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agano
21.02.10, 11:10
Aufforstungsprojekt in der Sahelzone.

gute die, aber als einzelprojekt quatsch, denn gegen den sand kommt keine natur an. eine solch einseitige massnahme kostet nur geld, die für einzelne gruppierungen nützlich sein können, sie bringen insgesamt aber nichts.

da muss noch ein anderer weg her, der eigentlich ganz einfach ist.

also als beispiel erst einmal das meer. damit der sandstrand nicht abgespült wird, baut man buhnen hinaus. das sind steinwälle, die den strand schützen. wenn du die wüste betrachtest, ist es ähnlich. in langen dünen, getragen durch den stetigen wind, laufen diese ungehindert dort hin, wo sie wollen und vernichten alles. so. das zu dem.

sand jedoch kannst du binden, und das eigentlich mit einfachen mitteln. wenn man also hingeht und den vorhandenen sand als mauer aufbaut - wie immer diese mauer auch geformt sein soll, kann man den sand am wandern hindern und sogar zurück drängen. regionen also, die vom sand eingeschlossen sind, wieder befreien. ist eh interessant, festzustellen, was sich da so alles darunter befindet, finde ich!!!

ausserdem könnten diese regionen, die man wieder renaturalisieren möchte, als sandlieferanten dienen und die wichtigen WASSERADERN, die wir hier in europa vernichten - was anderes ist es nämlich nicht, wenn hier sand gefördert wird - könnten geschützt bleiben.

also, man beginnt, den liegenden sand in einer wüste zu verfestigen. das geht, indem man mit wasser vermischtes klebematerial in verdünnter form auf den sand sprüht, damit die sandkörner bindet und das immer wieder fortsetzt, bis sich eine grosse mauer aufgebaut hat, die wanderdünen davon abhalten, ins landesinnere zu wandern.

so ungefähr. dann, dreissig kilometer davor in richtung wüste wieder einen wall in der gleichen form aufbaut und dazwischen den sand ... verkauft. wird genügend gebraucht, um betonburgen zu errichten, oder brücken zu bauen. diese prozedur wiederholt man ständig, bis die wüste in dem bereich eingepfercht ist, die sie nicht verlassen soll. zwischen den sandbuhnen, die man erbaut hat, forstet man das land wieder auf, oder stellt solarkraftwerke hin. was auch immer.

wichtig ist nur, dass die region, das land also gut davon hat und nicht wieder diese schmarotzenden geschäftemacher aus der gesamten welt.

und noch was: geht nicht, gibt es nicht. ausserdem ein gefundenes fressen für die archäologie.

ehm, ist nur so eine idee von mir und sollte einer sie verwenden, will ich meinen anteil. :-D richard



http://www.tagesschau.de/ausland/sahelzone100.html

Ein grüner Gürtel gegen die sandige Wüste

Die Wüstenbildung in der Sahelzone aufzuhalten - dieses Ziel haben sich Afrikas Staatschefs gesetzt. Über den Kontinent soll ein 7000 Kilometer langer und 15 Kilometer breiter Waldstreifen entstehen, der die Wüste begrenzt. Bisher hält sich nur der Senegal an die Vereinbarung.

Cú Chulainn
21.02.10, 11:16
Kennst du den Unterschied zwischen Wasser und Wind?

Du kannst mit deinen Buhnen ein Stück weit das Wasser daran hindern, den Sand wegzutragen.
Versuch mal, mit einer Mauer den Wind daran zu hindern, Sand irgendwo hinzutragen.....

agano
21.02.10, 11:24
Kennst du den Unterschied zwischen Wasser und Wind?

Du kannst mit deinen Buhnen ein Stück weit das Wasser daran hindern, den Sand wegzutragen.
Versuch mal, mit einer Mauer den Wind daran zu hindern, Sand irgendwo hinzutragen..... funktioniert genau so. der sand ist immer schwerer und in der regel treiben die sanddünen nach vorn. bei einem sandsturm ist das auch was anderes, aber das ähnelt sich auch mit einem sturm am meer, da nützen die buhnen nämlich auch nix. nur, solche sandstürme haste nicht oft, genau so, wie wir an der küste selten stürme haben. die kommen ein paar mal vor und erfordern eh immer die sorgfalt der küstenschützer, die dafür höhere deiche bauen. und nun haste das kunstwort. hohe sanddeiche bauen, die seicht anlaufen und den vom wind eingefangenen sand .... auffangen.

ich weiss also, wovon ich rede. du auch? richard

Cú Chulainn
21.02.10, 11:29
Ich meine, du solltest dich mal über den Zweck von Buhnen allgemein informieren.

Hier vielleicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Buhnen

Die sind nicht dazu da, Sandzutrag zu verhindern - sondern die Landerosion.

Bei Sand hilft nur baggern....

agano
21.02.10, 16:32
Ich meine, du solltest dich mal über den Zweck von Buhnen allgemein informieren.

Hier vielleicht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Buhnen

Die sind nicht dazu da, Sandzutrag zu verhindern - sondern die Landerosion.

Bei Sand hilft nur baggern....weisst du, ich lebe hier DIREKT an der küste und weiss, was buhnen für eine aufgabe haben.

ich nahm das beispiel der buhnen für die wüste in verbindung mit einer anderen technik, nämlich den sand zu binden und gleichzeitig damit eine barriere aufzubauen, die verhindert, das sanddünen alles überwalzen.

noch schreibe ich nicht chinesisch. richard

Cú Chulainn
21.02.10, 18:10
Dummerweise heisst irgendwo leben noch nicht, die verwendete Technik zu verstehen.

Aber wenn du da schon lebst - kannst du dich erinnern, wie man Dünen befestigt?

Nein?

Ich verrats dir mal - mit Bepflanzung...

Man baut da seltsamerweise keine Buhnen......

agano
21.02.10, 21:11
Dummerweise heisst irgendwo leben noch nicht, die verwendete Technik zu verstehen.

Aber wenn du da schon lebst - kannst du dich erinnern, wie man Dünen befestigt?

Nein?

Ich verrats dir mal - mit Bepflanzung...

Man baut da seltsamerweise keine Buhnen......na, dann beflanze mal eine wanderdüne!!!

im übrigen weiss ich, wie das gemacht wird, denn schliesslich wird das bei uns am strand - mit mässigem erfolg, muss man dazu sagen, weil zu langwierig - schon seit ewiger zeit praktiziert. ich lebe nicht auf dem mond, weisst du.

ich würde riesige flächen begradigen und gleichzeitig mittels wasser und einem klebeprodukt biologischer herkunft erst einmal verfestigen, damit der wind den sand nicht wieder abtragen kann und diese flächen mittels bepflanzten sandbuhnen, ähnlich der knicks in schleswig-holstein, nur eben bedeutend höher, vor dem wind schützen und mich so in die wüste vorkämpfen. auf den verfestigten boden könnten pflanzen gesetzt werden, die humus bilden. auch könnten die flächen für die nutzung der sonnenenergie verwendung finden, oder mit gewächshäusern bebaut werden. alles ist möglich. richard

Cú Chulainn
22.02.10, 16:43
Jetzt tausch mal deinen bekannten Strandhafer gegen trockenresistente Bäume und du hast - ja Wahnsinn: Genau den Vorschlag....


Und dann denk mal darüber nach, warum die Dünen bei dir im Norden nicht mit deinen Buhnen befestigt sind.

Oder "geklebt".

Blitz
22.02.10, 22:18
.......... auch könnten die flächen für die nutzung der sonnenenergie verwendung finden, oder mit gewächshäusern bebaut werden. alles ist möglich. richard

Ich kenne jemanden, der im Senegal Photovoltaik-Anlagen aufbaut. Das ist in südlichen Breiten und in Wüstenregionen recht problematisch. Weil die Sonne dort ziemlich senkrecht scheint, müssen die Siliziumplatten waagerecht installiert werden. Bei großen Anlagen kommen die nicht mit den Sand herunter zu fegen. Großanlagen müßte schon ziemlich hoch angebracht werden.

Gruß
Blitz

agano
03.03.10, 14:20
Jetzt tausch mal deinen bekannten Strandhafer gegen trockenresistente Bäume und du hast - ja Wahnsinn: Genau den Vorschlag....


Und dann denk mal darüber nach, warum die Dünen bei dir im Norden nicht mit deinen Buhnen befestigt sind.

Oder "geklebt".die art und weise, wie wir hier buhnen bauen, sind von meiner seite natürlich nur beispiele. dass du die wüsste nicht mit unserem strandgras bepflanzen kannst, leuchtet doch ein. du sollst nur die beispiele verwenden, sie auf ... andere möglichkeiten umlegen und dementsprechend handeln.

nichts tun ist nun mal nicht der richtige weg, schon gar nicht deshalb, weil wir dieses dilemma als menschen mit zu verantworten haben, was ich dir nicht erst verklickern muss.

ich hab nur idee, bin kein experte, rege nur an und was letztendlich wirklich daraus werden kann oder könnte, liegt sicherlich nicht in meinen händen. auch das ist dir klar. wir hier diskutieren nur darüber, bringen unsere eigene - wohl auch etwas dilettantischen - ideen hier herein, die womöglich so gar nichts mit expertentum zu tun haben, was du auch wissen solltest.

insgesamt gesehen ist für mich persönlich dieses thema interessant, weil man begonnen hat, sich überhaupt mal ernsthafte gedanken über die thematik zu machen.

in diesem sinne. richard