Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hitler und die Mitschuld der SPD
Agent Smith
04.08.09, 09:51
Daß die parlamentarische Demokratie funktionsunfähig wurde, daran hatte der Reichspräsident keinen Anteil, wohl aber die Parteien, an der Spitze die SPD. Sie stürzte 1930 ihren Reichskanzler Hermann Müller, weil sich die Parteien nicht über die Höhe der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung einig werden konnten, und verhinderte fast drei Jahre lang parlamentarische Mehrheiten, um einen neuen Reichskanzler zu wählen. Und das inmitten der Weltwirtschaftskrise, die die Arbeitslosenzahlen in die Höhe und die deutsche Wirtschaft in den Abgrund trieb!
Quelle: Letztes Hindernis vor dem Führerstaat (http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M5c916969d39.0.html)
Interessante These. Mann sollte nie den Sozis unter die Nase halten, wenn sie in dieser Frage wieder mal mit den Fingern auf andere zeigen.
Demokratie und was sie aus einem macht... wenn das die alten Griechen gewusst hätten...
Eugen_Levine
04.08.09, 10:10
Nun, die SPD weist ja gebetsmühlenartig darauf hin dass "nur sie" weiland gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt hätte. Sie vergisst dabei gerne:
1. Die KPD konnte bereits nicht mehr gegen das Ermächtigungsgesetz stimmen und wie es um die "Klassensolidarität" der SPD mit der KPD bestimmt war das sah man vor 1933.
2. Das "mutige" stimmen gegen das Ermächtigungsgesetz stand bereits vorab als "sinnlos" fest. Die SPD "ehrte" aber diese Parlamentsfarce durch ihre Anwesenheit (einer Anekdote zur Folge rief ja der Reichstagspräsident Göring persönlich einige übereifrige SAler zur Ordnung als diese auch einige SPDler am Betreten der Krolloper hindern wollten). Nur ein Boykott (und die SPD boykottierte viele Sitzungen wie heute ja noch jeder brave Demokrat aus dem Gemeindesaal rennt wenn ein böser ProKölner etc. spricht) der Abstimmung hätte vielleicht Hindenburg an der Unterschrift gehindert, noch heute mag man 99,9% als Ergebnis nicht besonders (außer bei der Wahl zu einem Parteivorsitzenden...).
Na ja, die Jahre von 1933-1939 zählen ja zu den glücklichsten der deutschen Geschichte. Insofern war es ganz gut, daß niemand Adolf Hitler verhindert hat.
Na ja, die Jahre von 1933-1939 zählen ja zu den glücklichsten der deutschen Geschichte. Insofern war es ganz gut, daß niemand Adolf Hitler verhindert hat.
darüber lässt sich streiten:banana:
Wenn man von Schuld überhaupt reden kann,dann war es die KPD,die ab 1930 die SPD zusammen mit der NSDAP bekämpften,die KPD nannte die SPD die "Sozialfaschisten"
Es gab viele gemeinsame Veranstaltungen von KPD und NSDAP wo meistens Walter Ulbricht und Goebbels gemeinsam als Redner auftraten.Hätte KPD und SPD 1932 eine Koalition gebildet dann wäre die NSDAP nie an die Macht gekommen,aber die Befehle aus Moskau lauteteten anders.
Wenn man von Schuld überhaupt reden kann,dann war es die KPD,die ab 1930 die SPD zusammen mit der NSDAP bekämpften,die KPD nannte die SPD die "Sozialfaschisten"
Es gab viele gemeinsame Veranstaltungen von KPD und NSDAP wo meistens Walter Ulbricht und Goebbels gemeinsam als Redner auftraten.Hätte KPD und SPD 1932 eine Koalition gebildet dann wäre die NSDAP nie an die Macht gekommen,aber die Befehle aus Moskau lauteteten anders.
hast du quellen dafür?
hast du quellen dafür?
Mußte mal Googeln nach Fotos von Goebbels und Ulbricht als Redner im Berliner Poststadion 1932(ungfähr)
Mußte mal Googeln nach Fotos von Goebbels und Ulbricht als Redner im Berliner Poststadion 1932(ungfähr)
Das liest sich so friedlich, wie es aussieht. Da die nationalsozialistische Kampagne gegen die preußischen Sozialdemokraten im Sommer desselben Jahres auf Geheiß Stalins von den Kommunisten hatte unterstützt werden müssen und Ulbricht die Direktiven aus Moskau rascher und bedenkenloser befolgt hatte als der Parteiführer Thälmann selber, lag der Kurzschluß nahe. Was es mit dem Bilde wirklich auf sich hat, teilte uns jetzt ein Augenzeuge jener Versammlung, der Schweizer Publizist Fritz Rene Allemann, mit: „Die Veranstaltung im Saalbau Friedrichshain, auf der das Photo gemacht wurde, war keineswegs, wie Ihr Text vermuten läßt, eine gemeinsame Kundgebung von KPD und NSDAP, sondern eine (von der NSDAP einberufene) kontradiktorische Versammlung, die der Auseinandersetzung zwischen Rechtsund Linksradikalen dienen sollte und. an der die Nazis Ulbricht eine gewisse Redezeit eingeräumt hatten. Der Versuch einer Diskussion, die alles andere als freundschaftlich geführt wurde, endete, sobald Goebbels im Anschluß an Ulbricht das Wort. ergriffen hatte, mit einer blutigen Saalschlacht zwischen den Anhängern beider Parteien.
http://www.zeit.de/1969/40/Was-geschah-in-Friedrichshain
Daß die parlamentarische Demokratie funktionsunfähig wurde, daran hatte der Reichspräsident keinen Anteil, wohl aber die Parteien, an der Spitze die SPD. Sie stürzte 1930 ihren Reichskanzler Hermann Müller, weil sich die Parteien nicht über die Höhe der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung einig werden konnten, und verhinderte fast drei Jahre lang parlamentarische Mehrheiten, um einen neuen Reichskanzler zu wählen. Und das inmitten der Weltwirtschaftskrise, die die Arbeitslosenzahlen in die Höhe und die deutsche Wirtschaft in den Abgrund trieb!
Quelle: Letztes Hindernis vor dem Führerstaat (http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M5c916969d39.0.html)
Interessante These. Mann sollte nie den Sozis unter die Nase halten, wenn sie in dieser Frage wieder mal mit den Fingern auf andere zeigen.
Bin mir unsicher,
ob man in dieser wichtigen Frage die von dir genannte Quelle alks seriös betrachten darf.
Ich meine schon, daß Hindenburg eine Mitschuld am Aufstieg Hitlers trägt.
Allerdings ist einschränkend zu sagen, daß der alte Herr zunehmend dem Einfluß seiner Hof-Kamarilla unterlag, angeführt von seinem Sohn Oskar.
http://www.zeit.de/1969/40/Was-geschah-in-Friedrichshain
Die Zeit ist nun mal nicht die beste Quelle,dann googel doch mal nach den Strassenbahner Streik(etwa 1930-32)
Demokratie und was sie aus einem macht... wenn das die alten Griechen gewusst hätten...
...und was folgerst Du daraus?
Agent Smith
04.08.09, 18:50
Bin mir unsicher,
ob man in dieser wichtigen Frage die von dir genannte Quelle alks seriös betrachten darf.
Ich meine schon, daß Hindenburg eine Mitschuld am Aufstieg Hitlers trägt.
Allerdings ist einschränkend zu sagen, daß der alte Herr zunehmend dem Einfluß seiner Hof-Kamarilla unterlag, angeführt von seinem Sohn Oskar.
Was heißt seriös? Der Autor äußerst eine These. Dazu kann man eine Meinung haben oder auch nicht. Für mich klingt der Ansatz plausibel. Die Sozis respektive "die Demokraten" haben durch ihr Verhalten Hitler ermöglicht. Heute verhalten sich Parteien nicht anders als damals. Warum gibt es sonst fast 50 Prozent Nichtwähler?
Die Zeit ist nun mal nicht die beste Quelle,dann googel doch mal nach den Strassenbahner Streik(etwa 1930-32)
was ist deiner meinung nach die beste quelle?
die zeit ist eine hochseröse zeitung .
was ist deiner meinung nach die beste quelle?
die zeit ist eine hochseröse zeitung .
Weiß ich jetzt auch nicht,die sprechen von Friedrichshain,aber es gab im Berliner Poststadion eine Großveranstaltung wo Ulbricht und Goebbels gemeinsam am Tisch saßen und auserdem gab es viele Veranstaltungen von KPD und NSDAP.Die Zeit versucht Tatsachen zu verdehen.
Weiß ich jetzt auch nicht,die sprechen von Friedrichshain,aber es gab im Berliner Poststadion eine Großveranstaltung wo Ulbricht und Goebbels gemeinsam am Tisch saßen und auserdem gab es viele Veranstaltungen von KPD und NSDAP.Die Zeit versucht Tatsachen zu verdehen.
dann will ich von dir nciht die aufforderung zum googlen sehen sondern handfeste und seriöse quellen (nicht zb. ein nazi-blog)
...und was folgerst Du daraus?
Das sich der Mensch mal wieder etwas neues einfallen lassen sollte - die Demokratie ist längst überholt. Anarchie liegt derzeit wieder im Trend.
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