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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aktienhändler rücksichtsloser als Psychopathen


Countryjoe
26.09.11, 11:06
Wer hat es nicht geahnt! Eine Studie bringt es ans Tageslicht und macht klar warum bei unserer Wirtschaft so einiges schiefgeht:

Die Universität St. Gallen untersuchte die Kooperationsbereitschaft und den Egoismus von 28 Profi-Händlern, wie der „Spiegel“ berichtete. Die Versuchspersonen mussten demnach Computersimulationen durchspielen und Intelligenztests machen. Die Börsenmakler verhielten sich im Ergebnis „zum Beispiel noch egoistischer und risikobereiter als eine Gruppe von Psychopathen, die den gleichen Test absolvierte“, sagte Thomas Noll, Vollzugsleiter des Schweizer Gefängnisses Pöschwies nördlich von Zürich.

Statt sachlich und nüchtern auf den höchsten Profit hinzuarbeiten, „ging es den Händlern vor allem darum, mehr zu bekommen als ihr Gegenspieler“, wird Noll in dem Bericht weiter zitiert. „Und sie brachten viel Energie auf, um diese zu schädigen.“ Es sei in etwa so gewesen, als hätte der Nachbar das gleiche Auto, „und man geht mit dem Baseballschläger darauf los, um selbst besser dazustehen“. Erklären können die Wissenschaftler diesen Hang zur Zerstörung nicht – und mehr Gewinn als die Vergleichsgruppen erzielten die Aktienhändler mit ihrem Verhalten auch nicht.

http://www.focus.de/finanzen/boerse/studie-aktienhaendler-ruecksichtsloser-als-psychopathen_aid_668853.html

Eugen_Levine
26.09.11, 11:44
Besonders große Psychopathen sitzen bei der Union-Investment: Sie kaufen, wenn es steigt, und wenn es wieder weit genug gefallen ist, verkaufen sie wieder. Private Altersvorsorge, wie man sie gerne hat. Steuergefördert und mit Werbemillionen den Bürgern, um die unsere Politik ja soooo besorgt ist, aufs Auge gedrückt.

Riester-Marktührer muss wegen Börsenbaisse erneut massiv umschichten
Frankfurt (ots) - Union Investment wechselt bei mehr als 100.000
Verträgen dauerhaft von Aktien in Renten / Selbst bei Kursanstieg ist
keine Umkehr vorgesehen
Die Fondsgesellschaft Union Investment hat erneut mehr als 100.000
Riester-Guthaben dauerhaft von Aktien in Anleihen umgeschichtet. Die
Entscheidung betreffe eine "niedrige sechsstellige" Zahl von Kunden
und sei Ende August gefallen, sagte ein Unternehmenssprecher auf
Anfrage des Anlegermagazins 'Börse Online' (Ausgabe 39/2011, EVT 22.
September). Die betroffenen Sparer haben in die Uniprofirente
investiert, mit 1,9 Millionen Verträgen der meistverkaufte
Riester-Fondssparplan.
Der Sprecher sagte weiterhin, die Zahl der Betroffenen liege
deutlich niedriger als im Jahr 2008. Damals hatte ein ähnlicher
Schritt großes Aufsehen erregt. Während des damaligen Kurssturzes
wurden 350.000 Verträge komplett umgeschichtet. Das drückte auf das
Image der Uniprofirente, die lange ein Liebling von Medien und
Verbraucherschützern gewesen war.
Auslöser des Wechsels ist der hauseigene Absicherungsmechanismus
bei Union. Zwar fließen Kundengelder von Anfang an komplett in
Aktien. Jedoch wird die gesamte Sparsumme in Renten umgeschichtet,
wenn eine Baisse ungewöhnlich stark ist. Das war wegen des
Kurssturzes im August der Fall, für September gibt es noch keine
Zahlen. Das umgeschichtete Vermögen bleibt dann bis zum Ende der
Vertragslaufzeit in Anleihen, nur die weiteren Einzahlungen können
jetzt noch in Aktien fließen.


http://www.boerse-online.de/versicherung/nachrichten/meldung/:Riester-Fonds--Marktfuehrer-muss-erneut-umschichten/629770.html