Kamerad
10.10.09, 19:10
Geschätzte Leserin, geschätzter Leser,
Diese Zeilen sind jenen gewidtmet, die sich zu den Verfechtern der Demokratie zählen. Politik, immer ein Streitthema, weil es sich dabei um Interessen handelt. Streitthema deswegen, weil jeder Interessen hat, und jeder diese versucht umzusetzen. Alle haben diese Situation bereits erlebt, denn jeder hat Interessen, die er vertritt. Das ist bereits in der Kinderstube zu erkennen, und zieht sich durch unser ganzes Leben. Überall gibt es Interessen, und überall gibt es Gewinner und Verlierer.
Der Staat als Vertreter der Allgemeinheit, hat die Aufgabe, die Interessen der Bürger umzusetzen, je nach Nutzen für das Volk als Ganzes. Neben dem Bürger gibt es aber noch andere, die Interessen haben, welche sich nicht zwingend mit den Interessen der Bürger deckt. Das ist die Wirtschaft, beziehungsweise die vielen einzelnen Unternehmen, und auch Interessensgemeinschaften, worunter auch Kirchen viele andere Organisationen fallen. Man könnte von einem 3-Eck sprechen: siehe Abbildung 1
http://www.pictureupload.de/originals/pictures/101009182910_Staat.jpg
Die Demokratie dient als Regierungsform dieses Staates, sie definiert die Spielregeln, wie diese Interessen umgesetzt werden sollen. Das hört sich alles super an, das Volk, als grösste Interessensgemeinschaft in einem Staat, kann sich durch Wahlen äussern, und dadurch die jenigen Verterter wählen, die sie als geeignet erachten. So wählt ein jeder Bürger jenen, der Ihm am besten suggerieren kann, seine Interessen durch zu setzen. Ob er dies am Ende auch schafft, wird sich zeigen. Um die grösstmögliche Sicherheit zu haben, dass auch die meisten Interessen vertreten werden, gibt es viele Abgeordnete, diese haben den Auftrag die Interessen ihrer Gruppierung zu vertreten.
Man könnte nun leicht den Eindruck erhalten, dass die Verterter selbstlose Menschen sind, die rein aus hehrer Überzeugung handeln. Weit gefehlt, in dieser Grundlagentheorie fehlt noch ein ganz wichtiger Aspekt, der nun das tolle Gebilde etwas zerknittert. Die Rede ist von der Macht, diese definiert sich durch den Einfluss auf das Geschehen. Wer Einfluss hat, hat auch Macht.
Durch die Industrialisierung wurde die Macht verlagert, früher besassen die Interessensgemeinschaften am meisten Macht. Während heute die Firmen am meisten Macht besitzen. Nehmen wir als Beispiel eine Bank, die haben es uns Lehrmeisterhaft vor Augen geführt, wer heute die Macht besitzt.
Einige Banken sind derart wichtig für die Wirtschaft, und damit auch wichtig für das Volk, und den Staat, dass man ihren Verlust nicht verkraften könnte - Deswegen musste der Bürger dafür bezahlen. Genauso könnten wir es bei Energiefirmen (Stromproduzenten, Erdöllieferanten usw...) verfolgen - Hätten sie Probleme, so dass die Allgemeinheit darunter leiden könnte, müsste der Staat alles in seiner Macht stehende unternehmen.
Die Quintessenz die wir daraus ziehen können, ist einfach: Wer mehr Einfluss hat, hat auch mehr zu sagen. Das ist bei jeder erdenklichen Ideologie der Fall, somit nichts Demokratie spezifisches. Hingegen ist die Frage, wen die Demokratie an diese einflussreichen Positionen bringt, jene die sich ihrer Macht bedienen und jene die sich gut verkaufen können. Die welche sich gut verkaufen können, verkaufen dann die Produkte, bzw. Ideen jener, die Einfluss haben.
Das Ziel einer Regierung sollte es aber sein, die Allgemeinheit zu vertreten, und nicht die Mächtigen - Natürlich wird aus einem Interessensvertreter der Allgemeinheit automatisch ein Mächtiger - Aber die Vorgeschichte dieser Personen ist entscheidend. Wichtig ist, dass die Interessen der Allgemeinheit vertreten werden, was natürlich nicht ermöglicht wird, wenn Firmen die eigenen Interessen einfacher durchsetzen können, durch Lobbyarbeit, oder aber auch Bestechung/Erpressung (wenn uns niemand hilft, werden wir eingehen, und ihr mit uns!) - Oder aber: Wir bezahlen alle PR Aktionen, die nötig sind, achten sie einfach während der Legislaturperiode auf unsere Interessen.
Richtig wäre, wenn die Allgemeinheit von jemandem vertreten wird, der seine eigenen Interesse zurückstecken kann, und im Sinne des Volkes handelt - Mit einem ganz einfachen Mittel wäre das möglich: Haftbarkeit.
Keine Periode der Legislatur, nein ein dauerhafter Sitz, damit auch längerfristige Massnahmen in Betracht gezogen würden. Wer die Macht hat, soll auch die Verantwortung tragen, und zwar mit allen Konsequenzen.
Transparente Führungsstrukturen, und offengelegte Interessensgruppen würden dieser Verantwortung und Haftbarkeit zutragen.
Wer weiss heute schon, von wem er wirklich regiert wird? Ist es Nestle, Unilever, Novartis, Bayer, News Corp., JP Morgan, Bank of America, Citigroup, oder gar noch andere, weit mächtigere? Oder möglicherweise wirklich jene, die uns da oben vertreten? Wessen Interesse vertreten die? Unsere? Wirklich?
Tja, wir sind Schäfchen, so lange wir glauben die handeln in unserem Sinne.
Zum Grusse,
Euer Kamerad!
Diese Zeilen sind jenen gewidtmet, die sich zu den Verfechtern der Demokratie zählen. Politik, immer ein Streitthema, weil es sich dabei um Interessen handelt. Streitthema deswegen, weil jeder Interessen hat, und jeder diese versucht umzusetzen. Alle haben diese Situation bereits erlebt, denn jeder hat Interessen, die er vertritt. Das ist bereits in der Kinderstube zu erkennen, und zieht sich durch unser ganzes Leben. Überall gibt es Interessen, und überall gibt es Gewinner und Verlierer.
Der Staat als Vertreter der Allgemeinheit, hat die Aufgabe, die Interessen der Bürger umzusetzen, je nach Nutzen für das Volk als Ganzes. Neben dem Bürger gibt es aber noch andere, die Interessen haben, welche sich nicht zwingend mit den Interessen der Bürger deckt. Das ist die Wirtschaft, beziehungsweise die vielen einzelnen Unternehmen, und auch Interessensgemeinschaften, worunter auch Kirchen viele andere Organisationen fallen. Man könnte von einem 3-Eck sprechen: siehe Abbildung 1
http://www.pictureupload.de/originals/pictures/101009182910_Staat.jpg
Die Demokratie dient als Regierungsform dieses Staates, sie definiert die Spielregeln, wie diese Interessen umgesetzt werden sollen. Das hört sich alles super an, das Volk, als grösste Interessensgemeinschaft in einem Staat, kann sich durch Wahlen äussern, und dadurch die jenigen Verterter wählen, die sie als geeignet erachten. So wählt ein jeder Bürger jenen, der Ihm am besten suggerieren kann, seine Interessen durch zu setzen. Ob er dies am Ende auch schafft, wird sich zeigen. Um die grösstmögliche Sicherheit zu haben, dass auch die meisten Interessen vertreten werden, gibt es viele Abgeordnete, diese haben den Auftrag die Interessen ihrer Gruppierung zu vertreten.
Man könnte nun leicht den Eindruck erhalten, dass die Verterter selbstlose Menschen sind, die rein aus hehrer Überzeugung handeln. Weit gefehlt, in dieser Grundlagentheorie fehlt noch ein ganz wichtiger Aspekt, der nun das tolle Gebilde etwas zerknittert. Die Rede ist von der Macht, diese definiert sich durch den Einfluss auf das Geschehen. Wer Einfluss hat, hat auch Macht.
Durch die Industrialisierung wurde die Macht verlagert, früher besassen die Interessensgemeinschaften am meisten Macht. Während heute die Firmen am meisten Macht besitzen. Nehmen wir als Beispiel eine Bank, die haben es uns Lehrmeisterhaft vor Augen geführt, wer heute die Macht besitzt.
Einige Banken sind derart wichtig für die Wirtschaft, und damit auch wichtig für das Volk, und den Staat, dass man ihren Verlust nicht verkraften könnte - Deswegen musste der Bürger dafür bezahlen. Genauso könnten wir es bei Energiefirmen (Stromproduzenten, Erdöllieferanten usw...) verfolgen - Hätten sie Probleme, so dass die Allgemeinheit darunter leiden könnte, müsste der Staat alles in seiner Macht stehende unternehmen.
Die Quintessenz die wir daraus ziehen können, ist einfach: Wer mehr Einfluss hat, hat auch mehr zu sagen. Das ist bei jeder erdenklichen Ideologie der Fall, somit nichts Demokratie spezifisches. Hingegen ist die Frage, wen die Demokratie an diese einflussreichen Positionen bringt, jene die sich ihrer Macht bedienen und jene die sich gut verkaufen können. Die welche sich gut verkaufen können, verkaufen dann die Produkte, bzw. Ideen jener, die Einfluss haben.
Das Ziel einer Regierung sollte es aber sein, die Allgemeinheit zu vertreten, und nicht die Mächtigen - Natürlich wird aus einem Interessensvertreter der Allgemeinheit automatisch ein Mächtiger - Aber die Vorgeschichte dieser Personen ist entscheidend. Wichtig ist, dass die Interessen der Allgemeinheit vertreten werden, was natürlich nicht ermöglicht wird, wenn Firmen die eigenen Interessen einfacher durchsetzen können, durch Lobbyarbeit, oder aber auch Bestechung/Erpressung (wenn uns niemand hilft, werden wir eingehen, und ihr mit uns!) - Oder aber: Wir bezahlen alle PR Aktionen, die nötig sind, achten sie einfach während der Legislaturperiode auf unsere Interessen.
Richtig wäre, wenn die Allgemeinheit von jemandem vertreten wird, der seine eigenen Interesse zurückstecken kann, und im Sinne des Volkes handelt - Mit einem ganz einfachen Mittel wäre das möglich: Haftbarkeit.
Keine Periode der Legislatur, nein ein dauerhafter Sitz, damit auch längerfristige Massnahmen in Betracht gezogen würden. Wer die Macht hat, soll auch die Verantwortung tragen, und zwar mit allen Konsequenzen.
Transparente Führungsstrukturen, und offengelegte Interessensgruppen würden dieser Verantwortung und Haftbarkeit zutragen.
Wer weiss heute schon, von wem er wirklich regiert wird? Ist es Nestle, Unilever, Novartis, Bayer, News Corp., JP Morgan, Bank of America, Citigroup, oder gar noch andere, weit mächtigere? Oder möglicherweise wirklich jene, die uns da oben vertreten? Wessen Interesse vertreten die? Unsere? Wirklich?
Tja, wir sind Schäfchen, so lange wir glauben die handeln in unserem Sinne.
Zum Grusse,
Euer Kamerad!