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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Juden solidarisieren sich mit Schweizer Moslems


*JM*
10.12.09, 19:09
Ein Recht auf
Minarette

Es ist alles falsch an diesem Volksentscheid über den Bau von Minaretten in der Schweiz: Die Art, wie er zustande gekommen ist, das Ergebnis und nun die Verteidigung dieses Skandal-Referendums. Anstatt sich rational mit der Frage auseinanderzusetzen, wie gläubige Muslime ihre religiösen und staatsbürgerlichen Pflichten konfliktfrei erfüllen können, machten die Gegner der Minarette mit eindeutig diskriminierender Propaganda Stimmung.

Es geht doch nicht um die Frage, ob von Türmen gerufen, sondern was in Moscheen gepredigt wird. Es geht darum, unter welchen Umständen der demokratische Staat das Recht hat, Religionsfreiheit zu beschränken, wenn diese die Grundordnung verletzt. Der Bau von Minaretten verletzt kein Grundrecht, er bestätigt es.

Jede Religion, das gehört zu den großen Werten des Westens, darf sich in unseren Gesellschaften zu Hause fühlen und sich selbstbewusst in der Öffentlichkeit präsentieren. Das Argument, in weiten Teilen der muslimischen Welt sei der Bau von Kirchen ja auch nicht erlaubt, reicht intellektuell keinesfalls aus. Seit wann wollen wir uns einen Staat wie Saudi-Arabien als
Vorbild nehmen?
Womit wir bei den Rechtfertigern des Referendums wären, die Volksentscheide als »wahre Demokratie« verkaufen wollen. Demokratie ist weit mehr als »gesundes Volksempfinden«. Das Volk empfindet eben nicht immer richtig. Im 19. Jahrhundert hätte es den selbstbewussten Synagogenbau in Deutschland verhindert; 1933 hielt es einen Boykott jüdischer Geschäfte für gerechtfertigt. Dürfte sich »gesundes Volksempfinden« durchsetzen, ohne in den komplizierten Prozessen einer repräsentativen Demokratie gefiltert zu werden, gäbe es in Deutschland womöglich längst »Kopf-ab-Urteile« für Straftäter. Nein, die Frage, wie Religionsfreiheit und Demokratie in Einklang zu bringen sind, darf nicht mithilfe einer zweifelhaften »Basisdemokratie« geklärt werden. Dazu ist sie viel zu wichtig.

Quelle (http://www.juedische-allgemeine.de/epaper/pdf.php?pdf=../imperia/md/content/ausgabe/2009/ausgabe49/01.pdf)

Kernaussage: "Demokratie ist weit mehr als ‘gesundes Volksempfinden’. Das Volk empfindet eben nicht immer richtig."
Besser, kürzer und treffender kann man es nicht mehr ausdrücken.

Ace of Spades
10.12.09, 19:28
Kernaussage: "Demokratie ist weit mehr als ‘gesundes Volksempfinden’. Das Volk empfindet eben nicht immer richtig."
Besser, kürzer und treffender kann man es nicht mehr ausdrücken.

In dem Fall haben die Schweizer alles richtig gemacht. Was interessiert schon die Juden, solange sie keine Minarette bauen.

tabasco
10.12.09, 21:30
In dem Fall haben die Schweizer alles richtig gemacht. Was interessiert schon die Juden, solange sie keine Minarette bauen.
Bin Deiner Meinung :).

Ace of Spades
10.12.09, 21:34
Bin Deiner Meinung :).

Danke Madam!

Bismarck
10.12.09, 22:28
Quelle (http://www.juedische-allgemeine.de/epaper/pdf.php?pdf=../imperia/md/content/ausgabe/2009/ausgabe49/01.pdf)

Kernaussage: "Demokratie ist weit mehr als ‘gesundes Volksempfinden’. Das Volk empfindet eben nicht immer richtig."
Besser, kürzer und treffender kann man es nicht mehr ausdrücken.

In einer Demokratie zählt der Wille der Mehrheit des Volkes und dabei ist es schurz, ob eine Minderheit den richtig oder falsch findet. Hier verwechseln die Juden Demokratie mit Judenkratie, die heimliche Staatsform der BRD.

V.V.S.O.P.
10.12.09, 23:00
Quelle (http://www.juedische-allgemeine.de/epaper/pdf.php?pdf=../imperia/md/content/ausgabe/2009/ausgabe49/01.pdf)

Kernaussage: "Demokratie ist weit mehr als ‘gesundes Volksempfinden’. Das Volk empfindet eben nicht immer richtig."
Besser, kürzer und treffender kann man es nicht mehr ausdrücken.


Du meinst die gleichen Juden die Pali-Zivilisten mit radiaktiver Munition wegballern? Oder die, die das nur gutheißen und verteidigen?

*JM*
10.12.09, 23:05
Du meinst die gleichen Juden die Pali-Zivilisten mit radiaktiver Munition wegballern? Oder die, die das nur gutheißen und verteidigen?

Ich denke, die Autorin schaut auf beide Seiten.

Sylke Tempel

Die promovierte Historikerin Sylke Tempel, geboren 1963, lebt als freie Journalistin in Berlin und Jerusalem.

V.V.S.O.P.
10.12.09, 23:22
Ich denke, die Autorin schaut auf beide Seiten.



Damit sind wir genau auf den Punkt auf den ich hingezielt habe, nicht die "Juden" solidariesieren sich mit den Schweizer Moslems , sondern eine Jüdische Autorin. Das ist ein nicht unwesentlicher Unterschied. Und das wird die Schweizer wahrscheinlich genau so wenig beeindrücken wie der Irre aus Lybien, der die Schweizer "Tiere" genannt hat, und unverholen mit Anschlägen auf die Schweiz symphatisiert.

Mostrich
12.12.09, 17:18
Quelle (http://www.juedische-allgemeine.de/epaper/pdf.php?pdf=../imperia/md/content/ausgabe/2009/ausgabe49/01.pdf)

Kernaussage: "Demokratie ist weit mehr als ‘gesundes Volksempfinden’. Das Volk empfindet eben nicht immer richtig."
Besser, kürzer und treffender kann man es nicht mehr ausdrücken.

Von den Gegnern der plebiszitären Demokratie werden natürlich immer wieder Totschlagargumente im Sinne des von Dir zitierten Artikels ins Feld geführt, so, als wären die Bürger bei ihren Urnengängen nicht an Recht und Gesetz gebunden. Die Wirklichkeit ist jedoch eine andere: Alle Abstimmungen in der Schweiz müssen im Einklang mit der schweizerischen Verfassung stehen.
Darüber hinaus: Wer befindet eigentlich darüber, was richtig und was falsch ist?

Rübenschwein
12.12.09, 20:07
Das kluge schweizer Volk hat gegen seine dumme Regierung entschieden.

Das Volk soll in wichtigen Angelegenheiten entscheiden, die Regierenden sind Diener des Volkes, nicht seine Erzieher oder Beherrscher.

Es sind weder die Besten noch die Klügsten, die hohe politische Ämter inne haben.

soso
12.12.09, 20:19
Damit sind wir genau auf den Punkt auf den ich hingezielt habe, nicht die "Juden" solidariesieren sich mit den Schweizer Moslems , sondern eine Jüdische Autorin. Das ist ein nicht unwesentlicher Unterschied. Und das wird die Schweizer wahrscheinlich genau so wenig beeindrücken wie der Irre aus Lybien, der die Schweizer "Tiere" genannt hat, und unverholen mit Anschlägen auf die Schweiz symphatisiert.

Hast genau recht.
Früher konnte kaum wer lesen oder schreiben,
damals galten "Autoren" noch was. Seit Kanzler
Erhardt nennt man diese arbeitsfaulen Schreiberlinge
"Schmierfinken".

Überhaupt was soll das, sich selbst "Tor" zu nennen,
und dann noch mit "Au" davor?
AuTor?
Neee, neee.
Wulle mer nit, gehn mer inne annere Kaschemm'.
soso

opppa
13.12.09, 09:23
Quelle (http://www.juedische-allgemeine.de/epaper/pdf.php?pdf=../imperia/md/content/ausgabe/2009/ausgabe49/01.pdf)

Kernaussage: "Demokratie ist weit mehr als ‘gesundes Volksempfinden’. Das Volk empfindet eben nicht immer richtig."
Besser, kürzer und treffender kann man es nicht mehr ausdrücken.

Vielleicht erwarten sie als Gegenleistung, daß die Mohammedaner in der Schweiz den Kampf Israels ums Überleben unterstützen?
Wer weiß das schon?