Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Neue Kernkraftwerke in Deutschland bauen?
K.-H. Hirmer
21.01.10, 14:10
Sollen wir neue Atomkraftwerke in Deutschland?
Ich finde, wir stehen vor einem Problem. Deutschland wird in Zukunft einen steigenden Stromverbrauch haben. Der wird so groß sein, dass ich den Neubau von Kernkraftwerken für erforderlich halte.
1. Wir wollen politisch eine Förderung und einen Ausbau der ÖPNV. Bahn, Straßenbahn und S-Bahn brauchen aber Strom zum fahren. Erst recht wird der Strombedarf dann steigen, wenn wir damit Ernst machen wollten, den Güterverkehr stärker auf die Schiene zu verlagern.
2. Gern diskutiert wird das Elektroauto als das Fahrzeug der Zukunft. Nimmt man für ein Fahrzeug eine Leistung von 30 KW an, dann haben eine Million solcher Fahrzeuge eine Leistung von 30 Millionen KW oder 30.000 MW.
Selbst wenn man annimmt, dass ja nicht ständig die Höchstleistung verlangt wird, ist die Leistung von 30.000 MW doch so viel, dass das ohne AKW's nicht bereitgestellt werden kann. Ein heutiges AKW leistet "nur" 1.300 MW. Veranschlagt man für die Bereitstellung der Ladeleistung für eine Million Autos zehn neue AKW, wird das Dilemma deutlich. Bei 30 - 40 Millionen Autos, die irgendwann elektrisch fahren sollen, bräuchte man dutzende bis hunderte neue AKW's. Und über die Bedarfsdeckung der Bahnen haben wir da ja noch gar nicht gesprochen.
Sollen wir also neue Kernkraftwerke bauen?
Wenn ja, zu welchen Sicherheitsstandards? Genügt der heutige oder gibt es schon besseres?
Würdet Ihr ein AKW im Nahbereich eurer Wohnung akzeptieren?
Würdet ihr in einem AKW arbeiten wollen?
Ich würde es erstmal begrüßen,wenn die deutschen Medien mal aufklären,wie der neueste Stand der AKW Technik ist,und ob sich in der Entwicklung seit Tschernobyl was getan hat.Denn eines ist sicher früher oder später müssen doch AKWs gebaut werden,nicht weil wir sie wollen sondern weil es nicht anders geht.
Walter Hofer
21.01.10, 15:08
Ich würde es erstmal begrüßen,wenn die deutschen Medien mal aufklären,wie der neueste Stand der AKW Technik ist,.
Daran besteht kein Interesse, weil in Deutschland keine Atomkraftwerke mehr gebaut werden.
Daran besteht kein Interesse, weil in Deutschland keine Atomkraftwerke mehr gebaut werden.
Das ist wie mit dem Luft holen,selbst wenn man sich weigert,irgend wann muß man doch.
K.-H. Hirmer
21.01.10, 15:15
Ich würde es erstmal begrüßen,wenn die deutschen Medien mal aufklären,wie der neueste Stand der AKW Technik ist, ...
Die Medien machen das weniger, aber die kerntechnische Industrie informiert sehr gründlich, wenn man nachfragt.
Wenn Du magst, kannst Du hier was über die neueste Reaktortechnik lesen.
Europäischer Druckwasserreaktor EPR 1600+ (http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Druckwasserreaktor)
... und ob sich in der Entwicklung seit Tschernobyl was getan hat.
Der Reaktortyp wie in Tschernobyl spielt in Westeuropa keine Rolle. Westliche Kernkraftwerke werden jedes Jahr anlässlich der Revision auf den letzten Stand der Sicherheitstechnik gebracht.
Denn eines ist sicher früher oder später müssen doch AKWs gebaut werden,nicht weil wir sie wollen sondern weil es nicht anders geht.
Wenn wir Elektroautos oder einen massiven Ausbau des ÖPNV wollen, werden wir das wohl tun müssen. Das sehe ich auch so.
K.-H. Hirmer
21.01.10, 15:16
Daran besteht kein Interesse, weil in Deutschland keine Atomkraftwerke mehr gebaut werden.
Ich denke schon, dass wir auch wieder welche bauen werden. Die Frage wird m. E. nur sein, wieviel Dutzend Milliarden Euro wir bis dahin in "altenative" Energiekonzepte versenkt haben.
Walter Hofer
21.01.10, 15:27
Ich denke schon, dass wir auch wieder welche bauen werden. Die Frage wird m. E. nur sein, **.
und die hast du richtig gestellt, vor welcher Haustür?
K.-H. Hirmer
21.01.10, 15:28
und die hast du richtig gestellt, vor welcher Haustür?
Von mir aus vor meiner eigenen.
Lieber Junge
21.01.10, 15:46
Ich bin gegen den Bau von AKWs! Gerade lief im TV ein Bericht über die Energieversorgung in Deutschland. Hauptsächlich wird der Strom bei uns aus Kohle gewonnen. Kohlekraftwerke sollten auch demontiert werden. Die Ressourcen werden immer weiter ausgebeutet und dementsprechend immer teurer. In 4-5 Jahren ist die Solarzellentechnologie schon so gut, dass sie vergleichsweise günstig wie Atomstrom ist. Wir müssen mehr in regenerative Energieen investieren. Dadurch wird Strom in wenigen Jahrzehnten sehr günstig sein. In 80 - 100 Jahren können wir zu 100% mit regenerativen Kraftwerken leben. Die Technik schreitet weiter voran. Die in Windparks erzeugte Energie soll in Akkus gespeichert oder zur Wasserstofferzeugung genutzt werden. Es ist auch noch nicht geklärt, was mit dem Atommüll passieren soll. Ich möchte kein Endlager bei mir vor der Haustür haben. Nun versucht mir nicht zu erklären, dass ich mit meiner Einstellung die Grünen wählen müßte! Die NPD spricht sich auch für regenerative Energieen aus! Umweltschutz ist Heimatschutz!:banana:
Nee du, glaube dem TV nichts, die Sender sind mit Grünen Sympathisanten vollkommen durchseucht.
Lieber Junge
21.01.10, 15:54
Nee du, glaube dem TV nichts, die Sender sind mit Grünen Sympathisanten vollkommen durchseucht.
Das ist mir in dem Fall egal.
Fakt ist: Die Ressourcen werden immer teurer. Dazu zählt auch Uran! Die Russen haben sich schon die Abbaurechte in Australien gesichert, weil die eigenen Vorkommen nicht unbegrenzt verfügbar sind.
Ich bin gegen Abhängigkeiten von dem Ausland und für Umweltschutz.
Walter Hofer
21.01.10, 15:57
Von mir aus vor meiner eigenen.
Es wird in D kein AKW mehr gebaut werden, die Genehmigungsphasen dauern zu lange, und es gibt keine staatl. Subventionen mehr!
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-01/15924153-zeitung-erhebliche-verzoegerung-bei-franzoesischem-atomkraftwerk-016.htm
K.-H. Hirmer
21.01.10, 16:01
In 4-5 Jahren ist die Solarzellentechnologie schon so gut, dass sie vergleichsweise günstig wie Atomstrom ist.
Wie kommst Du auf diese Annahme?
Ich bin staatl. gepr. Techniker für Elektrotechnik und habe Mitte der 90er Jahre Langzeitmessungen an Solarzellen gemacht. Das Ergebnis war vernichtend. Letztes Jahr habe ich die Spezifikation einer Solarzellenanlage für Privathäuser gelesen. Der Fortschritt in der langen Zeit war verschwindend gering.
Die in Windparks erzeugte Energie soll in Akkus gespeichert oder zur Wasserstofferzeugung genutzt werden.
Wasserstofftechnik könnte Zukunft haben. Akkus sind dafür ungeeignet.
Es ist auch noch nicht geklärt, was mit dem Atommüll passieren soll.
Technisch schon. Politisch nicht.
K.-H. Hirmer
21.01.10, 16:02
Es wird in D kein AKW mehr gebaut werden, die Genehmigungsphasen dauern zu lange, und es gibt keine staatl. Subventionen mehr!
Menschenwerk, was von Menschen geändert werden kann.
K.-H. Hirmer
21.01.10, 16:40
Schnelle Brüter bis wir was besseres haben.
Den Europäischen Druckwasserreaktor EPR1600 finde ich besser. Er ist einfach die "zahmere" Technik.
Lieber Junge
21.01.10, 17:25
Wie kommst Du auf diese Annahme?
Ich bin staatl. gepr. Techniker für Elektrotechnik und habe Mitte der 90er Jahre Langzeitmessungen an Solarzellen gemacht. Das Ergebnis war vernichtend. Letztes Jahr habe ich die Spezifikation einer Solarzellenanlage für Privathäuser gelesen. Der Fortschritt in der langen Zeit war verschwindend gering.
Ich habe die Informationen des Fernsehbeitrages weiter gegeben.
Die Solarzellen sollen in 5 Jahren wirtschaftlich sein. Du berichtest von der Vergangenheit.
Wasserstofftechnik könnte Zukunft haben. Akkus sind dafür ungeeignet.
Technisch schon. Politisch nicht.
Es gibt schon Anlagen, die überschüssige Energie in einen Energieträger umwandeln. Firma Enercon hat Testanlagen gestellt, die überschüssige Energie in Litium Ionen Akkus speichert. Das sind die Akkus, die in der Autoindustrie zum Einsatz kommen sollen. In Brandenburg steht eine Hybridanlage, die überschüssige Energie in Wasserstoff umwandelt. Der Wasserstoff wird zusammen mit Biogas verbrannt und in elektrische Energie umgewandelt. Mit diesen Anlagen ist eine kontinuierliche Energiegewinnung möglich.
Vor wenigen Tagen wurde beschlossen das Stromnetz der Offshorewindparks aus zu bauen und zu vernetzen. Dadurch soll eine bessere Energieversorgung möglich sein, wenn die Offshorewindparks stehen. Überschüssige Energie deutscher Offshorewindparks sollen dadurch z. B. Pumpwasserwerke in Norwegen aufladen.
Ich kann mir sehr gut eine Welt ohne dreckigen Strom vorstellen. Arbeitsplätze entstehen ebenfalls viele durch die regenerativen Energieen.
Von mir aus vor meiner eigenen.
Mach Dir keine Sorgen, die Energielobby hat die augenblickliche Koalitionsregierung doch schon (wie auch immer€) davon überzeugt, daß die alten Atomkraftwerke erst mal weiter laufen dürfen.
Der nächste Schritt wird dann sein, daß ein paar Parteispenden den Weg für neue Kraftwerke öffnen.
Ich bin nur gespannt, ob diese Spenden dann auch wieder so schnell bekanntgemacht werden müssen.
Ich bin absolut für den Bau neuer Kernkraftwerke in Deutschland. Schon um die Massenverarmung zu stoppen. Den Atommüll können sie meinetwegen in meinem Garten lagern.
(...)
Sollen wir also neue Kernkraftwerke bauen?Ja.
(...)Wenn ja, zu welchen Sicherheitsstandards?Zu den deutschen.
(...) Genügt der heutige oder gibt es schon besseres?Damit kenne ich mich nicht aus - wer soll denn die Frage außer den Physikern und Kernkraft-Ingenieuren denn überhaupt beantworten können?
(...)Würdet Ihr ein AKW im Nahbereich eurer Wohnung akzeptieren?
Das ganze Deutschland befinden sich in der "Nähe" zu einem Atomkraftwerk.
(...)Würdet ihr in einem AKW arbeiten wollen?Ja, ein AKW wird aber mich kaum gebrauchen können :-D
K.-H. Hirmer
21.01.10, 21:46
Ich habe die Informationen des Fernsehbeitrages weiter gegeben.
OK. Ich gehe davon aus, dass die das so gesendet haben.
Die Solarzellen sollen in 5 Jahren wirtschaftlich sein. Du berichtest von der Vergangenheit.
Das ist so nicht richtig. Ich berichte nicht von der Vergangenheit, sondern von physikalischen Gegebenheiten. Meine Messungen bestanden darin, über Monate mit Aufzeichnungsgeräten (PC mit Labormeßkarten) alle 15 Sekunden den Strom einer Zelle von einem halben Quadratmeter zu messen und parallel alle 15 Sekunden den Helligkeitswert mittels Belichtungsmesser zu registrieren. Die Ergebnisse waren niederschmetternd. Bereits leichte Schleierwolken ließen die Belichtung und damit die Ausbeute auf 20 - 30% des Nennwertes zusammenbrechen. Größere Bewölkung führte auf einen Zusammenbruch auf 5 - 15%. Daran ändert auch eine noch so effektive Solarzelle nichts. Ist keine Belichtung da, gibt es eben keine elektrische Leistung.
Dass wir Menschen solche Helligkeitsunterschiede nicht bewusst wahrnehmen, liegt an unseren Augen. Bei abnehmender Helligkeit weiten sich die Pupillen und erhöhen damit den Lichteinfall ins Auge. Wir glauben nur, dass es bei bewölktem Himmel immer noch "genauso hell" ist, wie beim strahlend blauem Himmel.
Im Jahr 2008 las ich die Spezifikation einer Solaranlage, die sich ein Kollege auf's Dach bauen ließ. Die Anlage war nominell mit 13 KW angegeben, leistet aber im Jahresmittel als Durchschnitt 1 - 2 KW. Darin spiegelt sich wieder, was ich in den 90ern gemessen hatte. Man muss Solaranlagen in Europa 10 - 12fach überdimensionieren, damit man eine bestimmte Leistung im Schnitt erhält.
Es gibt schon Anlagen, die überschüssige Energie in einen Energieträger umwandeln. Firma Enercon hat Testanlagen gestellt, die überschüssige Energie in Litium Ionen Akkus speichert. Das sind die Akkus, die in der Autoindustrie zum Einsatz kommen sollen.
Hast Du eine Vorstellung, wieviele dieser Lithium-Ionen-Akkus du brauchst, um die Tagesproduktion eines Kernkraftwerkes (ca. 1.300 MW Leistung) zu speichern?
In Brandenburg steht eine Hybridanlage, die überschüssige Energie in Wasserstoff umwandelt. Der Wasserstoff wird zusammen mit Biogas verbrannt und in elektrische Energie umgewandelt. Mit diesen Anlagen ist eine kontinuierliche Energiegewinnung möglich.
Der Wasserstoff-Technologie gebe ich eine Zukunft. Du offenbar auch. Meine Idee wäre, in der Sahara quadratkilometergroße Solaranalagen zu bauen, da die kaum Bewölkungsprobleme wie wir in Europa haben. Mit dem Strom könnte man Wasser elektrolytisch in Sauerstoff und Wasserstoff aufspalten und dann von den Wasserstoff von den Ländern dort anstelle von Öl kaufen. Könnte technisch funktionieren, hat aber den massiven Nachteil der Abhängigkeit von den betreffenden Ländern.
Vor wenigen Tagen wurde beschlossen das Stromnetz der Offshorewindparks aus zu bauen und zu vernetzen. Dadurch soll eine bessere Energieversorgung möglich sein, wenn die Offshorewindparks stehen.
Ja, wenn! Und vor allem, wenn diese funktionieren.
K.-H. Hirmer
21.01.10, 21:59
Ja.
Finde ich auch.
Zu den deutschen.
Unbedingt. Wir sind Weltmeister in Sachen Sicherheit in der Kerntechnologie.
Damit kenne ich mich nicht aus - wer soll denn die Frage außer den Physikern und Kernkraft-Ingenieuren denn überhaupt beantworten können?
Jeder Mensch in einem technischen Beruf kann das beurteilen. Ich habe seit der 6. Klasse in Physik in Physik immer eine "1" gehabt. Und im Laufe von einigen Jahren kann man schon lernen diese Dinge zu verstehen. Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich bin nicht so eingebildet zu glauben, ich könnte die Geometrie eines tauglichen Reaktorkerns berechnen. Aber es gibt Kennwerte, die eine Orientierung ermöglichen. Leistungsdichte pro Liter Kernvolumen, Masse des Wasser im Primärsystem, Wärmekapazität von Wasser, allgemeine Kenntnisse zur Energiefreisetzung bei der Spaltung von U235, etc. Nicht gleich und nicht nach ein paar Monaten, aber wenn man das immer wieder nachgerechnet und durchdacht hat, versteht man schon in Grundzügen, was in so einem Reaktor "abgeht". Und "abgehen" kann, oder eben nicht.
Ja, ein AKW wird aber mich kaum gebrauchen können :-D
Da kommt die Neugier durch. :(
Kannst du mit ein, zwei Sätzen andeuten, was Du machst?
(...)
Jeder Mensch in einem technischen Beruf kann das beurteilen. Ich habe seit der 6. Klasse in Physik in Physik immer eine "1" gehabt. Und im Laufe von einigen Jahren kann man schon lernen diese Dinge zu verstehen. Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich bin nicht so eingebildet zu glauben, ich könnte die Geometrie eines tauglichen Reaktorkerns berechnen. Aber es gibt Kennwerte, die eine Orientierung ermöglichen.Ich kann die Raumakustik eines Konzertsaals oder eine Fachwerk-Brücke berechnen. Kühltürme waren hingegen nie ein Bestandteil meiner Ausbildung. Auch wenn sie technisch war.
(...) Nicht gleich und nicht nach ein paar Monaten, aber wenn man das immer wieder nachgerechnet und durchdacht hat, versteht man schon in Grundzügen, was in so einem Reaktor "abgeht". Und "abgehen" kann, oder eben nicht.Und wer soll sich hier in der PA die Mühe machen? Auch wenn hier so einzige theoretisch die Zeit dafür hätten?
(...)
Da kommt die Neugier durch. :(
Kannst du mit ein, zwei Sätzen andeuten, was Du machst?Wenn Du am Point of Sale ein Produkt kaufst, das
a) vorher nicht auf Deiner Einkaufsliste stand
b) Du vorher nicht gebraucht hast und
c) Du Dir eigentlich nicht leisten kannst -
dann war ich am Werke :). Wenn aber a+b+c bei Dir auch nicht zutrifft , nimmst Du meine Arbeit aus jedem Supermarkt nach Hause mit. Mehrfach.
:-D
Lieber Junge
21.01.10, 22:35
Im Jahr 2008 las ich die Spezifikation einer Solaranlage, die sich ein Kollege auf's Dach bauen ließ. Die Anlage war nominell mit 13 KW angegeben, leistet aber im Jahresmittel als Durchschnitt 1 - 2 KW. Darin spiegelt sich wieder, was ich in den 90ern gemessen hatte. Man muss Solaranlagen in Europa 10 - 12fach überdimensionieren, damit man eine bestimmte Leistung im Schnitt erhält.
Entscheident ist auch der Preis für die Solarzellen! Wenn sie billig sind, werden mehr produziert und montiert.
Hast Du eine Vorstellung, wieviele dieser Lithium-Ionen-Akkus du brauchst, um die Tagesproduktion eines Kernkraftwerkes (ca. 1.300 MW Leistung) zu speichern?
Auch in diesem Fall ist alles vom Preis abhängig.
Der Wasserstoff-Technologie gebe ich eine Zukunft. Du offenbar auch. Meine Idee wäre, in der Sahara quadratkilometergroße Solaranalagen zu bauen, da die kaum Bewölkungsprobleme wie wir in Europa haben. Mit dem Strom könnte man Wasser elektrolytisch in Sauerstoff und Wasserstoff aufspalten und dann von den Wasserstoff von den Ländern dort anstelle von Öl kaufen. Könnte technisch funktionieren, hat aber den massiven Nachteil der Abhängigkeit von den betreffenden Ländern.
Ja, wenn! Und vor allem, wenn diese funktionieren.
Die Offshorewindparks wurden schon beschlossen und werden auch schon gebaut. Das läßt sich nicht mehr rückgängig machen.
K.-H. Hirmer
22.01.10, 00:30
Entscheident ist auch der Preis für die Solarzellen! Wenn sie billig sind, werden mehr produziert und montiert.
Das ist nicht richtig. Bei Solarzellen - wie bei allen anderen Energie"erzeugungs"varianten - (Energie kann nicht erzeugt werden) spielt die Energiebilanz eine Rolle. Die Frage:
Wieviel Energie muss man aufwenden, um einen Energiewandler herzustellen und wieviel Energie kommt heraus?
ist von entscheidender Bedeutung. Hast Du mal über die Energiebilanz von Solarzellen nachgedacht?
Auch in diesem Fall ist alles vom Preis abhängig.
Nein. Hier gilt die gleiche Frage: Wieviel Energie muss ich aufwenden, um solche Speichersysteme zu schaffen und wieviel Energie kann ich damit nutzbar machen. Dazu kommt, dass ein Energiespeicher die Energie irgendwo her bekommen muss. Das heißt, die Frage nach dem Wirkungsgrad stellt sich doppelt. Der Energie"erzeuger" muss nicht nur mehr Energie liefern, als wie seine Herstellung verbrauchte, er muss sogar soviel Energie liefern, dass auch die für die Herstellung des Speichermediums benötigte Energie beinhaltet ist.
Die Offshorewindparks wurden schon beschlossen und werden auch schon gebaut. Das läßt sich nicht mehr rückgängig machen.
Es war auch beschlossen, dass Schiffe seetüchtig sein müssen. Trotzdem sinken jedes Jahr auf den Weltmeeren hunderte von Schiffen. Der Beschluß, Offshorewindparks zu bauen garantiert nicht, dass das alles auch so klappt, wie es beschlossen wurde.
K.-H. Hirmer
22.01.10, 00:45
Ich kann die Raumakustik eines Konzertsaals oder eine Fachwerk-Brücke berechnen.
Nur eine Kurzantwort heute noch. Auf den Rest Deines Beitrages gehe ich noch ein.
Wenn Du eine Fachwerkbrücke berechnen kannst, glaube ich, dass Du z. B. auch beurteilen kannst, ob ein Reaktordruckgefäß allen denkbaren Betriebszuständen standhält oder nicht.
Dir müsste dann nämlich die Einheit der Kraft - Newton - bekannt sein. Und Dir müsste bekannt sein, dass bestimmte Stoffe bestimmte Mindestfestigkeiten haben.
Vielleicht ist Dir dann sogar bekannt, dass die Sauerstoff-Flasche eines Schweißgerätes einen Nenndruck von 200 Bar hat. Und das bei einer Wandstärke von 10 mm Stahl. Und Dir ist vielleicht bekannt, dass solche Sauerstoff-Flaschen in der Handhabung im Alltagsbetrieb von Schlossereien oder Werften sehr sicher sind.
Wenn Du dann erfährst, dass ein Reaktordruckgefäß eines Druckwasserreaktors einen Betriebsdruck von 155 Bar hat, bei einer Wandstärke von 180 mm Stahl, müsstest Du eigentlich abschätzen können, dass dieses Reaktordruckgefäß mit vielfacher Sicherheit ausgelegt wurde. Selbst dann noch, wenn Dir jemand sagt, dass der Neutronenstrom im Reaktorkern jährlich 1 mm der Wandstärke so verspröden läßt, dass die Festigkeit dieses Millimeters verloren geht. Ich glaube Du könntest erkennen, dass so ein Reaktor locker seine 40 Jahre Betriebszeit mit immer noch mehrfacher Sicherheit überstehen wird.
Verstehst Du wie ich das meine, dass man als technisch ausgebildeter Mensch die Sachverhalte in einem Kernkraftwerkwerk zumindest überschlagsmäßig abschätzen kann?
Lieber Junge
22.01.10, 07:50
Das ist nicht richtig. Bei Solarzellen - wie bei allen anderen Energie"erzeugungs"varianten - (Energie kann nicht erzeugt werden) spielt die Energiebilanz eine Rolle. Die Frage:
Wieviel Energie muss man aufwenden, um einen Energiewandler herzustellen und wieviel Energie kommt heraus?
ist von entscheidender Bedeutung. Hast Du mal über die Energiebilanz von Solarzellen nachgedacht?
Das spielt selbstverständlich auch eine Rolle. Die Wirtschaftlichkeit ist von mehreren Faktoren anhängig. Warum sollte das Solarkraftwerk in der Sahara nicht wirtschaftlich sein? Das würde ganz bestimmt nicht gebaut werden, wenn die Energiebilanz nicht stimmen würde. Die Solarzellen werden jedenfalls immer günstiger. In vielen Ländern werden Solarzellen produziert. Wenn sich Absurdistan dem Trend nicht anschließt, bekommen andere Länder einen Wettbewerbsvorteil. :banana:
K.-H. Hirmer
22.01.10, 11:11
Die Technologie des Schnellen Brüters ermöglicht eine bis zu 60-fach größere Brennstoffausnutzung. Hier:Energie (http://www.urananreicherung.de/schneller-brueter/index2.htm)
Natürlich wäre das der nächste Schritt.
Die Brüter-Technologie macht aber nicht die "normalen" Druckwasserreaktoren überflüssig, sondern kann für diese den Brennstoff "erbrüten".
Das entstehende Plutonium wird nämlich in sog. Mischoxid-Brennelementen verwendet, wo es mit U235 gemischt, bereits heute in so gut wie jeden Reaktor Verwendung findet.
Ich denke aber, dass vor dem Bau von Brutreaktoren noch eine Menge Überzeugungsarbeit geleistet werden muss. Die sind in ihrer Funktionsweise sicher nicht so ganz einfach verständlich zu machen. Und bieten damit sehr viel mehr "Angriffsfläche" für Angstkampagnen der Kernenergiegegner.
Denke nur mal daran, wie vorzüglich sich damit Angst schüren läßt, dass ein Brüter mit Natrium statt mit Wasser gekühlt wird. Natrium ist schon schwieriger zu handhaben, denn bei Kontakt mit Wasser führt Natrium nun mal zum Brand bzw. zur Explosion. Da muss man den Leuten schon genau erklären, warum das Natrium im Reaktor nie mit Wasser in Berührung kommen wird.
K.-H. Hirmer
22.01.10, 11:13
Warum sollte das Solarkraftwerk in der Sahara nicht wirtschaftlich sein?
Ich schrieb doch, dass ich mir die Nutzung der Solarenergie in der Sahara zur Gewinnung von Wasserstoff Verwendung finden könnte. Wir könnten dann statt Öl einfach Wasserstoff als Energieträger kaufen.
Nur was machen wir in dem Fall mit der Abhängigkeit vom Ausland?
So weit ich weiß physikalische Berechnungen werden an 0815 Sachen nicht wirklich gemacht, denn alles ist irgendwann schon mal berechnet worden,und der kluge Bauingeneur schaut nur noch in einer Tabelle.
K.-H. Hirmer
22.01.10, 11:34
So weit ich weiß physikalische Berechnungen werden an 0815 Sachen nicht wirklich gemacht, denn alles ist irgendwann schon mal berechnet worden,und der kluge Bauingeneur schaut nur noch in einer Tabelle.
Natürlich gibt es für vieles Tabellen. Kein Konstrukteur wird noch großartige Berechnungen für die Toiletten im Bürogebäude eines AKW's anstellen. Da nimmt der ein Tabellenbuch.
Aber die Vorgänge im Reaktor sind da schon komplexer. Ein Kernkraftwerk westlicher Art hat für diese Belange
a) einen Reaktorphysiker mit seinem Stab, der für physikalische Vorgänge im Kern und deren Messung verantwortlich ist. Er ist - mindestens - Diplom-Physiker und hat nach seinem bestandenen Diplom noch mal fünf Jahre zusätzlich Kernphysik/Reaktorphysik studiert.
b) einen Reaktorchemiker mit seinem Stab, der für chemische Vorgänge im Kern und deren Messung verantwortlich ist. Bei der Kernspaltung entstehen in verschiedenen Konzentrationen und über verschiedene Zeiträume auch mehrere hundert verschiedene chemische Stoffe, die miteinander reagieren können. Ebenso zählt zu seinen Aufgaben die Reinigung des Reaktor-Kühlwassers von solchen Stoffen. Er ist - mindestens - Diplom-Chemiker und hat nach seinem bestandenen Diplom noch mal fünf(?) Jahre zusätzlich Reaktorchemie studiert.
Diese beiden Jungs und deren Stäbe kommen nicht mehr mit Tabellenbüchern aus.
Gut ich meinte auch 0815 Sachen,und ein AKW würde ich den wesentlichen Teilen nicht als solches bezeichnen.
Ich meinte ja auch nur generell,auch in der Physik wird man nicht unbedingt das Rad immer wieder neu erfinden.
In den sozialistischen Staaten ist man auch ohne Physik ausgekommen,nach dem Prinzip "Versuch und Irrtum"!
K.-H. Hirmer
22.01.10, 12:16
In den sozialistischen Staaten ist man auch ohne Physik ausgekommen,nach dem Prinzip "Versuch und Irrtum"!
Jo. Genau. "Versuch und Irrtum"! Die Jungs waren ja auch richtig clever. :augenrollen:
Die Idee einen Versuch durchzuführen, wie lange die Turbinen eines Reaktors RMBK1000 (http://de.wikipedia.org/wiki/RBMK) nach dem Abschalten der Dampfzufuhr noch Strom liefern, zeigte einen der größten Irrtümer der sozialistischen Staaten auf:
Nämlich den für viele Menschen tödlichen Irrtum, man könne Reaktoren mit einem positiven Dampfblasen-Koeffizienten (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Dampfblasenkoeffizient-w.png&filetimestamp=20070114225833) sicher betreiben.
Die Menschen in der Ukraine haben einen hohen Preis für "Versuch und Irrtum" bezahlt. Und werden noch lange Zeit dafür weiterbezahlen.
K.-H. Hirmer
22.01.10, 13:28
Eine interessante Meldung, die zumindest mittelbar mit dem Thema zu tun hat.
http://www.politikarena.net/showthread.php?t=3707
Man bekennt sich wieder stärker zur Nukleartechnik. Und das ist auch richtig so.
Entweder verstärkte Nutzung von Kernenergie und vorantreiben der Fusionsforschung oder Abschied von Plänen wie Elektroauto, Ausbau ÖPNV, Güterverkehr auf die Schiene, etc.
Das schöne an Elektroautos und Elektrolokomotiven ist, dass die real Strom brauchen zum Fahren. Die können nicht mit grünen Träumen in Bewegung gesetzt werden. Und die lassen sich auch nicht von Horrorszenarien a la Greenpeace & Co. ins Bockshorn jagen. Strom, gleichmäßig vorhandener Strom, ist das einzige, was eine E-Lok in Bewegung setzen kann.
Dafür mag ich die irgendwie. :)
Hirmi wer hätte je gedacht das wir einer Meinung sind.
Wenn ein Depp sagt 2+2=4 dann ist das nicht falsch weil es ein Depp sagt.
K.-H. Hirmer
22.01.10, 13:53
Hirmi wer hätte je gedacht das wir einer Meinung sind.
Jo. Hab' ich mir auch schon mit drei roten Kreuzen im Kalender markiert.
Lieber Junge
22.01.10, 13:55
Eine interessante Meldung, die zumindest mittelbar mit dem Thema zu tun hat.
http://www.politikarena.net/showthread.php?t=3707
Man bekennt sich wieder stärker zur Nukleartechnik. Und das ist auch richtig so.
Aber nicht in Absurdistan! Wir haben hier das EEG! Und das ist auch richtig so!:banana:
K.-H. Hirmer
22.01.10, 14:24
Aber nicht in Absurdistan! Wir haben hier das EEG! Und das ist auch richtig so!:banana:
Das Energie-Einspeisegesetz ist einfach nur teuer für den Verbraucher. Dadurch wird kein einziges Problem technisch gelöst.
Ich möchte noch mal darauf hinweisen, dass wir bei den angesprochenen Zukunftsplänen nicht über ein paar Kilowatt Strom reden. Wir reden über zehntausende Megawatt Leistung, die bereitgestellt werden müssen.
Lieber Junge
23.01.10, 16:12
Das Energie-Einspeisegesetz ist einfach nur teuer für den Verbraucher. Dadurch wird kein einziges Problem technisch gelöst.
Ich möchte noch mal darauf hinweisen, dass wir bei den angesprochenen Zukunftsplänen nicht über ein paar Kilowatt Strom reden. Wir reden über zehntausende Megawatt Leistung, die bereitgestellt werden müssen.
Die AKWs sind noch nicht abgeschaltet. Ich bin auch gegen eine Abschaltung, wenn noch nicht genügend regenerative Energieen genutzt werden. Eine Energieversorgung ohne AKWs ist aber möglich, wenn flächendeckend Biogasanlagen, Solarzellen, Windkraftanlagen, Pumpspeicherkraftwerke und Wasserkraftwerke zum Einsatz kommen.:banana:
Hier mal ein Protestlied von Kindern die auch gegen die Erderwärmung sind.
http://www.youtube.com/watch?v=rdA6RgRalso&feature=related
K.-H. Hirmer
23.01.10, 16:38
Die AKWs sind noch nicht abgeschaltet. Ich bin auch gegen eine Abschaltung, wenn noch nicht genügend regenerative Energieen genutzt werden.
Eine vernünftige Einstellung.
Eine Energieversorgung ohne AKWs ist aber möglich, wenn flächendeckend Biogasanlagen, Solarzellen, Windkraftanlagen, Pumpspeicherkraftwerke und Wasserkraftwerke zum Einsatz kommen.:banana:
Das ist eine Annahme, die mir bis heute niemand auch nur ansatzweise mit harten Zahlen belegen konnte. Immer waren in den Berechnungen mehr Hoffnungen auf den Segen neuer, noch völlig unerprobter Techniken enthalten, als tatsächliche Fakten.
Und als gelernter Starkstromelektriker und heutiger Staatl. gepr. Techniker für Elektrotechnik sind mir Begriffe wie Kilowatt, Megawatt, Kilowattstunde allerbestens vertraut. Das was mir bis heute gezeigt wurde, kann ich sehr genau beurteilen. Nichts davon war stichhaltig.
Vor allem ist doch eines wichtig:
Es geht doch nicht nur darum, den derzeitigen Strombedarf durch alternative Energien abzudecken. Wie wollen doch den Strombedarf noch weiter ausbauen. Allein die Umstellung der Pkw-Flotte in der Bundesrepublik auf Elektroautos würde den Neubau von hunderten Kernkraftwerken erfordern. Und dann soll ja auch noch Bahn und ÖPNV ausgebaut werden.
Du da reden wir nur von Deutschland, was den Strombedarf angeht. Was ist mit dem übrigen Europa?
Es ist absolut ausgeschlossen, dass die heute bekannten alternativen Energien jemals auch nur in die Nähe dessen kommen, dass man damit eine Industriegesellschaft betreiben könnte, die nicht mehr auf Kernenergie, Öl, Gas und Kohle angewiesen ist.
"Naturschutz ist Heimatschutz" ist ja gut und schön. Vor allem schnell mal dahergesagt. Genauso wie "grüne" Träume und Sprüche. Solche Aussagen machen vielleicht das Herz warm, aber leider nicht die Wohnung. Dafür braucht man richtige, harte "Kilowatt". Und die braucht man zuverlässig. Egal woher.
"Naturschutz ist Heimatschutz" ist ja gut und schön. Vor allem schnell mal dahergesagt. Genauso wie "grüne" Träume und Sprüche. Solche Aussagen machen vielleicht das Herz warm, aber leider nicht die Wohnung. Dafür braucht man richtige, harte "Kilowatt". Und die braucht man zuverlässig. Egal woher.
Wenn wir "harte" Kilowatt brauchen, dann müssen die ja nicht unbedingt aus "weichen", bereits dreimal vom Verbraucher bezahlten, uralten Atomkraftwerken kommen, damit sich die Energiekonzerne die Taschen noch weiter füllen können.
K.-H. Hirmer
24.01.10, 11:44
Wenn wir "harte" Kilowatt brauchen, dann müssen die ja nicht unbedingt aus "weichen", bereits dreimal vom Verbraucher bezahlten, uralten Atomkraftwerken kommen, damit sich die Energiekonzerne die Taschen noch weiter füllen können.
Natürlich nicht. Schlage einfach eine Alternative vor, welche genauso sicher und genauso viele Kilowatt liefert.
Auf alle Fälle darf die Umwelt und Energiefrage nicht zu einer Religion verkommen.
(...)
Verstehst Du wie ich das meine, dass man als technisch ausgebildeter Mensch die Sachverhalte in einem Kernkraftwerkwerk zumindest überschlagsmäßig abschätzen kann?Natürlich.
Das meinte ich aber nicht. Dir ging es um die Sicherheitsstandards. Und auch mit dem besten Verständnis der technischen Abläufe einer Kernreaktion kann ich Dir - ohne mich zu Besinnungslosigkeit zu guglen - nicht sagen, ob die heutigen ausreichend sind. Weil ich sie nicht kenne. Und weil sie auch hier kaum einer kennt.
Walter Hofer
24.01.10, 12:46
Der Wirkungsgrad von Atomkraftwerken ist mit 31 - 37 % sehr schwach. Rund zwei Drittel der eingesetzten Primärenergie gehen zwischen dem AKW und dem Verbraucher verloren. Ein Einsatz effizienter Kraft-Wärme-Koppelung ist bei Atomkraftwerken nicht möglich.
Es sollten Technologien mit Wirkungsgraden > 65 % entwickelt und eingesetzt werden.
Soll soll soll,seit 35 Jahre ist man kaum weiter gekommen,ausser man weiß wie es gemacht werden muß.
K.-H. Hirmer
24.01.10, 12:54
Es sollten Technologien mit Wirkungsgraden > 65 % entwickelt und eingesetzt werden.
Ist bei Wärmekraftmaschinen nicht möglich. Und der Wirkungsgrad eines AKW ist mit 31 - 37% ausgesprochen gut. Mehr kann man aus Wärmekraftmaschinen kaum herausholen. Und Technologien, die nicht das Prinzip der Wärmekraftmaschine nutzen, haben schlechtere Wirkungsgrade oder viel weniger Power.
Und Hoffnungen und Wünsche erzeugen überhaupt keinen Strom.
Walter Hofer
24.01.10, 12:54
Eine 2003 veröffentlichte Studie vom Massachusetts Institute of Technology (MTI) hat für neue Kernkraftwerke Kosten von etwa 4,6 Cent für eine Kilowattstunde ermittelt. 2009 aktualisierten die Autoren die Studie und kamen zum Schluss, dass die Kosten auf 5,8 Cent/kWh gestiegen waren. Damit seien neue Kernkraftwerke nicht wettbewersbfähig mit Kohlekraft- und Gaskraftwerken.
http://web.mit.edu/nuclearpower/pdf/nuclearpower-summary.pdf
http://web.mit.edu/nuclearpower/pdf/nuclearpower-update2009.pdf
Walter Hofer
24.01.10, 12:59
Und Hoffnungen und Wünsche erzeugen überhaupt keinen Strom.
Wir brauchen Systeme, die Strom und Wärme nutzen!
Neue Energie-Partnerschaft
Der konzernunabhängige Hamburger Energieversorger LichtBlick hat jetzt gemeinsam mit der Volkswagen AG eine Partnerschaft vereinbart und ein vermeintliches Lösungskonzept für die intelligente Energieversorgung von Morgen vorgestellt. Volkswagen soll kleine Blockheizkraftwerke, sogenannte Mini-BHKW produzieren, die von Gasmotoren aus eigener Fertigung angetrieben werden. LichtBlick vertreibt die Anlagen als “ZuhauseKraftwerke” und setzt sie für ein neues, intelligentes Konzept der Wärme- und Stromversorgung ein. Volkswagen und LichtBlick sprechen von “zunächst” 100.000 Anlagen für den Bereich Hamburg.
Moderne Mini-BHKW arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Um das Maximum aus dem eingesetzten Brennstoff heraus zu holen, wird gleichzeitig Wärme und Strom erzeugt. Der Wirkungsgrad der Mini-BHKW liegt so meist über 90%!
K.-H. Hirmer
24.01.10, 13:09
Neue Energie-Partnerschaft[/B]
Der konzernunabhängige Hamburger Energieversorger LichtBlick hat jetzt gemeinsam mit der Volkswagen AG eine Partnerschaft vereinbart und ein vermeintliches Lösungskonzept für die intelligente Energieversorgung von Morgen vorgestellt. Volkswagen soll kleine Blockheizkraftwerke, sogenannte Mini-BHKW produzieren, die von Gasmotoren aus eigener Fertigung angetrieben werden. LichtBlick vertreibt die Anlagen als “ZuhauseKraftwerke” und setzt sie für ein neues, intelligentes Konzept der Wärme- und Stromversorgung ein. Volkswagen und LichtBlick sprechen von “zunächst” 100.000 Anlagen für den Bereich Hamburg.
Moderne Mini-BHKW arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Um das Maximum aus dem eingesetzten Brennstoff heraus zu holen, wird gleichzeitig Wärme und Strom erzeugt. Der Wirkungsgrad der Mini-BHKW liegt so meist über 90%!
An sowas habe ich sogar schon mitentwickelt und eine Datenbank zum Qualitätsmanagement programmiert. :)
Dazu nur soviel:
Erstens laufen diese Dinger noch lange nicht zuverlässig. Frage bei einem Schwimmbad Deiner Wahl nach, wie oft denen die Zylinderköpfe vorzeitig gewechselt werden müssen. Die armen Leute, die sich sowas ins Haus holen.
Zweitens sind das Spielzeuge. Peanuts, die keinen irgenwie nennenswerten Effekt für den Energiebedarf unserer Gesellschaft haben. Und die Mobilitätsprobleme der Zukunft lösen die schon gar nicht.
Der typische Fall vollmundiger Ankündigungen, grüner Träume und unhaltbaren Versprechungen.
K.-H. Hirmer
24.01.10, 13:12
Eine 2003 veröffentlichte Studie vom Massachusetts Institute of Technology (MTI) hat für neue Kernkraftwerke Kosten von etwa 4,6 Cent für eine Kilowattstunde ermittelt. 2009 aktualisierten die Autoren die Studie und kamen zum Schluss, dass die Kosten auf 5,8 Cent/kWh gestiegen waren. Damit seien neue Kernkraftwerke nicht wettbewersbfähig mit Kohlekraft- und Gaskraftwerken.
Aha.
Wie schätzt Du denn die Wettbewerbsfähigkeit von Solarzellen und Windmühlen ein? Oder von sonst irgendeiner Technik, die uns grüne Schwärmer schmackhaft machen wollen?
Walter Hofer
24.01.10, 13:16
Aha.
Wie schätzt Du denn die Wettbewerbsfähigkeit von Solarzellen und Windmühlen ein?
Nicht wettbewerbsfähig!
Walter Hofer
24.01.10, 13:17
von sonst irgendeiner Technik, die uns grüne Schwärmer schmackhaft machen wollen?
Wasserkraft und Gezeitenkraftwerke: sehr hoch
Walter Hofer
24.01.10, 13:21
Frage bei einem Schwimmbad Deiner Wahl nach, wie oft denen die Zylinderköpfe vorzeitig gewechselt werden müssen.
Für das Frei- und Hallenbad, für das ich verantwotlich war (MAN Gasmotoren), hatten wir das Problem nicht.
K.-H. Hirmer
24.01.10, 13:57
Der Wirkungsgrad der Mini-BHKW liegt so meist über 90%!
Das ist richtig und falsch zugleich. Wenn die Abwärme des Motors genutzt werden kann, mag das zutreffen.
Was die reine Stromproduktion angeht, liegen diese Anlagen im Wirkungsgrad aber weit unter kommerziellen Kraftwerken. Und da beginnt das Problem. Nicht jeder, der Strom braucht, will auch gleich Wärme haben. Und für diesen Fall sind BHKW absoluter Nonsens.
Weist Du vielleicht ob dieses Geschäft von Gerd Schröder eingefädelt wurde? So als Geschäftsankurbler für Russengas würde ich dem das zutrauen.
Walter Hofer
24.01.10, 15:32
Was die reine Stromproduktion angeht, liegen diese Anlagen im Wirkungsgrad aber weit unter kommerziellen Kraftwerken.
Sie prodzieren aber nicht nur Strom.
Das Problem beim Bau neuer Atomkraftwerke ist, sie bestehen die UVP nicht.
K.-H. Hirmer
24.01.10, 15:35
Das Problem beim Bau neuer Atomkraftwerke ist, sie bestehen die UVP nicht.
UVP?
Wer sagt, dass sie das nicht bestehen?
Wie auch immer, wir werden in 30 Jahren nicht mehr so leben wie heute.
Sollte der Klimawandel stattfinden, wird man von fossilen Energieträgern wegkommen müssen. Mit all den daraus entstehenden Konsequenzen.
Walter Hofer
24.01.10, 15:38
UVP?
Wer sagt, dass sie das nicht bestehen?
Die Hydrologen! Sie sagen innerhalb der nächsten 50 Jahre (und später) extreme Niedrigwasserstände an deutschen Flüssen voraus. Ein Atomkraftwerk, das wegen Kühlwassermangel nur 250 Tage am Netz ist, ist unrentabel!
K.-H. Hirmer
24.01.10, 15:41
Die Hydrologen! Sie sagen innerhalb der nächsten 50 Jahre (und später) extreme Niedrigwasserstände an deutschen Flüssen voraus. Ein Atomkraftwerk, das wegen Kühlwassermangel nur 250 Tage am Netz ist, ist unrentabel!
Dafür gibt es Kühltürme. Die reduzieren den Wasserbedarf.
Walter Hofer
24.01.10, 15:44
Dafür gibt es Kühltürme. Die reduzieren den Wasserbedarf.
die reichen nicht aus, lies bitte mal, welche deutschen und französischen AKWs in den letzten Sommermonaten abgeschaltet werden mussten.
K.-H. Hirmer
24.01.10, 16:16
... lies bitte mal, welche deutschen und französischen AKWs in den letzten Sommermonaten abgeschaltet werden mussten.
Habe ich gelesen. Keine.
Die Betriebsergebnisse der Kraftwerke, die gelaufen sind bewegen sich im Rahmen der Vorjahre oder sind sogar besser. Die beiden Blöcke in Biblis standen fast das ganze Jahr still. Aber nicht wegen Wassermangel, sondern wegen Ertüchtigungsmaßnahmen im Reaktorgebäude. Auch Krümmel stand nicht wegen Wassermangels still, sonder in Folge eines Trafobrandes.
http://www.kernenergie.de/kernenergie/documentpool/Presse/2009betriebsergebnisse.pdf
Für französische AKW's habe ich auf die Schnelle nichts gefunden. Kannst Du mir da Abschaltungen wegen Wassermangels zeigen?
Walter Hofer
24.01.10, 16:24
Für französische AKW's habe ich auf die Schnelle nichts gefunden. Kannst Du mir da Abschaltungen wegen Wassermangels zeigen?
http://www.verivox.de/nachrichten/hitzewelle-immer-mehr-akws-fahren-leistung-runter-4880.aspx
K.-H. Hirmer
24.01.10, 16:32
http://www.verivox.de/nachrichten/hitzewelle-immer-mehr-akws-fahren-leistung-runter-4880.aspx
Ah ja. Selbst da steht nichts von Abschaltungen. Es handelt sich um die üblichen Lastabsenkungen wie sie in den Sommermonaten in fast jedem Jahr für ein paar Tage mal vorkommen.
Das ist alles im Betriebszyklus mit einkalkuliert. Teilweise ärgert man sich sogar, wenn solche Lastabsenkungen ausbleiben können. Hat der Reaktorphysiker nämlich den Kern für den Betriebszyklus recht knapp ausgelegt, kann zum Ende des Zyklus vor der Revision ein sog. Streckbetrieb notwendig sein. Weil dann der Kern wegen ausbleibender Lasstabsenkung weiter abgebrannt ist, als wie es geplant war.
Fazit: Nix is' mit Wassermangel.
Solche Probleme mit der Wärme im Sommer haben übrigens auch die alternativen Energien. Um mit Herberger zu sprechen:
Mal so zum Lesen
http://www.verivox.de/nachrichten/hitzewelle-bremst-stromerzeugung-aus-wasserkraft-4863.aspx
Walter Hofer
24.01.10, 16:37
Ah ja. Selbst da steht nichts von Abschaltungen.
So kann man die Abschaltung natürlich umgehen:
http://www.sueddeutsche.de/politik/796/397582/text/
K.-H. Hirmer
24.01.10, 16:42
So kann man die Abschaltung natürlich umgehen:
http://www.sueddeutsche.de/politik/796/397582/text/
Auch diese kleine Ausnahme ändert nichts daran, dass es einen Wassermangel für Kernkraftwerke nicht gibt.
K.-H. Hirmer
24.01.10, 18:17
Das meinte ich aber nicht. Dir ging es um die Sicherheitsstandards. Und auch mit dem besten Verständnis der technischen Abläufe einer Kernreaktion kann ich Dir - ohne mich zu Besinnungslosigkeit zu guglen - nicht sagen, ob die heutigen ausreichend sind. Weil ich sie nicht kenne. Und weil sie auch hier kaum einer kennt.
Ein paar Sicherheitsmaßnahmen deutscher/westlicher AKW's kann ich ja mal nennen.
1. Alle Reaktoren haben einen sog. negativen Dampfblasen-Koeffizienten. Das bedeutet, dass die Kettenreaktion zusammenbricht, wenn der Rekator zu heiß wird. Ein Durchgehen des Reaktors wie in Tschernobyl ist physikalisch unmöglich.
2. Wasser wird gleichzeitig zur Moderation und zur Kühlung eingesetzt. Das bedeutet, wenn das Kühlwasser fehlt, fehlt gleichzeitig auch die Moderation. Der Reaktor geht aus.
3. Alle Reaktoren haben ein Containment. Das ist eine große Stahlkugel, die das gesamte radioaktive Inventar des Kraftwerkes enthält. Das Containment ist dafür ausgelegt, auch bei vollständigem Ausdampfen des Systems sämtliche radioaktiven Stoffe zurückzuhalten. Das ist sozusagen die Pampers für den Reaktor. ;) Tschernobyl hatte kein Containment. Deswegen konnten sich die strahlenden Stoffe so ausbreiten.
Bild vom Aufsetzen des Containmentdeckels, der dann mit dem übrigen Behälter verschweißt wird. (http://www.world-nuclear-news.org/uploadedImages/wnn/Images/Olkiluoto_3_dome_(TVO).jpg)
4. Alle Kraftwerke haben um das Containment herum eine Betonkuppel aus 2m dickem Stahlbeton, die auch Flugzeugabstürzen standhält. Das schützt vor Einflüssen von außen.
Bild modernster Bauart mit Doppel-Betonhülle. Innen: Reaktor + vier Dampferzeuger, Durchmesser der Hülle: 60m (http://www.sipro-inzeniring.si/images/stories/epr.jpg)
5. Alle wichtigen Sicherheitseinrichtungen sind vierfach ausgelegt und getrennt verbunkert. Das nennt sich Redundanz.
Modernste Bauart eines Reaktors (leider noch nicht in Deutschland) mit "Kernfänger". (http://www.kernenergie.ch/upload/cms/user/Sicherheitssysteme_EPR_d_big.jpg)
6. Alle vier Stränge sämtlicher Sicherheitseinrichtigungen sind unterschiedlich konstruiert und nutzen unterschiedlich Energien (Strom, Hydraulik, Druckluft, etc.). Das nennt sich Diversität. Ein Konstruktionsfehler kann deshalb niemals alle vier Systeme gleichzeitig ausfallen lassen.
7. Alle Brennelemente befinden sich zentral in einem Druckgefäß (http://www.kernenergie-wissen.de/images/pictures/dwr-schnitt.jpg). Das verbessert enorm die Regelbarkeit des Reaktors.
8. In der Kantine gibt es immer gutes Essen. Das hält die Besatzung des Kraftwerkes bei Laune. Und gut gelaunte Leute auf der Leitwarte machen weniger Fehler. ;)
K.-H. Hirmer
25.01.10, 00:21
Einige Videos zum Thema
Kernforschung der Zukunft. Wo werden die Reaktoren der dritten und vierten Generation entwickelt? (Das Werbevideo von Red Bull an Anfang einfach übersehen, der Film lohnt sich)
Kernreaktoren der Zukunft (http://www.youtube.com/watch?v=mnpkzqUjh7k)
Hier eine Videoserie zum Thema: Abenteuer Wissen - Kernenergie
Teil 1: Endlagersuche I (http://www.youtube.com/watch?v=0MqJ1cnbSOI&NR=1)
Teil 2: Endlagersuche II (http://www.youtube.com/watch?v=SUakaRq25zQ&feature=related)
Teil 3: Der neueste Stand der Technik Olkiluoto 3 in Finnland (http://www.youtube.com/watch?v=jqvTRaYAho4&feature=related)
Radioaktivität vernichten? Die Transmutationsforschung (http://www.youtube.com/watch?v=jF3PNU_rafY&feature=related)
Lieber Junge
25.01.10, 08:41
Ergänzend zu den AKWs sollte sich regenerative Energie durchsetzen. Die Kohlekraftwerke und Erdgaskraftwerke gehören aber abgeschaltet.:banana:
Walter Hofer
25.01.10, 09:01
Auch diese kleine Ausnahme ändert nichts daran, dass es einen Wassermangel für Kernkraftwerke nicht gibt.
Den Mangel wird es in Zukunft leider geben und deshalb ist die Standortfrage in D obsolet.
K.-H. Hirmer
25.01.10, 09:09
Den Mangel wird es in Zukunft leider geben und deshalb ist die Standortfrage in D obsolet.
Gut behauptet ist halb bewiesen, oder wie?
K.-H. Hirmer
25.01.10, 09:12
Ergänzend zu den AKWs sollte sich regenerative Energie durchsetzen.
Die haben aber nun mal nicht genug "Dampf". Und es ist auch bei bestem Willen nicht absehbar, dass sich das je ändern wird.
Die Kohlekraftwerke und Erdgaskraftwerke gehören aber abgeschaltet.:banana:
Und die dadurch wegfallenden 50 - 60% unserer Stromerzeugung decken wir dann wie?
Primärenergieträger in der Stromerzeugung (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Strommix-D-2009.png&filetimestamp=20100110130235)
Walter Hofer
25.01.10, 09:13
Gut behauptet ist halb bewiesen, oder wie?
schau dir einfach hydrogeologische Studien für die nächsten 100 Jahre an,
im Spätsommer kannst du zu Fuß durch die Flussbetten von Mosel, Main und Neckar gehen!
Wir sprechen hier von sehr wahrscheinlichen Szenarien!
K.-H. Hirmer
25.01.10, 09:17
Wir sprechen hier von sehr wahrscheinlichen Szenarien!
Dann sollten wir sofort aufhören, von Elektroautos, Ausbau des ÖPNV und der Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene zu reden.
Das sind dann nämlich extrem unwahrscheinliche Szenarien.
Lieber Junge
25.01.10, 09:35
Die haben aber nun mal nicht genug "Dampf". Und es ist auch bei bestem Willen nicht absehbar, dass sich das je ändern wird.
Und die dadurch wegfallenden 50 - 60% unserer Stromerzeugung decken wir dann wie?
Primärenergieträger in der Stromerzeugung (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Strommix-D-2009.png&filetimestamp=20100110130235)
Gut, dann müssen die erneuerbaren Energieen eben besser subventioniert werden. Jeder sollte sich eine Solaranlage leisten können. Ich habe dir schon zu erklären versucht, dass sich durch Repowering und die Offshorewindparks die Windenergie auch lohnt. In Zukunft werden in der Nord- und Ostsee Aquafarmen gebaut und Wasserstoff produziert werden. Prototypen von Heliumballons mit großen Generatoren, die in die Tropopause und Stratosphäre aufsteigen, gibt es auch schon. Dort gibt es keine Windstille. Es ist noch viel machbar. Man muß es nur wollen.:banana:
Walter Hofer
25.01.10, 09:37
Dann sollten wir sofort aufhören, von Elektroautos, Ausbau des ÖPNV und der Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene zu reden.
nein, die werden vom Trockenfallen der Flüsse nicht tangiert. Im Gegenteil, vom Rheinniedrigwasser (2003) profitiert der Güterverkehr auf der Schiene.
Das Projekt KLIWAS - Rheinniedrigwasser
Das Max-Planck-Institut arbeitet seit 2007 zusammen mit der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) am Projekt KLIWAS. Das Projekt nimmt mögliche Konsequenzen für die Wasserstraßen in den Fokus. Konkrete Ergebnisse liegen laut Göttel jedoch noch nicht vor. Das Projekt werde voraussichtlich erst im Jahr 2011 beendet.
Gut, dann müssen die erneuerbaren Energieen eben besser subventioniert werden. Jeder sollte sich eine Solaranlage leisten können. Ich habe dir schon zu erklären versucht, dass sich durch Repowering und die Offshorewindparks die Windenergie auch lohnt. In Zukunft werden in der Nord- und Ostsee Aquafarmen gebaut und Wasserstoff produziert werden. Prototypen von Heliumballons mit großen Generatoren, die in die Tropopause und Stratosphäre aufsteigen, gibt es auch schon. Dort gibt es keine Windstille. Es ist noch viel machbar. Man muß es nur wollen.:banana:
Noch mehr subventionieren?Die Brüder hauhen sich jetzt schon die Taschen voll.
Lieber Junge
25.01.10, 09:58
Noch mehr subventionieren?Die Brüder hauhen sich jetzt schon die Taschen voll.
Erst einmal hauen sich die Aktionäre die Taschen voll. Die Energie- und Wasserversorgung muß verstaatlicht werden. :banana:
K.-H. Hirmer
25.01.10, 10:01
Gut, dann müssen die erneuerbaren Energieen eben besser subventioniert werden.
Noch mehr? Wer soll das bezahlen?
Jeder sollte sich eine Solaranlage leisten können.
Ja, ich finde, jeder sollte sich auch das Haus dadrunter leisten können. Und ein neues Auto davor. Noch nehr Wünsche? Wünsche haben den Vorteil, dass sie keine Geld kosten und keine Energie verbrauchen. Also, lass' uns weiter was schönes träumen.
Ich habe dir schon zu erklären versucht, dass sich durch Repowering und die Offshorewindparks die Windenergie auch lohnt.
Was meinst Du mit "Repowering"? Schattenkraftwerke für ungleichmäßig arbeitende Windmühlen?
In Zukunft werden in der Nord- und Ostsee Aquafarmen gebaut und Wasserstoff produziert werden.
Wasserstoff zu produzieren kostet Strom. Woher nimmst Du den? In welcher Menge? Weist Du, wieviel Wasserstoff Du produzieren müsstest, um ein Kraftwerk zu ersetzen?
Prototypen von Heliumballons mit großen Generatoren, die in die Tropopause und Stratosphäre aufsteigen, gibt es auch schon.
Angesichts der Grenze der Tragfähigkeit von Heliumballons kannst Du das gleich wieder unter grüne Träume verbuchen. Oder willst Du Generatoren, die Dutzende Tonnen wiegen mit einen Ballon in die Höhe heben wollen? Erst recht geht das nicht bei der dünnen Luft da oben. Die reduziert nämlich die Tragefähigkeit auf wenige Prozent, die so ein Ballon auf der Erde heben kann.
Ich vermute, Dir ist die Dimension des Energieproblems nicht wirklich bewusst.
K.-H. Hirmer
25.01.10, 10:04
nein, die werden vom Trockenfallen der Flüsse nicht tangiert. Im Gegenteil, vom Rheinniedrigwasser (2003) profitiert der Güterverkehr auf der Schiene.
Witz komm raus, du bist umzingelt!
Wie bitte willst Du denn Bahnen und Elektroautos betreiben, wenn Du nicht genügend Strom hast?
Und das der Güterverkehr auf der Schiene vom Rheinniedrigwasser profitieren konnte, liegt doch - u. a. - nur daran, dass im europäischen Verbundnetz mehr als 100 AKW's den Strom bereitstellen, damit man den ganzen Kram mit E-Loks (5 MW Leistung/Stück) statt mit Schiffen transportieren konnte.
Lieber Junge
25.01.10, 10:17
Noch mehr? Wer soll das bezahlen?
Ja, ich finde, jeder sollte sich auch das Haus dadrunter leisten können. Und ein neues Auto davor. Noch nehr Wünsche? Wünsche haben den Vorteil, dass sie keine Geld kosten und keine Energie verbrauchen. Also, lass' uns weiter was schönes träumen.
Was meinst Du mit "Repowering"? Schattenkraftwerke für ungleichmäßig arbeitende Windmühlen?
Wasserstoff zu produzieren kostet Strom. Woher nimmst Du den? In welcher Menge? Weist Du, wieviel Wasserstoff Du produzieren müsstest, um ein Kraftwerk zu ersetzen?
Angesichts der Grenze der Tragfähigkeit von Heliumballons kannst Du das gleich wieder unter grüne Träume verbuchen. Oder willst Du Generatoren, die Dutzende Tonnen wiegen mit einen Ballon in die Höhe heben wollen? Erst recht geht das nicht bei der dünnen Luft da oben. Die reduziert nämlich die Tragefähigkeit auf wenige Prozent, die so ein Ballon auf der Erde heben kann.
Ich vermute, Dir ist die Dimension des Energieproblems nicht wirklich bewusst.
http://de.wikipedia.org/wiki/Repowering
Der Wasserstoff wird mit den WKAs erzeugt und mit Tankern oder Pipelines zur Küste transportiert.
Zu den Anlagen mit Heliumballons:
http://www.webnews.de/kommentare/291039/0/Ein-neues-Konzept-fuer-kostenguenstige-Windenergie-Erzeugung.html
http://www.ledshift.com/Jetstream%20Turbine.pdf
K.-H. Hirmer
25.01.10, 10:37
Der Wasserstoff wird mit den WKAs erzeugt und mit Tankern oder Pipelines zur Küste transportiert.
Angesichts der benötigten Energiemengen ist das ein Witz.
http://www.webnews.de/kommentare/291039/0/Ein-neues-Konzept-fuer-kostenguenstige-Windenergie-Erzeugung.html
Grüne Träume vom Feinsten.
Weist du eigentlich, welche Kräfte auf so ein Luftschiff wirken würden, wenn man den in einen Jetstream hochließe? Kein Seil der Welt könnte dem standhalten. Nur erträumte Seile, die natürlich erst noch zu entwickeln wären. :augenrollen:
Und dazu nur 800 KW = 0,8 MW pro Luftschiff? Selnst wenn es überhaupt soviel wäre, entspräche das dem Energiebedarf von gerade mal ein paar Dutzend Haushalten. Und die Industrie? Die Bahn? die erträumten Elektroautos?
Tausende von Luftschiffen über jeder Stadt? Das soll gehen?
Im Grunde sieht der Autor dieses "Projektes" selber, dass es nur ein Traum ist.
Spezielle Kevlar Taue müssten entwickelt werden. Je leichter und stärker, desto höher kann das Luftschiff steigen.
Funktion der Kevlar Taue: Sie ummanteln und tragen das Gewicht die Strom führenden Kabeln und halten das Luftschiff auf gewünschter Höhe.
Neue Innovationen im Luftschiffbau wären notwendig. Die Aerodynamik der Jet-stream Turbine
müsste erforscht und optimiert werden.
Vereisungsprobleme müssten erforscht werden.
Geostrophische Winde müssten besser erforscht werden.
Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung von Nöten.
Sind das nicht ein paar "müsste" zuviel um an eine Realisierbarkeit und vor allem an einen Praxiswert zu glauben?
Lieber Junge
25.01.10, 10:44
Angesichts der benötigten Energiemengen ist das ein Witz.
Das ist kein Witz. Im Meer gibt es genügend starken Wind. Die nicht benötigte Energie wird in Wasserstoff umgewandelt.
Es gibt schon Prototypen von WKAs, die mit Heliumballonen funktionieren.
K.-H. Hirmer
25.01.10, 10:50
Es gibt schon Prototypen von WKAs, die mit Heliumballonen funktionieren.
Wo?
Magst Du noch was dazu sagen, wie es gehen soll eine Stadt mit sowas zu versorgen, wenn pro Ballon nur 0,8 MW maximal gewonnen werden können?
Lieber Junge
25.01.10, 11:11
Wo?
Die Prototypen habe ich im Magazin Stern gesehen. Sie wurden in Niederlande ausgiebig getestet.
Wasserstoff aus Wind
http://www.g-o.de/wissen-aktuell-5833-2006-12-29.html
Wasserstoff als Kraftstoff - günstiger als angenommen!
http://www.linde.com/international/web/linde/like35lindede.nsf/repositorybyalias/pdf_lindetechnology_1_2005/$file/Linde_Technology_1_2005_DE.pdf
Lieber Junge
25.01.10, 11:13
Wo?
Magst Du noch was dazu sagen, wie es gehen soll eine Stadt mit sowas zu versorgen, wenn pro Ballon nur 0,8 MW maximal gewonnen werden können?
Es habe 5 MW Prototypen gesehen. Diese Anlagen produzieren die 5 MW konstant.
K.-H. Hirmer
25.01.10, 11:40
Die Prototypen habe ich im Magazin Stern gesehen. Sie wurden in Niederlande ausgiebig getestet.
Sorry, aber das hat mit den von Dir behaupteten "Anlagen mit Helium-Ballons" nicht das geringste zu tun.
Also, wo hast Du funktionierende Anlagen mit Ballonen gesehen?
K.-H. Hirmer
25.01.10, 11:41
Es habe 5 MW Prototypen gesehen. Diese Anlagen produzieren die 5 MW konstant.
Wer ist "es"? Und wo hat "es" was gesehen?
Lieber Junge
25.01.10, 12:43
Wer ist "es"? Und wo hat "es" was gesehen?
Du bist der deutschen Sprache mächtig. Ich wiederhole mich nicht noch einmal. Wenn die ersten dieser Anlagen in Serie gehen, werden wir das schon noch bemerken. :banana:
Auch wenn es mir peinlich ist,aber hier bin ich mit Hirmi einer Meinung,ich bin ja auch ein bißchen angebildeter Physiker und Chemiker.
K.-H. Hirmer
25.01.10, 12:52
Du bist der deutschen Sprache mächtig.
Ja. Deswegen verstehe ich ja auch Deine Aussage:
Es gibt schon Prototypen von WKAs, die mit Heliumballonen funktionieren.
Ich wiederhole mich nicht noch einmal.
Besser für Deinen Ruf ist es schon, solchen Unsinn nicht nochmal zu behaupten.
Wenn die ersten dieser Anlagen in Serie gehen, werden wir das schon noch bemerken. :banana:
Ja, wenn ...
K.-H. Hirmer
26.01.10, 11:26
Ich werde mich aus persönlichen Gründen für einige Wochen aus dieser Diskussion zurückziehen.
V.V.S.O.P.
26.01.10, 12:02
Ich werde mich aus persönlichen Gründen für einige Wochen aus dieser Diskussion zurückziehen.
nur aus dieser oder aus allen?, das wäre schade.
K.-H. Hirmer
26.01.10, 12:07
nur aus dieser oder aus allen?, das wäre schade.
Nein, nur aus denen, die doch einiges an Zeit kosten.
Walter Hofer
06.02.10, 12:04
sogar bei den Christlichen findet ein Umdenken statt:
Röttgen rät Union zum Atomausstieg
Die Union sollte sich nach Auffassung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) möglichst bald von der Atomkraft verabschieden. Seine Partei müsse sich "gut überlegen, ob sie gerade die Kernenergie zu einem Alleinstellungsmerkmal machen will", sagte Röttgen der "Süddeutschen Zeitung". Die Bundesregierung werde bis zum Herbst darlegen, wie die Reaktoren schrittweise durch erneuerbare Energien abgelöst werden sollen. Details dazu nannte er noch nicht.
Die gesellschaftlichen Widerstände gegen die Atomkraft seien zu groß, sagte Röttgen der Zeitung weiter. Kernenergie habe auch nach vierzig Jahren keine hinreichende Akzeptanz in der Bevölkerung. Deshalb dürfe die Union ihren Erfolg nicht davon abhängig machen, dass Kernkraftwerke störungsfrei laufen. Gleichzeitig warnte der CDU-Politiker davor, die Zusatzgewinne der Unternehmen mit einer Sonderabgabe abzuschöpfen. Der Staat müsse den Anschein vermeiden, er schöpfe Gewinne ab und mache dafür Zugeständnisse bei der Sicherheit. Dies sei auch verfassungsrechtlich schwierig.
Damit stellt sich Röttgen gegen Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), mit dem er bis Herbst das gemeinsame Energiekonzept der schwarz-gelben Regierung erarbeiten soll. Brüderle hatte kürzlich erklärt, "mindestens die Hälfte" der Sondergewinne abschöpfen zu wollen. Auch bei den Laufzeiten sind sich beide nicht einig. Während Brüderle sie vor allem vom Zustand der Meiler abhängig machen will, möchte Röttgen den Reaktoren höchstens acht Jahre mehr Laufzeit zubilligen.
mehr:
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hpKK_kNIV7u98oF6t5hhgJmlWklA
Damit sind die Hindernisse einer Regierung Merkel - Grüne beseitigt! :D
K.-H. Hirmer
06.02.10, 12:16
sogar bei den Christlichen findet ein Umdenken statt:
Bei all' Deiner Freude darüber, dass Kernkraftwerke verschwinden sollen, die Frage wie wir in Zukunft den nötigen Strom für unsere Träume (Elektroautos, Ausbau ÖPNV, "Fracht auf die Schiene") erzeugen, wird dadurch nicht beantwortet.
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber hat nicht der Bundespräsident letztens gesagt, dass unsere heutige Vorstellung von Mobilität nicht zukunftsfähig ist?
Rennen wir ruhig noch eine Weile in die falsche Richtung (Windmühlen, lächerliche Solarzellen, etc.). Die Umkehr wird kommen. Nur wird sie dann immens teuer sein.
K.-H. Hirmer
21.02.10, 16:25
Die Kernenergie wird eine große Zukunft haben. Ich habe gerade ein paar Zahlen gefunden, die deutlich machen, vor welchen immensen Herausforderungen wir in der Zukunft stehen.
1. Personenverkehr
Die Gesamt-Transportleistung in der Personenbeförderung lag 2007 bei 1105,7 Milliarden Personenkilometern.
Davon entfielen auf:
Pkw: 888,3
U-Bahn, Straßenbahn, etc.: 83,0
Bahn: 78,7
Flugzeug: 55,6
Mrd. Personenkilometer. Der Pkw-Verkehr dominert mit satten 80,3% den Personenverkehr. Sollen davon nur 10% auf die Schiene gebracht werden, müsste die Fahrleistung der Bahn mehr als verdoppelt werden!
Wo soll der Strom für die ganzen Züge herkommen?
Und vor allem: Mit einer Verlagerung von 10% des Personenverkehrs auf die Bahn ist noch nicht wirklich was erreicht. Der Pkw würde dann immer noch mit 70% Anteil das Geschehen dominieren.
2. Güterverkehr
Die Gesamt-Transportleistung in der Güterbeförderung lag 2007 bei 661,3 Milliarden Tonnenkilometern.
Davon entfielen auf:
Lkw: 466,2
Bahn: 114,0
Binnenschiff: 65,0
Pipeline: 16,1
Mrd. Tonnenkilometer. Der Lkw-Verkehr dominert mit satten 70,4% den Güterverkehr. Sollen davon 25% auf die Schiene gebracht werden, müsste die Fahrleistung der Bahn verdoppelt werden! Und zwar zusätzlich der Erhöhung der Kapazität in der Personenbeförderung.
Wiederum gefragt: Wo soll der Strom für die ganzen Züge herkommen?
Von dem massiven Ausbau des Streckennetzes, der Bahnhöfe und Frachtzentren, die weiteren Strombedarf erzeugen, mal ganz zu schweigen.
Quelle: Harenberg Aktuell Deutschland 2009, Meyers Lexikonverlag, Seite 315
Ich bin ein Gegner von Atomkraft und Atomwaffen.
Aber des Ausstieg sollte erst vollzogen werden, wenn er auch realisitisch ist.
Vorallem die Solarenergie scheint mir eine alternative.
Es gibt auch Projekte, in denen man kleine Sonnen nachbilden will, was eine unendliche Energiequelle bedeuten könnte.
mentecaptus
21.02.10, 16:58
Ich würde es erstmal begrüßen,wenn die deutschen Medien mal aufklären,wie der neueste Stand der AKW Technik ist,und ob sich in der Entwicklung seit Tschernobyl was getan hat.Denn eines ist sicher früher oder später müssen doch AKWs gebaut werden,nicht weil wir sie wollen sondern weil es nicht anders geht.
Die neue Kraftwerksgeneration ist schon sehr sicher, aber auch nicht störungsfrei (siehe Forssmarck in Skandinavien, das recht neu am Netz ist). Tschernobyl war kein Unfall, sondern eine - extrem missglückte - Sicherheitsübung. Die Krux bei Kraftwerken ist, dass sie Kühlung benötigen - vor allem die Atomkraftwerke. Deshalb baut man sie ans Wasser. Dort verlaufen leider zumeist auch techtonisch aktive Formationen, so dass HIERAUS die grö0ten Risiken erwachsen.
Ich glaube, dass wir - anders als es das BMU behauptet - weiterhin steigenden Bedarf an Strom haben werden. Wir werden auch neue Kraftwerke bauen müssen, da wir dies nicht dies nicht durch regenerative Energien alleine abdecken können werden. Denn die alten Kohlekraftwerke abzuschalten, ist wegen der CO2-Bilanz extrem wichtig. Neue Kohlekraftwerke sollten wir nur noch in Ausnahmefällen in Erwägung ziehen - sie werden sich mit Laufzeiten von 30 Jahren wohl auch nicht mehr rechnen. Denn die Kohlepreise ziehen rasant an, seitdem China als größter Kohleproduzent der Erde von einer Export- zu einer Importnation geworden ist. In China und Indien zusammen geht jeden Tag ein neues Kohlekraftwerk ans Netz! Andererseits haben bei uns regenerative Energien Vorrang in den Netzen, was bedeutet, das bei kräftigem Wind Kohlekraftwerke heruntergedrosselt werden müssen(!). Kohlekraftwerke haben auch zu niedrige Nutzungsgrade, die eigentlich nur bei Kraft-Wärme-Kopplung auf ein akzeptables Niveau gehieft werden kann. Allerdings stehen selten genügend Industrieabnehmer direkt am Wasser, wo die Kraftwerke wegen der Kühlung (und Kohleanlandung) ja stehen.
Auf Ölkraftwerke zu setzen, wäre schön blöd und bei Gas haben wir defacto nur einen Lieferanten: Russland. Von denen sind wir heute schon extrem abhängig.
Des Weiteren wird das Projekt Desertec enorme Energiemengen aus Solarstom nach Europa bringen und in der Nordsee ist ein Gleichstrom-Netzverbund zwischen den Anreinerstaaten geplant, die bei nur noch 3-prozentigem Wegeverlust den Transport von reg Energien quer durch Europa ermöglichen. Denn der entscheidende Nachteil der reg Energien ist, dass sie nicht immer zur Verfügung stehen, nicht gespeichert werden können, und dass sie beim Transport über lange Strecken durch unser Wechselstromnetz gute 15% verlieren. Wenn nun aber Wasserkraft aus Norwegen, Solarenergie aus Spanien und Windenergie aus Norddeutschland in einem Netz verfügbar sind, dann kommt man nahe an Dauerversorgung heran!
Was uns zur Ausgangsfrage zurückführt: brauchen wir neue AKWs?
Die Antwort ist (leider): wahrscheinlich. Denn je größer der Anteil der reg Energien wird, desto schneller und flexibler müssen die sog. Grundlastkraftwerke reagieren können. Und eine Kohlekraftwerk hoch- oder runterzufahren ind er Leistung braucht gute 45 Minuten. Dann ist ggf. der Windstrom aber schon lange "da". AKWs können im Minutentakt in der Leistungs angepasst werden.
Neue AKWs brauchen wir nur dann NICHT, wenn wir die alten AKWs länger laufen lassen UND ein europäischer (Gleich-)Stromnetzverbund geschaffen wird (inkl. Nordafrika, wo ja die Solaranlagen für Desertec alle stehen werden), der eine permanente Versorgung auf hohem Niveau sicherstellt. Dann könnte man zB in Wasserkraftwerken in Norwegen Strom zwischenspeichern als Puffer für die restlichen fossilen Kraftwerke, um deren Langsamkeit auszugleichen.
mentecaptus
21.02.10, 17:01
Es gibt auch Projekte, in denen man kleine Sonnen nachbilden will, was eine unendliche Energiequelle bedeuten könnte.
Kernfusion ist eine große Hoffnung, weil sie schier grenzenlos zur Verfügung stünde. Doch selbst die optimistischen Befürworter gehen nicht davon aus, dass ihre Nutzung vor 2050 möglich sein wird. Sie wird also eine Ergänzung sein, vielleicht sogar eine Alternative, aber eben erst zu einem Zeitpunkt, der uns bei den aktuellen Problemen der Energieknappheit und des Klimawandels nicht hilft.
K.-H. Hirmer
21.02.10, 18:31
Die neue Kraftwerksgeneration ist schon sehr sicher, aber auch nicht störungsfrei (siehe Forssmarck in Skandinavien, das recht neu am Netz ist).
Das modernste Kernkraftwerk der neuen Generation wird z. Zt. in Finnland und Frankreich gebaut. Es hat als enormen Sicherheitsvorteil, dass auch eine vollständige Kernschmelze einen beherrschbaren Störfall darstellt. Dazu ist unter dem Reaktor ein sog. "Core-Catcher" eingebaut. Der besteht aus einer Keramikfläche, auf der sich die Schmelze ausbreiten kann. Nach der Ausbreitung werden durch die Hitze Trennwände durchschmolzen, und die ausgebreitete Schmelze mit tausenden Kubikmetern Wasser aus einem Bereitschaftsbecken gekühlt.
Zudem ist die Kernmasse um 60 Tonnen reduziert worden, so dass man auf weniger gefährliche Stoffe aufpassen muss.
Und last but not least ist das Wasservolumen im Primärkreis gegenüber heutigen Kraftwerken drastisch erhöht worden. Damit verbessert sich die "Gutmütigkeit" des Reaktors im Störungsfall.
Tschernobyl war kein Unfall, sondern eine - extrem missglückte - Sicherheitsübung.
Ein Unfall wie in Tschernobyl ist - gottseidank - bei AKW's westlicher Bauart physikalisch unmöglich.
Dort verlaufen leider zumeist auch techtonisch aktive Formationen, so dass HIERAUS die grö0ten Risiken erwachsen.
Bist Du sicher?
Ich glaube, dass wir - anders als es das BMU behauptet - weiterhin steigenden Bedarf an Strom haben werden.
Ja, das denke ich auch. Erst recht dann, wenn wir Träume wie Elektroautos realisieren wollen.
Wir werden auch neue Kraftwerke bauen müssen, da wir dies nicht dies nicht durch regenerative Energien alleine abdecken können werden. Denn die alten Kohlekraftwerke abzuschalten, ist wegen der CO2-Bilanz extrem wichtig.
Richtig.
Denn die Kohlepreise ziehen rasant an, seitdem China als größter Kohleproduzent der Erde von einer Export- zu einer Importnation geworden ist. In China und Indien zusammen geht jeden Tag ein neues Kohlekraftwerk ans Netz!
China und Indien werden der Erde in Zukunft massive ökologische Probleme bereiten. Es wird noch spannend werden, wie die übrige Welt mit deren Ressourcenverschwendung umgehen wird.
Auf Ölkraftwerke zu setzen, wäre schön blöd und bei Gas haben wir defacto nur einen Lieferanten: Russland. Von denen sind wir heute schon extrem abhängig.
Das sehe ich genauso.
Des Weiteren wird das Projekt Desertec enorme Energiemengen aus Solarstom nach Europa bringen und in der Nordsee ist ein Gleichstrom-Netzverbund zwischen den Anreinerstaaten geplant, die bei nur noch 3-prozentigem Wegeverlust den Transport von reg Energien quer durch Europa ermöglichen.
Strom aus den Wüstenländern zu kaufen ist eine gute Idee. Schafft aber massive Abhängigkeiten von der islamischen Welt. Wollen wir das?
AKWs können im Minutentakt in der Leistungs angepasst werden.
Das stimmt nicht. Zwar können die ihre Leistung regeln, aber nicht innerhalb von Minuten. Und ein AKW bei Bedarf neu zu starten, dauert aus dem Zustand unterkritisch-kalt ca. 30 Stunden! Deswegen wirft man die an und lässt die Tag und Nacht bei Vollast durchlaufen.
mentecaptus
21.02.10, 18:52
Bist Du sicher?
Ja, letztes Jahr gab es eine interessante Dokumentation zu dem thema auf Phoenix oder bei Arte. Da wurden dann auch die AKWs in Europa auf ihr Gefährdungspotenzial hin abgecheckt und es waren vor allem die in den ehemaligen SU-Staaten, die auf erheblich instabilem Untergrund errichtet wurden. Es gab sogar Behauptungen, ein Erdbeben könnte Teil des Problems beim Tschernobyl-GAU gewesen sein.
Strom aus den Wüstenländern zu kaufen ist eine gute Idee. Schafft aber massive Abhängigkeiten von der islamischen Welt. Wollen wir das?
Das Projekt Desertec ist ja keines der dortigen Regierungen, sondern ein Projekt führender europäischer Großkonzerne - allen voran die Münchner Rückversicherung. Die wollen natürlich die nordafrikanischen Staaten mit ins Boot holen, aber Betreiber werden nicht diese Staaten und Europa bezieht dann den Strom bei denen, sondern diese Staaten bekommen einen Teil des Stroms und der Vergütungen. Die müssen ja selbst auch ihr Energieproblem lösen, denn Erdöl ist nunmal (schnell) endlich.
Das stimmt nicht. Zwar können die ihre Leistung regeln, aber nicht innerhalb von Minuten. Und ein AKW bei Bedarf neu zu starten, dauert aus dem Zustand unterkritisch-kalt ca. 30 Stunden! Deswegen wirft man die an und lässt die Tag und Nacht bei Vollast durchlaufen.
Ich meinte keine Totalabschaltung, sondern ein Reduzieren der Leistung, wenn zu viel (anderer) Strom im Netz verfügbar ist.
Walter Hofer
27.02.10, 20:05
Im Meerwasser sind etwa 4 Mrd. Tonnen Uran gelöst, steht in der Wiki.
Die Aufbereitung und Trennung scheitert an der zunehmenden Meeresverschmutzung und dem höheren Energiebedarf, der größer als der spätere Energiegewinn ist.
K.-H. Hirmer
28.02.10, 14:16
Sollen mal 30 neue AKWs hinklatschen und dann kWh für 3 Cent. :banana:
Unser Konzept des Energieverbrauchs ist nicht zukunftsfähig. Auch wenn ich neue AKW's befürworte, sie können nur eine Übergangslösung in eine Zukunft sein, in der wir den Energieverbrauch massiv reduziert haben. Und in der wir Energie erzeugen, ohne auf fossile Energieträger oder Uran zurückgreifen müssen.
cthulhufhtagn
03.03.10, 18:15
Ich sehe keine Probleme darin. Die Technik ist vorhanden, das Expertenwissen auch, nur am politischen Willen mangelt es.
Sollen wir neue Atomkraftwerke in Deutschland?
Ich finde, wir stehen vor einem Problem. Deutschland wird in Zukunft einen steigenden Stromverbrauch haben. Der wird so groß sein, dass ich den Neubau von Kernkraftwerken für erforderlich halte.
1. Wir wollen politisch eine Förderung und einen Ausbau der ÖPNV. Bahn, Straßenbahn und S-Bahn brauchen aber Strom zum fahren. Erst recht wird der Strombedarf dann steigen, wenn wir damit Ernst machen wollten, den Güterverkehr stärker auf die Schiene zu verlagern.
2. Gern diskutiert wird das Elektroauto als das Fahrzeug der Zukunft. Nimmt man für ein Fahrzeug eine Leistung von 30 KW an, dann haben eine Million solcher Fahrzeuge eine Leistung von 30 Millionen KW oder 30.000 MW.
Selbst wenn man annimmt, dass ja nicht ständig die Höchstleistung verlangt wird, ist die Leistung von 30.000 MW doch so viel, dass das ohne AKW's nicht bereitgestellt werden kann. Ein heutiges AKW leistet "nur" 1.300 MW. Veranschlagt man für die Bereitstellung der Ladeleistung für eine Million Autos zehn neue AKW, wird das Dilemma deutlich. Bei 30 - 40 Millionen Autos, die irgendwann elektrisch fahren sollen, bräuchte man dutzende bis hunderte neue AKW's. Und über die Bedarfsdeckung der Bahnen haben wir da ja noch gar nicht gesprochen.
Sollen wir also neue Kernkraftwerke bauen?
Wenn ja, zu welchen Sicherheitsstandards? Genügt der heutige oder gibt es schon besseres?
Würdet Ihr ein AKW im Nahbereich eurer Wohnung akzeptieren?
Würdet ihr in einem AKW arbeiten wollen?ich habe keine probleme mit atomkraftwerken, wenn die regel eingehalten werden, die da sind: einhundertprozentige sicherheit dieser kraftwerke, schutz der NATUR und dadurch logischer weise auch der menschen, einhundert prozentige entsorgung des anfallenden abfalles.
mach ein T-KONTO mit positiv und negativseite. sind alle negativen punkte erledigt, bekommt das t-konto atomkraft meinen stempel.
ist das nicht der fall, hat sich die atomkraft erledigt.
mit diesem katalog - oder auch t-konto für alle produktphasen auf unserer welt sollte man im übrigen alle produktionen auf unserer welt belegen und bearbeiten, dann ginge es unserer umwelt auch bald wieder ganz von alleine ... gut. richard
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