Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragen&Antworten zum 1. Weltkrieg
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Meine erste Frage:
War das österreich-ungarische Ultimatum an Serbien wirklich "unannehmbar" ?
Sauerländer
31.07.09, 22:28
Meine erste Frage:
War das österreich-ungarische Ultimatum an Serbien wirklich "unannehmbar" ?
Aus serbischer Perspektive? Mit Sicherheit.
Aus serbischer Perspektive? Mit Sicherheit.
Eine Begründung wäre jetzt noch ganz nett :D
Ironie Kaiser Franz Josef war eigentlich froh das er seinen Neffen den Thronfolger los war,da der nicht standesgemäß verheiratet war,bei der Beerdigung hat er noch die ermordete Ehefrau des Thronfolgers demütigen lassen.
Sauerländer
31.07.09, 22:38
Eine Begründung wäre jetzt noch ganz nett :D
Spätestens der Punkt der "Mitwirkung" österreichischer Organe an den Ermittlungen bedeutete eine Infragestellung serbischer Souveränität. Dies in einer Epoche des brodelnden Nationalismus, den entschieden -auf der EIGENEN Seite!- zu bekämpfen man den Serben abverlangte.
Eine Regierung, die darauf eingegangen wäre, hätte sich vor ihrem Volk zum Hampelmann gemacht, einen guten Teil jedes Rechts auf Loyalität verwirkt.
Serbien hatte alle Bedingungen von Österreich akzeptiert und trotzdem wollte der Stabschef von Holtzendorf eine Strafexpedition nach Serbien schicken.
Sauerländer
31.07.09, 22:41
Serbien hatte alle Bedingungen von Österreich akzeptiert und trotzdem wollte der Stabschef von Holtzendorf eine Strafexpedition nach Serbien schicken.
Das stimmt so nicht. Gegen eine Einmischung der Österreicher in die Ermittlungen haben sich die Serben deutlich verwahrt. Zu Recht.
Nach dem Russland Österreich den Krieg erklärt hat mußte Deutschland so oder so Österreich helfen,denn hätte Ö den Krieg gegen Russl. verloren dann wäre Deutschland total eingekreist.
Das stimmt so nicht. Gegen eine Einmischung der Österreicher in die Ermittlungen haben sich die Serben deutlich verwahrt. Zu Recht.
Wie auch immer Serbien war kooperativ.
Das stimmt so nicht. Gegen eine Einmischung der Österreicher in die Ermittlungen haben sich die Serben deutlich verwahrt. Zu Recht.
Wieso zu Recht.
Würde man den Obimbo in Berlin wegpusten wäre auch die CIA und co da.
Nach dem Russland Österreich den Krieg erklärt hat mußte Deutschland so oder so Österreich helfen,denn hätte Ö den Krieg gegen Russl. verloren dann wäre Deutschland total eingekreist.
Die Nibelungentreue war Deutschlands Verhängnis, aber eine Pflicht der Ehre und der Gerechtigkeit.
Sauerländer
31.07.09, 22:46
Wie auch immer Serbien war kooperativ.
Jepp, war es. Aber an einer gütlichen Lösung des Konflikts bestand in Österreich-Ungarn zu diesem Zeitpunkt ja kaum noch ein Interesse.
Sauerländer
31.07.09, 22:47
Wieso zu Recht.
Würde man den Obimbo in Berlin wegpusten wäre auch die CIA und co da.
Und auch dann hätte unsere Führung das Recht und die pflicht, sich dagegen zu verwahren. Das sie das vermutlich nicht tun würde, spricht nicht gegen die Serben, sondern gegen unsere heutige Führung.
Die Nibelungentreue war Deutschlands Verhängnis, aber eine Pflicht der Ehre und der Gerechtigkeit.
Nein,wenn Österreich gegen Russland verloren hätte,dann wäre die Situation sehr eng geworden,und die Lage wäre strategisch unhaltbar für Deutschland,so oder so mußte man in den Krieg.
Sauerländer
31.07.09, 22:51
Nein,wenn Österreich gegen Russland verloren hätte,dann wäre die Situation sehr eng geworden,und die Lage wäre strategisch unhaltbar für Deutschland,so oder so mußte man in den Krieg.
Und wieder einmal sehen wir, wie verhängnisvoll es war, dass unsere selige Regierung damals sich nicht willens und/oder in der Lage sah, die bismarck´sche Aussenpolitik fortzuführen...
Alternative wäre gewesen man hätte Österreich mit Waffen unterstützt in der Hoffnung das Ö gegen Russl. den Krieg gewinnt.
Und wieder einmal sehen wir, wie verhängnisvoll es war, dass unsere selige Regierung damals sich nicht willens und/oder in der Lage sah, die bismarck´sche Aussenpolitik fortzuführen...
Schwer zu sagen,denn der russ.Zar war strohdumm,und seine Frau die war genauso dumm.Ob da die deutsche Politik etwas hätte machen können.Ach so Italien löste 1914 das Bündnis mit Deu/Öst. da mit hatte auch keiner gerechnet.
Spätestens der Punkt der "Mitwirkung" österreichischer Organe an den Ermittlungen bedeutete eine Infragestellung serbischer Souveränität. Dies in einer Epoche des brodelnden Nationalismus, den entschieden -auf der EIGENEN Seite!- zu bekämpfen man den Serben abverlangte.
Eine Regierung, die darauf eingegangen wäre, hätte sich vor ihrem Volk zum Hampelmann gemacht, einen guten Teil jedes Rechts auf Loyalität verwirkt.
Da ja der berechtigte Verdacht im Raum stand das Serbien in diesen Mord über Dritte verwickelt gewesen ist, war dies eigentlich eine rechtmäßige Forderung. Zur Not hätte man ja auch eine internationale Instanz damit beauftragen können - die allerdings erst zu diesem Zweck hätte gegründet werden müssen.
Sarajewo war der Anlaß zum Krieg aber nicht der Grund.
Sauerländer
31.07.09, 23:04
Schwer zu sagen,denn der russ.Zar war strohdumm,und seine Frau die war genauso dumm.Ob da die deutsche Politik etwas hätte machen können.Ach so Italien löste 1914 das Bündnis mit Deu/Öst. da mit hatte auch keiner gerechnet.
"Dumm" würde ich ihn nicht unbedingt nennen. Nur hatte er nicht den Charakter eines willensstarken politischen Führers. Er scheint mir eher ein ein Stück weit apolitischer Familienmensch und darüberhinaus sehr beeinflussbar gewesen zu sein. Menschlich eben.
Wilhelm II war ja der Ansicht, sich mit ihm (Verwandschaft!) noch einigen zu können, und einmal hat der Zar ja die schon angelaufene Mobilmachung tatsächlich zurückgepfiffen, ja er hat seine Generäle, die längst auf Krieg eingestellt waren, regelrecht zur Weissglut getrieben. John Keegan hat das in seinem Buch über den ersten Weltkrieg sehr schön dargestellt.
Ich persönlich bin der Meinung, dass, hätte man sich nach Bismarcks Ende nicht so himmelschreiend dämlich angestellt, mit Russland eine Verständigung möglich gewesen wäre. Der wahre Feind stand nunmal im Westen.
Sauerländer
31.07.09, 23:06
Da ja der berechtigte Verdacht im Raum stand das Serbien in diesen Mord über Dritte verwickelt gewesen ist, war dies eigentlich eine rechtmäßige Forderung.
Aus neutraler oder österreichischer Perspektive mag das so sein - entscheidend aber ist die Perspektive derer, die das Ultimatum annehmen sollten, also die der Serben. Und für die musste das eine klare Infragestellung ihrer Souveränität darstellen.
Und das WAR inakzeptabel.
Sauerländer
31.07.09, 23:07
Sarajewo war der Anlaß zum Krieg aber nicht der Grund.
Richtig. Der Knall war unvermeidlich. Beeinflussbar waren nur die genaueren Modalitäten.
Kaiser Willhelm sagte er habe mit dem Zar telefoniert,und der Zar wußte noch nicht mal das die totale Mobilmachung Krieg bedeutet.
Sauerländer
31.07.09, 23:35
Kaiser Willhelm sagte er habe mit dem Zar telefoniert,und der Zar wußte noch nicht mal das die totale Mobilmachung Krieg bedeutet.
Telefoniert? Allenfalls telegrafiert.
Und, öhm, nunja, eine sonderliche Leuchte mit klarer Wahrnehmung der Realitäten war Wilhelm II auch nicht gerade.
Telefoniert? Allenfalls telegrafiert.
Und, öhm, nunja, eine sonderliche Leuchte mit klarer Wahrnehmung der Realitäten war Wilhelm II auch nicht gerade.
Natürlich Telefoniert.
Über die russ.Entscheidungsfindung zum Krieg ist bis Heute fast nichts bekannt,und man rätselt noch Heute.Denn Russland konnte in diesen Krieg nichts lohnendes gewinnen.Denn der 1.Weltkrieg war für Russland vollkommen überflüssig,so das man es bis Heute nicht rational nachvollziehen kann,warum ging Russland in den Krieg.Nur eines ist sicher das die pol.Führung unter starken franz.Einfluß stand.
Natürlich Telefoniert.
Über die russ.Entscheidungsfindung zum Krieg ist bis Heute fast nichts bekannt,und man rätselt noch Heute.Denn Russland konnte in diesen Krieg nichts lohnendes gewinnen.Denn der 1.Weltkrieg war für Russland vollkommen überflüssig,so das man es bis Heute nicht rational nachvollziehen kann,warum ging Russland in den Krieg.Nur eines ist sicher das die pol.Führung unter starken franz.Einfluß stand.
Russland hatte derarti grosse innere Probleme, dass man glaubte ein Krieg würde das Reich wieder zusammenschweissen. Falsch gedacht.
Russland hatte derarti grosse innere Probleme, dass man glaubte ein Krieg würde das Reich wieder zusammenschweissen. Falsch gedacht.
Das ist richtig,aber es ist halt nur eine Interpretation eines Motives.
so das man es bis Heute nicht rational nachvollziehen kann,warum ging Russland in den Krieg.
Na, da will wohl keiner das Stichwort geben :D
Na, da will wohl keiner das Stichwort geben :D
Nein das ist so,der Zar war ahnungslos wie ein Baby und wußte nicht um was es dort überhaupt ging,ähnlich wie der US Präsident Woodrow Wilson der wußte auch nicht genau um was es ging.
Natürlich Telefoniert.
Über die russ.Entscheidungsfindung zum Krieg ist bis Heute fast nichts bekannt,und man rätselt noch Heute.Denn Russland konnte in diesen Krieg nichts lohnendes gewinnen.Denn der 1.Weltkrieg war für Russland vollkommen überflüssig,so das man es bis Heute nicht rational nachvollziehen kann,warum ging Russland in den Krieg.Nur eines ist sicher das die pol.Führung unter starken franz.Einfluß stand.
"Panslawismus" ist Dir aber schon ein Begriff, oder?
"Panslawismus" ist Dir aber schon ein Begriff, oder?
Ja und deswegen weiß ich das es Quatsch ist.
Durch jüngste Stränge stellt sich in meinem Kopf gerade die Frage... warum hat Polen, welches während des 1ten Weltkrieges von Deutschland gegründet wurde, nach selbigem deutsches Gebiet erhalten ?
Durch jüngste Stränge stellt sich in meinem Kopf gerade die Frage... warum hat Polen, welches während des 1ten Weltkrieges von Deutschland gegründet wurde, nach selbigem deutsches Gebiet erhalten ?
1.) Deutschland sollte nach dem Willen des Versailler Diktats möglichst zerstückelt und verkleinert werden; der Grund war der Antigermanismus Frankreichs und Englands.
2.) Die Polen waren und sind ein extrem nationalistisches und chauvinistisches Volk. Sie haben nach dem 1.Weltkrieg sich Gebiete von Deutschland und der Ukraine einverleibt. Ihr Traum war, daß Polen bis zur Oder reichte:
"Der polnische Terror in der Ukraine ist heute schlimmer als alles andere in Europa. Aus der Ukraine ist ein Land der Verzweiflung und Zerstörung geworden. Was um so aufreizender ist, als die Rechte der Ukrainer völkerrechtlich gewährleistet sind, während der Völkerbund allen Appellen und Darlegungen gegenüber taub ist und die übrige Welt nichts davon weiß und sich nicht darum kümmert."
Manchester Guardian, 17.Oktober 1930; Zitat nach Ulrich Stern "Die wahren Schuldigen am Zweiten Weltkrieg"
"Die Polen haben das letzte Gefühl für Maß und Größe verloren. Jeder Ausländer, der in Polen die neuen Landkarten betrachtet, worauf ein großer Teil Deutschlands bis in die Nähe von Berlin, weiter Böhmen, Mähren, Slowakei und ein riesiger Teil Rußlands in der überaus reichen Phantasie der Polen bereits annektiert sind, muss denken, daß Polen eine riesige Irrenanstalt geworden ist."
vgl. Ward Hermans, flämischer Schriftsteller, 3.8.39, bei Lenz, F., Nie wieder München, Heidelberg 1965, Bd. I, S. 207
http://www.npd-goettingen.de/ (unter Zitate)
Polen war in den 30er Jahren ein faschistischer Staat mit den ersten KZ auf europäischem Boden. Deutsche, Juden und Ukrainer in Polen wurden grausam verfolgt.
Daß die Polen jetzt das unschuldig überfallene Opfer spielen, ist natürlich nur pure Heuchelei.
Durch jüngste Stränge stellt sich in meinem Kopf gerade die Frage... warum hat Polen, welches während des 1ten Weltkrieges von Deutschland gegründet wurde, nach selbigem deutsches Gebiet erhalten ?
Wilsons 14 Punkte.
Eine Folge dieser Punkte war, dass eine jede Nation Zugang zum mehr erhalten solle.
Der gute Wilson war aber nicht der hellste und bedachte nicht, dass sich diese gutmenschlich nette Geste nicht mit dem viel wichtigeren Recht der nationalen Selbstbestimmung schneiden könnte.
Darum hat man die Deutschen bestraft und den Korridor kassiert.
Andere Volksabstimmungen wurden manipuliert, oder trotz Ergebnis fürs Deutsche Vaterland einfach an die slawischen Völker abgetreten.
Vorallem schlesische Gebiete waren betroffen.
Den Polen war das gerade Recht, da sie alles slawische in ihrem heutigem Staatsgebiet als polnisch ansahen.
Dieser krankhafte Wahn ist es auch, warum Polen heute in Schlesien Ostpreußen Westpreußen Pommern und im südlichen Ostpreußen in Deutschen Häusern wohnen.
Das wäre so, als würden wir Deutschen germanisches Gebiet bis ins vorderste Russland beanspruchen.
Soviel zur "Deutschen Ostexpansion".
Das wäre so, als würden wir Deutschen germanisches Gebiet bis ins vorderste Russland beanspruchen.
Da gibt es doch mit Sicherheit ein paar deiner Kameraden, die gerne Ostpreußen wieder hätten, nicht wahr?
Da gibt es doch mit Sicherheit ein paar deiner Kameraden, die gerne Ostpreußen wieder hätten, nicht wahr?
Die Russen werden es uns eh irgendwann freiwillig zurückgeben, weil es wirtschaftlich für sie unrentabel ist. ;)
K.-H. Hirmer
24.08.09, 08:16
Die Russen werden es uns eh irgendwann freiwillig zurückgeben, weil es wirtschaftlich für sie unrentabel ist. ;)
Selbst wenn, wir sollten es nicht nehmen, weil es auch für uns wirtschaftlich uninteressant ist.
Da gibt es doch mit Sicherheit ein paar deiner Kameraden, die gerne Ostpreußen wieder hätten, nicht wahr?
Was wäre so schlimm daran ?
K.-H. Hirmer
24.08.09, 10:30
Was wäre so schlimm daran ?
Zu teuer.
Die Russen werden es uns eh irgendwann freiwillig zurückgeben, weil es wirtschaftlich für sie unrentabel ist. ;)
Haben sie schon,aber der zionistische Agent Helmut Kohl hat abgelehnt.
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