Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Afghanistan] Kampf gegen die Taliban
Rasmussen will mit gemäßigten Taliban verhandeln
Der neue Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat sich für Verhandlungen mit gemäßigten Taliban in Afghanistan ausgesprochen. Zugleich forderte der Däne, der an diesem Samstag die Nachfolge von Jaap de Hoop Scheffer antritt, eine umfassende Reform des Verteidigungsbündnisses.
mehr... (http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E4F1FA05514C34F8C97C570B0B06D2815~ATpl~Ecommon ~Scontent.html)
mentecaptus
01.08.09, 14:54
Die Strategie erinnert an den Irak. Als die Amis anfingen, sich mit den lokalen Anführern auf Augenhöhe zu verständigen, haben diese angefangen, die Terroristen von Al Quaida aus ihren Dörfern zu schmeißen. So wurde der "muslimische Block" gespalten in moderate und militante. Und die militanten Führer verloreren stetig an Einfluss, weil die moderaten Führer ein Interesse daran haben, ihre Position zu behauptetn und die Lage zu stabilisieren. Insofern könnte die Strategie auf den ersten Blick vielversprechend sein.
Auf den zweiten Blick besteht aber ein erheblicher Unterschied zwischen dem Irak und Afghanistan: die größte Einnahmequelle des Irak ist Erdöl, wovon die Amis gar nicht genug bekommen können. Und die Amis haben im Irak durchaus das Interesse, mit lokalen Führern zusammenzuarbeiten und deren Haupteinnahmequelle, das Erdöl, mit Wohlwollen zu betrachten. Der größte - und einzige - Exportschlager Afghanistans hingegen ist Opium. Wovon die Amis viel zu viel abbekommen. Und in Afghanistan stützt sich der Einfluss der lokalen Warlords auf eben diese Einnahmen aus dem Opium- und Heroinhandel. Den die Amis eigentlich bekämpfen wollen. Aber wenn sie das tun, verlieren sie ihre potenziellen Verbündeten...
Eine schwachsinnige Strategie.
Selbst wenn der Krieg in Afghanistan falsch war, so sollte man dann wenigstens dafür sorgen, dass er nicht umsonst war, weil man den mittelalterlichen Taliban wieder das Land überlässt.
mentecaptus
01.08.09, 15:34
Eine schwachsinnige Strategie.
Selbst wenn der Krieg in Afghanistan falsch war, so sollte man dann wenigstens dafür sorgen, dass er nicht umsonst war, weil man den mittelalterlichen Taliban wieder das Land überlässt.
Vielen Dank für den Beweis, dass du meinen Beitrag vollumfänglich nicht verstanden hast.
Selbst wenn der Krieg in Afghanistan falsch war, so sollte man dann wenigstens dafür sorgen, dass er nicht umsonst war, weil man den mittelalterlichen Taliban wieder das Land überlässt.
Das Problem hierbei ist, dass man die Taliban zwar besiegen will, nicht jedoch kann. Das Problem besteht im Übrigen bereits seit 2001.
NukNuk
mentecaptus
01.08.09, 15:48
Das Problem hierbei ist, dass man die Taliban zwar besiegen will, nicht jedoch kann. Das Problem besteht im Übrigen bereits seit 2001.
NukNuk
Es ist das selbe Problem wie in Vietnam und das selbe Problem, das die Russen in Afghanistan schon hatten. Der Feind gibt sich nicht zu erkennen, er sieht aus wie der normale Durchschnittsbürger und versteckt sich auch unter diesen. Und deshalb trifft es bei jeder Aktion auch immer Unbeteiligte, was unweigerlich weitere neue Kämpfer kreiert, die auf Rache für ihre toten Familienmitglieder aus sind. Die Russen haben als Antwort dann in Afghanistan und auch in Tschetschenien auf völlige Vernichtung gesetzt nach dem Motto: "Töte alle und du hast auch die Richtigen erwischt". Das kann sich eine westliche Armee in einer globalisierten Medienwelt nicht erlauben, ganz abgesehen von der moralischen und ethischen Verwerflichkeit dieses menschenverachtenden Völkermordes.
Vielen Dank für den Beweis, dass du meinen Beitrag vollumfänglich nicht verstanden hast.
Der Beitrag war garnicht auf deinen, sondern auf den Eingangsbeitrag bezogen, sonst hätte ich dich doch zitiert :)
mentecaptus
01.08.09, 15:52
Der Beitrag war garnicht auf deinen, sondern auf den Eingangsbeitrag bezogen, sonst hätte ich dich doch zitiert :)
Ich weiß. Aber mein Beitrag hat deiner Antwort bereits präventiv total den Boden entzogen, dass du ohne auf meine alleserhellenden Ausführungen einzugehen, gar keine Chance hattest, überhaupt anderer Meinung zu sein. Was du trotzdem versucht hast und womit du selbstverständlich gnadenlos gescheitert bist.
Ich weiß. Aber mein Beitrag hat deiner Antwort bereits präventiv total den Boden entzogen, dass du ohne auf meine alleserhellenden Ausführungen einzugehen, gar keine Chance hattest, überhaupt anderer Meinung zu sein. Was du trotzdem versucht hast und womit du selbstverständlich gnadenlos gescheitert bist.
Ich habe deinen Beitrag ehrlich gesagt garnicht gelesen und kann mich auch garnicht an das letzte mal erinnern, dass ich gnadenlos gescheitert bin, da ich nicht pflege dies zu tun :)
2x3=9 willi willi witt bum bum ich mach mir die Welt so,so wie sie mir gefällt und backe mir meinen eigenen Islam Taliban.
2x3=9 willi willi witt bum bum ich mach mir die Welt so,so wie sie mir gefällt und backe mir meinen eigenen Islam Taliban.
Die Taliban backen sich keinen eigenen Islam, sondern gehören einer besonderen wahabitischen Auslegung gemischt mit dem Stammesgesetz des Paschtunwali an.
NukNuk
Die Taliban backen sich keinen eigenen Islam, sondern gehören einer besonderen wahabitischen Auslegung gemischt mit dem Stammesgesetz des Paschtunwali an.
NukNuk
Du nix verstehen
Vergleich mein Beitrag mit der Strangüberschrift
Du nix verstehen
Ich bereits dort gewesen.
NukNuk
mentecaptus
02.08.09, 12:18
Düstere Bilanz im Unterhaus
"Fehlen einer Vision" in Afghanistan
Der Auswärtige Ausschuss im britischen Unterhaus zieht für den Einsatz der internationalen Truppen in Afghanistan eine düstere Bilanz. Durch das "Fehlen einer realistischen Strategie" seien in dem Land "längst nicht die Ergebnisse erzielt worden, die erhofft wurden". Allein im Juli starben am Hindukusch mindestens 71 ausländische Armee-Angehörige.
Mehr... (http://www.n-tv.de/politik/Fehlen-einer-Vision-in-Afghanistan-article444293.html)
Es ist das selbe Problem wie in Vietnam und das selbe Problem, das die Russen in Afghanistan schon hatten. Der Feind gibt sich nicht zu erkennen, er sieht aus wie der normale Durchschnittsbürger und versteckt sich auch unter diesen. Und deshalb trifft es bei jeder Aktion auch immer Unbeteiligte, was unweigerlich weitere neue Kämpfer kreiert, die auf Rache für ihre toten Familienmitglieder aus sind. Die Russen haben als Antwort dann in Afghanistan und auch in Tschetschenien auf völlige Vernichtung gesetzt nach dem Motto: "Töte alle und du hast auch die Richtigen erwischt". Das kann sich eine westliche Armee in einer globalisierten Medienwelt nicht erlauben, ganz abgesehen von der moralischen und ethischen Verwerflichkeit dieses menschenverachtenden Völkermordes.
Würde die pak. Armee denselben Eifer mit dem sie Mingora platt gemacht hat bei anderen einschlägig bekannten Gebieten zeigen hätte sich das Problem Taliban-Aufstand in Afghanistan relativ schnell marginalisiert.
Der größte - und einzige - Exportschlager Afghanistans hingegen ist Opium. Wovon die Amis viel zu viel abbekommen. Und in Afghanistan stützt sich der Einfluss der lokalen Warlords auf eben diese Einnahmen aus dem Opium- und Heroinhandel. Den die Amis eigentlich bekämpfen wollen. Aber wenn sie das tun, verlieren sie ihre potenziellen Verbündeten...
Es hat sich in Afghanistan längst eine ganze Bürgerkriegsökonomie herausgebildet welches vom Opiumhandel über das Gewähren von Sicherheit gegen Entgeld bis hin zum gewöhnlichen Konsumgüterschmuggel über die afghanisch-pakistanische Grenzregion reicht. Es gibt, gerade in der Grenzregion, sehr viele Leute welche von der derzeitigen unsicheren Lage profitieren und an der Aufrechterhaltung eines Aufstandes interessiert sind. Zu diesem Thema ein guter Link:
Kriegsfürstentum und Bürgerkriegsökonomien in Afghanistan (http://www.jaeger.uni-koeln.de/fileadmin/templates/publikationen/aipa/aipa0304.pdf)
Würde die pak. Armee denselben Eifer mit dem sie Mingora platt gemacht hat bei anderen einschlägig bekannten Gebieten zeigen hätte sich das Problem Taliban-Aufstand in Afghanistan relativ schnell marginalisiert.
warum tut sie es dann nicht wäre mal zu erfragen , ich hoffe du hast mir das im mai nicht schonmal erzählt:verwirrt:
mentecaptus
02.08.09, 20:59
Es hat sich in Afghanistan längst eine ganze Bürgerkriegsökonomie herausgebildet welches vom Opiumhandel über das Gewähren von Sicherheit gegen Entgeld bis hin zum gewöhnlichen Konsumgüterschmuggel über die afghanisch-pakistanische Grenzregion reicht. Es gibt, gerade in der Grenzregion, sehr viele Leute welche von der derzeitigen unsicheren Lage profitieren und an der Aufrechterhaltung eines Aufstandes interessiert sind. Zu diesem Thema ein guter Link:
Kriegsfürstentum und Bürgerkriegsökonomien in Afghanistan (http://www.jaeger.uni-koeln.de/fileadmin/templates/publikationen/aipa/aipa0304.pdf)
Da hast du Recht. Die Lage in Afghanistan erinnert an China Anfang des 20sten Jahrhunderts. Da gab es eine Vielzahl von regionalen Warlords, die irgendwie immer alle wechselseitig untereinander im Krieg waren. Dazu gehörten auch Tschiang Kai-Tscheck und Mao. Und alle, vor allem die ausländischen Mächte, hatten ein Interesse daran, diesen Zustand so zu belassen, weil sie alle davon profitierten. Nicht zuletzt durch die Waffenlieferungen an die Kriegsparteien. "Gelöst" haben das Problem die Japaner durch ihren Einmarsch und die Besetzung von China. Damit waren die Warlords am Ende und es wurde defacto ein einheitliches Verwaltungsgebiet geschaffen. Den Widerstand gegen die Japaner organisierte der Warlord Mao Tse-Tung, dr auch Kommunist war, während die anderen Warlords entweder vernichtet wurden oder sich bedeckt hielten. Nach der Niederlage der Japaner im WK2 übernahm Tschiang Kai-Tscheck die Macht, wurde aber alsbald von Maos kampferprobten Männern vernichtend geschlagen und musste nach Taiwan flüchten.
Afghanistans Japaner sind die Amerikaner, die haben die Zentralregierung vernichtet und versuchen Ruhe und Ordnung ins Land zu bringen. Was nicht gelingen wird. Nach Abzug der Amis wird sich eine regionale macht durchssetzen und es steht zu befürchten, dass es wieder die Taliban sein werden. Und das ist die Krux...
warum tut sie es dann nicht wäre mal zu erfragen , ich hoffe du hast mir das im mai nicht schonmal erzählt:verwirrt:
Das Problem ist, dass Pakistan ein enormes Interesse daran hat ihnen genehme Machthaber in Kabul zu installieren.
Einmal geht es darum, dass auf beiden Seiten der Grenze paschtunische Stämme leben und auch die afghanischen Herrscher traditionell Paschtunen sind. Früher soll Afghane und Paschtune sogar synonym gebraucht worden sein in deutscher Sprache. Wenn dieser Herrscher nun auf die Idee kommt einen paschtunischen Nationalstaat zu schaffen heißt das natürlich die Angliederung der von Islamabad kaum zu kontrollierenden paschtunischen Stammesgebiete an Afghanistan. Und in der Vergangenheit hat es auch Versuche gegeben genau diese Angliederung voranzutreiben. Kein afghanisches Staatsoberhaupt hat dazu je die Grenze (Durand-Linie) zwischen Afghanistan und Pakistan anerkannt.
Pakistan hat also ein enormes Interesse daran, dass ihnen genehme Machthaber in Kabul am Drücker sind welche genau das verhindern bzw. Unruhe zu schaffen die zumindest die Möglichkeit solcher Forderungen gen Null werden lassen. Hierzu eignen sich islamistische Gruppen natürlich vorzüglich, weil sie keiner national-paschtunischen sondern einer universell-islamischen Weltsicht anhängen. Wenn diese dann auch noch politisch von Pakistan abhängig sind, dann sind auch irgendwelche Versuche eben jener Gruppen Pakistan zu islamisieren relativ unwahrscheinlich.
Dazu kommt der Konflikt mit Indien, welches nach allgemeiner Einschätzung Pakistan in offener Feldschlacht ohne Weiteres schlagen kann. (der pak. Armee hängt der zweifelhafte Ruf an zwar Staatstragend zu sein bisher aber noch keinen einzigen Krieg gewonnen zu haben ^^)
Hierzu muss man einmal den eigenen Einfluss in den paschtunischen Stammesgebieten wahren um entsprechende Rückzugsgebiete zu besitzen ("strategische Tiefe") und natürlich eine mögliche Einflussnahme von Indien in der Region zu verhindern.
Auf der anderen Seite ist Pakistan quasi pleite, d.h. vollständig von den USA/IWF/Ausland/etc. abhängig. Ich habe irgendwo mal gelesen allein die Verlegung der pakistanischen Armee von der Grenze zu Indien ins paschtunische Hinterland könnte den Staatsbankrott bedeuten. Rein theoretisch können die USA also den Pakistanern drohen, entweder ihr kämpft gegen die Taliban welche bei euch ihre Rückzugsgebiete haben oder es gibt kein Geld mehr. Das Problem ist jetzt aber, dass das von US-Seite eine absolut unglaubwürdige Drohung ist. Weil wenn der pakistanische Staat zahlungsunfähig ist wird er womöglich auseinanderbrechen, Bürgerkrieg und womöglich ein Krieg mit Indien wäre die Folge. Und da wären dann natürlich noch ein paar Atomraketen, welche zwar von der pak. Armee in Einzelstücken übers Land verteilt und gut bewacht werden, aber doch letztlich vorhanden sind. Damit wäre also letztlich niemandem geholfen. Den USA am wenigsten --> offensichtlich unglaubwürdige Drohung.
Das was die USA also machen müssen ist eine regionale Lösung zu kreiieren, welche zu einer deutlichen Abkühlung des Konflikts mit Indien sowie eine endgültige Lösung bezüglich der Grenzstreitigkeiten mit Afghanistan mit einschließt. Da besonders Letzteres unwahrscheinlich ist, muss man die Taliban innerhalb Afghanistans und über gezielte Drohnen-Angriffe in Pakistan so unter Druck setzen, dass ihnen Verhandlungen sinnvoll erscheinen.
Weil angenommen die Koalitionstruppen würden in 2-3 Jahren abziehen und übrig blieben mehr oder weniger schwache regionale Machtzentren, wäre es aus Sicht der Taliban-Gruppen doch bescheuert jetzt irgendwelche Kompromisse einzugehen wo man in 3-4 Jahren einen viel größeres Stück vom Kuchen, wenn nicht gar alles haben könnte.
Das weiß aber natürlich auch Pakistan und diese tun dann auch gut daran insgeheim weiter die entsprechenden Taliban zu unterstützen um dessen Loyalität und ihren eigenen zukünftigen Einfluss nicht zu gefährden.
mentecaptus
03.08.09, 00:59
AFGHANISTAN
US-Spezialeinheiten nehmen Taliban-Führer fest
US-Spezialkräfte haben im Norden Afghanistans einen mutmaßlichen Qaida-Terroristen festgesetzt. Der Einsatz beweist: Die Amerikaner gehen zunehmend im Einsatzgebiet der Bundeswehr auf Taliban-Jagd. Isaf-Chef McChrystal ist wegen der Lage in Kunduz äußerst beunruhigt.
Mehr... (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,639907,00.html)
Igni et ferro
03.08.09, 01:18
Rasmussen will mit gemäßigten Taliban verhandeln
Der Strangtitel ist eigentlich schon ein Oxymoron an sich, denn heutzutage gilt jeder Islamist als Moderat, solange er sich nicht selbst oder andere in die Luftsprengt.
mentecaptus
03.08.09, 11:33
Afghanistan: Taliban-Bomber verletzen Polizeichef in Herat schwer
Bombenterror in Afghanistan: Bei der Explosion eines Sprengsatzes in Herat starben mindestens zehn Menschen, rund 30 weitere wurden verletzt. Darunter befindet sich auch der Polizeichef des Bezirks. Er wurde schwer verwundet in ein Nato-Krankenhaus gebracht.
Mehr... (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,639984,00.html)
mentecaptus
03.08.09, 17:43
Bundeswehr im Afghanistan-Krieg
ISAF will mehr Engagement
Der Chef der internationalen Schutztruppe in Afghanistan, Stanley McChrystal, verlangt von der Bundeswehr mehr Einsätze gegen die radikal-islamischen Taliban. Er sei besorgt über die Lage im Raum Kunduz, sagte der ISAF-General dem "Spiegel". Das Einsatzgebiet der Bundeswehr in Nordafghanistan habe mittlerweile die "volle Aufmerksamkeit" der internationalen Truppe. Die Taliban wollten im Norden eine Enklave aufbauen und würden dabei aus dem Süden unterstützt.
Konkret forderte McChrystal von der Bundeswehr und den afghanischen Sicherheitskräften weitere Operationen wie jene in Schahar Dara westlich des deutschen Feldlagers. "Es gab sicherlich einige Erfolge bei dieser Operation", sagte McChrystal, "aber wir dürfen nicht vergessen, dass eine einzelne Mission niemals dauerhafte Effekte erzielen wird".
Mehr... (http://www.n-tv.de/politik/ISAF-will-mehr-Engagement-article445027.html)
mentecaptus
04.08.09, 13:02
Einschlag bei US-Botschaft
Raketen auf Kabul
Gut zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl in Kabul ist die afghanische Hauptstadt mit acht Raketen beschossen worden.
Der afghanische Sender Tolo TV meldete, zwei Menschen - ein Kind und ein Mann - seien verletzt worden. Niemand sei getötet worden. Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira berichtete, mindestens eine Rakete sei in der Nähe der US-Botschaft in der Stadtmitte eingeschlagen. Auf Fernsehbildern waren Häuser mit zerstörten Fensterscheiben zu sehen.
Mehr... (http://www.n-tv.de/politik/Raketen-auf-Kabul-article446493.html)
Igni et ferro
04.08.09, 14:51
Wolfgang Schäuble CDU: "Muslime sind für uns alles andere als eine Bedrohung, sie sind eine Bereicherung, machen unsere Ordnung vielfältiger, sie sind erwünscht und gewollt."
Allahs Bodenpersonal, ein Quell der Freude und Bereicherung selbst im eigenen Land.
Die Religion des Friedens, eine bombige Religion mit so manchem Knalleffekt.
mentecaptus
04.08.09, 15:04
Wolfgang Schäuble CDU: "Muslime sind für uns alles andere als eine Bedrohung, sie sind eine Bereicherung, machen unsere Ordnung vielfältiger, sie sind erwünscht und gewollt."
Allahs Bodenpersonal, ein Quell der Freude und Bereicherung selbst im eigenen Land.
Die Religion des Friedens, eine bombige Religion mit so manchem Knalleffekt.
Und genau hier unterliegst du einem Irrtum, denn nicht jeder Muslim, ist ein Islamist, aber jeder Islamist ist ein Muslim.
Igni et ferro
04.08.09, 15:18
Und genau hier unterliegst du einem Irrtum, denn nicht jeder Muslim, ist ein Islamist, aber jeder Islamist ist ein Muslim.
Ich las aber noch nicht, das sich Moslems in Afghanistan oder im Irak von den Bombenanschlägen ihrer Glaubensbrüder distanzieren.
Wie hiess das noch mal mit dem dem Schweigen und zustimmen?
mentecaptus
04.08.09, 15:23
Ich las aber noch nicht, das sich Moslems in Afghanistan oder im Irak von den Bombenanschlägen ihrer Glaubensbrüder distanzieren.
Wie hiess das noch mal mit dem dem Schweigen und zustimmen?
Im Norden des Irak haben die lokalen Stammesfürsten sich nicht nur distanziert, sie haben sogar mit den Amerikaner gemeinsam die Oaida-Terroristen gejagt und getötet. Auch - und vielleicht nur - deshalb ist der Irak weitgehend befriedet, denn die ganzen ausländischen Terroristen haben sich nach Afghanistan abgesetzt, wo sie keine Einheimischen fürchten müssen.
Ich las aber noch nicht, das sich Moslems in Afghanistan oder im Irak von den Bombenanschlägen ihrer Glaubensbrüder distanzieren.
Wie hiess das noch mal mit dem dem Schweigen und zustimmen?
Mir wäre nicht bekannt, dass es in Deutschland kurz nach dem Krieg zu "Distanzierungen" oder Lichterketten gegen die Nazis gekommen wäre...
...obwohl...
...plötzlich war keiner dabei gewesen :D
Nun, es gibt wohl schon seit einigen Monaten Geheimverhandlungen mit den Taliban. Gastgeber sind die Saudis, Verhandlungspartner die Briten - alles "geduldet" von den US-Amerikanern.
Ansonsten hat das Platon sehr gut analysiert (Beitrag #19)!
Mir wäre nicht bekannt, dass es in Deutschland kurz nach dem Krieg zu "Distanzierungen" oder Lichterketten gegen die Nazis gekommen wäre...
...obwohl...
...plötzlich war keiner dabei gewesen :D
Es wurden in allen Fenstern brennende Kerzen gestellt für die hoffentlich bald heimkehrenden Kriegsgefangenen.Auch in den Fenstern wo der Kriegsgefangene schon zu Hause war.Wir hatten auch Kerzen im Fenster.
Es wurden in allen Fenstern brennende Kerzen gestellt für die hoffentlich bald heimkehrenden Kriegsgefangenen.Auch in den Fenstern wo der Kriegsgefangene schon zu Hause war.Wir hatten auch Kerzen im Fenster.
ihr hattet noch fenster?:schock:
mentecaptus
07.08.09, 10:34
ISLAMIST BAITULLAH MEHSUD
Taliban in Pakistan melden Tod ihres Anführers
Er galt als "Staatsfeind Nummer eins", wurde hinter zahlreichen Anschlägen vermutet - nun ist er nach Angaben aus Kreisen der Taliban tot: Baitullah Mehsud, Anführer der Radikalislamisten in Pakistan, soll bei einem US-Drohnenangriff ums Leben gekommen sein.
Islamabad - Ihr Führer sei schon am Mittwoch gestorben und bereits beerdigt worden, zitiert die Deutsche Presse-Agentur dpa einen Vertreter der Taliban. Ein Nachfolger Mehsuds sei ernannt, der Name solle nach dem Freitagsgebet bekanntgegeben werden.
Mehr... (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,641014,00.html)
mentecaptus
07.08.09, 23:40
Nordafghanistan: Taliban attackieren Bundeswehr
Erneut ist es in Kunduz zu einem Feuergefecht zwischen der Bundeswehr und den Taliban gekommen - die radikalen Islamisten griffen die Deutschen zwei Mal hintereinander an. Dabei wurde ein Soldat verletzt. Die Lage rund um das deutsche Camp bleibt angespannt.
Mehr... (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,641225,00.html)
mentecaptus
08.08.09, 20:14
Pakistan
Taliban-Sprecher: Mehsud noch am Leben
Der Talibaführer in Pakistan, Baitullah Mehsud ist vielleicht noch am Leben. Dies sagten ein Taliban-Sprecher und der Stellvertreter Mehsuds, Beweise lieferten sie aber nicht. Ebenso haben der CIA und Pakistan keine stichhaltigen Beweise, die den Tod des Anführers bestätigen. Unterdessen nährten sich Anzeichen dafür, dass Pakistan der CIA den entscheidenden Tipp zum Aufenthaltsort Mehsuds gab.
Mehr... (http://www.focus.de/panorama/vermischtes/pakistan-taliban-sprecher-mehsud-noch-am-leben_aid_424414.html)
mentecaptus
09.08.09, 00:35
Pakistan
Tödlicher Machtkampf bei den Taliban
Unter den pakistanischen Taliban ist nach Regierungsangaben ein blutiger Machtkampf um die Führung ausgebrochen. Einer der Aspiranten auf Baitullah Mehsuds Position soll umgekommen sein.
Bei der Ratsversammlung zur Ernennung eines neuen Kommandeurs seien Schüsse gefallen, berichteten pakistanische Medien am Samstag. Innenminister Rehman Malik bestätigte die Auseinandersetzung. „Es war ein Kampf zwischen Wali-ur-Rehman und Hakimullah Mehsud“, sagte er. „Wir haben Informationen, dass einer der beiden getötet wurde.“ Er könne aber noch nicht sagen, wer. Ein Geheimdienstoffizier am Ort des Geschehens in der Provinz Süd-Waziristan sagte, nach seinen Berichten sei Hakimullah Mesud ums Leben gekommen. Den Schüssen sei eine heftige Auseinandersetzung unter den Schura-Teilnehmern vorausgegangen.
Mehr... (http://www.focus.de/politik/ausland/pakistan-toedlicher-machtkampf-bei-den-taliban_aid_424573.html)
Mente, mente, mente....was bringste denn da für Pressemeldungen? Erst sagen die Taliban er is tot, dann lebt er, dann kämpfen sie um die Nachfolge, also isser doch tot. :verwirrt:
mentecaptus
09.08.09, 00:45
Mente, mente, mente....was bringste denn da für Pressemeldungen? Erst sagen die Taliban er is tot, dann lebt er, dann kämpfen sie um die Nachfolge, also isser doch tot. :verwirrt:
1. Baitullah Mehsud ist tot.
2. Hakimullah Mehsud bestreitet dies.
3. Wali-ur-Rehman und Hakimullah Mehsud streiten um die Nachfolge des Baitullah; einer der beiden stirbt ebenfalls.
Ja, ich habs schon verstanden. Es ging mir auch nicht darum, deine Postings zu kritisieren (die ja nur Meldungen der Presse sind), sondern viel eher die nicht so sehr gelungene "Pressearbeit" der Taliban darzustellen, etwa wie Hakimullah erst behauptet, der Baitullah ist nicht tot und trotzdem die Nachfolge reklamiert. Hey, das ist echt große Pressearbeit. Das gibts doch sonst nur bei Bayern München.
mentecaptus
10.08.09, 13:17
Gewalt der Taliban nimmt zu
Wahlen in Afghanistan gefährdet
Die Gewalt in Afghanistan ist derzeit auf dem höchsten Stand seit dem Sturz der Taliban Ende 2001. Die UN befürchten, dass viele Afghanen deshalb aus Angst nicht zu den anstehenden Wahlen gehen könnten. Bislang wurden neun Menschen getötet, die etwas mit der Abstimmung zu tun haben - vor allem Frauen sind gefährdet.
Mehr... (http://www.n-tv.de/politik/Wahlen-in-Afghanistan-gefaehrdet-article454488.html)
Diese Wahlen scheinen sich ohnehin zu einer Farce zu entwickeln.
"Wir beobachten, dass die Unregelmäßigkeiten zunehmen", berichtet Jandand Spinghar, Geschäftsführer der einzigen unabhängigen Wahlbeobachter-Organisation in Afghanistan (FEFA).
Spinghar glaubt, die unabhängige afghanische Wahlkommission sei in Wahrheit ein Organ in Diensten Präsident Karsais - eine Kritik, die auch von internationalen Beobachtern geteilt wird.
http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-1209/i.html
Herr Bratbäcker
13.08.09, 17:30
Wie hiess das noch mal mit dem dem Schweigen und zustimmen?
Nur unter Kaufleuten. Im Übrigen sollen die dicken Jungens von der BRD-Truppe mal ordentlich bis zum Umfallen kämpfen.
mentecaptus
15.08.09, 19:07
Anschlag auf ISAF-Hauptquartier
Gewaltwelle in Afghanistan
Fünf Tage vor der Präsidentenwahl in Afghanistan hat ein Selbstmordattentäter im massiv gesicherten Zentrum der Hauptstadt Kabul mindestens sieben afghanische Zivilisten mit in den Tod gerissen. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, sprengte sich der Attentäter in einem mit Sprengstoff beladenen Auto vor dem Hauptquartier der Internationalen Schutztruppe ISAF in die Luft.
Mehr als 91 Menschen seien verletzt worden. Darunter sind vier afghanische Sicherheitskräfte, eine Abgeordnete des Parlaments und vier mazedonische ISAF-Soldaten. Afghanistans Präsident Hamid Karsai verurteilte die Tat. Im nordafghanischen Kundus wurde derweil ein deutscher Soldat bei einem Feuergefecht mit radikal-islamischen Taliban leicht verletzt.
Mehr... (http://www.n-tv.de/politik/Gewaltwelle-in-Afghanistan-article461906.html)
Anschlag auf ISAF-Hauptquartier
Gewaltwelle in Afghanistan
Fünf Tage vor der Präsidentenwahl in Afghanistan hat ein Selbstmordattentäter im massiv gesicherten Zentrum der Hauptstadt Kabul mindestens sieben afghanische Zivilisten mit in den Tod gerissen. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, sprengte sich der Attentäter in einem mit Sprengstoff beladenen Auto vor dem Hauptquartier der Internationalen Schutztruppe ISAF in die Luft.
Mehr als 91 Menschen seien verletzt worden. Darunter sind vier afghanische Sicherheitskräfte, eine Abgeordnete des Parlaments und vier mazedonische ISAF-Soldaten. Afghanistans Präsident Hamid Karsai verurteilte die Tat. Im nordafghanischen Kundus wurde derweil ein deutscher Soldat bei einem Feuergefecht mit radikal-islamischen Taliban leicht verletzt.
Mehr... (http://www.n-tv.de/politik/Gewaltwelle-in-Afghanistan-article461906.html)
Das diese verrückten Afghanen sich aber auch so garnicht
von den herrlichen westlichen Demokratien helfen lassen wollen!
Na, da muss die nächsten Tage wohl Jung´s Aufbautruppe ran...
logiCopter
16.08.09, 15:51
Auf den zweiten Blick besteht aber ein erheblicher Unterschied zwischen dem Irak und Afghanistan: die größte Einnahmequelle des Irak ist Erdöl ... Der größte - und einzige - Exportschlager Afghanistans hingegen ist Opium. Wovon die Amis viel zu viel abbekommen. Und in Afghanistan stützt sich der Einfluss der lokalen Warlords auf eben diese Einnahmen aus dem Opium- und Heroinhandel. Den die Amis eigentlich bekämpfen wollen. Aber wenn sie das tun, verlieren sie ihre potenziellen Verbündeten...
Ich habe es schon mehrmals geschrieben: Der Opiumanbau der afghanischen Bauern muss dringend legalisiert und von den Alliierten geschützt, anstatt bekämpft werden. Man kann von keinem afghanischen Bauern verlangen, etwas anderes anzubauen, wenn er dann seine Familie nicht ernähren kann.
Der Westen muss den Bauern das Opium zu garantierten und fairen Preisen in großem Stil abkaufen.
Bedarf ist ausreichend vorhanden.
Selbst wenn die westlichen Staaten das Opium den Erzeugerbauern großzügig bezahlen, ist es für uns vermutlich immer noch billiger als die Opiate, welche von unserer Pharmaindustrie für medizinische Zwecke synthetisch hergestellt werden. (Das wird der Pharmaindustrie nicht gefallen, aber darauf kann in der momentanen Situation keine Rücksicht genommen werden.)
Die afghanischen Bauern hätten a) ein festes sicheres Einkommen das b) zehnmal höher ist, als das, was sie jemals von ihren Warlords und Taliban erwarten können, was c) bedeutet, dass Taliban und Warlords bei der ländlichen Bevölkerung sehr schnell ausgeschissen hätten.
Und wir hätten d) obendrein billigere (und vermutlich bessere) Opiate für unsere Krankenhäuser.
Schön und gut. Nur glaube ich kaum, dass die Nato sich momentan dem Opiumbau widmet, was sie meines Wissens nie in sonderlich großem Umfang getan hat.
Ich glaube auch nicht, dass Taliban und Warlords so schnell "ausgeschissen" hätten. Das sind jahrhundertealte Stammesstrukturen und so funktioniert Afghanistan schon ewig (oder auch nicht).
Die Idee im Ansatz ist ja nicht schlecht, aber ich glaube kaum, dass das sonderlich viel ändern wird. (Die Taliban übrigens haben in einem (oder zwei?) Jahren mal die Opiumproduktion auf -fast- null geschraubt)
logiCopter
17.08.09, 14:30
Schön und gut. Nur glaube ich kaum, dass die Nato sich momentan dem Opiumbau widmet ...
Das bräuchte die Nato auch nicht, das können die afghanischen Bauern ganz allein.
Die Nato bräuchte lediglich die Bauern fair bezahlen und sie und ihre Felder vor den Übergriffen der Warlords und Taliban ( die dann ja ihre Haupteinnahmequelle verlieren) beschützen.
Ich glaube auch nicht, dass Taliban und Warlords so schnell "ausgeschissen" hätten. Das sind jahrhundertealte Stammesstrukturen und so funktioniert Afghanistan schon ewig (oder auch nicht).
Es geht hier gar nicht um "Sympathie" aufgrund von Stammeskultur für Warlords oder Taliban. Diese dürfte bei der ländlichen Bevölkerung sowieso eher gering sein und ist, wenn überhaupt, mehr auf das "Einkommen" aus dem Mohnanbau zurückzuführen, weil die Warlords die nötigen kriminellen Verbindungen für den Weiterverkauf haben.
Dieser kriminelle Handel würde schnell rückläufig wenn die Bauern die Möglichkeit hätten, ihren Mohn zuverlässig und auf legalem Weg an die Nato zu verkaufen.
Was dann wiederum auch erheblich weniger Rauschgift für die kriminelle Drogen-Szene im Westen bedeuten würde.
Man würde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen (... abgesehen von den ganzen Fliegen, die ich vorher schon erwähnt habe)
mentecaptus
23.08.09, 12:15
Taliban in Pakistan "aus dem Tritt"
Verwirrung über neuen Anführer
Drei Wochen nach dem Tod ihres Anführers Baitullah Mehsud sorgen die pakistanischen Taliban mit Berichten über dessen Nachfolger für Verwirrung.
Vertreter der radikal-islamischen Gruppe teilten mit, der junge Kommandeur Hakimullah Mehsud stehe nun an der Spitze der Bewegung. Im pakistanischen Geheimdienst wurden indes Zweifel am Wahrheitsgehalt dieser Darstellung laut. Die Berichte über einen neuen Chef sollten nur verschleiern, dass die Taliban ohne Führung dastünden. Hakimullah Mehsud sei nämlich kurz nach dem Tod von Baitullah Mehsud bei einer Schießerei mit einem Rivalen getötet oder schwer verletzt worden, sagte ein Geheimdienstoffizier. Der bisherige Taliban-Führer war am 5. August bei einem US-Raketenangriff ums Leben gekommen.
Die BBC zitierte den Taliban-Kommandeur Faqir Mohammed mit der Aussage, Hakimullah Mesud sei nun neuer Anführer. Reuters erfuhr von Stammesältesten, zuvor sei Faqir Mohammed bewegt worden, das Amt nicht anzunehmen. "Es herrscht Verwirrung. Vor zwei Tagen erklärte Fariq Mohammed, er sei amtierender Chef und nun ist es Hakimullah", sagte ein Geheimdienstoffizier aus Pakistan. Ein anderer Offizier spekulierte, die Taliban warteten auf die Rückkehr eines Bruders von Hakimullah, der die Führung der Bewegung übernehmen solle.
Mehr... (http://www.n-tv.de/politik/Verwirrung-ueber-neuen-Anfuehrer-article472454.html)
Taliban in Pakistan "aus dem Tritt"
Verwirrung über neuen Anführer
Drei Wochen nach dem Tod ihres Anführers Baitullah Mehsud sorgen die pakistanischen Taliban mit Berichten über dessen Nachfolger für Verwirrung.
Vertreter der radikal-islamischen Gruppe teilten mit, der junge Kommandeur Hakimullah Mehsud stehe nun an der Spitze der Bewegung. Im pakistanischen Geheimdienst wurden indes Zweifel am Wahrheitsgehalt dieser Darstellung laut. Die Berichte über einen neuen Chef sollten nur verschleiern, dass die Taliban ohne Führung dastünden. Hakimullah Mehsud sei nämlich kurz nach dem Tod von Baitullah Mehsud bei einer Schießerei mit einem Rivalen getötet oder schwer verletzt worden, sagte ein Geheimdienstoffizier. Der bisherige Taliban-Führer war am 5. August bei einem US-Raketenangriff ums Leben gekommen.
Die BBC zitierte den Taliban-Kommandeur Faqir Mohammed mit der Aussage, Hakimullah Mesud sei nun neuer Anführer. Reuters erfuhr von Stammesältesten, zuvor sei Faqir Mohammed bewegt worden, das Amt nicht anzunehmen. "Es herrscht Verwirrung. Vor zwei Tagen erklärte Fariq Mohammed, er sei amtierender Chef und nun ist es Hakimullah", sagte ein Geheimdienstoffizier aus Pakistan. Ein anderer Offizier spekulierte, die Taliban warteten auf die Rückkehr eines Bruders von Hakimullah, der die Führung der Bewegung übernehmen solle.
Mehr... (http://www.n-tv.de/politik/Verwirrung-ueber-neuen-Anfuehrer-article472454.html)
Ja " Jung " soll sich schon mal warm anziehen. :-D:-D:-D
mentecaptus
23.08.09, 17:45
Ja " Jung " soll sich schon mal warm anziehen. :-D:-D:-D
Wieso? Wir sind doch nicht verwirrt über unseren Anführer.
Taliban in Pakistan "aus dem Tritt"
Na und? Wärst Du auch, wenn Du nicht wüsstest, ob Hadji Halef Mullah Omar oder Yussuff al Bani Bhakdibutr oder Mohammed al Saifir el Ali nun Chef ist.
Ist doch alleine schon schwierig, sich die ganzen Namen zu merken...
Ist doch alleine schon schwierig, sich die ganzen Namen zu merken...
Zumal die ohnehin nur ein paar Monate aktuell sind, ehe dann wieder eine Drohne kreist.
rondo bavarese
23.08.09, 23:20
Das bräuchte die Nato auch nicht, das können die afghanischen Bauern ganz allein.
Die Nato bräuchte lediglich die Bauern fair bezahlen und sie und ihre Felder vor den Übergriffen der Warlords und Taliban ( die dann ja ihre Haupteinnahmequelle verlieren) beschützen.
Wenn man sie vor ihrer Lehmhütte abknallen würde,
wäre Geld gespart und es gäbe weniger Opium.
Es würde sich sehr schnell unter den Steinzeit-Deppen rumsprechen.
Die Strategie erinnert an den Irak. Als die Amis anfingen, sich mit den lokalen Anführern auf Augenhöhe zu verständigen, haben diese angefangen, die Terroristen von Al Quaida aus ihren Dörfern zu schmeißen. So wurde der "muslimische Block" gespalten in moderate und militante. Und die militanten Führer verloreren stetig an Einfluss, weil die moderaten Führer ein Interesse daran haben, ihre Position zu behauptetn und die Lage zu stabilisieren. Insofern könnte die Strategie auf den ersten Blick vielversprechend sein.
Auf den zweiten Blick besteht aber ein erheblicher Unterschied zwischen dem Irak und Afghanistan: die größte Einnahmequelle des Irak ist Erdöl, wovon die Amis gar nicht genug bekommen können. Und die Amis haben im Irak durchaus das Interesse, mit lokalen Führern zusammenzuarbeiten und deren Haupteinnahmequelle, das Erdöl, mit Wohlwollen zu betrachten. Der größte - und einzige - Exportschlager Afghanistans hingegen ist Opium. Wovon die Amis viel zu viel abbekommen. Und in Afghanistan stützt sich der Einfluss der lokalen Warlords auf eben diese Einnahmen aus dem Opium- und Heroinhandel. Den die Amis eigentlich bekämpfen wollen. Aber wenn sie das tun, verlieren sie ihre potenziellen Verbündeten...
Das hört sich zwar gut an aber da gibt es aber einen Haken. Im irak war die Situation indem Sinne anders das schon vorher eine gewisse Kluft zwischen Moderaten und den Radikalen Kräften klaffte wenn auch nicht so gross. Die Radikalen waren meist Al Quaida Kämpfer die wie bei Al Quaida üblich meist aus Arabien Jemen und anderen Arabischen Ländern Rekrutiert wurde also Ausländer waren. Während die Moderaten Kräfte eher Iraker waren Teilweise auch keine Islamisten sondern Baathisten sprich Saddam anhängsel. Und dadurch kamen sie bei der Sunnitischen schicht auch besser an. Bei den Taliban ist es aber so das sie in den seltensten Fällen ausländer sind.
mentecaptus
26.08.09, 11:04
Wahl in Afghanistan
Erste Zahlen sehen Karzai nur knapp vor Abdullah
Es sind nur Teilergebnisse, doch ein klarer Sieg von Hamid Karzai bei den Wahlen in Afghanistan scheint zusehends ausgeschlossen. Nach ersten Stimmenauszählungen kommt er nur auf 40 Prozent. Sein Widersacher Abdullah liegt nur knapp hinter ihm - und legt Beweise für Wahlbetrug vor.
Kabul/Berlin - Fünf Tage sind seit dem Wahltag vergangen, und bisher reklamierten sowohl der amtierende Präsident Hamid Karzai als auch sein erfolgreichster Widersacher Abdullah Abdullah den Sieg für sich. Noch am Montag hatte ein Minister aus der Karzai-Regierung von einem klaren Sieg seines Chefs gesprochen, mehr als 68 Prozent aller Stimmen habe der Staatschef am 20. August auf sich vereinigen können. Woher er diese Zahlen hatte, gab der Minister allerdings nicht preis.
Offenbar ein Trugschluss. Die Kommission teilte in Kabul am Abend (Ortszeit) mit, dass Karzai mit 41 Prozent der 524.444 bisher ausgezählten Stimmen nur knapp vor seinem Konkurrenten liegt. Laut dem ersten Teilergebnis kommt Abdullah auf 202.898 Stimmen, das entspricht einem Anteil von 39 Prozent. Der Chef der Wahlkommission forderte prompt Politiker und Journalisten auf, bei der Bewertung von Daten aus inoffiziellen Quellen Zurückhaltung zu üben. "Nur unsere Zahlen sagen etwas aus, alles andere ist Spekulation", sagte er.
Mehr... (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,644892,00.html)
Das hört sich zwar gut an aber da gibt es aber einen Haken. Im irak war die Situation indem Sinne anders das schon vorher eine gewisse Kluft zwischen Moderaten und den Radikalen Kräften klaffte wenn auch nicht so gross. Die Radikalen waren meist Al Quaida Kämpfer die wie bei Al Quaida üblich meist aus Arabien Jemen und anderen Arabischen Ländern Rekrutiert wurde also Ausländer waren. Während die Moderaten Kräfte eher Iraker waren Teilweise auch keine Islamisten sondern Baathisten sprich Saddam anhängsel. Und dadurch kamen sie bei der Sunnitischen schicht auch besser an. Bei den Taliban ist es aber so das sie in den seltensten Fällen ausländer sind.
Nun, die schiitischen Iraker hatten mit Al-Sadr durchaus einen radikalen Wortführer. Hinzu kommen iranische Unterstützung (Geld, Waffen, Ausbildung durch die Hisbollah).
vBulletin® v3.8.7, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.