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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nestbeschmutzung


Release
18.09.09, 13:47
Bevor ich hier ins Thema einsteige:

Tut man sowas überhaupt? Dinge zu kritisieren, in denen man selbst mittelbar oder unmittelbar drinsteckt? Kritisiere ich die Firma, in der ich arbeite, meine Nachbarn, meinen Ort, "meine" Uni oder gar Eigeschaften "meines" Volkes, die mir nicht passen?

Meine Familie, da wo ich herkomme, hat ja durchaus was kritisierfähiges, aber die, die ich selbt gegründet habe, möchte ich natürlich nicht kritisieren, denn das fällt ja sofort auf mich zurück.

Was aber mit den sonstigen Umgebungen, die man derart differenziert betrachten kann, dass man sich ein Urteil darüber erlaubt? Es gibt ja Zeitgenossen, die sagen, der Mensch sollte überhaupt nichts verurteilen, sondern andere Menschen in Ruhe lassen. Irgendso eine eingeheiratete Indianerin sagte das neulich bei Maischberger oder so.

Wie seht ihr das? Sollte man seine eigenen Nester beschmutzen dürfen? Also ich habe kein Problem damit Ich bin ja auch ein freier Mensch.

herberger
18.09.09, 14:15
In der UDSSR sagte Chrutschow über Dissidenten "Nur ein Schwein scheißt in den Trog woraus es frißt"!
Der Unterschied zur BRD ist, hier ist es Staatsreligion aus diesem Trog zu fressen.

Release
18.09.09, 14:21
In der UDSSR sagte Chrutschow über Dissidenten "Nur ein Schwein scheißt in den Trog woraus es frißt"!
Der Unterschied zur BRD ist, hier ist es Staatsreligion aus diesem Trog zu fressen.

Das würde ich so nicht sagen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich keine linke Gutmenschin bin. Und ich bin mir sicher, dass Kritik nicht immer als Verachtung daher kommen muss, sondern eher als Aufforderung zur Verbesserung. Wenn ich etwas kritisiere, dann also nicht zur Selbsterhöhung, sondern zum gegenseitigen Wachsen bspw.

Das Problem heute ist aber, das jeder in die Suppe spuckt, aber keiner mehr eine bessere kochen will. Die Nestbeschmutzung führt also nicht mehr zur Reinigung, sondern zu mehr Ekel vor sich und den Anderen. Und das ist das Problem.

Lucinda
18.09.09, 15:58
Bevor ich hier ins Thema einsteige:

Tut man sowas überhaupt? Dinge zu kritisieren, in denen man selbst mittelbar oder unmittelbar drinsteckt? Kritisiere ich die Firma, in der ich arbeite, meine Nachbarn, meinen Ort, "meine" Uni oder gar Eigeschaften "meines" Volkes, die mir nicht passen?

Meine Familie, da wo ich herkomme, hat ja durchaus was kritisierfähiges, aber die, die ich selbt gegründet habe, möchte ich natürlich nicht kritisieren, denn das fällt ja sofort auf mich zurück.

Wie seht ihr das? Sollte man seine eigenen Nester beschmutzen dürfen? Also ich habe kein Problem damit Ich bin ja auch ein freier Mensch.

Aber selbstverständlich.
In einer halbwegs intelligenten Gesellschaft sollte man aus Fehlern lernen, nicht nur die, welche man selbst gemacht hat, sondern auch aus denen die andere gemacht haben.
Grundsätzlich sollte sich aber nur derjenige Kritik erlauben wenn ihm ernsthaft daran gelegen ist, daß sich etwas zum Positiven verändert.

Ace of Spades
18.09.09, 16:03
Wie seht ihr das? Sollte man seine eigenen Nester beschmutzen dürfen? Also ich habe kein Problem damit Ich bin ja auch ein freier Mensch.

Da bist du bei den Deutschen richtig.

Leila
18.09.09, 20:38
Nein, sowas tut kein Feigling!

Gruß von Leila

Release
21.09.09, 14:20
Aber selbstverständlich.
In einer halbwegs intelligenten Gesellschaft sollte man aus Fehlern lernen, nicht nur die, welche man selbst gemacht hat, sondern auch aus denen die andere gemacht haben.
Grundsätzlich sollte sich aber nur derjenige Kritik erlauben wenn ihm ernsthaft daran gelegen ist, daß sich etwas zum Positiven verändert.

Das finde ich auch. Kritik sollte immer nur angewandt werden, um wirklich Verbesserungen anzustoßen.

Wer kann schon beurteilen, in welcher Lage wir als Volk erst wären, wenn wir uns nicht ständig alles mies reden würden?

Ace of Spades
21.09.09, 17:21
Das finde ich auch. Kritik sollte immer nur angewandt werden, um wirklich Verbesserungen anzustoßen.

Wer kann schon beurteilen, in welcher Lage wir als Volk erst wären, wenn wir uns nicht ständig alles mies reden würden?

Ist es das nicht, mies? Alleine der Gedanke, wieviel Geld an kriminelle Ausländer fliesst ist heftig..

Auf der anderen Seite hocken unserer Kinder in Klassenräume wo der Putz von der Decke fällt, fallen Schulstunden aus und es werden Studiengebühren kassiert um einen Punkt zu nennen.

Soll man als Bürger nicht auf den Tisch hauen und die Verantwortlichen als Drecksäcke beschimpfen?

Es gibt die Kehrseite in Form eines Sprichwortes: ärgere dich nur über die Dinge die du selbst ändern kannst.