ich meine "Hausstrecke" Bassum-Bremen. Morgens meistens Rückenwind aus Südwest, Abends hat der Wind gedreht oder ist abgeflaut. :)

Puderdose
28.02.10, 18:44
Im Winter nutzlos, vorallem auf dem Land Dank schlechter Straßenverhältnisse.
Aber insgesamt gesehen sind die Leute zu faul um viel Fahrrad zu fahren.



Stimmt. Aber offensichtlich sind die Spritpreise noch viel zu niedrig !
Vielleicht sollte man darüber nachdenken , hier zu investieren:

http://www.fahrrad-mit-motor.de/

Igni et ferro
28.02.10, 19:01
Aber insgesamt gesehen sind die Leute zu faul um viel Fahrrad zu fahren.
Mitunter gibt es auch keine Radwege und der Autoverkehr sehr chaotisch und für Radfahrer sehr gefährlich

Stahlhelm
28.02.10, 20:45
Während ihr euch auf euren Fahrrädern abstrampelt, rase ich mit meinem fetten 4.2 Liter A6 winkend an euch vorbei. Na ja, momentan eher nicht. Aber ein schöner Wunschtraum war's trotzdem. :D



---

Puderdose
28.02.10, 20:56
Während ihr euch auf euren Fahrrädern abstrampelt, rase ich mit meinem fetten 4.2 Liter A6 winkend an euch vorbei. Na ja, momentan eher nicht. Aber ein schöner Wunschtraum war's trotzdem. :D



---


Tja mein lieber , während wir uns abstrampeln , mußt Du gelegentlich mal an die Zapfsäule heranfahren. Unser Portmanaie bleibt aber zu. Und bei 4,2 Liter Hubraum kann das bei Deinem Spritfresser schnell ins Geld gehen. Aber offenbar haste ja genug........:banana:
P.S. Naja , noch ist es ein Traum.

K.-H. Hirmer
28.02.10, 22:21
Während ihr euch auf euren Fahrrädern abstrampelt, rase ich mit meinem fetten 4.2 Liter A6 winkend an euch vorbei.
Indiskrete Frage: Privat- oder Firmenwagen?

Stahlhelm
28.02.10, 22:37
Indiskrete Frage: Privat- oder Firmenwagen?
Weder noch. Ich schrub doch bereits, dass es ein Wunschtraum war. Momentan bleibt mir nur der Drahtesel. :D



---

K.-H. Hirmer
28.02.10, 22:46
Weder noch. Ich schrub doch bereits, dass es ein Wunschtraum war. Momentan bleibt mir nur der Drahtesel. :D
Ach so, ein falsches Mißverständnis ... :-D

Wieviel fährst Du so?

Stahlhelm
28.02.10, 22:56
Ach so, ein falsches Mißverständnis ... :-D

Wieviel fährst Du so?

Sehr wenig. Pro Tag meistens um die fünf Kilometer.



---

K.-H. Hirmer
28.02.10, 23:30
Wie könnte man den Menschen die Nutzung eines Rades oder eines "Tretautos" schmackhaft machen?

Subventionierung des Anschaffungspreises?

Innenstadtstraßen für Fahrrad-/"Tretauto"nutzung umbauen und Autos aus Innenstädten draußen lassen?

Auf Überland-Radwegen ähnlich den Rastplätzen an Autobahnen auch für Radfahrer/"Tretauto"fahrer Rastplätze anlegen? So alle drei bis fünf Kilometer an Radwegen eine Unterstellmöglichkeit bei Regen und eine Pannenhilfestelle?

Rabatte für Radnutzer/"Tretauto"fahrer bei den Krankenkassen?

Muss die Fahrradindustrie mehr tun? Höhere Bequemlichkeit schaffen (z. B. sog. Liegeräder kostengünstig anbieten)? Kostengünstiger werden? Pflegeleichtere Fahrräder bauen? Familienfreundliche Fahrräder anbieten (Kindertransport, Einkäufe transportieren, etc.)?

K.-H. Hirmer
01.03.10, 01:29
Warum soll / muss man das Fahrrad schmackhaft machen?
Weil es Mobilitätsprobleme im Nahbereich löst.

Weil es das einzige Fahrzeug ist, das das Sechsfache seines Eigengewichts an Nutzlast tragen kann.

Weil es das einzige Fahrzeug ist, das mit 150 bis 200 Watt Dauerleistung einen Menschen immerhin mit 25 Km/h transportieren kann.

Weil es unvergleichlich wirtschaftlich ist.

Und weil es CO2- und Abgasfrei ist.

Wie schon im Atomkraftthread geschrieben sind die Uranvorräte nahezu unbegrenzt und die AKW sind sicher und werden auch immer noch besser.
Ob die Uranvorräte unbegrenzt sind, muss bezweifelt werden. Aber der Brennstoffkreislauf über das Plutonium ließe uns lange Zeit damit auskommen.

Solange bis die Kernfusion nutzbar gemacht ist können wir also die Autos mit Atomstrom betreiben.
Naja, ganz so einfach ist das dann doch nicht. Um das zu tun müssten wir sicher ein paar hundert AKW's bauen. Dafür haben wir sicher nicht die Ressourcen.

Leute die Autos abschaffen wollen können es für sich ja gerne machen, aber andere dazu zu nötigen ist doch daneben.
Ich will ja gar niemand nötigen. Die Begrenztheit der Ressourcen wird das erzwingen. Es ist nicht zukunftsfähig, um einen Menschen von 100 Kg zu transportieren eine Ballastmasse von 1000 - 1500 Kg mit zu bewegen.

Graf v. d. Kotzen-Kacken
01.03.10, 04:58
@ Hirmer

Wie könnte man den Menschen die Nutzung eines Rades oder eines "Tretautos" schmackhaft machen?

Klare Antwort: Als App zum Handy :banana:

K.-H. Hirmer
01.03.10, 14:09
Ich weiß jetzt nicht die Zahlen, aber ich glaube nicht das wir hunderte Atomkraftwerke bräuchten um 30 Millionen Elektroautos zu betreiben.

Kleines Rechenbeispiel (http://www.politikarena.net/showpost.php?p=90334&postcount=1)

Igni et ferro
01.03.10, 20:00
Schon curios, wir diskutieren über unsere Zukunft mit Fahrrädern im Strassenverkehr und in China und Vietnam rüsten sie von Fahrrädern auf Mopeds und Motorrikschas um. Verkehrte Welt.

Blitz
01.03.10, 20:13
Schon curios, wir diskutieren über unsere Zukunft mit Fahrrädern im Strassenverkehr und in China und Vietnam rüsten sie von Fahrrädern auf Mopeds und Motorrikschas um. Verkehrte Welt.

Ich fürchte, wenn in ganz China und Indien jeder Auto fährt, wird es bald Essig vom Himmel regnen. Vor vier Jahren hatten wir uns auch einen Neuwagen geleistet. Der Tacho steht noch auf 8000 km. Die Kurzstrecken legen wir alle zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück.

Gruß
Blitz

Stahlhelm
01.03.10, 20:15
Schon curios, wir diskutieren über unsere Zukunft mit Fahrrädern im Strassenverkehr und in China und Vietnam rüsten sie von Fahrrädern auf Mopeds und Motorrikschas um. Verkehrte Welt.

Das ist es ja. Soll ich mich einschränken, nur weil ein paar Inder oder Chinesen die Vorzüge des Automobils entdecken? Die sind bislang gut per pedes unterwegs gewesen, also können sie es auch weiterhin. Mir meinen Audi, denen ihre Rikscha! :D



---

Puderdose
01.03.10, 20:34
Das ist es ja. Soll ich mich einschränken, nur weil ein paar Inder oder Chinesen die Vorzüge des Automobils entdecken? Die sind bislang gut per pedes unterwegs gewesen, also können sie es auch weiterhin. Mir meinen Audi, denen ihre Rikscha! :D



---

Na und ? Rikschas und Mopeds nehmen nicht soviel Platz weg und sind auch billiger als Du mit Deinem fetten Audi ! :-D

opppa
02.03.10, 09:51
Ich fürchte, wenn in ganz China und Indien jeder Auto fährt, wird es bald Essig vom Himmel regnen. Vor vier Jahren hatten wir uns auch einen Neuwagen geleistet. Der Tacho steht noch auf 8000 km. Die Kurzstrecken legen wir alle zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück.

Gruß
Blitz

Das ist 'ne prima Sache, solange man - wie Du offenbar - auf dem platten Lande wohnt.

:)

Blitz
02.03.10, 20:36
Das ist 'ne prima Sache, solange man - wie Du offenbar - auf dem platten Lande wohnt.

:)

Dafür hast Du hier meistens den Wind von vorne.;-)

Gruß
Blitz

Matze82
02.03.10, 21:10
Zitat K.-H. Hirmer: Unsere Art der Mobilität halte ich nicht für zukunftsfähig. 80% des Personentransports mit Pkw's abzuwickeln ist derartig uneffektiv, umweltverschutzend und teuer, dass wir das nicht mehr lange durchhalten.

Das seh ich auch so.

Zitat K.-H. Hirmer: Viel des Personentransports findet auf Kurzstrecken und dort innerhalb von Ortschaften statt. Da könnte der Pkw durch das Fahrrad ersetzt werden.


Tja aber was verdient ein Fahrradfahrer und was ein Kraftfahrer.....da liegt dann wohl der Haken.

Zitat K.-H. Hirmer: Das Fahrrad ist das einzige Fahrzeug, dass seinen Fahrer - in der Regel - gesünder macht.

Ausser man packt sich:)

Schwarzer Rabe
03.03.10, 13:50
Ich fahre lieber Auto. Mein Hauptauto hat eine Dreilitermaschine unter der Haube und haut gut Diesel in durch den Motor. Leider war dies zu wenig bisher, der Winter war viel zu kalt. Ich überlege mir ein größeres Auto anzuschaffen!

An die Fahrradfahrer: Bitte nutzt die Fußwege zum Fahren, nicht die Straßen. Danke!

Puderdose
03.03.10, 14:01
Ich fahre lieber Auto. Mein Hauptauto hat eine Dreilitermaschine unter der Haube und haut gut Diesel in durch den Motor. Leider war dies zu wenig bisher, der Winter war viel zu kalt. Ich überlege mir ein größeres Auto anzuschaffen!

An die Fahrradfahrer: Bitte nutzt die Fußwege zum Fahren, nicht die Straßen. Danke!


Offensichtlich geht es Dir viel zu gut und der Sprit ist viel zu billig !
Und soweit ich informiert bin , dürfen Erwachsene laut StVo überhaupt nicht auf Fußwege Fahrrad fahren. Wenn Du einen FS hast , müßtest Du das eigentlich wissen !

Schwarzer Rabe
03.03.10, 14:06
Offensichtlich geht es Dir viel zu gut und der Sprit ist viel zu billig !
Und soweit ich informiert bin , dürfen Erwachsene laut StVo überhaupt nicht auf Fußwege Fahrrad fahren. Wenn Du einen FS hast , müßtest Du das eigentlich wissen !

Dann sollten sie nur Nebenstraßen benutzen. Sprit ist auch billig, so billig (gemessen an der Kaufkraft) war Treibstoff noch nie.

Puderdose
03.03.10, 15:17
Dann sollten sie nur Nebenstraßen benutzen. Sprit ist auch billig, so billig (gemessen an der Kaufkraft) war Treibstoff noch nie.


Na wenn das so ist , kann der Liter Sprit 10 Euro pro Liter kosten ! Der Finanzminister freut sich ! Und warum sollten Fahrradfahrer Nebenstraßen benutzen ? Bei uns in der Stadt ginge das garnicht ! Ihr Autofahrer solltet nicht rasen wie die Henker. Haste schonmal was von gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr gehört ?

Schwarzer Rabe
03.03.10, 16:30
Na wenn das so ist , kann der Liter Sprit 10 Euro pro Liter kosten ! Der Finanzminister freut sich ! Und warum sollten Fahrradfahrer Nebenstraßen benutzen ? Bei uns in der Stadt ginge das garnicht ! Ihr Autofahrer solltet nicht rasen wie die Henker. Haste schonmal was von gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr gehört ?

Rücksichtnahme bedeutet, dass ein Fahrradfahrer den Verkehr nicht zu behindern hat. Warum sollte der Liter 10 Euro kosten? Fahren ist Freiheit!

Puderdose
03.03.10, 17:43
Rücksichtnahme bedeutet, dass ein Fahrradfahrer den Verkehr nicht zu behindern hat. Warum sollte der Liter 10 Euro kosten? Fahren ist Freiheit!

Ähm , der Fahrradfahrer hat aber nunmal keine PS unter Haube ! Und gerade deswegen wird von den Aurofahrern besondere Rücksichtnahme gefordert ! Die haben nämlich keine "Knautschzone". Fahren ist Freiheit ??? Freiheit ist definitiv ! Ich sehe das Autofahren für viele als Relikt der Faulheit bzw. Bequemlichkeit.

Matze82
03.03.10, 18:39
Das kann nur jemand schreiben der die Segnungen der Zivilisation nicht im richtigen Maße zu würdigen versteht. :(

Klein und nackt im mitteleuropäischen Buchenmischwald, im Winter, überlebt dieser aber keine 5 Stunden und das wäre auch düster. Oder nicht? Der Rest ist nicht selbstverständlich und düster wäre auch zu denken wie ein überleben nur mit gewissen bescheidenen Mitteln weiterginge. Na ja, nach der Wurminfektion, dem Zahnverlust durch Vitaminmangel und der Unterernährung sehnt man sich wahrscheinlich sehr nach dem vollklimatisierten Automobil das einen auf der von Robotern frisch geteerten Straße zum exotischen Badeparadies bringt. Zu einer schönen heißen Sauna im Wellnessbereich und anschließend beim Chinese ein erquickendes Buffet? =)

Die Grünen haben zum Beispiel auch den Denkfehler zu meinen das die Natur unser Freund wäre. Wobei man sich aber doch besser darüber klar sein sollte das die Natur uns auch emotionslos ausrotten würde. Zum Beispiel auch durch Degeneration, auf die sicherlich dann eine Armutsphase folgt.

Also ich denke ich würde schon überleben, falls du dir das durch deine Segnungen der Zivilisation nichtmehr vorstellen kannst zeigt es doch nur das du dir nichtmehr viel zutraust.
Klar sind schlechte und Armütige Zeiten düster aber es sollte besser jeder damit rechnen...unverhofft kommt oft.

Ich find es etwas fragwürdig warum durch das fehlen einer Klimaanlage im Auto folgende Krankheitsbilder bei dir hervorgerufen werden: Wurminfektion, Zahnverlust, Vitaminmangel, Unterernährung.:-D

Ich habe in meinem uraltem Auto (Baujahr 1991) kein Klima und es hat mir auch noch nie gefehlt. Ausserdem kann man ja ruhig mal mit dem Rad fahren wenn es Warm ist.;-)

K.-H. Hirmer
03.03.10, 21:56
Mmmoment, das bringt mich jetzt alles etwas durcheinander. :(
Kein Problem, das kann ich aufklären.

Also, ein Auto verbraucht 30 kWh am Tag.
Das hast Du falsch verstanden. Ich sprach von einem Auto mit einem 30 KW Motor (30 KW sind ca. 40PS). Also einem Motor der unteren Leistungsklasse.

Damit ist die Leistung angegeben, nicht der Verbrauch.

Steht dieser Motor den ganzen Tag still, verbraucht der keine einzige Kilowattstunde. Läuft der eine Stunde mit Vollgas, dann braucht der 30 KW * 1h = 30KWh. Also 30 Kilowattstunden pro Stunde. Und nicht pro Tag. Fährt der Fahrer 10 Stunden damit Vollgas, etwa weil der von Flensburg nach Garmisch in den Urlaub fährt, verbraucht der Wagen an dem einen Tag 300 KWh!

Diese Berechnung kannst Du beliebig variieren. Nimm einfach die Kilowatt (KW) mal den Stunden (h), die diese Leistung benötigt wird und Du hast die Kilowattstundenzahl (KW * h= KWh).

Und da haben wir nur einen Motor geringer Leistung genommen. Möchte jemand einen 100 KW (136PS) starken Wagen für eine 10 Stunden Urlaubsfahrt nutzen, sind gleich mal 1000 KWh oder eine 1MWh weg. Für eine Strecke in den Urlaub. Zurück gilt dann das gleiche.

Das sind x 365 = 10950 KWh im Jahr. Das sind also etwa 11 MWh im Jahr. Bei 30 Millionen Autos wären das 330.000.000 MWh im Jahr, also etwa 330.000 GWh.

Diese Rechnung würde nur gelten, wenn ein kleiner 30 KW Motor am Tag nur für eine Stunde Vollast läuft, oder zwei Stunden mit Halblast (15KW).

Zum Beispiel beim Kernkraftwerk Grohnde betrug die eingespeiste Energie im Jahr 2006 etwa 11.000 GWh.

Also bräuchten wir etwa 30 Kernkraftwerke um den gesamten Verkehr von Benzin auf Strom umzustellen. Allerdings kann man natürlich bessere Reaktoren mit mehr Dampf bauen, da brauchen wir nur noch 20. =)

Ja, das stimmt. Aber nur wenn ein kleiner Motor von 30KW am Tag nur eine Stunde Vollast läuft. Du erkennst, dass meine Schätzung von "hunderten" von Kernkraftwerken für die Umstellung des Pkw-Verkehrs auf Elektroauto keineswegs unrealistisch ist?

Auch wenn ich dezidiert ein Befürworter der Kernenergie bin, für so viele Kraftwerke haben wir weder Standorte, noch Personal, noch Brennelementefabriken, noch Zwischenlagerkapazitäten oder was sonst noch alles für deren Betrieb benötigt würde.

Aus der Traum vom Elektroauto, das wir weiter so nutzen können wie unsere heutigen Autos.

K.-H. Hirmer
03.03.10, 22:01
Ausserdem kann man ja ruhig mal mit dem Rad fahren wenn es Warm ist.;-)
Weichei! ;-)

opppa
04.03.10, 09:15
Ich freue mich jetzt schon auf das Frühjahr!
Dann fahren nämlich die Radfahrer (wieder), obwohl Radwege da sind, für die sie jahrelang protestiert haben, auf der Straße.

BTW
Dann kann es schon mal vorkommen, daß ich feststelle, daß meine Frontscheibe schmutzig ist und gewaschen werden muß, und daß dabei ein Radfahrer auf der Straße (natürlich aus Versehen) durch eine (zufällig) falsch eingestellte Spritzdüse ein Dusche abbekommt.

:-D

K.-H. Hirmer
04.03.10, 10:06
Hier die Rede von Bundespräsident Köhler zum Thema "Mobilität". Er spricht aus, was ich seit langem denke.

Autokult muss Mobilitätskultur weichen.

In seinem Grußwort gratulierte der Bundespräsident zwar den Siegern des „Gelben Engels„ (die neue Mercedes E-Klasse wurde zum Lieblingsauto der Deutschen gewählt) forderte von ihnen aber gleichzeitig neue Technologien und noch mehr schadstoffarme Fahrzeuge. Mit Nachdruck sagte Köhler: „Mobilität, so wie wir sie heute praktizieren, ist nicht zukunftsfähig!“ Und er appellierte „aus dem alten Autokult eine neue Mobilitätskultur zu machen.“ (Hervorhebung von mir)

Wer alles lesen will, kann das hier tun:

Rede von Bundespräsident Köhler (http://www.car2read.com/ulm/de/inside/rss/koehler-rede/)

A.Nonym
04.03.10, 21:29
Hier die Rede von Bundespräsident Köhler zum Thema "Mobilität". Er spricht aus, was ich seit langem denke.

(Hervorhebung von mir)

Wer alles lesen will, kann das hier tun:

Rede von Bundespräsident Köhler (http://www.car2read.com/ulm/de/inside/rss/koehler-rede/)

Soll ich jetzt heulen weil nicht Opel zum Auto des Jahres geworden ist? Was gibt mir diese Köhlerrede?

K.-H. Hirmer
22.03.10, 13:33
Mobilität ist mit dem Fahrrad machbar

Im September 2009 beschloss ich, wieder das Fahrrad als Hauptverkehrsmittel im Nahverkehr zu nutzen und schaffte mir deswegen eines an.

Heute Morgen fuhr ich damit bei schönem Frühlingswetter meinen 5.000sten Kilometer. Und finde die Idee der Fahrradnutzung immer besser. Inzwischen wird das Wetter ja wieder freundlicher und ich verspreche mir einigen Genuss in den nächsten Monaten. Heute bekam ich den Auftrag, vier Wochen am Stück für eine Firma in Bremen zu programmieren. Täglich 60 Km werden noch mal für Rad und Fahrer eine gute Prüfung auf Tauglichkeit sein. Ich bin sicher, beide werden bestehen.

Der Kostenfaktor (Gesamtkosten / Km) ist inzwischen auf 12,2 Cent pro Km gefallen. Und wird weiter fallen.

Allein die 61 Tagesumläufe Bassum – Bremen (jeweils 60 Km) seit September 2009 sind doch eine recht ordentliche Leistung. Dazu kommen noch die Einkaufsfahrten am Wochenende. Gefahren bin ich bei jedem Wetter, auch im Schnee und Frost. Passend gekleidet geht das eigentlich ganz gut.

Als ich mein Rad beschaffte, unkte mancher rum, dass man mit einem Rad für 400 Euro solche Dauernutzung keinesfalls machen kann. Da müsse man mindestens 1000 Euro ausgeben. Der Sattel wäre nicht gut genug, die Federgabel würde bald kaputtgehen, der Rahmen würde brechen, etc. etc. Man prophezeite mir: Ich würde mein blaues Wunder erleben!

Nichts davon traf zu.

Lediglich die Speichen im Hinterrad wurden von meinem Händler auf Garantie gegen stärkere ausgetauscht, da ich 100 Kg auf die Waage bringe und Bremen sagenhaft kaputte Radwege hat. Die Schlaglöcher sind so groß, dass manchmal die Kinder drin spielen. :-D Die normalen 2mm-Speichen haben das nicht dauerhaft ausgehalten. Außerdem musste die Lampe vorne auf Garantie getauscht werden, weil die Standlichtelektronik gesponnen hat. Dazu noch bei Km-Stand 2.200 einen Platten, das war’s auch schon.

Als überraschend gut erweist sich die Serienbereifung des Rades. Nach 5.000 Kilometern ist auf dem Hinterrad noch ein Drittel Profil, auf dem Vorderrad noch zwei Drittel. Ein Normalfahrer, der seine 500 – 1000 Km pro Jahr fährt, könnte mit dem Rad bis zu zehn Jahre fahren, ohne neue Reifen kaufen zu müssen. Und die Haftung der Reifen auf Schnee war überraschend gut. Klar konnte ich im Schnee keine Rally fahren, aber zügig und rutschfrei durchkommen war drin. Auch die anderen Verschleißteile wie Kette und Bremsbeläge sind nach 5.000 Km noch in Ordnung.

Insgesamt hat dieses halbe Jahr mir bewiesen, dass Mobilität im Nahbereich durchaus mit dem Rad machbar ist. Und das kostengünstig. :)

K.-H. Hirmer
28.03.10, 12:17
Ein Fahrzeug der Zukunft: Das Elektro-Fahrrad (manchmal „Pedelec“ genannt)

Letztes Woche hatte ich das Vergnügen, zum ersten Mal ein Elektro-Fahrrad zu fahren. Angetrieben wird es wie bisher von den Pedalen und unterstützt von einem Elektromotor. Aus den Worten „Pedal“ und „Elektromotor“ schuf man das Kunstwort „Pedelec“

Zunächst war ich gegen diese Fahrzeuge sehr voreingenommen. Ich dachte, das seien „Rentner-Fahrzeuge“, die für mich nie in Frage kommen würden.

Inzwischen bin ich durch eine ausgiebige Testfahrt eines besseren belehrt und hellauf begeistert von diesem Fahrrad-Konzept! :)

Und ich bin mir sicher, dass mir so ein Ding mal gehören wird.

Das Prinzip ist einfach: Sobald man die Pedale bewegt, erkennt das ein Sensor am Tretlager und schaltet einen 260W Motor im Vorderrad zu. Ein tolles Gefühl. Das ist beim Losfahren so, als würden zwei unsichtbare Männer hinten am Rad kräftig schieben.

Bei der Tretunterstützung konnte ich drei Stufen wählen: Wenig, Mittel, Stark

Entsprechend der Auswahl soll der Akku 80, 60 oder 40 Km halten. Für mich ideal! Nach 30 Km Fahrstrecke im Geschäft ankommen, ohne verschwitzt zu sein und/oder mich umziehen zu müssen. Und flott ist das Ding auch. Bei mittlerer Unterstützung ist eine Geschwindigkeit von 25 – 30 Km/h durchaus zu halten. Und das eben ohne Anstrengung!

Ist der Akku mal leer, ist das auch kein Problem. Ohne Motor-Unterstützung fährt sich das Rad wie jedes andere 8-Gang-Fahrrad. Wegen eines leeren Akkus liegenbleiben ist also nicht!

Dieses Radfahren ohne Astrengung wird Zukunft haben. Dazu kommt, dass der Ladestrom für ein E-Fahrrad tatsächlich durch alternative Energiequellen aufgebracht werden kann. Der Akku hat eine Kapazität von 260 Wh, die sogar von ein paar Solarpanelen auf dem eigenen Dach aufgebracht werden können. Die Notwendigkeit wie beim Elektroauto neue Kraftwerke zu bauen entfiele.

Nachteilig ist noch der hohe Preis. 2.000 Euro sollte das von mir getestete E-Fahrrad kosten. Um damit mein Ziel zu erreichen, für 5 Cent/Km meine Nahbereichsmobilität zu erhalten, müsste ich schon allein für den Kaufpreis mindestens 40.000 Km damit fahren. Und ob es das schafft, ist noch fraglich.

Aber ich werde die weitere Entwicklung dieser Fahrzeug-Kategorie mit Interesse verfolgen.

Wie entwickelt sich der Preis?

Wie haltbar sind die Akkus?

Wie zuverlässig und haltbar ist das ganze Rad?

Stimmen die zum Fahrbereich gemachten Angaben?

Warten wir es ab. Jetzt muss ja ohnehin erstmal mein aktueller Renner sein Geld verdienen. Aber wenn der amortisiert ist, wird ein Pedelec in die engere Wahl kommen.

Wer so ein Pedelec mal testen will, kann sich hier einen Termin raussuchen.

http://www.kettler-bike.de/bike/pedelec-center/testtermine.html

Unbelehrbar
28.03.10, 19:02
Das Prinzip ist einfach: Sobald man die Pedale bewegt, erkennt das ein Sensor am Tretlager und schaltet einen 260W Motor im Vorderrad zu. Ein tolles Gefühl. Das ist beim Losfahren so, als würden zwei unsichtbare Männer hinten am Rad kräftig schieben.

Bei der Tretunterstützung konnte ich drei Stufen wählen: Wenig, Mittel, Stark

Entsprechend der Auswahl soll der Akku 80, 60 oder 40 Km halten. Für mich ideal! Nach 30 Km Fahrstrecke im Geschäft ankommen, ohne verschwitzt zu sein und/oder mich umziehen zu müssen. Und flott ist das Ding auch. Bei mittlerer Unterstützung ist eine Geschwindigkeit von 25 – 30 Km/h durchaus zu halten. Und das eben ohne Anstrengung!


Klasse wäre es, wenn man den Akku durch Treten und über Rückgewinnung der Energie beim Bremsen wieder aufladen könnte.
Außerdem müssen die Systeme noch kleiner und leichter werden.
Ist ziemlich unsportlich und wenig agil finde ich.

Mr. Smith
28.03.10, 19:04
Viel des Personentransports findet auf Kurzstrecken und dort innerhalb von Ortschaften statt. Da könnte der Pkw durch das Fahrrad ersetzt werden.

Als begeisterter Cabriofahrer protestiere ich energisch gegen diesen Vorstoss!

:mad:

NukNuk

Unbelehrbar
28.03.10, 19:13
Nachteilig ist noch der hohe Preis. 2.000 Euro sollte das von mir getestete E-Fahrrad kosten. Um damit mein Ziel zu erreichen, für 5 Cent/Km meine Nahbereichsmobilität zu erhalten, müsste ich schon allein für den Kaufpreis mindestens 40.000 Km damit fahren. Und ob es das schafft, ist noch fraglich.

Aber ich werde die weitere Entwicklung dieser Fahrzeug-Kategorie mit Interesse verfolgen.

Wie entwickelt sich der Preis?

Wie haltbar sind die Akkus?

Wie zuverlässig und haltbar ist das ganze Rad?

Stimmen die zum Fahrbereich gemachten Angaben?

Warten wir es ab. Jetzt muss ja ohnehin erstmal mein aktueller Renner sein Geld verdienen. Aber wenn der amortisiert ist, wird ein Pedelec in die engere Wahl kommen.

Wer so ein Pedelec mal testen will, kann sich hier einen Termin raussuchen.

http://www.kettler-bike.de/bike/pedelec-center/testtermine.html

Die 40000 schafft nicht mal ein robustes Mountainbike ohne Ersatz von einigen Komponenten und guter Wartung. Verschleißteile zu denen außer Brembeläge, Zahnkränze und einige Lager auch die Felgen (bei Felgenbremsen) und Federgabeln gehören schlagen schon zu Buche.

Der Preis dürfte wie immer mit der Verbreitung fallen. Allerdings kostet ein gutes Fahrrad schon ein bißchen und mit Zusatzkomponenten wie E-Antrieb halt noch etwas mehr.Ich gehe von aus, dass man für 1500€ ein E-Bike der oberen Liga in 10 Jahren bekommen wird.

Mit dem Fahrbreich ist das wie mit der Spritverbrauchangabe ei Autos.
Sie ist nicht zu erreichen, aber passt schon halbwegs.

K.-H. Hirmer
28.03.10, 19:57
Klasse wäre es, wenn man den Akku durch Treten und über Rückgewinnung der Energie beim Bremsen wieder aufladen könnte.
Durch Bremsen und bergrunter ginge da vielleicht was. Treten wohl nicht.

Durchschnittlich leistet ein Radler 150 W. Davon 10 oder 20W abziehen, wäre kaum möglich. Da käme der Bremseffekt des alten Seitenläuferdynamos wieder zum Vorschein. Und bei 20W Entnahme müsste man 13 Stunden treten, um 260Wh aufzuladen.

Außerdem müssen die Systeme noch kleiner und leichter werden. Ist ziemlich unsportlich und wenig agil finde ich.
Mit Motorunterstüzung sind die sehr spritzig. Da habe ich jeden andere Radler versägt! :)

Und ohne Motor finde ich es auch nicht so schlimm. Ich fahre ohnehin immer mit Gepäck. Da gewöhnt man sich dran.

K.-H. Hirmer
28.03.10, 19:58
Als begeisterter Cabriofahrer protestiere ich energisch gegen diesen Vorstoss!
Was hast Du gegen ein Ganzkörper-Cabrio? :verwirrt:

K.-H. Hirmer
28.03.10, 20:00
Die 40000 schafft nicht mal ein robustes Mountainbike ohne Ersatz von einigen Komponenten und guter Wartung. Verschleißteile zu denen außer Brembeläge, Zahnkränze und einige Lager auch die Felgen (bei Felgenbremsen) und Federgabeln gehören schlagen schon zu Buche.
Das sehe ich auch so.

Der Preis dürfte wie immer mit der Verbreitung fallen. Allerdings kostet ein gutes Fahrrad schon ein bißchen und mit Zusatzkomponenten wie E-Antrieb halt noch etwas mehr.Ich gehe von aus, dass man für 1500€ ein E-Bike der oberen Liga in 10 Jahren bekommen wird.

Da habe ich mehr Hoffnungen. Für 1.000€ sollte sowas gehen.

Unbelehrbar
28.03.10, 20:12
Da habe ich mehr Hoffnungen. Für 1.000€ sollte sowas gehen.

Unwahrscheinlich. Für ein "normales" Fahrrad der gehobenen Liga zahlst du schon ~1000€ und die Preise für Komponenten sind in den letzten Jahren sogar recht kräftig gestiegen.
Dies konnte zwar zum Teil ausgeglichen werden durch kleinere Gewinnspannen beim Fahrradverkauf und dank geringerer Kosten, aufgrund stärkerer Verbreitung, einiger ehemals teuren Bauteile (z.B Federgabeln), aber für eine solche Senkung, wie du sie erhoffst, müsste sich schon radikahl was ändern.

Unbelehrbar
28.03.10, 20:20
Durch Bremsen und bergrunter ginge da vielleicht was. Treten wohl nicht.

Durchschnittlich leistet ein Radler 150 W. Davon 10 oder 20W abziehen, wäre kaum möglich. Da käme der Bremseffekt des alten Seitenläuferdynamos wieder zum Vorschein. Und bei 20W Entnahme müsste man 13 Stunden treten, um 260Wh aufzuladen.

Da habe ich wiederum etwas mehr Hoffnung, dass sich Ing. was einfallen lassen. Nabendynamo ist da ev. erst ein Anfang.


Mit Motorunterstüzung sind die sehr spritzig. Da habe ich jeden andere Radler versägt! :)

Ja das schon. Mehr Kraft macht sich natürlich bemerkbar. :cool:

Aber wenn du CC Bikes oder Rennräder gewöhnt bist, dann ist so ein 25-40kg schweres E-Bike hinsichtlich normalen raddelns, Kurvenfahrt,... eine Zumutung.

K.-H. Hirmer
28.03.10, 20:26
Unwahrscheinlich. Für ein "normales" Fahrrad der gehobenen Liga zahlst du schon ~1000€ und die Preise für Komponenten sind in den letzten Jahren sogar recht kräftig gestiegen.
Ja, weis ich. Hat man mir beim Kauf meines Rades auch schon gesagt.

Allerdings vergessen die Käufer dieser Räder eines: Großserienfertigung mit guter Qualitätssicherung kann erheblich die Preise senken.

Mein Pegasus (in der EU ca. 200.000 mal verkauft in den letzten Jahren) steht als 400 Euro Rad jeden Tag im Fahrradkeller neben einem Stevens für knapp 600 Euro.

Meines ist in jeder Hinsicht besser ausgestattet. Dieses Stevens-Ding hat ja noch nicht mal eine Federgabel. Und bei meinem Fahren auf der Straße machen sich mein 40mm Federweg doch recht gut.

Ich hoffe da ein bißchen auf solche Großserienanbieter, was die Preise angeht.

Mr. Smith
28.03.10, 21:28
Was hast Du gegen ein Ganzkörper-Cabrio?

Letzteres fährt sich schlecht lässig mit 200 auf der Autobahn und Zigarre im Mund.

:mad:

NukNuk

Unbelehrbar
29.03.10, 21:42
Letzteres fährt sich schlecht lässig mit 200 auf der Autobahn und Zigarre im Mund.

:mad:

NukNuk

Dafür gerätst auch nicht so schnell in einen Stau! :mad::-D

K.-H. Hirmer
31.03.10, 21:41
Was ein Pedelec (Elektro-Fahrrad) wert sein kann, habe ich heute wieder erfahren. Von Bremen aus 30 Km bei knackigem Gegenwind nach Hause. Das übt die Beinmuskeln. :frown:

Umso freudiger war ich überrascht, dass ein Fahrzeug der Zukunft, das Elektro-Fahrrad, auch schon dem ADAC aufgefallen ist. In der Ausgabe April 2010 der ADAC Motorwelt ist auf den Seiten 52 – 56 ein Gebrauchstest von zehn verschiedenen Elektro-Rädern für jeden Geldbeutel.

Naturgemäß schnitt das ALDI-Rad für 599,--€ am schlechtesten ab. Das verstehe ich auch. Ein ordentlich gebrauchfähiges Allround-Fahrrad kostet schon mindestens 300 – 400€. Da muss bei einem Elektro-Rad für 599€ halt an allen Ecken und Enden gespart werden. Aber ab 1600€ bekommt man schon ein ordentliches Rad, dass von den Testern mit Note 2,3 bewertet wurde. Mal sehen, wo in zwei bis drei Jahren der Preis ist.

Interessant finde ich, dass der ADAC auch ein verbreitetes Vorurteil beschreibt, das ich auch gegenüber diesen Rädern hatte. Er schreibt:


Pedelecs (Pedal Electric Cycles) heißen die elekrobeflügelten Fahrräder, die ihr Image in jüngster Zeit kräftig poliert haben: raus aus der Reha-Ecke, hinein in die moderne Mobilitätswelt. Und mal ehrlich: Wer freut sich nicht über eine gute Portion Extrakraft für die Beine?

Interessant ist auch die Aussage des ADAC zur Verbreitung dieser Elektro-Fahrräder. Nach seinen Angaben wurden im Jahr 2005 hierzulande 25.000 solcher Räder verkauft, im Jahr 2009 waren es schon 120.000. Die Tendenz sei weiter stark steigend.

Das Fahrrad wird wohl weit eher ein verbreitetes Elektro-Fahrzeug sein, als das Auto. Radfahrer sind eben moderne Menschen. :) Und wir werden immer mehr. Zur Zeit ist Hochsaison und der Laden meines Händlers berstend voll.

Die Zeit der mentalen Dinosaurier, die ein Fahrzeug brauchen, mit dem sie bei 200 Km/h mit Zigarre im Mund über die Autobahn brettern können, geht zu Ende. :)

Mr. Smith
31.03.10, 23:38
Ich hätte heute bald einen von Euch überfahren. Der Depp stand in der Einbahnstrasse an der Kruezung rechts von mir, gedachte jedoch erstens nach links abzubiegen und mir dies zweitens nicht anzukündigen. Hätte ich nicht so schnell wieder gebremst, wäre ich über ihn drüber gerollt, nachdem er sich vor mir hinlegte. Was natürlich keinen stören würde - hätte man nicht gerade lediglich die Knautschzone des Eigenfettanteils.

Fahrradfahrer - miese Ratten auf zwei Rädern.
Kann ich nur immer wiederholen!

:mad:

NukNuk

K.-H. Hirmer
31.03.10, 23:42
Fahrradfahrer - miese Ratten auf zwei Rädern.
Kann ich nur immer wiederholen!
Wenn Du glaubst, dass die Dich als Autofahrer besonders nerven, lade ich Dich mal eine Woche lang auf meine Radwege ein. Vor allem Abends, wenn Dir diese unbeleuchteten Blindschleichen entgegenkommen. Oder an Schulen, wo Rudel von Teenies die Radwege unpassierbar machen ... :mad:

Mr. Smith
31.03.10, 23:49
Wenn Du glaubst, dass die Dich als Autofahrer besonders nerven, lade ich Dich mal eine Woche lang auf meine Radwege ein.

Was ich gar nicht ab kann, sind Radfahrer, die auf der Strasse fahren, obwohl gleich daneben auf dem Fussweg eine Radspur gekennzeichnet ist. Denen könnte ich immer dermassen eins auf die Fresse...

:mad:

NukNuk

K.-H. Hirmer
01.04.10, 00:04
Was ich gar nicht ab kann, sind Radfahrer, die auf der Strasse fahren, obwohl gleich daneben auf dem Fussweg eine Radspur gekennzeichnet ist. Denen könnte ich immer dermassen eins auf die Fresse...

Radfahren müssen einen Radweg nur benutzen, wenn ein Schild das vorschreibt (weist schon, dieser blaue Lollie). Andere Radwege kann er benutzen, muss er aber nicht.

Für das Fahren auf der Straße gibt es mehrere sehr gute Gründe.

a) Vereister, nicht geräumter Radweg :angry:

b) Geräumte Straße und der Schnee wurde auf den Radweg geschoben :angry:

c) Freundliche Auto-Beifahrer haben mal wieder die Bierflasche aus dem Fenster auf den Radweg geworfen, wo sie zerschellt ist und einen Glas-See hinterlassen hat :angry:

d) Der Radweg führt an Grundstücksausfahrten vorbei, wo hirnige Autofahrer rausgeschossen kommen und nicht auf Radler achten :(

e) Autofahrer parken auf hunderte Meter den Radweg zu (s. Bremen) :angry:

f) Um Autofahrer wie Dich zum Langsamfahren zu erziehen. :thumbsup:

g) Um Autofahrer wie Dich zu ärgern. :thumbsup:

Mr. Smith
01.04.10, 00:25
Um Autofahrer wie Dich zu ärgern.

Wenn ich mich ärger, wieg ich aber zumeist zwei Zentner!

:mad:

Wir sollten an einer Möglichkeit arbeiten, wie Radfahrer und Menschen koexistieren können; auch im Strassenverkehr. Eine Sperrfrist für Zweiräder tagsüber hielt ich z.B. für angemessen. Oder wochentags radfahrerfreie Zonen in den Innenstädten.

:-)

NukNuk

K.-H. Hirmer
01.04.10, 00:48
Wir sollten an einer Möglichkeit arbeiten, wie Radfahrer und Menschen koexistieren können;...
Wenn Du die Autofahrer auch zu den Menschen zählst, klappt das nie. :-D

Eine Sperrfrist für Zweiräder tagsüber hielt ich z.B. für angemessen. Oder wochentags radfahrerfreie Zonen in den Innenstädten.

Gibt es. Beides. Aber für Autofahrer! :-D

Die Bremer Innenstadt wird immer freier von diesen Benzinstinkern. :)
Tagsüber. Nachts. Und die ganze Woche über. Selbst Lieferverkehr gibt es nur noch eingeschränkt.

Fußgänger gibt es noch. Meistens Autofahrer, die ihren Wampenschlepper auf dem Park and Ride Platz oder im Parkhaus stehen lassen mussten.

Ist aber kein Problem. Von hinten leise ranfahren und dann ein kräftiges Bing-Bing-Bing!!! mit der Klingel. Sollst mal sehen, wie die auseinanderspritzen! :)

Mr. Smith
01.04.10, 10:01
Gibt es. Beides. Aber für Autofahrer!

Sach ich ja: Schlimmer als unter Hitler!

http://www.politikforen.org/images/smilies/nuk.gif

Wir sollten aber ernsteshalber an dieser Stelle nicht vergessen, dass Autofahren nicht nur aus Bequemlichkeit geschieht (von logistischen Gründen ganz abgesehen), sondern vielmals auch eine Lebensart darstellt; ähnlich dem Motorrad. Cabrios z.B. sind Kult, ich würde meins nicht missen wollen. Vor allem im Sommer, wenn die Sonne auf die Köpfe prasselt und man mit Freunden gemeinsam zum Baden oder sonstwohin fährt (das Ziel ist dabei eher marginal), im Player tolle Musik läuft und die Davidoffs qualmen. Cabriofahren ist wie rauchen - ungesund, kostspielig, aber auch richtig cool.

Und seien wir ehrlich: Welcher Rebell kann mit 'nem Fahrrad an der Ampel schon 'ne Frau beeindrucken?

:cool:

NukNuk

K.-H. Hirmer
01.04.10, 10:47
Wir sollten aber ernsteshalber an dieser Stelle nicht vergessen, dass Autofahren nicht nur aus Bequemlichkeit geschieht (von logistischen Gründen ganz abgesehen), sondern vielmals auch eine Lebensart darstellt; ähnlich dem Motorrad. Cabrios z.B. sind Kult, ich würde meins nicht missen wollen. Vor allem im Sommer, wenn die Sonne auf die Köpfe prasselt und man mit Freunden gemeinsam zum Baden oder sonstwohin fährt (das Ziel ist dabei eher marginal), im Player tolle Musik läuft und die Davidoffs qualmen. Cabriofahren ist wie rauchen - ungesund, kostspielig, aber auch richtig cool.

Genau so ist das. :thumbsup:

Ich bin ja auch nicht wirklich ein Autofeind. ;-)

Und seien wir ehrlich: Welcher Rebell kann mit 'nem Fahrrad an der Ampel schon 'ne Frau beeindrucken?
Wenn ich ihr meine Stange zeige, auf der ich sie mitnehmen könnte schon ... :-D

opppa
01.04.10, 12:42
Was ich gar nicht ab kann, sind Radfahrer, die auf der Strasse fahren, obwohl gleich daneben auf dem Fussweg eine Radspur gekennzeichnet ist. Denen könnte ich immer dermassen eins auf die Fresse...

:mad:

NukNuk

Mein Tip dazu:
Einfach mal "aus Versehen" die Scheibenwaschdüse falsch einstellen und dann die Scheiben waschen!
(Wirkt auch bei Leuten wie Dir, die gern zu nah auffahren!)

:)

opppa
01.04.10, 12:45
f) Um Autofahrer wie Dich zum Langsamfahren zu erziehen. :thumbsup:

g) Um Autofahrer wie Dich zu ärgern. :thumbsup:

Jawoll Herr Oberlehrer!

:bald:

Mr. Smith
01.04.10, 13:00
Einfach mal "aus Versehen" die Scheibenwaschdüse falsch einstellen und dann die Scheiben waschen!

Das macht sich bei Cabrios blöd.

-.-

Wirkt auch bei Leuten wie Dir, die gern zu nah auffahren!

Ich fahre nie zu nah auf.
Gebranntes Kind und so...

;-)

NukNuk

K.-H. Hirmer
01.04.10, 13:04
Mein Tip dazu:
Einfach mal "aus Versehen" die Scheibenwaschdüse falsch einstellen und dann die Scheiben waschen!
(Wirkt auch bei Leuten wie Dir, die gern zu nah auffahren!)

Zum Glück sind die meisten Menschen tolerant und nachsichtig, wenn mal jemand was verkehrt macht.

Zwei Beispiele:

1. Im Februar nahm mir ein Honda Civic, der ohne zu gucken aus einer Tankstelle kam, die Vorfahrt und rammte mich. Statt die Polizei zu rufen, haben wir mein Fahrrad angeguckt, keinen Schaden gefunden, und es bei einer Entschuldigung gelassen.

2. Anfang März fuhr ich in Bremen eine mir unbekannte Straße entlang. Plötzlich war mein Radweg weg und ich musste von jetzt auf gleich auf die Straße wechseln. Und übersah in meiner Hektik eine rote Fußgängerampel und überfuhr diese. Hinter mir ein Polizeiwagen! :schock:

"Fahren Sie doch mal rechts ran ..."

Nach meinem Eingeständnis, dass ich eine rote Ampel überfahren und dabei Fußgänger erschreckt hatte, sahen sich die Beamten den Radweg an. Und fanden ihn tatsächlich blöd gemacht.

Sie fragten mich: "Sind Sie verheiratet?"

Ich sagte: "Ja."

Ihre Antwort: "Na, dann kaufen Sie von dem Geld, das sie gerade gespart haben,ihrer Frau heute Abend einen schönen Strauß Blumen."

Und ließen mich fahren.

So geht das besser im Verkehr: Großzügigkeit geben, wo es geht. Dann bekommt man selber vielleicht auch mal Großzügigkeit, wenn man sie braucht.

opppa
02.04.10, 11:23
Zum Glück sind die meisten Menschen tolerant und nachsichtig, wenn mal jemand was verkehrt macht.

Zwei Beispiele:

1. Im Februar nahm mir ein Honda Civic, der ohne zu gucken aus einer Tankstelle kam, die Vorfahrt und rammte mich. Statt die Polizei zu rufen, haben wir mein Fahrrad angeguckt, keinen Schaden gefunden, und es bei einer Entschuldigung gelassen.

2. Anfang März fuhr ich in Bremen eine mir unbekannte Straße entlang. Plötzlich war mein Radweg weg und ich musste von jetzt auf gleich auf die Straße wechseln. Und übersah in meiner Hektik eine rote Fußgängerampel und überfuhr diese. Hinter mir ein Polizeiwagen! :schock:

"Fahren Sie doch mal rechts ran ..."

Nach meinem Eingeständnis, dass ich eine rote Ampel überfahren und dabei Fußgänger erschreckt hatte, sahen sich die Beamten den Radweg an. Und fanden ihn tatsächlich blöd gemacht.

Sie fragten mich: "Sind Sie verheiratet?"

Ich sagte: "Ja."

Ihre Antwort: "Na, dann kaufen Sie von dem Geld, das sie gerade gespart haben,ihrer Frau heute Abend einen schönen Strauß Blumen."

Und ließen mich fahren.

So geht das besser im Verkehr: Großzügigkeit geben, wo es geht. Dann bekommt man selber vielleicht auch mal Großzügigkeit, wenn man sie braucht.

Da hast Du offensichtlich 2mal Fehler gemacht. Das Recht dazu spreche ich niemandem ab.

Aber wenn Radwege da sind und der Radfahrer fährt auf der Straße, dann ist das Vorsatz!

:yesnod:

K.-H. Hirmer
02.04.10, 11:43
Da hast Du offensichtlich 2mal Fehler gemacht. Das Recht dazu spreche ich niemandem ab.
Versuche doch wenigstens zu verstehen, worauf Du antwortest.

Aber wenn Radwege da sind und der Radfahrer fährt auf der Straße, dann ist das Vorsatz!
Selbstverständlich fahre ich vorsätzlich auf der Straße, wenn es mir geboten erscheint. Aus Versehen kommt man da wohl kaum hin ... :augenrollen:

Ist das ein Problem für Dich?

opppa
02.04.10, 15:00
Versuche doch wenigstens zu verstehen, worauf Du antwortest.


Selbstverständlich fahre ich vorsätzlich auf der Straße, wenn es mir geboten erscheint. Aus Versehen kommt man da wohl kaum hin ... :augenrollen:

Ist das ein Problem für Dich?

Nicht, wenn es für Dich kein Problem ist, geduscht zu werden!

:-D

K.-H. Hirmer
02.04.10, 15:29
Nicht, wenn es für Dich kein Problem ist, geduscht zu werden!

:-D
Gott sei Dank sind 97 - 98% aller Autofahrer vernünftiger als Du und verhalten sich partnerschaftlich. Und sie denken darüber nach, warum ein Radfahrer auf der Straße fährt.

Nachdem ich die dunkle und kalte Jahreshälfte durchfahren habe, kann ich den Autofahrern ein verdientes Kompliment machen.

Wenn ich auf die Straße musste, etwa weil von den Straßen geräumter Schnee den Radweg blockierte, haben die sich sehr fair verhalten. Ich wurde weder angehupt, noch bedrängt, riskant überholt, oder gar gefährdet.

Deine "versehentlich falsch eingestellte" Scheibenwaschdüse kostet mich angesichts dieser Erfahrung nur ein müdes Lächeln.

Gandolf
02.04.10, 15:49
... Und sie denken darüber nach, warum ein Radfahrer auf der Straße fährt.

...

Das täuscht. Die bohren aus anderen Gründen in der Nase.

:-D

mabac
02.04.10, 22:54
Sach ich ja: Schlimmer als unter Hitler!


Die Steigerungsform des Nazis ist der Öko-Nazi!

opppa
03.04.10, 08:51
Das täuscht. Die bohren aus anderen Gründen in der Nase.

:-D

Das sind eben Sportler, die das letzte aus sich rausholen!

:yesnod:

Igni et ferro
04.04.10, 07:16
Die Steigerungsform des Nazis ist der Öko-Nazi!

Lass das nicht die Grünen und Greenpeace hören, ansonsten wirst du zum Spitzensportler :-D

K.-H. Hirmer
11.04.10, 14:49
Heute bekam ich den Auftrag, vier Wochen am Stück für eine Firma in Bremen zu programmieren. Täglich 60 Km werden noch mal für Rad und Fahrer eine gute Prüfung auf Tauglichkeit sein. Ich bin sicher, beide werden bestehen.
Leider hat sich meine Zuversicht, jeden Tag problemlos nach Bremen fahren zu können, doch nicht so erfüllt.

Am Freitag (bei Km-Stand 5.700) tauchte ein überwunden geglaubtes Problem wieder auf: Ein erneuter Speichenbruch im Hinterrad. :(

Obwohl nach den anfänglichen Speichenbrüchen (Km-Stand 1.700) das Rad von 2,0 auf 2,33 mm starke Speichen umgespeicht wurde, trat erneut ein Ermüdungsbruch auf.

Gott sei Dank nur 3 Km von meiner Händlerwerkstatt entfernt, so dass gleich eine neue Speiche eingesetzt und das Rad neu zentriert wurde. Damit ist das Problem aber nicht beseitigt. Ich habe mich mit meinem Händler auf eine - hoffentlich - dauerhafte Lösung geeinigt: Ich bekomme hinten eine 3mm starke Edelstahl-Hohlkammerfelge und neue 2,33mm Edelstahlspeichen rein. Dann spannen wir das Rad hart auf 3,5t Vorspannung und haben damit das Problem - hoffentlich - endgültig beseitigt. Ich zahle das Material, er macht die Arbeit umsonst.

Wir haben die Frage besprochen, ob ich mein Fahrrad zu schlecht gewählt habe. Er verneinte das. Bei Leuten, die viel fahren, seien Speichenbrüche absoluter Regelfall. Ich dürfe nicht vergessen, dass Speichen zu den Verschließteilen zählen. Auch bei Rädern, die viel teurer sind. Er hätte schon "Edelbikes" für 2.000 - 3.000 Euro verkauft, da hätte der Hersteller im Karton gleich ein paar Reparaturspeichen dabeigelegt.

In der Tat hatten alle Räder in seinem Laden - in jeder Preislage - hinten nur die normalen 2mm Speichen.

Auch im Forum "Radforum.de" habe ich recherchiert. Buchstäblich jeder, der sein Fahrrad häufig nutzt und wie ich 100 Kg und mehr auf die Waage bringt, hat irgendwann mit Speichenbrüchen im Hinterrad zu kämpfen gehabt. Ein User beschrieb ein Rad, das er für 800 Euro erworben hat. Er hätte von den ersten Kilometern an mit quietschenden und knarrenden Speichen zu kämpfen gehabt, bis die nach kurzer Zeit schlicht gerissen sind und ebenfalls ein Umspeichen erforderlich wurde. Räder, die für mehr als die üblichen 125Kg zul. Gesamtgewicht konstruiert sind, gibt es zwar, aber nur wenige. So ist das Pegasus Strong für 170 Kg zul. Gesamtgewicht ausgelegt. Das wäre aus heutiger Sicht gegenüber meinem Pegasus Solero eindeutig die richtigere Wahl gewesen. Aber darüber habe ich mir beim Kauf damals nun absolut keine Gedanken gemacht. Das musste erst die Erfahrung bringen.

Bei der Frage, ob das Fahrrad gesamtgesellschaftlich gesehen, eine Alternative im Nahverkehr sein kann, ist das nicht ganz unwichtig.

Würden nämlich all die Leute, die ein 125Kg-Standard-Fahrrad besitzen vom Gelegenheits- zum Vielfahrer werden, die Händlerwerkstätten würden von einer Flut von Reklamationen überrollt werden.

Damit das Fahrrad gesellschaftweit eine alltägliche Alternative zum Auto werden kann, muss die Industrie noch gewaltig Hausaufgaben machen. Da immer mehr Menschen in unserer Wohlstands-Gesellschaft mehr Kilos auf den Rippen haben, als nötig ist, müsste der 125Kg-Standard in der Fahrrad-Konstruktion sicher auf 150Kg, oder besser gleich auf 170Kg angehoben werden.

In meinem Fall wiegt das Rad 17Kg. Ich wiege z. Zt. 105Kg. Dazu kommen täglich 10Kg Gepäck (Laptop, Umziehsachen) und schon sind mehr als 125Kg beieinander.

Zwar sind 132Kg nicht so viel über der 125Kg-Grenze. Aber dann kommt eben dazu, dass ich maximalen Luftdruck (5 Bar) fahre und eben das Rad jeden Tag bis zu 60Km über alle möglichen Miststrecken hinwegzwieble.

Da ist dann das Material irgendwann einfach müde.

Nächste Woche sollen die neue Felge und der neue Speichensatz da sein.

Schauen wir mal, wie lange Edelstahl Dauerlasten aushält.

Unbelehrbar
11.04.10, 16:36
Wir haben die Frage besprochen, ob ich mein Fahrrad zu schlecht gewählt habe. Er verneinte das. Bei Leuten, die viel fahren, seien Speichenbrüche absoluter Regelfall. Ich dürfe nicht vergessen, dass Speichen zu den Verschließteilen zählen. Auch bei Rädern, die viel teurer sind. Er hätte schon "Edelbikes" für 2.000 - 3.000 Euro verkauft, da hätte der Hersteller im Karton gleich ein paar Reparaturspeichen dabeigelegt.

In der Tat hatten alle Räder in seinem Laden - in jeder Preislage - hinten nur die normalen 2mm Speichen.

Auch im Forum "Radforum.de" habe ich recherchiert. Buchstäblich jeder, der sein Fahrrad häufig nutzt und wie ich 100 Kg und mehr auf die Waage bringt, hat irgendwann mit Speichenbrüchen im Hinterrad zu kämpfen gehabt.


Dem muss ich wiedersprechen. Speichenbruch tritt meistens durch mangelnde Wartung bei in die Jahre gekommenden Fahrräder auf oder bei unsachgemäßer Aufspeichung.
Eine ordentliche Felge (Hattest du: Rigida Zac 19!? ) mit guten 2mm Speichen (z.B. DT Swiss Competition) hält auch schwerere Personen problemlos über weit mehr als 5000km(Hinterrad) aus (bei regelmäßiger Wartung).

Gut die Kombination aus 125kg und max. Luftdruck stellt natürlich eine überdurchschnittliche Belastung da, wo das unter widrigen Bedingungen schon mal vorkommen kann.

Wieviele Speichen wurden den beim ersten Bruch getauscht.
Häufig resultiert der zweite Bruch aus dem Ersten, weswegen sogar einige Händler auch nur komplett tauschen.

Die Aussage das Speichenbruch ein Regefall bei jedem Bike und jedem Fahrer wäre ist aber definitiv Unsinn. Selbst bei beschädigten Felgen durch extreme Krafteinwirkung sind die Speichen häufig nicht gebrochen.

Berichte mal weiter. Welche Felge habt ihr nun genau gewählt und welche Speichen?

--------------------------------------------------------------------------

Fragt sich nur, ob man die auch auf das Rad bekommt.
Das Übergewicht kommt ja sehr häufig durch (gewollten) Bewegungsmangel.
Fahrräder für schwere Personen herzustellen ist sicherlich kein Problem.
Wenn die Nachfrage käme, dann würde der Markt auch reagieren.
Einige gibt es ja schon:
http://www.yatego.com/fahrradgigant/p,4b500388f2964,49917e18aeb371_1,rixe-toulouse-xxl-28-wave-24g--09-
http://www.radfachmarkt.de/Fahrraeder/Trekkingraeder/Kalkhoff-Agattu-XXL-8Gang-Trekkingrad::1441.html
http://velotraum.de/modelle/dreixl-3xl-fahrradrahmen-fuer-ganz-grosse
http://www.rabeneick.de/Vabene_Plus_Deore_228.html


Ansonsten würde ich schwere Leute auf umgerüstete MTB Räder schicken bzw. zu Läden, die Fahrräder zusammenstellen und selber Rahmen fertigen, wenn das Geld über ist.

K.-H. Hirmer
11.04.10, 17:36
Dem muss ich wiedersprechen. Speichenbruch tritt meistens durch mangelnde Wartung bei in die Jahre gekommenden Fahrräder auf oder bei unsachgemäßer Aufspeichung.
Klar, das ist auch eine Hauptursache für Speichenbrüche. Durch diese Vorkommnisse sensibilisiert achte ich auf Radwegen drauf, ob Leute vor mir mit Felgenschlägen, also ungleichmäßig gespannten Speichen fahren. Das tun eine Menge Leute.

Eine ordentliche Felge (Hattest du: Rigida Zac 19!? )
Ja, mein Rad hat Rigida ZAC19 Felgen. Sind wohl nicht das Beste, aber scheinen immerhin ganz ordentlich zu sein.

... mit guten 2mm Speichen (z.B. DT Swiss Competition)
Die Speichenmarke kenne ich nicht. Nach meiner Kenntnis sind das einfache 2mm Eindickenspeichen. Das Vorderrad macht bis heute ja auch keinerlei Probleme. Liegt aber wohl auch an der Lastverteilung. Ich schätze, dass mein Hinterrad sicher die doppelte Last tragen muss wie das Vorderrad.

... hält auch schwerere Personen problemlos über weit mehr als 5000km(Hinterrad) aus (bei regelmäßiger Wartung).
Schön wär's. :(
Die Speichenspannung wurde bei mir regelmäßig kontrolliert.

Gut die Kombination aus 125kg und max. Luftdruck stellt natürlich eine überdurchschnittliche Belastung da, wo das unter widrigen Bedingungen schon mal vorkommen kann.
Obwohl ich viel Fahrrad im Leben gefahren bin, ist mir das Phänomen des Speichenbruchs absolut neu.

In den 80er Jahren hatte ich z. B. von Pegasus so einen Mountainbike-Verschnitt. Naja, sah jedenfalls so ein bißchen nach Mountainbike aus. Ich glaube für 399 DM damals. Das Ding habe ich über den Truppenübungsplatz durch die Panzerspuren gescheucht, da wird mir heute schlecht, wenn ich daran denke. Aber Speichenbrüche? Kein einziger!

Wieviele Speichen wurden den beim ersten Bruch getauscht.
Die Geschichte ist etwas länger.

Den ersten Bruch hatte ich bei Km-Stand 800. Ich habe da zwar gemerkt, dass was am Rad heftig geknackst hat, habe aber trotz intensiver Suche nichts gefunden. Und blöderweise bleibt eine gerissene Speiche ja meist in ihrer Position.

Bei Km-Stand 1220 riß dann die zweite Speiche, weswegen das Rad unfahrbar wurde. Ein 12mm Felgenschlag machte das unmöglich. Das Laufrad ging so gerade eben noch frei durch die Ausfallenden. Da habe ich dann doch lieber geschoben. :(

Mein Händler tauschte dann zunächst nur die zwei Speichen aus, mit dem Hinweis, dass er bei einem weiteren Bruch komplett umspeichen würde.

Der dritte Speichenbruch kam dann bei Km-Stand 1770. Da hat mein Händler dann komplett auf feuerverzinkte 2,33mm Speichen umgespeicht.

Der jetzige Bruch führte zur Diskussion, ob er mir nicht vom Strong (170 Kg zul Gesamtgewicht) die Edelstahlspeichen einsetzen könnte und die dann ordentlich vorspannen. Seine Meinung war, dass die Rigida ZAC19 (Aluminium) diese Kräfte nicht tragen kann und er schlug mir eine Edelstahl-Hohlkammerfelge vor. Die Marke kenne ich allerdings nicht.

Die Aussage das Speichenbruch ein Regefall bei jedem Bike und jedem Fahrer wäre ist aber definitiv Unsinn.
Da muss ich widersprechen. Sicher wird ein 75 Kg-Fahrer wohl kaum solche Probleme haben. Aber ab 100 Kg tritt das häufig auf. Ich habe ein Zeit lang in Radforum.de geschrieben. Die Stränge sind voll von Problemen mit Speichenbrüchen. Ich schau mal, ob ich da was verlinken kann.

Beispiel 1 (http://www.radforum.de/546889-post4.html)

Beispiel 2 (http://www.radforum.de/durch-speichenbruch-seitenschlag-was-kann-man-tun-28909.html)

Fahrräder für schwere Personen herzustellen ist sicherlich kein Problem. Wenn die Nachfrage käme, dann würde der Markt auch reagieren.
Ich denke die Nachfrage kommt so lange nicht, wie überhaupt nicht bewusst ist, dass nicht jedes Fahrrad auch jeden Fahrer tragen kann. Ich musste auch erst schmerzlich lernen, dass das so ist.

Und immerhin, meistens funktioniert das doch. 90% der Fahrradbesitzer fahren doch nur 500 - 1000 Km im Jahr. Das ist das Fahrrad langweilig geworden und bereits wieder verkauft oder verschenkt, bevor solche Schwachstellen zu Tage treten.

Ansonsten würde ich schwere Leute auf umgerüstete MTB Räder schicken bzw. zu Läden, die Fahrräder zusammenstellen und selber Rahmen fertigen, wenn das Geld über ist.
Du sagst es: Wenn das Geld über ist.

Aber wer hat schon 1.500 - 2.500 Euro für ein Fahrrad über, dass nichts anderes als ein Alltags-Transportmittel sein soll?

Und vor allem: Wer will das schon über haben? Ich stehe auf dem Standpunkt, dass ein brauchbares Alltagsrad für 400 - 500 Euro zu kriegen sein muss. Und das geht auch, wenn man diese elendig unrationelle Handfertigung in manchen Fahrrad-Klitschen durch rationelle Großserienfertigung mit gutem Qualitätsmanagement ersetzt.

K.-H. Hirmer
11.04.10, 19:55
Wenn die Nachfrage käme, dann würde der Markt auch reagieren.
Inzwischen ist mir klargeworden, was mich an Deinem Beitrag am meisten störte. Die o. g. Aussage.

Ich als Kunde muss mir also Gedanken machen, für welche Lasten die Konstrukteure ein Rad vorgesehen haben?

Das kann's doch wohl nicht sein!

Da stehen diese Räder ohne Unterschied und Kennzeichnung im Laden und werden an jeden verkauft, der eines haben will. Zumindest wird ja vom Handel und der Industrie suggeriert, dass jeder jedes Fahrrad kaufen kann. Denn eine Kennzeichnung:

Achtung! Dieses Rad darf nur von Personen bis max. 75 Kg gefahren werden, weil es sonst sofort kaputt geht!!

fehlt ja wohl an den Rädern. Also darf ich mich als Kunde darauf verlassen, dass ein Rad, dass mir ohne jede Warnung angeboten wird, auch für mich geeignet ist.

Ist bei Autos auch nicht anders. Oder gehst Du beim Autokauf davon aus, dass Du nicht in dem Auto sitzen kannst, weil es sonst zusammenbricht?

Es kann doch nur Aufgabe der Hersteller sein, die Räder, wenn sie ohne Warnung angeboten werden, so zu konstruieren, dass der Käufer darauf fahren kann. Andernfalls hat eine eindeutige Kennzeichnung des zulässigen Fahrergewichts stattzufinden.

Wo soll das sonst hinführen?

Mein Solero gibt es auch als Damenrad. Das kauft sich vielleicht eine etwas strammere Frau. Und weil der Gepäckträger mit "25Kg" gekennzeichnet ist, kauft sie einen Kindersitz für's Rad, weil sie ihren 15 Kg schweren Sohn in den Kindergarten fahren will. Weil ein Kindersitz und ein 15 Kg passen nun mal auf einen 25Kg Gepäckträger.

Anschließend fährt die ein paar Mal zum Kindergarten, überhört einige Speichenbrüche und beim nächsten Hoppeln über einen Kanaldeckel kollabiert ihr das Laufrad und sie fliegt mit ihrem Kind auf die Fresse!

Anschließend kriegt die wohl noch gesagt: "Werte Frau, sie hätten wissen müssen, für welche Last die Konstrukteure das Rad gebaut haben. Und sie hätten wissen müssen, dass die Reserven bei Fahrrädern nun mal sehr eng sind! Sie sind selber Schuld. Wir, der Hersteller und der Handel waschen unsere Hände in Unschuld."

Wird Zeit, dass wir in Deutschland amerikanische Verhältnisse bekommen, was die Haftung von Herstellern für ihre Produkte angeht. :mad:

Wenn ich so Tag für Tag sehe, was für gewichtige Menschen auf was für Rädern herumfahren, kann der ganze Handel und die Industrie nur drei Kreuze zum Dank dafür machen, dass die alle Gelegenheitsfahrer sind, die mal zum Bäcker oder vielleicht mal am Wochenende ein Runde fahren. Würden die alle ihre Räder regelmäßig nutzen, der Handel würde vor Reklamationen nicht mehr aus den Augen gucken können.

Das Rad als echte Alternative im Nahverkehr?

Die Radbranche ist Lichtjahre davon entfernt, Fahrzeuge anzubieten, die man ohne großes Nachdenken, einfach nach Gefallen kaufen und dann auch regelmäßig ohne große Schwierigkeiten nutzen kann. Lichtjahre!

Igni et ferro
11.04.10, 20:03
Achtung! Dieses Rad darf nur von Personen bis max. 75 Kg gefahren werden, weil es sonst sofort kaputt geht!!

Gibt es bei Rädern keine Sicherheitstoleranz?
Gut, bei 150Kg Menschen sollte das Fahrrad schon einen verstärkten Rahmen haben, aber bis 125Kg sollte doch nichts passieren dürfen.
Wenn ich daran denke, was wir als Kinder mit dem Fahrrad alles gemacht haben, was wir transportiert haben... da muß man ja heute Angst haben sich überhaupt darauf zu setzen, gut, bei mir Federgewicht dürfte nichts passieren, aber schon bei Exemplaren mit 90 und mehr Kg sollte da schon die Alarmglocken schrillen

K.-H. Hirmer
11.04.10, 20:17
Gibt es bei Rädern keine Sicherheitstoleranz?
Die gibt es natürlich. Aber ein Speichenbruch deutet schon darauf hin, dass zumindest das Laufrad an seinen Grenzen angelangt ist. Dazu kommt, dass ich das Rad einer Dauerbelastung aussetze. Da kommt es zu Ermüdungsbrüchen. Wie sagt man: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Brüche durch kurzzeitige Spitzenlasten sind Gott sei Dank selten bei Rädern.

Gut, bei 150Kg Menschen sollte das Fahrrad schon einen verstärkten Rahmen haben, aber bis 125Kg sollte doch nichts passieren dürfen.
Hatte ich auch angenommen. Aber mein Gewicht, das Gepäck, der maximale Reifendruck und Bremens miesen Radwege klopfen meine Speichen doch wohl ab und zu mürbe.

Wenn ich daran denke, was wir als Kinder mit dem Fahrrad alles gemacht haben, was wir transportiert haben...
Ja, hab' ich auch gemacht. ;-) Deswegen habe ich auch nicht im Traum daran gedacht, dass dieses recht massiv aussehende Rad nicht für mich geeignet sein könnte.

da muß man ja heute Angst haben sich überhaupt darauf zu setzen, gut, bei mir Federgewicht dürfte nichts passieren, aber schon bei Exemplaren mit 90 und mehr Kg sollte da schon die Alarmglocken schrillen
Inzwischen las ich, dass manche Räder sogar nur für 100 Kg zulässiges Gesamtgewicht konstruiert werden. Und ohne Warnung verkauft werden. Mal sehen, ob ich das noch finde.

Unbelehrbar
11.04.10, 20:40
Inzwischen ist mir klargeworden, was mich an Deinem Beitrag am meisten störte. Die o. g. Aussage.

Ich als Kunde muss mir also Gedanken machen, für welche Lasten die Konstrukteure ein Rad vorgesehen haben?

Das kann's doch wohl nicht sein!

Da stehen diese Räder ohne Unterschied und Kennzeichnung im Laden und werden an jeden verkauft, der eines haben will. Zumindest wird ja vom Handel und der Industrie suggeriert, dass jeder jedes Fahrrad kaufen kann. ...


Nein da hast du schon recht.
Eine entsprechende Kennzeichnung wäre schon angebracht.
Wobei ich anmerken möchte, dass diese bis 150,170kg auch keine korrekte Angabe sein kann.

(Vermutung):
Man wird die auftretenen Kräfte im Versuch ermitteln und einen Sicherheitsfaktor aufschlagen und das war es dann.
Eine Kraft ist ja Masse mal Beschleunigung und auch die Querschnittsfläche des Krafteinflußes spielt eine Rolle für die Belastung.

So entstehen bei 75 kg Downhill Fahrern erheblich höhere Kräfte als bei einem 125kg Mann der auf Asphalt herumfährt.

Einen Speichenbruch ist aber wirklich kein Regelfall. Ich würde es vergleichen mit dem Stoßdämpferwechsel bei Pkw. Natürlich tritt er bei Leuten die ein Fahrrad stärker belasten, sei es durch die Beanspruchung oder nun das Eigengewicht.
Im nächsten Beitrag mehr dazu.

Unbelehrbar
11.04.10, 21:37
Ja, mein Rad hat Rigida ZAC19 Felgen. Sind wohl nicht das Beste, aber scheinen immerhin ganz ordentlich zu sein. Die Speichenmarke kenne ich nicht. Nach meiner Kenntnis sind das einfache 2mm Eindickenspeichen.

Diese gilt als sehr solide und wird gerne verkauft.
Rabeneik verwendet für seine XXL Version eine sehr ähnliche Felge -> http://www.rabeneick.de/Vabene_Plus_Deore_228.html
Allerdings mit Edelstahlspeichen 2,34mm.
Diese Variante hätte also eigentlich ausreichen müssen!

Aus Erfahrung aus 2ter Hand kann ich sagen, dass auch die Version mit 2.0 DT Swiss Competition wohl meist ausreichend ist.
Fährt ein Bekannter ~105kg ,2rad Mechaniker, 12km täglich(Werkstags) + Touren, seit nun ~1,5Jahren im Einsatz.


"Am Gewicht kann es nicht liegen,hab jetzt zwar abgenommen
Doch vorher hatt ich 100 Kg und 26 Kg Gepäck und mir ist nie ne Speiche gebrochen.
Nobse "

Der Herr hatten auch keine Probleme bis zur Beschädigung seiner felge trotz sehr extremen gewichts:
"Ich bin leider noch nicht so ein Leichtgewicht wie Ihr wahrscheinlich. Zur Zeit sinds noch ca. 138kg lebend Gewicht, also Hardcore fürs Rad. Gestartet bin allerdings bei 175kg.
Es sind 36 Speichen, die dicke Messe ich noch. Beim ersten Laufrad hatte ich das Problem auch nicht. Doch dann hatte ich einen kleinen Unfall. ... "

http://www.radforum.de/dauernd-speichenbruch-17395.html


Also üblich oder ganz normal ist das nicht, was dir wiederfahren ist.


Das Vorderrad macht bis heute ja auch keinerlei Probleme. Liegt aber wohl auch an der Lastverteilung. Ich schätze, dass mein Hinterrad sicher die doppelte Last tragen muss wie das Vorderrad..

Ja das ist normal. Die Speichen des Vorderrades halten meist doppelt so lange, wegen der geringeren Belastung.
Ein bißchen kannst du entgegenwirken, wenn du bei Bordsteinabfahrten,.. aus dem Sattel gehst.
Belastet allerdings das Tretlager. Die zweite Komponente mit der schwere Fahrer hin und wieder zu kämpfen haben.


Obwohl ich viel Fahrrad im Leben gefahren bin, ist mir das Phänomen des Speichenbruchs absolut neu. ... Aber Speichenbrüche? Kein einziger!


So häufig ist das wie gesagt auch nicht. Bei über 5000km beginnt das normerweise erst.
Mein hinteres Laufrad hat über 12000km mitgemacht und ist nicht an den Speichen (ersten) gestorben, sondern war durchgebremst.
75kg aber dafür Sprünge und Gelände und nicht selten 10-20kg Gepäck.



Die Geschichte ist etwas länger.

Den ersten Bruch hatte ich bei Km-Stand 800. Ich habe da zwar gemerkt, dass was am Rad heftig geknackst hat, habe aber trotz intensiver Suche nichts gefunden. Und blöderweise bleibt eine gerissene Speiche ja meist in ihrer Position.

Bei Km-Stand 1220 riß dann die zweite Speiche, weswegen das Rad unfahrbar wurde. Ein 12mm Felgenschlag machte das unmöglich. Das Laufrad ging so gerade eben noch frei durch die Ausfallenden. Da habe ich dann doch lieber geschoben. :(


Das riecht stark nach nicht vernünftig gespeicht.


Mein Händler tauschte dann zunächst nur die zwei Speichen aus, mit dem Hinweis, dass er bei einem weiteren Bruch komplett umspeichen würde.


Bis du sicher, dass er nur die 2 getauscht hat?
Dann wäre Bruch 3 nämlich schon fast erklärt.
Durch den Bruch einer Speiche wird die Last auf die Umliegenden verteilt.
Diese werden dadurch überlastet und vorgeschädigt.
Man tauscht daher zumindest die Benachbarten immer mit aus.
Ansonsten ist die Gefahr für einen baltigen erneuten Bruch sehr hoch.



Der dritte Speichenbruch kam dann bei Km-Stand 1770. Da hat mein Händler dann komplett auf feuerverzinkte 2,33mm Speichen umgespeicht.

Das es damit dann auch nicht hielt ist schon etwas sonderbar.


Der jetzige Bruch führte zur Diskussion, ob er mir nicht vom Strong (170 Kg zul Gesamtgewicht) die Edelstahlspeichen einsetzen könnte und die dann ordentlich vorspannen. Seine Meinung war, dass die Rigida ZAC19 (Aluminium) diese Kräfte nicht tragen kann und er schlug mir eine Edelstahl-Hohlkammerfelge vor. Die Marke kenne ich allerdings nicht.

Also wenn ich mir das Rabeneik anschaue möchte ich dem fast wiedersprchen.
Aber so viel Erfahrung habe ich nun auch nicht.
Habe nur aufgrund einer langen Freundschaft viel gelernt von einem freund der die Werkstatt eines 2rad Ladens mittlerweile leitet.
Damals habe ich dort öfter die Pausen und Freistunden zugebracht, da die Werkstaat an meiner Schule lag.
Also glaube ich deinem Händler das mal.
Wäre aber schön wenn du die genaue Bezeichnung noch posten würdest,wenn du sie dann weißt.
Werde ich sicherlich auch noch mit meinem Kumpel drüber sprechen.


Da muss ich widersprechen. Sicher wird ein 75 Kg-Fahrer wohl kaum solche Probleme haben. Aber ab 100 Kg tritt das häufig auf. Ich habe ein Zeit lang in Radforum.de geschrieben. Die Stränge sind voll von Problemen mit Speichenbrüchen. Ich schau mal, ob ich da was verlinken kann.

Beispiel 1 (http://www.radforum.de/546889-post4.html)

Beispiel 2 (http://www.radforum.de/durch-speichenbruch-seitenschlag-was-kann-man-tun-28909.html)

Wie ich oben schrieb hängt dies nicht alleine vom Gewicht ab, aber tendenziell hast du recht, dass es bei schweren Fahrern öfter vorkommt.
Aber eben nicht oft und schon gar nicht bei der Laufleistung die du erwähnst.

Beispiel 1 klingt nach falsch aufgespeicht und 2 nach Ermüdungsbruch bei einem alten Rad (alter Renner, 6Ritzel, Celeste -> 2005 spätester Jahrgang nach google), was schon einiges runter hat.





Du sagst es: Wenn das Geld über ist.

Aber wer hat schon 1.500 - 2.500 Euro für ein Fahrrad über, dass nichts anderes als ein Alltags-Transportmittel sein soll?

Nun das sehe ich etwas anders. Ich habe damals als Schüler´mein Sparschwein geschlachtet und über 2000Dm für mein Rad ausgegeben, da ich wusste, dass ich viel und lange damit fahren werde.
Dank guter Pflege und Wartung habe ich das heute noch.
Defekte Teile wurden durch bessere ersetzt und somit habe ich nach nun 10Jahren immenoch ein Rad was zuverlässig ist, technisch sehr gut, ich optisch klasse finde und mich nicht im Stich lässt.
Für Wegwerfprodukte, wie Elektronik, sieht das freilich anders aus.




Und vor allem: Wer will das schon über haben? Ich stehe auf dem Standpunkt, dass ein brauchbares Alltagsrad für 400 - 500 Euro zu kriegen sein muss. Und das geht auch, wenn man diese elendig unrationelle Handfertigung in manchen Fahrrad-Klitschen durch rationelle Großserienfertigung mit gutem Qualitätsmanagement ersetzt.

Das ist sicherlich möglich. Im Mountainbikebereich bekommst du 500,- auch schon sehr solide Räder. Bei trecking und Co. sollte man dann eher nach Schnäppchen aus der letzten Saison schauen. 800,- sind da schon etwa fällig.

Gandolf
11.04.10, 21:54
Inzwischen ist mir klargeworden, was mich an Deinem Beitrag am meisten störte. Die o. g. Aussage.

...

Hirmer, Hirmer...

Nicht dass du denkst, ich würde deine Fahrradartikel nicht mit größtem Vergnügen lesen, aber mal ehrlich, schlägt dein Händler nicht schon die Hände über den Kopf, wenn er dich nur sieht?

:-D

Mr. Smith
11.04.10, 21:57
Kurze Zwischenfrage:

Darf man mit Fahrrädern eigentlich den Drive In von McDonalds betreten?

NukNuk

Unbelehrbar
11.04.10, 22:03
Kurze Zwischenfrage:

Darf man mit Fahrrädern eigentlich den Drive In von McDonalds betreten?

NukNuk

Nach der Disco habe ich schon einige zu Fuß und ein Auto simulierend im Drive In angetroffen. :-D:banana:
Sollte mit Fahrrad also auch gehen. :-D

Gandolf
11.04.10, 22:06
Kurze Zwischenfrage:

Darf man mit Fahrrädern eigentlich den Drive In von McDonalds betreten?

NukNuk

Nur mit RZAC-Felgen mit 2,3098 mm Edelstahlbespeichung in Carbonverschraubung.

:smoke:

Mr. Smith
11.04.10, 22:14
Sollte mit Fahrrad also auch gehen.

Scheisse!

:mad:

NukNuk

K.-H. Hirmer
11.04.10, 22:23
Hirmer, Hirmer...

Nicht dass du denkst, ich würde deine Fahrradartikel nicht mit größtem Vergnügen lesen, aber mal ehrlich, schlägt dein Händler nicht schon die Hände über den Kopf, wenn er dich nur sieht?

:-D
Doch doch, das scheint mir so zu sein. Als ich nach dem letzten Speichenbruch nach einer dauerhaften Lösung gefragt habe, hat er schon etwas säuerlich geguckt. Mir in unserer Kleinstadt einfach sagen, dass das Verschleiß ist und nicht unter die Garantie fällt, kann er sich nicht wirklich leisten. Sowas würde sich am Dorftresen recht schnell rumsprechen. So war er mit meinem Kompromiss-Vorschlag, dass ich das bessere Material bezahle und er die Arbeit umsonst macht, mit einem recht barschen "Gerne!" einverstanden. :-D

K.-H. Hirmer
11.04.10, 22:24
Kurze Zwischenfrage:

Darf man mit Fahrrädern eigentlich den Drive In von McDonalds betreten?

NukNuk

Wenn man damit zigarrerauchende Cabriofahrer bei der Einfahrt behindern kann, ist das sogar Pflicht!

Mr. Smith
11.04.10, 22:28
Wenn man damit zigarrerauchende Cabriofahrer bei der Einfahrt behindern kann, ist das sogar Pflicht!

Möge Dir die Speiche bei Kilometer 31 platzen!

:mad: :-D

NukNuk

Gandolf
11.04.10, 22:42
Möge Dir die Speiche bei Kilometer 31 platzen!

:mad: :-D

NukNuk

Speichen brechen, wie wir lernen durften.

:augenrollen:

K.-H. Hirmer
11.04.10, 23:00
Das riecht stark nach nicht vernünftig gespeicht.
Als ich die beiden Speichen kaputt hatte, hatte mein Händler gerade Urlaub. Ein anderer ZEG-Händler, den ich in dem naiven Glauben angerufen habe, ZEG-Räder könnten wie Autos in jeder Vertragswerkstatt Garantieleistungen bekommen, sagte mir das Gleiche. "Der Kollege hat wohl bei der Auslieferung nicht richtig die Speichenspannung kontrolliert."

Bis du sicher, dass er nur die 2 getauscht hat?
Ja. Da stand ich dabei. Das darf man in seiner Werkstatt.

Dann wäre Bruch 3 nämlich schon fast erklärt.
Ja, sehe ich auch so.

Das es damit dann auch nicht hielt ist schon etwas sonderbar.
Da kommen mir ganz komische Gedanken. Als die Umspeichung bei 1.700 Km gemacht war, war ich 100 Km später zur Nachkontrolle. "Alles in Ordnung" sagte er. Bei Km 2.300 fuhr ich unter starker Last einen Berg hoch. Und meinte meine Speichen klickern und knarzen zu hören. Am Wochenende drauf kontrollierte ich meine Speichen selber. Wollte mal gucken, ob ich auch eine gleichmäßige Spannung fühlen kann. Und war entsetzt! Auf der linken Seite meinte ich zwei sehr lommelige Speichenpaare gefunden zu haben. Allerdings lief das Rad perfekt zentriert. Hin zum Händler. "Alles in Ordnung, die müssen nicht fester". Naja, er hat den Meisterbrief und ist seit 30 Jahren im Geschäft. Da wird's schon stimmen.

Bei Km 3.500 spendierte ich dem Renner eine Vollinspektion. "Alles in Ordnung, Speichenspannung ist auch OK!"

Und nun habe ich einen Speichenbruch genau auf der Seite, auf der ich die lommeligen Speichenpaare meinte gefunden zu haben. Leider konnte ich nicht mehr feststellen, ob die kaputte Speiche aus einem der beiden Paare stammt. Ich bin direkt in die Werkstatt und da hat er alles nachgespannt, so dass sie jetzt tatsächlich gleichmäßig sind.

Kann das sein, dass ein Zweiradmechaniker-Meister mit 30 Jahren Berufserfahrung noch nicht mal zentrieren kann? :verwirrt:

Wäre aber schön wenn du die genaue Bezeichnung noch posten würdest,wenn du sie dann weißt.
Ja, werde ich machen.

Werde ich sicherlich auch noch mit meinem Kumpel drüber sprechen.
Frag' ihn mal, warum VW einen Käfer als Zig-Millionenseller bauen konnte, mit dem Abermillionen von Menschen problemlos ihre Mobilitätswünsche befriedigen konnten und es die Fahrradbranche nicht schafft, einen ähnlich problemlosen "Fahrrad-Käfer" zu einem "Käferpreis" auf den Markt zu bringen.

Denn je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir das. Würde wirklich der heilige Geist den Deutschen über Nacht eingeben, dass Fahrräder im Nahbereich vernünftiger als Autos sind, die Branche wäre gar nicht in der Lage etwas Angemessenes zu liefern. Das ganze Gerümpel ist derartig uneinheitlich, empfindlich, untauglich und kurzlebig, dass es einem graust.

Ein Arbeitskollege hat für 200 Euro(?) hydraulische Scheibenbremsen an seiner Kiste. Und ärgert sich grün und blau, dass er nach zwei Jahren immer noch keine Beläge gefunden hat, die die Bremsen nicht wie einen alten Güterzug quietschen lassen. :augenrollen:

Sowas gehört den Herstellern nicht abgekauft, sondern um die Ohren geschlagen! :mad:

Bei trecking und Co. sollte man dann eher nach Schnäppchen aus der letzten Saison schauen. 800,- sind da schon etwa fällig.
Da werden wir wohl unterschiedlicher Meinung bleiben. Ich nehme nur als Beispiel das Drössiger(?) Trekkingrad für 780 Euro aus meinem verlinkten Artikel. Die Mühle hat tatsächlich hinten eine Seite radial und die andere tangential eingespeicht. Sorry, aber wie blöd ist der Hersteller denn eigentlich?

Eine Radialverspeichung, die immer eine Verwindung des Laufrades zur Folge hat, damit Kräfte übertragen werden können auf einem Antriebsrad? Und da wundert sich der Käufer über Speichenprobleme?

Eine anderer im Radforum schrieb, dass sein Idworx(?) 3.000 Euro gekostet hätte. Und nach 4.500 Km der komplette Antrieb vom Tretlager über Kasette getauscht werden musste, weil er runter war. Die Kette sei schon nach 1.500 Km hin gewesen. Und diese miese Eierfeile soll 3.000 Euro wert sein?

Wieder ein anderer erzählte von seiner Rohloff-Schaltung an einen Patria-Rad. Die musste nach 3.000 Kilometer eingeschickt werden, damit die Schaltpunkte justiert werden konnten. Hätte eigentlich gedacht, dass bei einer 800 Euro Schaltung die Schaltpunkte bereits bei Auslieferung eingestellt sind ... :augenrollen:

Eines glaube ich nicht mehr: Dass in der Radbranche ein hoher Preis immer auch automatisch gute Ware bedeutet.

K.-H. Hirmer
11.04.10, 23:15
Möge Dir die Speiche bei Kilometer 31 platzen!

:mad: :-D

NukNuk

Ich muss wohl jetzt im Sommer doch mal an mein Rad eine Lenkertasche anbringen, um stets eine doppelte Currywurst/Pommes rot-weiß parat zu haben.

Falls am Radweg mal so ein dummes Cabrio mit schönen weißen Ledersitzen vorbeikommt ... ;-) :-D

Igni et ferro
11.04.10, 23:24
Ich muss wohl jetzt im Sommer doch mal an mein Rad eine Lenkertasche anbringen, um stets eine doppelte Currywurst/Pommes rot-weiß parat zu haben.

Falls am Radweg mal so ein dummes Cabrio mit schönen weißen Ledersitzen vorbeikommt ... ;-) :-D

Warum fährst du kein "liegerad"*?

*weiß nicht wie das richtig heisst, liegst du auf rücken, und fährst du fahrrad....

Durch andere gewichtsverteilung sollte es länger halten.

K.-H. Hirmer
11.04.10, 23:31
Warum fährst du kein "liegerad"*?

Weil die zwischen 3.000 und 4.000 Euro mehr kosten als mein jetziges Fahrrad.

Bei solchen Preisen verliert ein Fahrrad seinen Sinn (preisgünstiger Personentransport). Wenn ich soviel Geld ausgeben wollte, würde ich mir einen Motorroller oder ein kleines Motorrad holen. Bei der Kohle will ich dann auch nicht mehr treten müssen, um mich fortzubewegen.

Igni et ferro
11.04.10, 23:45
Weil die zwischen 3.000 und 4.000 Euro mehr kosten als mein jetziges Fahrrad.

Scusami, die kosten hier bei 450€

Apropos Motorroller... ich finde das Dachdings von BMW geil, aber 1) wird es nicht mehr produziert und 2) teuer wie Sau....
ab 6.000€, für 2.500 hätte ich es noch gekauft

K.-H. Hirmer
11.04.10, 23:55
Scusami, die kosten hier bei 450€
Dann reden wir von zwei verschiedenen Rädern. Habe gerade noch mal nachgesehen: Unter 2.000€ geht gar nichts. Und was vernünftiges geht ab 3.000€ los.

Apropos Motorroller... ich finde das Dachdings von BMW geil, aber 1) wird es nicht mehr produziert und 2) teuer wie Sau....
ab 6.000€, für 2.500 hätte ich es noch gekauft
Den hätte ich bald mal gehabt. Die BMW-Niederlassung Bremen hatte mal eine Leasingaktion gehabt. Sollte so um die 100€ im Monat kosten. Laufzeit 24 Monate. Die BMW-Bank bestand darauf, für diesen lächerlichen Betrag meine Bilanzen der letzten sechs(!) Jahre zu bekommen. Das wollte ich dann doch nicht. Mein Angebot, die kompletten Raten auf einmal im Voraus zu bezahlen wollten sie nicht. Es mussten die Bilanzen sein. Tja, da musste es der Roller nicht mehr sein.

Igni et ferro
12.04.10, 00:02
Dann reden wir von zwei verschiedenen Rädern. Habe gerade noch mal nachgesehen: Unter 2.000€ geht gar nichts. Und was vernünftiges geht ab 3.000€ los.


Den hätte ich bald mal gehabt. Die BMW-Niederlassung Bremen hatte mal eine Leasingaktion gehabt. Sollte so um die 100€ im Monat kosten. Laufzeit 24 Monate. Die BMW-Bank bestand darauf, für diesen lächerlichen Betrag meine Bilanzen der letzten sechs(!) Jahre zu bekommen. Das wollte ich dann doch nicht. Mein Angebot, die kompletten Raten auf einmal im Voraus zu bezahlen wollten sie nicht. Es mussten die Bilanzen sein. Tja, da musste es der Roller nicht mehr sein.

Irgendwas ist bekanntlich immer, aber ich fand den sooo niedlich, ich hätte ihn mir gekauft... leisten kann ich ihn mir, aber ich kaufe mir nicht etwas weil ich es mir leisten kann, sondern weil ich es will, aber ich will nicht alles zu jeden Preis. Und schon garnicht, wenn ich es für überteuert halte, dann doch lieber eine Vespa.

BWA der letzten 6 jahre? is ja schlimmer als H-4-Beziehen wollen :-D

Mr. Smith
12.04.10, 00:04
Falls am Radweg mal so ein dummes Cabrio mit schönen weißen Ledersitzen vorbeikommt

Schwarz. Sie sind schwar...
Ich meine: Untersteh Dich!

:mad: :-D

NukNuk

K.-H. Hirmer
12.04.10, 00:10
... aber ich will nicht alles zu jeden Preis. Und schon garnicht, wenn ich es für überteuert halte, ...

Exakt so geht es mir mit Fahrrädern. :)

Bei einem Rad von 3.000 Euro wäre ich jetzt mit knapp 6.000 gefahrenen Kilometern bei einem Kostenfaktor von 50 Cent/Km. Und wenn ich schon 50 Cent /Km zahlen muss, will ich auch den Komfort von 50 Cent haben. Sprich Kraftrad oder kleines Auto. Aber kein Fahrrad mehr.

Igni et ferro
12.04.10, 00:13
Exakt so geht es mir mit Fahrrädern. :)

Bei einem Rad von 3.000 Euro wäre ich jetzt mit knapp 6.000 gefahrenen Kilometern bei einem Kostenfaktor von 50 Cent/Km. Und wenn ich schon 50 Cent /Km zahlen muss, will ich auch den Komfort von 50 Cent haben. Sprich Kraftrad oder kleines Auto. Aber kein Fahrrad mehr.

Wir haben Fahrräder und Segway, Autos sowieso.
In Madrid 10 Kilometer mit Auto lohnt sich nicht, wirst du arm.

K.-H. Hirmer
12.04.10, 00:17
Wir haben Fahrräder und Segway, Autos sowieso.
Interessantes Ding so ein Segway.

Was kostet der?

Ist es schwer zu lernen, den zu fahren?

Wie schnell ist der?

Wenn Du damit zur Uni fährst, wo läßt Du den da?

Igni et ferro
12.04.10, 00:41
Interessantes Ding so ein Segway.

Was kostet der?

Ist es schwer zu lernen, den zu fahren?

Wie schnell ist der?

Wenn Du damit zur Uni fährst, wo läßt Du den da?

kostet 3.200€ brutto, kaufte allerdings 10 (auch für Freunde mit) und dadurch Rabattstaffelung, ergo 2.500€

Fährt durche gewichtsverlagerung, beugung nach vorn geht es los, ansonsten rechts beugen, links beugen, und zurück um zu stoppen.
Versuch es, nach maximal 30min bist du vollends fähig.

Vmax keine ahnung, 20-30km/h geschätzt

auf Uni-Gelände, Fahrradstand, ist abgeschlossen.

K.-H. Hirmer
13.04.10, 09:57
Wenn das Fahrrad im Nahverkehr ein Verkehrsmittel der Zukunft werden soll, gehört dazu auch, unter den Radfahrern eine entsprechende Fahrkultur zu fördern.

Deswegen gefällt mir die Aktion der Bremer Polizei, die gerade in der Innenstadt läuft, so ausnehmend gut!

Dutzende Polzisten haben die Innenstadt „abgeriegelt“ und nehmen sich jeden Radfahrer vor, der meint rücksichtslos und/oder kreuz und quer durch die Innenstadt brettern zu müssen. Zwar werden leider keine Strafzettel verteilt, aber jeder der falsch fährt darf entweder

- absteigen und schieben
- umkehren
- oder sein Rad abstellen und zu Fuß weitergehen.

Da ich ordentlich gefahren bin, betraf mich das natürlich nicht. :engel:

Eine Bitte gegenüber den Beamten konnte ich mir aber nicht verkneifen:

Nachdem mich Massen von Blindschleichen (=Radfahrer ohne Licht) die ganze dunkle Jahreszeit über genervt haben, musste ich einfach darum bitten, beim Anhalten der Radler auch gleich das Licht zu kontrollieren. :madgrin:

Gute Aktion. Mehr davon!

K.-H. Hirmer
21.04.10, 15:01
Wäre aber schön wenn du die genaue Bezeichnung noch posten würdest,wenn du sie dann weißt.
Inzwischen ist das Rad umgespeicht worden. Die Felge ist eine Westwood-Edelstahlfelge. Sieht recht massiv aus das Ding. Als Speichen habe ich 2,34mm Edelstahlspeichen drin. Der Hersteller ist mir allerdings nicht bekannt.

Unbelehrbar
28.04.10, 21:23
Die Belegschaft der Deutschen Post wird älter, und die Mühen der täglichen Zustellung von Briefen, Päckchen und Paketen werden nicht kleiner. So sucht das Unternehmen nach neuen Modellen für altersgerechte Arbeit - und nicht nur für seine 90.000 Zusteller in Deutschland. ...
http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EC195CC7419E84F3C86E00452BB87F3A6~ATpl~Ecommon ~Scontent.html

Da hat die Post ja mal mitgedacht. :-)






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Inzwischen ist das Rad umgespeicht worden. ...

Danke für die Info!

Reginald
06.11.10, 17:07
*Vollzitat*

Bullshit.
Morgen regnet es, nimm Dein Auto.

*Vollzitat*

Bullshit. Morgen regnet es, nimm Dein Auto fuer den 24km Trek zur Arbeit.

Malix
06.11.10, 17:24
Ich schlage den Ochsenkarren vor. Außer natürlich, die Ochsenfürze belasten die Atmosphäre zu sehr und beschleunigen den "uns alle vernichtenden Klimawandel" dadurch noch mehr.
Das müsste wohl zuerst die EU in aufwendigen Studien überprüfen...

Muad'Dib
06.11.10, 17:39
Bullshit.
Morgen regnet es, nimm Dein Auto.

Bullshit. Morgen regnet es, nimm Dein Auto fuer den 24km Trek zur Arbeit.
Der Hirmer ist ja nicht aus Zucker. Gelobt sei was hart macht! :)

Schließlich gibt es ja auch zweckmäßige Kleidung. :yesnod:



Ich schlage den Ochsenkarren vor.
Und was sind da konkret die Vorteile dem Fahrrad gegenüber? :augenrollen:

Nicht im Falle einer plötzlichen Hungersnot, sondern als Fortbewegungsmittel - auch für Städter? Ochsen im Plattenbau - das gibt wohl Probleme.

:banana:

el spartaco
07.11.10, 09:48
Unsere Art der Mobilität halte ich nicht für zukunftsfähig. 80% des Personentransports mit Pkw's abzuwickeln ist derartig uneffektiv, umweltverschutzend und teuer, dass wir das nicht mehr lange durchhalten.

Viel des Personentransports findet auf Kurzstrecken und dort innerhalb von Ortschaften statt. Da könnte der Pkw durch das Fahrrad ersetzt werden.

Das Fahrrad hätte folgende Vorteile:

Es ist das einzige Fahrzeug, dass das sechsfache seines Eigengewichts als Nutzlast befördern kann. Um eine Person zu befördern, müssen nur ca. 20 Kg Material aufgewendet werden. Beim Pkw sind das 1.000 Kg und mehr. Für die Frage des Umweltschutzes ist das von nicht zu überschätzender Bedeutung.

Es ist leicht und umweltfreundlich herzustellen, zu reparieren und nach langer Nutzungsdauer zu entsorgen.

Es arbeitet abgasfrei.

Es braucht nur wenig Parkraum. Die Innenstädte würden enorm an Platz und Lebensqualität gewinnen.

Das Fahrrad ist das einzige Fahrzeug, dass seinen Fahrer - in der Regel - gesünder macht.

Und es ist natürlich kostengünstig. Für 400 Euro bekommt man schon was recht ordentliches. Ein Golf fängt bei 20.000 Euro (=50 Fahrräder) an.

Ist also das Fahrrad die Lösung für die Probleme des Nahverkehrs?Ich bin mit deinem Beitrag sehr einverstanden. In meinem Leben habe ich schon viele Strecken mit dem Fahrrad bewältigt und möchte noch hinzufügen, dass ein Fahrrad in den großen Städten Autos in der Geschwindigkeit haushoch überlegen sind. Konsequent habe ich mein Auto vor fünf Jahren verkauft und vermisse nichts. Dies sind meine Fahrräder:

http://www.patria.net/typo3temp/pics/4bf2d2c5ad.jpg

http://www.radfahren.de/uploads/pics/5204.jpg

http://www.testberichte.de/imgs/p_imgs_supersize/57/57137.jpg

In den letzten 20 Jahren habe ich auch ein Großteil meiner Reisen mit dem Fahrrad gemacht, ich schätze mal gute 50000 Kilometer. Lediglich in einem Punkt muss ich dir widersprechen. Wenn man ein Fahrrad als Hauptverkehrsmittel hat, reicht eins für 400,-€ nicht, es sei denn, du kaufst ein Gebrauchtes. Obige Fahrräder haben mit Umrüstungen bestimmt auch ca. 8000,-€ gekostet, also ungeheuer teuer, wie viele sagen werden, aber die halten ein Leben lang. Sie laufen und laufen, die Wartung ist minimal, einmal im Jahr zu Inspektion für 30,-€ und das wars. Was mich betrübt, ist neuerdings dieser Hang zu den Pedelecs. Die werden als umweltfreundlich angeboten, obwohl sie jede Menge Strom verbrauchen, von den Lithium - Batterien will ich erst gar nicht sprechen. Muss man mit so einem Ungetüm fahren?

Muad'Dib
07.11.10, 10:12
...Wenn man ein Fahrrad als Hauptverkehrsmittel hat, reicht eins für 400,-€ nicht, es sei denn, du kaufst ein Gebrauchtes. Obige Fahrräder haben mit Umrüstungen bestimmt auch ca. 8000,-€ gekostet, also ungeheuer teuer, wie viele sagen werden, aber die halten ein Leben lang. Sie laufen und laufen, die Wartung ist minimal, einmal im Jahr zu Inspektion für 30,-€ und das wars. Was mich betrübt, ist neuerdings dieser Hang zu den Pedelecs. Die werden als umweltfreundlich angeboten, obwohl sie jede Menge Strom verbrauchen, von den Lithium - Batterien will ich erst gar nicht sprechen. Muss man mit so einem Ungetüm fahren?
Sind schon feine Räder - aber, ist der Preis auf alle zusammen bezogen oder pro Stück?

Der Preis ist sichr auch immer eine Frage des Anspruchs, wie groß die Liebhaberei ist etc. Ich habe damals nur Wert auf den Rahmen gelegt, Anbauteile kann man ja immer auch tauschen. Aber mit der einfachen Deore-Schaltung komm ich zumindest gut zurecht, nur die Federgabel könnte besser sein - aber da hab ich auch schon bei Bekannte erlebt, daß sie mit deutlich teureren nicht zufrieden waren - und ich wohn ja schließlich im Flachland und nutz es hauptsächlich als Fortbewegungsmittel und weniger als Sportgerät im Gelände (körperlich bin ich von der Arbeit her meist gut ausgelastet ;-)).

Und optisch und vom Gefühl her muss es (für mich) eben einfach passen, und da war dieses vergleichsweise günstige genau das Richtige - hat mit allem Umbau&Zubehör (andere Mäntel, Sattel, Beleuchtung/Nabendynamo, Steckschutzbleche, Schnellspanner getauscht, Helm...) nicht ganz 2000 DM (ja, nicht mehr das Allerneuste) gekostet und der Rahmen ist immer noch wie neu, dank Pulverbeschichtung.
Ich bin zufrieden damit.

http://www.fahrrad.de/typo3temp/pics/53ff7d9bf8.jpg


Und zu den "E-Bikes":
für ältere oder körperlich eingeschränkte Menschen doch eine feine Sache!

rondo bavarese
07.11.10, 10:25
Und zu den "E-Bikes":
für ältere oder körperlich eingeschränkte Menschen doch eine feine Sache!



Schön, dass es Menschen gibt, die auch an die Schwächeren dieser Gesellschaft denken. http://smilie-land.de/t/e-h/finger/finger0011.gif

el spartaco
07.11.10, 11:58
Schön, dass es Menschen gibt, die auch an die Schwächeren dieser Gesellschaft denken. http://smilie-land.de/t/e-h/finger/finger0011.gifWir reden doch hier nicht von Fahrzeugen für Behinderte, um deren Bewegungsradius zu erhöhen, sondern von Fahrzeugen für Leute, die sich von Elektromotoren bewegen lassen und meinen, sie seien sportlich tätig, es aber eigentlich nötig hätten, sich zu bewegen und eigene Kraft einzusetzen und zu trainieren, um ihren Speckbauch los zu werden, ihren Herzkreislaufapparat vor dem Kollaps zu bewahren und ihre Gelenke zu schmieren. Jüngster Trend der Pedelecentwicklung von der renommierten Firma coratec, das vollgefederte Mountain-Pedelec, damit ich auf den großen Arber quer durch den Wald mit 70 km/h fahren kann. Geh's noch?

rondo bavarese
07.11.10, 12:12
Wir reden doch hier nicht von Fahrzeugen für Behinderte, um deren Bewegungsradius zu erhöhen, sondern von Fahrzeugen für Leute, die sich von Elektromotoren bewegen lassen und meinen, sie seien sportlich tätig, es aber eigentlich nötig hätten, sich zu bewegen und eigene Kraft einzusetzen und zu trainieren, um ihren Speckbauch los zu werden, ihren Herzkreislaufapparat vor dem Kollaps zu bewahren und ihre Gelenke zu schmieren. Jüngster Trend der Pedelecentwicklung von der renommierten Firma coratec, das vollgefederte Mountain-Pedelec, damit ich auf den großen Arber quer durch den Wald mit 70 km/h fahren kann. Geh's noch?

Bei Menschen, die ein Elektro-Rad, Mofa etc. fahren, sollte man schon zuerst von einem Handycap ausgehen.
Dein (markierter) Satz könnte auch vom Reichs-Gesundheitsbeauftragten des Führers stammen. :cool:

Muad'Dib
07.11.10, 12:24
Bei Menschen, die ein Elektro-Rad, Mofa etc. fahren, sollte man schon zuerst von einem Handycap ausgehen.
Dein (markierter) Satz könnte auch vom Reichs-Gesundheitsbeauftragten des Führers stammen. :cool:
:thumbsup:

...und wenn jemand rasant durchs Gelände brettern möchte, ist es doch besser (für die Umwelt), er tut das mit einem HiTech-Mountainbike als mit der Enduro. :)

el spartaco
07.11.10, 13:04
Bei Menschen, die ein Elektro-Rad, Mofa etc. fahren, sollte man schon zuerst von einem Handycap ausgehen.
Dein (markierter) Satz könnte auch vom Reichs-Gesundheitsbeauftragten des Führers stammen. :cool:Auweia, tut das weh, rondo teutonia?

Der von unserem geschätzten Freund so eingeordnete Satz bildet die Quintessenz aus den Berichten diverser Gesundheitskommissionen und meiner eigenen Anschauung im Sportunterricht bei Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren, die in einem solch bedauernswerten Zustand sind, dass sich für den männlichen Teil die Frage der Bundeswehr schon bei der Musterung erledigt, übrigens völlig egal, welcher nationale Hintergrund vorliegt, ob deutsch, russisch, türkisch, oder arabisch.

rondo bavarese
07.11.10, 13:18
Auweia, tut das weh, rondo teutonia?

Ja ich weiß, die Wahrheit schmerzt.
Werde mich zukünftig bei Dir diplomatischer ausdrücken.
Wir wollen Dich doch gesund in unserer Mitte haben :)

:haha: :haha: :haha:

el spartaco
07.11.10, 13:38
Ja ich weiß, die Wahrheit schmerzt.
Werde mich zukünftig bei Dir diplomatischer ausdrücken.
Wir wollen Dich doch gesund in unserer Mitte haben :)

:haha: :haha: :haha:Fährst du eigentlich Fahrrad oder redest du wie der Blinde von Farben?:-D

rondo bavarese
07.11.10, 14:30
Fährst du eigentlich Fahrrad oder redest du wie der Blinde von Farben?:-D

Klar fahre ich mit dem Fahrrad.
Nur im Winter lasse ich meinen Drahtesel im Keller. :)

K.-H. Hirmer
07.11.10, 19:55
Wenn man ein Fahrrad als Hauptverkehrsmittel hat, reicht eins für 400,-€ nicht, es sei denn, du kaufst ein Gebrauchtes.
Also bis heute reicht es sehr wohl.

Ab 04. September 2009 habe ich damit 12.400 Km gefahren. Außer einigen Speichenbrüchen im Hinterrad hatte ich keine Probleme. Die hat aber ein Arbeitskollege mit seinem viel teurerem VSF Fahrradmanufaktur XXL (steht jedenfalls drauf) auch.

Ich warte einfach mal ab, wie weit ich damit komme.

el spartaco
07.11.10, 22:00
Also bis heute reicht es sehr wohl.

Ab 04. September 2009 habe ich damit 12.400 Km gefahren. Außer einigen Speichenbrüchen im Hinterrad hatte ich keine Probleme. Die hat aber ein Arbeitskollege mit seinem viel teurerem VSF Fahrradmanufaktur XXL (steht jedenfalls drauf) auch.

Ich warte einfach mal ab, wie weit ich damit komme.Klar, kommt ja auch auf die Ansprüche und auf die Wege an, auf denen du fährst. Genau die Speichenbrüche, von denen du sprichst, kann ich mir zum Beispiel in den Weiten Estlands, wo ich letztes Jahr war, oder auch in Polen nicht leisten, deshalb auch spezielle Felgen für die Geometrie der Speichen zur Rohloffnabe. Sind halt unterschiedliche Ansprüche. Ich habe das letztlich auch nur geschrieben, um zu zeigen, dass selbst bei meinem "Luxus" mit drei Rädern, ach so, ein Rennrad habe ich auch noch, man auch nicht annähernd an die Kosten eines Autos heran kommt. Übrigens kann ich mit meinem VSF t400 und Anhänger 100 Kilo locker transportieren. Darf man fragen, was du für ein Fahrrad fährst?

rondo bavarese
07.11.10, 22:09
............ und meiner eigenen Anschauung im Sportunterricht bei Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren, die in einem solch bedauernswerten Zustand sind, dass sich für den männlichen Teil die Frage der Bundeswehr schon bei der Musterung erledigt, übrigens völlig egal, welcher nationale Hintergrund vorliegt, ob deutsch, russisch, türkisch, oder arabisch.

Wenn die Hauptsache der Bildungskosten in überhöhte Lehrergehälter sowie in überhöhten Frühpensionen und Pensionen fliest, braucht man sich nicht zu wundern, wenn für den Sportunterricht kein Geld mehr da ist.

el spartaco
07.11.10, 22:12
Wenn die Hauptsache der Bildungskosten in überhöhte Lehrergehälter sowie in überhöhten Frühpensionen und Pensionen fliest, braucht man sich nicht zu wundern, wenn für den Sportunterricht kein Geld mehr da ist.Tut das eigentlich weh?:asslick:

Itchy
07.11.10, 22:25
Herr Spartaco, wie oft wurde ihnen schon so ein Drahtesel hier gestohlen?

el spartaco
07.11.10, 22:47
Herr Spartaco, wie oft wurde ihnen schon so ein Drahtesel hier gestohlen?Merkwürdigerweise noch nie. Ich wohne aber auch nicht in Münster.:-D

Itchy
07.11.10, 22:49
Merkwürdigerweise noch nie. Ich wohne aber auch nicht in Münster.:-D

Münster ist ja auch eine allgemeine Zumutung - was soll man da sonst machen, wenn nicht Fahrräder stehlen. Schon, um das widerliche Münsteraner Studentengesocks zu schädigen. :-)

K.-H. Hirmer
07.11.10, 23:15
Genau die Speichenbrüche, von denen du sprichst, kann ich mir zum Beispiel in den Weiten Estlands, wo ich letztes Jahr war, oder auch in Polen nicht leisten, deshalb auch spezielle Felgen für die Geometrie der Speichen zur Rohloffnabe.
Warum nicht? Für so etwas gibt es doch flexible Reparaturspeichen. Und einen Fahrradladen in Estland oder Polen zu finden, dürfte wohl auch kein weltbewegendes Problem sein, oder? Zumal man mit einer kaputten Speicher ja auch noch eine ganze Strecke fahren kann, bevor es wirklich schlimm wird.
Darf man fragen, was du für ein Fahrrad fährst?
Pegasus Solero Alu Light. (http://www.pegasus-bikes.de/fahrrad/trekking.aspx?sub=5) Allerdings mit einer 7-Gang-Nabenschaltung statt Kettenschaltung.

el spartaco
08.11.10, 06:52
Warum nicht? Für so etwas gibt es doch flexible Reparaturspeichen. Und einen Fahrradladen in Estland oder Polen zu finden, dürfte wohl auch kein weltbewegendes Problem sein, oder? Zumal man mit einer kaputten Speicher ja auch noch eine ganze Strecke fahren kann, bevor es wirklich schlimm wird.

Pegasus Solero Alu Light. (http://www.pegasus-bikes.de/fahrrad/trekking.aspx?sub=5) Allerdings mit einer 7-Gang-Nabenschaltung statt Kettenschaltung.Leider ist das im Baltikum und auch außerhalb mittelgroßer und großer Städte in anderen osteuropäischen Ländern, ja selbst in der ehemaligen DDR, noch ein Problem. Die beiden Reiseräder sind deshalb auch mit speziellen Speichen von DT ausgerüstet. Auf Nabenschaltung bin ich bei dem für "Expeditionen" auch umgestiegen, allerdings auf Rohloffnabe, weil mir mein Fahrradhändler ein Angebot machte, was ich nicht ablehnen konnte.:-D

Countryjoe
10.11.10, 07:11
Ist also das Fahrrad die Lösung für die Probleme des Nahverkehrs?

In der Großstadt vielleicht teilweise. Aber generell wohl kaum. Landschaft, Wetter und die eingeschränkten Transportmöglichkeiten limitieren seinen Einsatz beträchtlich.

el spartaco
10.11.10, 07:56
In der Großstadt vielleicht teilweise. Aber generell wohl kaum. Landschaft, Wetter und die eingeschränkten Transportmöglichkeiten limitieren seinen Einsatz beträchtlich.Wir sprachen von Nahverkehr, Johannes. Warum sollte es auf dem Lande beim Stand der Fahrradtechnik, und hervorragender Funktionskleidung mit super Wetterschutz weniger Einsatzmöglichkeiten geben? Bei stark gebirgigem Gelände könnte man ja wirklich auch noch mal über Pedelecs nachdenken.