Isquierda
05.08.09, 00:33
Linke Positionen zum (Anti-)Feminismus
Innerhalb bundesdeutscher Familienpolitik, aber auch darüber hinaus, reiben sich im öffentlichen Raum seit Jahren zwei Positionen: Die von sogenannten ‚Antifeministen’ dominierte ›Befreit-den-Mann‹- Haltung und die von bürgerlich-feministischen Gruppierungen dominierte ›Helft-der-Frau‹-Solidarität – die schlechteste und billigste Kopie des dualistischen Links- vs. Rechtsextremismus. Mit viel Getöse wird vom Bedrohungszenario ‚Gender’ bis zum kleinen und großen Unterschied jedes Register der politischen und unpolitischen Auseinandersetzung bedient. Es tobt der 'Geschlechterkampf'. Unter dem Vorwand „Gleichberechtigung“ werden irrationale Feindbilder vom Mann als ewigem Täter und der Frau als ewigem Opfer verbreitet. (Aktuelles Beispiel: Release' Ausfälle gegen allein erziehende Väter als sexuelle Bedrohung ihrer heranwachsenden Töchter.)
Ihre Vertreter nutzen Debatten über den Feminismus im Allgemeinen, und über Misandrie unter Feministinnen im Besonderen (Projektion der eigenen Fantasien), um als besorgte Beobachter getarnt den Einfluss rechtspopulistischer, rechtsintellektueller, antiemanzipatorischer und christlich-fundamentalistischer Gruppen auf die öffentliche Kommunikation zu steigern. Auch die Linke ist vor deren sinnentstellenden Argumenten und simplen Erklärungsmustern nicht gefeit.
Die Szene der Antifeministen sieht im Feminismus und auch im "Gender Mainstreaming" eine wachsende Bedrohung der (männlichen) Gegenwart. Sie steht seriösen Beobachtern fern, die bestimmte feministische Organisationen, ihr Programm oder Handeln kritisieren, ebenso den Wissenschaftlern, sozialen und pädagogischen Fachkräften oder den Interessengruppen, die sich mit klar definierten und empirisch belegbaren Phänomenen auseinandersetzen. Ihr übliches Handwerk sind Unterstellungen und unbelegte Lügen. Den „Antifeministen“ geht es vielmehr darum, einen Generalverdacht gegen Frauen zu verbreiten (Kindsmörderin, Kuckucksmutter, geldgierige Schlampe), den Vorwurf, der Feminismus sei eine Gewaltideologie schlechthin und so familien -, männer-, kinder- und demokratiefeindlich, dass die Integration seiner Anhängerinnen in demokratische Gesellschaften scheitern müsse und nicht zu wünschen sei.
Man griffe zu kurz, interpretierte man diese Szene nur als extreme Reaktion auf die westdeutsche – teils totalitäre und autoritäre - Frauenbewegung um Alice Schwarzer oder gegen angebliche „femifaschisierte“ Lebenswirklichkeiten. Die antifeministische Propaganda wurzelt tiefer. Sie radikalisiert die populistische und extremistische Rhetorik der achtziger und neunziger Jahre gegen eine befürchtete Überfremdung, gegen Emanzipation, gegen die 68er und gegen die Linke ansich. Sahen die Agitatoren damals in Frauen, vor allem in Feministinnen lediglich Männerhasserinnen, FaschistInnen, verkrachte Existenzen und Kriminelle, erscheint die proklamierte Gefahr heute größer: Deutschen Männer drohe, so der Kernbegriff der Propaganda, eine „Femifaschisierung“, ein feministischer Faschismus, der von der zivilisierten Welt und vor allem von den Männern wenig übrig lassen würde. Auf der anderen Seite begibt sich Alice Schwarzer mit ihrer „Islamkritik“ in die Nähe fremdenfeindlicher Ressentiments, die nur zu gern von islamophoben Agitatoren übernommen werden; im Namen der unterdrückten Islamistinnen müsse die Islamisierung Europas und des Orients unterbunden werden. Beide rhetorischen Muster folgen extremistischen Traditionen.
Denn nicht die beeindruckenden Ideen und politischen Praxen der Protagonisten, sondern das jeweils schlimmere Gegenüber – wenn auch häufig subtil und nicht immer – soll eine geschlechtersolidarische Parteinahme begründen: Wer gegen Feminismus ist, läuft Gefahr von Antifeministen vereinnahmt zu werden und wer in deren Definition für die Unterdrückung der Männer ist (für diesen Vorwurf reicht es, gegen die Unterdrückung der Frauen zu sein und entsprechende Gleichstellungsmaßnahmen zu rechtfertigen) wird als "Femifaschist_In" oder "lila Pudel" stigmatisiert und aus der Diskussion ausgeschlossen. Wer sich aber gegen die Ausbeutung der Männer ausspricht (und sei es „nur“ vom marxistischen Ansatz, sprich: ‚dialektisch’ mit Fokus auf die Produktionsverhältnisse unter denen aktuell vor allem Männer leiden), macht sich des ‚Antifeminismus’ schuldig und wird auch aus dem Kollektiv der Feministen verwiesen. Dabei wird man in der Vereinnahmung (oder beim Ausschluss) weder durch die eine noch von der anderen Seite über politische Inhalte aufgeklärt, sondern lediglich über die besondere Bösartigkeit des Gegners.
Für linke Politik, die an Emanzipation aus bestehenden Hierarchien, sozialem Fortschritt und Gleichberechtigung festhält, käme es hingegen darauf an, die Parteinahme gerade nicht daran festzumachen, wer subtiler den anderen niederhalten will. Es geht bei einer Positionierung darum, sich in emanzipatorischen Zielen zu finden und mit Ideen zu solidarisieren und ideengeschichtlich und praktisch sozialen Fortschritt zu etablieren. Diese Vorstellungen und Methoden sind aber im konservativen Feminismus und noch konservativerem Antifeminismus selten bis kaum zu finden.
Aber:
1.) Linke Politik solidarisiert sich nicht mit 'Opfern', der so oder so lautenden Unterdrückungslogik, sondern mit politischen und gesellschaftlichen Zielen, die über jede Art von Unterdrückung und Ausbeutung hinausweisen. Der Kampf gegen Ausbeutung ist überall auf der Welt und aus jeder Position legitim. Die Legitimität dieses Widerstandsrechtes begründet sich in der Ausbeutung selbst – sie sagt aber nichts über die sonstigen politischen Ziele der Protagonisten aus. Maßstab für linke Familienpolitik kann jedoch nicht der im Grundgesetz verankerte Schutz der Ehe (als Keimzelle des Staates) sein, sondern die Mittel und Ziele, die über jede Form von Vorschrift hinausweisen, in diesem Sinne ist die Autonomie und Emanzipation der Individuen oberste Zielsetzung – und nicht die Normierung zwischenmenschlicher Beziehung.
2.) Linke Politik wird nicht Unrecht mit Unrecht vergelten. Opfersein schützt nicht vor Täterschaft. Wer aber gezielt › die Männer‹, ›die Frauen‹ angreift bzw. zur Geisel polemischer Auseinandersetzungen macht – ob aus Gründen der gefühlten Unter- oder Überlegenheit – macht sich dem Gegner gleich. Es gibt auch darum keinen Grund für linke Politiken, sich mit konservativem Feminismus oder mit dem Antifeminismus bzw. hegemonialer Männlichkeit zu solidarisieren. Wer einen politischen, gesellschaftlichen und moralischen Konflikt in Worten und Taten ‚genderisiert’, wer also politische Ziele undifferenzierter Polemik unterordnet, wer nur das 'falsche' Geschlecht der Unterdrücker beklagt, bekämpft nicht Unterdrückung, sondern reproduziert sie.
3.) Wer den Geschlechterkampf in Deutschland mit Methoden und Zielsetzungen des deutschen Faschismus vergleicht ('Femifaschismus', die Behauptung eines ›Holocaust/Shoah an Männern oder Frauen‹), kritisiert nicht die derzeitigen Verhältnisse, sondern beweist nur einen undifferenzierten und kritikwürdigen Umgang mit dem Begriff ›Faschismus‹.
4.) Linke Familienpolitik ist auch in Deutschland schwach und einflusslos. Doch sie hat hier, in demokratisch gesicherten Verhältnissen, das Privileg und die Chance, denen zu widersprechen, die nur noch auf anrührende Weise der Logik der Ausbeutung das Wort reden (sei es in Form eines angenommenen Rechts der Männer auf ‚Selbstverteidigung’ oder das Recht der Frauen, auf ‚Vergeltung’).
5.) Laut der Sinus-Milieustudie „Diskriminierung im Alltag“ fühlen sich 11 % der Frau und 2 % der Männer auf Grund ihres Geschlechts diskriminiert. Geschlechterpolitik, die sich auf Diskriminierungslogik stützt, ist und bleibt auch langfristig Minderheitenpolitik. Weder ist Opfer echter oder gefühlter Diskriminierung eine moralische Leere eingeschrieben. Objektive Betrachtung gesellschaftlicher Zustände kommt ohne Schuldzuweisung aus und spart sich unseriöse Manipulationen. Die europäischen Privilegien ungenutzt zu lassen oder sich auf historische Ungerechtigkeiten zu berufen, vergibt die Chance sich am aktuellen Geschehen aktiv zu beteiligen.
6.) Linker Feminismus übt keinen Verrat am Leben. Stehen Forderungen wie ein „Recht auf Abtreibung“, Zugang für Frauen zur Bundeswehr, Alimentierung, Arbeitszwang, Antiislamismus und Frauenprivilegierung auf der eigenen Agenda steht die Emanzipation - auch der Frauen - auf tönernen Füßen. Versuche, die Verantwortungsflucht der Männer zu beklagen (Zeugungsstreik, Alimentationsflucht etc.) und die Verantwortungsflucht der Frauen (geminderte Erwerbsobliegenheit, Abtreibung) im Namen feministischer Politik zu legalisieren, dürfen nicht hingenommen werden. Es gibt keinen Widerspruch zwischen Selbstbestimmung und Elternschaft. Fortpflanzung ist ein Menschenrecht.
Innerhalb bundesdeutscher Familienpolitik, aber auch darüber hinaus, reiben sich im öffentlichen Raum seit Jahren zwei Positionen: Die von sogenannten ‚Antifeministen’ dominierte ›Befreit-den-Mann‹- Haltung und die von bürgerlich-feministischen Gruppierungen dominierte ›Helft-der-Frau‹-Solidarität – die schlechteste und billigste Kopie des dualistischen Links- vs. Rechtsextremismus. Mit viel Getöse wird vom Bedrohungszenario ‚Gender’ bis zum kleinen und großen Unterschied jedes Register der politischen und unpolitischen Auseinandersetzung bedient. Es tobt der 'Geschlechterkampf'. Unter dem Vorwand „Gleichberechtigung“ werden irrationale Feindbilder vom Mann als ewigem Täter und der Frau als ewigem Opfer verbreitet. (Aktuelles Beispiel: Release' Ausfälle gegen allein erziehende Väter als sexuelle Bedrohung ihrer heranwachsenden Töchter.)
Ihre Vertreter nutzen Debatten über den Feminismus im Allgemeinen, und über Misandrie unter Feministinnen im Besonderen (Projektion der eigenen Fantasien), um als besorgte Beobachter getarnt den Einfluss rechtspopulistischer, rechtsintellektueller, antiemanzipatorischer und christlich-fundamentalistischer Gruppen auf die öffentliche Kommunikation zu steigern. Auch die Linke ist vor deren sinnentstellenden Argumenten und simplen Erklärungsmustern nicht gefeit.
Die Szene der Antifeministen sieht im Feminismus und auch im "Gender Mainstreaming" eine wachsende Bedrohung der (männlichen) Gegenwart. Sie steht seriösen Beobachtern fern, die bestimmte feministische Organisationen, ihr Programm oder Handeln kritisieren, ebenso den Wissenschaftlern, sozialen und pädagogischen Fachkräften oder den Interessengruppen, die sich mit klar definierten und empirisch belegbaren Phänomenen auseinandersetzen. Ihr übliches Handwerk sind Unterstellungen und unbelegte Lügen. Den „Antifeministen“ geht es vielmehr darum, einen Generalverdacht gegen Frauen zu verbreiten (Kindsmörderin, Kuckucksmutter, geldgierige Schlampe), den Vorwurf, der Feminismus sei eine Gewaltideologie schlechthin und so familien -, männer-, kinder- und demokratiefeindlich, dass die Integration seiner Anhängerinnen in demokratische Gesellschaften scheitern müsse und nicht zu wünschen sei.
Man griffe zu kurz, interpretierte man diese Szene nur als extreme Reaktion auf die westdeutsche – teils totalitäre und autoritäre - Frauenbewegung um Alice Schwarzer oder gegen angebliche „femifaschisierte“ Lebenswirklichkeiten. Die antifeministische Propaganda wurzelt tiefer. Sie radikalisiert die populistische und extremistische Rhetorik der achtziger und neunziger Jahre gegen eine befürchtete Überfremdung, gegen Emanzipation, gegen die 68er und gegen die Linke ansich. Sahen die Agitatoren damals in Frauen, vor allem in Feministinnen lediglich Männerhasserinnen, FaschistInnen, verkrachte Existenzen und Kriminelle, erscheint die proklamierte Gefahr heute größer: Deutschen Männer drohe, so der Kernbegriff der Propaganda, eine „Femifaschisierung“, ein feministischer Faschismus, der von der zivilisierten Welt und vor allem von den Männern wenig übrig lassen würde. Auf der anderen Seite begibt sich Alice Schwarzer mit ihrer „Islamkritik“ in die Nähe fremdenfeindlicher Ressentiments, die nur zu gern von islamophoben Agitatoren übernommen werden; im Namen der unterdrückten Islamistinnen müsse die Islamisierung Europas und des Orients unterbunden werden. Beide rhetorischen Muster folgen extremistischen Traditionen.
Denn nicht die beeindruckenden Ideen und politischen Praxen der Protagonisten, sondern das jeweils schlimmere Gegenüber – wenn auch häufig subtil und nicht immer – soll eine geschlechtersolidarische Parteinahme begründen: Wer gegen Feminismus ist, läuft Gefahr von Antifeministen vereinnahmt zu werden und wer in deren Definition für die Unterdrückung der Männer ist (für diesen Vorwurf reicht es, gegen die Unterdrückung der Frauen zu sein und entsprechende Gleichstellungsmaßnahmen zu rechtfertigen) wird als "Femifaschist_In" oder "lila Pudel" stigmatisiert und aus der Diskussion ausgeschlossen. Wer sich aber gegen die Ausbeutung der Männer ausspricht (und sei es „nur“ vom marxistischen Ansatz, sprich: ‚dialektisch’ mit Fokus auf die Produktionsverhältnisse unter denen aktuell vor allem Männer leiden), macht sich des ‚Antifeminismus’ schuldig und wird auch aus dem Kollektiv der Feministen verwiesen. Dabei wird man in der Vereinnahmung (oder beim Ausschluss) weder durch die eine noch von der anderen Seite über politische Inhalte aufgeklärt, sondern lediglich über die besondere Bösartigkeit des Gegners.
Für linke Politik, die an Emanzipation aus bestehenden Hierarchien, sozialem Fortschritt und Gleichberechtigung festhält, käme es hingegen darauf an, die Parteinahme gerade nicht daran festzumachen, wer subtiler den anderen niederhalten will. Es geht bei einer Positionierung darum, sich in emanzipatorischen Zielen zu finden und mit Ideen zu solidarisieren und ideengeschichtlich und praktisch sozialen Fortschritt zu etablieren. Diese Vorstellungen und Methoden sind aber im konservativen Feminismus und noch konservativerem Antifeminismus selten bis kaum zu finden.
Aber:
1.) Linke Politik solidarisiert sich nicht mit 'Opfern', der so oder so lautenden Unterdrückungslogik, sondern mit politischen und gesellschaftlichen Zielen, die über jede Art von Unterdrückung und Ausbeutung hinausweisen. Der Kampf gegen Ausbeutung ist überall auf der Welt und aus jeder Position legitim. Die Legitimität dieses Widerstandsrechtes begründet sich in der Ausbeutung selbst – sie sagt aber nichts über die sonstigen politischen Ziele der Protagonisten aus. Maßstab für linke Familienpolitik kann jedoch nicht der im Grundgesetz verankerte Schutz der Ehe (als Keimzelle des Staates) sein, sondern die Mittel und Ziele, die über jede Form von Vorschrift hinausweisen, in diesem Sinne ist die Autonomie und Emanzipation der Individuen oberste Zielsetzung – und nicht die Normierung zwischenmenschlicher Beziehung.
2.) Linke Politik wird nicht Unrecht mit Unrecht vergelten. Opfersein schützt nicht vor Täterschaft. Wer aber gezielt › die Männer‹, ›die Frauen‹ angreift bzw. zur Geisel polemischer Auseinandersetzungen macht – ob aus Gründen der gefühlten Unter- oder Überlegenheit – macht sich dem Gegner gleich. Es gibt auch darum keinen Grund für linke Politiken, sich mit konservativem Feminismus oder mit dem Antifeminismus bzw. hegemonialer Männlichkeit zu solidarisieren. Wer einen politischen, gesellschaftlichen und moralischen Konflikt in Worten und Taten ‚genderisiert’, wer also politische Ziele undifferenzierter Polemik unterordnet, wer nur das 'falsche' Geschlecht der Unterdrücker beklagt, bekämpft nicht Unterdrückung, sondern reproduziert sie.
3.) Wer den Geschlechterkampf in Deutschland mit Methoden und Zielsetzungen des deutschen Faschismus vergleicht ('Femifaschismus', die Behauptung eines ›Holocaust/Shoah an Männern oder Frauen‹), kritisiert nicht die derzeitigen Verhältnisse, sondern beweist nur einen undifferenzierten und kritikwürdigen Umgang mit dem Begriff ›Faschismus‹.
4.) Linke Familienpolitik ist auch in Deutschland schwach und einflusslos. Doch sie hat hier, in demokratisch gesicherten Verhältnissen, das Privileg und die Chance, denen zu widersprechen, die nur noch auf anrührende Weise der Logik der Ausbeutung das Wort reden (sei es in Form eines angenommenen Rechts der Männer auf ‚Selbstverteidigung’ oder das Recht der Frauen, auf ‚Vergeltung’).
5.) Laut der Sinus-Milieustudie „Diskriminierung im Alltag“ fühlen sich 11 % der Frau und 2 % der Männer auf Grund ihres Geschlechts diskriminiert. Geschlechterpolitik, die sich auf Diskriminierungslogik stützt, ist und bleibt auch langfristig Minderheitenpolitik. Weder ist Opfer echter oder gefühlter Diskriminierung eine moralische Leere eingeschrieben. Objektive Betrachtung gesellschaftlicher Zustände kommt ohne Schuldzuweisung aus und spart sich unseriöse Manipulationen. Die europäischen Privilegien ungenutzt zu lassen oder sich auf historische Ungerechtigkeiten zu berufen, vergibt die Chance sich am aktuellen Geschehen aktiv zu beteiligen.
6.) Linker Feminismus übt keinen Verrat am Leben. Stehen Forderungen wie ein „Recht auf Abtreibung“, Zugang für Frauen zur Bundeswehr, Alimentierung, Arbeitszwang, Antiislamismus und Frauenprivilegierung auf der eigenen Agenda steht die Emanzipation - auch der Frauen - auf tönernen Füßen. Versuche, die Verantwortungsflucht der Männer zu beklagen (Zeugungsstreik, Alimentationsflucht etc.) und die Verantwortungsflucht der Frauen (geminderte Erwerbsobliegenheit, Abtreibung) im Namen feministischer Politik zu legalisieren, dürfen nicht hingenommen werden. Es gibt keinen Widerspruch zwischen Selbstbestimmung und Elternschaft. Fortpflanzung ist ein Menschenrecht.