Gandolf
02.08.09, 17:51
Ortstermin:Wuppertal
Thomas Kik, Büroangestellter und REP-Kandidat für den Rat der Stadt Wuppertal schwitzt stark, seine Hirschzahnapplikationen auf dem Revers zittern nervös. Heute ist er Hauptredner auf einer Veranstaltung der REPs. Sie wollen ins Wuppertaler Rathaus einmarschieren. Er wird sagen, alle müssten sparen, auch die Stadt. Er will für Wuppertal 50 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Auf die Frage hin wie er das denn wohl bewerkstelligen möchte, antwortet er schlagfertig unter lüften seiner Nickelbrille: „Mit Verwaltungen kenne ich mich aus!“ und grinst mich bedeutungsschwanger an.
Gut..., denke ich so bei mir, klar, er ist ja immerhin Büroangestellter. Ich Dössbaddel. Da traue ich mich kaum noch weitere Fragen zu seinem Parteiprogramm zu stellen; und das ist umfangreich. Den Einzelhandel wollen sie wiederbeleben, Kindergärten sollen billiger werden und Parkplätze für die Anwohner der Innenstadt wollen sie sich auch aus den Rippen schneiden. Das Publikum, das sich augenscheinlich aus der örtlichen, geriatrischen Klinik rekrutiert, wedelt – langsam- mit kleinen REP-Flaggen und freut sich darauf, dass die Hundesteuer gesenkt werden soll, und auf ein Stückchen Kuchen. Da hat Wolfgang Schulze, Karosseriebauer und REP-Kandidat für den Kreis Barmen schon ganz andere Aufgaben vor Augen. Er will 100 Millionen Euro einsparen, es soll sofort „Schluß“ sein mit diesen Cross-Border-Finanzspekulationen. Was das denn sein soll, versickert auf Nimmerwiedersehen in den sedierten Gehirnen seines Publikums. Ich lerne noch Wolfgang Stock kennen, Kandidat des Bezirks Hecklinghausen, der 200 Millionen einsparen will und mehr Transparenz in der Politik fordert. Applaus.
Mit hochroten Gesichtern versuchen die Kandidaten im Laufe der Veranstaltung das Publikum zu begeistern. Doch echte Begeisterungsfähigkeit scheint der Jugend vorbehalten zu sein. 100 Millionen mehr oder weniger beeindrucken hier niemanden. Das wahlkampfimmanente Credo aller Parteien, hier das der Republikaner, scheint auf Gegenliebe zu stoßen:
Machen Sie uns stark und Ihre Wünsche werden wahr.
:-)
Thomas Kik, Büroangestellter und REP-Kandidat für den Rat der Stadt Wuppertal schwitzt stark, seine Hirschzahnapplikationen auf dem Revers zittern nervös. Heute ist er Hauptredner auf einer Veranstaltung der REPs. Sie wollen ins Wuppertaler Rathaus einmarschieren. Er wird sagen, alle müssten sparen, auch die Stadt. Er will für Wuppertal 50 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Auf die Frage hin wie er das denn wohl bewerkstelligen möchte, antwortet er schlagfertig unter lüften seiner Nickelbrille: „Mit Verwaltungen kenne ich mich aus!“ und grinst mich bedeutungsschwanger an.
Gut..., denke ich so bei mir, klar, er ist ja immerhin Büroangestellter. Ich Dössbaddel. Da traue ich mich kaum noch weitere Fragen zu seinem Parteiprogramm zu stellen; und das ist umfangreich. Den Einzelhandel wollen sie wiederbeleben, Kindergärten sollen billiger werden und Parkplätze für die Anwohner der Innenstadt wollen sie sich auch aus den Rippen schneiden. Das Publikum, das sich augenscheinlich aus der örtlichen, geriatrischen Klinik rekrutiert, wedelt – langsam- mit kleinen REP-Flaggen und freut sich darauf, dass die Hundesteuer gesenkt werden soll, und auf ein Stückchen Kuchen. Da hat Wolfgang Schulze, Karosseriebauer und REP-Kandidat für den Kreis Barmen schon ganz andere Aufgaben vor Augen. Er will 100 Millionen Euro einsparen, es soll sofort „Schluß“ sein mit diesen Cross-Border-Finanzspekulationen. Was das denn sein soll, versickert auf Nimmerwiedersehen in den sedierten Gehirnen seines Publikums. Ich lerne noch Wolfgang Stock kennen, Kandidat des Bezirks Hecklinghausen, der 200 Millionen einsparen will und mehr Transparenz in der Politik fordert. Applaus.
Mit hochroten Gesichtern versuchen die Kandidaten im Laufe der Veranstaltung das Publikum zu begeistern. Doch echte Begeisterungsfähigkeit scheint der Jugend vorbehalten zu sein. 100 Millionen mehr oder weniger beeindrucken hier niemanden. Das wahlkampfimmanente Credo aller Parteien, hier das der Republikaner, scheint auf Gegenliebe zu stoßen:
Machen Sie uns stark und Ihre Wünsche werden wahr.
:-)