Kleinlok
18.01.10, 10:06
Die Weichspüle in den Medien läuft auf Hochtouren.
Gestern abend ein neuer trauriger Rekord:
Anne-Will in der ARD.
Spenden-Benefiz anstelle gutem Journalismus,
entwicklungspolitische Blindflüge anstelle einerm genauen Hinsehen auf die Ursachen der Probleme.
Opa und Oma sollen mal wieder satt abdrücken, damit das Kapital
nicht an seine Sünden erinnert wird und sich das viele eigene Geld sparen kann, meist um neuen Schwachsinn auf diesem Globus zu veranstalten, der Menschen in Armut belässt oder in Armut stösst.
Ich habe mich bei der ARD beschwert:
Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich bin mit der gestern Abend ausgestrahlten Sendung von Anne Will sehr unzufrieden.
Wieder einmal wird an "unsere" Verantwortung appelliert, ohne dass ich
jetzt einen journalistisch fähig vermittelten Einblick in die aktuelle Lage sowie das Hintergrundgeschehen erkennen konnte.
Herr Westerwelle zog sich auf seine Novizenschaft als Aussenminister zurück, dabei ist er lange genug im Geschäft, als dass er hier den Unbeleckten spielen sollte. Er dürfte wissen, dass deutsche Entwicklungspolitik noch nie wirklich taugte und sowohl quantitativ als qualitativ absolut unzureichend ausgeführt wurde und wird.
Wo die große Politik versagt, sollen viele Kleinbürger ran, das hat System, funktioniert zwar auch nie wirklich, aber suggeriert eine Solidarität im Volke, die es dort schon lange nicht mehr qngesichts der unsozialen und unsolidarischen Politk in deisem Lande gibt.
Aber Illusionen sind gefragt in den deutschen Medien, gerade dann, wenn die Realität so übel und ganz anders ist, als es uns die HD-Norm und 16 Mio. Farben getauchten surrealen Welten des Fernsehens glauben machen wollen.
Sorry, ca.170 000 Euro Spendenstand nach einer knappen halben Stunde sind nicht die Wolke bei einer Quote von geschätzt mehreren Millionen Zuschauern. Hat jeder vielleicht durchschnittlich 12 Cent gespendet, ich bin beeindruckt. Vielleicht kommt noch was, vielleicht ist die Hälfte auch nur mal kurz zwischenzeitlich eingeschlafen- angesichts des müden Benefiz-Gekaspers wäre das kein Wunder.
Frau Merkel drückt nach meinen neuesten Informationen 7 Millionen Euro aus dem deustchen Staatshaushalt ab, das sind dann zarte 0,18 Prommille von den 380 000 000 000 Euros, die Madame & Co für die "Rettung" verzockter Banken erübrigen konnten.
Auch hier gilt vermutlich
Wäre Haiti eine Bank, wäre die Katastrophe nur halb so schlimm verlaufen.
Nur Haiti ist keine Bank, soll das auch gar nicht sein, aber Haiti und die dort lebenden Menschen sind bitterarm und das hat Gründe.
Gründe, die gerade besonders die zu verantworten haben, für die Banken Heiligtümer und arme Menschen Menschenopfer sind.
Dazu haben wir natürlich in der gestrigen Sendung nichts hören können, ich gebe allerdings zu, dass ich nach einer halben Stunde die Schnauze gestrichen voll hatte und mich anderen Dingen zugewendet habe, aber ich bin mir relativ sicher, dass der Umkehrschwung nach dem Start in kleinbürgerlich geprägtes Benefiz nicht mehr stattfinden konnte.
Da schwingen Beckmann, Will und andere Lieblinge virtuell die grossen Büchsen, die sich mit dem Geld der Kleinbürger füllen sollen, deren Namen dann in wenigen Sekunden einmal im Leben des sepndablen Bürgers von rechts nach links unten über die Bildschirme der Nation huschen, die an diesem Abend den Ausverkauf guten Jouramismus dokumentieren müssen.
Anstand und gute Sitte scheinen bei der ARD zudem heute abend
verspätet in den Winterurlaub geschickt:
So leuchtet links oben aeingeblendet die kostenpflichtige Nummer der Spendenhotline, die für die Anwahl dieser Nummer gültigen Gebührenkondidtionen erscheinen aber klein und unscharf selbst für meine halbwegs tauglichen Augen. Dafür wird dann nocheinmal das Hotline-Nümmerchen ganz groß auf einem der Flatbild-Monster im Studio aufgeblasen, natürlich auch nur ohne dass die Moderatorin auch nur ein Wort zu den Gebührenkoditionen verät.
Aber hier ist Helfen angesagt und das am besten blindund spontan und von ganzem Herzen. Der Verstand muss heute leider draussen bleiben, denn hier gehts heute einzig und allein um das dem Kleinbürger pseudomoralisch verordnete Helfen, schwingen die Sympathieträger Beckmann und Will viruell die ganz,ganz großen Büchsen, in welche die wenigstens die ersehnte Zielgruppe ordentlich mal wieder das einzahlen soll, was die Bundesregierung nicht einzahen will...
... wie gesagt, Banken sind wichtiger.
Otto Normalverbraucher nebst Gattin sollen´s mal wieder richten.
Und Otto nebst Frau schauen dann bitte auch mal weg, wenn man Ihnen schon einmal die Kosten für den Anruf vorenthält?
(Ein Grund dafür, warum ich wegen dieser verbraucherfeindlichen Desinformation den Text dieser Mail an die Verbraucherschutzzentralen weiterleite)
Spenden ist gut und schön, aber unfein, wenn man über die sachbezogenen Hintergründe und die Konditionen derart im Dunkeln gelassen wird, wie am gestrigen Abend.
Blind, mit viel Gefühl und möglichst wenig Verstand:
So will man den spendierfreudigen Bürger, das entlastet sowohl monetär als auch politisch die verzockte Politik und die genauso dieser verzockten Politik verzockten Medien.
Nun trocknen also auch noch die Oasen innerhalb dieser verzockten Medienlandschaft aus:
Gestern Abend hat sich das Format Anne-Will komplett aus dem seriösem Jourmalismus ausgeklingt um sich einem heillosen Benefiz mit verordenetem politischem Blindflug zu verschreiben.
Dazu passt auch, dass das Diskussionsforum für diese Sendung nicht geschaltet wurde, vermutlich damit kritische Stimmen wie diese erst gar nicht die verlogene Idyllle trüben.
Sorry, abgesichts soviel Unehrlichkeit verschliesse ich meinen Geldbeutel in der gleichen Konsequenz wie die UBS ihren Zentraltresor.
Und nehme mir andere Foren um mir Gehör zuverschaffen, dann werden neue Oasen im Internet gefunden, bitte verstehen Sie diesen Brief schon als veröffentlicht.
Beispiel für eine kleine, aber feine unzensierte Oase innerhalb der deutschen Medienweichspüle:
http://www.politikarena.net/showthread.php?p=88529#post88529
und manchmal erweitern sich die Oasen:
http://forum.spiegel.de/showpost.php?p=4855262&postcount=1449
Ich helfe sonst gerne, aber nur richtig und nur wenn´s ehrlich ist.
Das war gestern abend (wie so oft) definitiv nicht der Fall.
Mit freundlichen Grüßen, Thomas Schüller
Gestern abend ein neuer trauriger Rekord:
Anne-Will in der ARD.
Spenden-Benefiz anstelle gutem Journalismus,
entwicklungspolitische Blindflüge anstelle einerm genauen Hinsehen auf die Ursachen der Probleme.
Opa und Oma sollen mal wieder satt abdrücken, damit das Kapital
nicht an seine Sünden erinnert wird und sich das viele eigene Geld sparen kann, meist um neuen Schwachsinn auf diesem Globus zu veranstalten, der Menschen in Armut belässt oder in Armut stösst.
Ich habe mich bei der ARD beschwert:
Sehr geehrte Damen und Herren!
Ich bin mit der gestern Abend ausgestrahlten Sendung von Anne Will sehr unzufrieden.
Wieder einmal wird an "unsere" Verantwortung appelliert, ohne dass ich
jetzt einen journalistisch fähig vermittelten Einblick in die aktuelle Lage sowie das Hintergrundgeschehen erkennen konnte.
Herr Westerwelle zog sich auf seine Novizenschaft als Aussenminister zurück, dabei ist er lange genug im Geschäft, als dass er hier den Unbeleckten spielen sollte. Er dürfte wissen, dass deutsche Entwicklungspolitik noch nie wirklich taugte und sowohl quantitativ als qualitativ absolut unzureichend ausgeführt wurde und wird.
Wo die große Politik versagt, sollen viele Kleinbürger ran, das hat System, funktioniert zwar auch nie wirklich, aber suggeriert eine Solidarität im Volke, die es dort schon lange nicht mehr qngesichts der unsozialen und unsolidarischen Politk in deisem Lande gibt.
Aber Illusionen sind gefragt in den deutschen Medien, gerade dann, wenn die Realität so übel und ganz anders ist, als es uns die HD-Norm und 16 Mio. Farben getauchten surrealen Welten des Fernsehens glauben machen wollen.
Sorry, ca.170 000 Euro Spendenstand nach einer knappen halben Stunde sind nicht die Wolke bei einer Quote von geschätzt mehreren Millionen Zuschauern. Hat jeder vielleicht durchschnittlich 12 Cent gespendet, ich bin beeindruckt. Vielleicht kommt noch was, vielleicht ist die Hälfte auch nur mal kurz zwischenzeitlich eingeschlafen- angesichts des müden Benefiz-Gekaspers wäre das kein Wunder.
Frau Merkel drückt nach meinen neuesten Informationen 7 Millionen Euro aus dem deustchen Staatshaushalt ab, das sind dann zarte 0,18 Prommille von den 380 000 000 000 Euros, die Madame & Co für die "Rettung" verzockter Banken erübrigen konnten.
Auch hier gilt vermutlich
Wäre Haiti eine Bank, wäre die Katastrophe nur halb so schlimm verlaufen.
Nur Haiti ist keine Bank, soll das auch gar nicht sein, aber Haiti und die dort lebenden Menschen sind bitterarm und das hat Gründe.
Gründe, die gerade besonders die zu verantworten haben, für die Banken Heiligtümer und arme Menschen Menschenopfer sind.
Dazu haben wir natürlich in der gestrigen Sendung nichts hören können, ich gebe allerdings zu, dass ich nach einer halben Stunde die Schnauze gestrichen voll hatte und mich anderen Dingen zugewendet habe, aber ich bin mir relativ sicher, dass der Umkehrschwung nach dem Start in kleinbürgerlich geprägtes Benefiz nicht mehr stattfinden konnte.
Da schwingen Beckmann, Will und andere Lieblinge virtuell die grossen Büchsen, die sich mit dem Geld der Kleinbürger füllen sollen, deren Namen dann in wenigen Sekunden einmal im Leben des sepndablen Bürgers von rechts nach links unten über die Bildschirme der Nation huschen, die an diesem Abend den Ausverkauf guten Jouramismus dokumentieren müssen.
Anstand und gute Sitte scheinen bei der ARD zudem heute abend
verspätet in den Winterurlaub geschickt:
So leuchtet links oben aeingeblendet die kostenpflichtige Nummer der Spendenhotline, die für die Anwahl dieser Nummer gültigen Gebührenkondidtionen erscheinen aber klein und unscharf selbst für meine halbwegs tauglichen Augen. Dafür wird dann nocheinmal das Hotline-Nümmerchen ganz groß auf einem der Flatbild-Monster im Studio aufgeblasen, natürlich auch nur ohne dass die Moderatorin auch nur ein Wort zu den Gebührenkoditionen verät.
Aber hier ist Helfen angesagt und das am besten blindund spontan und von ganzem Herzen. Der Verstand muss heute leider draussen bleiben, denn hier gehts heute einzig und allein um das dem Kleinbürger pseudomoralisch verordnete Helfen, schwingen die Sympathieträger Beckmann und Will viruell die ganz,ganz großen Büchsen, in welche die wenigstens die ersehnte Zielgruppe ordentlich mal wieder das einzahlen soll, was die Bundesregierung nicht einzahen will...
... wie gesagt, Banken sind wichtiger.
Otto Normalverbraucher nebst Gattin sollen´s mal wieder richten.
Und Otto nebst Frau schauen dann bitte auch mal weg, wenn man Ihnen schon einmal die Kosten für den Anruf vorenthält?
(Ein Grund dafür, warum ich wegen dieser verbraucherfeindlichen Desinformation den Text dieser Mail an die Verbraucherschutzzentralen weiterleite)
Spenden ist gut und schön, aber unfein, wenn man über die sachbezogenen Hintergründe und die Konditionen derart im Dunkeln gelassen wird, wie am gestrigen Abend.
Blind, mit viel Gefühl und möglichst wenig Verstand:
So will man den spendierfreudigen Bürger, das entlastet sowohl monetär als auch politisch die verzockte Politik und die genauso dieser verzockten Politik verzockten Medien.
Nun trocknen also auch noch die Oasen innerhalb dieser verzockten Medienlandschaft aus:
Gestern Abend hat sich das Format Anne-Will komplett aus dem seriösem Jourmalismus ausgeklingt um sich einem heillosen Benefiz mit verordenetem politischem Blindflug zu verschreiben.
Dazu passt auch, dass das Diskussionsforum für diese Sendung nicht geschaltet wurde, vermutlich damit kritische Stimmen wie diese erst gar nicht die verlogene Idyllle trüben.
Sorry, abgesichts soviel Unehrlichkeit verschliesse ich meinen Geldbeutel in der gleichen Konsequenz wie die UBS ihren Zentraltresor.
Und nehme mir andere Foren um mir Gehör zuverschaffen, dann werden neue Oasen im Internet gefunden, bitte verstehen Sie diesen Brief schon als veröffentlicht.
Beispiel für eine kleine, aber feine unzensierte Oase innerhalb der deutschen Medienweichspüle:
http://www.politikarena.net/showthread.php?p=88529#post88529
und manchmal erweitern sich die Oasen:
http://forum.spiegel.de/showpost.php?p=4855262&postcount=1449
Ich helfe sonst gerne, aber nur richtig und nur wenn´s ehrlich ist.
Das war gestern abend (wie so oft) definitiv nicht der Fall.
Mit freundlichen Grüßen, Thomas Schüller