Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Es geht doch auch anders
Jahre lang wollten die deutschen Speichellecker-Manager mit dem feuchten Daumen im Wind uns immer wieder einreden, dass der Standort D viel zu teuer sei und man dort keine Geschäfte mehr machen könnte.
Mittlerweile ist Deutschland zwar noch vor Rumänien und Bulgarien und auch vor den baltischen Ländern, aber ansonsten weit abgeschlagen vom Lohnniveau.
Und nun der Oberhammer:
Eine deutsche Firma mit Weltruhm und im Welthandel sehr erfolgreich mit ihren Produkten produziert ausschließlich in Deutschland und macht fetten Gewinn während andere abstürzen.
Wie denn nun, was denn nun, sollte das nicht alles ganz anders sein ?!?
http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article4484797/Miele-zieht-der-Konkurrenz-davon.html
Was ich schon seit Jahrzehnten predige: Kauft, wann immer nur möglich, einheimische Produkte! Und: Verlagert eine einheimische Firma die Produktion ins Ausland, dann boykottiert deren Produkte!
cthulhufhtagn
09.09.09, 14:06
Ich achte zuerst auf den Preis und die Qualität. Wenn die stimmen, kaufe ich die Ware, woher sie kommt, ist egal.
Was ich schon seit Jahrzehnten predige: Kauft, wann immer nur möglich, einheimische Produkte! Und: Verlagert eine einheimische Firma die Produktion ins Ausland, dann boykottiert deren Produkte!
Die einheimische Firma produziert nämlich mit den Lohnnebenkosten von Deutschland und finanziert so den Sozialstaat.
Wenn das nicht mehr gegeben ist, ist es aus mit dem Sozialstaat und es werden eben die Verhältnisse von Vietnam auch hier eingeführt.
Aber DAS erkläre mal so einer Nase! Die begreifen es einfach nicht.
Ich achte zuerst auf den Preis und die Qualität. Wenn die stimmen, kaufe ich die Ware, woher sie kommt, ist egal.
So denken und handeln die meisten Menschen und wundern sich, daß sie zu Sklaven geworden sind. In unserem Quartier betrieb eine Frau während vier Jahrzehnten eine Papeterie. Die Kleingewerbler, Hausfrauen und Schüler zählten zu ihren treuesten Kunden. Eines Tages eröffnete die milliardenschwere Schweizer Supermarktkette Coop in der Nachbarschaft eine große Filiale. Das lange Regal mit Papeterieartikeln wurde nicht vergessen. Die Folge: Der Umsatz der Frau sackte in sich zusammen. Sie konnte als Zwerg die tiefen Preise des Riesen nicht unterbieten. Aus Dankbarkeit ihren noch wenigen verbliebenen Stammkunden gegenüber und aus reinem Idealismus betrieb sie ihr Geschäft noch ein paar Jahre. Dann war aber endgültig Schluß. Heute wird in ihrem ehemaligen Ladenlokal Dönerkebab verkauft. – Nach diesem Muster gingen seit 1945 in der Schweiz Zehntausende selbständige Handelsbetriebe verloren.
Gruß von Leila
cthulhufhtagn
09.09.09, 18:04
So denken und handeln die meisten Menschen und wundern sich, daß sie zu Sklaven geworden sind.
Das sie gute Qulität zu billigen Preisen kaufen:augenrollen::augenrollen::augenrollen:
In unserem Quartier betrieb eine Frau während vier Jahrzehnten eine Papeterie. Die Kleingewerbler, Hausfrauen und Schüler zählten zu ihren treuesten Kunden. Eines Tages eröffnete die milliardenschwere Schweizer Supermarktkette Coop in der Nachbarschaft eine große Filiale. Das lange Regal mit Papeterieartikeln wurde nicht vergessen. Die Folge: Der Umsatz der Frau sackte in sich zusammen. Sie konnte als Zwerg die tiefen Preise des Riesen nicht unterbieten. Aus Dankbarkeit ihren noch wenigen verbliebenen Stammkunden gegenüber und aus reinem Idealismus betrieb sie ihr Geschäft noch ein paar Jahre. Dann war aber endgültig Schluß. Heute wird in ihrem ehemaligen Ladenlokal Dönerkebab verkauft. – Nach diesem Muster gingen seit 1945 in der Schweiz Zehntausende selbständige Handelsbetriebe verloren.
Gruß von Leila
PECH, der Markt ist kein Sozialamt und auch nciht die Heilsarmee. Was sollte an einem kleinen Laden besser sein als an einem großen?
PECH, der Markt ist kein Sozialamt und auch nciht die Heilsarmee. Was sollte an einem kleinen Laden besser sein als an einem großen?
Solidarität ist für mich kein leeres Wort. Ich kaufte das Gemüse und die Früchte stets auf dem Markt, boden-, baum- und strauchfrisch. Beinahe zwanzig Jahre lang war ich mit einer Marktfrau befreundet. Leider verstarb sie vor einigen Jahren. Sie steckte mir immer etwas mehr in die Einkaufstasche. Dafür deckte ihr mein Mann ihr Hausdach so preisgünstig wie nur möglich.
Gruß von Leila
cthulhufhtagn
09.09.09, 18:46
Solidarität ist für mich kein leeres Wort. Ich kaufte das Gemüse und die Früchte stets auf dem Markt, boden-, baum- und strauchfrisch. Beinahe zwanzig Jahre lang war ich mit einer Marktfrau befreundet. Leider verstarb sie vor einigen Jahren. Sie steckte mir immer etwas mehr in die Einkaufstasche. Dafür deckte ihr mein Mann ihr Hausdach so preisgünstig wie nur möglich.
Gruß von Leila
Einigen wir uns einfach darauf, dass jeder dort kaufen soll, wo er Bock zu hat:-D:-D:-D
Einigen wir uns einfach darauf, dass jeder dort kaufen soll, wo er Bock zu hat:-D:-D:-D
Nichts leichter als das! – Nur sollte jeder (nicht Du jetzt), der die Erhaltung der hiesigen Produktionsstätten lauthals fordert und für sich für die Sicherung der Arbeitsplätze einsetzt, sein Kaufverhalten überdenken.
Gruß von Leila
Ace of Spades
09.09.09, 21:16
Was ich schon seit Jahrzehnten predige: Kauft, wann immer nur möglich, einheimische Produkte! Und: Verlagert eine einheimische Firma die Produktion ins Ausland, dann boykottiert deren Produkte!
Also Austritt aus der EU und Einfuhrzölle erheben. Die DM kann bei der Gelegenheit auch wieder eingeführt werden.
Dann klappt es mit der Wirtschaft.
Was hat denn die EU den Deutschen gebracht? Nichts. Dafür viel genommen.
Eine deutsche Firma mit Weltruhm (http://www.welt.de/die-welt/wirtschaft/article4484797/Miele-zieht-der-Konkurrenz-davon.html) und im Welthandel sehr erfolgreich mit ihren Produkten produziert ausschließlich in Deutschland und macht fetten Gewinn während andere abstürzen.80% des Porsche wird importiert. Weißt Du wieviel Import-Anteil jedes Miele-Produkt hat?
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Auch bei 50 €/Std. Mindestlohn und 42 Feiertagen dreht sichhttp://www.24-carat.de/Forum/Populus/ubi-map.gifdas Ding wohl weiter.
http://www.24-carat.de/Forum/L-635.GIF
Nur mag dann 1 kg Kartoffel 60 € kosten, und 1-mal Pinkeln am Bahnhof kostet dann 17 €.
Spezies 8472
10.09.09, 08:10
Nur sollte jeder (nicht Du jetzt), der die Erhaltung der hiesigen Produktionsstätten lauthals fordert und für sich für die Sicherung der Arbeitsplätze einsetzt, sein Kaufverhalten überdenken.Vom Grundgedanken stimme ich dir durchaus und bereitwillig zu, Leila.
Allerdings sehe ich es etwas differenzierter. Um das besser erläutern zu können, hole ich ein kleines Stückchen aus:
Gehen wir zurück in die Zeit der Erfindung der Dampfmaschine - direkt zu den Webstühlen. Natürlich konnte man damals argumentieren, dass dampfbetriebene Webstühle doof sind, weil sie zu schnell und zu effizient wurden. Natürlich konnte man damals sagen, dass man doch besser nicht die Ware dieser Unternehmen kaufen sollte, weil die dafür verantwortlich waren, dass zahllose Weber arbeitslos wurden und sich nun nicht einmal mehr die billiger gewordenen Stoffe leisten konnten. Natürlich konnte man zum Maschinenstürmer und Saboteur werden.
... Aber wo wären wir dann heute?
Oder nehmen wir beispielsweise die Landwirtschaft: Früher hatten in jedem Dorf ALLE Menschen Arbeit in unmittelbarer Nachbarschaft. Sie konnten zu Fuß auf den Acker oder in den Stall laufen und dort ihrem Broterwerb nachgehen. Wenn Erntezeit war, gingen sie im Dutzend auf das Kornfeld und mähten fröhlich singend das Korn. ... Dann kamen die ersten Mähmaschinen. Sie ersetzten ein halbes Dutzend der Mäher. Und fortan sangen und jubilierten nur noch 6 von 12 Mähern, wenn es Erntezeit wurde. Dann kamen die Mähdrescher und weitere 5 Mäher und Drescher wurden nach Hause geschickt, denn der eine verbliebene leistete auf einmal so viel, wie 20 seiner früheren Kollegen. Natürlich könnte man die Mähdrescher anzünden. Natürlich könnte man sein Brot nur noch von Bäckern kaufen, die anhand eines Gütesiegels nachweisen, dass sie "garantiert handgemähtes und handgemahlenes Korn" verarbeiten.
... Aber wo wären wir dann heute?
In diesem Sinne ist das Argument "Kauft nicht bei Jud ... " ... ermmm ... "Kauft nicht im Ausland" doch nur eine Verschiebung des Problems. Denn nun haben die Anderen das Problem am Hacken: Die Unternehmen dort setzen weniger ab, es wird weniger produziert, Menschen werden entlassen, Probleme breiten sich aus.
Sicherlich --- nicht bei dir zu Hause, Leila. Du erfährst davon - vielleicht - zwischen Kaffee und Abendbrot aus dem Radio oder Fernseher. Und die lassen sich bekanntlich abstellen.
Wie wäre es mit einem anderen Ansatz? Einem, der alle Problem zugleich angeht, anstatt sie einfach nur wegzudrücken?
Dazu ein kurzer Gedanke: Angenommen, wir zwei beide steigen - aus welchen Gründen auch immer - in den Boxring. Ich bin 2,04m groß, wiege 130 kg, strotze vor Gesundheit und kann kaum laufen vor Kraft. Du bist 1,64m groß, wiegst 55kg, bist also insgesamt eher zierlich. Im Gegensatz zu mir, der ich Zeit meines Lebens im Fitnessstudio war, hast du die meiste Zeit deines Lebens mit dem Studium der Medizin verbracht. Würdest du dich an dieser Stelle und unter diesen Bedingungen auf einen Boxkampf - Faust gegen Faust - mit mir einlassen? Oder würdest du nicht viel eher dein medizinisches Wissen einsetzen, um diesen Kampf zu entscheiden?
Ein Beispiel (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Deutschland war Jahrhunderte lang ein Hort der Dichter und Denker. Wissen war der Exportschlager schlechthin. Bis heute ist die Hochschuldichte Deutschlands unübertroffen; bis heute ist es ein Exportschlager.
Warum sollte man sich nicht auf SEINE UREIGENEN Vorteile besinnen, wenn es um das "internationale Miteinander" geht? Warum nicht Erfahrungen nutzen, die kein anderer gemacht hat, und die trotzdem gebraucht werden? Warum nicht Vorteile nutzen, wo sie existieren?
Wäre es nicht sinnvoller, statt an der Oberfläche zu bleiben und _nur_ auf die Arbeitsplätze zu schielen, Konzepte zu entwickeln, was man "stattdessen" machen könnte? Wäre es nicht sinnvoller, sich zu überlegen, wie man das "freigesetzte Humankapital" zinsbringend einsetzen kann? Über Geld machen wir uns die Gedanken sofort. Sobald wir etwas "über" haben, investieren wir es in zinsbringende Anlagen. Einfach liegen lassen und nicht beachten, käme uns nicht in den Sinn. Es wäre doch auch eine Schande, oder?! Nur bei Menschen ... da sehen wir es anders. Die schicken wir auf die "Humanhalde", erklären sie zur "stillen Reserve" und fabulieren sie klein. So klein, dass man sie gar nicht mehr erkennen kann.
Und falls sie doch jemand bemerkt, dann redet er höchstens darüber, wie man wohl verhindern könnte, dass die "stille Reserve" vergammelt. Man fabuliert über Umschichtungsaufgaben und erfindet Wendeschaufeln, auf dass die "stille Reserve" keinen Schimmel ansetzen möge. Und einsetzen? Ja, sicher doch. Aber "renditefrei". Gern auch mit Verlusten. Zinsbringend? ... Nun ... also ... Wie soll ich sagen? ... Nein. ... Also wir wissen ja nicht wie. Und deshalb denken wir auch nicht darüber nach. ...
80% des Porsche wird importiert. Weißt Du wieviel Import-Anteil jedes Miele-Produkt hat?
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Nur mag dann 1 kg Kartoffel 60 € kosten, und 1-mal Pinkeln am Bahnhof kostet dann 17 €.
Frag doch einfach mal bei Ignacio Lopez (früher Opel und VW) nach, warum die Zulieferteile für Autos aus dem Ausland kommen!
[…] Aber wo wären wir dann heute? […]
Herzlichen Dank, liebe Spezies, für Deine ausführliche Entgegnung. Nun denkst Du sicherlich, ich wäre ein dummes Huhn, da ich aus Deinem Beitrag nur einen Fragesatz herauspickte. – Meinem Studium der Kunstgeschichte ging das Studium der Soziologie voraus. Ich studierte im Speziellen die gesellschaftlichen Veränderungen seit der industriellen Revolution. Hierzu hielt ich mich in England, Deutschland, Frankreich, Belgien und in den USA auf.
Nun zu Deinem Beispiel von der Dampfmaschine. Nennen wir sie ganz einfach „Produkt“. Der hauptsächliche Unterschied zwischen der damaligen Zeit, als die Produkte erfunden wurden, und heute, ist dieser: Früher wurden die Produkte meistens im Land der Erfinder produziert. Kein Produzent wäre auf die Idee gekommen, seine Produkte gewinnbringender im Ausland produzieren zu lassen. Allenfalls verlieh er Lizenzen. Da die Nachfrage der in seinem Land produzierten Produkte größer und größer wurde, mangelte es ihm bald an Fabrikarbeitern. Also warb er in der Fremde Arbeiter an.
Und hier kommen wir auf das eigentliche Problem zu sprechen: Auf der Verrat der Produzenten an den eigenen Landsleuten. Ich kann Dir versichern, daß zu allen wirtschaftlichen Notzeiten in der Schweiz mindestens doppelt so viele Ausländer in Brot und Arbeit gehalten wurden, wie es einheimische Arbeitslose gab. – Um meine Ausführungen kurz zu halten, erwähne ich noch folgendes: Die Entwicklung des Transportwesens zu Lande, zu Wasser und in der Luft erst ermöglichte es, die Produktion ins Ausland zu verlegen. Daraus kannst Du schließen, was Dir einfällt.
Zum herausgepickten Fragesatz: Wie befinden uns heute in einem Chaos von nie dagewesenem Ausmaß.
Gruß von Leila
Spezies 8472
10.09.09, 09:22
Wie befinden uns heute in einem Chaos von nie dagewesenem Ausmaß.Setze deinen Gedankengang fort, Leila. Ich lausche gespannt.
ZUr Unterstützung:
ad "Produktion im Land der Erfinder": Heute werden Produkte nicht mehr von "Einem" erfunden oder hergestellt. Vielmehr sind es zumeist internationale Verflechtungen von FuE und Produktion. "Viele" erfinden und stellen her. Also lösen wir das Problem nicht, indem wir einfach die Zeit um, sagen wir, 300 Jahre zurückdrehen, nicht wahr?!
ad " Verrat der Produzenten an den eigenen Landsleuten": Du bist Soziologe. Dann sollte dir die gedankliche Entkopplung von von Wirtschaft und Staat keine Schwierigkeiten bereiten.
Gedankenexperiment: Wir betrachten Deutschland mit seinen Bundesländern. Hast du ein Problem damit, wenn, sagen wir NOKIA, blaue Handy-Schalen in Hamburg produzieren lässt, die Elektronik im Reinlabor in Sachsen hergestellt wird, und das Produkt in Essen am Fließband zusammengebaut wird?
Wenn ja, bin ich umso gespannter, welche Gedanken ich von dir noch zu lesen bekommen werde.
Wenn nein, interessiert es mich, warum du offenbar ein Problem hast, wenn wir das Beispiel "Deutschland" auf "Welt" abstrahieren.
[…] ad „Produktion im Land der Erfinder“: Heute werden Produkte nicht mehr von „Einem“ erfunden oder hergestellt. Vielmehr sind es zumeist internationale Verflechtungen von FuE und Produktion. „Viele“ erfinden und stellen her. Also lösen wir das Problem nicht, indem wir einfach die Zeit um, sagen wir, 300 Jahre zurückdrehen, nicht wahr?!
Ich bin keine Prophetin. Aber ich vermute, daß sich eines Tages das „Problem“ von selbst löst; dann nämlich, wenn die Schätze der Erde zur Gänze ausgeplündert sind. Was tun die Gnus, wenn sie ihre Grasflächen abgegrast haben? Sie ziehen weiter. Was würden sie tun, wenn sie keine Grasflächen mehr finden würden? Vielleicht ihre Memoiren schreiben.
ad „Verrat der Produzenten an den eigenen Landsleuten“: Du bist Soziologe. Dann sollte dir die gedankliche Entkopplung von von Wirtschaft und Staat keine Schwierigkeiten bereiten.
Das wäre dann das Thema von der sogenannten ‚freien Marktwirtschaft‘, dessen Verkünder – Adam Smith – seit mehr als 200 Jahren so tot ist, wie das von ihm Verkündete. Ich behaupte rundheraus, daß eine freie Marktwirtschaft noch nie und nirgends existierte, gleich dem ‚Realsozialismus‘, welcher auch eine Totgeburt war. Du forderst von mir die Fähigkeit, zwischen Staat und Wirtschaft zu unterscheiden. Damit überforderst Du mich. Denn die Lenker der Staaten waren stets die Büttel der wahrhaft Mächtigen: der Fabrikanten und stillen Aktionäre.
Gedankenexperiment: Wir betrachten Deutschland mit seinen Bundesländern. Hast du ein Problem damit, wenn, sagen wir NOKIA, blaue Handy-Schalen in Hamburg produzieren lässt, die Elektronik im Reinlabor in Sachsen hergestellt wird, und das Produkt in Essen am Fließband zusammengebaut wird?
Das ist nun ein Witz, über den ich nicht lachen kann. Gerade Nokia zog von dannen. – Ich kaufe, wie ich im ersten Beitrag sagte, wann immer nur möglich, einheimische Produkte. Demnach keine Erdbeeren aus Israel, Spanien oder Italien. Als meine Kinder noch klein waren, hatten wir einen Schrebergarten, in welchem wir Krieg gegen die Schnecken führten.
Wenn ja, bin ich umso gespannter, welche Gedanken ich von dir noch zu lesen bekommen werde. Wenn nein, interessiert es mich, warum du offenbar ein Problem hast, wenn wir das Beispiel „Deutschland“ auf „Welt“ abstrahieren.
Diesen Satz verstehe ich nicht. Abstrahieren kann ich nur von etwas, nicht auf etwas.
Gruß von Leila
Ace of Spades
10.09.09, 11:29
Ich kaufe, wie ich im ersten Beitrag sagte, wann immer nur möglich, einheimische Produkte. Demnach keine Erdbeeren aus Israel, Spanien oder Italien. Als meine Kinder noch klein waren, hatten wir einen Schrebergarten, in welchem wir Krieg gegen die Schnecken führten.
Es wäre ja einiges zu deinem Post zu schreiben, beschränke mich auf das o.a.
Die meisten Menschen haben vom Anbau des Gemüses und Obst keine Ahnung mehr oder sind zu faul. Viele sagen auch, es rechnet sich nicht. Die haben noch nie Erdbeeren oder Tomaten aus eigenem Anbau gegessen.
Es wäre ja einiges zu deinem Post zu schreiben, beschränke mich auf das o.a.
Die meisten Menschen haben vom Anbau des Gemüses und Obst keine Ahnung mehr oder sind zu faul. Viele sagen auch, es rechnet sich nicht. Die haben noch nie Erdbeeren oder Tomaten aus eigenem Anbau gegessen.
Zunächst, lieber Ace of Spades, meinen Glückwunsch zu Deinem 400ten Beitrag.
Ja, die meisten Menschen haben von nichts eine Ahnung und wissen dennoch alles besser.
Gruß von Leila
Spezies 8472
10.09.09, 11:50
Aber ich vermute, daß sich eines Tages das „Problem“ von selbst löst; dann nämlich, wenn die Schätze der Erde zur Gänze ausgeplündert sind.Bis dahin gibt es die Technik, die Schätze des Mondes, des Marses, etc.pp. auszuplündern, Leila.
Das wäre dann das Thema von der sogenannten ‚freien Marktwirtschaft‘, dessen Verkünder – Adam Smith – seit mehr als 200 Jahren so tot ist, wie das von ihm Verkündete.Das ist ein möglicher Aspekt. Der andere ist die Substitution des Staatsbegriffes. Und auf den stellt ich eigentlich ab.
Das ist nun ein Witz, über den ich nicht lachen kann. Gerade Nokia zog von dannen.Substituiere "NOKIA" durch ... whatsoever. Es ging um das Abstraktum, nicht um subjektive Befindlichkeiten, Leila.
Abstrahieren kann ich nur von etwas, nicht auf etwas.Ich bessere nach: Abstrahiere von Deutschland auf "Welt".
Bis dahin gibt es die Technik, die Schätze des Mondes, des Marses, etc.pp. auszuplündern, Leila. […]
Mein seliger Vater, ein Geo- und Petrochemiker, versuchte im damaligen Persien, dem heutigen Iran, eine effiziente Erdölraffinerie aufzubauen – erfolglos, denn die religiösen Fanatiker übernahmen die Macht. Aber dies ist eine andere Geschichte. Mein Vater las sehr gerne Zukunftsromane, vorallem die Geschichten Jules Vernes. Er meinte, die Menschen sollten das wertvolle Erdöl aufsparen und nicht sinnlos in Heizungs- und Kühlaggregaten verbrennen, oder in Motoren, die Vehikel antreiben, welche nur dazu dienen, Waren von einem Ort zum andern zu transportieren oder Menschen an ihre Arbeitsstätten zu befördern. Er war der Meinung, daß wir dieses Erdöl eines Tages noch brauchen würden, um unsere benachbarten Planeten zu erreichen und zu besiedeln. Wahrscheinlich habe ich seine Verrücktheit geerbt.
Gruß von Leila
Ace of Spades
10.09.09, 12:49
Zunächst, lieber Ace of Spades, meinen Glückwunsch zu Deinem 400ten Beitrag.
Ja, die meisten Menschen haben von nichts eine Ahnung und wissen dennoch alles besser.
Gruß von Leila
Danke.
Spezies 8472
10.09.09, 13:00
Er war der Meinung, daß wir dieses Erdöl eines Tages noch brauchen würden, um unsere benachbarten Planeten zu erreichen und zu besiedeln. Wahrscheinlich habe ich seine Verrücktheit geerbt.Nun, vermutlich werden wir nicht zwingend Verbrennungsmotoren benötigen, um zum Mars zu gelangen, aber es ist wohl zu erwarten, dass Plastebesteck eines Tages in Gold aufgewogen werden kann.
Dennoch: Bisher hast du auf keine meiner Fragen geantwortet, Leila. Steht zu hoffen, dass wir noch einen Disput führen werden, oder bleibt es dabei, dass wir aneinander vorbei reden?
Das ist ein möglicher Aspekt. Der andere ist die Substitution des Staatsbegriffes. Und auf den stellt ich eigentlich ab.
Substituiere „NOKIA“ durch ... whatsoever. Es ging um das Abstraktum, nicht um subjektive Befindlichkeiten, Leila.
Ich bessere nach: Abstrahiere von Deutschland auf „Welt“.
Dazu noch etwas: Wir äußern uns hier in einem deutschen Forum. Darum sollten wir uns an die schöne und wortreiche deutsche Sprache halten, d.h. Fachbegriffe und Fremdwörter möglichst vermeiden. Nicht daß ich die Termini der Soziologie nicht ‚voll drauf‘ hätte – aber ich hasse sie samt und sonders: denn es sind Hohlwörter. Im übrigen bereue ich mein Soziologiestudium von ganzem Herzen. Was ich an der Schule lernte, war, wie man seine Lebenszeit am besten verschwendet: durch das Entwirren von Hirngespinsten, die sich irgendwelche Stubenhocker ausdachten. – Hierzu eröffne ich demnächst einen neuen Strang.
Nun noch ein Beispiel zur Veranschaulichung: Ein Mann und eine Frau lieben einander. Die Frau wird schwanger und gebiert nach neun Monaten ein Kind. Wie konnte die Menschheit derart anwachsen, so vielzählig werden, wie sie es heute ist, ohne die vielen geschriebenen und gedruckten ‚Ratgeber‘, die in den Buchhandlungen feilgeboten werden? Es ist schon so: Auf die meiste ‚Sach- und Fachliteratur‘ kann getrost verzichtet werden.
Gruß von Leila
Nun, vermutlich werden wir nicht zwingend Verbrennungsmotoren benötigen, um zum Mars zu gelangen, aber es ist wohl zu erwarten, dass Plastebesteck eines Tages in Gold aufgewogen werden kann.
Dennoch: Bisher hast du auf keine meiner Fragen geantwortet, Leila. Steht zu hoffen, dass wir noch einen Disput führen werden, oder bleibt es dabei, dass wir aneinander vorbei reden?
Ich dachte, Deine Fragen beantwortet zu haben.
Gruß von Leila
Spezies 8472
10.09.09, 13:54
Wir äußern uns hier in einem deutschen Forum. Darum sollten wir uns an die schöne und wortreiche deutsche Sprache halten, d.h. Fachbegriffe und Fremdwörter möglichst vermeiden.Nun, den Weg aus dieser Schwierigkeit wüsste ich nur zu gern. Du selbst hast, um mir nahe zu legen, doch bitte "nur die deutsche Sprache zu verwenden", mindestens drei Fremd-/Lehnwörter gebraucht. Und, ehrlich gesagt, ich halte eine tote Sprache für arm. Weder wirst du mich dabei erwischen, dass ich "Weltnetz" zum Internet sage (wobei ich "Netz" noch austauschen müsste.), noch werde ich das Telefon "Fernsprecheinrichtung" oder das Handy "inloosfernsprecheinrichtung", wobei ich auch "Einrichtung" noch substituieren müsste, mir aber kein adäquater Begriff einfällt, nennen. Ich werde auch "Kunst" weiterhin "Kunst" nennen, Känguru werde ich natürlich nicht "Hüpfhäschen" nennen, und ich werde auch weiterhin replizieren, intervenieren und argumentieren, um nur eine kleine Auswahl der Verben zu nennen, die längst ihren Eingang in die deutsche Sprache fanden.
Und insbesondere, wenn es um Diskussionen (noch ein Fremdwort) geht, werde ich notwendigerweise dabei bleiben müssen, mich an spezifische (noch eins) Termini (noch eins) zu halten, weil eine Nomenklatur (noch eins) zu jedem zwangseingedeutschten Begriff meine Kapazität (noch eins) bei Weitem überfordern würde. Kurz: Vor lauter definieren (noch ein Fremdwort) kämen wir nicht mehr zum Diskutieren (Fremdwort-Kreis geschlossen ;-)).
Nun noch ein Beispiel zur Veranschaulichung: Ein Mann und eine Frau lieben einander. Die Frau wird schwanger und gebiert nach neun Monaten ein Kind. Wie konnte die Menschheit derart anwachsen, so vielzählig werden, wie sie es heute ist, ohne die vielen geschriebenen und gedruckten ‚Ratgeber‘, die in den Buchhandlungen feilgeboten werden? Es ist schon so: Auf die meiste ‚Sach- und Fachliteratur‘ kann getrost verzichtet werden.Das ist ein nettes Beispiel, nur leider völlig weg vom Thema. Allerdings gibt es mir einen besseren Einblick in deine Denkstrukturen, Leila. Offenbar bevorzugst du Frauen als Heimchen am Herd. Anderenfalls würdest du zwangsläufig darauf stoßen, dass "Handbücher" die Intention der Zeitersparnis verfolgen, und dass diese, also die Zeitersparnis, eine Anforderung der immer schnellebiger werdenden Zeit ist. Und das wiederum ist eine Frage der in einer Demokratie von den Menschen gestalteten Gesellschaftsform.
Und da ich nicht willens bin, eine nebulöse Super-Meta-Debatte über Alles-und-Nichts zu führen, verlörst du mich an genau dieser Stelle, Leila.
Ich dachte, Deine Fragen beantwortet zu haben.Wenn du es getan hast, dann so metaphorisch, dass mir nicht einmal aufgefallen ist, dass du auch nur eine Andeutung gemacht hast, Leila.
Aber bitte: Hilf mir bei der Interpretation:
Ich: "interessiert es mich, warum du offenbar ein Problem hast, wenn wir das Beispiel "Deutschland" auf "Welt" abstrahieren."
Du: "Abstrahieren kann ich nur von etwas, nicht auf etwas."
Ich: "Ich bessere nach: Abstrahiere von Deutschland auf 'Welt'. "
Du: "..."
Wo finde ich hier die Antwort auf meine Frage? Und das setzt sich mit ALLEN Fragen so fort, Leila. Es ist dein gutes Recht, mir nicht antworten oder auf meine Bemerkungen eingehen zu wollen, es ist aber auch eine Frage der Höflichkeit, dies zu äußern.
Wolltest Du, Spezies, statt abstrahieren übertragen sagen?
Spezies 8472
10.09.09, 14:19
Nein, ich wollte "abstrahieren" sagen, Leila. Aber bitte: Meinetwegen "übertrage und vernachlässige irrelevant werdende Details".
Nein, ich wollte "abstrahieren" sagen, Leila. Aber bitte: Meinetwegen "übertrage und vernachlässige irrelevant werdende Details".
Ich verstand Deine Fragen nicht, Spezies, und antwortete daher ins Blaue hinaus, wie ich nun sehe. Dafür bitte ich Dich um Verzeihung.
Gruß von Leila
Spezies 8472
10.09.09, 14:46
Ich verstand Deine Fragen nicht ...Gibt es noch mehr Hindernisse, die wir ausräumen müssen, oder war das jetzt wieder eine quasi-metaphorische Antwort, deren Kern ich überlese, Leila? Falls das der Fall ist, hilf mir bitte bei der Interpretation, denn ich verstehe sie abermals nicht.
So denken und handeln die meisten Menschen und wundern sich, daß sie zu Sklaven geworden sind. In unserem Quartier betrieb eine Frau während vier Jahrzehnten eine Papeterie. Die Kleingewerbler, Hausfrauen und Schüler zählten zu ihren treuesten Kunden. Eines Tages eröffnete die milliardenschwere Schweizer Supermarktkette Coop in der Nachbarschaft eine große Filiale. Das lange Regal mit Papeterieartikeln wurde nicht vergessen. Die Folge: Der Umsatz der Frau sackte in sich zusammen. Sie konnte als Zwerg die tiefen Preise des Riesen nicht unterbieten. Aus Dankbarkeit ihren noch wenigen verbliebenen Stammkunden gegenüber und aus reinem Idealismus betrieb sie ihr Geschäft noch ein paar Jahre. Dann war aber endgültig Schluß. Heute wird in ihrem ehemaligen Ladenlokal Dönerkebab verkauft. – Nach diesem Muster gingen seit 1945 in der Schweiz Zehntausende selbständige Handelsbetriebe verloren.
Gruß von Leila
Exakt beobachtet und beschrieben! SO passiert es weltweit!
Und dann wundern sich die Leute, dass alles nur noch genormt und öde ist und die Vielfalt zum Teufel und sie selbst nur noch als mies bezahlter Lohnsklave bei diesen Ketten anheuern können.
Es wäre ja einiges zu deinem Post zu schreiben, beschränke mich auf das o.a.
Die meisten Menschen haben vom Anbau des Gemüses und Obst keine Ahnung mehr oder sind zu faul. Viele sagen auch, es rechnet sich nicht. Die haben noch nie Erdbeeren oder Tomaten aus eigenem Anbau gegessen.
Wenn Kinder glauben, die Kühe wären violett, was erwartet man dann ?
Wir waren als Kinder im Urlaub nur am Bauernhof. Teilweise als Flucht vor den Bomben getarnt.
Exakt beobachtet und beschrieben! SO passiert es weltweit!
Und dann wundern sich die Leute, dass alles nur noch genormt und öde ist und die Vielfalt zum Teufel und sie selbst nur noch als mies bezahlter Lohnsklave bei diesen Ketten anheuern können.
Mich erinnert das an eine Story aus den 60ern oder 70ern:
Eine Mutter will mit ihrem 3-Jährigen in den Aldi-Laden gehen. Der Kleine wehrt sich und schreit wie am Spieß: Ich habe gehört, daß der Aldi alle Kleinen kaputtmacht!
Herr Bratbäcker
11.09.09, 10:26
Die Folge: Der Umsatz der Frau sackte in sich zusammen. Sie konnte als Zwerg die tiefen Preise des Riesen nicht unterbieten.
Was die behäbigen, selbstgerechten Bergvölkler da gespart haben, werden sie bei ihren allgegenwärtigen Gessler-Hüten, sprich Radar-Kontrollen, wieder los. :banana:
Exakt beobachtet und beschrieben! SO passiert es weltweit!
Und dann wundern sich die Leute, dass alles nur noch genormt und öde ist und die Vielfalt zum Teufel und sie selbst nur noch als mies bezahlter Lohnsklave bei diesen Ketten anheuern können.
Mir wurde die folgende Geschichte von einem Lebensmittelhändler zugetragen: Die Migros baute in Adliswil (Kanton Zürich) einen großen Laden beim Bahnhof. Nach dessen Eröffnung nahmen seine ehemaligen Kunden einen langen Umweg in Kauf, weil sie sich schämten, mit ihren vollen Migros-Tragetaschen an seinem Geschäft vorbeizugehen. Das geschah in den Sechzigerjahren.
Gruß von Leila
Jetzt hab’ ich doch noch etwas geschrieben
Ja, die meisten Menschen haben von nichts eine Ahnung ...
... und wissen dennoch alles besser.Du weißt ja, zu den gehöre auch ich. Ich weiß Vieles besser, trotz niedrigerem IQ als das Hundevieh meiner Freundin, das mich ja oft genug überlistet. Mich hat sogar schonmal ein blödes Pferd überlistet. Aber das erzähle ich ein anderes Mal. Hier ist das Thema:
http://www.24-carat.de/Forum/L-635.GIF
Es geht doch auch anders! Na, es geht wohl doch nicht anders, sonst wäre es anders! Menschen verhalten sich eben wie Wasser, und unseren Soziologen wollen einen schönen Kanal mit Minimal-Gefälle, das gerade ausreicht den natürlichen Wasseraustausch von Regenzufluß und Verdunstung durch leichte Strömung zu ergänzen.
http://www.24-carat.de/Forum/L-635.GIF
Menschheit ist aber kein von Menschen geplanter Kanal sondern ein wilder Fluß, der immer größer und schneller wird, nur nicht für Alle gleichzeitig: Einige verlassen das Flußbett, bilden herrliche Seen, die aber ohne mehr Zufluß bald zu stinkenden Tümpeln werden.
http://www.24-carat.de/Forum/L-635.GIF
Andere sind langsamer in Fluß-Nebenarm-Mäandern — oder sind in Abkürzungen mit Katarakten schneller und überholen die Masse im Fluß. Nun sind wir durch Politik und Staatskunst gerade mal so weit, daß wir einzelne Fluß-Nebenarme halbwegs überblicken, aber die Steuerung des großen Flusses liegt in ferner Zukunft, falls sie überhaupt je möglich ist.
http://www.24-carat.de/Forum/L-635.GIF
Wir können ohnehin nur dem Gefälle von der Vergangenheit in die Zukunft folgen. Klar, einzelne Nebenarme finden auch schonmal Rückflußmöglichkeit durch Gefälle in Richtung Vergangenheit, enden aber oft als Salzseen in der Wüste.
http://www.24-carat.de/Forum/L-635.GIF
Da ich stets Nebenarme mit mehr Flußgeschwindigkeit suche, habe ich meine meisten Zeitgenossen schon lange überholt, obwohl ich auch einige Male durch Lagunen floß oder gar lahmarschigen Fluß-Nebenarm-Mäandern folgte, zum Beispiel in DDR, Kuba und Guyana durch Sozialismus-Wüsten, wo viel Menschheit sinnlos als Salzsee endet.
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Ein paar irre Soziologen verkraftet die Welt aber spielend und dreht sich unbeirrt weiter:http://www.24-carat.de/Forum/Populus/ubi-map.gif
Nachtrag zu meinem Beitrag Nr. #5 (http://politikarena.de/showpost.php?p=34261&postcount=5):
Aus dem K-Tipp Nr. 15 (http://www.ktipp.ch/themen/beitrag/1039949/Grosse_Preisunterschiede_) (kostenpflichtiger Artikel): „Papier, Büromaterial und Schreibwaren sind in der Migros am günstigsten. Das zeigt ein K-Tipp-Preisvergleich.“
Wer hätte das gedacht …
Ich achte zuerst auf den Preis und die Qualität. Wenn die stimmen, kaufe ich die Ware, woher sie kommt, ist egal.
Meine Kaufentscheidung beruht zu 75% auf Qualität und zu 25% auf dem Preis. Wenn dann das höchstbewertete Produkt nicht im Inland produziert wird, hat das Inland eben Pech gehabt. Denn wenn es überteuert und auch noch schlecht ist, sehe ich es nicht ein, dem inländischen Unternehmen einen Gefallen tun zu müssen.
Die einheimische Firma produziert nämlich mit den Lohnnebenkosten von Deutschland und finanziert so den Sozialstaat.
Wenn das nicht mehr gegeben ist, ist es aus mit dem Sozialstaat und es werden eben die Verhältnisse von Vietnam auch hier eingeführt.
Aber DAS erkläre mal so einer Nase! Die begreifen es einfach nicht.
Schön, aber viele der Nasen haben einfach auch nicht die Kohle um sich, anstatt Privileg, Miele leisten zu können.
Und mal ehrlich, bei bestimmten Produkten macht sich der teurere Preis nicht besser bezahlt oder spielt es eine Rolle ob die Waschmaschiene ein halbes Jahr länger hält- nach mindestens 10 Jahren Laufzeit ?
Schön, aber viele der Nasen haben einfach auch nicht die Kohle um sich, anstatt Privileg, Miele leisten zu können.
Und mal ehrlich, bei bestimmten Produkten macht sich der teurere Preis nicht besser bezahlt oder spielt es eine Rolle ob die Waschmaschiene ein halbes Jahr länger hält- nach mindestens 10 Jahren Laufzeit ?
Dann bliebe noch die Frage zu klären, ob die Rechnung der Schnäppchenjäger oder der Schnäppchenanbieter aufgeht.
Gruß von Leila
Dann bliebe noch die Frage zu klären, ob die Rechnung der Schnäppchenjäger oder der Schnäppchenanbieter aufgeht.
Gruß von Leila
Das, nehem ich mal an, basiert auf funktionierender Symbiose.
Noch etwas, liebe Lucinda:
Der von mir oben erwähnte kostenpflichtige Artikel stammt aus dem K-Tipp, der Zeitschrift, welche in der Schweiz die meisten Abonnenten zählt (über eine Million). Verglichen wurden Papeterieartikel der folgenden Firmen: Coop, Globus, Manor, Migros, Office World und Spar. – Der unbedarfte Leser könnte nun meinen und ausrufen: „Oh, welche Vielfalt!“ und seiner Unbedarftheit dabei nicht einsichtig werden. Denn er müßte wissen, daß die Firma Office World zur Firma Globus gehört und diese wiederum zur Migros. Aber mit solchen Details beschäftigen sich die treuen Kunden der Detaillisten nicht.
Gruß von Leila
Noch etwas, liebe Lucinda:
Der von mir oben erwähnte kostenpflichtige Artikel stammt aus dem K-Tipp, der Zeitschrift, welche in der Schweiz die meisten Abonnenten zählt (über eine Million). Verglichen wurden Papeterieartikel der folgenden Firmen: Coop, Globus, Manor, Migros, Office World und Spar. – Der unbedarfte Leser könnte nun meinen und ausrufen: „Oh, welche Vielfalt!“ und seiner Unbedarftheit dabei nicht einsichtig werden. Denn er müßte wissen, daß die Firma Office World zur Firma Globus gehört und diese wiederum zur Migros. Aber mit solchen Details beschäftigen sich die treuen Kunden der Detaillisten nicht.
Gruß von Leila
Müssen sie ja auch nicht, zumindest nicht bei solchen Produkten.
Möchte in reine Exclusivität wird es im 08/15- Bereich arg schwierig, denn da geht es in erster Linie doch immer um den Preis.
Lediglich im Luxussegment, da werden keine Konzessionen zu gunsten des geneigten Schnäppchenjäger gemacht.
Müssen sie ja auch nicht, zumindest nicht bei solchen Produkten.
Möchte in reine Exclusivität wird es im 08/15- Bereich arg schwierig, denn da geht es in erster Linie doch immer um den Preis.
Lediglich im Luxussegment, da werden keine Konzessionen zu gunsten des geneigten Schnäppchenjäger gemacht.
Die Leute werden doch per Hartz-IV gezwungen,praktisch nur noch da zu kaufen, wo's am Billigsten ist.
Sonst ist am Ende der Monat wieder länger, als das Geld.
Die Leute werden doch per Hartz-IV gezwungen,praktisch nur noch da zu kaufen, wo's am Billigsten ist.
Sonst ist am Ende der Monat wieder länger, als das Geld.
Billig ist es nicht nur bei Aldi & Co.
Die geneigte Hausfrau könnte dies, würde sie ein Haushaltsbuch führen, sehr schnell begreifen. Schließlich müssen ja die anderen Supermärkte auch ihre Kundschaft am Ball behalten, was in Zeiten wo es nicht mehr verpönt ist beim Billigheimer zu kaufen nicht so einfach ist.
Es muß sich nämlich keiner einbilden das Aldi, Lidl & Co. mit allen Produkten wirklich billiger sind.
Wenn natürlich jemand lediglich in der Lage ist einen Dosenöffner zu bedienen, dann wird´s schon schwieriger.
Aldi und co führen durchaus Marken Artikel die aber nicht unter ihren Markennamen laufen, sonst würden die Hersteller dieser Produkte
keine Markenartikel fetischisten mehr bedienen können.
Die wenigsten Massenhersteller könnten auf dauer garnicht überleben
von dem was ein Markenfetisch konsumiert.
Es ist doch in der zwischenzeit bekannt, das weit über 90% der Bevölkerung über ihre Verhältnise leben, also wo wird gespart, als erstes beim Essen und dann kommen die Klamotten.
Die wenigsten Massenhersteller könnten auf dauer garnicht überleben
von dem was ein Markenfetisch konsumiert.
Die meisten Markenhersteller würden (inzwischen) wohl auch nicht überleben, wenn sie den Mehrumsatz der Discounter nicht mehr hätten.
Da nimmt man eben gerne die Mehrerlöse der "normalen" Produkte mit!
Ace of Spades
21.09.09, 16:02
Die Leute werden doch per Hartz-IV gezwungen,praktisch nur noch da zu kaufen, wo's am Billigsten ist.
Sonst ist am Ende der Monat wieder länger, als das Geld.
Es tauchen auch Leute mit grossen Luxuswagen vor Aldi auf. Sind die auch gezwungen?
Herr Sargnagel
21.09.09, 17:20
Es tauchen auch Leute mit grossen Luxuswagen vor Aldi auf. Sind die auch gezwungen?
nein, die kaufen dort nur ihre Paletten Piccolöchen für ihre Etablissements!
Es tauchen auch Leute mit grossen Luxuswagen vor Aldi auf. Sind die auch gezwungen?
Nee, ich fahre zwar keinen gro0en Luxuswagen, könnte es mir aber leisten, woanders zu kaufen. Trotzdem gehe ich gerne zu Aldi, weil ich da weiß, daß ich da nicht so extrem be(schiss...äh)trogen werde, wie anderswo.
bei kaisers wird man von vorne bis hinten beschissen:banana:
Ace of Spades
21.09.09, 20:12
Warum sollte man nicht bei Aldi einkaufen? Geld hat niemand zu verschenken.
Die Milliardärin Schickedanz ist ja neuste Kundin.
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