Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist Sozialismus durchührbar?
Mir stellt sich dir Frage: Ist Sozialismus durchführbar und/oder gar nötig?
Bisher ist in jedem sozialistischen Systeme die Wirtschaft zusammengebrochen, aber kann die Wirtschaft mit Sozialismus überleben?
Was ist überhaupt so toll an Sozialismus, er verbietet u. a. Gewerkschaften und verschlechtert so die Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer und löst das Privateigentum auf und verschlechtert so die Bedingungen für Arbeitgeber.
Wie kann man also ernsthaft noch Sozialist sein oder sind alle Sozialisten nur Mitläufer?
Du hast recht, es sind bereits viele Verbrechen in sog. "sozialistischen" Regimen begangen worden, doch die Frage ist, inwiefern man hier wirklich von Sozialismus hier sprechen kann.
Die liberale Wirtschaft ist wohl die beste Propaganda für den Sozialismus, da diese sozialdarwinistisch ist. Beim freien Wettbewerb bleiben die kleinen Unternehmen auf dre Strecke, Menschen verlieren ihre Arbeit, etc.
Das sich grade Sozialschwächere diesem Gesetz des Dschungels entziehen wollen ist verständlich. Und das der Sozialismus auch grade für diese Menschen ein Hoffnungsschimmer ist, ist noch verständlicher.
Silberkugel
16.10.09, 22:44
Auflösung des Privateigentums ist Kommunismus.
Sozialismus bedeutet die Sozialisierung der Produktionsmittel. Inwieweit diese Produktionsmittel dann effektiv genutzt werden, steht wieder auf einem anderen Blatt. Am besten geschieht dies wohl durch Wettbewerb, also der volkseigenen Wirtschaft jemanden gegenüber stellen, nämlich Mittelstand und kleine Unternehmer. Ebenso muß natürlich das Leistungsprinzip erhalten bleiben.
Der Nationalsozialismus wiederum will den Menschen selbst sozialisieren, eine Volksgemeinschaft, in der das Gemeinwohl wichtiger als das Einzelanliegen ist.
Du hast recht, es sind bereits viele Verbrechen in sog. "sozialistischen" Regimen begangen worden, doch die Frage ist, inwiefern man hier wirklich von Sozialismus hier sprechen kann.
Die liberale Wirtschaft ist wohl die beste Propaganda für den Sozialismus, da diese sozialdarwinistisch ist.
Für Wesen, die sich in der Freiheit schlecht selbst fortpflanzen können, ist ein sozialistisches Zoo (Survival of the Unfittest) in der Tat ein Paradies.
In diesem Sinne ist mir auf die lange Sich doch der Sozialdarwinismus lieber.
Beim freien Wettbewerb bleiben die kleinen Unternehmen auf dre Strecke, Menschen verlieren ihre Arbeit, etc.
... und bei der "Planwirtschaft" siechen alle gleichermaßen dahin, außer denen natürlich, die gleicher als die gleichen sind. Toll. Alle haben "Arbeit" , arbeiten auch nicht - auch toll. Und Dir, dem linken satten Punker, hätte man in meinem Heimatland den Irokesen abrasiert, die Klamotten am Leibe gebügelt und Dir Deinen Hund zum Essen serviert. Damit Du den Kollektiv nicht in die Irre führst.
Das sich grade Sozialschwächere diesem Gesetz des Dschungels entziehen wollen ist verständlich. Und das der Sozialismus auch grade für diese Menschen ein Hoffnungsschimmer ist, ist noch verständlicher.:haha:
Da lebt einer in einem Sozialparadies Deutschland und schwadroniert vom "Dschungel" und "Hoffnungsschimmern".
Putzig.
Klein Verbesserung asozial Paradies Deutschland.
Wirtschaft behindert die Zivilisation. Wozu wäre die Menschheit fähig wenn nicht ständig das Geld fehlen würde ? Wenn es nach mir ginge würde man das Finanzsystem komplett abschaffen und zum Warenhandel zurückkehren, wo dann der Grundsatz der Alchemie gilt: äquivalenter Tausch.
Oder eben die Volksgemeinschaft wo jeder jedem hilft, was im Grunde nur eine etwas geordnetere Version des obigen ist, nur tut man es halt der Nächstenliebe wegen.
Du hast recht, es sind bereits viele Verbrechen in sog. "sozialistischen" Regimen begangen worden, doch die Frage ist, inwiefern man hier wirklich von Sozialismus hier sprechen kann.
Von Verbrechen hab Ich nicht geredet.
Die liberale Wirtschaft ist wohl die beste Propaganda für den Sozialismus, da diese sozialdarwinistisch ist. Beim freien Wettbewerb bleiben die kleinen Unternehmen auf dre Strecke, Menschen verlieren ihre Arbeit, etc.
Frage Dich mal warum diese auf der stecke bleiben.
Wenn Ich eine Bäckerei aufmachen will, es in meinem Dorf schon zwei Bäcker gibt und Ich die Bäckerei wirklich noch aufmache, muss Ich mich fragen in wie fern Ich zum führen eines Geschäftes in der lage bin.
Auflösung des Privateigentums ist Kommunismus.
Jain - das ist wie mit der alten Frage: Ist das Glas halb leer oder halb voll?
Im Sozialismus gibt es lediglich kein Privateigentum an Produktionsmitteln, der Kommunismus hebt das Privateigentum dahingehend vollkommen auf.
Sozialismus bedeutet die Sozialisierung der Produktionsmittel. Inwieweit diese Produktionsmittel dann effektiv genutzt werden, steht wieder auf einem anderen Blatt. Am besten geschieht dies wohl durch Wettbewerb, also der volkseigenen Wirtschaft jemanden gegenüber stellen, nämlich Mittelstand und kleine Unternehmer. Ebenso muß natürlich das Leistungsprinzip erhalten bleiben.
Die Frage die sich mir stellt ist, in wie weit existiert Wettbewerb wenn Produktionsmittel an die Konkurrenz weggegeben werden?
Der Nationalsozialismus wiederum will den Menschen selbst sozialisieren, eine Volksgemeinschaft, in der das Gemeinwohl wichtiger als das Einzelanliegen ist.
Das will der Sozialismus genauso [1], nur mit dem Unterschied daß es im Nationalsozialismus noch Privateigentum an Produktionsmitteln gab. Das aber auch eher nur damit Hitler die Unterstützung der Firmenbesitzer bekam, soweit Ich weiß.
[1]
S. ist eine politische Weltanschauung, die darauf abzielt, eine solidarische Gesellschaft zu schaffen, in der die Grundwerte Freiheit und Gleichheit verwirklicht werden.
http://www1.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=2JPF7G
..
Mein lieber Tabasco,
Die Frage war lediglich, was Leute dazu bewegt, mit dem Sozialismus zu liebäugeln. Das habe ich versucht daran zu beantworten, indem ich die größte Gruppe genannt habe, die sich linksaußen-Theorien am meisten hingeben. Das sind nunmal die Sozialschwachen, die eben solche Erfahrungen machen und gemacht haben. Ob dieser dann besser ist als das Bestehende sei nun dahin gestellt. Auf jeden Fall steht er für Veränderung.
Ich bin sehr froh über den Sozialstaat. Doch wird dieser durch die Liberalen gefährdet.
@Rockstar: Nehmen wir z.B. zwei Bratwurstbuden. Normalerweise sollte es so sein wie du es beschrieben hast, aber ich sprach von Großunternehmen. Wenn hier nun z.B. McDonadls eine Filiale eröffnet, was meinst du, welche Läden dann erhebliche Einbuße machen würden? Richtig. Das McDonalds-Unternehmen hat im Gegensatz zum Bratwurstmann das Kapital, um diesen einfach zu schlucken
Eines gilt in jedem System: Wo der Staat Eigentum oder Geld in die Klauen kriegt geht Geld und Wert verloren.
Sauerländer
17.10.09, 16:28
Frage Dich mal warum diese auf der stecke bleiben.
Nun gibt es eben Menschen, die die Antwort auf diese Frage dem Sozialismus eher annähert, als sie davon zu entfernen, wie ich als einer dieser Menschen anmerken möchte.
Frage Dich mal warum diese auf der stecke bleiben.
Wenn Ich eine Bäckerei aufmachen will, es in meinem Dorf schon zwei Bäcker gibt und Ich die Bäckerei wirklich noch aufmache, muss Ich mich fragen in wie fern Ich zum führen eines Geschäftes in der lage bin.
Wenn in Deinem Dorf mangels Gewinnaussicht überhaupt kein Bäcker ein Geschäft eröffnet,-
dann ist das Marktwirtschaft.
In einem sozialistischem Dorf würde der Staat,-
zum Wohle der Dorfbewohner,-
einen Bäckerladen eröffnen,-
auch ohne Gewinnaussicht !
Nun kann jeder für sich entscheiden,
ob Marktwirtschaft oder Sozialismus besser ist........:)
@Rockstar: Nehmen wir z.B. zwei Bratwurstbuden. Normalerweise sollte es so sein wie du es beschrieben hast, aber ich sprach von Großunternehmen. Wenn hier nun z.B. McDonadls eine Filiale eröffnet, was meinst du, welche Läden dann erhebliche Einbuße machen würden? Richtig. Das McDonalds-Unternehmen hat im Gegensatz zum Bratwurstmann das Kapital, um diesen einfach zu schlucken
"Schlucken" wäre ein Verkauf an McDonalds. Das würde Gewinn bedeuten und wenn der Herr mit der Bartwurstbude schlau ist, nimmt er das Geld und macht seine Bratwurstbude dort auf, wo er bessere Bedingungen hat.
Wenn in Deinem Dorf mangels Gewinnaussicht überhaupt kein Bäcker ein Geschäft eröffnet,-
dann ist das Marktwirtschaft.
In einem sozialistischem Dorf würde der Staat,-
zum Wohle der Dorfbewohner,-
einen Bäckerladen eröffnen,-
auch ohne Gewinnaussicht !
Nun kann jeder für sich entscheiden,
ob Marktwirtschaft oder Sozialismus besser ist........:)
Der Staat soll also Geld das er nie wieder bekommt in ein Verlustgeschäft stecken? Was glaubst Du, wie lange wird so ein Staat wohl noch Geld haben, bevor er zusammenbricht?
Nun gibt es eben Menschen, die die Antwort auf diese Frage dem Sozialismus eher annähert, als sie davon zu entfernen, wie ich als einer dieser Menschen anmerken möchte.
Nun, so ist die freie Marktwirtschaft halt. Ist es Dir lieber wenn es so ist wie in Fastrechts Beitrag?
[QUOTE=Rockstar;50703
Der Staat soll also Geld das er nie wieder bekommt in ein Verlustgeschäft stecken? Was glaubst Du, wie lange wird so ein Staat wohl noch Geld haben, bevor er zusammenbricht?
QUOTE]
Daran ist ja die DDR zerbrochen !
Aber der gute Wille macht ja einen Staat deswegen nicht
unbedingt schlechter,-
jedenfalls nicht, wenn es um die soziale Fürsoge geht,- oder ?
Der Staat soll also Geld das er nie wieder bekommt in ein Verlustgeschäft stecken? Was glaubst Du, wie lange wird so ein Staat wohl noch Geld haben, bevor er zusammenbricht?
Daran ist ja die DDR zerbrochen !
Aber der gute Wille macht ja einen Staat deswegen nicht
unbedingt schlechter,-
jedenfalls nicht, wenn es um die soziale Fürsoge geht,- oder ?
Den Staat nicht, aber der gute Wille macht sich damit selber schlechter wenn er den Staat zerstört.
Die Frage an Dich, was bringt ein guter Wille, wenn er alles in den Ruin treibt?
Wenn der Staat wegen Geldmangel untergeht, dann gibt es auch keine Fürsorge mehr, weil kein Geld mehr da ist, dann kommt wieder der böse Kapitalismus und baut den Staat wieder auf.
Sollten wir dem guten Willen wegen jetzt alternieren im Sinne von, erst baut der böse Kapitalismus auf, dann sind wir wieder sozial und lassen den Sozialismus den Staat wieder zerbrechen und dann baut der Kapitalismus den Staat wieder auf,.... ?
Das kann es nicht sein, oder?
"Schlucken" wäre ein Verkauf an McDonalds. Das würde Gewinn bedeuten und wenn der Herr mit der Bartwurstbude schlau ist, nimmt er das Geld und macht seine Bratwurstbude dort auf, wo er bessere Bedingungen hat.
Mit "schlucken" ist nicht der Verkauf gemeint. Es geht darum, dass seine Lebensgrundlage zerstört wird.
Aus dem Nichts kann man sich nichts neues aufbauen.
Igni et ferro
17.10.09, 20:41
Mit "schlucken" ist nicht der Verkauf gemeint. Es geht darum, dass seine Lebensgrundlage zerstört wird.
Aus dem Nichts kann man sich nichts neues aufbauen.
Doch kann man, oder muß jemand zu dir kommen und dir ein Konzept und Geld vorlegen, oder muß jemand erst ein gutlaufendes Unternehmen gründen und dir zur Übernahme übergeben?
Mit "schlucken" ist nicht der Verkauf gemeint. Es geht darum, dass seine Lebensgrundlage zerstört wird.
Aus dem Nichts kann man sich nichts neues aufbauen.
Warum kommen wohl die Kunden zu McDonalds und nicht zum Würstchenmann?
Doch kann man, oder muß jemand zu dir kommen und dir ein Konzept und Geld vorlegen, oder muß jemand erst ein gutlaufendes Unternehmen gründen und dir zur Übernahme übergeben?
Nicht wenn man aus dem Wettbewerb mit seinem Büdchen durch eine Marktmacht verdrängt wird. Aber ich glaube wir reden hier aneinander vorbei.
Warum kommen wohl die Kunden zu McDonalds und nicht zum Würstchenmann?
Weil es Mc´s durch seine Produktionsmethoden und beschissene Arbeitsbedingungen möglich ist, seinen Pappfraß unter den Marktpreis zu verkaufen, mit dem der Bratwurstmann nicht mithalten könnte.
Weil es Mc´s durch seine Produktionsmethoden und beschissene Arbeitsbedingungen möglich ist, seinen Pappfraß unter den Marktpreis zu verkaufen, mit dem der Bratwurstmann nicht mithalten könnte.
Falsch!
Bratwurstmann: Currywurst mit Pommes = 3,-
McDonalds: Big Mac Menue = 7,-
Nächster Versuch!
Falsch!
Bratwurstmann: Currywurst mit Pommes = 3,-
McDonalds: Big Mac Menue = 7,-
Nächster Versuch!
hamburger,cheeseburger,chickenburger,etc. 1€
Aber nimm den Ausbeuterverein ruhig weiterhin in Schutz ;-)
hamburger,cheeseburger,chickenburger,etc. 1€
Aber nimm den Ausbeuterverein ruhig weiterhin in Schutz ;-)
Mal zwei Fragen: Wirst Du von
1 Hamburger/Cheeseburger satt?
1 Teller mit Currywurst und Pommes satt?
Warum ist McDonalds ein Ausbeuterverein?
Mal zwei Fragen: Wirst Du von
1 Hamburger/Cheeseburger satt?
1 Teller mit Currywurst und Pommes satt?
Warum ist McDonalds ein Ausbeuterverein?
Ich esse nicht bei Mcdonalds aber du bekomst trotzdem die Antwort die du haben willst, ich denke auch, dass man vom Teller satter wird.
Ich kenne einige die dort gearbeitet haben. Man hat seine Stunden abzuarbeiten, aber auch in Bereitschaft zu stehen. Meistens wird einem das 2std. früher gesagt. Wenn man dem nicht nachkommt oder nachkommen kann, muss man nicht mehr wieder kommen.
Eine Freundin hat nach einer Woche gekündigt, weil die Areitsbedingungen zu schlecht waren.
Weitergehend wird der Regenwald in den Amazonasgebieten abgeholzt, um Tiernahrung anzubauen. Na klar, das ist sehr billig, womit man sich auch die Fleischpreise leisten kann.
K.-H. Hirmer
17.10.09, 21:30
Mir stellt sich dir Frage: Ist Sozialismus durchführbar und/oder gar nötig?
Nach meiner Zählung sind mehr als 70(!) Staaten mit dem Sozialismus gescheitert. Und zwar allumfassend!
Allein in der Mao-Biographie (http://www.amazon.de/Leben-eines-Mannes-Schicksal-Volkes/dp/3896672002/ref=sr_11_1/278-6005985-3271710?ie=UTF8&qid=1255807709&sr=11-1) die ich derzeit lese werden auf das Konto der Sozialisten/Kommunisten 70 Millionen(!) Tote gebucht.
Und Du fragst Dich, ob Sozialismus durchführbar ist.
Nur eine Frage an Dich: Wie grenzenlos muss denn ein System totalversagen, bevor Du bereit bist dieses Totalversagen zur Kenntnis zu nehmen?
Müssen für Dich erst buchstäblich alle Menschen (6,7 Mrd.) sterben, bevor Du verstehst, was ein untaugliches politisches System ist?
Ein Autohersteller bedroht kein Elektronikfachgeschäft, das sind 2 völlig verschiedene Geschäftszweige. Und da es bei McDonalds keine Würstchen gibt wird durch ihn auch keine Würstchenbude bedroht.
Ihr habt alle versagt... muahahahahaha :madgrin:
Sauerländer
17.10.09, 21:54
Nun, so ist die freie Marktwirtschaft halt. Ist es Dir lieber wenn es so ist wie in Fastrechts Beitrag?
Ja, so ist die freie Marktwirtschaft halt. Und deshalb bin ich halt dagegen. :augenrollen:
Ja, im Zweifelsfall wäre mir das wohl lieber.
Bestimmte wirtschaftliche Verhältnisse sind kein Naturgesetz, und sie sind erst recht kein Selbstzweck.
Die Geschichte der bisherigen Sozialismusversuche, das kann kaum bestritten werden, ist nicht gerade das, was man "ruhmreich" nennen würde, das ist kaum zu bestreiten. Das liegt zum Teil an grundlegenden Fehlannahmen, zum Teil an den Umständen.
Das halte ich jedoch angesichts dessen, was "wir" stattdessen haben, für kein abschließendes Argument.
Ich esse nicht bei Mcdonalds aber du bekomst trotzdem die Antwort die du haben willst, ich denke auch, dass man vom Teller satter wird.
Es ging darum ob man von 'nem Hamburger/Cheeseburger und was es da nicht noch für 1,- Euro gibt satt wird, nicht ob man satter wird.
Ich kenne einige die dort gearbeitet haben. Man hat seine Stunden abzuarbeiten, aber auch in Bereitschaft zu stehen. Meistens wird einem das 2std. früher gesagt. Wenn man dem nicht nachkommt oder nachkommen kann, muss man nicht mehr wieder kommen.
Ich kenn' einen dem gehört sogar ein Burgerking, schön daß wir beide Leute kennen. :-D
Eine Freundin hat nach einer Woche gekündigt, weil die Areitsbedingungen zu schlecht waren.
Kann Ich nicht verstehen. Man hat einen zimlich leichten Job, man bekommt eine kleine Einweisung und das war es. Dafür gibt es (mein letzter Stand war) 7,- Euro die Stunde.
Ich hab schon für weniger Geld schlechtere Jobs gemacht, aber daß muss wohl jeder für sich entscheiden.
Weitergehend wird der Regenwald in den Amazonasgebieten abgeholzt, um Tiernahrung anzubauen. Na klar, das ist sehr billig, womit man sich auch die Fleischpreise leisten kann.
Der Regenwald wird auch wegen anderen Sachen abgeholzt, das bisschen Regenwald was McDonalds abholzt ist im Gegensatz zu anderen Firmen winzig.
Nach meiner Zählung sind mehr als 70(!) Staaten mit dem Sozialismus gescheitert. Und zwar allumfassend!
Allein in der Mao-Biographie (http://www.amazon.de/Leben-eines-Mannes-Schicksal-Volkes/dp/3896672002/ref=sr_11_1/278-6005985-3271710?ie=UTF8&qid=1255807709&sr=11-1) die ich derzeit lese werden auf das Konto der Sozialisten/Kommunisten 70 Millionen(!) Tote gebucht.
Und Du fragst Dich, ob Sozialismus durchführbar ist.
Nur eine Frage an Dich: Wie grenzenlos muss denn ein System totalversagen, bevor Du bereit bist dieses Totalversagen zur Kenntnis zu nehmen?
Müssen für Dich erst buchstäblich alle Menschen (6,7 Mrd.) sterben, bevor Du verstehst, was ein untaugliches politisches System ist?
Ob ein Staatssystem scheitert hängt sehr mit den Führern des Staates ab, so z. B. bei Mao, dieser hat die Morde befohlen, das lag nicht am Sozialismus. Du bringst da einige Sachen durcheinander.
Ja, so ist die freie Marktwirtschaft halt. Und deshalb bin ich halt dagegen. :augenrollen:
Ja, im Zweifelsfall wäre mir das wohl lieber.
Bestimmte wirtschaftliche Verhältnisse sind kein Naturgesetz, und sie sind erst recht kein Selbstzweck.
Die Geschichte der bisherigen Sozialismusversuche, das kann kaum bestritten werden, ist nicht gerade das, was man "ruhmreich" nennen würde, das ist kaum zu bestreiten. Das liegt zum Teil an grundlegenden Fehlannahmen, zum Teil an den Umständen.
Das halte ich jedoch angesichts dessen, was "wir" stattdessen haben, für kein abschließendes Argument.
Wir haben doch vorhin festgestellt, das nicht ein mal die Ideologie an sich überleben könnte, einfach weil sie zu verschwenderisch ist. Also wo ist das Problem mit dem, was wir jetzt haben? Bisher hält uns das, was wir jetzt haben am Leben.
K.-H. Hirmer
17.10.09, 22:18
Ob ein Staatssystem scheitert hängt sehr mit den Führern des Staates ab, so z. B. bei Mao, dieser hat die Morde befohlen, das lag nicht am Sozialismus. Du bringst da einige Sachen durcheinander.
Na logo.
Die Scheiterhaufen des Mittelalters hatten nichts mit der Lehre des Katholizismus zu tun.
Und der Holocaust nichts mit der Lehre des Nationalsozialismus.
Die Toten des Sozialismus gehen natürlich auf Stalin's, Mao's und Pol Pot's ganz persönliches Konto. Das hat mit deren Lehre hatte das reinganzund garüberhauptsgarnienicht was zu tun.
Ist klar. :augenrollen: :augenrollen: :augenrollen:
Sauerländer
17.10.09, 22:18
Wir haben doch vorhin festgestellt, das nicht ein mal die Ideologie an sich überleben könnte, einfach weil sie zu verschwenderisch ist. Also wo ist das Problem mit dem, was wir jetzt haben? Bisher hält uns das, was wir jetzt haben am Leben.
Der Liberalismus an sich kann auch nicht auf Dauer überleben, im Gegenteil, der ist auf Dauer selbsteliminativ. Das sehen wir ja gerade gegenwärtig. Er zersetzt die Gesellschaft zu reinen Individuen, von denen jedes macht, was es will, und setzt diese materiell dann als Gegner gegeneinander. Man mag das dann als "Wettbewerb" euphemisieren und damit einen Spielcharakter suggerieren, faktisch jedoch ist es ein Gegeneinander zwischen allen, von bisweilen buchstäblich blutigem Ernst. Und da gibt es immer noch Leute, die sich wundern, warum so viele am Ende sowas nichtmehr aufopferungsvoll verteidigen wollen. Was wir jetzt haben, führt uns in den Untergang. Und es hält uns nicht am Leben, es verzichtet nur -in den meisten Fällen- darauf, uns aktiv und gezielt zu töten. Stattdessen macht es die Gleichgültigkeit zum Prinzip. Gleichgültigkeit auf übergeordneter, Gegeneinander auf persönlicher Ebene. Gesellschaft als permanentet Kriegszustand.
Der Sozialismus, wie wir ihn bislang hatten, hat dem unter anderem einen völlig weltfremden Utopismus und Optimismus entgegengesetzt, hat materialistisch-deterministisch statt moralisch-idealistisch argumentiert, hat sich den "neuen Menschen" erträumt. Das führt natürlich nirgendwo hin, darin liegt seine Schwäche.
Die Produktionsmöglichkeiten, die uns heutzutage gegeben werden sind ein Geschenk, welches unser Volk nutzen muss.
Wir können Produkte schnell und günstig produzieren, Unmengen an Produktvielfalt und Möglichkeiten zur Verfügung stellen.
Das alles sind Vorteile des Kapitalismus.
Natürlich ist es für einen Würstchenmann schwer gegen Mc Donalds anzukommen.
Im Gegenzug schuldet ihm niemand Konsum.
Wenn der Würstchenmann keine Würstchen zu dem Preis herstellen kann, dass ich seinen Frass nicht verzehren will hat er Pech gehabt.
Und Mc Donalds ist kein hoher Nahrungsstandart, die Mohammedanerbuden mit vergammeltem Hammelfleisch schaffen es auch sich über Wasser zu halten.
Gutes Deutsches essen kann da leicht bestehen, wenn die Arbeit mit Sorgfalt und Ehrgeiz durchgeführt wird.
Wer den Sozialismus wählt, wählt den Wohlstandsverfall.
Wenn die Produktionsmittel verstaatlicht werden, wird die größte Arbeitskraft des Menschen ausgeblendet:
Die Gier, der unbändige Ehrgeiz ist es, der Menschen großes schaffen wird.
Der Gründer von Mc Donalds hat sich bestimmt nicht zufrieden gegeben, als er 100 Hamburger pro Tag verkaufte.
Er hat dann eben versucht 200 am Tag zu verkaufen und durch diesen Ehrgeiz seine Produktion gesteigert und vielen Menschen Arbeit gegeben.
Der Würstchen Willi hat eben nur 100 Würstchen verkauft, über seine 100 Würstchen nicht hinweg gekommen, weil er keien Lust hatte oder seine Würstchen einfach nur scheiße schmeckten und wird deswegen eingehen.
Damit kann ich kein Mitleid haben.
Leistung zählt.
Und wer keine Leistung erbringt verliert.
So ist das Leben.
Außerdem bleibt der Wachstum im Sozialismus aus.
Verkauft Herr Mc Donald 500 Hamburger am Tag, so kann er in der freien Wirtschaft seinen Gewinn dazu verwenden im nächsten Jahr 700 pro Tag zu verkaufen.
Im Sozialismus hat Herr Mc Donald die Pflicht 500 Hamburger zu verkaufen.
Schafft er das, was im Sozialismus nicht sehr wahrscheinlich ist, nimmt der Staat den Überschuss und verpulvert ihn.
Also wird Herr McDonald weiterhin seine 500 Hamburger verkaufen.
10 Jahre später verkauft der Kapitalismus Mc Donald schon 20.000 Hamburger pro Tag, der Sozialismus Mc Donald hat letztes Jahr staatliche Unterstützung bekommen und kommt jetzt auf 1200 Hamburger pro Tag.
Der Kapitalismusstaat nimmt durch Steuern schon mehr ein, als der Sozialismusstaat.
Grund dafür ist, dass der Sozialismus Geld verschlingt.
Wenn in Deinem Dorf mangels Gewinnaussicht überhaupt kein Bäcker ein Geschäft eröffnet,-
dann ist das Marktwirtschaft.
In einem sozialistischem Dorf würde der Staat,-
zum Wohle der Dorfbewohner,-
einen Bäckerladen eröffnen,-
auch ohne Gewinnaussicht !
Nun kann jeder für sich entscheiden,
ob Marktwirtschaft oder Sozialismus besser ist........:)
Also ich würde dann sagen , das Sozialismus besser ist für den Menschen. Denn was können die Dorfbewohner dafür , das der Bäckerladen nur Profitgierig ist und nicht an die Würde denkt......
Nun gibt es eben Menschen, die die Antwort auf diese Frage dem Sozialismus eher annähert, als sie davon zu entfernen, wie ich als einer dieser Menschen anmerken möchte.
Die Tatsache, dass jemand zu wenig Brötchen verkauft, um eine gutes Geschäft zu machen, wenn er an einem Ort eine Bäckerei eröffnet, an der es schon genügend Bäckereien gibt, um den Bedarf der Anwohner mit Brötchen zu decken, nähert Dich dem Sozialismus an?
Die Tatsache, dass jemand zu wenig Brötchen verkauft, um eine gutes Geschäft zu machen, wenn er an einem Ort eine Bäckerei eröffnet, an der es schon genügend Bäckereien gibt, um den Bedarf der Anwohner mit Brötchen zu decken, nähert Dich dem Sozialismus an?
Es geht um das Beispiel , was Fastrechts angeführt hat.
Es geht um das Beispiel , was Fastrechts angeführt hat.
Es geht um das Beispiel, das Rockstar angeführt hat.
Aber wenn ich auf Deine Erwiderung auf Fastrechts Wiederholung dieses Beispiels eingehen soll, dann muss ich Dich fragen, ob Du Dir wirklich nicht vorstellen kannst, dass ein Bäcker auch aus Freude an der Arbeit eine Bäckerei eröffnet, weil er gerne anderen Menschen Brote und Brötchen verkauft. Wenn aber an einem Ort schon ausreichend Bäckereien vorhanden sind, um den Bedarf an Broten und Brötchen der Anwohner zu decken, wird dieser Bäcker dennoch nicht genügend Umsatz machen, um seine Familie ernähren zu können und die Miete zu zahlen und er wird sich entweder einen anderen Standort oder einen anderen Geschäftszweig suchen müssen. Das hat aber nichts mit Gier zu tun.
Du könntest genauso behaupten, die Anwohner seien geizig und unmenschlich, weil sie nicht mehr Brote kaufen als sie essen können, nur um dem Bäcker an diesem Standort das Überleben zu sichern. Dann fehlt ihnen aber wieder das Geld um andere notwendige Besorgungen zu machen und auch Verkäufer entsprechender Produkte kämen in Existenznot.
Wenn man manche schwarzen Schafe unter den Managern und viele Börsenmakler als gierig bezeichnet, kann ich das ja verstehen, aber wenn man hart arbeitende und steuezahlende Menschen wie Bäcker für gierig hält, sollte man sich fragen, ob bei einem selbst überhaupt alles stimmt.
Der Liberalismus an sich kann auch nicht auf Dauer überleben, im Gegenteil, der ist auf Dauer selbsteliminativ.
Es gibt aber neben liberalem Marktradikalismus und Sozialismus schon noch mehr Alternativen, oder?
Walter Hofer
18.10.09, 15:20
einer unser Lehrer sagt mal:
"Rein theortisch funktionieren 100% Planwirtschaft und 100 freie Marktwirtschaft gleich gut!"
Erst mit den Eingriffen des "homo oeconomicus" werden beide Wirtschaftssysteme vor den Baum gefahren, wobei der Crash bei der Planwirtschaft höher ausfällt. (höhere Systemträgheit)
Selbst der BRD Sozialstaat basiert auf Schulden oder imaginäres Verrechnungsgeld.
einer unser Lehrer sagt mal:
"Rein theortisch funktionieren 100% Planwirtschaft und 100 freie Marktwirtschaft gleich gut!"
Erst mit den Eingriffen des "homo oeconomicus" werden beide Wirtschaftssysteme vor den Baum gefahren, wobei der Crash bei der Planwirtschaft höher ausfällt. (höhere Systemträgheit)
..wie schon weiter oben erwähnt :
Wenn man alternative Gesellschaftssysteme in Betracht zieht,-
und jedes System nur an der Steuererträgnis bemisst,-
dann sehen menschenwürdigere Systeme als der Kapitalismus
von vornherein alt aus !
Jedoch gibt es , auch in Deutschland,
immer mehr Menschen, denen die Steuererträge des Staates
eh nicht zugute kommen,-
und dieser wachsende Bevölkerungsanteil
wird den Vorteilen einer menschlicheren und sozialeren Geselschaft sicherlich aufgeschlossener gegenüberstehen
als die übereifrigen Steuerrechner !
Oder glaubt hier jemand, daß die Linkswähler in ihrer Gesamtheit sich nur aus besoffenen und dummen Unterschichten zusammensetzen ??
Im übrigen ist es mehr als unbillig,
mit dem DDR-Sozialismus unbesehen jedes sozialistische Zukunftsmodell abzubügeln.
Aber dazu müsste man sich ernsthaft mit der Nachkriegssituation in Deutschland auseinandersetzen,-
und dazu fehlt dem Anschein nach so manchem User die Lust oder das Wissen..........
Ace of Spades
18.10.09, 20:44
Dem Kapitalismus fehlt NUR ein GERECHTES , WÜRDEACHTENDES STEUERGESETZ .
Solltest wissen, dass bei Geld die Werte aufhören.
Sauerländer
18.10.09, 22:13
Die Tatsache, dass jemand zu wenig Brötchen verkauft, um eine gutes Geschäft zu machen, wenn er an einem Ort eine Bäckerei eröffnet, an der es schon genügend Bäckereien gibt, um den Bedarf der Anwohner mit Brötchen zu decken, nähert Dich dem Sozialismus an?
Dem Sozialismus nähert mich an, wie sehr im Kapitalismus Produzenten und Absetzer sinnlosester Scheisse erblühen, während das ehrlich arbeitende Handwerk vor die Hunde geht.
Dem Sozialismus nähert mich an, wie im Kapitalismus der gute alte Imbiss an McDreck verreckt.
Sauerländer
18.10.09, 22:18
Es gibt aber neben liberalem Marktradikalismus und Sozialismus schon noch mehr Alternativen, oder?
Sozialismus ist zunächstmal nur ein Überbegriff, der viele Untervarianten aufweist.
Liberaler Marktradikalismus hingegen ist schon eine einigermaßen präzise Zuspitzung (auch wenn es auch da gewiss noch Untervarianten gibt).
Und wenn man den Sozialismusbegriff einigermaßen eng fasst, gibt es ganz gewiss Alternativen, die nicht liberal sind, aber auch nicht unter den Sozialismus fallen.
Man könnte z.B. Strukturen erwägen, die deutlich auf berufsständischen Vereinigungen basieren, man denke etwa an das durchaus bewährte Zunftwesen.
Dem Sozialismus nähert mich an, wie sehr im Kapitalismus Produzenten und Absetzer sinnlosester Scheisse erblühen, während das ehrlich arbeitende Handwerk vor die Hunde geht.
Dem Sozialismus nähert mich an, wie im Kapitalismus der gute alte Imbiss an McDreck verreckt.
Dass einen die Produktion und der Konsum von Hamburgern und anderer Scheiße abstößt, kann ich sicher gut verstehen, nur sehe ich die Probleme nicht grundsätzlich im Kapitalismus und die Lösung nicht im Sozialismus. Bis 1918 war Deutschland weder sozialistisch, noch wurde so viel Scheiße produ- und konsumiert. Eigentlich hat es dann sogar nochmal 50 Jahre gedauert bis richtig viel Scheiße konsumiert wurde; und zwar von Leuten, die oftmals einen Hang zu irgendeiner Form des Sozialismus hatten. Die Lösung sehe ich in einer sozialen Maktwirtschaft, bei gleichzeitigem Erhalt der Traditionen, Institutionen und Wertmaßstäbe. Soziale Marktwirtschaft hieße nicht, lediglich Geld umzuverteilen, sondern auch, darauf zu achten, dass qualitative Komponenten des Systems erhalten bleiben, wie eben Traditionen und Institutionen.
Davon abgesehen ist auch der "gute, alte Imbiss" nicht so alt und ob sich jemand durch Currywurst oder Cheesburger die Aterien verstopft ist mir persönlich gleichgültig. Mich stört eher der Einfluss eines doofen und antikulturellen Landes wie den USA auf mein Heimatland und auf das restliche Europa. Und tatsächlich müsste man irgendwo Grenzen ziehen. Etwa auch, wenn es um den Erhalt der Natur oder kulturelle Einrichtungen geht. Da sollte man nicht alles machen dürfen, was Verbraucherströme beschleunigt. Nur sehe ich das Problem, nochmals gesagt, nicht grundsätzlich im Kapitalismus, sondern im Einfluss der amerikanischen Todeskultur auf den Rest der Welt.
Weiterhin finde ich folgendes problematisch: Unter dem Einfluss des amerikanischen Liberalismus verkommt vor allem die Unter- und Mittelschicht. Heute haben wir aber andere Voraussetzungen als noch vor 100 Jahren. Jeder wird gezwungen zur Schule zu gehen. Jedes Kind kann grundsätzlich was aus seinem Leben machen. Für Menschen, die unter diesen Voraussetzungen so wenig zuwege bringen, habe ich kein besonderes Mitleid. Niemand wird gezwungen, bei McDoof zu essen oder fettige Pommes mit einer kalten Coke oder Bier runter zu spülen. Darin sehe ich eher die Dekadenz. Vorzuziehen, was einem nachteilig ist. Jeder gesunde Germane würde lieber frisches Gemüse, Obst, Fisch essen, wenn er den heutigen Zugang dazu hätte. Aber die meisten Menschen sind eben schwach und benötigen Autorität und Institutionen.
Sozialismus ist zunächstmal nur ein Überbegriff, der viele Untervarianten aufweist.
Liberaler Marktradikalismus hingegen ist schon eine einigermaßen präzise Zuspitzung (auch wenn es auch da gewiss noch Untervarianten gibt).
Und wenn man den Sozialismusbegriff einigermaßen eng fasst, gibt es ganz gewiss Alternativen, die nicht liberal sind, aber auch nicht unter den Sozialismus fallen.
Man könnte z.B. Strukturen erwägen, die deutlich auf berufsständischen Vereinigungen basieren, man denke etwa an das durchaus bewährte Zunftwesen.
Ich halte eine wirkliche soziale Marktwirtschaft in einem autoritären System mit Klassenwahlrecht und direkten Volksentscheiden - und also mit wahrer Demokratie - für eine brauchbare Synthese. Man muss ganz sicher bestimmte Randbedingungen einhalten, da sich das System bei absoluter Freiheit selbst zerstört. Sowas versteht der größte Teil der BWLer aber nicht und der kleine Teil, der es versteht, pfeift drauf. Außerdem gibt es auch bestimmte gesellschaftliche Zustände, die man einfach haben will und deren Existenzrecht man gar nicht zu hinterfragen hat, egal wechen Einfluss das auf die Gewinnmaximierung hat.
Ich denke außerdem, dass in Deutschland grundsätzlich die Voraussetzungen gegeben wären, eine erträgliche Situation zu schaffen. Das System ist nicht das Hauptproblem, sondern die Akteure. Der amerikanische Einfluss ist das Problem. Bei genügendem Selbstbewusstsein und Einheit in Europa könnte man sich dem aber erwehren. In Norwegen gab es beispielsweise bis vor kurzem noch eine Zensurbehörde für Filme. Außerdem bekommt man in Norwegen nicht überall und so billig wie hier Alkohol. Und das, weil der Staat seine Verantwortung der Bevölkerung gegenüber wahrnimmt. Man könnte natürlich argumentieren, dass man so aber nicht so viel Alkohol verkaufen kann, wie man möchte und dass die, die sich totsaufen, selber schuld sind. Letztlich profitiert die Gesamtwirtschaft von solchen Regelungen aber und Menschen sind nunmal fehlerhaft und bedürfen der Institutionen. Das meine ich mit Randbedingungen. BWLer haben keine Ahnung von Optimierungsaufgaben. Zum bestmöglichen Gesamtergebnis kommt man durch das Ziehen von Grenzen an den richtigen Stellen, nicht durch die vollständige Auflöung von Grenzen. Trotzdem nähert mich das nicht dem Sozialismus und der Konstruktion einer Wirtschaft am Reißbrett oder die Sättigung von Neid und Missgunst durch sinnloses Umverteilen, mit dem ich den Menschen sämtlichen Ansporn zur Leistung nehme.
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