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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Bahn.........


Tacker
17.01.10, 13:49
......schreibt schwarze zahlen:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Bahn-in-der-Gewinnzone-article683084.html

....was ja eigentlich ganz nett ist.

nur: es verwundert einem doch, mit welcher frechheit nun folgendes gefordert wird:

http://www.arcor.de/content/aktuell/newsticker_rss/23568414,1,content,Grube+Ermaessigte+Mehrwertsteue r+auf+Bahn-Tickets.html

frecher geht`s wohl kaum noch................

Alienamazone
17.01.10, 14:25
Schlimm finde ich auch, dass sie zum Schnee schaufeln osteuropäische Bürger zu Dumpinglöhnen her holen und arbeiten lassen, die nichtmal unserer Sprache gewachsen sind. Gibt auch genug Arbeitslose hier, die sich freuen würden, etwas dazu verdienen zu können.

Tacker
17.01.10, 14:36
Schlimm finde ich auch, dass sie zum Schnee schaufeln osteuropäische Bürger zu Dumpinglöhnen her holen und arbeiten lassen, die nichtmal unserer Sprache gewachsen sind. Gibt auch genug Arbeitslose hier, die sich freuen würden, etwas dazu verdienen zu können.

genau darum geht es.

ein unternehmen, welches an die börse möchte, beutet seine arbeiter aus !

jedem, der dann aktien eines solchen unternehmens kauft, gehören diese um die ohren gehauen !

Itchy
17.01.10, 14:43
Gibt auch genug Arbeitslose hier, die sich freuen würden, etwas dazu verdienen zu können.

Oh, bestimmt. Da würde jeder Hartzer himmelhochjauchzend zur Schippe stürmen. Für den Lohn stehen die doch kaum auf und fühlen sich ausgebeutet.

Alienamazone
17.01.10, 14:46
Oh, bestimmt. Da würde jeder Hartzer himmelhochjauchzend zur Schippe stürmen. Für den Lohn stehen die doch kaum auf und fühlen sich ausgebeutet.

Nich alle über einen Kamm scheren.
Hartzler dürfen eh nur einen gewissen Satz dazu verdienen, was drüber liegt wird abgezogen. Von daher ...

Ace of Spades
17.01.10, 16:47
......schreibt schwarze zahlen:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Bahn-in-der-Gewinnzone-article683084.html

....was ja eigentlich ganz nett ist.

nur: es verwundert einem doch, mit welcher frechheit nun folgendes gefordert wird:

http://www.arcor.de/content/aktuell/newsticker_rss/23568414,1,content,Grube+Ermaessigte+Mehrwertsteue r+auf+Bahn-Tickets.html

frecher geht`s wohl kaum noch................


Das ist keine Frechheit. Grube hat vergessen, der FDP eine Million zu spenden, dann wäre es längst durch.

Tacker
17.01.10, 16:48
Das ist keine Frechheit. Grube hat vergessen, der FDP eine Million zu spenden, dann wäre es längst durch.

ach so, stimmt ja, du hast natürlich recht.....:)

Ace of Spades
17.01.10, 19:58
Schlimm finde ich auch, dass sie zum Schnee schaufeln osteuropäische Bürger zu Dumpinglöhnen her holen und arbeiten lassen, die nichtmal unserer Sprache gewachsen sind. Gibt auch genug Arbeitslose hier, die sich freuen würden, etwas dazu verdienen zu können.

Bist du da sicher? Wie sieht es im Sommer aus, Erdbeerpflücken und Spargelstechen sei hier mal genannt. Da geht keiner der Betroffenen hin.

Yesterday
17.01.10, 20:00
Bist du da sicher? Wie sieht es im Sommer aus, Erdbeerpflücken und Spargelstechen sei hier mal genannt. Da geht keiner der Betroffenen hin.

…aber sicher DU?! :D

Alienamazone
17.01.10, 21:04
Bist du da sicher? Wie sieht es im Sommer aus, Erdbeerpflücken und Spargelstechen sei hier mal genannt. Da geht keiner der Betroffenen hin.

Sicher nicht, aber könnte ich mir vorstellen.
Ich würds tun, wenn ich entsprechende Geldnot hätte.
Kinder wollen ja gut versorgt sein. :)

Itchy
17.01.10, 21:16
Bist du da sicher? Wie sieht es im Sommer aus, Erdbeerpflücken und Spargelstechen sei hier mal genannt. Da geht keiner der Betroffenen hin.

Stimmt. Die meisten Arbeitslosen stellen sehr hohe Ansprüche. Für ungelernte Tätigkeiten sind sie sich zu fein und am Entgelt haben sie auch zu mäkeln. Ohne die Polen würde die Feldfrucht auf dem Acker verrotten oder käme evtl. für den dreifachen Preis in den Laden. Da hilft nur die Peitsche... in Form von Leistungskürzungen.

opppa
18.01.10, 08:53
Back to topic
Inzwischen hat man auch festgestellt, wie es der Bahn mit schier unmenschlichen Anstrengungen gelungen ist, die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf ihren Strecken in die Fahrpläne aufzunehmen, um damit "nachzuweisen", daß an den Strecken so gut wie nichts repariert werden muß!

Eine tolle Leistung - und das sogar ohne Mehrkosten!

Wir sollten uns dafür einsetzen, daß die Bahn den Nobelpreis für kreative Statistik bekommt.

:yesnod:

Kleinlok
19.01.10, 10:44
Schlimm finde ich auch, dass sie zum Schnee schaufeln osteuropäische Bürger zu Dumpinglöhnen her holen und arbeiten lassen, die nichtmal unserer Sprache gewachsen sind. Gibt auch genug Arbeitslose hier, die sich freuen würden, etwas dazu verdienen zu können.

Keiner fragt, warum diese Murks-Bahn "Gewinne" einfährt?

Das sind mit verantwortliche Gründe für diesen "Erfolg":

a) Ausbeutung der Mitarbeiter
b) Ausbeutung der Kunden
c) 8 000 000 000 Euro Staatsknete jedes Jahr

Kleinlok
19.01.10, 10:46
Sicher nicht, aber könnte ich mir vorstellen.
Ich würds tun, wenn ich entsprechende Geldnot hätte.
Kinder wollen ja gut versorgt sein. :)

Ich schlage bei soviel Vorstellungsvermögen vor:

Wir stellen uns künftig nur noch vor, wie das ist Spargel und Erdbeeren zu essen.:banana:

Kleinlok
19.01.10, 11:08
......schreibt schwarze zahlen:

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Bahn-in-der-Gewinnzone-article683084.html

....was ja eigentlich ganz nett ist.

nur: es verwundert einem doch, mit welcher frechheit nun folgendes gefordert wird:

http://www.arcor.de/content/aktuell/newsticker_rss/23568414,1,content,Grube+Ermaessigte+Mehrwertsteue r+auf+Bahn-Tickets.html

frecher geht`s wohl kaum noch................


Frech ist alles bei der Bahn.
Denn für die gilt eins samt und sonders:


Die Bahn ist und bleibt ein Saustall.

Grund:

Damit in einem der Autolobbyhörigen Land weiter viele unnötige Autos verkauft (gebaut werden die größtenteils woanders) und gefahren werden können, darf die Bahn nichts taugen und das seit rund 50 Jahren.

Das grüne Umweltdenken ist längst einem elitären Gewinsel weichgespülter Karrierepolitiker gewichen, die selber im fetten Disntwagen oder Bonusflieger den dicken Max machen uns stolz auf ihre schicke Photovoltaikanlage auf ihrenm Eigenheim sind.

In die Bahn werden zwar seit Beginn der Bahnreform 1994 per anno 6-8Milliarden Euronen Steuergelder gepumpt, das hat aber die müden Marktanteile dieser Bahn nicht wirklich bessern können und eigentlich ist trotz der Moderne bei der Bahn entweder vieles beim alten Schlechten geblieben oder sogar noch schlimmer geworden.

Der teure Normalfahrpreis lockte und lockt niemanden wirklich mehr hinter dem Ofen hervor bzw. aus dem Auto oder dem Flieger heraus.

Während die Bahn für die Kunden teuer bleiben bzw. noch teurer werden soll, dumpt dieses verlogene Unternehmen die Löhne der Belegschaft:

Niedriglöhne breiten sich bei der Bahn aus wie der Rost an einem 12 Jahre alten Auto, das noch nie eine Grage von innen sah. Mit der Ausbeutung der Mitarbeiter versucht der überbezahlte neue Bahnchef dem ihm von unfähigen Politikern unterstellten Konzern formal in die Gewinnzone zu fahren und feiert sich mit den angeblich 1 Milliarde Gewinnüberschuss. Dabei frisst die desolat gemanagte Bahn Steuergelder wie nie zuvor und übertrift damit locker die beiden defizitären Vorgängerbahnen, deren Unwirtschaftlichkeit eigenlich durch die Bahnreform ad acta gelegt werden sollte.

Irgendwo schwurbelt auch noch der alte Bahndiktator herum, nichts genaues weiss man nicht, soll man nicht wissen....

Vermutlich bekommt der alte Bahndesperado noch bis 2011 seine satten
3 400 000 Euros pro Jahr, während im Gleisbau ukrainische Niedriglöhner mit bis zu 1,50 Euro/h runter ausgebeutet werden (das die sich bei diesem Hohn von Lohn um alles andere als ein gesundes Gleis kümmern, dürfte ausgemacht sein).

Die Bahn leistet sich also möglicherweise eine Doppelspitze unter hinter dem
neuen Biedermannsgesicht versteckt sich der alte Haudegen, der von Bahn keine Ahnung hat, dafür Kapitalinvestoren freie Bahn zur kompletten Abzocke verschaffen soll.


Die Achsen der Hochgeschwindigkeitszüge taugen nichts, das Personal ist demotiviert und streikt durch die Hintertür (für´s blöde Volk sollen dann schon die ersten 5 Schneeflocken für Zugausfälle und Verspätung herahlten) und am liebsten würde man nur warme Luft umherspazieren fahren:

Die beschwert sich nicht, wenn die Klos verstopft sind, die Türen unbenutzbar sind, der Zug zu spät oder gar nicht kommt und irgendwie der Fahrscheint nicht den gültigen Norem entspricht, weil der Neudackel in Teilzeit am Thresen selber nicht mit den wirren Bahntarifen klarkommt.

Das Blöde nur.

Die warme Luft fährt schwarz und das noch völlig legal.

Im 175. Jahr der deutschen Eisenbahn beweist dieser von Grube offiziell und Mehdorn &CO immer noch fehlgeleitete Saustall, wo zu er taugt und wozu er nicht taugen soll:

Die Bahn ist ein Saustall und soll es bleiben, denn das soll
der desolaten Autoindustrie, für die immer noch die Zukunft im sinnlosen PS-Geprotze besteht, eine Chance sichern, welche die kaputte Verkehrspolitik der Bahn nie wirklich zugestanden hat.

In diesem fehlgesteuerten Land gilt nach wie vor die Doktrin:

Die Bahn soll immer schlechter abschneiden als das Auto.

In Zeiten, wo die Tendenz zum Autofahren eindeutig auf die Abwärtsschiene kommt bedeutet das nichts Gutes für die Bahn selbst, vermutlich auch der Grund, warum die 175-Jahr Jubelei so kleingereicht wird, zu feiern gibtßs nicht viel, denn:

Die Bahn ist und bleibt ein Saustall.

Allein das ist diesem Staat jede Menge Geld wert.

Kleinlok
19.01.10, 21:05
Die Bahn ist und bleibt ein Saustall.

Sie soll ein Saustall bleiben:

Geheime Streichliste

Bahn unter Druck

Von Thomas Wüpper/Frankfurter Rundschau, 19.01.10

Berlin. Heftige Reaktionen hat die bisher geheime Streichliste der Deutschen Bahn für ein Dutzend Schienenprojekte ausgelöst, die bundesweit bis 2025 nicht finanzierbar sind. Die Bundesregierung gerät dadurch in Erklärungsnot. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) und die Bahn bestreiten die Existenz der Liste - und müssten es besser wissen.


"Es gibt keine Streichliste. Wir sehen aber erheblichen Investitionsbedarf in die Schiene." Mit dieser Sprachregelung reagierten Bundesregierung und die Bahn am Montag auf Berichte der FR. Ein DB-Geheimpapier, das der FR vorliegt, beweist erstmals, dass mindestens zwölf wichtige Bahnprojekte wegen staatlicher Finanznot auf der Kippe stehen.

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2215558_Geheime-Streichliste-Bahn-unter-Druck.html

Ace of Spades
19.01.10, 21:18
Sie soll ein Saustall bleiben:



http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2215558_Geheime-Streichliste-Bahn-unter-Druck.html

Bist du Aktionär bei der Bahn?

opppa
20.01.10, 00:03
Sie soll ein Saustall bleiben:



http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/2215558_Geheime-Streichliste-Bahn-unter-Druck.html

Was erwartest Du eigentlich von einem Unternehmen, das sich im Staatseigentum befindet oder mal - wie Post und Telekom - befunden hat?

(Altes deutsches Sprichwort:
Wie der Herr, so's Gescherr!)

:)

Kleinlok
20.01.10, 15:07
Was erwartest Du eigentlich von einem Unternehmen, das sich im Staatseigentum befindet oder mal - wie Post und Telekom - befunden hat?

(Altes deutsches Sprichwort:
Wie der Herr, so's Gescherr!)

:)

Richtig.

Bei deisem Saustall von deutschen Staat
kann die deutsche Bahn auch nur ein solcher sein.

Also muss sich da gewaltig was auf der ganzen Schiene ändern...
... und das wird es auch.


:banana:

opppa
21.01.10, 09:03
Keiner fragt, warum diese Murks-Bahn "Gewinne" einfährt?

Das sind mit verantwortliche Gründe für diesen "Erfolg":

a) Ausbeutung der Mitarbeiter
b) Ausbeutung der Kunden
c) 8 000 000 000 Euro Staatsknete jedes Jahr

Es hängt aber auch damit zusammen, daß man - großflächig - notwendige Reparaturen "einspart", ohne die dafür die eigentlich notwendigen Rückstellungen zu bilden, und daß dieses Vorgehen sogar noch durch das Vergütungssystem des Managements gefördert wird.

Kleinlok
21.01.10, 14:49
Die Bahn ist und bleibt ein Saustall.

Grund:

Damit in einem der Autolobbyhörigen Land weiter viele unnötige Autos verkauft (gebaut werden die größtenteils woanders) und gefahren werden können, darf die Bahn nichts taugen und das seit rund 50 Jahren.




Den Rext meines Beitrages # 15 habe ich nahezu unverändert als Rundbrief an etwa 60 Adressen gesendet, darunter an die des Bahnvorstandes, weiterer Stellen der DB sowie des Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer (CSU) und an den Verkehrsausschuss des deutschen Bundestag.

Am 19.01.10 kam von der deutschen Bahn
folgendes nettes Schreiben:

Ihre Nachricht vom: 19. Januar 2010

Unser Zeichen: 1-3224897540


Sehr geehrter Herr Schüller,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wir freuen uns, dass Sie sich bei Ihrer Reiseplanung für die Bahn als umweltfreundliches Verkehrsmittel entschieden haben.

Sicherlich steht es außer Frage, dass wir in vielen Bereichen besser werden müssen und können. Sie können davon ausgehen, dass wir große Anstrengungen unternehmen, um unseren Kunden den Service zu bieten, den sie von einem modernen Dienstleister erwarten dürfen. Leider helfen Sie uns in der Sache mit Ihrer E-Mail nicht weiter, sondern tendieren eher zu geringer Wertschätzung gegenüber anderen.

Auch durch die gute Zusammenarbeit mit den Verbraucherzentralen erhalten wir ständig ein Feedback über die Belange unserer Kunden. Wir sind uns durchaus darüber im Klaren, dass wir nur mit zufriedenen Kunden dauerhaft wirtschaftlich erfolgreich sind und auch nur so unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern können.

Es erscheint uns nicht angemessen, zu Ihren weiteren Interpretationen über unserem Vorstand Stellung zu nehmen. Gern sind wir jedoch bereit, auf detaillierte und sachliche Anregungen, Fragen oder Kritik Ihrerseits einzugehen.

Sehr geehrter Herr Schüller, wir freuen uns, Sie wieder als Gast begrüßen zu dürfen.


Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag ....




Hier meine heutige Antwort darauf:



Ihre Nachricht vom: 21. Januar 2010

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich bedanke mich für Ihre rasche am 21.01.10 erfolgte Antwort auf meine deftige am 19.01.10 versandte Kritik an der Unternehmensführung der DB.

Ich bitte Sie um Verständnis darum, dass ich Ihre Antwort und meine Antwort darauf im Internet in beschränkter Öffentlichkeit veröffentliche.

Der Link dazu wäre:

http://www.politikarena.net/showpost.php?p=90359&postcount=21

Wenn Ihnen die Veröffentlichung Ihrer Antwort nicht recht wäre, bitte ich Sie das zu entschuldigen und um eine diesbezügliche Mitteilung, ich würde die Veröffentlichung Ihrer Antwort dann löschen, auch wenn ich der Meinung finde, dass die Bahn in Ihrem Dialog mit Kunden keine Öffentlichkeit zu scheuen braucht.

Ich möchte auf Ihre Antwort wie folgt eingehen:

Wenn Sie schreiben, Zitat DB...

"Leider helfen Sie uns in der Sache mit Ihrer E-Mail nicht weiter,
sondern tendieren eher zu geringer Wertschätzung gegenüber anderen."

... dann nehme ich das durchaus ernst, denn es liegt mir nicht daran andere Menschen zu beleidigen oder geringzuschätzen.

Ich gebe aber gerade aus diesem Grund entschieden zu bedenken:

Diese Kritik ist nicht die erste, die gegenüber der Deutschen Bahn von meiner Seite aus stattgefunden hat. Und mit jeder dieser meiner Kritiken verbindet sich der Eindruck, dass angesichts der teils unhaltbaren und teils extrem kundenfeindlichen Zustände bei der Deutschen Bahn AG das Management der Deutschen Bahn AG sowie die Verantwortlichen der Verkehrspolitik in Deutschland nicht wirklich die Kunden und die Mitarbeiter der Deutschen Bahn und deren Wünsche wirklich wert schätzen.

Un allein dieser Missstand lässt mich dann zu solch drastischen Worten greifen,wie in meiner Rundmail und Veröffentlichung vom 19.01.10 geschehen.

Diese Worte richten sich nicht exemplarisch gegen bestimmte Menschen, aber gegen das Verhalten von Menschen, die bei der Bahn das Sagen haben bzw. das Sagen haben sollten und die ich in großer Verantwortung für die von mit beobachteten Missstände sehe.

Ich kenne den Bahnbetrieb in Deutschland seit meiner Kindheit aus privatem Interesse relativ genau und umfangreich und bin seit ca. 25 Jahren in der Verkehrspolitik mit Unterbrechungen aktiv.In diesem Vierteljahrhundert habe ich Erfahrungen gemacht, die mich seit langem zu diesem subjektiven eigenverantwortlichen Urteil kommen lassen:

In den alten Bundesländern bzw. dem wiedervereinigten Deutschland
seit Oktober 1990 darf die Bahn nicht wirklich taugen.

Aus aktuellem Anlass habe ich deswegen vor 2 Tagen am 19.01.10 dieser meiner gesammelten Enttäuschung einmal neu Ausdruck verliehen in Form des Ausspruches:

"Die Bahn ist ein Saustall"

Das ein solcher Ausspruch von Seiten der DB und weiterer gesitteter Menschen sicher gar nicht gerne gehört bzw. gelesen wird, ist verständlich und sicher gehört eine solche Sprache nicht zum gesellschaftlich üblichen Umgangston.

Aber der Stil hat sich in Deutschland insgesamt zum Unguten verändert, denn ich finde es sollte genauso wenig in der deutschen Gesellschaft bzw. bei der deutschen Bahn AG üblich sein, dass verantwortungsvolle Mitarbeit durch Dumpinglöhne ausgebeutet wird.

Diese Praxis wird jedoch bei der Deutschen Bahn AG mit sehr ungesunder Tendenz betrieben und ausgebaut. was letztendlich die soziale und betriebliche Sicherheit der Bahn gefährdet bzw. gefährden kann.

Allein dieser Missstand kann meines Erachtens nicht
mit dem folgenden von Ihnen verwendeten Worten relativiert werden, Zitat DB:

"Sicherlich steht es außer Frage, dass wir in vielen Bereichen besser werden müssen und können. Sie können davon ausgehen, dass wir große Anstrengungen unternehmen, um unseren Kunden den Service zu bieten, den sie von einem modernen Dienstleister erwarten dürfen."

Entschuldigen Sie bitte, aber ein solches Statement ist mir viel zu allgemein gehalten und nichtssagend und spricht den aktuellen Erfahrungen sehr vieler Menschen und dem in den Medien vermittelten Bild betreffs der Deutschen Bahn Hohn.

Wenige Grade Minus und Schneefall in noch m.E. erträglichen Maßen (von den im Norden geschehenen Schneeverwehungen abgesehen) verursachen bei der Bahn im gesamten Bundesgebiet in den letzten Wochen vielerorts massive Verspätungen und Zugausfälle.
Bei der Frankfurter S-Bahn gehören Verspätungen zum Tagesgeschäftund über die Berliner S-Bahn möchte ich gar nicht sprechen.

Die Gründe dieser unzumutbaren Verhältnisse sind für mich deutlich erkennbar hausgemacht, denn ich führe diese neben diversem Missmanagement hauptsächlich auf eine falsche Personalplanung und die von der DB verursachte Demotivation zumindest eines Teiles der Mitarbeiter/innen durch Dumpinglöhne zurück.

Da schlecht bezahlte Zeitarbeit bei der Bahn für mich erkennbar kein temporäres Problem sondern scheinbar den künftigen Normalzustand abbilden soll, scheint für mich diese ungesunde Tendenz stabil. Ich erkenne darin einen klaren Widerspruch zu Ihrer zuletzt von mir zitierten Aussage, denn ich behaupte:

So kann die Deutsche Bahn nur noch schlechter werden,
obwohl Besserung in vielen Bereichen dringend nötig wäre.

Insofern kann ich auf folgende Aussage von Ihrer Seite nur mit Skepsis reagieren:

"Auch durch die gute Zusammenarbeit mit den Verbraucherzentralen erhalten wir ständig ein Feedback über die Belange unserer Kunden. Wir sind uns durchaus darüber im Klaren, dass wir nur mit zufriedenen Kunden dauerhaft wirtschaftlich erfolgreich sind und auch nur so unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern können"

Nichts gegen eine gute Zusammenarbeit mit den Verbraucherschutzzentralen, aber wenn die wirklich so gut sein soll, wie Sie das darstellen, dann dürfte Ihnen die massive Kritik an den Tarifen und den Fahrgastrechten nicht entgangen sein, die seit Jahren auch die Medien mitbestimmt.

Nicht zuletzt müsste Ihnen erst recht Ihr eigenes Beschwerdemanagement sinnvolle und deutliche Hinweise über die Unzufriedenheit nicht weniger Kunden liefern, und genau aus diesem Grunde frage ich Sie, warum sich mir folgender Eindruck seit Jahren aufdrängt:

Warum erfolgen Korrekturen bei der Deutschen Bahn AG wenn überhaupt nur schleppend?

Ich stelle fest: Die Kundenfeindlichkeit der Bahn bleibt unvermindert hoch.

Nur ein kleines Beispiel:

Der Erwerb von als preiswert vom Kunden empfundenen Fahrkarten, ist und bleibt besonders im wichtigen Nahverkehr meist schwierig bis unmöglich.

(...)

Mein Fazit:

Die DB AG bzw. Ihre Partner lassen zu oft nichts aus,
was für eine schlechte Erfahrung vieler Kunden sorgen kann und das seit langen Zeiten.

Setzt man sinnigerweise den Startpunkt der Bahnreform im Januar 1994 als sinnvollen Bezugspunkt für einen Neustart der Deutschen Bahn, dann tritt nach nun mehr 16 Jahren trotz erheblicher in diesem Zeitraum erfolgter oft staatlich subventionierten Investitionen die Deutsche Bahn m.E. noch immer auf der Stelle und beackert immer noch jeweilig lächerliche Marktanteile sowohl im Fern- als auch im Nahverkehr, die je nach Betrachtungsweise nirgends wo sinnvoll über 25% hinauskommen.

Das ist angesichts der erheblichen Subventionen, welche die Deutsche Bahn AG jedes Jahr vom deutschen Staat erhält sowie in Anbetracht ihrer Funktion als Massenverkehrsmittel ein seit langen Jahren unhaltbarer Zustand.

Dass Sie sich nicht über Ihren Vorstand äußern, verstehe ich vollend, bitte Sie aber zu verstehen, dass ich meine Kritik an diesem Vorstand und ehemaligen Vorständen der Deutschen Bahn gerne und ausgiebig entsprechend betreibe, da ich die entsprechenden Bahnvorstände seit Jahrzehnten in einer Verantwortung für das Aschenputteldasein der Bahn in Deutschland sehe.

Und das muss endlich ein Ende haben.

Die Kunden, die Bahnmitarbeiter, die Freunde der Bahn haben genug gewartet.

Mit freundlichen Grüßen, Thomas Schüller

opppa
21.01.10, 17:26
Den Rext meines Beitrages # 15 habe ich nahezu unverändert als Rundbrief an etwa 60 Adressen gesendet, darunter an die des Bahnvorstandes, weiterer Stellen der DB sowie des Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer (CSU).

Heute bekam ich von einer Adresse der deutschen Bahn folgendes nettes Schreiben:




Hier meine heutige Antwort darauf:

Mach weiter so! Du - zusammen mit noch ein paar Leuten, die solche Briefe schreiben - sicherst so den Arbeitsplatz der Leute, die diese Briefe beantworten.
Die Aktion war daher volkswirtschaftlich wertvoll!


:yesnod:

Kleinlok
21.01.10, 18:56
Mach weiter so! Du - zusammen mit noch ein paar Leuten, die solche Briefe schreiben - sicherst so den Arbeitsplatz der Leute, die diese Briefe beantworten.
Die Aktion war daher volkswirtschaftlich wertvoll!


:yesnod:

Aber logo,


ist doch auch wirklich lieb von mir, dass ich als kleiner unbezahlter Student quasi im Nebenjob Arbeit bei Ämtern, Behörden und einer Behördenbahn(die formal einen auf privatwirtschaftlich organisiert macht) sichere.... :banana:

Kleinlok
23.01.10, 12:42
genau darum geht es.

ein unternehmen, welches an die börse möchte, beutet seine arbeiter aus !

jedem, der dann aktien eines solchen unternehmens kauft, gehören diese um die ohren gehauen !


Dazu passt:


Bahn-Angestellte berichten von haarsträubenden Arbeitsbedingungen. Lokführer bemängeln 14-Stunden-Schichten. Und: "Man fährt schon mal mit einem ICE mit einzelnen ausgeschalteten Bremsen oder weniger Antrieben." Ein Gutachter rügt, die Bahn habe nicht aus Eschede gelernt

Bahn-Arbeitsbedingungen: ICE-Lokführer pinkeln in Kaffeebecher | Frankfurter Rundschau - Top-News (http://www.fr-online.de/top_news/2214977_Arbeitsbedingungen-bei-der-Bahn-ICE-Lokfuehrer-pinkeln-in-Kaffeebecher.html)

Ace of Spades
23.01.10, 13:35
Bahn-Arbeitsbedingungen: ICE-Lokführer pinkeln in Kaffeebecher | Frankfurter Rundschau - Top-News (http://www.fr-online.de/top_news/2214977_Arbeitsbedingungen-bei-der-Bahn-ICE-Lokfuehrer-pinkeln-in-Kaffeebecher.html)

Wir nähern uns wieder den Arbeitsbedingungen der 30iger Jahre. Nur ruhig, alles kommt wieder.

Kleinlok
23.01.10, 15:19
Wir nähern uns wieder den Arbeitsbedingungen der 30iger Jahre. Nur ruhig, alles kommt wieder.

Nur die Dampflok nicht....


... obwohl die Teile wenigstens noch Leben in den Betrieb brachten.:banana:

opppa
24.01.10, 21:02
Nur die Dampflok nicht....


... obwohl die Teile wenigstens noch Leben in den Betrieb brachten.:banana:

Solange die nicht mit der Kleinlok fahren, gehts ja noch!

:yesnod:

Kleinlok
31.01.10, 13:27
Frech ist alles bei der Bahn.
Denn für die gilt eins samt und sonders:


Die Bahn ist und bleibt ein Saustall.

Grund:

Damit in einem der Autolobbyhörigen Land weiter viele unnötige Autos verkauft (gebaut werden die größtenteils woanders) und gefahren werden können, darf die Bahn nichts taugen und das seit rund 50 Jahren.

Ich hatte die oben in kleinem Auszug zitierte Schimpfrede über die Bahn in Deutschland am 19.01.10 als Rundmail an Bahnfreunde bzw. Leute gesendet, von denen ich annehme, dass diese verkehrspolitisch
engagiert sind, zwei mir bekannte Personen haben mir neben dem Bahn-Kundendialog geantwortet und nachfolgend meine heutige Antwort darauf, die ich ebenfalls über den Verteiler als Rundmail an (hoffentlich) Interessierte aus Bahnwesen, Politik und Medien versende:



Hallo Bahnfreunde!
Sehr geehrte Vertreter/innen von Politik und Medien!

Wenn ich virtuell auf die Pauke haue und in einer kleinen Öffentlichkeit
die Bahn als "Saustall" tituliere,...

(unter anderem hier:

http://www.politikarena.net/showpost.php?p=94896&postcount=28)

.... dann aus diesem Grund:

Angesichts der Unmengen von staatlich subventionierten Fördermitteln (mind. 6-8 Mrd Euro per anno seit Start der Bahnreform vor 16 Jahren im Januar 1994) müssten wir eigentlich eine der Welt allerbeste Bahn (neben der Schweiz)haben.

Die haben wir aber definitiv nicht, obwohl sich die Bahn und explizit die DB AG in vielen Bereichen technisch wie organisatorisch zumindest formal runderneuert haben.

Das gewählte Beispiel Rheinland-Pfalz ist beiläufig erwähnt m.E. bestimmt kein Indikator für eine erfolgreiche Bahnpolitik und erst recht kein Garant für eine Flächenbahn. Die sicherlich lobenswerten vereinzelten Reaktivierungen konnten und können m.E. den jahrzehntelang betriebenen Bahnkahlschlag in diesem Land nach meiner Schätzung nur in wenigen Prozenten relativieren und ganze Landstriche sind dort zig Kilometer von der Schiene abgehängt, nicht kleine Teile von Hunsrück, Eifel und Taunus und Pfalz lassen sinnlos von Gleisen befreit grüssen.

Die vereinzelt positiven Entwicklungen bei der Bahn können nur bedingt dagegen anstinken, wenn allein schon auf höchster Ebene die Weichen für eine gute Bahnpolitik falsch gestellt wurden und werden und die dortigen Entscheidungen die Bahn immer noch an unternehmerischen Kriterien gemessen auf das Neben- oder gar Abstellgleis zwingen.

Die inzwischen m.E. grundgängige Medienschelte der Bahn markiert m.E. die Folgen einer immer noch grundsätzlich falsch aufgestellten Verkehrs- und Bahnpolitik:

Die aktuellen Verspätungen bei winterlichen Witterungsverhältnissen, die vielleicht vom langjährigen Mittel abweichen, aber dennoch m.E. als nicht wirklich extrem bezeichnet werden können, sind nur ein Indikator dafür, dass zu viel bei der Deutschen Bahn aus dem Ruder läuft. Seien es die Achsen der ICE-3 Züge, die ständigen Fahrwerkprobleme bei den Neigetechnikzügen oder die chaotischen Verhältnisse bei der Berliner S-Bahn:

All dies ist dem Image eines mit hohen finanziellen Aufwand versorgten Verkehrsunternehmens unwürdig.

Wenn das nur mal ein Ausrutscher wäre, der nicht gleich zu sicherheitsrelevanten Risiken bei der Bahn führt, könnte man das evtl. ein- oder zweimal nachsichtig entschuldigen, aber diese ganzen Probleme verbunden mit einer permanenten Kundenfeindlichkeit der Bahn sind nun allesamt nicht mehr neu, sondern beständig und eigentlich nur die Fortsetzung einer sehr unguten Tradition:

In Deutschland darf die Bahn nichts taugen.

So aberwitzig sich das anhört, so aberwitzig ist das auch.

Angesichts der oben benannten enormen finaziellen Aufwendungen seitens des Staates an die Bahn (neben den auch nicht unerheblichen Einnahmen an Fahrgeldern und Frachttarifen) ist es für mich schlichtweg eine volkswirtschaftliche und umweltpolitische Schande, dass die Bahn als das m.E. umweltgerechteste Massenverkehrsmittel in keinem Bereich über 25% Marktanteil hinauskommt und oftmals nicht einmal die 15% Hürde erreicht.

Nach meiner Kenntnis sind das je nach Bemessungsgrundlage aktuell miserable ca. 11 -12 % im Personenfernverkehr, knapp 20% im Personennahverkehr und ca. knapp 23% Marktanteil im Güterverkehr (und der letztere in Relation bessere Wert dürfte der Initiative der privaten Unternehmen und einem in Anfängen sinnvollen Wettberwerb im Güterverkehr geschuldet sein).

Wenn der Markt in einer traditionellem Marktwirtschaft einen Indikator für unternehmerisches Gelingen bzw. Nichtgelingen abgibt, sind das eindeutig schlechte Kennzahlen für das Kerngeschäft der Deutschen Bahn.

Frage: Wo liegen die Ursachen?

Ich wiederhole mich, aber sehe das als die zentrale Aussage:

Die Bahn durfte in den alten Bundesländern m.E. seit Jahrzehnten (!) nicht wirklich ihre Systemvorteile ausspielen und für den Wettbewerb taugen und soll diese Selbstbeschränkung als teuer subventioniertes Aschenputtel im wiedervereinigten Deutschland fortsetzen.

Unschwer zu erraten, wer von dieser Perversion der Marktwirtschaft am meisten profitiert und profitieren will:

Die Autolobby.

Zu der gehören natürlich viele, allein die Vielfalt auf der Verbraucherseite ist beeindruckend:

Vom begnadeten "Auto-Bild"-Leser über den Opel-Manta-Fahrer "Manfred", von Mama Erna in ihrer rollenden Einkaufstüte mit 1,3 Liter Einspritzer und ihrer Tochter im knallroten Mini (leider mit 4 Gummirädern dran) bis zur A 6 Mafia und darüber hinaus gilt:

Bequemlichkeit, Streben nach automobiler Autonomie und oftmals weitgehendes Desinteresse an der Umwelt sind relevante Beweggründe für das individuelle Mobilitätsverhalten.

Das soll aber auch so sein.

Die Angebotsseite und die mit ihr in Verbindung stehenden Institutionen und Personen beweisen seit Jahrzehnten ein entschiedenes Interesse an dem oben besagten Verhalten, dass sie nicht nur selber betreiben sondern aus wirtschaftlichen sowie sozialpsychologischen Gründen meist offensiv unterstützen oder befördern.

Auch wenn das oft mit Umweltschutz wenig bis überhaupt nichts zu tun hat, auch wenn das seit langem nicht mehr wirklich Arbeit in Deutschland sichert und auch wenn das eigentlich nie wirklich auf das Prinzip Nachhaltigkeit gesetzt hat, scheinen Politik und Wirtschaft nur zufrieden, wenn 43 000 000 Auspuffrohre weiter fleissig das Klima anheizen und wenn die Bahn dieser Wirtschaftsdoktrin nicht in die Quere kommt.

Da passt es nur ins Bild, dass ein ehemaliger Manager der Autoindustrie aktuell die Geschicke der Deutschen Bahn AG leitet, die von seinem Vorgänger, einem Ex-Manager der Lufttfahrindustrie, nicht wirklich wirtschaftlich erfolgreich geführt wurde.

Das ist m.E. durchaus politisch gewollt oder wird zumindest von einer blinden Politik und einer weitgehend genauso blinden Gesellschaft billigend in Kauf genommen.

In jedem anderen Wirtschaftszweig würde die Führung eines Unternehmens die sich ihm bietenden Marktoptionen abschätzen und nach Möglichkeit wenigstens sinnvoll offensiv nutzen.

Nur die Bahn, die hält sich da abseits des Geschehen und spielt trotz unschwer erkennbarer eigener Attraktoren weiter das abgehängte und teils stillgelegte Mauerblümchen.

In einer Zeit, wo selbsternannte Überflieger vor der Krise agressiv die Verdoppelung der Marktanteile bzw. der Rendite des eigenen Unternehmens in nur wenigen Jahren oder gar Quartalen anstrebten, betrieb die Bahn Enthaltsamkeit im Kerngeschäft und suchte sich allenfalls unternehmerische Ersatzbefriedigungen im globalen Spielzimmer.

Und wie es scheint soll unser verkehrspolitisches Aschenputtel weiter in seiner jahrzehntelangen Rolle verharren.

Scheinbar weiter sollen die de facto kastrierte Bahn bzw. ein in seinen Unternehmenszielen klar behindertes Management nicht am Markt punkten können und die damit verbundenen volkswirtschaftlichen und umweltpolitischen Schäden werden nach wie vor in Kauf genommen.

Das Volk schaut brav und artig dabei zu bzw. weg ( das macht es im Prinzip bei allen Missständen) und wer es sich (finanziell) leisten kann, setzt sich weiter in sein Auto und dreht den Zundschlüssel um.

Teils taugt dann die Kundenfeindlichkeit der kastrierten Bahn als
bequemes und gar nicht mal so unwahres Alibi für dieses einseitige Mobilitätsverhalten = Das Schicksal ist immer noch Meister der Ironie.

Und so gilt für mich egal ob in Mecklenburg, Rheinland-Pfalz, Hessen
oder einem anderen der 16 Bundesländer:

Die Bahn ist ein Saustall..

...und sie soll und darf das nach dem Willen der Politik sein.

Wir hatten und haben in Deutschland eine Bahnreform, die ich bis zum heutigen als nicht wirklich gelungen, brutaler ausgedrückt:

Eine Bahnreform, die ich in einigen Bereichen als gescheitert ansehe.

Mit viel Geld ist quasi eine Bahn runderneuert worden, die aber nicht wirklich das bewegt, was sie bewegen könnte und längst sollte, die in zumehmenden Maße ihre Mitarbeiter(innen) ausbeutet und oftmals immer noch als zu teuer von der Kundschaft empfunden wird und seit Jahrzehnten nicht mehr flächendeckend operiert.


Und das muss sich ändern, Jahrzehnte Stillstand
bzw. 16 Jahre teure, aber lahme Reform sind mehr als genug.

Viele Grüsse Thomas Schüller

Kleinlok
05.02.10, 08:23
Am 31.01.10 hatte ich eine neue Rundmail an Personen und Institutionen versendet (in Beitrag # 28 enthalten), die etwas mit der Bahn bzw. Bahnpolitik zu tun haben könnten.

Eingangs schreib ich dabei:


Sehr geehrte Bahnfreunde
sowie Vertreter von Politik und Medien!

Vorab in formaler Sache:

Der vorliegende Rundbrief richtet sich an Personen bzw. Institutionen, die nach meiner Einschätzung ein Interesse an
Verkehrspolitik haben sollten oder haben könnten.

Sollten Adressaten diese Einschätzung auf sich bezogen nicht teilen, bitte ich Sie um Entschuldigung und bitte um eine kurze Mitteilung dazu, Ihre jeweilige Adresse wird dann aus dem Verteiler genommen.Am 31.01.10 hatte ich eine neue Rundmail an Personen und Institutionen versendet, die etwas mit der Bahn bzw. Bahnpolitik zu tun haben könnten. (...)




Am 4.2.01 bekam ich vom
Sekretariat des Verkehrsausschusses folgende mail:


Sehr geehrter Herr Schüller,

bitte nehmen Sie (...)@bundestag.de, sowie den Verkehrsausschuss@(...).de aus Ihren Verteiler.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Sekretariat des Verkehrsausschusses

Hier meine sofort erfolgte Antwort:



Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich werde Ihrer Bitte selbstverständlich nachkommen.

Ich bedaure allerdings entschieden, dass gerade die unter den beiden genannten Adressen angesprochenen Personen kein Interesse an der hochbrisanten und aktuellen Thematik zu haben scheinen, die in den bisherigen Rundschreiben angesprochen wurde.

Ich sehe da sowohl Herrn Ex-MdB .... als langährigen Vorsitzenden des Verkehsrausschusses sowie die aktuellen Mitglieder desselben Gremiums in einer unmittelbaren Verantwortung für die in den Rundschreiben angesprochene Problematik.

Deswegen fehlt mir für das durch Ihre Bitte bewiesene Desinteresse ehrlich gesagt das Verständnis.

Das sollte allen für diese Bitte Verantwortlichen zu denken geben.

Wenn ich Ihrer Bitte nach Löschung aus der aktuellen Verteilerliste der besagten Rundschreiben nachkomme, dann aus Gründen der Wahrung
Ihrer Persönlichkeitsrechte und der Erfüllung meiner ehrlich gemeinten
Anfrage und Zusage bezogen auf die Praxis des Verteilers.

Ich werde allerdings dafür künftig direkt an die Adresse des Verkehrsausschusses gerichtete öffentliche Schreiben verfassen, welche gezielt auf die Missstände der aktuellen Verkehrspolitik hinweisen. Dieses Rechts steht mir als politisch aktivem Bürger zu
und ich erkenne darin keinen Widerspruch zu meiner oben stehenden Zusage.


Mit freundlichen Grüßen, Thomas Schüller



:banana:

Kleinlok
08.02.10, 10:15
Meine knackige Schimpfrede über die Verhältnisse bei der deutschen Bahn
( hier Beitrag # 15) habe ich wie schon beschrieben als Rundbrief an etwa 60 Adressen gesendet, darunter an die des Bahnvorstandes, weiterer Stellen der DB sowie des Bundesverkehrsministers Peter Ramsauer (CSU) und an den Verkehrsausschuss des deutschen Bundestag.

Mit dem Kundendialog befinde ich mich seitdem in einem netten Dialog, der zwar nicht Seiten der deutschen Bahn nicht ganz ohne Textbausteine auskommt :banana:, aber immerhin zwischen den zeilen evtl. eine gewisse Einsicht äussert, dass sich was bei der Bahn verbessern muß.

Konkret ist das natürlich alles nicht und deshalb biin ich auch in der Angelegenheit etwas hartnäckig, abders geht hier nix in diesem Schnarchzapfenland.:banana:

Gestern am 7.02.10 erhielt ich wiederum ein Schreiben des Bahnkundendialoges als Antwort auf eine von mir gesendete mail vom 5.02.10. :

r Bahn:



Ihre Nachricht vom: 5. Februar 2010

Unser Zeichen: (...)

Sehr geehrter Herr Schüller,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Sicherlich steht außer Frage, dass wir in vielen Bereichen noch besser werden müssen. Darum sehen wir es auch als unsere vorrangige Aufgabe an, die Prozesse konsequent voranzutreiben und die Qualität unserer Leistungen kontinuierlich zu verbessern. Die Kritik und Anregungen unserer Fahrgäste sind uns in diesem Zusammenhang natürlich sehr wichtig.

Bitte haben Sie Geduld mit der Bahn.

Wir freuen uns, Sie wieder als Gast begrüßen zu dürfen.


Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag (...)

Kundendialog


Diese Antwort ist nun wirklich nicht prickelnd, weil die hier verwendeten Textbausteine waren in ihrer doch relativ trivialen und nichtssagenden Weise mir schon einmal zugesendet worden und Widerholungen auf dem Niveau émpfinde ich als langweilig.

Das habe ich dann auch schnell dementsprechend beantwortet und gleich an etwa 100 Adressen von Bahnfreunden bzw. aus Politik und Medien versendet:






Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich danke Ihnen Frau (...) für Ihre im Namen der Deutschen Bahn AG erfolgte Antwort, muss diese allerdings als reine Wiederholung von Zusicherungen werten, die von Ihrer Seite schon in unserem bisherigen Dialog getroffen wurden, die ich damals postwendend kritisch gewertet habe.

Da ich darüber schon etwas enttäuscht bin, erlaube ich mir, diese meine Antwort an Sie bzw. die Adresse der Verantwortlichen der Bahn als offenen Brief zu verfassen und als einen Rundbrief zu versenden, der neben Ihnen eine Reihe von Personen und Institutionen aus verschiedenen Bereichen der Politik bzw. der Verkehrspolitik sowie Medienvertreter ansprechen soll.

(zum Verfahren:

Sollte bei einem Teil der angesprochenen Personen oder Institutionen kein Interesse an solchen Rundschreiben dieser Art bestehen, bitte ich diese um Entschudligung und eine kurze Mitteilung, Ihre jeweilige Adresse würde sofort aus dem Verteiler genommen).

Zur Sache:

Bitte gestatten Sie mir auf folgende Aussage einzugehen, die Sie im Namen der Deutschen Bahn AG an meine Adresse richten, Zitat Bahnkundendialog:


Ihre Nachricht vom: 5. Februar 2010
Unser Zeichen: 1-3342566781

Sehr geehrter Herr Schüller,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Sicherlich steht außer Frage, dass wir in vielen Bereichen noch besser werden müssen. Darum sehen wir es auch als unsere vorrangige Aufgabe an, die Prozesse konsequent voranzutreiben und die Qualität unserer Leistungen kontinuierlich zu verbessern. Die Kritik und Anregungen unserer Fahrgäste sind uns in diesem Zusammenhang natürlich sehr wichtig.

Bitte haben Sie Geduld mit der Bahn. (...)

Ich möchte da ein bekanntes Zitat verwenden:

Die Botschaft höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. :cool:


Konkret:

Ich glaube nicht daran, dass explizit
diese Deutsche Bahn AG sich aus eigener Kraft bessern wird.

Begründung:

Zu solchen dringend notwendigen signifikanten Verbesserungen hatte die Deutsche Bahn AG seit dem Start der Bahnreform in 1994 genügend Zeit, in der dieses Unternehmen zudem mehr als genügend staatliche finanzielle Unterstützung erhalten hat und immer noch erhält.

Sicher ist vieles in dieser Zeit geschehen aber auch vieles nicht geschehen, so dass wir m.E. von einer wirklich kundenfreundlichenund sozialverträglichen Bahn immer noch himmelweit entfernt sind, heute nur ein kurzer Hinweis:

http://www.ksta.de/html/artikel/1264184847209.shtml

http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1226064305242.shtml


Dies und die langjährig wahrnehmbaren Mißstände bei der Deutschen Bahn AG kombiniert mit den teils sehr tragischen Ereignissen der letzten Tage sind nicht eine Sekunde länger unnötig hinnehmbar, ich verweise so auf:

http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1370342/Bahnsteig-offenbar-doch-nicht-ordentlich-geraeumt.html

Bis zum Abschluss der juristischen Ermittlung gilt zwar für die Deutsche Bahn als Hausherrin des Bahnhofs Neuhof die Unschuldsvermutung, aber die Tragik des besagten Geschehens und der bisherige polizeiliche Erkenntnisstand lassen auf eine befremdliche Wahrnehmung des mit dem Hausrecht verbundenen Pflichten seitens der Bahn schließen.

Leider kann ich aus der eigenen Erfahrung der letzten Tage eine mangelhafte Schneeräumung in sicherheitsrelevanten Bereichen der Deutschen Bahn AG nur bestätigen ( z.B. genutzte und nicht gesperrte Teile des S-Bahnsteiges des Bahnhofs Dreieich-Buchschlag waren über mehrere Tage in der 5. Kalenderwoche 2010 mit einer festgetrampelten überfrierenden Schnesschicht bedeckt).

Entschuldigen Sie bitte, wenn ich auf Ihre sicher freundlich gemeinte Bitte um Geduld meinerseits angesichts von Zahl und Ausmaß allein der aktuellen Missstände klipp und klar
erwidern muss:


Meine Geduld ist erschöpft. Und zwar restlos.

.....vielleicht nicht nur meine?


Ich erkenne als ursächlich für die Fehlentwicklungen bei der Bahn strukturelle Probleme, die - wie das nun einmal bei strukturellen Problemen so üblich ist - dem zu Folge auch strukturell, sprich umfassend angegangen werden müssen.

Davon erkenne ich seit der zumindest offiziellen teilweisen Neuformierung des Vorstandes keine sinnvollen Anzeichen und die Politik taucht in aller Regel ab, wenn es um kritische Anfragen von Bürgern bzw. Bahnfreunden geht, hier einige Beispiele:

http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_klaus_w_lippold-650-5546--f113502.html#q113502

http://www.abgeordnetenwatch.de/siegfried_kauder-650-5724--f218087.html#q218087

Aussagefähige Antworten, egal ob man mit denen übereinstimmen mag oder, sind nach meiner nun doch langjährigen Erfahrung deutlich seltener zu bekommen, hier ein aus meiner Sicht positives Gegenbeispiel:

http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_martina_krogmann-650-5576--f177855.html#q177855


Ich wiederhole mich noch einmal:

Ihre freundliche Botschaft, die Bahn bemühe sich um Besserung höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube, solange Bahnvorstände scheinbar ihre eigene Energie und staatliche Ressourcen hauptsächlich dafür einsetzten um in unternehmenspolitischen fehlgeleiteten Geisterzügen dem Phantom Börsengang hinterher zu jagen, während eine gute Bahnpolitik auf der Strecke bleibt.

Eher glaube ich noch an die Jungfräulichkeit der angeblichen Jungfrau Maria als an eine gute durch den aktuellen Vorstand und die aktuelle Politik bewirkte Bahn, wenn die Politik vielseitiger Couleur sich meist desinteressiert oder leider erschreckend inkompetent bezogen auf die Bahnpolitik zeigt während Otto-Normalverbraucher sich eh nur mehr für die Benzinpreise interessiert.

Insofern verstehen Sie bitte dieses öffentliche Schreiben als einen kleinen Beitrag, Bahn und Politik an ihren bislang vernachlässigten oder falsch bewerkstelligten Auftrag zugunsten eines besseren Bahn- bzw. Verkehrssystem, das Bürger, Staat, Wirtschaft brauchen und letztendlich der Bewahrung bzw. Verbesserung der Umweltsituation dient.

Mit freundlichen Grüssen, Thomas Schüller