Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hättest du im 3.Reich gelebt, wie hättest du dich verhalten?
Heute scheinen ja alle Widerstandskämpfer gewesen zu sein.
Aber riskieren wir mal einen realistischen Blick.
Umfrage folgt! :)
Zu den Fallschirmjägern oder auch zur SS!
Auf dem Schlachtschiff Gneisenau und Scharnhorst zu dienen,das hätte mir bestimmmt auch noch gefallen.Ostfront wäre nicht so mein Ding.
Freibeuter
29.12.09, 16:48
Verwendung in der Gauleitung Groß-Berlin.:banana:
Wie soll denn heute - fast 65 Jahre danach - jemand sagen können, wohin ihn seine individuelle charakterliche Situation, seine direkte Umwelt, seine schulische Ausbildung und seelisch-moralische Ausrichtung geführt hätte?!
Ich denke nicht, dass jemand diese Frage wirklich beantworten kann!
Ihr beide (Freiblödler und Herberger) hättet allenfalls in der Aktion Brandt Verwendung gefunden.
:augenrollen:
Mit Sicherheit hätte ich zur Wehrmacht gemusst und mir in Russland 'nen Fuss abgefroren; wenn nicht gar schlimmeres. Von daher bin ich froh und dankbar dafür, zu den Spätgeborenen zu gehören.
NukNuk
Lieber Junge
29.12.09, 16:55
Diese Frage kann ich nicht beantworten. Niemand weis wie und wo er aufgewachsen wäre. :banana:
Freibeuter
29.12.09, 16:56
Ihr beide (Freiblödler und Herberger) hättet allenfalls in der Aktion Brandt Verwendung gefunden.
:augenrollen:
Mit Sicherheit hätte ich zur Wehrmacht gemusst und mir in Russland 'nen Fuss abgefroren; wenn nicht gar schlimmeres. Von daher bin ich froh und dankbar dafür, zu den Spätgeborenen zu gehören.
NukNuk
Jaja Freiblödler wie lustig Nukki...
Gab es bei der Wehrmacht Eskimos und libertäre pantheistische Juden ? Nö.
Du wärst doch untauglich für die Armee gewesen....höchstens Kapo hättest du werden können.:kurt:
Stolzdeutscher
29.12.09, 17:11
Wenn ich so die Augenzeugenberichte aus meiner Familie höre,komme ich zu dem Schluss,dass ich wohl auch diesem Wahnsinn verfallen wäre!
Die Propagana des Rhetorikgenies Goebbels war so genial verfasst,dass nicht erkennbar war,welche verbrecherischen Machenschaften da gemacht werden sollten!
Die Strapazen,denen sich einige meiner Familienmitglieder stellen mussten an den Europäischen Fronten,besonders aber der Ostfront,möchte ich nicht mitgemacht haben!
Es hört sich heute alles so heroisch an,die Blitzsiege der Wehrmacht etc.aber sie waren mit ungeheurem Leid verbunden!
Nein,Kameraden,seid froh in einer anderen Zeit geboren zu sein,und wünscht euch diese Zeit der totalen Vernichtung menschlichen Lebens und Gutes nicht wieder her!
Freibeuter
29.12.09, 17:16
Wenn ich so die Augenzeugenberichte aus meiner Familie höre,komme ich zu dem Schluss,dass ich wohl auch diesem Wahnsinn verfallen wäre!
Die Propagana des Rhetorikgenies Goebbels war so genial verfasst,dass nicht erkennbar war,welche verbrecherischen Machenschaften da gemacht werden sollten!
Die Strapazen,denen sich einige meiner Familienmitglieder stellen mussten an den Europäischen Fronten,besonders aber der Ostfront,möchte ich nicht mitgemacht haben!
Es hört sich heute alles so heroisch an,die Blitzsiege der Wehrmacht etc.aber sie waren mit ungeheurem Leid verbunden!
Nein,Kameraden,seid froh in einer anderen Zeit geboren zu sein,und wünscht euch diese Zeit der totalen Vernichtung menschlichen Lebens und Gutes nicht wieder her!
In der vertürkten und vermuselten BRD leben ist aber nicht schöner als gegen das inter+++ionale J***t** und den Bolschewismus zu kämpfen.
Na dann lieber den Heldentod sterben , wenn es sein muß.
Auf was sind die Deutschen reingefallen?1933 war für die Deutschen eine Freude und eine Befreiung, so wie etwa für die Tschechen 1968 der Prager Frühling.Sind die Tschechen auf irgend etwas reingefallen als ihr Land vom Warschauer Pakt überfallen wurde?
Stolzdeutscher
29.12.09, 17:22
In der vertürkten und vermuselten BRD leben ist aber nicht schöner als gegen das inter+++ionale J***t** und den Bolschewismus zu kämpfen.
Na dann lieber den Heldentod sterben , wenn es sein muß.
Ich frage mich,was du bei 53 Grad Frost machen würdest,ob du noch an Heldentum denken würdest in deiner Sommeruniform!
Mein Vater hat sich dort die Zehen erfroren und bekam eine schwere Nierenentzündung,mit der er ins Heimatlazarett kam!
Spätestens dort glaubt auch der stolzeste Nationalsozialist nicht mehr an "Heldentum"!
Walter Hofer
29.12.09, 17:22
Heute scheinen ja alle Widerstandskämpfer gewesen zu sein.
falsches Forum,
hier waren alle in der SS und natürlich Ritterkreuzträger
Blöde Umfrage :
Jeder von Euch ,-
und ich natürlich auch,
wäre er damals aufgewachsen,
wäre ein strammer Hitlerjunge,
mit allem was nachfolgte , geworden !
Aus heutiger Sicht und mit heutigem Wissen diese Umfrage ernst zu nehmen,
hat Schrottwert........... :)
Freibeuter
29.12.09, 17:25
falsches Forum,
hier waren alle in der SS und natürlich Ritterkreuzträger
...wo die Sturmtruppe Paul B. gelandet wäre , dürfte ja wohl klar sein.
Heil Walter .:grin:
Eine kleine, ergänzende Frage, die mich persönlich als Nachkomme betrifft: Was hättet ihr als Südtiroler getan? Wärt ihr "optiert" (http://de.wikipedia.org/wiki/Option_in_S%C3%BCdtirol) und damit nach Deutschland ausgewandert und an den Fronten gekämpft oder wärt ihr doch in Südtirol geblieben, euch des Umstandes bewusst, wohl bald von den italienischen Faschisten assimiliert zu werden?
falsches Forum,
hier waren alle in der SS und natürlich Ritterkreuzträger
Hofer wär' Verbrauchsmaterial gewesen - wie Scheißhauspapier!
:-D
Freibeuter
29.12.09, 17:29
Ich frage mich,was du bei 53 Grad Frost machen würdest,ob du noch an Heldentum denken würdest in deiner Sommeruniform!
Mein Vater hat sich dort die Zehen erfroren und bekam eine schwere Nierenentzündung,mit der er ins Heimatlazarett kam!
Spätestens dort glaubt auch der stolzeste Nationalsozialist nicht mehr an "Heldentum"!
Habe ich das Gegenteil behauptet ?...mein Opa war auch in Rußland im Sommermantel, hat es aber überstanden.
Im Krieg muß man auch eine Portion Glück haben , um es zu überleben.
Eine kleine, ergänzende Frage, die mich persönlich als Nachkomme betrifft: Was hättet ihr als Südtiroler getan? Wärt ihr "optiert" (http://de.wikipedia.org/wiki/Option_in_S%C3%BCdtirol) und damit nach Deutschland ausgewandert und an den Fronten gekämpft oder wärt ihr doch in Südtirol geblieben, euch des Umstandes bewusst, wohl bald von den italienischen Faschisten assimiliert zu werden?
Böse Frage :
Die Südtiroler gehören zu den wirklichen Verlieren
des Nationalsozialismus,-
sie hatten die Wahl zwischen Pest und Cholera.......
Blöde Umfrage :
Jeder von Euch ,-
und ich natürlich auch,
wäre er damals aufgewachsen,
wäre ein strammer Hitlerjunge,
mit allem was nachfolgte , geworden !
Aus heutiger Sicht und mit heutigem Wissen diese Umfrage ernst zu nehmen,
hat Schrottwert........... :)
Nicht unbedingt. Wenn man aus einer bürgerlichen, konservativen Familie gekommen wäre, hätte man durch die Erziehung die Möglichkeit gehabt, sich differenziert zu verhalten:
http://s12.directupload.net/images/091229/wepnj7wj.jpg (http://www.directupload.net)
Der Spielraum war in diesem totalitären Regime natürlich begrenzt, aber er war da.
In der vertürkten und vermuselten BRD leben ist aber nicht schöner als gegen das inter+++ionale J***t** und den Bolschewismus zu kämpfen.
Na dann lieber den Heldentod sterben , wenn es sein muß.
Na ja, dann stirb mal schön!
:yesnod:
Walter Hofer
29.12.09, 20:50
Nicht unbedingt. Wenn man aus einer bürgerlichen, konservativen Familie gekommen wäre, hätte man durch die Erziehung die Möglichkeit gehabt, sich differenziert zu verhalten
Das gleiche galt, wenn man aus einer bürgerlichen, sozialdemokratischen Familie gekommen wäre, hätte man durch die Erziehung die Möglichkeit gehabt, sich differenziert zu verhalten.
Ich habe 3 Möglichkeiten angeklickt.
Erstens, dass ich in dieser Zeit nicht leben wollen würde.
Viele Menschen starben in Krieg, waren dem Bombenterror ausgesetzt, wurden Opfer von Vertreibung und Mord, verhungerten elendig.
Gleichzeitig würde ich wohl in einer nationalen Organisation dieser Zeit sein, da es als Nationalist keine andere Wahl gab.
Und in dieser Zeit war einiges auch anders, was dazu führt, dass niemand wirklich beurteilen kann was gewesen wäre.
Vorallem wären viele BRD - Schreihälse und Systemlinge eher treue Nationalsozialisten gewesen. Denn viel Freigeist beweisen die ja nicht gerade.
Alienamazone
30.12.09, 00:37
Schwer hier abzustimmen, denn ich glaube nur wer selbst die Dinge erlebt, kann wissen wie er handelt. In jeden Fall hätte ich versucht, meine Familie zu schützen.
Nachtrag: Hab vergessen mein Kreuz auch bei "Ich bin froh, dass ich damals nicht lebte" zu setzen.
Eine kleine, ergänzende Frage, die mich persönlich als Nachkomme betrifft: Was hättet ihr als Südtiroler getan? Wärt ihr "optiert" (http://de.wikipedia.org/wiki/Option_in_S%C3%BCdtirol) und damit nach Deutschland ausgewandert und an den Fronten gekämpft oder wärt ihr doch in Südtirol geblieben, euch des Umstandes bewusst, wohl bald von den italienischen Faschisten assimiliert zu werden?
Ich finde es eine Schande, was die Nationalsozialisten den Südtirolern angetan haben und wie sie sie an die Italiener verraten haben.
Ein jeder Südtiroler, der sich diesem Umsiedlungswahn nicht gebeugt hat, ist ein Held.
Wie heißt schon wieder der berühmte Südtiroler Filmemacher, der trotz Engagement seiner Tiroler Heimat treu blieb ?
K.-H. Hirmer
30.12.09, 04:13
Ich habe an der Abstimmung nicht teilgenommen, weil es für mich keine passende Antwort gibt.
Aus meiner Kindheit
Eine Begebenheit aus meiner Kindheit (60er Jahre) beschäftigt gelegentlich heute noch. Ich war ca. acht oder neun Jahre alt. Mein Vater war zu der Zeit schon weg und mein Onkel vertrat so ein bißchen die Vaterrolle bei mir. Mein Elternhaus hatte noch ein sehr altmodisches Rollenverständnis von Männern und Frauen. Die Männer gingen arbeiten die Frauen machten traditionsgemäß den Haushalt.
Zwar war ich zu der Zeit noch nicht aufgeklärt, aber dass Frauen "irgendwie anders" waren als Männer, hatte ich doch schon bemerkt. Frauen rochen anders als Männer, hatten immer Kleider oder Röcke an, und wenn ich gedrückt wurde, waren die "vorne irgendwie weicher" als die Männer. Eines Tages kam mir der Gedanke, meinen Onkel mal zu fragen, warum er Bier trinkt und Zigaretten raucht und meine Tante nicht. Das hat der ganz schnell erklärt: "Frauen rauchen nicht."
Damit war für mich alles klar! :)
Die Frage war für mich restlos zufriedenstellend beantwortet. Mein Frauenbild war sozusagen um eine Eigenschaft ergänzt worden. Frauen riechen nicht nur anders als die Männer, sind nicht nur "vorne weicher" und tragen Kleider oder Röcke. Und rauchen tun sie auch nicht. Das ist bei denen also auch anders. So einfach ist das! :)
Das Problem mit dieser Begebenheit
Mein Problem für mich ist bis heute die tiefe Zufriedenheit, die mir als Kind diese simple Antwort meines Onkels brachte.
Wäre ich 1933 acht oder neun Jahre alt gewesen und meiner Familie wäre es schlecht gegangen, mein Onkel wie so viele damals arbeits- und hoffnungslos, hätte ich vielleicht nicht danach gefragt, warum Frauen nicht rauchen. Ich hätte aber womöglich meinen Onkel gefragt, warum es unserer Familie so schlecht geht. Gesetzt den Fall, er hätte auf meine Frage geantwortet: "Die Juden sind daran schuld", hätte ich ihm das auch so bedingungslos geglaubt?
Wenn mir dann noch in der Schule diese Schuldzuweisung an die Juden bestätigt worden wäre, danach in der HJ nochmals wieder, oder auch am Arbeitsplatz. Wenn mir, wo ich auch hingekommen wäre, immer der "Common Sense" von der Schuld der Juden an unserem Unglück begegnet wäre, könnte ich guten Gewissens behaupten, dass ich so etwas nicht ebenso leichtfertig geglaubt hätte wie die Aussage "Frauen rauchen nicht"?
Eine für mich sehr beunruhigende Überlegung.
Dazu kommt die Lebenserfahrung, dass ich Überzeugungen, die ich einmal als richtig erkannt habe, auch sehr engagiert vertrete und bereit bin, dafür auch persönliche Belastungen auf mich zu nehmen. Als meine Bundeswehrzeit kam, war für mich klar, dass ich ein guter Soldat werden wollte (und auch wurde).
Als das Angebot der Marine kam, Zeitsoldat für acht Jahre zu werden und zu den U-Booten zu gehen, gab es keinen Zweifel für mich, dass ich das machen wollte. Weil ich der inneren Überzeugung war, dass mein Land vor der Bedrohung durch die Staaten des Warschauer Paktes geschützt werden muss. Dafür wie die Piloten zwei Jahre eine - zeitweise sehr harte - Ausbildung machen, um dann fünf Jahre lang raus zu fahren und den Seestreitkräften des Warschauer Paktes unsere höfliche Aufwartung zu machen, war ganz nach meinem Geschmack! Auch das soziale Prestige, dass mein Job mit sich brachte, habe ich damals durchaus zu schätzen gelernt. Meine Familie war sowieso maßlos stolz auf mich, dass ich bei dieser "ruhmreichen" Waffengattung war. Und wenn wir als U-Bootbesatzung in die Patenstadt des Bootes zu Besuchen eingeladen waren und der Bürgermeister in der Stadthalle uns erstmal als etwas "ganz besonderes" vorgestellt hatte, hatten wir nie Probleme, eine Süße zum Flirten zu finden. Da konnten wir ziemlich auswählen ... ;-)
Meine Ehefrau ist das Ergebnis eines solchen Besuches in der Patenstadt. :)
Mein Glück ist heute, dass meine damaligen Überzeugungen die Umbrüche in der europäischen Geschichte überleben konnten. Nach allem, was heute erkennbar ist, waren die WP-Staaten tatsächlich üble Diktaturen, vor denen wir uns zu Recht geschützt haben. Den Vorwurf für eine falsche Sache gedient zu haben, brauche ich mir - glücklicherweise - nicht zu machen.
Was aber, wenn ich im Dritten Reich aufgewachsen wäre, erzogen in dem Gedanken, dass "die Juden schuld an unserem Unglück sind"? Und dann das Angebot gekommen wäre, im "edlen Orden" der SS längerfristig zu dienen? Was ja wiederum verbunden wäre mit Schulungen und Indoktrination darüber, "dass die Juden Schuld an unserem Unglück sind"? Und was natürlich ebenfalls hohes Sozialprestige gebracht hätte, denn zumindest im Dritten Reich war die SS ziemlich angesehen. Dafür hatte Himmler schon gesorgt.
Eine von mehreren Motiven mich mit der Zeit der NS-Diktatur intensiver auseinanderzusetzen, ist, verstehen zu wollen, wie diese Menschen zu dem werden konnten, was sie dann waren. Leute wie Goebbels, Höß, Liebehenschel, Kramer, etc. waren in der Regel keine Monster oder Psychopathen. Das waren - letztlich - ganz normale Männer. Das Wort von der "Banalität des Bösen" kam mir mehr als einmal in den Sinn, als ich z. B. die Autobiographie von Rudolf Höß (Kdt. von Auschwitz) oder die Tagebücher von Goebbels gelesen habe. Höß sah sich in der Tat nur als ein "Werkzeug" an, das für seine Taten nicht verantwortlich ist. Die Verantwortung lag bei der Führung. So hat die Führung das ja auch gesagt und so war die allgemeine Meinung. Auschwitz aufzubauen und zu dem zu machen, was es war, war einfach nur sein "Job". Und den hat er gemacht. Und deswegen konnte er ohne allzugroße Gewissensbisse nach den Selektionen bei denen er stets anwesend war, nach Hause gehen und zum liebevollen Familienvater werden.
Ich finde, so einfach wie es diese Umfrage suggeriert, kann man die Frage, wie man sich damals verhalten hätte, nicht beantworten.
Ich hätte mich angepasst. Da sowieso alles gut ist, wäre auch damals alles gut gewesen; vielleicht wäre ich sogar mit Nazigrößen befreundet gewesen. Diese Menschen hatten wenige echte Freunde. :(
:)
Ich liebe solche hypothetischen Umfragen!
Aber wenn meine Omma Räder gehabt hääte, wäre sich ein Autobus gewesen!
Ich bin bereit, darauf zu wetten, daß die meisten, die sich hier als Helden geoutet haben, die Schwänze (soweit vorhanden) eingezogen hätten!
:yesnod:
Wie soll denn heute - fast 65 Jahre danach - jemand sagen können, wohin ihn seine individuelle charakterliche Situation, seine direkte Umwelt, seine schulische Ausbildung und seelisch-moralische Ausrichtung geführt hätte?! Ich denke nicht, dass jemand diese Frage wirklich beantworten kann!Richtig. Spinnen ist aber erlaubt ... daher spinne ich mal ein wenig rum:
Wäre ich eine Deutsche gewesen, hätte ich höchstwahrscheinlich begeistert mitgemacht, vermutlich auch - dank meiner ... leichten ... :) ... Kaltschnäuzigkeit, die ihr ja alle an mir so mögt ... sogar eine kleines Karrierchen in der mittleren Führungsebene gemacht. Juden hätten mich nicht gejuckt, da ich solange mich für sie nicht interessiert hätte, bis es keine mehr gegeben hätte - oder ich hätte sie als Kollateralschaden abgetan.
Wäre ich eine Jüdin gewesen, hätte ich sehr lang nicht sehen wollen, was um mich herum geschah und als ich das ganze endlich mal realisiert hätte, wäre es vermutlich schon zu spät gewesen. Oder ich hätte nach Kräften mich bemüht, mein Judesein zu verstecken. Wäre ich aber zu NS-Zeit bereits verheiratet, hätte mein Man sicherlich die Zeichen erkannt und wir wären zusammen nach USA ausgewandert ... Kurzum - Ich bin froh, daß ich damals nicht lebte.
Heute scheinen ja alle Widerstandskämpfer gewesen zu sein.(...)Ja, das fällt mir auch auf ...
Richtig. Spinnen ist aber erlaubt ... daher spinne ich mal ein wenig rum:
Was ich mir zusammenspinnen würde, behalt ich besser für mich - weil es sicher ganz anders wäre, als das, was die 'ANTIFASCHISTEN' dieses Forums, von EXTREMLINKS bis EXTREMMITTE, also diese heute so heftig widerstandskämpfenden Salondemokröten aller Schattierungen von mir erwarten.
:-)
full quote
Danke ... Ein toller, überlegter und bewegender Beitrag!
Ich liebe solche hypothetischen Umfragen!
Aber wenn meine Omma Räder gehabt hääte, wäre sich ein Autobus gewesen!
Ich bin bereit, darauf zu wetten, daß die meisten, die sich hier als Helden geoutet haben, die Schwänze (soweit vorhanden) eingezogen hätten!
:yesnod:
Und ich bin der Meinung das sämtliche User die hier die BRD mit ihrem abklatsch der Demokratie hofieren lassen, sich unter den Nationalsozialisten genauso kriecherisch ins System gefügt hätten.
Wer weiss welcher Demokrat oder Linksdenkende damals als erster Karriere bei der NSDAP gemacht hätte.
Viele zeigen hier mit ihrem kriecherischen Verhalten das sie ihr Fähnchen in jedem System mit dem Wind hängen würden.
Zitat Alienamazone: In jeden Fall hätte ich versucht, meine Familie zu schützen.
Ich denke mir mal in dem Fall sind wir alle ausnahmsweise einer Meinung.
... Kurzum - Ich bin froh, daß ich damals nicht lebte.
...
Das wird wohl der Lieblingssatz jeder Generation
über die vorherigen sein ! :)
Ich bin mir sicher ,-
daß man in zwanzig Jahren das Gleiche kopfschüttelnd
über unsere Zeit,- also über uns selbst -
sagen wird....
:-D
Und ich bin der Meinung das sämtliche User die hier die BRD mit ihrem abklatsch der Demokratie hofieren lassen, sich unter den Nationalsozialisten genauso kriecherisch ins System gefügt hätten.
Wer weiss welcher Demokrat oder Linksdenkende damals als erster Karriere bei der NSDAP gemacht hätte.
Viele zeigen hier mit ihrem kriecherischen Verhalten das sie ihr Fähnchen in jedem System mit dem Wind hängen würden.
Nur, weil man jedes System unterstützt, ist man noch längst nicht kriecherisch. Tatsächlich ist der der am ehesten steht, der sich allem unterwirft. Warum auch nicht unterwerfen, mir kann's doch egal sein, was die anderen Primaten so treiben.
:)
Das wird wohl der Lieblingssatz jeder Generation
über die vorherigen sein ! :)
Ich bin mir sicher ,-
daß man in zwanzig Jahren das Gleiche kopfschüttelnd
über unsere Zeit,- also über uns selbst -
sagen wird....
:-D
Nein, bin mir nicht sicher. Ich bin froh, kaum um mein Leben gerannt und kaum gehungert zu haben. Der Rest ist erst mal irrelevant. Ich lebe nun mal gerne.
:)
Wenn man das alles so überblickt,und die Medien über NS labern,dann hört sich das ungefähr so an.
"Der Nazi Briefträger trägt Nazi Briefe aus"!
"Der Nazi Leuchtturmwärter leuchtet Nazi Schiffe in den Hafen!"
"Die Nazi Bäuerin melkt Nazi Kühe"!
"Der Nazi Arzt behandelt Nazi Patienten"!
Noch zur Anmerkung das ist so ungefähr die geistige Welt der Genossen Hofer und Konsorten,und irgendwie auch ein bißchen der BRD Menschen generell.
K.-H. Hirmer
30.12.09, 12:51
Noch zur Anmerkung das ist so ungefähr die geistige Welt der Genossen Hofer und Konsorten,und irgendwie auch ein bißchen der BRD Menschen generell.
Es ist besser für Dich, dass Du offensichtlich nicht merkst, was Du mit solchen Beiträgen über Deine eigene geistige Welt aussagst.
Es ist besser für Dich, dass Du offensichtlich nicht merkst, was Du mit solchen Beiträgen über Deine eigene geistige Welt aussagst.
Das weiß ich wirklich nicht,das scheint sich scheinbar nur dir zu erschließen.
Und ich bin der Meinung das sämtliche User die hier die BRD mit ihrem abklatsch der Demokratie hofieren lassen, sich unter den Nationalsozialisten genauso kriecherisch ins System gefügt hätten
Niemand hofiert hier die Bundesrepublik. Wer sie mag, mag sie ehrlich. Im Übrigen passt Du gut in Rambos neuen Strang.
:-)
NukNuk
Wie ich mich verhalten hätte, kann ich nicht sagen. Ich bin allerdings sicher, daß mein Urteil über den NS damals genau das gleiche gewesen wäre wie es heute ist. Zumindest nach einigen Jahren Erfahrung mit dem System.
schwer zu sagen und ich will auch nicht aus meiner jetzigen politischen Meinung die Frage beantworten. Angeeckt wäre ich im dritten Reich defintiv alleine das ich nicht in die HJ gegangen wäre nicht aus Ideologischen Gründen sondern weil ich drauf wert lege das ich selber entscheide was ich in meiner Freizeit mache. Und das ganze Geprügel und Wehrsportübungen mag ich eh nicht, ich verabscheue so etwas und ich wäre auch zu faul gewesen. Aber da wäre ich auch in der DDR angeeckt mit ihrer FDJ. Ansonsten hätte ich sicher nicht zu den Jublern gehört aber auch nicht zum Widerstand, sondern wäre auf eine gewisse Distanz gegangen. Bei der Reichskristallnacht hätte ich nicht mitgemacht hätte aber auch nichts dagegen gemacht sondern versucht weiter mein Leben zu leben. Gut möglich das mich Schädelvermessen umjubelt hätten da ich blonde Haare habe und tief blaue Augen hätte aber nichts darauf gegeben weil ich lieber in Ruhe gelassen werde. Im 2. WW. hätte ich wohl meine Pflicht getan und wohl gekämpft. Ich hätte sicherlich keine Probleme gehabt einen Feind im Kampf zu töten. Es wäre sicherlich sehr schrecklich aber ich hätte nunmal keine andere Wahl gehabt. Anders wäre es bei Erschiessungskommandos gegen Partisanen Gefangenen oder gar Zivilisten(frauen Männer Kinder), ob ich den Befehl verweigert hätte glaube ich zwar weniger(ich hätte viel zu viel Angst um meine Familie und mich), aber ich hätte die Bilder wohl nie in meinen Leben vergessen mit anderen Worten mein Gewissen hätte mich bis zum Ende meiner tage gequält. Hätte ich gewusst das Juden vernichtet wären hätte ich wenn möglich auch Juden geholfen. Aber nicht Aktiv aber wenn die Gelegenheit günstig ist schon( Beispiel bei Wachposten kein Vorgesetzer dabei und ich sehe ein paar KZ Insassen flüchten hätte ich sie ignoriert). Aber genau kann man sowas nie sagen.
K.-H. Hirmer
30.12.09, 15:49
Wer sich fragt, wie er selbst im Dritten Reich gehandelt hätte, sollte etwas über das sog. Milgram-Experiment gelesen haben.
In den sechziger Jahren machte der amerikanische Psychologe Stanley Migram ein Experiment, mit dem er die Gehorsamsbereitschaft "normaler" Menschen gegenüber gesellschaftlich anerkannten Autoritäten untersuchte. Die Ergebnisse waren derartig erschreckend, dass man sein Experiment in vielen Variationen in vielen Ländern der Welt wiederholte. Mit immer dem gleichen erschreckenden Ergebnis. Die Ergebnisse dieses Experiments fanden auch Eingang in die Ausbildung "Politische Bildung" der Bundeswehr, wo ich davon erfuhr.
Milgram’s Versuchsanordnung bestand aus drei Personen. Der tatsächlich zu testenden Person und zwei Schauspielern, von denen einer den Versuchsleiter spielte und einer einen "Schüler", den es nur angeblich zu testen gelte. Der tatsächlich zu testenden Person wurde als Legende erzählt, dass man „die Wirkung von Strafe auf den Lernprozess von Schülern“ untersuche wolle.
Der Schauspieler, der den "Schüler" (S) spielte, wurde dazu auf eine Art elektrischen Stuhl geschnallt und an einem Stromstoßgenerator angeschlossen. Die tatsächlich zu testende wurde zum "Lehrer" (L) ernannt, der dem "Schüler" Wortpaare vorlesen sollte, die dieser zu lernen hatte. Wiederholte der "Schüler" die Wortpaare richtig, war alles OK, wiederholte er sie falsch, wurde er bestraft.
Die Bestrafung des "Schülers" bestand darin, dass der "Lehrer" ein Schaltpult vor sich hatte, mit dem er dem "Schüler" Stromstöße zunehmender Stärke zu verabreichen hatte. Die Schalter waren in 15 Volt-Schritten bis hin zu 450 Volt beschriftet. Der Schauspieler, der den "Schüler" auf dem elektrischen Stuhl spielte, hatte die Anweisung zunehmend starke Schmerzensschreie auszustoßen und irgendwann kategorisch die Entlassung aus dem Experiment zu fordern, weil er die Schmerzen nicht mehr aushielte. Ab 300 Volt sollte der "Schüler" ganz schweigen um damit Bewusstlosigkeit oder gar den Tod zu simulieren.
Der zweite Schauspieler spielte den Versuchsleiter (V), den man mit allen Atributen ausgestattet hatte, die man landläufig mit Wissenschaftlern verbindet. Weißer Kittel, Brille, ebenfalls ein Versuchspult vor sich, ruhige, sonore Art zu Sprechen, usw.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bf/Milgram_Experiment.png
Milgram wollte herausfinden, ab wann der Gewissenskonflikt der zu testenden Person darüber einen Menschen zu quälen so groß wird, dass dieser seinerseits seine Teilnahme am Experiment beendet. Außerdem wollte Milgram wissen, ob Menschen, die ihre Teilnahme aus Gewissensgründen beenden wollten, dazu zu bewegen wären, das Quälen des "Schülers" doch noch fortzusetzen.
Dazu führte er abgestufte Reaktionen des angeblichen "Versuchsleiters" ins Experiment ein. Wollte eine Testperson die Verabreichung von Stromstößen einstellen, wurde sie zunächst einfach autoritär aufgefordert:
"Machen Sie weiter!" oder "Sie müssen weitermachen!"
Genügte diese Aufforderung nicht, das Weitermachen zu erreichen, wurde ein gesellschaftlich anerkanntes „höheres Ziel“ genannt.
"Machen Sie weiter. Die Wissenschaft erfordert, dass sie weitermachen! Und sie wollen doch der Wissenschaft helfen, oder?"
Das erschreckende Ergebnis war, dass man trotz entsetzlicher Schmerzensschreie des "Schülers" und seinem Schweigen ab 300 Volt bis zu 65% aller Testpersonen - trotz gewaltiger Gewissenkonflikte - dazu bewegen konnte, die Skala der Stromstöße bis 450 Volt zu beenden. Und das völlig unabhängig vom Geschlecht der Probanden, von Bildung, Religion, Hautfarbe oder was auch immer.
Beim Lesen der Autobiographie von Rudolf Höß (Kdt. Von Auschwitz) musste ich häufig an die Ergebnisse von Migrams Experiment denken. Er ist der klassische Fall einer Person, die trotz einiger Gewissensbisse ein gigantisches Verbrechen im Namen des "höheren Ziels" bis zum Ende durchführte. In seiner Haftzeit vor seiner Hinrichtung ließ man ihn seine "Memoiren" schreiben. Ein erschütterndes Zeugnis für die Richtigkeit von Migrams Ergebnissen.
Höß war stets bei Selektionen und Vergasungen in Auschwitz anwesend. Auch deswegen, um seinen ebenfalls durchaus von Gewissenskonflikten geplagten SS-Mittätern als gutes Beispiel voranzugehen. Das "höhere Ziel", nämlich die Welt von den in den Augen der Nazis so schlimmen Juden zu befreien, machte es erforderlich, den Gewissenskonflikt angesichts der Mordaktionen auszuhalten und zu tun, was dieses damals anerkannte "höhere Ziel" erforderte.
Seine "Lösung" seines eigenen Gewissenskonfliktes bestand darin, nach Vergasungen ein oder zwei Stunden mit seinem Pferd auszureiten, bis die innere Aufgewühltheit abgeklungen war. Und darin sich einzureden, dass er nicht verantwortlich ist für das, was geschehen ist. Die Verantwortung hatte ja schließlich der "Führer" übernommen.
Das Milgram-Experiment hat an Aktualität nichts eingebüßt. Jeder von uns, der meint einem "höheren Ziel" zu dienen, muss sich fragen, wie weit man ihn im Namen dieses "höheren Zieles" treiben könnte. Und wann das persönliche Tun so verwerflich wird, dass es durch dieses "höhere Ziel" nicht mehr gedeckt ist.
Wer zum Milgram-Experiment etwas mehr lesen will, kann das hier tun:
http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment
Was hat dieses Zeugs speziell mit NS zu tun?
Parabellum
30.12.09, 16:27
Was hat dieses Zeugs speziell mit NS zu tun?
Weil sich die wissenschaftliche Welt sich nach 1945 gefragt hat ob jeder Mensch ein potenzieller Massenmörder etc. sein kann (Holocaust) oder ob es dazu bestimmter Erziehung usw. bedarf.
Dieser Test bewies letzten Endes das prinzipiell jeder normale Mensch dazu fähig ist, sofern er authoritären Personen untergeordnet ist und direkte Weisungen erhält. Ihm also die eigene Entscheidungsbefugniss entzogen wird.
Deswegen trugen auch bei diesen Experimenten die Versuchsleiter allsamt Arztkittel. Erstens um eine Authoritätsperson darzustellen und zweitens um den Forderungen einen gewissen "wissenschaftlichen" und somit "legalen" Nachdruck zu verleihen.
Was hat dieses Zeugs speziell mit NS zu tun?
Herbie, lese es noch ein Mal.
Wer an hoehere Ziele glaubt kann dazu angeregt werden alle nur moeglichen Untaten zu begehen.
Manipulation des Gewissens.
Bezieht sich nicht nur auf NS, sonder auf den Menschen allgemein.
Kapiert Amigo?
:-DHirmer ist wahrlich "not my cup of tea".
Aber wo er recht hat wird ihm die gebuehrende Ehre bezeugt.
Hab schon verstanden,nur der Zusammenhang mit ist NS mir unverständlich.
Sag mal Bello bist du es,oder bist du ein anderer.
Parabellum
30.12.09, 16:32
Immer noch der alte wie vor Jahren. :cool:
Stauffenberg
30.12.09, 16:32
Hab schon verstanden,nur der Zusammenhang mit NS mir unverständlich.
Sag mal Bello bist du es,oder bist du ein anderer.
Vielleicht ist es auf einige Vorgänge während der NS Zeit bezogen.
Parabellum
30.12.09, 16:35
Vielleicht ist es auf einige Vorgänge während der NS Zeit bezogen.
Der Holocaust war der springende Punkt gewesen um sich so einen lustigen Test überhaupt einfallen zu lassen. Die Wissenschaft war über die Ergebnisse erstaunt, die Politik nicht.
Ein Nazi-/Kommi-Frühwarnsystem konnte man damit vergessen.
Immer noch der alte wie vor Jahren. :cool:
Grüße dich,bist nicht der Beste aber zum stänkern gut zu gebrauchen.
Nun gut ich habe das Zeugs kapiert,aber was waren denn die höheren Ziele der NS,und wo gab es die höheren Ziele zu bestaunen.Da will doch jemand den NS auf eine HAARE KRICHNA Sekte degradieren.
Nun gut ich habe das Zeugs kapiert,aber was waren denn die höheren Ziele der NS,und wo gab es die höheren Ziele zu bestaunen.Da will doch jemand den NS auf eine HAARE KRICHNA Sekte degradieren.
Nein, aber der gute Hirmer hat nun mal dieses als Beispiel genommen.
Kann nicht anders.
Es kann auf die USSR (Stalin) und z.B. Pol Pot (Kambodia) genau so angewendet werden.
Der Mensch begeht alle nur moeglichen Untaten wenn es ihm als ein hoeheres Ziel eingeredet wird.
Das Experiment beweist es.
Nein, aber der gute Hirmer hat nun mal dieses als Beispiel genommen.
Kann nicht anders.
Es kann auf die USSR (Stalin) und z.B. Pol Pot (Kambodia) genau so angewendet werden.
Der Mensch begeht alle nur moeglichen Untaten wenn es ihm als ein hoeheres Ziel eingeredet wird.
Das Experiment beweist es.
Für die UDSSR bis 1950 herrum trifft dieses Experiment auf keinen Fall zu.Diese Leute dort waren bereits so abgestummpft,das sie das was sie taten, schon nicht mehr hinterfragt haben.
Ein Kommandant eines Gefangenen Transport nach Sibirien,fragte einen Gefangenen "Für was hast du 20 Jahre bekommen"?Antwort Häftling "Na für nichts"!Darauf schreit der Kommandant "Du lügst,für nichts gibt es nur 10 Jahre"!
Für die UDSSR bis 1950 herrum trifft dieses Experiment auf keinen Fall zu.Diese Leute dort waren bereits so abgestummpft,das sie das was sie taten, schon nicht mehr hinterfragt haben.
Ok Herbie.
Abgestumpft oder nicht ist nebensaechlich.
Es wurden auch ihnen Ideale (hoehere Ziele) vorgegaukelt und in deren Namen veruebten sie alle moeglichen Untaten.
Man sieht es doch in der heutigen Zeit.
Terroristen, nicht unbedingt islamistische.
In Spanien die Baskenterroristen*.
Im ihre hoeheren Zielen zu verwirklichen scheuen sie sich nicht Menschen in die Luft zu jagen.
Es gibt unzaehlige Beispiele dafuer.
*IRA Irish Republican Armee, usw., usw.
Solchenizyn schreibt "Wer war schlimmer der NKWD oder die Gestapo?
"Der NKWD war schlimmer,denn dort ging es bei den Verhören nicht um eine Wahrheitsfindung"!
Das heißt im Klartext der NKWD hat gefoltert und gemordet obwohl sie wußten das ihre Opfer unschuldig waren.
Stolzdeutscher
30.12.09, 17:18
Solchenizyn schreibt "Wer war schlimmer der NKWD oder die Gestapo?
"Der NKWD war schlimmer,denn dort ging es bei den Verhören nicht um eine Wahrheitsfindung"!
Das heißt im Klartext der NKWD hat gefoltert und gemordet obwohl sie wußten das ihre Opfer unschuldig waren.
Die Gestapo nicht?
Die Gestapo nicht?
Warum sollten sie?
Zur Aufklärung,in der Sowjetunion galt die Regel "Keine Verurteilung ohne Geständnis"!Das entspricht der Regel die es auch im Mittelalter gab.
In Deutschland reichten und reichen schon Beweise zu einer Verurteilung.
Parabellum
30.12.09, 17:40
Für die UDSSR bis 1950 herrum trifft dieses Experiment auf keinen Fall zu.Diese Leute dort waren bereits so abgestummpft,das sie das was sie taten, schon nicht mehr hinterfragt haben.
Für die Sowjetbürger gab es einen Spezialbegriff. "homo sowjeticus".
Also absolut ergebend, nichts hinterfragend, jeden Befehl befolgend. Dazu gabs mal einen Interessanten Bericht im TV (Menschenlabor Sowjetunion). In einschlägigen Webseiten beziehbar.
Stolzdeutscher
30.12.09, 17:40
Warum sollten sie?
Zur Aufklärung,in der Sowjetunion galt die Regel "Keine Verurteilung ohne Geständnis"!Das entspricht der Regel die es auch im Mittelalter gab.
In Deutschland reichten und reichen schon Beweise zu einer Verurteilung.
Ich sehe es als erwiesen an,dass die Gestapo Menschen aus fadenscheinigen oder überhaupt keinen Gründen Menschen verfolgt,gedemütigt,gefoltert und sogar getötet hat!
Ähnlich dem Stasi der ehem.sog."DDR",was mich immer mehr überzeugt,dass die Struktur dieses Unrechtstaates von Nationalsozialisten geschaffen worden ist!
(Womit ich keines Falls die Verbrechen des NKWD schmälern will)
Mir ist bekannt das Folter und Gestapo als Begriff identisch sind.Ich würde auch nicht behaupten wollen die Gestapo hat nicht gefoltert.Nur leider habe ich nie Details gefunden über Folterungen.Ich kenne nicht eine einzige Aussage von einem Folter Opfer warum er gefoltert wurde und wie sah die Folter im Detail aus.
Für die Sowjetbürger gab es einen Spezialbegriff. "homo sowjeticus".
Also absolut ergebend, nichts hinterfragend, jeden Befehl befolgend. Dazu gabs mal einen Interessanten Bericht im TV (Menschenlabor Sowjetunion). In einschlägigen Webseiten beziehbar.
Meinst du vielleicht den Film auf ARTE "Sowjetische Eugenik"?
@ Roland
Hier ein bißchen Stoff zu den proportionalen Verhältnissen!
DRITTES REICH
Für 1941 waren 14.835 Gestapoangehörige auf den Gehaltslisten verzeichnet, von denen jedoch rund 4.000 außerhalb des Reiches eingesetzt wurden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei
"DDR"
Bezogen auf die Gesamtzahl der hauptamtlichen und „Inoffiziellen Mitarbeiter“ (ca. 200.000) und die Gesamtzahl der Bürger der Bundesrepublik Deutschland (80 Millionen) arbeitete jeder 400. für das MfS. Geht man vom Hauptschwerpunkt der Mitarbeiter in der DDR (16 Millionen Einwohner) aus, und davon, dass zwei Drittel (ca. 140.000) der Mitarbeiter dort tätig waren, war vermutlich etwa jeder 90. zwischen 18 und 80 Jahren oder 0,85 Prozent der Bevölkerung für das MfS tätig. Viele der IM waren hauptamtlich Polizisten, Staatsbedienstete und Armeeoffiziere, aber auch Privatpersonen, darunter Kollegen, Mitarbeiter, selbst Familienangehörige der vom MfS überwachten Bürger.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ministerium_f%C3%BCr_Staatssicherheit
Ich denke, damit sollte man sich mal etwas auseinandersetzen - gedanklich!
:-)
Freibeuter
30.12.09, 17:49
Ich sehe es als erwiesen an,dass die Gestapo Menschen aus fadenscheinigen oder überhaupt keinen Gründen Menschen verfolgt,gedemütigt,gefoltert und sogar getötet hat!
Ähnlich dem Stasi der ehem.sog."DDR",was mich immer mehr überzeugt,dass die Struktur dieses Unrechtstaates von Nationalsozialisten geschaffen worden ist!
(Womit ich keines Falls die Verbrechen des NKWD schmälern will)
In allen Systemen wurden bis jetzt Menschen verfolgt , das ist in der BRD nicht anders als in der DDR oder im 3. Reich.
Nein, ich verharlose hier keine Stasiverfolgungen, bevor das Gejammer hier wieder losjault !
Und in den Superdemokratien, speziell den USA wird entführt und gefoltert ohne Ende.
Die totale Freiheit gibt es nicht , ein paar "Menschen bleiben immer auf der Strecke".
Parabellum
30.12.09, 17:50
Meinst du vielleicht den Film auf ARTE "Sowjetische Eugenik"?
Lief auf Arte, aber nicht unter deinem gennanten Titel. Inhaltlich hatte es aber was mit Eugenik u.a. zu tun. Könnte dieselbe gewesen sein.
Freibeuter
30.12.09, 17:51
@ Roland
Hier ein bißchen Stoff zu den proportionalen Verhältnissen!
DRITTES REICH
Für 1941 waren 14.835 Gestapoangehörige auf den Gehaltslisten verzeichnet, von denen jedoch rund 4.000 außerhalb des Reiches eingesetzt wurden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Geheime_Staatspolizei
"DDR"
Bezogen auf die Gesamtzahl der hauptamtlichen und „Inoffiziellen Mitarbeiter“ (ca. 200.000) und die Gesamtzahl der Bürger der Bundesrepublik Deutschland (80 Millionen) arbeitete jeder 400. für das MfS. Geht man vom Hauptschwerpunkt der Mitarbeiter in der DDR (16 Millionen Einwohner) aus, und davon, dass zwei Drittel (ca. 140.000) der Mitarbeiter dort tätig waren, war vermutlich etwa jeder 90. zwischen 18 und 80 Jahren oder 0,85 Prozent der Bevölkerung für das MfS tätig. Viele der IM waren hauptamtlich Polizisten, Staatsbedienstete und Armeeoffiziere, aber auch Privatpersonen, darunter Kollegen, Mitarbeiter, selbst Familienangehörige der vom MfS überwachten Bürger.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ministerium_f%C3%BCr_Staatssicherheit
Ich denke, damit sollte man sich mal etwas auseinandersetzen - gedanklich!
:-)
Es wären auch Zahlen interessant, wie viele BRD-Gestapo-Stasie-Zuträger und Handlanger es so gibt.
Es wären auch Zahlen interessant, wie viele BRD-Gestapo-Stasie-Zuträger und Handlanger es so gibt.
Diese Frage wird weitgehend unbeantwortet bleiben - so etwas unterliegt heute der "Staatsräson"!
:-D
Lief auf Arte, aber nicht unter deinem gennanten Titel. Inhaltlich hatte es aber was mit Eugenik u.a. zu tun. Könnte dieselbe gewesen sein.
Falls es der Film war,könnte man meinen, das die Sowjets bei Experimente mit Menschen alles übertreffen was es je gegeben hat,die sowj.Wissenschaftler versuchten auch Menschen mit Affen zu kreuzen.Ach der Nobelpreisträger Pawlow(Hundepawlow)hat dort auch mitgemacht.
Am Anfang hätte ich mich wohl über die scheinbar positiven Aspekte gefreut und mich auch für die neue Regierung ausgesprochen. Aktive Teilnahme/Karriere hätte ich wohl nicht gemacht.
Irgendwann hätten mich die ewig gleichen Phrasen, die platte Feindpropaganda und die Unfreiheit aber genervt und dann hätte ich wohl zugesehen, dass ich wegkomme.
Er hat es ein bisschen übertrieben mit seinen Geschichten über die NS-Zeit; er war ja bis zum Schluss der festen Auffassung, er habe in seinen Filmen den Widerstand gegen die Nazis propagiert - er als "Widerstandskämpfer".
Trenker war eben einer, der sehr viel redete und dabei selbst sein größter bewundernde Zuhörer war. Ein Held war er jedenfalls nicht; noch nicht einmal für Goebbels, der sein anfängliches Schaffen so sehr bewunderte.
K.-H. Hirmer
30.12.09, 20:35
Nein, aber der gute Hirmer hat nun mal dieses als Beispiel genommen.
Kann nicht anders.
Doch doch, der "gute Hirmer" kann schon anders. Hier geht es allerdings um den NS und deswegen wählte ich dieses Beispiel.
Es kann auf die USSR (Stalin) und z.B. Pol Pot (Kambodia) genau so angewendet werden.
Richtig. Aber nicht nur. Milgrams Erkenntnisse lassen sich vom römischen Legionär über die Kreuzritter und Wehrmacht/SS bis zum NVA- und Bundeswehrsoldaten anwenden.
Der Mensch begeht alle nur moeglichen Untaten wenn es ihm als ein hoeheres Ziel eingeredet wird.
Das Experiment beweist es.
Richtig. Wer glaubt, die NS hätten ihre Verbrechen begangen, weil sie Monster oder - im medizinischen Sinne - Psychopathen waren, der irrt leider.
Prinzipiell hat jeder einzelne von uns das Potential zu solchen Taten verführt zu werden.
Das wollte ich zeigen.
Kann man sich davon freisprechen? Hätte ich 1933 im Deutschen Reich gelebt, dann wäre ich wohl auch dabei gewesen.
Wer kann sagen, daß er nicht mitgemacht hätte? Niemand. Wir standen nicht in einer solchen Situation.
Ich war immer gegen die BRD,und ich befürchte eines Tages wird behauptet ich hätte mitgemacht.Nennt man das Künstlerpech oder Schicksal?
Igni et ferro
30.12.09, 23:25
Ich war immer gegen die BRD,und ich befürchte eines Tages wird behauptet ich hätte mitgemacht.Nennt man das Künstlerpech oder Schicksal?
Du kannst noch soviel dagegen sein, aber als Insasse der BRD hat dich das Schicksal eh im Nacken gepackt.
Du weißt doch, mitgefangen, mitgehangen
Ich war immer gegen die BRD,und ich befürchte eines Tages wird behauptet ich hätte mitgemacht.Nennt man das Künstlerpech oder Schicksal?
ich war immer für die d-mark und den duft von westpaketen. :-D
arbeitslosigkeit, drogen und eure kriminalität wollte ich trotzdem nicht. :mad:
kann ich aber jetzt auch nix mehr machen. ist eben so. :(
eben irgendwie auch scheiße gelaufen, das alles. :(
aber wem sag ich das...
Du kannst noch soviel dagegen sein, aber als Insasse der BRD hat dich das Schicksal eh im Nacken gepackt.
Du weißt doch, mitgefangen, mitgehangen
Das besorgt mich sehr,wenn meine Nachfahren sagen, ich habe die ausländische Okkupation zugelassen und habe nichts gegen die Vernichtung Deutschlands getan.Das Schlimme ist ich kann mich nicht rausreden ich habe von allem nichts gewußt.Da vor retten könnte mich vielleicht eine Strafanzeige des Bnr,als Beleg das ich ein Wiederstandskämpfer war.:D
ich bin Fallschirmjäger auch zur SA/SS mit meinen uropa und opa wehre ich gegangen zu 1000%
V.V.S.O.P.
31.12.09, 00:25
Wäre meine Persönlichkeitsstruktur damals wie heute die gleiche. wäre ich entweder irgend ein hochrangiger Nazi geworden, oder ich hätte gegen sie gekämpft. In Rußland oder sonst in irgend einer Scheißgrube wäre ich sicher nicht gestanden.
ich bin Fallschirmjäger auch zur SA/SS mit meinen uropa und opa wehre ich gegangen zu 1000%
du meinst, du hättest es versuchen wollen ;)
Doch doch, der "gute Hirmer" kann schon anders. Hier geht es allerdings um den NS und deswegen wählte ich dieses Beispiel.
Richtig. Aber nicht nur. Milgrams Erkenntnisse lassen sich vom römischen Legionär über die Kreuzritter und Wehrmacht/SS bis zum NVA- und Bundeswehrsoldaten anwenden.
Richtig. Wer glaubt, die NS hätten ihre Verbrechen begangen, weil sie Monster oder - im medizinischen Sinne - Psychopathen waren, der irrt leider.
Prinzipiell hat jeder einzelne von uns das Potential zu solchen Taten verführt zu werden.
Das wollte ich zeigen.
Hast Du auch und deshalb von mir einen Gruenen geerntet.
Allerdings dachte ich nicht an roemische Legionaere, here we go :ironie:
Igni et ferro
31.12.09, 00:35
du meinst, du hättest es versuchen wollen ;)
er wäre gegangen, nur wohin?
http://www.24-carat.de/2009/1PP.JPG In meinem 1PP (1-Personen-Panzer) diente ich Führer, Volk und Vaterland: ich schiß so feste in die Windeln wie ich konnte. Aber immer konnte ich nicht: wer nix zu fressen hat, hat auch nix zu scheißen.
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