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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Piëchs und Porsches wollen VW-Gesetz verewigen


mentecaptus
26.07.09, 12:26
Sonderrechte für Niedersachsen

Piëchs und Porsches wollen VW-Gesetz verewigen

Der neue Streit über das VW-Gesetz kann Niedersachsen kaltlassen: Die Familien Porsche und Piëch wollen die Regelungen nach SPIEGEL-Informationen freiwillig in der Satzung des Konzerns festschreiben - für immer und ewig.

Mehr... (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,638278,00.html)


Das VW-Gesetz war und ist ja Gegenstand einer Prüfung der EU-Kommission, die die Auffassung vertritt, es verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz. Denn das VW-Gesetz schreibt fest, dass kein Aktionäre mehr Stimmen auf der HV abgeben kann als 20% - selbst wenn er (wie die Porsche Holding) über 51% oder gar 80% verfügt. So hat sich Niedersachsen mit seinem 20%-Anteil immer eine viel größere Mitsprache gesichert. Meines Erachtens ein Unding - eine Aktie, eine Stimme!

Lumpazius
26.07.09, 15:27
Sonderrechte für Niedersachsen

Piëchs und Porsches wollen VW-Gesetz verewigen

Der neue Streit über das VW-Gesetz kann Niedersachsen kaltlassen: Die Familien Porsche und Piëch wollen die Regelungen nach SPIEGEL-Informationen freiwillig in der Satzung des Konzerns festschreiben - für immer und ewig.

Mehr... (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,638278,00.html)


Das VW-Gesetz war und ist ja Gegenstand einer Prüfung der EU-Kommission, die die Auffassung vertritt, es verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz. Denn das VW-Gesetz schreibt fest, dass kein Aktionäre mehr Stimmen auf der HV abgeben kann als 20% - selbst wenn er (wie die Porsche Holding) über 51% oder gar 80% verfügt. So hat sich Niedersachsen mit seinem 20%-Anteil immer eine viel größere Mitsprache gesichert. Meines Erachtens ein Unding - eine Aktie, eine Stimme!


Ich find das gut.
Der Zocker Wiedeking hätte wahrscheinlich sogar VW verhöckert oder verzockt.
Wiedeking hat sich nicht anders verhalten wie ein Spieler, nur in einer anderen preisklasse als sonst üblich.
Dem muß ein riegel vorgeschoben werden.
welchen Volkswirtschaflichen riesenschaden solche Zeitgenossen anrichten
sehen wir ja an der Weltweiten Wirtschaftskrise.

Gideon
26.07.09, 15:30
Der KDF-Wagen und sein Erbe muss erhalten bleiben.

mentecaptus
26.07.09, 15:34
Ich find das gut.
Der Zocker Wiedeking hätte wahrscheinlich sogar VW verhöckert oder verzockt.
Wiedeking hat sich nicht anders verhalten wie ein Spieler, nur in einer anderen preisklasse als sonst üblich.
Dem muß ein riegel vorgeschoben werden.
welchen Volkswirtschaflichen riesenschaden solche Zeitgenossen anrichten
sehen wir ja an der Weltweiten Wirtschaftskrise.

Was hat denn die Wirtschaftskrise mit "normalen" Unternehmenslenkern zu tun bzw. wie sollen die die Krise verursacht haben? Die Finanzderivate, mit denen die Risiken ausgeblendet und verschleiert wurden, haben doch Banker entwickelt und verkauft.

daimos
01.08.09, 23:41
Der KDF-Wagen und sein Erbe muss erhalten bleiben.KdF, nicht KDF. Wobei mir der Golf wesentlich lieber ist als so n oller Kübelwagen. :-D Ich bin aber ein Mensch, der gern progressive in die Zukunft blickt. Und das Ding heißt heutzutage nun mal VW. Wieso sollte man dann ne andere Bezeichnung wählen? (P. S. Die arme Flagge, und auch noch so zwei diametrale Bewegungen, die durch sie ausgedrückt werden)


ontopic:

Ich warte auf den EuGH, der das Ding wieder kassieren würde. Aber mir scheint, die gute EU-Kommission lässt sich besonders viel Zeit bei der Einreichung der Klage. :augenrollen:

mentecaptus
01.08.09, 23:47
Ich warte auf den EuGH, der das Ding wieder kassieren würde. Aber mir scheint, die gute EU-Kommission lässt sich besonders viel Zeit bei der Einreichung der Klage. :augenrollen:

Die EU-Kommission hat die Bundesregierung ja bereits einmal zur Änderung genötigt, allerdings dürfte die erfolgte Änderung des VW-Gesetzes der EU-Kommission nicht gefallen haben. Denn dem Grunde nach ist alles beim alten geblieben, 20% ist der Maximalstimmanteil, egal wieviele Aktien (mit Stimmrechten) man innehat. Vermutlich wird man vonseiten der EU-Kommission aber abwarten, wie die neue Eigentümerstruktur aussieht, bevor man in der Krise noch die Existenz des größten europäischen Autobauers auf's Spiel setzt. Außerdem wird gerade um einen neuen EU-Kommissionspräsidenten gefeilscht und mit ihm stehen oder fallen die Kommissare. Da will sich keiner zusätzlich ins negative Licht stellen... ;-)

daimos
02.08.09, 00:14
Die EU-Kommission hat die Bundesregierung ja bereits einmal zur Änderung genötigt, allerdings dürfte die erfolgte Änderung des VW-Gesetzes der EU-Kommission nicht gefallen haben. Denn dem Grunde nach ist alles beim alten geblieben, 20% ist der Maximalstimmanteil, egal wieviele Aktien (mit Stimmrechten) man innehat.Jede Quotierung ist ein Verstoß gegen Wettbewerbsregeln. Die Kommission muss das VW-Gesetz im Grunde fast ganz absäbeln. Nicht auszudenken, wenn Christian seinen Aufsichtsrats-Scheffel räumen muss! :schock:

Außerdem wird gerade um einen neuen EU-Kommissionspräsidenten gefeilscht und mit ihm stehen oder fallen die Kommissare. Da will sich keiner zusätzlich ins negative Licht stellen... ;-)Aber klar. Schließlich ist auch in der EU Wahlkampf. :-D

tabasco
02.08.09, 09:19
Jede Quotierung ist ein Verstoß gegen Wettbewerbsregeln.(...)

Jepp.

Ich finde die Ausländerquoten an den Unis auch bescheuert.

:)

Agent Smith
02.08.09, 09:28
Jepp.

Ich finde die Ausländerquoten an den Unis auch bescheuert.

:)

Hallo Kugelfisch.

Da sind wir mal einer Meinung.

daimos
02.08.09, 09:55
Ich finde die Ausländerquoten an den Unis auch bescheuert.Mal davon abgesehen, dass das rein gar nichts mit dem Thema zu tun hat.

Du meinst sicherlich Nicht-EU-Bürger. Spanier, Franzosen, Polen und Rumänen z. B. sind ja, was das angeht, den Deutschen gleichgestellt, also quasi gar keine Ausländer mehr. Das hat auch was mit Wettbewerb zu tun: Gemeinsamer Binnenmarkt. ;)

tabasco
02.08.09, 10:08
Mal davon abgesehen, dass das rein gar nichts mit dem Thema zu tun hat.

Du hast Dich bei der Aussage "Jede Quotierung ist ein Verstoß gegen Wettbewerbsregeln." auch nicht explizit auf das Thema beschränkt.

Du meinst sicherlich Nicht-EU-Bürger. Spanier, Franzosen, Polen und Rumänen z. B. sind ja, was das angeht, den Deutschen gleichgestellt, also quasi gar keine Ausländer mehr. Das hat auch was mit Wettbewerb zu tun: Gemeinsamer Binnenmarkt. ; )Nein, ich meine sicherlich alle Ausländer - denn die Ausländer-Uni-Quoten machen keinen Unterscheid zwischen den EU- und Nicht-EU-Ausländern.

Gideon
02.08.09, 11:12
Nun, in allen Bereichen gilt, dass nicht der Wettbewerb das Ziel ist, sondern Effizienz.
Viele vergessen das in ihrem Geldwahn.

mentecaptus
02.08.09, 11:24
Jede Quotierung ist ein Verstoß gegen Wettbewerbsregeln. Die Kommission muss das VW-Gesetz im Grunde fast ganz absäbeln. Nicht auszudenken, wenn Christian seinen Aufsichtsrats-Scheffel räumen muss! :schock:

Selbst wenn das VW-Gesetzt endlich abgeschafft sein wird, hat das Land Niedersachsen als 20-Prozent-Eigentümer ja Anspruch auf eine angemessene Vertretung im Aufsichtsrat. Und der Ministerpräsident wird diese sicherlich - wie bisher - wahrnehmen.

mentecaptus
02.08.09, 13:21
Mit hohen Schulden unters VW-Dach

Die hohe Schuldenlast von Porsche könnte einem Magazinbericht zufolge die Eigentumsverhältnisse beim künftigen VW-Porsche-Konzern verschieben. Die hohe Verschuldung drücke den Wert des Sportwagenbauers und dürfte daher dazu führen, dass die Eigentümer-Familien Porsche und Piëch nicht wie erwartet rund die Hälfte am neuen Autokonzern halten werden, sondern wohl nur 40 Prozent, berichtet die "Wirtschaftswoche". Dadurch erhöhten sich die Chancen von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, eine Mehrheit der Porsche-Familien bei Volkswagen zu verhindern.

Mehr... (http://www.n-tv.de/wirtschaft/Porsche-Mehrheit-wackelt-article443763.html)