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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Elektroautos] Auch Obama setzt auf Elektroautos


mentecaptus
06.08.09, 11:21
Investitionen von 2,4 Mrd. Dollar

Obama setzt auf Elektroautos

Mit einer großen offensive will US-Präsident Obama die USA zu einem führenden Standort zum Bau von Elektroautos machen. Sein Land habe viel zu lange diesen Bereich vernachlässigt. Nun sollen 2,4 Milliarden Dollar investiert werden.

US-Präsident Barack Obama will rund 2,4 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro) in die Entwicklung von Elektroautos investieren. Mit dieser Maßnahme sollten zehntausende Arbeitsplätze geschaffen werden...

Mehr... (http://www.n-tv.de/wirtschaft/Obama-setzt-auf-Elektroautos-article449370.html)

Release
06.08.09, 11:29
Mittlerweile reden aber auch Ökofreaks ganz offen darüber, dass die Ökobilanz von Elektroautos mehr als dürftig ausfällt. Denn ganz mit regenerativem Strom geht wohl auch nicht, und Kohle und Atom statt Öl will ja auch keiner.

Ich bin dafür, erst einmal Kalifornien mit Solarzellen zu pflastern, damit bei denen nicht ständig der Strom ausfällt.

mentecaptus
06.08.09, 11:48
Mittlerweile reden aber auch Ökofreaks ganz offen darüber, dass die Ökobilanz von Elektroautos mehr als dürftig ausfällt. Denn ganz mit regenerativem Strom geht wohl auch nicht, und Kohle und Atom statt Öl will ja auch keiner.

Die Effizienz der Kraftwerke ist aber deutlich höher als die der Verbrennungsmotoren und der Strom wird ja nicht nur aus fosilen Brennstoffen gewonnen, sondern auch aus Atom- und regenerativen Energien. Zudem verbrauchen die reinen Elektroautos deutlich weniger Sprit, weil sie ja den ganzen Motorblock und ettliches mehr nicht mehr brauchen. Die Ökobilianz eines reinen E-Autos ggü einem herkömmlichen Pkw ist etwa 30% besser. Bei über 1 Mrd Autos auf der Welt ist dies natürlich ein gigantisches Potenzial.

Übrigens, 2010 wird Nissan die Serienproduktion von E-Autos starten, 2011 auch in Deutschland. Die anderen Fahrzeughersteller planen ähnliches. Für 2020 wird in Deutschland bereits mit 1 bis 2,5 Mio E-Autos gerechnet (ohne Hybrid, reine E-Autos) und es wird interessant sein zu beobachten, wer die Strombetankung sicherstellen wird. Klar ist, dass die heutige Tankstelle tot ist, denn der Tankvorgang benötigt mindestens eine halbe Stunde, eher eine Stunde. Tanken wird also dort stattfinden, wo man parkt: zuhause, im Parkhaus, im Büro. Dort muss aber die Infrastruktur geschaffen werden und es muss sichergestellt werden, dass der gezapfte Strom auch bezahlt wird. Also über Kreditkarten, Münzeinwurf oder über ein komplexes System ala Toll-Collect. Letzteres halte ich für ausgeschlossen, da es europaweite einheitliche Systeme geben wird und so ein System auch viel zu teuer wäre von den Investitionskosten her. Hier könnten sich also mehrere Branchenriesen tummeln:

1. Öl- und Tankstellenkonzerne, wie BP, Exxon etc.
2. Autofirmen, wie VW, BMW, Mercedes
3. Zulieferer, wie Bosch, Varta, VDO
4. Telekommunikationsunternehmen, wie Telekom, vodafone


Was sich nicht durchsetzen wird, ist die eigentlich smarte Idee dieses Israelis (ehemals SAP), der eine Einheitsbatterie entworfen hat, die man an Tankstellen dann vollgeladen innerhalb von 3 Minuten austauschen lassen kann. Dem stehen die Autohersteller im Weg, weil die individuelle Tanks in ihre Autos einbauen wollen, dort wo Platz ist. Und nicht einen Einheitsblock, um den herum sie das Auto konzipieren.

Meine Einschätzung: E-Autos sind der Markt der Zukunft. Zuerst wird es sicher kleine Autos betreffen, den klassischen Zweitwagen. Aber nach und nach wird man sich an das neue System (des Tankens) gewöhnen und E-Autos werden zum Normalfall werden. Die Reichweitenproblematik wird auch zunehmend gelöst, deutlich mehr als 100 km sind schon heute drin - und das vor der Serienfertigung.

K.-H. Hirmer
06.08.09, 12:02
Die Effizienz der Kraftwerke ist aber deutlich höher als die der Verbrennungsmotoren ...

Das ist falsch. Kraftwerke haben Wirkungsgrade von 35 - 40%. Und liegen damit in Bereich von Verbrennungsmotoren. Das ist auch logisch, da beides Wärmekraftmaschinen sind, bei denen der Wirkungsgrad physikalisch bedingt kaum höher ausfallen kann.

Release
06.08.09, 12:25
Das ist falsch. Kraftwerke haben Wirkungsgrade von 35 - 40%. Und liegen damit in Bereich von Verbrennungsmotoren. Das ist auch logisch, da beides Wärmekraftmaschinen sind, bei denen der Wirkungsgrad physikalisch bedingt kaum höher ausfallen kann.Das stimmt. Dazu kommt noch, dass der gefühlte Energieverbrauch des Straßenverkehrs in Deutschland viel höher ist als der tatsächliche. Irgendwo habe ich mal was von 15% Anteil des Verkehrs am CO2-Ausstoß gelesen, habe aber keine Quelle zur Hand. Viele Ökofreaks machen sich also was vor, wenn sie glauben, Elektroautos könnten das Weltklima verbessern. Die Fakten sind nicht wegzudiskutieren.

Dass Elektroautos trotzdem kommen werden, ist wieder ein anderes Thema. Ich finde das auch gut. Schließlich hätte man in den 20er Jahren schon lieber in Richtung Elektro weiter geforscht, wenn nur nicht das Stromspeicherproblem gewesen wäre. Batterien waren auch damals schon das riesige Hindernis, so dass auch heute noch der Verbrennungsmotor dominiert.

Karl Dönitz
06.08.09, 17:20
Ein Otto-Motor hat einen "Wirkungsgrad" (wenn man das noch so nennen kann) von 25%, ein Diesel-Motor von 35% (das sind die Spitzenleistungen nach meinem Wissen.
Als Ingenieur müsste man sich wirklich mühe geben, das noch zu unterbieten bei einem Kraftwerk.

Das nächste ist dann das miese Drehmoment von Verbrennungsmotoren, vor allem gegen Drehstrom-Induktionsmotoren sind sie hoffnungslos überlegen.
Da diese Drehstrommotoren mit einem Frequenzumrichter angesteuert werden haben sie in jedem Drehzahlbereich maximales Drehmoment (damit fällt das ganze Getriebe weg) und können für kurze Zeit problemlos mit 10facher Nennleistung betrieben werden - in der Industrie macht man das ständig.

Schaut euch mal eine große Kreissäge (~1m Blattdurchmesser) oder eine große Sirene (wie bei der Feuerwehr) an, die haben auch Drehstrom-Induktionsmotoren und laufen in unter 3 Sekunden von 0 auf 2800U/min hoch...

Das ist falsch. Kraftwerke haben Wirkungsgrade von 35 - 40%. Und liegen damit in Bereich von Verbrennungsmotoren.
Das ist überhaupt nicht logisch und noch dazu falsch.
Wärmekraftwerke arbeiten mit Dampfturbinen, diese sind zwar sehr träge aber wirken wesentlich besser.
Noch dazu laufen sie die ganze Zeit auf der Drehzahl mit größtem Wirkungsgrad während Autos das fast nie tun...
Letzteres bringt schon bei normalen Dieselmotoren etwas:
Diesel-Lokomotiven die ihre Räder direkt antreiben sind Diesel-Elektrischen Systemen (Dieselmotor -> Generator -> Frequenzumrichter -> Drehstrommotor) unterlegen.

Ach übrigens: Es gibt noch wesentlich bessere Kraftwerke als klassische Wärmekraftwerke,
zB können Wärmekraftwerke ihre Resthitze als Fernwärme nutzen und damit einen Wirkungsgrad von über 90% erreichen.
Gute Wasserkraftwerke liegen auch im Bereich von 90%

Im übrigen will ich Elektroautos nicht weil ich ein Öko-Fanatiker bin sondern wegen der technischen Vorteile.

Release
06.08.09, 18:56
Ein Otto-Motor hat einen "Wirkungsgrad" (wenn man das noch so nennen kann) von 25%, ein Diesel-Motor von 35% (das sind die Spitzenleistungen nach meinem Wissen.
Als Ingenieur müsste man sich wirklich mühe geben, das noch zu unterbieten bei einem Kraftwerk.

Das nächste ist dann das miese Drehmoment von Verbrennungsmotoren, vor allem gegen Drehstrom-Induktionsmotoren sind sie hoffnungslos überlegen.
Da diese Drehstrommotoren mit einem Frequenzumrichter angesteuert werden haben sie in jedem Drehzahlbereich maximales Drehmoment (damit fällt das ganze Getriebe weg) und können für kurze Zeit problemlos mit 10facher Nennleistung betrieben werden - in der Industrie macht man das ständig.

Schaut euch mal eine große Kreissäge (~1m Blattdurchmesser) oder eine große Sirene (wie bei der Feuerwehr) an, die haben auch Drehstrom-Induktionsmotoren und laufen in unter 3 Sekunden von 0 auf 2800U/min hoch...


Das ist überhaupt nicht logisch und noch dazu falsch.
Wärmekraftwerke arbeiten mit Dampfturbinen, diese sind zwar sehr träge aber wirken wesentlich besser.
Noch dazu laufen sie die ganze Zeit auf der Drehzahl mit größtem Wirkungsgrad während Autos das fast nie tun...
Letzteres bringt schon bei normalen Dieselmotoren etwas:
Diesel-Lokomotiven die ihre Räder direkt antreiben sind Diesel-Elektrischen Systemen (Dieselmotor -> Generator -> Frequenzumrichter -> Drehstrommotor) unterlegen.

Ach übrigens: Es gibt noch wesentlich bessere Kraftwerke als klassische Wärmekraftwerke,
zB können Wärmekraftwerke ihre Resthitze als Fernwärme nutzen und damit einen Wirkungsgrad von über 90% erreichen.
Gute Wasserkraftwerke liegen auch im Bereich von 90%

Im übrigen will ich Elektroautos nicht weil ich ein Öko-Fanatiker bin sondern wegen der technischen Vorteile.

Du musst schon das ganze System von Kraftwerk, Leitungsnetz, Batteriespeicher und Motor sehen. Und da von der kwh Kohle im Kraftwerk nur noch 30% am Rad ankommen, kannst du deine elektrischen Wirkungsgrade allesamt in die Tonne treten. Du musst sie nämlich schlicht in Reihe betrachten, miteinander multiplizieren und dann wirst du dich wundern, dass der Verbrennungsmotor beim CO2-Ausstoß, besonders der Dieselmotor, immer noch überlegen ist. Oder hast du schonmal elektrische Triebwagen auf der Schiene gesehen, die batteriebetrieben werden? :grin: Die hängen nämlich am Netz und fahren nur deswegen sparsamer als Dieseltriebwagen, weil sie keine verheerend-energievernichtende Batterie dazwischen haben.

Ich habe zuhause eine elektrische Motorsense. Einige meiner Nachbarn haben eine benzinbetriebene und machen sich lustig über mich, weil sie denken, ich hätte kein Geld für das teurere Benzinmodell gehabt. Meine verbraucht für einmal ums Haus mähen genau 1 kwh, also 20 cent. Mir ist auch klar, dass ich dafür mindestens einen Liter Benzin gebraucht hätte, also zur Zeit so 1,32 EUR. Ich weiß aber auch, dass sie DIREKT am Netz hängt, und keinen Akku hat. Man sollte aber gerechterweise auch erwähnen, dass man sein Gras mit einer Handsense mähen könnte und dafür würde ich keine kwh verbrauchen. Hier ist das ganze Konzept des drehenden Nylonfadens schon extrem vernichtend, denn zum Großteil entsteht viel mehr heiße Luft dabei als geschnittenes Gras.

Ich wiederhole mich: Das Problem der ganzen Problematik steht und fällt mit den Stromspeichern. 20% Verlust beim Laden und nochmal 10% Verlust beim Entladen führt ja alleine hier schon zu 30% Wirkungsgradverlust.

rondo bavarese
06.08.09, 19:29
Hoch interessant finde ich die Entwicklung der Elektroautos in Israel.

E-TANKSTELLEN-PROJEKT
SAP-Veteran will das Auto neu erfinden

Von Thomas Hillenbrand
Öl wird überflüssig, getankt wird per Stromkabel: Das einstige SAP-Wunderkind Shai Agassi plant die grüne Autorevolution. In einem ersten Schritt will er sein Heimatland Israel mit 500.000 Ladestationen für Elektromobile überziehen - gelingt das Projekt, soll die internationale Expansion folgen.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,534411,00.html

mentecaptus
06.08.09, 19:32
Hoch interessant finde ich die Entwicklung der Elektroautos in Israel.

E-TANKSTELLEN-PROJEKT
SAP-Veteran will das Auto neu erfinden

Von Thomas Hillenbrand
Öl wird überflüssig, getankt wird per Stromkabel: Das einstige SAP-Wunderkind Shai Agassi plant die grüne Autorevolution. In einem ersten Schritt will er sein Heimatland Israel mit 500.000 Ladestationen für Elektromobile überziehen - gelingt das Projekt, soll die internationale Expansion folgen.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,534411,00.html

Das ist, was ich ja angesprochen habe: da stellen sich die Autohersteller quer, weil sie ihre Autos nicht um Standardbatterien herumbauen wollen. Und das hat weniger mit Designfrage zu tun, als mit wirtschaftlichen Interessen. Denn die Kernkompetenz der Autohersteller ist doch (neben dem Design) der Motor. Der entfällt aber beim Eletroauto, das wird keinen Verbrennungsmotor mehr haben. Und so ein Elektromotor ist im Verhältnis dazu keine große Sache - die Batterietechnik hingegen wird auf absehbare Zeit DAS Thema sein. Wie lange sie hält, wie groß die Reichweite ist, wie schnell sie beladen werden kann. Daher werden die Autohersteller sich eher mit Energiekonzernen zusammentun, die ihnen die Infrastruktur (E-Zapfsäulen) liefern. Schon aus Eigeninteresse der Stromkonzerne, die wollen doch alle der Firstmover sein, und in den Städten die besten Standorte "besetzen". Die Ölkonzern und Tankstellenbetreiber (also BP, Shell) verlieren ihr Geschäftsmodell und wüden natürlich lieber auf die Agassi-Lösung setzen. Aber ohne Autos brauche ich auch keine Batteriestationen an den Tnakstellen.

Karl Dönitz
06.08.09, 20:19
Mente, hast du dir schon mal angesehen wie ein Frequenzumrichter funktioniert?
Ein E-Motor ist einfach zu bauen, einfach zu steuern ist er aber nicht...
(Zumindest kein DIM, und genau die sind interessant für Fahrzeuge)

Release
06.08.09, 21:23
Das ist, was ich ja angesprochen habe: da stellen sich die Autohersteller quer, weil sie ihre Autos nicht um Standardbatterien herumbauen wollen. Und das hat weniger mit Designfrage zu tun, als mit wirtschaftlichen Interessen. Denn die Kernkompetenz der Autohersteller ist doch (neben dem Design) der Motor.
Ich weiß nicht. Motoren werden doch auch untereinander ausgetauscht bei diversen Autobauern. Und das Modell mit den Austauschbatterien hört sich vielversprechend an. Am Ende wird sich sowieso durchsetzen, was am praktikabelsten ist. Statt vor Ort das Auto aufzuladen, wäre es tatsächlich sinnvoller, Ladungen zu kaufen, die schon stattgefunden haben, anstatt sich die Beine in den Bauch zu stehen.

mentecaptus
06.08.09, 23:10
Ich weiß nicht. Motoren werden doch auch untereinander ausgetauscht bei diversen Autobauern. Und das Modell mit den Austauschbatterien hört sich vielversprechend an. Am Ende wird sich sowieso durchsetzen, was am praktikabelsten ist. Statt vor Ort das Auto aufzuladen, wäre es tatsächlich sinnvoller, Ladungen zu kaufen, die schon stattgefunden haben, anstatt sich die Beine in den Bauch zu stehen.

Ein Auto fristet 90% seines Daseins beim Parken. Und genau DAS ist die zeit, wo ein Elektroauto geladen werden sollte. Zuhause, beim Parken, bei der Arbeit.

Release
07.08.09, 08:58
Ein Auto fristet 90% seines Daseins beim Parken. Und genau DAS ist die zeit, wo ein Elektroauto geladen werden sollte. Zuhause, beim Parken, bei der Arbeit.

Ich würde mir sogar einen Elektroroller kaufen. Die haben zur Zeit aber eine Reichweite von 20 km und meine Arbeit ist 24 km entfernt. Wahrscheinlich lässt dann die Batterieleistung auch schnell nach und man macht sich damit nur lächerlich.

logiCopter
07.08.09, 09:29
Autofreaks werden umdenken müssen:
Besonders faszinierend wird es sein, wenn so ein Teil lautlos einem röhrenden Porsche davonzieht:

http://www.youtube.com/watch?v=pzdcFAC5oWA

logiCopter
07.08.09, 09:44
Das Windgeräusch bekommt man mit dem richtigen Cockpit natürlich auch noch weg:
http://www.youtube.com/watch?v=SsGeQby7Jnw&feature=related


Tesla gegen Porsche 911:
http://www.youtube.com/watch?v=zTgMW_aYGQA&feature=related

mentecaptus
10.08.09, 11:18
Mit staatlicher Kaufhilfe

Regierung will Elektroautos

Die Bundesregierung will in Sachen Elektroauto Gas geben. Mit staatlicher Kaufhilfe sollen in den nächsten Jahren 100.000 Elektroautos auf die heimischen Straßen kommen. Bis 2020 sollen es ein Million elektrischer Fahrzeuge werden.

Elektro-Autos sollen nach dem Willen der Bundesregierung im nächsten Jahrzehnt mit staatlicher Kaufhilfe verstärkt in den Straßenverkehr kommen. Auf die Höhe und den genauen Zeitraum einer Förderung für 100.000 Elektroautos zur Dämpfung der anfangs hohen Fahrzeug-Kosten konnten sich die vier zuständigen Ministerien Wochen vor der Bundestagswahl jedoch nicht mehr einigen. Das geht aus dem nach längeren Auseinandersetzungen jetzt fertigen "Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität" hervor, den das Kabinett voraussichtlich am 19. August beschließen will.

Die Elektromobilität soll mit dem Ausbau von Öko-Strom die Strategie "Weg vom Öl" voranbringen. Das Umweltministerium wollte den Kauf der ersten 100.000 E-Autos mit je 5000 Euro fördern. Das Finanzressort will jedoch am Ende dieser Wahlperiode keine neuen Bindungen mehr über die dazu nötigen 500 Millionen Euro eingehen.

Mehr... (http://www.n-tv.de/wirtschaft/Regierung-will-Elektroautos-article453454.html)

mentecaptus
19.08.09, 15:26
Industrie ist nun gefordert

Aktionsplan zum Elektroauto

Die Bundesregierung will die Entwicklung und Markteinführung des Elektroautos mit einem Aktionsplan voranbringen. Wenige Wochen vor der Bundestagswahl beschloss das Bundeskabinett einen "Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität". Die Markteinführung für die ersten 100.000 E-Fahrzeuge soll 2012 über Kaufhilfen für die Autofahrer gestützt werden. Beträge und die Form der Unterstützung wurden noch nicht vereinbart. Dies soll der kommenden Bundesregierung überlassen werden.

Bis 2020 wird mit rund einer Mio. Elektroautos gerechnet. Bis dahin soll ein Netz von Stromtankstellen entstanden sein, das im wesentlich auf Ökostrom zurückgreift. Danach wird die Industrie aufgefordert, die Technik der noch unzureichenden Batterie- Kapazitäten und die Reichweiten der Fahrzeuge zügig weiterzuentwickeln.

Mehr... (http://www.n-tv.de/wirtschaft/Aktionsplan-zum-Elektroauto-article466876.html)

Lumpazius
19.08.09, 18:25
ja,
da werden wohl wieder Abrackprämien gezahlt wenn es denn mal so weit ist. :-D:-D:-D

mentecaptus
19.08.09, 18:33
ja,
da werden wohl wieder Abrackprämien gezahlt wenn es denn mal so weit ist. :-D:-D:-D

Wohl kaum. Das wird ein Übergangsprozess sein, der vielleicht 20 Jahre dauert. Zunächst werden die Energieversorger sich in den Städten die besten Plätze für ihre E-Versorgungsanlagen sichern, während zunehmend mehr Verbraucher sich Hybrid-Fahrzeuge zulegen. Der zweite Schritt wird dann später sein, auf alleinige E-Autos umzusteigen, wenn die Ladezeiten schneller sind, die Reichweite deutlich erhöht wurde und die Akkus länger halten. Also in etwa 10 Jahren, dann werden es wohl mehr E-Autos als Hybridwagen sein.

Und positiv an der Entwicklung ist vor allem - abgesehen von ökologischen Nutzen natürlich und von den Kostenvorteilen für die Verbraucher - dass die deutschen Hersteller nicht mehr 5 Jahre hinter den Japanern hinterherhinken, sondern nur noch 6 bis 12 Monate. Das wirkt sich also kaum noch aus, eben auch wegen der Abwrackprämie, denn viele haben erstmal ein neues Auto und brauchen nicht gleich wieder eines.

mentecaptus
20.08.09, 11:54
Smart Fortwo electric drive

Smart goes Elektro, zweiter Akt. "Dieser Fortwo ist eines unserer ersten Modelle, die wir für die Abschlusstests aufgebaut haben", sagt Volker Störkmann, Projektleiter des Smart Fortwo electric drive. "Insgesamt gehen 16 dieser Fahrzeuge in den finalen Dauerlauf. Die Akkus von Tesla wurden in unserem Entwicklungszentrum eingebaut."

Störkmann ist zufrieden mit den vergangenen Wochen. Dass die erst vor wenigen Monaten öffentlich gemachte Kooperation zwischen der Daimler AG und Tesla derart schnell greifbare Ergebnisse bringen würde, hatten nur wenige erwartet. Der Daimler-Konzern ist mit zehn Prozent bei Tesla Motors beteiligt und sichert sich dadurch weit reichende Elektronikkompetenz. Das erste Fahrzeug, das davon profitiert, ist nun der neue Fortwo ed (electric drive). Dessen zweite Generation wird nun erstmals mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgestattet sein.

Mehr... (http://www.sueddeutsche.de/automobil/391/484824/text/)

Lumpazius
22.08.09, 16:27
Wohl kaum. Das wird ein Übergangsprozess sein, der vielleicht 20 Jahre dauert. Zunächst werden die Energieversorger sich in den Städten die besten Plätze für ihre E-Versorgungsanlagen sichern, während zunehmend mehr Verbraucher sich Hybrid-Fahrzeuge zulegen. Der zweite Schritt wird dann später sein, auf alleinige E-Autos umzusteigen, wenn die Ladezeiten schneller sind, die Reichweite deutlich erhöht wurde und die Akkus länger halten. Also in etwa 10 Jahren, dann werden es wohl mehr E-Autos als Hybridwagen sein.

Und positiv an der Entwicklung ist vor allem - abgesehen von ökologischen Nutzen natürlich und von den Kostenvorteilen für die Verbraucher - dass die deutschen Hersteller nicht mehr 5 Jahre hinter den Japanern hinterherhinken, sondern nur noch 6 bis 12 Monate. Das wirkt sich also kaum noch aus, eben auch wegen der Abwrackprämie, denn viele haben erstmal ein neues Auto und brauchen nicht gleich wieder eines.


Von welchen kostenvorteile sprichst du.
Glaubst du wirklich den blödsinn denn du hier verbreitest.
Das teuerste wird es mal die Akkustation sein im Auto, die alleine kostet derzeitig genau so viel wie die kiste selber.
Hinzu kommt, das es mit 10 jahren gewiss nicht getan ist, bis ein nennenswertes Netz für Strom vorhanden ist.
Die Stromanbieter reiben sich jetzt schon die Hände, sie sehen gigantische gewinne auf sich zukommen.:grin:
bedenkt man das derzeitig die Aufladung am 230 V-Netz 8 Sunden dauert
um ca 120-160 Km weit zu kommen, so ist das sicherlich für viele auch ein hindernis.
sicherlich gibt es auch die möglichkeit einer schnell-ladung, aber auch das kostet Geld.
nicht jeder hat ein Garage mit Stromanschluß
Derzeitig sind die Lithium-Ionen- Akkus auch noch sehr gewichtig so bei 200-250 KG
Auch sie unterliegen einen verschleiss, den heute noch niemand bedenkt vor allem die Kundschaft:-D was kostet deren Endsorgung und wer soll das bezahlen.
Sicherlich muß was passieren in bezug auf Mobilität, aber man sollte die sache nicht so blauäugig sehen wie du. :grin:

mentecaptus
22.08.09, 17:19
Von welchen kostenvorteile sprichst du.
Glaubst du wirklich den blödsinn denn du hier verbreitest.
Ja, unbedingt.

Das teuerste wird es mal die Akkustation sein im Auto, die alleine kostet derzeitig genau so viel wie die kiste selber.
Klar. Schon mal was von Massen- und Serienproduktion gehört? Was meinst du, was ein Auto kosten würde, wenn das alles Einzelanfertigungen wären? Aha. Akkus/Batterien in großer Stückzahl reduzieren die Kosten extrem.

Hinzu kommt, das es mit 10 jahren gewiss nicht getan ist, bis ein nennenswertes Netz für Strom vorhanden ist.
Das siehste falsch, das geht in anderthalb bis zwei Jahren los und geht ratzfatz. Denn Stromnetze sind in ganz Deutschland vorhanden, es müssen "nur" Stationen daran angeschlossen werden. Und was meinst du, wie groß das Interesse der Stromversorger ist, ihren Strom auch für Autos anzubieten und nicht mehr nur für Immobilien? Aha. Ein Riesenpotenzial bei überschaubaren Investitionen. Und die Machbarkeitsstudien hierzu laufen bereits, mit den Ergebnissen ist noch in diesem Jahr zu rechnen. Die Frage ist nur, ob es alleine die Großen sein werden, oder ob auch die ganzen Standt- und Gemeindewerke schnell und entschlossen genug sind, mitzumischen. Denn die besten Ladeplätze sind schnell weg und auch hier zählt die Immobilienweisheit: Lage, lage, Lage.


Die Stromanbieter reiben sich jetzt schon die Hände, sie sehen gigantische gewinne auf sich zukommen.:grin:
bedenkt man das derzeitig die Aufladung am 230 V-Netz 8 Sunden dauert
um ca 120-160 Km weit zu kommen, so ist das sicherlich für viele auch ein hindernis.
Du musst mal deine Kenntnisse aktualisieren, das geht inzwischen deutlich schneller. Und wie ich oben schon schrieb, wird es kein E-Tankstellennetz geben, sondern das laden erfolgt da, wo der Wagen parkt: zuhause, im Büro, im Parkhaus.


Derzeitig sind die Lithium-Ionen- Akkus auch noch sehr gewichtig so bei 200-250 KG. Auch sie unterliegen einen verschleiss, den heute noch niemand bedenkt vor allem die Kundschaft:-D was kostet deren Endsorgung und wer soll das bezahlen.
Diese Akkus sind eher der Anfang der Entwicklung, denn ihr Ende. Auch hier gibt es viele neue Entwicklungen, die die Reichweite der Autos erheblich erhöhen. Teuer sind sie, klar, aber der Preis sinkt mit der Stückzahl (siehe oben zu "Massenfertigung").


Sicherlich muß was passieren in bezug auf Mobilität, aber man sollte die sache nicht so blauäugig sehen wie du. :grin:
Oh nein, ich sehe die Sache nicht "blauäugig". Wie ich bereits erwähnte, sitze ich im Aufsichtsrat eines mittelständischen Energierversorgungsunternehmens. Und wir diskutieren die Sache eher emotionslos und bewerten zuvorderst das Chance-Risiko-Verhältnis, weil sich jeder investierte Euro auch mittel- und langfristig rechnen muss. Für das Unternehmen.

Lumpazius
23.08.09, 17:46
Dein letzter Absatz erklärt vieles.:-D:-D:-D
Für deine Werbesprüche hier, wirst du aber wenig Anhänger finden,
weil die alle wissen wie der Hase laufen soll, gerade wenn es um die Energie geht.
Die Energie Betreiber sollte man Verstaatlichen weil sie einer der verantwortlichen sind für die Weltweite Wirtschaftskrise ohne wirklich
Umweltpolitisch etwas zu bewegen, geschweige das Energie bezahlbar bleibt.
Sie sind in erster Linie nur am maximalen gewinn Interesiert. Umwelt-sprüche aus diesen Vereinen dient nur zur Alibifunktion. :grin:

mentecaptus
23.08.09, 17:55
Dein letzter Absatz erklärt vieles.:-D:-D:-D
Für deine Werbesprüche hier, wirst du aber wenig Anhänger finden,
weil die alle wissen wie der Hase laufen soll, gerade wenn es um die Energie geht.
Die Energie Betreiber sollte man Verstaatlichen weil sie einer der verantwortlichen sind für die Weltweite Wirtschaftskrise ohne wirklich
Umweltpolitisch etwas zu bewegen, geschweige das Energie bezahlbar bleibt.
Sie sind in erster Linie nur am maximalen gewinn Interesiert. Umwelt-sprüche aus diesen Vereinen dient nur zur Alibifunktion. :grin:

Was verstehst du daran nicht? Es macht für Energierversorger überhaupt keinen Sinn, Millionen und vielleicht sogar Miliarden in eine Infrastruktur zu investieren, wenn diese dann nicht benötigt wird. Also, ohne ein gutes Angebot an E-Autos und entsprechende Nachfrage durch die Kunden, werden keine E-Zapfsäulen entstehen. Comprendre?

Und was missfällt dir daran, dass sich mit Umweltpolitik Geld verdienen lässt? Und zwar nicht aufgrund von Subventionen, sondern aufgrund von "normalem" Return-of-Investment?

Lumpazius
23.08.09, 19:28
Was verstehst du daran nicht? Es macht für Energierversorger überhaupt keinen Sinn, Millionen und vielleicht sogar Miliarden in eine Infrastruktur zu investieren, wenn diese dann nicht benötigt wird. Also, ohne ein gutes Angebot an E-Autos und entsprechende Nachfrage durch die Kunden, werden keine E-Zapfsäulen entstehen. Comprendre?

Und was missfällt dir daran, dass sich mit Umweltpolitik Geld verdienen lässt? Und zwar nicht aufgrund von Subventionen, sondern aufgrund von "normalem" Return-of-Investment?


Solange alles im Gleichgewicht ist, ist die Sache in ordnung, aber das ist sie nun mal nicht. Hier herrscht eben die Ausbeutung vor.:grin:
Also nichts mit " normalen " Return - of - Investment .:-D

Itchy
23.08.09, 19:30
return on invest....

KOTZFISCH
29.08.09, 19:18
Natürlich, gute Idee-erst die AKWs plattmachen,die Installation neuer Kohlekraftwerke hintertreiben und dann E Autos fordern.

Ist beinahe so lustig wie die solare Nordafrika Initiative oder Peterchens Mondfahrt....Schwachsinn hoch 3!