Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Polizei vs Werte
Jetzt, nach dem Münchner Attentat durch zwei Vollspaten, stehen die Politiker einträchtig Hand in Hand nebeneinander und singen das hohe Lied der Polizei, die man dringendst bräuchte und mehr Überwachung und ein schärferes Strafrecht sowieso...
...mich verblüfft oder verblüfft eigentlich nicht, dass die Politik einmal mehr an Symptomen herumdoktort, statt dass dieser tragische Vorfall endlich einmal dazu genutzt wird, eine breite gesellschaftliche Diskussion über die sogenannten (achtung: schlimmes Wort: ) "Werte" zu diskutieren, die in dieser Gesellschaft anscheinend nicht mehr vorhanden sind.
Die beiden Bubis und ihr sich rechtzeitig abgesetzt habender Kupane sind ja nicht einfach vom Himmel gefallen, da gibt es ja wohl eine Vorgeschichte und das sind letztlich die Kinder meiner Generation, die diese Tat begangen haben.
"Früher hätts des net gebn" - hätte es wahrscheinlich doch und hat es auch gegeben - aber längst nicht in dem Umfang, wie dies heute der Fall zu sein scheint.
Was wurde aus sogenannten Werten wie Respekt, Höflichkeit, Anstand, Ehrlichkeit und Verantwortungsbewusstsein? Warum bedrohen zwei Typen zuerst Kinder und schlagen dann einen Mann tot, der die Kinder schützen will? Und wo waren die anderen Fahrgäste? Angestrengt BILD gelesen und geguckt, wie die erste Beischlafuschi von Becker wieder heiratet? "Da müsste mal einer was machen" gedacht und den SUPER-BINGO Schein ausgefüllt?
Sind wir eine Gesellschaft von verkommenen Schwachmaten, die sich nur noch auf den Staat und andere Menschen verlassen wollen, dass es "irgendeiner" schon richten wird? Sind unsere Kinder nur noch Ungeziefer, das sich respektlos über Schwächere lustig macht oder sich nur noch in rechten und linken und islamischen Gruppen stark fühlt? Sind wir eine Gesellschaft von Verblödeten, die sich für Mario Barth mehr interessiert als für den Raubüberfall von Oma Kalupke drei Schritte neben uns? Eine Gesellschaft von Angsthasen, Doofen und Feiglingen, die sich "lieber mal heraushält"?
Als Justiz würde ich sämtliche Insassen des verdammten S-Bahn-Waggons wegen unterlassener Hilfeleistung vor den Kadi zerren. Es wäre zu wünschen gewesen, dass nicht nur EIN Aufrechter die Klappe aufmacht, sondern ALLE.
...aber warten wir lieber bis zur nächsten Rentenreform oder Abwrackprämie. Dann sind sie alle wieder da, die "Superstar"- und "Topmodell"-Glotzer und wollen ihr Stückchen vom Kuchen.
Wärs nicht mein Volk - ich würde es verachten. So trage aber auch ich ein Stück Mitverantwortung.
Es gibt halt keine Zivilcourage mehr in Deutschland. Habe mal einen Strang darüber eröffnet.
Wundert dich das? Wie soll es in einer multikriminellen Gesellschaft, in der der Begriff Volksgemeinschaft Autobahn ist, noch Zivilcourage geben?
Das ist doch politisch alles so gewollt. Jeder ist sich halt selbst der Nächste.
Übrigens ist das Eingreifen für Deutsche höchst gefährlich:
- Sie werden direkt von Moslemhorden abgestochen (oder in seltenen Fällen von deutschem Abschaum wie im angesprochenen Fall).
- Selbst wenn es gut geht, müssen sie in ständiger Angst um ihre Familie leben, da die Moslems an ihr Rache nehmen werden wollen.
- Das Notwehrrecht ist für Deutsche außer Kraft gesetzt. Wer sich gegen Ausländer wehrt, macht sich immer strafbar. Deutsche sind nur Menschen 2.Klasse. Es gab da mal diesen Fall des Informatikstudenten, der ins Gefängnis mußte, nachdem er in Notwehr einen Albaner niedergestochen hat. Werde ich bei Gelegenheit mal raussuchen.
Herr Bratbäcker
15.09.09, 10:41
J Sind wir eine Gesellschaft von Verblödeten, die sich für Mario Barth mehr interessiert als für den Raubüberfall von Oma Kalupke drei Schritte neben uns? Eine Gesellschaft von Angsthasen, Doofen und Feiglingen, die sich "lieber mal heraushält"?
Kurze Antwort: JA, von einigen Ausnahmen mal abgesehen.
Engagement lohnt sich nicht. Was die Begriffe "Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, füreinander eintreten" bedeuten, könnte der Dooofdeutsche bei den ach so verhassten Türken lernen.
DreadfulGreat
15.09.09, 11:16
Warum bedrohen zwei Typen zuerst Kinder und schlagen dann einen Mann tot, der die Kinder schützen will? Und wo waren die anderen Fahrgäste?
Als Justiz würde ich sämtliche Insassen des verdammten S-Bahn-Waggons wegen unterlassener Hilfeleistung vor den Kadi zerren. Es wäre zu wünschen gewesen, dass nicht nur EIN Aufrechter die Klappe aufmacht, sondern ALLE.
Wärs nicht mein Volk - ich würde es verachten. So trage aber auch ich ein Stück Mitverantwortung.
gekürzt
Ich habe gestern im Parallelstrang ähnlich und ebenso polemisch gefragt. Mir hat die Lektüre der FR heute morgen weiter geholfen:
Was geht in den Köpfen dieser jungen Gewalttäter vor?
Die Wissenschaft spricht von einem Scham-Wut-Komplex, der sich in solchen Taten brutal entlädt. Meist sind das Täter, die gesellschaftlich nicht anerkannt sind, die ein schlechtes Bildungsniveau und keinen Job haben. Sie sind nicht stolz auf sich und haben ein sehr geringes Selbstwertgefühl. Wenn man sie reizt, schlägt das in eine völlig unverhältnismäßige Wut um.
Wollen sich die Täter so für ihr verkorkstes Leben rächen?
In gewisser Weise ja. Diese Jugendlichen huldigen einer ganz fatalen Heldenkultur. Sie glauben, sie sind glorreiche Sieger, wenn sie in einer Gruppe auf einen wehrlosen Einzelnen losgehen. Sie wissen nicht, was Respekt ist oder was "männliche Ehre" eigentlich bedeutet, auf die sie sich ja oft berufen. Sie haben keine Empathie und auch keinerlei Schamgefühl für begangenes Unrecht. Beides kann man aber nicht im Nachhinein durch stärkere Strafen erzeugen. Das muss im Vorfeld, in der Familie und den Schulen passieren.
Quelle (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1947308_Jugendgewalt-Experte-Kersten-im-Interview-Fatale-Heldenkultur.html)
Interview mit einem Polizeipsychologen zum Gruppenverhalten des "kollektiven Wegschauens":
http://www.tagesthemen.de/multimedia/video/video568064.html
Was tun?
Die Regeln für richtiges Einschreiten
gegen Gewalttäter hat das Opfer von München nahezu mustergültig eingehalten, auch wenn es ihm nichts genutzt hat. Die Tipps von Polizeibehörden und Präventionsräten ähneln sich:
Helfen, ohne sich selbst zu gefährden. Auf diesem Grundsatz bauen alle anderen Verhaltensregeln auf. Dazu gehört es, sichere Distanz zu halten.
Dem Angreifer ins Gesicht sehen, klar machen: "Ich erkenne Dich wieder." Klare Ansagen wie: "Nimm die Hand von meinem Arm". Nicht provozieren lassen. Häufig reicht es, wenn der Täter mit
bekommt, dass er beobachtet wird.
Blickkontakt mit dem Opfer suchen. Ankündigen, die Polizei zu rufen. Dem Täter zurufen: "Lass das", andere auffordern, mitzurufen. Dem Opfer zurufen: "Kann ich helfen?" oder "Wir sind da und helfen!"
Helfer ansprechen. Es ist paradox: Je mehr Zuschauer an einem Tatort sind, desto weniger wahrscheinlich ist die Hilfeleistung – keiner will sich
lächerlich machen, weil er eine Situation überbewertet. Es hilft, potenzielle Helfer möglichst konkret anzusprechen und um Hilfe zu bitten. Etwa so: "Sie in der roten Jacke - Bitte holen Sie die Polizei!"
Polizei anrufen. Wozu gibt es Handys? Die 110 ist gebührenfrei, und es geht immer jemand ran.
In der Bahn gibt es bei Gefahr auch die Notbremse und den Fahrerruf.
Waffen sind für Helfer tabu, auch wenn sie zufällig eine tragen: Waffen tragen in aller Regel zur Eskalation bei.
Täter einprägen. Aussehen, Kleidung, Sprache einprägen, Autokennzeichen notieren, Fluchtrichtung merken. Gern auch fotografieren, etwa mit dem Handy - aber dabei Distanz halten!
Als Zeuge aussagen. Jede Aussage kann entscheidend sein, um Täter zu ermitteln und weitere Straftaten zu verhindern. olk
Quelle (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1947309_Nach-toedlichem-S-Bahn-Angriff-Der-Mord-wird-zum-Wahlkampf-Thema.html)
Den Trichter, dass du Mitverantwortung trägst, verstehe ich nicht. Nur weil du die gleiche Staatsbürgerschaft hast wie die Täter? Erlaube, dass ich dich exculpiere.
Auf den meinsten der kriminellen Plattformen wird doch endlos salbadert. Der Moslem ist schuldig, der Hip-Hop, der Rap, die Negermusik, der Bushido, der Sido, der Linke, der 68er und überhaupt. Alles verbieten. Alleinerziehende Mütter sind eh die Hauptschuldigen, weil irgendeine Blitzbirne kolportiert, alle Täter seien Kinder solcher Mütter.
Bullshit. Der Haupttäter entstammt einem Haushalt, den mal als DEN klassischen und traditionellen deutschen Haushalt ansehen kann. Vater Facharbeiter, Mutter Hausfrau, 4 Kinder. 7, 15, 18, 19 Jahre alt. Problematisch wird es jetzt, denn von 4 Kids sind bereits heute 2 kriminell.
Beim Mittäter wirds was kritischer und tragischer. Mutter erleidet 2006 einen Schlaganfall, kommt ins Heim. Vater stirbt 2008. Er steht unter Vormundschaft. Aber auch da ist erkennbar, eigentlich müsste das Umfeld passen. Eigentlich.
K.-H. Hirmer
15.09.09, 12:05
...mich verblüfft oder verblüfft eigentlich nicht, dass die Politik einmal mehr an Symptomen herumdoktort, statt dass dieser tragische Vorfall endlich einmal dazu genutzt wird, eine breite gesellschaftliche Diskussion über die sogenannten (achtung: schlimmes Wort: ) "Werte" zu diskutieren, die in dieser Gesellschaft anscheinend nicht mehr vorhanden sind.
Ach, die Werte sind schon noch vorhanden. Zumindest bei der überwiegenden Mehrheit. Beispiele: Bei uns im Dorf sind fast alle Kinder/Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr oder im Jugend-Rot-Kreuz. Erst letztens Freitag konnte ich beim Blutspenden wieder eine ganze Schar sehen, die sehr gewissenhaft und engagiert kleine Betreuungsaufgaben für die Spender geleistet haben.
Das Problem ist, dass "Werte-Übertretungen" keine Ahndung mehr finden. Und damit Einzelnen gezeigt wird, dass sie im Grunde eine Menge anstellen müssen, bis sich mal Konsequenzen ergeben. Auch da zwei Beispiele:
1. Im Zug von Bremen nach Oldenburg fuhr ich 1. Klasse, weil ich dem Generve und Gelärme morgens im Schülerverkehr entgehen wollte. Das klappte aber nicht. Eine Gruppe von ca. 20 Schülern setzte sich in die 1. Klasse und tobte da rum. Der Schaffner war zunächst nicht zu finden und dann unwillig, was zu unternehmen. Die hätte er schon so oft aus der 1. Klasse verwiesen, das würde nichts nutzen. Die kämen sofort wieder und würden dann erst recht Remmidemmi machen. Mein Vorschlag die aus dem Zug zu werfen, verneinte er, da er keine Minderjährigen einfach auf einem Bahnhof absetzen könne. Da bekäme er richtig Ärger. Als ich die Störung immer noch nicht hinnehmen wollte, wurde er mir gegenüber unwirsch. Wenn ich mich weiter beschweren wolle, solle ich die Nummer eines Service-Telefons anrufen und das da tun. Das tat ich. Und wurde abgewimmelt. Der Aufwand, das Problem mal grundsätzlich zu lösen sei so groß (Bahnpolizei, Schreiben an die Eltern, eventl. Prozesse, etc.), dass es sich nicht lohnen würde. Ich solle einfach nicht mehr in der 1. Klasse fahren, wenn mich das zu sehr stören würde.
Mich zu verärgern und abzuwimmeln war einfach "ökonomischer" als diese "Werte-Übertretung" abzustellen.
2. Ich hospitierte im Unterricht einer 3. Klasse an einer Bremer Grundschule. Am Ende des Unterrichts erwarte der Rektor die Lehrerin und mich auf dem Flur wegen einer Besprechung. Ein Schüler wurde auf dem Flur von der Lehrerin angewiesen, seine Sachen ordentlich aufzuhängen. "Fick' Dich ins Knie!" war die Antwort. Aufgehängt hat er nichts. Und zur Rede gestellt wurde der Schüler auch nicht. Weder vom Rektor noch von der Lehrerin. Von mir auch nicht, da ich nicht die Autorität der beiden vor den Schülern in Frage stellen wollte.
"Da könne man nichts machen" erläuterten die beiden mir später. Die Eltern habe man auch schon wegen anderer Sachen angeschrieben, gekommen ist aber keiner. Da kann die Schule dann nichts weiter machen. Und bis das über die Schulbehörde und ggf. das Jugendamt durchgesetzt sei, dass die Eltern sich darum kümmern, würden Monate vergehen. Außerdem sei die Schule nicht an "unnötigem Ärger" mit der Schulbehörde interessiert. Solche Sachen würden immer ziemlich "Wirbel" verursachen und das wolle man dann doch nicht. Solange es nicht schlimmer mit ihm würde, würde man "den eben noch zwei Schuljahre aushalten".
Auch hier ist die Hinnahme einer Werte-Übertretung viele Male "ökonomischer" als die Durchsetzung von Werten.
In unserer Gesellschaft ist einfach der Aufwand zu groß geworden, die Einhaltung von Regeln und Werten durchzusetzen. Deswegen gibt es die nur noch bei denen, die sich sowieso dran halten wollen.
Deine gewünschte Diskussion um Werte müßte also den Aufwand für deren Durchsetzung berücksichtigen. Als Beispiel gefragt:
Ist ein "Fick Dich ins Knie" von einem Zehnjährigen zu einer Lehrerin monatelange Schreibarbeit und Wirbel mit Jugendamt und Schulbehörde wert, oder reicht eine schallende Ohrfeige?
Und solche Diskussionen wirst Du in Deutschland mit Sicherheit nicht mehr führen können.
DreadfulGreat
15.09.09, 12:11
Auf den meinsten der kriminellen Plattformen wird doch endlos salbadert. Der Moslem ist schuldig, der Hip-Hop, der Rap, die Negermusik, der Bushido, der Sido, der Linke, der 68er und überhaupt. Alles verbieten. Alleinerziehende Mütter sind eh die Hauptschuldigen, weil irgendeine Blitzbirne kolportiert, alle Täter seien Kinder solcher Mütter.
Diese Leute halte ich für mit der gleichen Persönlichkeitsstruktur 'gesegnet' wie diese Früchtchen aus München. Sie lassen ihre durch mangelndes Selbstbewusstsein hervorgerufene Beißreflexe durch diese Sprüche in den Boards aus, wenn sie nicht auch noch zusätzlich in ihrer Freizeit Fidschis und/oder Linke klatschen gehen.
Treppenwitz oder? Wie heißt es doch so schön und richtig: "Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche". :grin:
Jon T Essberger
15.09.09, 19:10
Gerade die rechten Parteien tragen an der Verrohung der Gesellschaft eine Mitschuld.
Karl Dönitz
15.09.09, 19:23
Die gleichen Politiker die jetzt Zivilcourage fordern haben vor kurzem diese mit dem neuen Waffengesetz praktisch abgeschafft und der letzte Deutsche der aus Notwehr handelte wurde wegen versuchten Totschlags verurteilt.
Was soll man da noch erwarten?
In diesem Fall waren es ja Deutsche und hier wäre Zivilcourage relativ ungefährlich, aber wehe dem nächsten der gegen Gewalt von Migranten Zivilcourage zeigt...
Sofern man seine Zivilcourage überlebt (Waffen darf man ja keine mehr führen) geht man für einige Jahre ins Gefängnis...
Die gleichen Politiker die jetzt Zivilcourage fordern haben vor kurzem diese mit dem neuen Waffengesetz praktisch abgeschafft
Da ist kein Zusammenhang vorhanden.
Das Waffengesetz lässt seit vor Adolf Nazi kein Führen von Waffen zu.
Seit dieser Zeit ist es garnicht möglich, eine Waffe zum Selbstschutz zu verwenden außer in den eigenen vier Wänden.
Ich bin froh, dass so wenig Waffen wie möglich im öffentlichen Raum vorhanden sind.
Ich will mich auch nicht mit einer Waffe verteidigen müssen. Jeder-ohne-Waffen finde ich besser und beruhigender, denn wenn Schusswaffen erlaubt wären, hätte jeder eine und der, der willens ist, anzugreifen, führt es aus, ohne dass man eine Ahnung von seinem Plan hat. Mithin kann man sich in solch einer Situation kaum durch eine eigene Waffe schützen und ist durch die fremde Schusswaffe ungleich mehr gefährdet als durch eine faust oder ein messer.
Karl Dönitz
15.09.09, 20:06
Da ist kein Zusammenhang vorhanden.
Das Waffengesetz lässt seit vor Adolf Nazi kein Führen von Waffen zu.
Seit dieser Zeit ist es garnicht möglich, eine Waffe zum Selbstschutz zu verwenden außer in den eigenen vier Wänden.
Ich bin froh, dass so wenig Waffen wie möglich im öffentlichen Raum vorhanden sind.
Ich will mich auch nicht mit einer Waffe verteidigen müssen. Jeder-ohne-Waffen finde ich besser und beruhigender, denn wenn Schusswaffen erlaubt wären, hätte jeder eine und der, der willens ist, anzugreifen, führt es aus, ohne dass man eine Ahnung von seinem Plan hat. Mithin kann man sich in solch einer Situation kaum durch eine eigene Waffe schützen und ist durch die fremde Schusswaffe ungleich mehr gefährdet als durch eine faust oder ein messer.
1.) Wo schrieb ich was von Schusswaffen? Das führen dieser ist schon immer verboten.
Seit einigen Jahren werden aber nach und nach alle Hieb-, Stich-, Reiz-, und Betäubungswaffen verboten.
Jeder-ohne-Waffen finde ich besser und beruhigender, denn wenn Schusswaffen erlaubt wären, hätte jeder eine und der, der willens ist, anzugreifen, führt es aus, ohne dass man eine Ahnung von seinem Plan hat. Kriminelle haben die Eigenschaft, sich nicht an Gesetze zu halten - das gilt auch für Waffengesetze.
In England gilt seit 1997 ein totales Waffenverbot, seit dem explodieren die Verbrechen, bei denen die Täter Schusswaffen führen oder sogar einsetzen.
Das einzige wozu scharfe Waffengesetze führen: Bewaffnete Täter, wehrlose Opfer.
Gerade die rechten Parteien tragen an der Verrohung der Gesellschaft eine Mitschuld.
Das kann man von den Chaoten am linken Ufer aber ebenso behaupten.
Das kann man von den Chaoten am linken Ufer aber ebenso behaupten.
ALso in meinen Augen ist die gruppenzugehörigkeit eines für radikalismen anfälligen menschen rein von seinem milieu abhängig.
ein punk, der gewaltbereitschaft zeigt, kann in einem anderen umfeld ganz sicher ein nazi werden. in den mitteln, die sie für ihre "ideale" einzusetzen bereit sind, unterscheidne sie sich kaum. vom hang, phrasen zu wiederkäuen ebenfalls.
ein indiz hierfür liefert mahler. und er ist nicht der einzige, der vom einen radikalen lager ins andere wechselte. das unduldsame kampfgeschrei das gleiche, nur die bösen sind andere...
Ehe wir ernst werden, verkünden wir die frohe Botschaft des Rainald Grebe (http://www.youtube.com/watch?v=2dJKUwHFOYA): Früher war alles besser. Das ist leider wahr, gibt uns aber auch sagenhafte Hoffnung: Wenn nämlich früher auch alles besser war, heißt das auch, dass morgen alles schlechter ist als heute. Und übermorgen ist noch schlechter als morgen und noch viel schlechter als heute. Kurz: So gut wie heute gehts uns nie wieder.
Und nun vom vermeintlich Seichten ins Ernsthafte:
Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.
Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor
älteren Leuten
Das Zitat soll von Sokrates stammen, aber angeblich soll sowas auch Aristoteles oder Platon (und viele weitere) gesagt haben. Auch egal, überprüfen lässt es sich nicht, weil die Herren schon lange tot sind.
Wann eigentlich war es so richtig gefährlich, Kind zu sein? Wann am allergefährlichsten? Also nun in Richtung Sexualmord und in Richtung "Kind verschwindet spurlos". Sehr wahrscheinlich würden nun nicht wenige sagen: Heutzutage, schließlich hört und liest und sieht man das ja unentwegen und ständig und nahezu immer.
Nur stimmt es nicht. In den 70ern des letzten Jahrhunderts wurden pro Jahr etwa 50-60 Kinder Opfer eines (Sexual)Mords durch Fremde, heute sind es 6-10. Auch das sind 6-10 zuviel, aber die mediale Aufmerksamkeit war früher deutlich weniger präsent. Fakt. Dasselbe gilt übrigens auch für tote Kevins in Tiefkühltruhen. Die gab es auch schon früher, nur nicht aroundtheclock im Fernsehen.
Medien ist das eine.
Verrohung der Jugend: Wahrscheinlich bestreitet niemand, dass Massenmedien -und da ganz besonders Internetfilmchen und Handys- eine verheerende Wirkung haben und nein, ich möchte ganz gewiss nicht mehr 16 oder 20 sein, weil es heute wesentlich mehr um Leistunleistungleistung geht und ich neulich mal als Referent eines anderen Themas in Klasse 6 Hauptschule einem Abend zur Berufsfrühförderung teilhaben durfte.
Aber: Auch früher gab es nicht weniger Gewaltkriminalität. Schaut Statistiken. Vor beinahe 50 Jahren wurde der letzte Raubmörder Deutschlands guillotiniert. Seine Beute: 4 LKW-Reifen.
Und zum Thema "Zivilcourage" ausdrücklich: ICH SPRECHE NUN NIEMANDEN PERSöNLICH AN.
Es gibt einen Haufen Hackfressen, die von Zivilcourage sabbeln und nicht mal genug Arsch in der Hose haben, dem kleinen Rotzlöffel von 11 Jahren den Glimmstengel aus der Hand zu nehmen. Es ist zudem nicht alles schwarz-weiß (im Münchner Fall vielleicht, sehr häufig sonst aber nicht). Ich habe dazu Seminare veranstaltet und kann sagen: Die allerwenigsten reagieren überhaupt, obwohl sie genau wissen, worum es geht und dass sie eigentlich reagieren müssen. (Ist ja eine künstliche Situation und die Leute wissen genau, worum es geht. Es ist daher anzunehmen, dass es in einer "Nichtübungssituation" noch viel drastischer ist). Weshalb? Nicht weil sie keine "Werte" haben oder weil sie bewusst wegschauen. Nö. Die allermeisten reagieren aus drei Gründen nicht:
- Fehl- oder Mißinterpretation der Situation
- Hilflosigkeit, weil sie nicht wissen, wie man adäquat damit umgeht
- Überforderung (aus 1 + 2 resultierend)
Oft kommt Angst hinzu. Dann nämlich, wenn man allein gegen zwei oder mehr steht. Da spielt es auch überhaupt keine Rolle, wenn da 20 andere mit rumsitzen, weil: Je mehr da rumsitzen, desto leichter lässt sich die Verantwortung abgeben.
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