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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Feindbilder sind Produkte von Hysterie


*JM*
05.01.10, 00:07
Die unterschwellig bis grobschlächtig praktizierte Diffamierung der Muslime als Gruppe durch so genannte "Islamkritiker" hat historische Parallelen. Derzeit wird der Islam gedanklich mit Extremismus und Terror verbunden, wodurch alle Angehörigen der islamischen Religion und Kultur mit einem Feindbild belegt und diskriminiert werden sollen.

Hetze und Verleumdung

Wenn man die katholische Kirche historisch nur über das Leid definieren wollte, das päpstliche Kreuzzüge gegen "Ungläubige" im Mittelalter, Inquisition und Hexenprozesse bis in die Neuzeit über unglückliche Unschuldige gebracht haben (oder heutzutage nur über Priester, die sich an Minderjährigen vergreifen), dann zöge man sich den Vorwurf der Verleumdung zu - die Verallgemeinerung beklagenswerter Auswüchse ist Hetze mit dem Ziel der Diskriminierung. Um die Gefährlichkeit des Islam zu beschwören, agieren "Islamkritiker" aber unter zunehmendem Applaus mit genau dieser Methode.

Quelle (http://www.sueddeutsche.de/politik/837/499119/text/)

Ich habe selten - eigentlich noch nie vorher - einen so stimmigen und treffenden Artikel wie den von Wolfgang Benz gelesen. Benz ist Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin und Herausgeber der "Dachauer Hefte" - also ein Mann mit Ahnung von der Materie. Diese Artikel muss man gelesen haben und mal mit offenen Augen durchs Forum streifen. Sensationell was dabei rum kommt.

Jurassic
05.01.10, 00:35
Quelle (http://www.sueddeutsche.de/politik/837/499119/text/)

Ich habe selten - eigentlich noch nie vorher - einen so stimmigen und treffenden Artikel wie den von Wolfgang Benz gelesen. Benz ist Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin und Herausgeber der "Dachauer Hefte" - also ein Mann mit Ahnung von der Materie. Diese Artikel muss man gelesen haben und mal mit offenen Augen durchs Forum streifen. Sensationell was dabei rum kommt.

Tja, und nun ersetze "Islam" durch National und "Islamkritiker" durch Antifaschist, schon biste in deiner Entwicklung einen Schritt weiter. Ich verabscheue ebenfalls Meinungen, vornehmlich alle die nicht zu 99% mit der meinen übereinstimmen, aber ich habe gelernt andere Meinungen zu respektieren und mit ihnen zu leben - egal wie scheisse ich sie finde.

*JM*
05.01.10, 00:43
Tja, und nun ersetze "Islam" durch National und "Islamkritiker" durch Antifaschist, schon biste in deiner Entwicklung einen Schritt weiter. Ich verabscheue ebenfalls Meinungen, vornehmlich alle die nicht zu 99% mit der meinen übereinstimmen, aber ich habe gelernt andere Meinungen zu respektieren und mit ihnen zu leben - egal wie scheisse ich sie finde.

Heinrich von Treitschke (1834 - 1896), renommierter deutscher Historiker und populärer Publizist, sah einst in seiner Überfremdungsangst Deutschland von Feinden umringt und durch mangelnde Bereitschaft der jüdischen Minderheit zur Assimilation im Inneren bedroht. Durch Autorität und Beredsamkeit verlieh er dem Antisemitismus Reputation und Schubkraft. Das war 1879, als er den Berliner Antisemitismusstreit auslöste. "Aus der unerschöpflichen polnischen Wiege", behauptete der Gelehrte, dränge "eine Schar strebsamer, Hosen verkaufender Jünglinge herein, deren Kinder und Kindeskinder dereinst Deutschlands Börsen und Zeitungen beherrschen" würden.

Die Parallele ist unübersehbar, wenn als taktische Waffe im geargwöhnten Kampf um die "Islamisierung Europas" heute das Wochenbett der muslimischen Frau beschworen wird.

Es geht hier darum, dass wir schon einmal an so einem Punkt gewesen sind. Und ja, die, die auf diesen Punkt zusteuern wollen, gehören mit allen rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft - und für das "rechtliche Mittel" sollten sie dankbar sein, denn ihnen wären Gesetze einerlei.

opppa
05.01.10, 07:44
Es geht hier darum, dass wir schon einmal an so einem Punkt gewesen sind. Und ja, die, die auf diesen Punkt zusteuern wollen, gehören mit allen rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft - und für das "rechtliche Mittel" sollten sie dankbar sein, denn ihnen wären Gesetze einerlei.

Man kann es aber auch so interpretieren, daß hier (verbal) militante Einwanderer versuchen, alles dafür zu tun, daß Deutschland wieder "auf diesen Punkt zusteuert"!

Mostrich
05.01.10, 08:51
Gewiß, die Parallelen im Denken von Islamkritikern und den Antisemiten des 19. Jahrhunderts sind offenkundig, zumal beide Gruppen die jeweils beargwöhnte Minderheit sachverhaltsverkürzend als monolithischen Block mit einem klar umrissenen Interesse wahrnehmen/-nahmen. Gleichwohl ist es aber ebenso schädlich wie töricht, die Augen vor der Realität zu verschließen und erkennbare gesellschaftswidrige Strömungen innerhalb der Gruppe der Moslems auszublenden. Das aber geschieht leider noch viel zu häufig, gerade bei unseren Meinungsbildnern, die bislang noch jede Diskussion über die Probleme mit moslemischen Zuwandereren abgewürgt haben. Das könnte sich jedoch eines Tages bitter rächen, denn hier baut sich Druck auf, der sich kaum in einer harmlosen Verpuffung entladen dürfte.

Ace of Spades
05.01.10, 10:30
Quelle (http://www.sueddeutsche.de/politik/837/499119/text/)

Ich habe selten - eigentlich noch nie vorher - einen so stimmigen und treffenden Artikel wie den von Wolfgang Benz gelesen. Benz ist Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin und Herausgeber der "Dachauer Hefte" - also ein Mann mit Ahnung von der Materie. Diese Artikel muss man gelesen haben und mal mit offenen Augen durchs Forum streifen. Sensationell was dabei rum kommt.

Von wem wird Benz bezahlt?

berty
05.01.10, 11:07
Von wem wird Benz bezahlt?

Das ist doch hier nicht die Frage. Gute Leute kosten gutes Geld und für Experten findet sich immer jemand, der sie auch bezahlt.

Jurassic
05.01.10, 19:20
Es geht hier darum, dass wir schon einmal an so einem Punkt gewesen sind. Und ja, die, die auf diesen Punkt zusteuern wollen, gehören mit allen rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft - und für das "rechtliche Mittel" sollten sie dankbar sein, denn ihnen wären Gesetze einerlei.

Jetzt haste den tieferen Sinn wieder nicht verstanden... diese Leute sind dein Feinbild, und du bekämpfst sie genauso wie sie die ihren. Dabei neigst du dazu alles über einen Kamm zu scheren und pauschal als Nazi abzustempeln. Das ist der gleiche Mist, nur in einer anderen Farbe. Toleranz ist angesagt.

Und ich bin so tolerant das ich die Intoleranz der anderen toleriere, sogar deine :)

herberger
05.01.10, 19:26
Gewiß, die Parallelen im Denken von Islamkritikern und den Antisemiten des 19. Jahrhunderts sind offenkundig, zumal beide Gruppen die jeweils beargwöhnte Minderheit sachverhaltsverkürzend als monolithischen Block mit einem klar umrissenen Interesse wahrnehmen/-nahmen. Gleichwohl ist es aber ebenso schädlich wie töricht, die Augen vor der Realität zu verschließen und erkennbare gesellschaftswidrige Strömungen innerhalb der Gruppe der Moslems auszublenden. Das aber geschieht leider noch viel zu häufig, gerade bei unseren Meinungsbildnern, die bislang noch jede Diskussion über die Probleme mit moslemischen Zuwandereren abgewürgt haben. Das könnte sich jedoch eines Tages bitter rächen, denn hier baut sich Druck auf, der sich kaum in einer harmlosen Verpuffung entladen dürfte.

Ich glaube du hast dein Beitrag wohl künstlich intellektuell verkompliziert,von welchen Antisemitismus des 19.Jahthundert sprichtst du.

*JM*
05.01.10, 19:38
Jetzt haste den tieferen Sinn wieder nicht verstanden... diese Leute sind dein Feinbild, und du bekämpfst sie genauso wie sie die ihren. Dabei neigst du dazu alles über einen Kamm zu scheren und pauschal als Nazi abzustempeln. Das ist der gleiche Mist, nur in einer anderen Farbe. Toleranz ist angesagt.

Und ich bin so tolerant das ich die Intoleranz der anderen toleriere, sogar deine :)

Ich habe und pflege keine Feindbilder.

Stolzdeutscher
05.01.10, 19:41
Ich habe und pflege keine Feindbilder.

Ich toleriere jede Religion,ich halte es da wie der alte Fritz,der da sagte:Jeder soll nach seiner Farcon selig werden!
Wenn aber eine Religion dazu aufruft,die Welt zu erobern,sind sie sehr wohl in meinem Feindbild(ohne Hysterie)!

*JM*
05.01.10, 19:44
Ich toleriere jede Religion,ich halte es da wie der alte Fritz,der da sagte:Jeder soll nach seiner Farcon selig werden!
Wenn aber eine Religion dazu aufruft,die Welt zu erobern,sind sie sehr wohl in meinem Feindbild(ohne Hysterie)!

Welche Religion tut das? Oder besser gefragt: Welche Religion möchte NICHT weltweit die größte und am besten verbreitete Religion sein?

Jurassic
05.01.10, 19:46
Ich habe und pflege keine Feindbilder.

Ahjaa... werde bei Gelegenheit darauf zurückkommen.

:hang:

*JM*
05.01.10, 19:48
Ahjaa... werde bei Gelegenheit darauf zurückkommen.

:hang:

Ich bin anderer Meinung, verachte gewisse Meinungen und ihre Verbreiter, aber als Feind sehe ich sie nicht an, solange sie meiner Familie oder mir nicht ans Leder wollen.

Jurassic
05.01.10, 19:56
Ich bin anderer Meinung, verachte gewisse Meinungen und ihre Verbreiter, aber als Feind sehe ich sie nicht an, solange sie meiner Familie oder mir nicht ans Leder wollen.

Anderen mit rechtlichen Mitteln zu drohen sieht mir aber schon sehr nach feindschaft aus, aber gut... mir solls egal sein.

Matze82
05.01.10, 20:28
Ich toleriere jede Religion,ich halte es da wie der alte Fritz,der da sagte:Jeder soll nach seiner Farcon selig werden!
Wenn aber eine Religion dazu aufruft,die Welt zu erobern,sind sie sehr wohl in meinem Feindbild(ohne Hysterie)!

Genau so siehts aus. Und der Islam macht kein Geheimnis daraus das er als Endziel die einzige Religion der Welt und die Herrschaft über die Welt anstrebt.


Sure 48,28: Allah ist es, der seinen Gesandten (Mohammed) mit der Leitung und der Wahrheit geschickt hat, um ihr zum Sieg über jeden anderen Glauben zu verhelfen. Allah genügt als Zeuge.

Blue Max
05.01.10, 20:33
Der Vergleich zwischen Antisemitismus und Antiislamismus ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Die deutschen Juden waren mehrheitlich voll assimiliert und deutschnational eingestellt, mit Ausnahme von kommunistischen und linksliberalen Juden und Zionisten, die aber eine verschwindend geringe Minderheit darstellten.

Sie bildeten keine Ghettos und riefen auch nicht "Scheiß-Deutsche" und andere Liebkosungen. Sie gingen auch voll in der deutschen Gesellschaft auf, ganz im Gegensatz zu den Türken, die Gegengesellschaften bilden.

Daß Benz nun auf den Zug aufspringt und die Muslime mit Juden vergleicht, zeigt, daß er kein seriöser Historiker ist.

Für Rechtsextremisten könnte sein Artikel vielleicht sogar zustimmen, nicht aber für die Mehrheit der Deutschen, die aus guten Gründen eine Abneigung gegen Muslime hegen.

Matze82
05.01.10, 20:39
Zitat Bluemax: Die deutschen Juden waren mehrheitlich voll assimiliert und deutschnational eingestellt, mit Ausnahme von kommunistischen und linksliberalen Juden und Zionisten

Völlig richtig, aber wenn sie schreien du bist Antiislamistisch interressiert das keinen, schreien sie aber du bist Antisemit hören alle hin.

Und Ruck Zuck findet man nen KZ Schergen Ausweiß von dir und man hat 20 Zeugen die bestätigen das du KZ Wärter in Auschwitz warst.
(Ob das vom Alter her möglich wäre spielt dann auch keine Rolle mehr)

Und das alles nur weil du den Islam ablehnst.

V.V.S.O.P.
05.01.10, 22:47
Quelle (http://www.sueddeutsche.de/politik/837/499119/text/)

Ich habe selten - eigentlich noch nie vorher - einen so stimmigen und treffenden Artikel wie den von Wolfgang Benz gelesen. Benz ist Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin und Herausgeber der "Dachauer Hefte" - also ein Mann mit Ahnung von der Materie. Diese Artikel muss man gelesen haben und mal mit offenen Augen durchs Forum streifen. Sensationell was dabei rum kommt.


Feindbilder sind Produkte der Hysterie, besser kann man den Phantomkampf gegen Rechts nicht beschreiben.

*JM*
05.01.10, 23:27
Feindbilder sind Produkte der Hysterie, besser kann man den Phantomkampf gegen Rechts nicht beschreiben.

Rechts ist dabei eine (in meinen Augen sogar sehr fragwürdige) Verkürzung des Begriffes "Rechtsextremismus". Und der gehört im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten bekämpft.

opppa
06.01.10, 08:19
Genau so siehts aus. Und der Islam macht kein Geheimnis daraus das er als Endziel die einzige Religion der Welt und die Herrschaft über die Welt anstrebt.

Das halte sogar ich für normal. Aber daß sie darauf bestehen, daß alle Andergläubigen minderwertig sind, finde ich irgendwie rechtsextremistisch.

@JM
Sollte man die daher auch (noch) viel öfter outen?