Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Piratenpartei - ein reiner ''Männerverein''?
Da ich gerade diesen Blogeintrag (http://antjeschrupp.com/2009/09/03/kann-eine-feministin-piraten-wahlen/) lese und die Thematik - obwohl selbst eigentlich eher als genderscheu bekannt - sowohl ansprechend als auch interessant finde, wollte ich hierzu gern die Meinung der Foristen hören.
Ist die PP ein reiner Männerbund; ein Club asexueller Nerds?
Ist eine reine Männerpartei fernab des Chauvinismus wirklich nur aus jenem Grunde nicht für Feministen wählbar, eben weil dort keine Frauen vertreten sind?
Und karikieren sich Männer, welche feministische Ideen protegieren, eigentlich wirklich selbst?
Und hey:
Kommentare schalte ich nur frei, wenn sie etwas Sachliches zur Argumentation beitragen und auf die Inhalte eingehen. Posts, in denen Leute bloß ihre ungefilterte Meinung hinrotzen, werden gelöscht.
Das wünsche ich mir auch gern für diesen Strang.
:-)
NukNuk
P.S.: Bitte NICHT ins Parteienforum verschieben.
Sauerländer
13.09.09, 01:08
(...)Und karikieren sich Männer, welche feministische Ideen protegieren, eigentlich wirklich selbst?(...)
Das kommt auf die jeweilige Unterströmung an. Unter dieser Flagge segelt ja viel, SEHR viel wirres bis völlig unsinniges Zeug.
Aber im Bereich des differenzialistischen Feminismus (der gegenwärtig wohl kaum als dominierend angesehen werden kann) gibt es meines Erachtens manches Bedenkenswerte.
Da ich gerade diesen Blogeintrag (http://antjeschrupp.com/2009/09/03/kann-eine-feministin-piraten-wahlen/) lese und die Thematik - obwohl selbst eigentlich eher als genderscheu bekannt - sowohl ansprechend als auch interessant finde, wollte ich hierzu gern die Meinung der Foristen hören.
Ist die PP ein reiner Männerbund; ein Club asexueller Nerds?
Ist eine reine Männerpartei fernab des Chauvinismus wirklich nur aus jenem Grunde nicht für Feministen wählbar, eben weil dort keine Frauen vertreten sind?
Und karikieren sich Männer, welche feministische Ideen protegieren, eigentlich wirklich selbst?
Und hey:
Das wünsche ich mir auch gern für diesen Strang.
:-)
NukNuk
P.S.: Bitte NICHT ins Parteienforum verschieben.
Viel übler ist doch, dass die Partei keine Probleme hat, den angeklagten Kinderschänder Tauss in ihre Mitte aufzunehmen, der ja selbst einräumt, über 100 Kinderpornos zu "Aufklärungszwecken" besessen zu haben, da sind doch Geschlechterfragen eher sekundär.
Die Partei ist daher für mich nicht wählbar.
Das kommt auf die jeweilige Unterströmung an. Unter dieser Flagge segelt ja viel, SEHR viel wirres bis völlig unsinniges Zeug.
Aber im Bereich des differenzialistischen Feminismus (der gegenwärtig wohl kaum als dominierend angesehen werden kann) gibt es meines Erachtens manches Bedenkenswerte.
Erkläre jetzt bitte "differenzialistischer Feminismus" und zwar sofort und umgehend und allumfassend.
Viel übler ist doch, dass die Partei keine Probleme hat, den angeklagten Kinderschänder Tauss in ihre Mitte aufzunehmen, der ja selbst einräumt, über 100 Kinderpornos zu "Aufklärungszwecken" besessen zu haben, da sind doch Geschlechterfragen eher sekundär.
Die Partei ist daher für mich nicht wählbar.
Das ist eine Eintagsfliege mit "Geschmäckle". Alles weggeschmissene Stimmen!
Stimme dir auch mal zu, besonders wegen Tauss.
Sauerländer
13.09.09, 02:07
Erkläre jetzt bitte "differenzialistischer Feminismus" und zwar sofort und umgehend und allumfassend.
"Allumfassend" - um Gottes Willen...
Nein, wenn ich so in der Materie drin wäre, dass ich das könnte, müsste ich mir doch einige Fragen stellen, die sehr unfein wären.
Im Wesentlichen geht es bei dieser Variante meines Erachtens darum, dass man eben NICHT im heutigen Stile leugnet, dass es Unterschiede zwischen den Geschlechtern, dass es überhaupt verschiedene Geschlechter gibt, dass man (bzw frau - angesichts des Themas...) das als rein sozial konstruiert behandelt, sondern dass man (frau) ganz im Gegenteil davon ausgeht, dass die beiden Geschlechter verschieden sind und dass die Eigenheit des weiblichen Geschlechts verteidigens- als auch bewahrenswert ist, sowohl gegen Differenzleugnung als auch gegen Abwertung des Weiblichen.
Finde ich auf Anhieb einleuchtend und begrüßenswert.
Das es solche Parteien in Deutschland gibt spricht schon für diese Demokratur.
Sauerländer
13.09.09, 02:13
Wobei der verlinkte Blogeintrag auch sehr bemerkenswert ist.
Einerseits wird dort der Niedergang des Patriarchats, das durchgehend und in jeder denkbaren Form als illegitim gesehen zu werden scheint, begrüßt, und GLEICHZEITIG beklagt man, dass der Mann, der kein Vater mehr ist, sich nicht mehr verantwortlich fühlen mag für anderes als sich selbst.
Das hat ein wenig was von einer Initiative zur Abschaffung der Armee, die sich nach ihrem Erfolg beim späteren Einfall eines mordenden und plündernden Feindes wundert, warum sie niemand schützt.
Walter Hofer
13.09.09, 10:50
Das kommt auf die jeweilige Unterströmung an. Unter dieser Flagge segelt ja viel, SEHR viel wirres bis völlig unsinniges Zeug.
Auch mir fällt es schwer diese Partei einzuordnen, ein Sammelbecken unzufriedener I-Net user? das reicht nicht als Parteiprogramm,
oder so eine Art Schill-Partei-Verschnitt der Generation iPod?
Der Verfasserin dieses Blog-Eintrags würd ich nicht einmal in den Hals pissen wenn ihr Herz brennt. :angry:
Wobei der verlinkte Blogeintrag auch sehr bemerkenswert ist.
Einerseits wird dort der Niedergang des Patriarchats, das durchgehend und in jeder denkbaren Form als illegitim gesehen zu werden scheint, begrüßt, und GLEICHZEITIG beklagt man, dass der Mann, der kein Vater mehr ist, sich nicht mehr verantwortlich fühlen mag für anderes als sich selbst.
Das hat ein wenig was von einer Initiative zur Abschaffung der Armee, die sich nach ihrem Erfolg beim späteren Einfall eines mordenden und plündernden Feindes wundert, warum sie niemand schützt.
Bemerkenswert finde ich da eher, daß die Blogschreiberin anscheinend nur Feministinnen eine politische Kompetenz zubilligt, was ja schon allein an der Überschrift " Kann eine Feministin Piraten wählen? " deutlich wird.
Insofern stellt sich für mich, als Frau, eher die Frage ob der Genderwahnsinn irgendwann einmal beendet wird und eine durchaus berechtigte Frage wird dadurch in reine Polemik transportiert.
Ich wähle auch keine Partei, die für ein Recht kämpft, ungehindert und ungeniert auf Kinderpornos im Internet zugreifen zu können. Als Anarchist weiß ich einfach, dass jede Partei nur Parlamentarismus in einem System betreiben wird, das mir nicht gefällt und als Intellektuelle weiß ich, dass es für jede Zensurmaßnahme und Repression außerhalb totalitärer Regime eine einfache Lösung gibt, also keine repressive Maßnahme wirklich der Vorgabe entsprechen kann. Die Piraten sind eben auch nue eine Partei. Allerdings muß ich gestehen, dass die Herren - zumindest jene, die sich damit in die Öffentlichkeit trauen - sehr hübsch sind und weniger nerdmäßig aussehen als die Angieclaqueure der CDU
Selbst ich weiß inzwischen wie man Uschis Internetsperren umgeht und ich habe nicht mal Lust auf Kinderpornos. Darum wähle ich auch keine Piratenpartei. Also wird auch die Piratenpartei mit ihren schicken Männern und schönen T-Shirts, mich nicht dazu bringen, dieses System der Stellvertreterpolitik aktiv durch Stimmabgabe zu unterstützen.
Während also die schönen Piraten ihrem Stimmgewinn entgegenfiebern, feiern wir den Wahlsieg der Nichtwähler und freuen uns ein Loch ins Knie. Wenn ich aber auf Brautschau bin, gucke ich mich zuerst bei den Piraten um. Verschweige aber präventiv, dass ich Kinder habe.
:-)
Bemerkenswert finde ich da eher, daß die Blogschreiberin anscheinend nur Feministinnen eine politische Kompetenz zubilligt, was ja schon allein an der Überschrift " Kann eine Feministin Piraten wählen? " deutlich wird.
Insofern stellt sich für mich, als Frau, eher die Frage ob der Genderwahnsinn irgendwann einmal beendet wird und eine durchaus berechtigte Frage wird dadurch in reine Polemik transportiert.
Nein, sie fragt, ob eine Feministin die Piraten wählen kann. Sie sagt nicht, dass nur Feministinnen so klug wären über deren Wählbarkeit nachzudenken. Allerdings stellen sich mir angesichts der hiesigen Ausführungen, diese Fragen durchaus: Feminismus ist nämlich eine intellektuelle Qualifikation.
:)
Feminismus ist nämlich eine intellektuelle Qualifikation.
Also dafür hätte ich jetzt gern mal eine Begründung, Schätzchen.
Lass Dir aber gern Zeit bis zum Nachmittag dafür, falls Du vorher noch kochen und den Esstisch anrichten musst.
:-)
NukNuk
Ace of Spades
13.09.09, 11:48
Nein, sie fragt, ob eine Feministin die Piraten wählen kann. Sie sagt nicht, dass nur Feministinnen so klug wären über deren Wählbarkeit nachzudenken. Allerdings stellen sich mir angesichts der hiesigen Ausführungen, diese Fragen durchaus: Feminismus ist nämlich eine intellektuelle Qualifikation.
:)
Was heisst denn Feminismus? Und dann fragt die Feministin, ob sie diese Partei wählen kann? Verstehe ich nicht.
Auch mir fällt es schwer diese Partei einzuordnen, ein Sammelbecken unzufriedener I-Net user? das reicht nicht als Parteiprogramm,
oder so eine Art Schill-Partei-Verschnitt der Generation iPod?
Die Piratenpartei ist das Sprachrohr der verlorenen Väter. Das ist das Hugh-Laurie-Syndrom: In jedem Arsch steckt auch ein Genie.
Zielgruppe der Piraten: Männlich, weiß, kinderlos, 20-50 Jahre., bürgerlich, liberal, studiert, erfolglos, systemkompatibel und reformwillig.
Der typisch Pirat ist Hypothalamus (http://de.wikipedia.org/wiki/Hypothalamus) und Hypochonder (http://de.wikipedia.org/wiki/Hypochonder).
Zu Angie buht der Pirat dann sehr hipp durch die Massen, sieht unglaublich gut aus, gibt sich rebellisch (aber nicht zuviel) und bekritzelt kleine Pappschilder in Erstklässlerbuchstaben mit Sprüchen wie "Freiheit statt Angst!"....... und ich brülle "Lieber Onanie als Nie.".
Dann solltest Du aber laut brüllen können, werte Isi, um diese Massen übertönen zu können (http://www.vorwaerts.ch/wordpress/wp-content/uploads/2008/10/freiheit_statt_angst1.jpg).
Sind die Piraten für Dich eigentlich eher eine liberalanarchistische Graswurzelbewegung oder doch eher dem wie auch immer gearteten Parlamentärstrom zuzurechnen?
NukNuk
Also dafür hätte ich jetzt gern mal eine Begründung, Schätzchen.
Lass Dir aber gern Zeit bis zum Nachmittag dafür, falls Du vorher noch kochen und den Esstisch anrichten musst.
:-)
NukNuk
Nein, wir gehen ins Kino. Heute ist Vater-und-Sohn-Tag mit "Wickie". (http://cinestar.de/de/kino/magdeburg-cinestar/veranstaltungen/vater-und-sohn-tag-national)
Bis später.
Sind die Piraten für Dich eigentlich eher eine liberalanarchistische Graswurzelbewegung oder doch eher dem wie auch immer gearteten Parlamentärstrom zuzurechnen?
NukNuk
Die Piraten sind Parlamentaristen.
Pfui Spinne.
Walter Hofer
13.09.09, 12:06
Zielgruppe der Piraten: Männlich, weiß, kinderlos, 20-50 Jahre., bürgerlich, liberal, studiert, erfolglos, systemkompatibel und reformwillig.
Isi, aus der Zielgruppe falle ich raus...........
Wenn ich aber auf Brautschau bin, gucke ich mich zuerst bei den Piraten um. Verschweige aber präventiv, dass ich Kinder habe.
Zu seinen Kindern sollte man stehen, verschweigen bringt nix!
Nein, wir gehen ins Kino. Heute ist Vater-und-Sohn-Tag mit "Wickie". (http://cinestar.de/de/kino/magdeburg-cinestar/veranstaltungen/vater-und-sohn-tag-national)
:schock:
Wessen Familie wirst Du begleiten?
:-D
NukNuk
Ich wähle auch keine Partei, die für ein Recht kämpft, ungehindert und ungeniert auf Kinderpornos im Internet zugreifen zu können. Als Anarchist weiß ich einfach, dass jede Partei nur Parlamentarismus in einem System betreiben wird, das mir nicht gefällt und als Intellektuelle weiß ich, dass es für jede Zensurmaßnahme und Repression außerhalb totalitärer Regime eine einfache Lösung gibt, also keine repressive Maßnahme wirklich der Vorgabe entsprechen kann. Die Piraten sind eben auch nue eine Partei. Allerdings muß ich gestehen, dass die Herren - zumindest jene, die sich damit in die Öffentlichkeit trauen - sehr hübsch sind und weniger nerdmäßig aussehen als die Angieclaqueure der CDU
Selbst ich weiß inzwischen wie man Uschis Internetsperren umgeht und ich habe nicht mal Lust auf Kinderpornos. Darum wähle ich auch keine Piratenpartei. Also wird auch die Piratenpartei mit ihren schicken Männern und schönen T-Shirts, mich nicht dazu bringen, dieses System der Stellvertreterpolitik aktiv durch Stimmabgabe zu unterstützen.
Während also die schönen Piraten ihrem Stimmgewinn entgegenfiebern, feiern wir den Wahlsieg der Nichtwähler und freuen uns ein Loch ins Knie. Wenn ich aber auf Brautschau bin, gucke ich mich zuerst bei den Piraten um. Verschweige aber präventiv, dass ich Kinder habe.
:-)
Ich bin nicht Sympathisant und das schon deshalb nicht, weil die Piratenpartei den Kinderpornobesitzer Tauss jubelnd aufgenommen hat. Es ist aber nicht wahr, dass jemand, der gegen Mutterkreuzuschis Feldzug ist, für Kinderpornos ist und es stimmt auch nicht, dass die Piratenpartei für ungeschränkten Zugang zu Kinderpornos kämpft. Sie gehen gegen die völlig unsinnigen Mutterkreuzuschivorschläge an. Das ist alles.
Sauerländer
13.09.09, 14:36
Ich finde, dass das Mutterkreuz arg beleidigt wird, wenn man es mit dieser Frau in Verbindung bringt.
Sauerländer
13.09.09, 14:37
Auch mir fällt es schwer diese Partei einzuordnen, ein Sammelbecken unzufriedener I-Net user? das reicht nicht als Parteiprogramm,
oder so eine Art Schill-Partei-Verschnitt der Generation iPod?
Ich meinte keineswegs die Flagge der Partei, sondern die der feministischen Gesamtheit.
Walter Hofer
13.09.09, 14:46
Ich meinte keineswegs die Flagge der Partei, sondern die der feministischen Gesamtheit.
so genau habe ich diese Partei noch nicht betrachtet;
Flaggen sind Schall und Rauch
Nein, sie fragt, ob eine Feministin die Piraten wählen kann. Sie sagt nicht, dass nur Feministinnen so klug wären über deren Wählbarkeit nachzudenken. Allerdings stellen sich mir angesichts der hiesigen Ausführungen, diese Fragen durchaus: Feminismus ist nämlich eine intellektuelle Qualifikation.
:)
Was ist daran intellektuell und was ist daran Qualifikation ?
:schock:
Wessen Familie wirst Du begleiten?
:-D
NukNuk
Ich gehe doch nicht rein, sondern zum protestieren: Gegen die Diskriminierung der Frauen und Mädchen. Jeder kann ein Wickinger sein.
Ich bin nicht Sympathisant und das schon deshalb nicht, weil die Piratenpartei den Kinderpornobesitzer Tauss jubelnd aufgenommen hat. Es ist aber nicht wahr, dass jemand, der gegen Mutterkreuzuschis Feldzug ist, für Kinderpornos ist und es stimmt auch nicht, dass die Piratenpartei für ungeschränkten Zugang zu Kinderpornos kämpft. Sie gehen gegen die völlig unsinnigen Mutterkreuzuschivorschläge an. Das ist alles.
Uschis Vorschläge knacke ich mit ´nem Lächeln. Wofür brauche ich da noch die Piratenpartei? Und ich habe ein Problem mit deren Freiheitsliebe, die eben für meinen Geschmack auf fahrende Züge aufspringt und sich an den falschen Themen orientiert. Diese "Freiheit im Netz" interessiert mich außerdem einen feuchten Kehrricht. Sie ist eine Illusion.
Also dafür hätte ich jetzt gern mal eine Begründung, Schätzchen.
Lass Dir aber gern Zeit bis zum Nachmittag dafür, falls Du vorher noch kochen und den Esstisch anrichten musst.
:-)
NukNuk
Feminismus ist für die Politik was die Sprachkritik für die Philosophie. Judith Butler ist der Rudolf Carnap der Geschlechterverhältnisse. Dekonstruktivismus, im Namen Gendertheorie, bedeutet die analytische Entmystifizierung künstlicher Normen bzgl. dualistischer Geschlechterverhältnisse. So wie "Gott" nur mit "Teufel" funktioniert, funktioniert "Mann" nur mit "Frau". Carnap hat nun "Gott" als ontologischen Unsinn, sinnleeres Kontrukt, entlarvt und Butler tat ebensolches mit "Mann" und "Frau". Sprachkritik löst alle philosophischen Fragen mit einfachster Methodik und in höchster Vollendung und eben solches macht der Feminismus mit dualistischer Geschlechterideologie.
Im Grunde genommen, ist alles gesagt - nur begriffen haben es noch nicht alle. Aber das kommt noch.
PS
Und Alice Schwarzer ist der Henryk M. Broder des Feminismus.
Bei Deinem Vergleich vermengst Du jedoch transzendente Kategorien mit realitären. Schliesslich ist es ja gerade der Feminismus, welcher im Rahmen seiner Genderdebatte auf die gegebenen sozialen Konstrukte hinweist, die es doch zu überwinden gälte; und nicht auf blosse dialektische Aufhebung zweier scheinbar voneinander abhängigen ideellen Begriffe.
NukNuk
P.S.: Gibt es eigentlich auch einen Hitler des Antifaschismus?
Bei Deinem Vergleich vermengst Du jedoch transzendente Kategorien mit realitären. Schliesslich ist es ja gerade der Feminismus, welcher im Rahmen seiner Genderdebatte auf die gegebenen sozialen Konstrukte hinweist, die es doch zu überwinden gälte; und nicht auf blosse dialektische Aufhebung zweier scheinbar voneinander abhängigen ideellen Begriffe.
Natürlich geht es nur um die dialektische Aufhebung des behaupteten Widerspruchs zwischen den Kategorien Mann und Frau. Alle anderes lautenden Behauptung sind falsch. Genau so wenig aber wie man Bibeln verbrennen muß (oder Christen) um "Gott" als sinnleer zu erkennen, muß man Männer kastrieren oder Frauen Penise annähen, um zu erkennen, dass zwar die einen einen Penis haben und die anderen eine Klitoris, ohne dass sich daraus ein sozialer oder sonstiger Widerspruch ergeben muß. Es geht um die Überwindung des Widerspruchs zwischen den Geschlchtern nicht um Überwindung der Geschlechter selbst.
P.S.: Gibt es eigentlich auch einen Hitler des Antifaschismus?
Ja, Götz Aly.
:-)
Natürlich geht es nur um die dialektische Aufhebung des behaupteten Widerspruchs zwischen den Kategorien Mann und Frau.
Hier hak ich noch mal ein:
Wenn dieser Widerspruch nur behauptet wird, existiert er dann in der Realität gar nicht?
NukNuk
Hier hak ich noch mal ein:
Wenn dieser Widerspruch nur behauptet wird, existiert er dann in der Realität gar nicht?
NukNuk
Nicht im Widerspruch. So wie Katze nicht das Gegenteil von Hund ist, ist Mann nicht das Gegenteil von Frau. Es gibt keinen Widerspruch, keine geschlechtertypische Verteilung der Rollen nach biologischen Merkmalen. In diesem Sinne: Es gibt keinen Widerspruch zwischen den Geschlechtern. Natürlich gibt es trotzdem im biologischen Sinne Männer und Frauen. Oder Katzen und Hunde. Und noch soviel mehr.
Aber der Widerspruch von Frau und Mensch wird als Widerspruch gehandhabt, oder? Wie äussert sich dieser Widerspruch konkret?
NukNuk
Aber der Widerspruch von Frau und Mensch wird als Widerspruch gehandhabt, oder? Wie äussert sich dieser Widerspruch konkret?
NukNuk
Zum Beispiel ist die Mehrheit der Deutschen der Meinung, dass die Berufstätigkeit der Mutter dem Kind schadet. Ein Schaden aus der Berufstätigkeit des Vaters wird nicht angenommen. Eine solche Haltung ist heute einfach nicht mehr hinzunehmen.
Zum Beispiel ist die Mehrheit der Deutschen der Meinung, dass die Berufstätigkeit der Mutter dem Kind schadet. Ein Schaden aus der Berufstätigkeit des Vaters wird nicht angenommen. Eine solche Haltung ist heute einfach nicht mehr hinzunehmen.
Ist es aber nicht Fakt, dass die Rollenverteilung gerade nur deswegen existiert, weil sie sich sozioevolutionär entwickelte? Soll heissen, dass die geschlechtliche Ungleichheit den Fortbestand der Menschheit positiv beeinflusste?
Versucht der Feminismus hier als Lobbyist der Frauen die Erfahrungen der Menschheitsgeschichte zu negieren?
NukNuk
Ist es aber nicht Fakt, dass die Rollenverteilung gerade nur deswegen existiert, weil sie sich sozioevolutionär entwickelte? Soll heissen, dass die geschlechtliche Ungleichheit den Fortbestand der Menschheit positiv beeinflusste?
Versucht der Feminismus hier als Lobbyist der Frauen die Erfahrungen der Menschheitsgeschichte zu negieren?
NukNuk
Die industrielle Revolution einschließlich der Etablierung des außerhäuslichen Broterwerbs ist keine sozioevolutionäre Entwicklung, sondern eine vergleichsweise junge Erfindung und mit dieser begann eben erst die Rollenverteilung. Die geschlechtertypische Rollenverteilung ist also keinesfalls eine "Erfahrung der Menschheitsgeschichte", sondern Effekt sich verändernder lebens- und Produktionsverhältnisse, die Beruf und Familie in zwei voneinander unabhängige Zuständigkeitsbereiche trennen (und sich gegenseitig den Zutritt verwehren).
Wie war denn die Rolle der Frau vor der industriellen Revolution definiert?
NukNuk
Wie war denn die Rolle der Frau vor der industriellen Revolution definiert?
NukNuk
Gleichberechtigte Arbeiterin, im Haus und Hof. Nur dass eben da auch ihr Mann arbeitete.
Sternenstaub
23.09.09, 11:56
Viel übler ist doch, dass die Partei keine Probleme hat, den angeklagten Kinderschänder Tauss in ihre Mitte aufzunehmen, der ja selbst einräumt, über 100 Kinderpornos zu "Aufklärungszwecken" besessen zu haben, da sind doch Geschlechterfragen eher sekundär.
Die Partei ist daher für mich nicht wählbar.
Für mich ebenfalls nicht.
Tauss bekräftigt zwar immer seine Unschuld und behauptet nur recherchiert zu haben, aber ist das glaubwürdig ? Mal abgesehen davon, dass es nicht die Aufgabe eines Parteipolitikers ist , Nachforschungen im kriminellen Milieu anzustellen und die Ergebnisse im privaten Bereich zu "lagern."
Warum hat er seine recherchierten Ergebnisse nicht der Justiz übergeben ? Das wäre jedenfalls glaubwürdiger gewesen.
Für mich ebenfalls nicht.
Tauss bekräftigt zwar immer seine Unschuld und behauptet nur recherchiert zu haben, aber ist das glaubwürdig ? Mal abgesehen davon, dass es nicht die Aufgabe eines Parteipolitikers ist , Nachforschungen im kriminellen Milieu anzustellen und die Ergebnisse im privaten Bereich zu "lagern."
Warum hat er seine recherchierten Ergebnisse nicht der Justiz übergeben ? Das wäre jedenfalls glaubwürdiger gewesen.
Er war als unabhängiger Abgeordneter in seiner Fraktion für Internetfragen zuständig. Das Parlament ist ein ganz anderes Verfassungsorgan als die Exekutive, zu der die Polizei gehört. Die Gewaltenteilung ist von zentraler Bedeutung für die Demokratie, grundsätzlich hatte Tauss sehr wohl Anlass, sich über die KiPo - Szene unabhängig von Herrn Schäubles Leuten zu informieren.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass die neuesten Veröffentlichungen zu den Ermittlungsergebnissen eher gegen ihn sprechen:
http://magazine.web.de/de/themen/nachrichten/deutschland/8961534-Schwere-Porno-Vorwuerfe-gegen-Tauss.html
Sternenstaub
23.09.09, 12:11
Er war als unabhängiger Abgeordneter in seiner Fraktion für Internetfragen zuständig. Das Parlament ist ein ganz anderes Verfassungsorgan als die Exekutive, zu der die Polizei gehört. Die Gewaltenteilung ist von zentraler Bedeutung für die Demokratie, grundsätzlich hatte Tauss sehr wohl Anlass, sich über die KiPo - Szene unabhängig von Herrn Schäubles Leuten zu informieren.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass die neuesten Veröffentlichungen zu den Ermittlungsergebnissen eher gegen ihn sprechen:
http://magazine.web.de/de/themen/nachrichten/deutschland/8961534-Schwere-Porno-Vorwuerfe-gegen-Tauss.html
Na und ? Dann hätte er auf jeden Fall die verdammte Pflicht gehabt, seine Erkenntnisse unverzüglich an die Justiz weiterzuleiten.
Ich persönlich halte J.Tauss für die Piraten untragbar.
Fingerzeiger
23.09.09, 12:11
Der einzige weibliche Pirat, der mir auch einfällt, ist Cpt. Sparrow
Die Piratenpartei heißt jetzt Schwachmatenpartei...:(
hJvPR99O7h0
DreadfulGreat
28.09.09, 17:35
Die Piratenpartei heißt jetzt Schwachmatenpartei...:(
Gar nicht nett, diese Persiflage. Typisch auch die Verharmlosung der staatlichen Datensammelwut...
Aber Geduld. Aus dem Stand haben sie 2% geholt; wenn sie sich professionalisieren und fleißig Nicht-Wähler überzeugen, werden sie hier und da Einzug in Parlamente halten. Warten wir es ab.
Die Piratenpartei heißt jetzt Schwachmatenpartei...:
Die haben doch nicht seit den Wahlen 2005 ihren Stimmanteil verzwanzigfacht, seit den diesjährigen Europawahlen verdoppelt und die Mitgliederschaft innerhalb des letzten Jahres versechsfacht, weil sie den Datenschutz zum wichtigsten aller Themen erklären.
Dieser beachtliche Zuspruch von immer mehr Menschen trotz des dünnen und auf wichtigen politischen Gebieten nicht vorhandenen Programms ist auf das zurückzuführen, was sie im Gegensatz zu etablierten Parteien und programmatisch sowie personell fragwürdigen anderen Splitterparteien nicht sind:
1. Sie sind nicht in irgendwelche Seilschaften eingebunden und in keiner Weise korrumpiert.
2. Sie sind weder rechts- noch linksradikal.
Es hat einfach eine wirklich freiheitliche und demokratisch / rechtsstaatlich saubere Wahlalternative in Deutschland gefehlt.
Jetzt sind sie sowohl finanziell (Wahlkampfkostenerstattung) als auch personell (nicht nur quantitativ, auch und insbesondere qualitativ, da sind die Fachleute hinzugekommen, die dringend gebraucht wurden) innerhalb kürzester Zeit zur in jeder Hinsicht stärksten nicht etablierten Partei geworden (so viele Stimmen wie NPD, DVU und Reps zusammen!).
Damit stehen sie jetzt an einem wahrhaft historischen Scheideweg. Jetzt erst kommt es wirklich darauf an, ob mit der nun anstehenden Vervollständigung ihres Programmes eine gewichtige neue Kraft entsteht oder ob sie wie manche Vorgänger (Statt - Partei) alles versauen.
Wir werden sehen. :cool:
Natürlich läßt sich Paranoia politisieren. Aber lassen wir den Macher dieser Satire zu Wort kommen (http://www.free-blog.in/meapiratearr/):
DIE ABSICHT
Die Absicht dieses Videos ist satirischer Natur. Das bedeutet einerseits, dass ich gar nicht argumentativ gegen etwas vorgehen möchte, sondern in überzeichneter Form etwas zum Ausdruck bringe, andererseits aber auch, dass man verstehen muss, welche Aspekte ich überhaupt anspreche.
Es geht mir in gar keiner Form darum, die Piratenpartei an sich, ihre Mitglieder oder Ziele zu verunglimpfen. Der Anreiz, dieses Video zu erstellen, war der Erstkontakt mit der Piratenpartei. Im ersten Moment dachte ich, es sei eine sehr intelligente Form von Satire. Dann erst kapierte ich, dass das tatsächlich ernst gemeint sein soll.
In keinem Bereich driften Meinungen mehr auseinander als in der Politik. Infolgedessen ist mir sehr bewusst, dass das Video polarisierend wirken muss. Und wie überall im Leben reagiert die kritisierte Seite natürlich immer besser auf vorsichtige, sachliche Kritik als auf laute und vorwurfsvolle. Insofern sind viele verärgerte Reaktionen auch nicht verwunderlich. Meiner individuellen, persönlichen Meinung nach, gibt es einige Dinge an der Piratenpartei, die mehr als suboptimal für ein seriöses Image sind, das sich die Partei meines Ermessens nach durchaus aufbauen sollte.
MEINE MEINUNG ZU DEN PIRATEN
Wie erwähnt, erkannte ich auf den ersten Blick gar nicht, dass das Vorhaben ernst gemeint war. Der Name erscheint mir unglücklich gewählt. Assoziativ verbinde ich damit im ersten Augenblick Freibeuter des Meeres, kurz darauf Raubkopierer. Beide Assoziationen empfinde ich als eher negativ behaftet. Das Auftreten der Partei mit Flaggen unterstützt dahingehende Gedanken ebenfalls. Größter Kritikpunkt meinerseits sind jedoch die beiden Wahlwerbespots „Du bist Terrorist!“ und „Kannst du dir das erklären?“, die ich zum besseren Verständnis meines Clips auch jedem empfehle.
Die Spots sind sehr reißerisch gestaltet und erinnern mich eher an ein Boulevardmagazin, eine Sendung wie „Galileo Mystery“ oder eben einen Artikel in der BILD-Zeitung (einzig deshalb findet diese auch Erwähnung im Clip). Trotz der tatsächlich sinnvollen Absichten der Piratenpartei, fühlt man sich als intelligenter Bürger infolgedessen nicht ernst genommen. Es erscheint – und das ist auch das Zauberwort: erscheint – so, als würde man sich an einen naiven, manipulierbaren Wähler wenden, der fast mehr aus Angst vor den im Clip dargestellten, behaupteten Absichten und Fähigkeiten des Staats als aus einer einem tieferen Verständnis einhergehenden Überzeugung für die Problematik den Piraten seine Stimme geben sollte. Die Spots erfüllen in manchen Punkten auch den Charakter eines Propagandafilms. Gewisserweise wird ein Hassbild gegen die bestehende Regierung geschürt.
Dass die Partei eine sehr einseitige Zielsetzung hat, ist angesichts des jungen Alters selbstverständlich. So kann man anfangen und das ist auch legitim. Dass infolgedessen das Interessengebiet der Partei auch das einzige ist, das im Werbespot thematisiert werden kann, ist mir natürlich ebenfalls klar. Doch selbst unter Berücksichtigung dieser Umstände wirken die Spots auf mich so, als wollten sie suggerieren, dass wir uns in Windeseile auf einen kompletten Rechtsentzug vorbereiten sollten. Es wirkt so, als habe die derzeitige Regierung keine anderen Sorgen als einen Staat der totalen Überwachung zu gründen.
(...)
Ich hielt sie übrigens auch mal für ´nen Witz.
Hie die Spots:
Piratenspot -Cutdown- Du Bist Terrorist (http://www.youtube.com/watch?v=N-Bl_XZ3mrk)
Piratenspot "Erklärungsnot" (http://www.youtube.com/watch?v=PBPOlWFd1zk)
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