PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Israel hat mal wieder den völligen Durchblick


*JM*
08.09.09, 20:02
Al-Qaeda Targeting Germany for 'Next 9/11' - Within Weeks

by Nissan Ratzlav-Katz

(IsraelNN.com) Jihadists close to al-Qaeda explicitly warned in new communications that Germany will be the target of the next 9/11-scale terrorist attack. The timing of the strike, they say, will be within the next few weeks.

According to analysts with the Institute of Terrorism Research and Response (ITRR), a recently intercepted jihadist communication declares that "everyone knows" that the "next strike is very near, a strike that will surprise everyone in its effect, which will be much more shocking than that of 9/11/2001." The writer of the chilling message notes that this is the Muslim month of Ramadan and that "we pray that it will indeed be in this month."

After referring to a previous boast by Osama Bin-Laden, that the enemy is afraid and unable to prevent the next attack, the communication says:

"And the Germans, grandchildren of the Nazis, know more than everyone else that they will be the first ones to taste [the nightmare]. It is just a matter of time - that is, days or weeks - and God willing you'll see things that you've never heard of before."

Der Katz hats druff (http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/133325)

Das sind Dschihad-Chatter schon Gefahren. Und bis eine Woche vor den Wahlen rappelt es. Aber wenn nicht bis dahin, dann doch später. Irgendwann halt. Außerdem rummst es gewaltiger als an 911. Mindestens. Und wer hats gewusst? Israel.

Wieso werde ich das Gefühl nicht los, die Kollegen wollen uns unbedingt einen Zoff mit den Moslems ans Zeug flicken?

Mr. Smith
08.09.09, 20:07
Wie jetzt?
Die Islamisten kritisieren unsere nationalsozialistische Vergangenheit? Ich dachte immer, das seien selbst Faschisten. Hm... Vielleicht sollte ich aber auch aufhören, dieses antideutsche PI- und Bahamasgewäsch zu lesen.

:(

NukNuk

Yesterday
08.09.09, 20:10
(...)
Wieso werde ich das Gefühl nicht los, die Kollegen wollen uns unbedingt einen Zoff mit den Moslems ans Zeug flicken?

…ich hoffe das es eine lancierte Meldung ist…aber was ist wenn doch nicht?;-)

Gemäß Analytikern mit dem Institut für die Terrorismus-Forschung und Antwort (ITRR) erklärt eine kürzlich abgefangene jihadist Kommunikation, dass "jeder weiß", dass der "folgende Schlag, ein Schlag sehr nah ist, der jeden in seiner Wirkung überraschen wird, die mehr viel schockierend sein wird als das vom 9/11/2001." Der Schriftsteller der kalten Nachricht bemerkt, dass das der moslemische Monat des Ramadan ist, und dass "wir beten, dass es tatsächlich in diesem Monat sein wird."

*JM*
08.09.09, 20:10
Wie jetzt?
Die Islamisten kritisieren unsere nationalsozialistische Vergangenheit? Ich dachte immer, das seien selbst Faschisten. Hm... Vielleicht sollte ich aber auch aufhören, dieses antideutsche PI- und Bahamasgewäsch zu lesen.

:(

NukNuk

Der Islamfaschist steht ja auch auf deutschen Faschismus. Das wissen aber allem Anschein nach die Chatfälscher vom Mossad und das Schreiber-Kätzchen nicht. :D

Mr. Smith
08.09.09, 20:15
Der Islamfaschist steht ja auch auf deutschen Faschismus. Das wissen aber allem Anschein nach die Chatfälscher vom Mossad und das Schreiber-Kätzchen nicht.

Also sollte nicht ich weniger, sondern der Mossad öfter beim antideutschen PI-Blog vorbeischauen? Vielleicht machen die das aber auch aus Absicht nicht, weil die wissen, was die PI-Betreiber mit den IPs ihrer Klientel so treiben.

:cool:

NukNuk

Yesterday
08.09.09, 20:21
(...)weil die wissen, was die PI-Betreiber mit den IPs ihrer Klientel so treiben.

:cool:

NukNuk

….jede Klientel egal wo, sollte wissen das die IP`s von jedem Betreiber einer Seite genutzt und benutzt werden kann…;-)

Sauerländer
08.09.09, 20:30
Wieso werde ich das Gefühl nicht los, die Kollegen wollen uns unbedingt einen Zoff mit den Moslems ans Zeug flicken?
Und es werden wieder genug Idioten, die nicht zwischen Innnen- und Aussenpolitik unterscheinden können, drauf anspringen...

Mr. Smith
08.09.09, 20:41
Und es werden wieder genug Idioten, die nicht zwischen Innnen- und Aussenpolitik unterscheinden können, drauf anspringen...

Neben dem Sozialismus ist auch die Islamophobie der Brückenschlag zwischen Rechts- und Linksextremismus. Und die Rechtsextremen mutieren zum billigen Werkzeug einiger weniger antideutscher Vordenker. Jürgen Elsässer hätte vor zehn Jahren noch seine blanke Freude an diesen dumpfbackigen Braunen gehabt.

NukNuk

Fragolino
08.09.09, 20:42
Soso, da kommt eine Nachricht, die so gar nicht in die Traumwelt mit dem kuscheligen Islam passt und schon wird postuliert, es müsse sich um eine Fälschung handeln, weil ja nicht sein kann was nicht sein darf.....

Fragolino
08.09.09, 20:43
Wieso werde ich das Gefühl nicht los, die Kollegen wollen uns unbedingt einen Zoff mit den Moslems ans Zeug flicken?

Antisemitismus pur.

*JM*
08.09.09, 20:53
Antisemitismus pur.

Der Israeli ist Antisemit? Das ist eine gewagte Theorie.

Fragolino
08.09.09, 20:55
Der Israeli ist Antisemit? Das ist eine gewagte Theorie.

Du bist ein Antisemit, weil du den Israelis unterstellst, sie würden uns mit den Moslems in einen Konflikt treiben wollen. Das alte Klischee vom bösen, verschlagenen Juden, der jeden gegen jeden ausspielt um einen Vorteil zu erlangen.

*JM*
08.09.09, 20:55
Und es werden wieder genug Idioten, die nicht zwischen Innnen- und Aussenpolitik unterscheinden können, drauf anspringen...

Nun, einen Anschlag vor den Wahlen fände ich jetzt schon von gewisser innenpolitischer Relevanz. Außer es würde die Zone treffen, dann wäre es außenpolitisch zu sehen. Nur was will man da sprengen, sieht man von Rasenfläche ab, was aber unnötig ist, denn es soll ja wieder regnen.

Fragolino
08.09.09, 20:56
Tja, kommt es zu dem Anschlag, dann werden natürlich die linken Kräfte an Fahrt gewinnen, die ja den Abzug aus Afghanistan wollen.

*JM*
08.09.09, 20:57
Du bist ein Antisemit, weil du den Israelis unterstellst, sie würden uns mit den Moslems in einen Konflikt treiben wollen. Das alte Klischee vom bösen, verschlagenen Juden, der jeden gegen jeden ausspielt um einen Vorteil zu erlangen.

Ich behaupte es nicht, ich werde das Gefühl nicht los. Du verstehst? Gefühl. Feeling. Meinung. Nech?

Jurassic
08.09.09, 21:04
Du bist ein Antisemit, weil du den Israelis unterstellst, sie würden uns mit den Moslems in einen Konflikt treiben wollen. Das alte Klischee vom bösen, verschlagenen Juden, der jeden gegen jeden ausspielt um einen Vorteil zu erlangen.

OT ThiloS: "... man wird ja wohl noch sagen dürfen !" :banana:

Politiker spielen immer "jeden gegen jeden" aus, das ist der verdammte Sinn ihrer Existenz. Zum Regieren könnten wir auch Verwaltungsbeamte einsetzen, die würden das am Ende sogar noch besser hinbekommen. Die jüdischen Politiker machen das ebenfalls - auch wenn Antisemitismus (bei den meisten) die Intention ist das anzuprangern, aber ändert das nichts.

*JM*
08.09.09, 21:05
Tja, kommt es zu dem Anschlag, dann werden natürlich die linken Kräfte an Fahrt gewinnen, die ja den Abzug aus Afghanistan wollen.

Nun, es sind ja nicht nur "linke Kräfte" der Meinung, wir haben in Afghanistan nichts verloren. Habe ich jedenfalls gehört und gelesen.

Sauerländer
08.09.09, 21:10
Neben dem Sozialismus ist auch die Islamophobie der Brückenschlag zwischen Rechts- und Linksextremismus. Und die Rechtsextremen mutieren zum billigen Werkzeug einiger weniger antideutscher Vordenker. Jürgen Elsässer hätte vor zehn Jahren noch seine blanke Freude an diesen dumpfbackigen Braunen gehabt.
NukNuk
Dummerweise verstehen die Rechte, die sich nicht vom Sozialismus distanziert, darunter etwas ganz anders, als die Linke. Ich gäbe ja sonstwas drum, wenn das anders wäre. Und auch eine Ablehnung des Islam als Gesamtheit, wo sie besteht, bezieht sich auf der Rechten wesentlich auf die Bewahrung einer eigenen traditionellen Identität, die man hier als von Überfremdung bedroht ansieht, während die Linke klassischerweise mit dem Islam eher ein Problem hat, weil der "reaktionär" sei und sie ihn genauso überwinden wollen die die traditionelle Identität, um die es der Rechten geht.
Abgesehen davon, dass sie sich in diesem Sinne auch immer wieder wunderbar von der Mitte aufeinanderhetzen lassen, so dass die in Ruhe ihr trübes Süppchen zurechtpampen kann, machen sie sich damit auch dienstbar an der Mitte, insofern für die der Islam ein Problem ist, da der sich nur sehr bedingt in den mehr oder weniger libertären Vermarktungsquark zu integrieren bereit ist.

Sauerländer
08.09.09, 21:12
Soso, da kommt eine Nachricht, die so gar nicht in die Traumwelt mit dem kuscheligen Islam passt und schon wird postuliert, es müsse sich um eine Fälschung handeln, weil ja nicht sein kann was nicht sein darf.....
Den Eindruck kann man durchaus auch haben, wenn man alles andere als an ein fröhliches Miteinander mit dem kuscheligen Islam glaubt.
Wie gesagt: Differenz zwischen Innen- und Aussenpolitik...

Karl Dönitz
08.09.09, 21:43
Wie jetzt?
Die Islamisten kritisieren unsere nationalsozialistische Vergangenheit? Ich dachte immer, das seien selbst Faschisten. Hm... Vielleicht sollte ich aber auch aufhören, dieses antideutsche PI- und Bahamasgewäsch zu lesen.

:(

NukNuk
Alleine das mit den Nazis verrät das ganze doch als falsch.
Gerade die Islamisten verherrlichen Hitler doch heute noch für seinen Umgang mit den Juden

tabasco
08.09.09, 21:44
Der Israeli ist Antisemit? Das ist eine gewagte Theorie.
Gibt es einen Grund, warum ein Israeli kein Antisemit sein kann ?!

*JM*
08.09.09, 21:45
Gibt es einen Grund, warum ein Israeli kein Antisemit sein kann ?!

Ich kenne Katz nicht.

Itchy
08.09.09, 21:50
Gibt es einen Grund, warum ein Israeli kein Antisemit sein kann ?!

gibt es nicht sogar hakenkreuzschmierereien, mit denen eingewanderte sowjetnix von sich reden machten ?
ich denke mal, dort gibt es das gleiche problem wie wir es mit unseren russlanddeutschen haben. viele identifizieren sich nicht mit ihrem volk, sind eigentlich gar keine juden und fühlen sich auch nicht so.
das rückkehrgesetz lässt ja auch nichthalachische "juden" rein.
man muss ja nur einen jüdischen großelternteil gehabt haben...
wie sollen die sich denn auch dort zuhause fühlen ?

tabasco
08.09.09, 21:53
gibt es nicht sogar hakenkreuzschmierereien, mit denen eingewanderte sowjetnix von sich reden machten ?
ich denke mal, dort gibt es das gleiche problem wie wir es mit unseren russlanddeutschen haben. viele identifizieren sich nicht mit ihrem volk, sind eigentlich gar keine juden und fühlen sich auch nicht so.
das rückkehrgesetz lässt ja auch nichthalachische "juden" rein.
man muss ja nur einen jüdischen großelternteil gehabt haben...
wie sollen die sich denn auch dort zuhause fühlen ?
Absolut korrekt.

Es besteht aber keine Möglichkeit, "nicht halachische Juden" (Paradoxon) nicht nach Israel einwandern zu lassen.

Fragolino
08.09.09, 21:55
Alleine das mit den Nazis verrät das ganze doch als falsch.
Gerade die Islamisten verherrlichen Hitler doch heute noch für seinen Umgang mit den Juden

Warum sollte ein Islamist sich nicht winden können?

Itchy
08.09.09, 21:58
Absolut korrekt.

Es besteht aber keine Möglichkeit, "nicht halachische Juden" (Paradoxon) nicht nach Israel einwandern zu lassen.

das paradoxon löst sich folgendermaßen auf: diskrepanz zwischen nürnberger definition und halacha...
ich hab mal gelesen, dass das rückkehrgesetz nur die bedingung stellt, dass ein großelternteil jüdisch war. das habe ich definitiv mit der bemerkung gelesen, dass dies eingeführt wurde, um die vom NS verfolgten "vierteljuden" zu schützen.
Ich stutze und denke folgendes: Wenn diese "vierteljuden" nach halacha juden sein müssen, wäre diese anmerkung jedoch unsinnig gewesen, weil es ja darüber sicher keinen streit geben kann, ob halachische (viertel)juden einwandern dürfen. das dürfen ja auch halachische 128tel-Juden...
ich lese das nochmal nach...

tabasco
08.09.09, 22:02
das paradoxon löst sich folgendermaßen auf: diskrepanz zwischen nürnberger definition und halacha...
ich hab mal gelesen, dass das rückkehrgesetz nur die bedingung stellt, dass ein großelternteil jüdisch war. das habe ich definitiv mit der bemerkung gelesen, dass dies eingeführt wurde, um die vom NS verfolgten "vierteljuden" zu schützen.
Ich stutze und denke folgendes: Wenn diese "vierteljuden" nach halacha juden sein müssen, wäre diese anmerkung jedoch unsinnig gewesen, weil es ja darüber sicher keinen streit geben kann, ob halachische (viertel)juden einwandern dürfen. das dürfen ja auch halachische 128tel-Juden...
ich lese das nochmal nach...Brauchst nicht - es ist wirklich so, wie Du es schreibst!

Itchy
08.09.09, 22:08
Absolut korrekt.

Es besteht aber keine Möglichkeit, "nicht halachische Juden" (Paradoxon) nicht nach Israel einwandern zu lassen.

was so ein kleines wörtchen doch ausmachen kann...
.. und wie schnell man es überliest ... :(

:)

Fragolino
08.09.09, 23:02
Ich behaupte es nicht, ich werde das Gefühl nicht los. Du verstehst? Gefühl. Feeling. Meinung. Nech?

Warum äußerst du es, wenn es nichts mit Antisemtismus zu tun hat?

*JM*
08.09.09, 23:05
Warum äußerst du es, wenn es nichts mit Antisemtismus zu tun hat?

Lass mich mal nachdenken. Kurz nur. Ja, jetzt habe ich es. Weil ein Forum von Sichtweisen und Meinungsäußerungen und gefühlten Dingen lebt? Kann das sein?

Fragolino
08.09.09, 23:09
Lass mich mal nachdenken. Kurz nur. Ja, jetzt habe ich es. Weil ein Forum von Sichtweisen und Meinungsäußerungen und gefühlten Dingen lebt? Kann das sein?

Antisemitismus, sagte ich doch.

*JM*
08.09.09, 23:10
Antisemitismus, sagte ich doch.

Klar, whatever.

Herr Bratbäcker
09.09.09, 10:29
Alleine das mit den Nazis verrät das ganze doch als falsch.
Gerade die Islamisten verherrlichen Hitler doch heute noch für seinen Umgang mit den Juden

Mag sein. Aber spätestens seit dem von der BRD initiierten Luftangriff mit zig afghanischen Zivil-Opfern wird auch dem letzten Islamisten klar sein, dass die BRD mit dem früheren Deutschland rein gar nichts gemein hat, sondern eher als europäischer Staat der USA zu betrachten ist. Von daher werden die Islamisten nun keine Rücksicht auf BRDler mehr nehmen.

Kukumatz
09.09.09, 10:58
Lass mich mal nachdenken. Kurz nur. Ja, jetzt habe ich es. Weil ein Forum von Sichtweisen und Meinungsäußerungen und gefühlten Dingen lebt? Kann das sein?

Ach nee,
tatsächlich?

Bisher war es immer der Henker mit Schaum in den Mundwinkeln, der stets nach Quellen, Beweisen und sonstwas hechelte, weil einer eine MEINUNG äußerte, die ihm nicht genehm war.
So schnell kann einer zum Wendehals werden!:banana:

Kukumatz
09.09.09, 11:00
Mag sein. Aber spätestens seit dem von der BRD initiierten Luftangriff mit zig afghanischen Zivil-Opfern wird auch dem letzten Islamisten klar sein, dass die BRD mit dem früheren Deutschland rein gar nichts gemein hat, sondern eher als europäischer Staat der USA zu betrachten ist. Von daher werden die Islamisten nun keine Rücksicht auf BRDler mehr nehmen.

Haben sie denn das bisher?

Herr Bratbäcker
09.09.09, 11:05
Haben sie denn das bisher?

Von großen Anschlägen wie in Spanien, im UK oder den USA ist die BRD bisher verschont geblieben.

Fragolino
09.09.09, 11:36
Von großen Anschlägen wie in Spanien, im UK oder den USA ist die BRD bisher verschont geblieben.

Was ist mit dem Terrorversuch am 31. Juli 2006 oder der Sauerlandgruppe?

*JM*
09.09.09, 11:47
Ach nee,
tatsächlich?

Bisher war es immer der Henker mit Schaum in den Mundwinkeln, der stets nach Quellen, Beweisen und sonstwas hechelte, weil einer eine MEINUNG äußerte, die ihm nicht genehm war.
So schnell kann einer zum Wendehals werden!:banana:

Ich empfinde deine hilflose Rumzappelei mit kognitiver Hilflosigkeit mittlerweile als absolut belästigend.

Stellt ein intellektueller Gartenzwerg eine Tatsachenbehauptung auf - beispielsweise: 95 % aller hier lebenden Muslime sind kriminell - dann verlange ich dafür Belege anhand von Kriminalstatstiken. Ich habe geschrieben "Ich werde das Gefühl nicht los..." und würde der Intellektvorgartengnom schreiben "Ich werde das Gefühl nicht los, viele Muslime sind kriminell" wäre das nicht zu bemäkeln.

[Editiert.]

*JM*
09.09.09, 11:54
Es könnte natürlich auch sein, dass Israel damit nur eine Nebelkerze zünden wollte, um sich basierend auf Informationstransfers Deutschland bei der Siedlungsfrage gewogen zu halten.

Umstrittener Siedlungsbau im Westjordanland
Israel genehmigt 455 weitere Siedlerwohnungen

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat den Bau von 455 neuen Wohnungen in jüdischen Siedlungen im Westjordanland genehmigt. Es ist der erste derartige Schritt seit dem Amtsantritt der Regierung von Ministerpräsdient Benjamin Netanjahu. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, sollen mit 161 Wohnungen die meisten davon in der Siedlung Gusch Ezion bei Bethlehem entstehen. Weitere Wohnungen sollen in Modiin Ilit westlich von Ramallah, in Givat Seev im Norden Jerusalems, in Maale Adumim bei Jerusalem, in Kidar im Osten Jerusalems und in Maskiot im Jordantal gebaut werden.

Der Siedlungsbau ist eines der größten Hindernisse für einen Frieden mit den Palästinensern und hatte zuletzt auch zu Verstimmungen mit den USA geführt, die auf einen Stopp des Siedlungsbaus dringen. Über den jetzt geplanten Ausbau sei Washington aber informiert, hieß es.

Israel schürt das Feuer nachhaltig (http://www.tagesschau.de/ausland/nahost344.html)

Und auch hier werde ich das Gefühl nicht los, dass es dort irgendwann in absehbarer Zukunft böse scheppert. Und mich beschleicht weiterhin das Gefühl, Israel wird dann alleine auf weiter Flur stehen, da man alle befreundeten Länder verprellt hat.

Jurassic
09.09.09, 12:06
Was ist mit dem Terrorversuch am 31. Juli 2006 oder der Sauerlandgruppe?

Na, im Vergleich zu Spanien oder England war das ja wohl nix... selbst wenns geklappt hätte.

Meiner Meinung nach wird um den Terrorismus viel zu viel Wind gemacht... Amokläufe und Straßenkriminalität schaden der Gesellschaft ja nun auch nicht wirklich. Die BRD hat zb über 80 Millionen Einwohner, und der Terrorismus wird (mit seinen paar hundert Toten im Jahr) die Todesrate nicht wirklich beeinflussen.

*JM*
09.09.09, 12:10
Na, im Vergleich zu Spanien oder England war das ja wohl nix... selbst wenns geklappt hätte.

Meiner Meinung nach wird um den Terrorismus viel zu viel Wind gemacht... Amokläufe und Straßenkriminalität schaden der Gesellschaft ja nun auch nicht wirklich. Die BRD hat zb über 80 Millionen Einwohner, und der Terrorismus wird (mit seinen paar hundert Toten im Jahr) die Todesrate nicht wirklich beeinflussen.

Wir sind gar nicht das Land, in dem sowas möglich ist. Hier schaut jeder Bürger dem Nachbarn mit der Lupe ins Arschloch - außer es geht um mißhandelte Kids, geprügelte Frauen oder ähnliche Delikte - dass tatvorbereitende Terroristen wahrscheinlich durch Falschparken erwischt würden, bevor sie terrorbomben können.

K.-H. Hirmer
09.09.09, 12:13
Die BRD hat zb über 80 Millionen Einwohner, und der Terrorismus wird (mit seinen paar hundert Toten im Jahr) die Todesrate nicht wirklich beeinflussen.
Na, da können wir ja beruhigt sein. Solange die Todesrate nicht beeinflusst wird, können wir ja die Kriminalitätsbekämpfung einstellen. :augenrollen:

Schon mal was davon gehört, dass es die letztendliche Legimitation eines Staates ist, seine Bürger zu schützen und ihnen ein Leben in Frieden und Freiheit zu ermöglichen?

Jurassic
09.09.09, 12:20
Na, da können wir ja beruhigt sein. Solange die Todesrate nicht beeinflusst wird, können wir ja die Kriminalitätsbekämpfung einstellen. :augenrollen:

Schon mal was davon gehört, dass es die letztendliche Legimitation eines Staates ist, seine Bürger zu schützen und ihnen ein Leben in Frieden und Freiheit zu ermöglichen?

Schonmal gehört was das eigentlich Ziel des Terrorismus ist ? Bzw der Unterschied zwischen Terrorismus und Guerilla-Krieg ?
Normale polizeiliche Aktivitäten sind für eine stabile Gesellschaft zwingend notwendig, aber wenn unsere "Herrscher" ein solches Theater darum machen, Kriege führen, Rechte einschränken, Leute einkerkern, und Milliarden Dollar/Euro für irgendeinen Scheiss aus dem Fenster werfen, haben die Terroristen gewonnen. Denn all das schadet unserer Gesellschaft mehr als es der Terror je vermocht hätte.

Und das der "Staat uns schützt" ist ja wohl das allerdämlichste... vor was denn bitte ? Einfallenden Mongolenhorden ? Die Zeiten sind schon seit langem vorbei... die Probleme die uns heute wirklich bedrohen gehen ja gerade von unserem schönen Staat aus.

Mr. Smith
09.09.09, 12:21
Schon mal was davon gehört, dass es die letztendliche Legimitation eines Staates ist, seine Bürger zu schützen und ihnen ein Leben in Frieden und Freiheit zu ermöglichen?

Da muss ich Jura aber zustimmen:
Ich wüsste jetzt nicht, gegen wen der Staat uns nun schützen sollte; hier sammeln sich allenfalls Trittbrettfahrer an.

NukNuk

K.-H. Hirmer
09.09.09, 12:24
Und das der "Staat uns schützt" ist ja wohl das allerdämlichste... vor was denn bitte ? Einfallenden Mongolenhorden ? Die Zeiten sind schon seit langem vorbei...
Jo, is' klar.

Du scheinst nicht zu verstehen, dass solche Sachen nur deswegen vorbei sind, weil wir solche Einfälle mit stehenden Heeren und Militärbündnissen unmöglich machen.

Nach Deiner Logik könnten wir auch die Feuerwehr abschaffen. Zumindest bei uns im Ort sind die Zeiten längst vorbei, wo es mal gebrannt hat ... :augenrollen:

K.-H. Hirmer
09.09.09, 12:26
Da muss ich Jura aber zustimmen:
Ich wüsste jetzt nicht, gegen wen der Staat uns nun schützen sollte; hier sammeln sich allenfalls Trittbrettfahrer an.
Wer sagt das?

Wer garantiert das?

Mr. Smith
09.09.09, 12:34
Wer sagt das?

Fragen wir anders herum:
Wer genau betreibt in Deutschland eigentlich aus welchen Gründen Panikmache?

Und nun frag Dich kurz:
Wieviele Menschen sind in den letzten zwanzig Jahren in Deutschland durch islamischen Terrorismus umgekommen und wieviele durch Rechts- bzw. Linksterrorismus?

NukNuk

herberger
09.09.09, 12:39
Fragen wir anders herum:
Wer genau betreibt in Deutschland eigentlich aus welchen Gründen Panikmache?

Und nun frag Dich kurz:
Wieviele Menschen sind in den letzten zwanzig Jahren in Deutschland durch islamischen Terrorismus umgekommen und wieviele durch Rechts- bzw. Linksterrorismus?

NukNuk

Zählen auch Ehrenmorde?

Mr. Smith
09.09.09, 12:52
Hat herberger mal wieder in seiner Peinlichkeit den Meldeknopf gedrückt?

:-D

Na gut, herberger,
dann definiere mir bitte erst einmal den Begriff ''Ehrenmord'' und zeige mir dessen Relation zur Kategorie des ''islamischen Terrorismus'' auf, damit ich Dir antworten kann.

Dazu bist Du doch in der Lage, oder?

:-)

NukNuk

herberger
09.09.09, 12:55
Hat herberger mal wieder in seiner Peinlichkeit den Meldeknopf gedrückt?

:-D

Na gut, herberger,
dann definiere mir bitte erst einmal den Begriff ''Ehrenmord'' und zeige mir dessen Relation zur Kategorie des ''islamischen Terrorismus'' auf, damit ich Dir antworten kann.

Dazu bist Du doch in der Lage, oder?

:-)

NukNuk

Ich habe nur gefragt!

Gandolf
09.09.09, 12:58
Da muss ich Jura aber zustimmen:
Ich wüsste jetzt nicht, gegen wen der Staat uns nun schützen sollte; hier sammeln sich allenfalls Trittbrettfahrer an.

NukNuk

Na, das liegt doch klar auf der Hand, der Staat schützt uns gegen all jene, die unsere im GG verankerten Rechte beschneiden wollen.

Ist das nicht schön? Danke Deutschland.

:-)

Mr. Smith
09.09.09, 12:58
Ich habe nur gefragt!

Definiere bitte Ehrenmord, damit wir schauen können, ob Deine Frage überhaupt themenrelevant ist.

:-)

NukNuk

herberger
09.09.09, 13:01
Definiere bitte Ehrenmord, damit wir schauen können, ob Deine Frage überhaupt themenrelevant ist.

:-)

NukNuk

Wenn du das nicht kannst dann halte dich bitte raus,denn ich bin der Fragesteller.

Mr. Smith
09.09.09, 13:05
Wenn du das nicht kannst dann halte dich bitte raus,denn ich bin der Fragesteller.

Auch wenn es Dir ob Deiner Bildung nicht geläufig sein sollte:
Der Fragesteller hat auf Anfragen seine Frage zu präzisieren, nicht der Befragte. Also liefer mir nun bitte Deine Definition des Wortes ''Ehrenmord''. Das kannst Du doch schon, oder?

:-)

NukNuk

Gandolf
09.09.09, 13:06
Ehrenmord= Ein Übergriff aus niederen Motiven, der einem patriarchalischen-archaisch orientierten Gesellschaftsmodell entspringt.

Komm ich jetzt ins Fernsehn?

:-)

herberger
09.09.09, 13:07
Auch wenn es Dir ob Deiner Bildung nicht geläufig sein sollte:
Der Fragesteller hat auf Anfragen seine Frage zu präzisieren, nicht der Befragte. Also liefer mir nun bitte Deine Definition des Wortes ''Ehrenmord''. Das kannst Du doch schon, oder?


:-)

NukNuk

JA ODER NEIN 9X klug.

Mr. Smith
09.09.09, 13:14
JA ODER NEIN 9X klug.

Deine Unfähigkeit, selbst auch nur provozieren zu können, hast Du gerade mal wieder selbst toll unter Beweis gestellt. So, nun melde die letzten Beiträge. Vielleicht lassen die Mods ja noch einmal Gnade walten und löschen Deinen erneuten peinlichen Reinfall.

Nicht, dass auch dieser in alle Ewigkeit der Allgemeinheit erhalten bleibt.
So wie all die anderen Deinen malngelnden Intellekt beweisenden Beiträge hier und anderswo in den Weiten des Weltnetzes.

:-D

NukNuk

cthulhufhtagn
09.09.09, 13:43
Neben dem Sozialismus ist auch die Islamophobie der Brückenschlag zwischen Rechts- und Linksextremismus. Und die Rechtsextremen mutieren zum billigen Werkzeug einiger weniger antideutscher Vordenker. Jürgen Elsässer hätte vor zehn Jahren noch seine blanke Freude an diesen dumpfbackigen Braunen gehabt.

NukNuk
Nein, Rechts und Links haben die Feindschaft zu Israel gemeinsam.
[***]
Tja, alles, was dir nciht in den Kram passt, muss also von gefälscht sein :augenrollen::augenrollen:

Mr. Smith
09.09.09, 13:52
Nein, Rechts und Links haben die Feindschaft zu Israel gemeinsam.

Es gibt ebenso eine israelsolidarische Rechte wie Linke. Erstere findet man vor allem in den Reihen der Republikaner, letztere bei SED und den Bahamasjungs. Darum geht es mir in meinem Beispiel jedoch nicht, sondern um die Instrumentalisierung islamophober Rechtsextremisten durch die Antideutschen für deren Ziele sowie den Unverstand ersterer, dies nicht einmal zu bemerken.

NukNuk

herberger
09.09.09, 13:52
Definiere bitte Ehrenmord, damit wir schauen können, ob Deine Frage überhaupt themenrelevant ist.

:-)

NukNuk

Ich muß leider feststellen das der Klugscheißer vom Dienst nicht in der Lage ist zu erklären wo er die Ehrenmorde einordnet,wenn es jemand weiß dann wäre ich dankbar für eine Antwort.

Zusatz Frage gehören die moslemischen Morde mit dem Motiv Deutschen Haß auch zum moslemischen Extremismuß?

Mr. Smith
09.09.09, 13:53
Ehrenmorde

Bist Du überhaupt in der Lage, den Begriff ''Ehrenmord'' zu definieren? Nein? Hätte hier im Forum auch niemand erwartet.

:cool:

NukNuk

Fragolino
09.09.09, 13:56
Bist Du überhaupt in der Lage, den Begriff ''Ehrenmord'' zu definieren? Nein? Hätte hier im Forum auch niemand erwartet.

:cool:

NukNuk

Der Begriff Ehrenmord (auch Fememord genannt) bezeichnet die vorsätzliche Tötung bzw. Ermordung eines Menschen, durch die – aus der Sicht des Täters – die Ehre einer bestimmten Person oder einer Personengruppe oder des Getöteten vermeintlich wieder hergestellt werden soll.

Quelle: Wikipedia

Könntest du jetzt erläutern, wie du solche Morde einordnest? Das würde mich nämlich auch interessieren.

Fragolino
09.09.09, 13:57
Fragen wir anders herum:
Wer genau betreibt in Deutschland eigentlich aus welchen Gründen Panikmache?

Und nun frag Dich kurz:
Wieviele Menschen sind in den letzten zwanzig Jahren in Deutschland durch islamischen Terrorismus umgekommen und wieviele durch Rechts- bzw. Linksterrorismus?

NukNuk

Dank unserer Geheimdienste ist in Deutschland noch keiner durch Moslemterrorismus umgekommen.

Mr. Smith
09.09.09, 14:07
Könntest du jetzt erläutern, wie du solche Morde einordnest?

Als Mord aus niederen privaten Interessen natürlich.

:-)

Dank unserer Geheimdienste ist in Deutschland noch keiner durch Moslemterrorismus umgekommen.

Sollten unsere Geheimdienste dann noch weitgehendere Aufklärung innerhalb des rechtsextremen Spektrums betreiben und dort härter vorgehen, um weitere Morde aus dieser politischen Richtung zu verhindern?

NukNuk

Jurassic
09.09.09, 14:14
Jo, is' klar.

Du scheinst nicht zu verstehen, dass solche Sachen nur deswegen vorbei sind, weil wir solche Einfälle mit stehenden Heeren und Militärbündnissen unmöglich machen.

Wie kommst du jetzt von vermeintlicher Terrorgefahr aufs Militär ? Bzw was hat das mit dem Thema oder meinem Beitrag zu tun ?

Nach Deiner Logik könnten wir auch die Feuerwehr abschaffen. Zumindest bei uns im Ort sind die Zeiten längst vorbei, wo es mal gebrannt hat ... :augenrollen:

Wie kommst du jetzt bitte darauf ? Die Feuerwehr schränkt nicht meine Freiheit ein, sie rettet mich nur wenn ich Scheisse gebaut habe.

Fragolino
09.09.09, 14:15
Sollten unsere Geheimdienste dann noch weitgehendere Aufklärung innerhalb des rechtsextremen Spektrums betreiben und dort härter vorgehen, um weitere Morde aus dieser politischen Richtung zu verhindern?

NukNuk

Sie tun das eh schon soweit es möglich ist. Ein Terroranschlag mit islamistischem Hintergrund wäre wesentlich gefährlicher als alle Rechtsextremisten zusammen.

herberger
09.09.09, 14:17
Als Mord aus niederen privaten Interessen natürlich.

:-)



Sollten unsere Geheimdienste dann noch weitgehendere Aufklärung innerhalb des rechtsextremen Spektrums betreiben und dort härter vorgehen, um weitere Morde aus dieser politischen Richtung zu verhindern?

NukNuk

Und warum sind Ehrenmorde kulturbedingt.

Sauerländer
09.09.09, 14:17
Sollten unsere Geheimdienste dann noch weitgehendere Aufklärung innerhalb des rechtsextremen Spektrums betreiben und dort härter vorgehen, um weitere Morde aus dieser politischen Richtung zu verhindern?
Nein, die sind doch äusserst nützlich für die Obrigkeit, die durch die Aufrechterhaltung eines gewissen Maßes an Gewaltkriminalität von den politischen Rändern jedes ernsthafte Erwägen einer Systemalternative durch den unzufriedenen, aber nicht vollständig destruktiven Bürger weitgehend unterbinden kann.

*JM*
09.09.09, 14:17
Und warum sind Ehrenmorde kulturbedingt.

Sind sie das denn?

Sauerländer
09.09.09, 14:18
Sie tun das eh schon soweit es möglich ist. Ein Terroranschlag mit islamistischem Hintergrund wäre wesentlich gefährlicher als alle Rechtsextremisten zusammen.
Weil....?

herberger
09.09.09, 14:21
Sind sie das denn?

Persönlich sind mir in meinem sozialen deutschen Umfeld keine Ehrenmorde bekannt seit ich lebe.

*JM*
09.09.09, 14:23
Persönlich sind mir in meinem sozialen deutschen Umfeld keine Ehrenmorde bekannt seit ich lebe.

Nicht? Dann schaffst du es gut das Leben auszublenden. Respekt.

Fragolino
09.09.09, 14:23
Weil....?

Wesentlich mehr Menschen sterben würden als Rechtsextremisten in den letzten 20 Jahren zusammen umgebracht haben.

Sauerländer
09.09.09, 14:27
Wesentlich mehr Menschen sterben würden als Rechtsextremisten in den letzten 20 Jahren zusammen umgebracht haben.
Sofern du davon ausgehst, dass ein islamistischer Terroranschlag automatisch ein solcher sein muss, der ein ganzes Stadtviertel in die Luft jagt.
Die Aussicht, dass irgendwo ein Bömbchen explodiert und 20 Leute mitnimmt, beeindruckt mich persönlich nicht sonderlich.
Ich hab eher Angst vor übermüdeten LKW-Fahrern, als vor Islamisten...

Mr. Smith
09.09.09, 14:29
Ein Terroranschlag mit islamistischem Hintergrund wäre wesentlich gefährlicher als alle Rechtsextremisten zusammen.

Bis jetzt stellte sich aber immer nur politischer Terrorismus von rechtsextremer Seite als Gefahr für Leib und Gut (und mit hunderten von Toten in den letzten Jahrzehnten) dar; der islamische Terrorismus hingegen kostete uns Deutsche kein einziges Leben auf deutschem Boden.

Ich denke, unser Geheimdienst sollte sich zuallererst um die potentiellen Mörder aus dem braunen Spektrum kümmern - und diese beim kleinsten Anzeichen kriminellen Aufbegehrens sofort vor ein Schnellgericht stellen und inhaftieren. DANN, wenn diese Gefahr gebannt ist, kann man sich gern um ein paar Zottelbärte aus Ghettomoschee XY und deren Anwerben für den heiligen Krieg um ein paar Steine im Kaukasus kümmern.

Die Todeslisten sprechen Bände - Islamisten stellten bislang keine Gefahr dar für Deutschland; Rechtsextremisten hingegen schon.

Und warum sind Ehrenmorde kulturbedingt.

Erkläre Du es mir; ich gehe bis dahin mal frech vom Gegenteil aus.

:-)

Wesentlich mehr Menschen sterben würden als Rechtsextremisten in den letzten 20 Jahren zusammen umgebracht haben.

Weil...?

NukNuk

herberger
09.09.09, 14:30
Was ist mit den Gewaltaten von Moslems wo der Hintergrund ist, das Ungläubige Opfer nur Freiwild wären?Ist das auch kein islamischer Terorrismus?

Mr. Smith
09.09.09, 14:35
Was ist mit den Gewaltaten von Moslems wo der Hintergrund ist, das Ungläubige Opfer nur Freiwild wären?

--->

Offizielle Forumssprache ist Deutsch. Alle Beiträge sollen grundsätzlich in deutscher Sprache verfasst werden.

Bitte formuliere Deine Frage noch einmal so um, auf dass diese auch von deutschen Muttersprachlern verstanden werden kann.

NukNuk

Sauerländer
09.09.09, 14:40
Ich denke, unser Geheimdienst sollte sich zuallererst um die potentiellen Mörder aus dem braunen Spektrum kümmern - und diese beim kleinsten Anzeichen kriminellen Aufbegehrens sofort vor ein Schnellgericht stellen und inhaftieren.
Dann würde sich aber keiner mehr von "Rechts" bedroht fühlen, womöglich im Gegenteil manch einer die staatlichen Maßnahmen für überzogen halten, und womöglich der ganze antirechte Konsens, auf dem das Fundament der etablierten Einheitspartei ruht, ins Wanken geraten.
Und das wollen wir doch alle nicht, oder? :augenrollen:
Deshalb ist es WICHTIG, dass es Tote gibt.

Im Hinblick auf die Islamisten hingegen steht die Obrigkeit vor dem Dilemma, dass sie bereits eine Bedrohung verkündet hat, und auch irgendwie im Raum halten muss, um sich die entsprechende Loyalität zu sichern, gleichzeitig jedoch ein wirklicher Knall das Vertrauen des "demokratischen Souveräns" in die Fähigkeit seiner Führung, ihn vor äusseren Mächten zu schützen, deutlich beschädigen könnte, was einen Loyalitätsverlust zur Folge hätte. Und mit einem solchen im Hinblick auf Gegnerschaft zum auswärtigen Militäreinsatz hat man ja ohnehin schon genug Ärger. Deshalb ist das für die Obrigkeit ein Drahtseilakt.

Fragolino
09.09.09, 14:41
Bis jetzt stellte sich aber immer nur politischer Terrorismus von rechtsextremer Seite als Gefahr für Leib und Gut (und mit hunderten von Toten in den letzten Jahrzehnten) dar; der islamische Terrorismus hingegen kostete uns Deutsche kein einziges Leben auf deutschem Boden.

In diesem Artikel von 2003 ist davon die Rede, das in den zu diesem Zeitpunkt 13 Jahren seit der Wiedervereinigung 99 Personen durch Rechtsextreme getötet wurden:

http://www.stern.de/politik/mut/untersuchungen-99-tote-in-deutschland-durch-rechtsextreme-gewalt-506930.html

Seither sind 6 Jahre vergangen, es dürften also bei gleichbleibenden Raten etwa 46 Tote hinzugekommen sein. Von Hunderten kann nicht die Rede sein.

Ich denke, unser Geheimdienst sollte sich zuallererst um die potentiellen Mörder aus dem braunen Spektrum kümmern - und diese beim kleinsten Anzeichen kriminellen Aufbegehrens sofort vor ein Schnellgericht stellen und inhaftieren. DANN, wenn diese Gefahr gebannt ist, kann man sich gern um ein paar Zottelbärte aus Ghettomoschee XY und deren Anwerben für den heiligen Krieg um ein paar Steine im Kaukasus kümmern.

Warum nicht beide Gefahren bannen? Warum sollten wir bis zur Beseitigung der Rechten Gefahr die islamische Gefahr ignorieren und einen Terroranschlag riskieren?

Die Todeslisten sprechen Bände - Islamisten stellten bislang keine Gefahr dar für Deutschland; Rechtsextremisten hingegen schon.

Das sie keine Gefahr für Deutschland sein sollen ist absurd.[/QUOTE]

herberger
09.09.09, 14:45
Nun mosl.Gewalttaten werden natürlich von den Medien notorisch entpolitisiert.Während Straftaten von Deutschen an Ausländern grundsätzlich politisiert werden.

Mr. Smith
09.09.09, 14:46
In diesem Artikel von 2003 ist davon die Rede, das in den zu diesem Zeitpunkt 13 Jahren seit der Wiedervereinigung 99 Personen durch Rechtsextreme getötet wurden

Auch 145 Menschen sind erstens 145 Menschen zuviel und zweitens 145 Menschen mehr, als durch islamischen Extremismus bislang in Deutschland ihr Leben verloren.

Den Ausführungen Sauerländers stimme ich im Übrigen unumwunden zu.

;-)

Das sie keine Gefahr für Deutschland sein sollen ist absurd.

Welche Bedrohungsszenarien aus der islamistischen Ecke existieren denn bislang für Deutschland?

NukNuk

Fragolino
09.09.09, 14:52
Auch 145 Menschen sind erstens 145 Menschen zuviel und zweitens 145 Menschen mehr, als durch islamischen Extremismus bislang in Deutschland ihr Leben verloren.

Natürlich sind das 145 zuviel. Aber für die Allgemeinheit ist diese Gefahr weit unbedeutender als islamistischer Terrorismus.

Den Ausführungen Sauerländers stimme ich im Übrigen unumwunden zu.

Wenn es hier zu einem Anschlag gekommen ist mit vielen Toten, wird das auch niemandem was nützen.

Welche Bedrohungsszenarien aus der islamistischen Ecke existieren denn bislang für Deutschland?

Ich arbeite nicht für den Verfassungsschutz oder einen anderen Geheimdienst oder die Polizei, von daher weiß ich das nicht und deine Frage ist deshalb auch völlig daneben.

Kleines Mäuschen
09.09.09, 15:07
Da muss ich Jura aber zustimmen:
Ich wüsste jetzt nicht, gegen wen der Staat uns nun schützen sollte; hier sammeln sich allenfalls Trittbrettfahrer an.

NukNuk

Z.B. vor Straßenkriminalität, deren Einfluss auf die Gesellschaft Jurassic auch für vernachlässigenswert hält.

herberger
09.09.09, 15:11
Peter Scholl la Tour in einer Kerner Talk Show "Der Islam ist nicht gemäßigt er ist radikal,und darauf ist man im Islam auch stolz"!

Kleines Mäuschen
09.09.09, 15:17
Als Mord aus niederen privaten Interessen natürlich.



Das ist zu allgemein, denn es trifft auf mindestens 99% aller Morde zu.
Die restlichen 1% Morde aus öffentlichem Interesse (Geheimdienste?) gibt es in Deutschland wohl eher nicht.

Sauerländer
09.09.09, 15:18
Peter Scholl la Tour in einer Kerner Talk Show "Der Islam ist nicht gemäßigt er ist radikal,und darauf ist man im Islam auch stolz"!
JEDE Religion ist ihrem Wesen nach radikal.
Wenn das bei uns anders ist, dann sagt uns das nicht, dass wir eine "gemäßigtere" Religion haben, sondern das bei uns von der Religion kaum noch etwas übrig ist, dass sie sich in einem Zustand befindet, in dem sie als gesellschaftlicher Faktor kaum noch relevant ist.

Sauerländer
09.09.09, 15:19
Die restlichen 1% Morde aus öffentlichem Interesse (Geheimdienste?) gibt es in Deutschland wohl eher nicht.
Woher diese Annahme?

K.-H. Hirmer
09.09.09, 15:31
Fragen wir anders herum:
Wer genau betreibt in Deutschland eigentlich aus welchen Gründen Panikmache?
Nein, das tun wir nicht.

Wer garantiert, dass nur "Trittbrettfahrer" nach Deutschland kommen?

Und nun frag Dich kurz:
Wieviele Menschen sind in den letzten zwanzig Jahren in Deutschland durch islamischen Terrorismus umgekommen und wieviele durch Rechts- bzw. Linksterrorismus?
Z. B. der Anschlag in Djerba galt Deutschen. Und die Art des Terrorismus ist mir auch egal. Die sind natürlich alle zu bekämpfen.

K.-H. Hirmer
09.09.09, 15:35
Wie kommst du jetzt von vermeintlicher Terrorgefahr aufs Militär ? Bzw was hat das mit dem Thema oder meinem Beitrag zu tun ?

Du hast davon begonnen, indem Du törichterweise meintest, staatlicher gegen den Einfall von feindlichen Mongolen-Horden bräuchte es nicht.

Mr. Smith
09.09.09, 15:44
Wer garantiert, dass nur "Trittbrettfahrer" nach Deutschland kommen?

Wer genau würde denn von einem terroristischen Anschlag in Deutschland profitieren und aus welchen Gründen?

Die restlichen 1% Morde aus öffentlichem Interesse (Geheimdienste?) gibt es in Deutschland wohl eher nicht.

Terrorismus ist Morden aus gesellschaftlich relevanten - sprich ''öffentlichen'' - Interessen. Und diese Art von Mord sieht man in Deutshcland bislang lediglich von Seiten der Rechts- bzw. Linksextremisten.

Peter Scholl la Tour

PSL mag vieles sein - ein Gegner des Islam ist er hingegen mit Sicherheit nicht. Gegenteilig!

NukNuk

Gandolf
09.09.09, 15:52
...

Erkläre Du es mir; ich gehe bis dahin mal frech vom Gegenteil aus.

:-)

...

NukNuk

Soll ich?

:janus:

Sauerländer
09.09.09, 15:53
PSL mag vieles sein - ein Gegner des Islam ist er hingegen mit Sicherheit nicht. Gegenteilig!
Eben. Er äußert sich da in aller Regel sehr respektvoll, und versucht vor allem, den Leuten HIER begreiflich zu machen, WARUM diese Leute handeln, wie sie handeln, und dass die knappe Behauptung, die seien eben rückständig und/oder bösartig der reine Schwachsinn ist.
Es war in einer Sendung über sein Lebenswerk, ich meine, er sprach gerade über Khomeini und dessen Flug nach Teheran, bei dem er ihn begleitet hat, als er sinngemäß sagte: "Nunja, als Christ gehören Sie immerhin zur Familie des Buches und haben eine gemeinsame Grundlage. Als Atheist sind sie gar kein Ansprechpartner...".

Mr. Smith
09.09.09, 15:54
Soll ich?

Trau Dich!
Dann pump ich Dir gnadenlos die Nille, Rambo!

:redghost:

NukNuk

K.-H. Hirmer
09.09.09, 16:00
Wer genau würde denn von einem terroristischen Anschlag in Deutschland profitieren und aus welchen Gründen?
Da es davon keine genauen Listen mit Personenaufstellungen nebst Ausweisnummern gibt, können wir davon ausgehen, dass niemand von so einem Anschlag profitieren würde und die Terrorismus-Bekämpfung und -Vorbeuge einstellen. :augenrollen:

Wer genau profitierte denn von den Schlägen auf das WTC und aus welchen Gründen tat er das?

Mr. Smith
09.09.09, 16:06
Deine satirischen Untertöne darfst Du an dieser Stelle gern wegfallen lassen. Meine Frage war durchaus ernst gemeint.

Eine islamistische Organisation würde mit Terroranschlägen in Deutschland weder persönlich Forderungen wegen her noch ob neuer Sympathien her noch ob medialer Bekanntheit her noch ob überhaupt eines PR-Effektes her profitieren können.

Dazu sind wir Deutschen in der islamischen Welt noch immer viel zu beliebt.
Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

NukNuk

Gandolf
09.09.09, 16:09
Trau Dich!
Dann pump ich Dir gnadenlos die Nille, Rambo!

:redghost:

NukNuk

Ein Ehrenmord entspringt immer einem patriarchalisch-archaisch orientierten Gesellschaftsmodell, welches ausschließlich in Kulturen vorherrscht -so man Kulturen als das jeweils lebendige Selbstverständnis und den Zeitgeist einer Gesellschaft ansieht, die nach einem aus humanitärer Sicht, überkommenen Moral- und Ethikkanon handelt.

Cobra, übernehmen sie!

:-)

Gandolf
09.09.09, 16:13
:janus:

Mr. Smith
09.09.09, 16:14
Mit dem zweiten Teil negierst Du doch selbst den Kulturbegriff, Rambo, indem Du Kultur als lediglich das definierst, was heutigerzeit nicht mehr als Kultur an sich, sondern als veraltete Moralvorstellung gilt; sprich: Traditionell-archaische Geschlechterinteraktion.

Kleiner Kunstfehler?
House, übernehmen Sie!

:-)

NukNuk

Sauerländer
09.09.09, 16:15
Dazu sind wir Deutschen in der islamischen Welt noch immer viel zu beliebt.
Und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.
DA wäre ich mir, sofern wir auch weiterhin hübsch springen, wie der Yankee es anordnet, nicht so sicher.

Gandolf
09.09.09, 16:20
Mit dem zweiten Teil negierst Du doch selbst den Kulturbegriff, Rambo, indem Du Kultur als lediglich das definierst, was heutigerzeit nicht mehr als Kultur an sich, sondern als veraltete Moralvorstellung gilt; sprich: Traditionell-archaische Geschlechterinteraktion.

Kleiner Kunstfehler?
House, übernehmen Sie!

:-)

NukNuk

Nein, mit dem zweiten Teil schaffe ich Klarheit über den Begriff "Kultur"; wie ich ihn verwendet wissen will. Wenn also eine Kultür meint, dass Ehrenmorde legitim sind, dann ist diese mit Sicherheit eher archaischen Werten verhaftet.

Geil wohl?

Chekov, Energie!

:-D

Kleines Mäuschen
09.09.09, 16:23
Woher diese Annahme?

Grenzenlose Naivität meinerseits?

Sauerländer
09.09.09, 16:24
Nein, mit dem zweiten Teil schaffe ich Klarheit über den Begriff "Kultur"; wie ich ihn verwendet wissen will. Wenn also eine Kultür meint, dass Ehrenmorde legitim sind, dann ist diese mit Sicherheit eher archaischen Werten verhaftet.
Wenn eine Kultur meint, eine andere als archaisch ansehen zu können, hat sie offenbar eine gewisse Tendenz, sich selbst zum Weltmaßstab zu machen und da dann auch noch eine einheitliche Richtung vorzugeben.

Sauerländer
09.09.09, 16:27
Grenzenlose Naivität meinerseits?
Denkbar.
Ich könnte keinen einzigen Fall benennen, in dem ich mir SICHER wäre, dass da die Obrigkeit oder Teile von ihr ihre Finger im Spiel hatte(n), aber es gäbe schon ein paar, wo ich das als EINE Möglichkeit in Betracht ziehe.
Für mich stellt sich einfach nicht die Ausgangfrage: "Warum nur sollte unsere Führung soetwas tun?", sondern "Warum sollte sie es NICHT tun?".

Mr. Smith
09.09.09, 16:34
Nein, mit dem zweiten Teil schaffe ich Klarheit über den Begriff "Kultur"; wie ich ihn verwendet wissen will.

Der Begriff ''Kultur'' lässt sich aber nicht von jedem, der es polemisch zu versuchen gedenkt, gummiartig dehnen, sondern ist in seinen festen Grenzen definiert. Insofern mag das Denken in patriarchalischen Geschlechterrollen zwar die Gesamtheit einer Kultur beeinflussen, hingegen ist es nicht massgeblich prägend, was den Begriff an sich betrifft. ''Kultur'' wird dominiert von Sprache, von sprachlich relevantem Denken, von ethnosemantischer Begriffserfassung und natürlich -deutung.

Eigentum - auch an Frauen (oder in Polynesien Männern) - sowie das Verständnis von Eigentumsrechten ist somit keine Kultur, sondern per definitionem Ökonomie.

Ihr im Stechschritt marschierenden Idioten solltet Bücher lieber lesen, anstatt sie zu verbrennen!

:-)

NukNuk

Sauerländer
09.09.09, 16:40
Eigentum - auch an Frauen (oder in Polynesien Männern) - sowie das Verständnis von Eigentumsrechten ist somit keine Kultur, sondern per definitionem Ökonomie.
Auch Ökonomie ist ein Bestandteil von Kultur. Auch wenn man das im Hinblick auf die westlichen Gesellschaften, wie ich zugestehen muss, kaum glauben mag.

Kleines Mäuschen
09.09.09, 16:41
Eine islamistische Organisation würde mit Terroranschlägen in Deutschland weder persönlich Forderungen wegen her noch ob neuer Sympathien her noch ob medialer Bekanntheit her noch ob überhaupt eines PR-Effektes her profitieren können.



So wie ich das verstehe, gibt es diese Al Qaida als hierarchisch organisierte Terrorgruppe, in der ein Chef die Ausführung eines Anschlag befiehlt, gar nicht.
Das sind wohl überwiegend fanatisierte und zu allem entschlossene (inkl. Selbstmordattentate) junge Muslime, die diesen Namen als einigendes Band gegen den Westen und seine Werte sehen, aber selbständig in kleinen Gruppen arbeiten, und daher sehr wohl gefährlich sind. Ich glaube, wir hier in Deutschland haben einfach bisher nur Glück gehabt, dass nichts wirklich Schlimmes passiert ist.

Gandolf
09.09.09, 16:43
Wenn eine Kultur meint, eine andere als archaisch ansehen zu können, hat sie offenbar eine gewisse Tendenz, sich selbst zum Weltmaßstab zu machen und da dann auch noch eine einheitliche Richtung vorzugeben.

Sicher. Ich kenne deine Abneigung gegen die Überlegung, es könne so etwas wie universelle Menschenrechte geben. Ich hingegen vertrete die Meinung, es gibt sie, diese universellen Rechte. Ich gebe dir auch gerne ein Beispiel: Das Recht auf Leben.

Jetzt bist du dran, warum sollte man dieses Recht nicht als universell ansehen können?

herberger
09.09.09, 16:47
Sicher. Ich kenne deine Abneigung gegen die Überlegung, es könne so etwas wie universelle Menschenrechte geben. Ich hingegen vertrete die Meinung, es gibt sie, diese universellen Rechte. Ich gebe dir auch gerne ein Beispiel: Das Recht auf Leben.

Jetzt bist du dran, warum sollte man dieses Recht nicht als universell ansehen können?
Weil es keine Welthoheit auf Menschenrechte westlicher Prägung gibt.

Mr. Smith
09.09.09, 16:50
Auch Ökonomie ist ein Bestandteil von Kultur

Falsch.
Ökonomie ist von Kultur klar abzugrenzen. Auch wenn gewisse materialistische Philosophien dies gern negieren mögen. Diese beziehen im Übrigen - und das ist ein interessanter Fakt - die Ökonomie nicht in den Aussagebereich der Kultur hinein, sondern erklären die Kultur vice versa als eine gesellschaftliche Erscheinungs- und Wirkform der ökonomischen (Herrschafts-)Strukturen.

So wie ich das verstehe, gibt es diese Al Qaida als hierarchisch organisierte Terrorgruppe, in der ein Chef die Ausführung eines Anschlag befiehlt, gar nicht.

Richtig.

Das sind wohl überwiegend fanatisierte und zu allem entschlossene (inkl. Selbstmordattentate) junge Muslime

Jein.
Die Al-Kaida im Maghreb z.B. ist eine rein auf wirtschaftlichen Interessen basierende Organisation. Stichwort: Entführungsgeschäfte.

die diesen Namen als einigendes Band gegen den Westen

Richtig.

und seine Werte sehen

Falsch.
Der einzige wertbemessene Nenner hierbei ist allenfalls die sog. ''westliche Dekadenz'', welcher man sich erwehren möchte.

aber selbständig in kleinen Gruppen arbeiten, und daher sehr wohl gefährlich sind.

Das ist korrekt.

Ich glaube, wir hier in Deutschland haben einfach bisher nur Glück gehabt, dass nichts wirklich Schlimmes passiert ist.

Ich wüsste jetzt keine Organisation des Al-Kaida-Dachverbandes, die auch nur ansatzweise Interessen auf deutschem Boden besitzen könnte.

NukNuk

Gandolf
09.09.09, 16:51
Der Begriff ''Kultur'' lässt sich aber nicht von jedem, der es polemisch zu versuchen gedenkt, gummiartig dehnen, sondern ist in seinen festen Grenzen definiert. Insofern mag das Denken in patriarchalischen Geschlechterrollen zwar die Gesamtheit einer Kultur beeinflussen, hingegen ist es nicht massgeblich prägend, was den Begriff an sich betrifft. ''Kultur'' wird dominiert von Sprache, von sprachlich relevantem Denken, von ethnosemantischer Begriffserfassung und natürlich -deutung.

Eigentum - auch an Frauen (oder in Polynesien Männern) - sowie das Verständnis von Eigentumsrechten ist somit keine Kultur, sondern per definitionem Ökonomie.

Ihr im Stechschritt marschierenden Idioten solltet Bücher lieber lesen, anstatt sie zu verbrennen!

:-)

NukNuk

Im Hinblick auf Ehrenmorde sind gerade patriarchalisch orientierte Kulturen mehr als auffällig, wenn nicht gar einzigartig, und prägen durchaus signifikant die jeweiligen Kulturen. Und damit du diesen Begriff nicht gummiartig dehnen kannst, habe ich die Definition vorgegeben, die meiner Aussage am ehesten entspricht.

Mr. Smith
09.09.09, 16:53
Ich hingegen vertrete die Meinung, es gibt sie, diese universellen Rechte.

Natürlich gibt es diese auch.
Die 30 Artikel der UN-Menschenrechtscharta wurde nicht umsonst einstimmig von allen damals vertretenen 178 Staaten angenommen.

NukNuk

Mr. Smith
09.09.09, 16:55
Im Hinblick auf Ehrenmorde sind gerade patriarchalisch orientierte Kulturen mehr als auffällig

Netter Versuch.
Und nun benenne mir mal bitte die ein oder andere nichtpatriarchalische Kultur, Rambo.

Und lüg mich nie wieder an. Du beleidigst meine Intelligenz und erweckst meinen Zorn!

:mad:

NukNuk

Gandolf
09.09.09, 16:55
Weil es keine Welthoheit auf Menschenrechte westlicher Prägung gibt.

Ich denke, auch die Jungs im Osten oder Süden finden es ok zu leben. Oder?

Gandolf
09.09.09, 16:58
Netter Versuch.
Und nun benenne mir mal bitte die ein oder andere nichtpatriarchalische Kultur, Rambo.

Und lüg mich nie wieder an. Du beleidigst meine Intelligenz und erweckst meinen Zorn!

:mad:

NukNuk

Germany.

:-)

herberger
09.09.09, 16:58
Ich denke, auch die Jungs im Osten oder Süden finden es ok zu leben. Oder?

Na klar du kannst ja auch dafür sein und ich auch,aber man sollte schon bei der Realität bleiben.Ausserdem am deutschen Wesen soll die Welt nicht genesen,da für bin ich mir zu schade.

Mr. Smith
09.09.09, 16:59
Ich denke, auch die Jungs im Osten oder Süden finden es ok zu leben. Oder?

Gilad Shalit zumindest wäre heilfroh, würden die Palästinenser ihm dieses Recht ohne Abstriche zugestehen.

:augenrollen:

NukNuk

Mr. Smith
09.09.09, 17:00
Germany.

Da lese ich aber von Isi ständig gegenteiliges.
Warum genau werden Frauen in Deutschland eigentlich schlechter bezahlt als Männer und in der quantitativen Verteilung von Führungspositionen benachteiligt?

:-)

NukNuk

cthulhufhtagn
09.09.09, 17:04
[...] jedes ernsthafte Erwägen einer Systemalternative[...]
Nein, weil die "Systemalternativen" sich als extremer Reinfälle mit x Millionen ruasgestellt haben.
JEDE Religion ist ihrem Wesen nach radikal.
Wenn das bei uns anders ist, dann sagt uns das nicht, dass wir eine "gemäßigtere" Religion haben, sondern das bei uns von der Religion kaum noch etwas übrig ist, dass sie sich in einem Zustand befindet, in dem sie als gesellschaftlicher Faktor kaum noch relevant ist.
Oder das die Religionen hier zivilisierter geworden und nciht mehr zum Terror aufrufen, jedenfalls zum überwigenden teil ncih mehr.
Gilad Shalit zumindest wäre heilfroh, würden die Palästinenser ihm dieses Recht ohne Abstriche zugestehen.

:augenrollen:

NukNuk
Ja, und Israel hat der HamaSS den Arsch nciht weit genug aufgerissen (Gegossenes Blei wurde nach ungetaner Arbeit beendet), um dieses Recht (die Rausgabe Schalit's) zu erzwingen.

Gandolf
09.09.09, 17:05
Na klar du kannst ja auch dafür sein und ich auch,aber man sollte schon bei der Realität bleiben.Ausserdem am deutschen Wesen soll die Welt nicht genesen,da für bin ich mir zu schade.

Was heißt hier bei der Realität bleiben? Jedwede Einrede gegen das Recht auf Leben eines Individuums, macht jedwede Argumentation für kulturindividuelle Rechte obsolet. Wer nicht lebt, braucht auch keine Rechte. Halten wir also fest: Es gibt universelle Rechte?

herberger
09.09.09, 17:08
Was heißt hier bei der Realität bleiben? Jedwede Einrede gegen das Recht auf Leben eines Individuums, macht jedwede Argumentation für kulturindividuelle Rechte obsolet. Wer nicht lebt, braucht auch keine Rechte. Halten wir also fest: Es gibt universelle Rechte?

Die Macht kommt aus den Läufen der Gewehre.Zitat Mao Tse Tung
Das ist die Realität alles andere ist Lüge.

Sauerländer
09.09.09, 17:13
Sicher. Ich kenne deine Abneigung gegen die Überlegung, es könne so etwas wie universelle Menschenrechte geben. Ich hingegen vertrete die Meinung, es gibt sie, diese universellen Rechte. Ich gebe dir auch gerne ein Beispiel: Das Recht auf Leben.
Jetzt bist du dran, warum sollte man dieses Recht nicht als universell ansehen können?
Weil es keine Begründung für ein solches universelles Recht gibt.
Klar kann ich sagen: Ich will nicht getötet werden, und nehme an, dass das den meisten anderen genauso geht.
Na und?
Ich wäre auch gerne reich, und ich nehme an, auch das geht den meisten anderen ähnlich.
Behaupten wir dann ein Recht auf Reichtum?

Gandolf
09.09.09, 17:14
Da lese ich aber von Isi ständig gegenteiliges.
Warum genau werden Frauen in Deutschland eigentlich schlechter bezahlt als Männer und in der quantitativen Verteilung von Führungspositionen benachteiligt?

:-)

NukNuk

NukNuk, bei allem Respekt, wir schreiben über Ehrenmorde, über Frauen denen brennende Autoreifen über den Kopf gestülpt werden, über Frauen denen Säure ins Gesicht gespritzt wird, weil sie fremdgefickt haben. Du willst doch jetzt nicht ernsthaft mit mir darüber diskutieren, dass in Deutschland Frauen angeblich schlechter bezahlt werden als Männer, um damit nachzuweisen, dass Deutschland auch eine patriarchalische Kultur ist?

Sauerländer
09.09.09, 17:16
Falsch.
Ökonomie ist von Kultur klar abzugrenzen. Auch wenn gewisse materialistische Philosophien dies gern negieren mögen. Diese beziehen im Übrigen - und das ist ein interessanter Fakt - die Ökonomie nicht in den Aussagebereich der Kultur hinein, sondern erklären die Kultur vice versa als eine gesellschaftliche Erscheinungs- und Wirkform der ökonomischen (Herrschafts-)Strukturen.
Ja, die Histomat-Fraktion existiert nach wie vor.
Und ja, deren Gewichtung sehe ich ebenfalls als falsch an. Aber nicht, weil sie beides nicht gegeneinander abgrenzen, sondern weil sie die Rangfolge falsch herum deuten.

Gandolf
09.09.09, 17:18
Weil es keine Begründung für ein solches universelles Recht gibt.
Klar kann ich sagen: Ich will nicht getötet werden, und nehme an, dass das den meisten anderen genauso geht.
Na und?
Ich wäre auch gerne reich, und ich nehme an, auch das geht den meisten anderen ähnlich.
Behaupten wir dann ein Recht auf Reichtum?

Also könnte man sagen, es wäre ok dich zu töten, weil es eigentlich keine Begründung für dein Leben gibt?

Mr. Smith
09.09.09, 17:19
Du willst doch jetzt nicht ernsthaft mit mir darüber diskutieren [...] dass Deutschland auch eine patriarchalische Kultur ist?

Genau darüber möchte ich mit Dir diskutieren!
Denn schliesslich war es Dein Standpunkt zu behaupten, Ehrenmorde würden patriarchalischen Kulturen entspringen. Mein Standpunkt ist jedoch: Beinahe sämtliche Kulturen dieser Welt (mit Ausnahme einiger polynesischer) sind patriarchalische Kulturen. Also müssten Ehrenmorde entweder überall vorkommen (worin ich mich anschliessen würde) oder aber es müsste einen ganz anderen definitiorischen Moment geben, auf welchem sich Ehrenmorde begründeten.

NukNuk

Kleines Mäuschen
09.09.09, 17:20
Gilad Shalit zumindest wäre heilfroh, würden die Palästinenser ihm dieses Recht ohne Abstriche zugestehen.



Und auch die zum Tode Verurteilten in den Gefängnissen Chinas, Irans und der USA.

Sauerländer
09.09.09, 17:21
Nein, weil die "Systemalternativen" sich als extremer Reinfälle mit x Millionen ruasgestellt haben.
Schwarzbuch des Kapitalismus - einen weiteren Kommentar ist mir das nicht wert.
Oder das die Religionen hier zivilisierter geworden und nciht mehr zum Terror aufrufen, jedenfalls zum überwigenden teil ncih mehr.
Nein, exakt das bedeutet es NICHT. Was propagandistisch immer gerne als "Reform" bezeichnet wird, ist, wenn es ein gewisses Ausmaß übersteigt, eine Aufgabe des eigenen Wesens einer Religion. Eine Religion, die keinen Absolutheitsanspruch mehr stellt, ist keine Religion. Deshalb haben auch etwa die Pius-Brüder Recht, wenn die derart gegen das zweite Vaticanum wettern, wenngleich man sich die Frage stellen kann, ob sie nicht in einigen Punkten über´s Ziel hinausschießen.

Gandolf
09.09.09, 17:23
Genau darüber möchte ich mit Dir diskutieren!
Denn schliesslich war es Dein Standpunkt zu behaupten, Ehrenmorde würden patriarchalischen Kulturen entspringen. ...

NukNuk

Ich schrieb:

Ein Ehrenmord entspringt immer einem patriarchalisch-archaisch orientierten Gesellschaftsmodell, welches ausschließlich in Kulturen vorherrscht -so man Kulturen als das jeweils lebendige Selbstverständnis und den Zeitgeist einer Gesellschaft ansieht, die nach einem aus humanitärer Sicht, überkommenen Moral- und Ethikkanon handelt.

Also verkürze meine Aussagen nicht auf das von dir gewünschte Maß.

Itchy
09.09.09, 17:26
Also müssten Ehrenmorde entweder überall vorkommen (worin ich mich anschliessen würde) oder aber es müsste einen ganz anderen definitiorischen Moment geben, auf welchem sich Ehrenmorde begründeten.

NukNuk

Morde, die in verletzter Ehre begründet sind, sind ganz sicher in allen Kulturen zu finden.
Überall töten gehörnte Ehemänner Widersacher und Ex oft gleich mit.
Der Unterschied zu den muslimischen Ehrenmorden ist ja, dass es hier für bestimmte Taten um eine objektiv empfundene Ehrverletzung geht, welche von einer Anzahl von Menschen bejaht wird und sich diese Menschen (Familie) zusammen entschließen, diese Tat mit Mord zu sühnen.
Die Planung und Motivation ist doch eine andere.

Mr. Smith
09.09.09, 17:29
Ich schrieb...

Dann drehen wir uns im Kreis, denn Deinen Widerspruch in DIESER Definition habe ich Dir bereits nachgewiesen.

:augenrollen:

NukNuk

Sauerländer
09.09.09, 17:30
Also könnte man sagen, es wäre ok dich zu töten, weil es eigentlich keine Begründung für dein Leben gibt?
Ich kann dir nicht begründen, warum du es nicht tun sollst.
Ich kann sagen "Ich will nicht getötet werden", und wenn dich das nur mäßig interessiert, kann ich die Polizei rufen und darauf hoffen, dass die rechtzeitig eintrifft, bzw sofern ich das aus gutem Grund nicht erwarte, eine Waffe ziehen und damit für dich das Risiko, das damit verbunden ist, von dem Versuch nicht abzusehen, deutlich erhöhen.
Ich könnte darauf verweisen, dass Mord (sofern wir vorher ein solche Diskussion führen, wären es dann vermutlich kein Totschlag) strafbar ist, du gute Chancen hast, ermittelt zu werden und dann mindestens für sehr, sehr lange in den Bau wanderst. Bringt mich nicht weiter, sofern du darauft setzt, NICHT als Täter ermittelt zu werden oder sagst: "Och...Das nehme ich in Kauf..."
Sofern wir beide an den selben Gott glauben, könnte ich noch darauf verweisen, dass du gerade mit großer Wahrscheinlichkeit gegen eines seiner Gebote zu verstoßen im Begriff bist, und dass das unter Glaubensbrüdern, nunja, irgendwie suboptimal wäre.

Aber über all diese nicht universal-abstrakten, sondern jeweils höchst konkret-partikularen Dinge hinaus - wie sollte ich dir begründen, dass du die Tötung meiner Person auf jeden Fall unterlassen musst?
Mir fällt da nichts ein.

Mr. Smith
09.09.09, 17:32
Der Unterschied zu den muslimischen Ehrenmorden ist ja, dass es hier für bestimmte Taten um eine objektiv empfundene Ehrverletzung geht, welche von einer Anzahl von Menschen bejaht wird und sich diese Menschen (Familie) zusammen entschließen, diese Tat mit Mord zu sühnen.

Also ist z.B. dieser Mord (http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/im-westen/2009/1/2/news-102162753/detail.html) nicht als Ehrenmord zu klassifizieren, da es hierbei keine Sympathisantenschaft gab und der Täter individuell sowie ohne Absprache zu Familienangehörigen (die diese Tat i.Ü. verurteilten - sic!) handelte?

NukNuk

herberger
09.09.09, 17:33
Sind Ehrenmorde innerhalb oder ausserhalb einer Familie als islamischer Extremismus anzusehen,ja oder nein?Was ist denn da so schwierig,und was Polynesier machen oder nicht machen,dient hier nur einer Kreatur das Thema zu zerreden.

Gandolf
09.09.09, 17:36
Dann drehen wir uns im Kreis, denn Deinen Widerspruch in DIESER Definition habe ich Dir bereits nachgewiesen.

:augenrollen:

NukNuk

Einen Scheiß hast du.

:augenrollen:

Kleines Mäuschen
09.09.09, 17:45
Also ist z.B. dieser Mord (http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/im-westen/2009/1/2/news-102162753/detail.html) nicht als Ehrenmord zu klassifizieren, da es hierbei keine Sympathisantenschaft gab und der Täter individuell sowie ohne Absprache zu Familienangehörigen (die diese Tat i.Ü. verurteilten - sic!) handelte?

NukNuk

Richtig, hier handelt es sich nicht um einen sog. Ehrenmord.

Itchy
09.09.09, 17:45
Also ist z.B. dieser Mord (http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/im-westen/2009/1/2/news-102162753/detail.html) nicht als Ehrenmord zu klassifizieren, da es hierbei keine Sympathisantenschaft gab und der Täter individuell sowie ohne Absprache zu Familienangehörigen (die diese Tat i.Ü. verurteilten - sic!) handelte?

NukNuk

da steht eifersucht.
wenn er noch angibt, dass er es tat, um sein beschädigtes gesellschaftliches ansehen zu verbessern, dann ist es ein ehrenmord.
wären es deutsche, gäbe es diese variante nicht.
ein mord an der frau ist in deutschland für deutsche absolut ungeeignet, ehre wiederherzustellen, zumal es schon gar keine ehrabschneidung für eine familie darstellen kann, wenn sohn xy von seiner frau verlassen wird.

herberger
09.09.09, 17:48
Wenn Ehrenmord im Einklang mit einer Kultur oder Religion steht,dann muß man das schon als islamischen Extremismus sehen.

Mr. Smith
09.09.09, 17:53
Einen Scheiß hast du.

Noch einmal für Dich:
Besitztümer - auch an Personen - sind ausschliesslich Definitionsbestandteile der Ökonomie. Kultur hingegen setzt sich aus linguistischen sowie ethnosemantischen Substanzen zusammen.

So gibt es, um diesen Fakt mal an einem anderen Beispiel zu verdeutlichen, zwar Sklavenhaltergesellschaften, jedoch keine Sklavenhalterkulturen. Denn das Eigentum an Sklaven wie an Frauen beruht - und das kann man anscheinend nicht oft genug verdeutlichen - ausschliesslich auf materiellen Überlegungen, nicht auf allgemein-geistigen.

Desweiteren können patriarchalische Gesellschaften nicht per se Auslöser des Ehrenmordphänomens (so dieses überhaupt existiert) sein, sonst würden auch Fälle ausserhalb des islamischen Kulturkreises in diese Definition mit aufgenommen werden müssen (worin ich nicht abgeneigt wäre).

Archaische Gesellschaften wiederum als Begriff zu etablieren, zeugt lediglich von ethnozentrischen Weltbildern; denn wie andere hier im Strang bereits anfügten, ist das qualitative Herabsetzen einer anderen Kultur unter dem Aspekt der eigenen (moralischen oder wie auch immer) Überlegenheit weder statthaft noch weitsichtig.

Im Übrigen ist es gerade jenes Verhalten, die islamische Kultur als überkommenes Relikt aus dem Altertum zu klassifizieren, einer der Gründe, weswegen die Muslime nicht eben sonderbar gut auf den Westen zu sprechen sind. Würde uns ja auch nicht gefallen, würden wir hören, unsere Kultur sei aus der Bronzezeit nie herausgekommen.

Wenn es nun also darum geht, die gesellschaftlichen, kulturelllen oder ökonomischen Beweggründe für Ehrenmorde zu sondieren, sollten wir doch mit anderen Begriffen als ''archaisch'' oder ''patriarchaisch'' zu hantieren lernen. Alles andere ist höchst unwissenschaftlich und im schlimmsten Falle populistisch.

NukNuk

Mr. Smith
09.09.09, 17:56
Richtig, hier handelt es sich nicht um einen sog. Ehrenmord.

Warum wird dieser Mord dann auf www.ehrenmord.de als solcher behandelt?

ein mord an der frau ist in deutschland für deutsche absolut ungeeignet, ehre wiederherzustellen

Warum bringen dann Deutsche ihre Frauen/Männer/Geliebte/n/Ex/ um, wenn diese sie verlassen oder betrügen? Was sind hierfür die Gründe AUSSER verletzte Ehre?

NukNuk

Itchy
09.09.09, 18:00
Warum bringen dann Deutsche ihre Frauen/Männer/Geliebte/n/Ex/ um, wenn diese sie verlassen oder betrügen? Was sind hierfür die Gründe AUSSER verletzte Ehre?


ist es ja auch. aber das ziel ist nicht, gesellschaftliches ansehen zu reparieren.
der mörder verschafft sich selbst linderung. damit ist es kein kulturelles problem sondern liegt in der persönlichkeit des täters begründet.

herberger
09.09.09, 18:01
Ein Beziehungstat eines Deutschen wird nicht von der Gesellschaft tolleriert.Sie bleibt eine Einzeltat da es in Deutschland in der Gesellschaft keine Akzeptanz von Morden dieser Art gibt.

Mr. Smith
09.09.09, 18:07
der mörder verschafft sich selbst linderung.

Wittgenstein erklärte einst, dass Schmerz kein individuelles Problem sei, sondern vom Träger dieses Gefühls der Öffentlichkeit - seiner Gesellschaft, seiner Kultur, seinem persönlichen Umfeld - präsentiert werden möchte. Die Art der Präsentation ist in sich von den Attributen sowohl des Individuums als auch des schmerzerzeugenden Umstandes verschieden. Empfundener Schmerz aufgrund der Kränkung ob eines Fremdganges und die darauf resultierende Tötung des oder der Betrügenden können also sehr wohl ob des Motivs der Suche nach Mitleid und Beistand geschehen. Und diese wären zwar keine gesellschaftliche Anerkennung, jedoch gesellschaftlicher Wiederaufbau.

Suizidäre sind so ein Fall, an denen man dieses Modell schnell verifizieren kann. Die rufen immer vorher jemanden an und bringen sich dann meist doch nicht um.

NukNuk

herberger
09.09.09, 18:10
Wittgenstein erklärte einst, dass Schmerz kein individuelles Problem sei, sondern vom Träger dieses Gefühls der Öffentlichkeit - seiner Gesellschaft, seiner Kultur, seinem persönlichen Umfeld - präsentiert werden möchte. Die Art der Präsentation ist in sich von den Attributen sowohl des Individuums als auch des schmerzerzeugenden Umstandes verschieden. Empfundener Schmerz aufgrund der Kränkung ob eines Fremdganges und die darauf resultierende Tötung des oder der Betrügenden können also sehr wohl ob des Motivs der Suche nach Mitleid und Beistand geschehen. Und diese wären zwar keine gesellschaftliche Anerkennung, jedoch gesellschaftlicher Wiederaufbau.

Suizidäre sind so ein Fall, an denen man dieses Modell schnell verifizieren kann. Die rufen immer vorher jemanden an und bringen sich dann meist doch nicht um.

NukNuk

So kommt man von kuchenbacken auf arschbacken.

Mr. Smith
09.09.09, 18:13
So kommt man von kuchenbacken auf arschbacken.

Als ob Du überhaupt verstanden hättest, von was ich eben schrieb. Oder wüsstest, wer Wittgenstein ist.

:augenrollen:

NukNuk

herberger
09.09.09, 18:17
Als ob Du überhaupt verstanden hättest, von was ich eben schrieb. Oder wüsstest, wer Wittgenstein ist.

:augenrollen:

NukNuk

Nein weiß ich nicht,aber eines ist sicher das ist etwas was mit dem Thema nichts zu tun hat,und du solltest eine Pause machen denn du weißt nicht mehr worüber du redest.

*JM*
09.09.09, 18:21
Macht ihr mal, solange Israel den Durchblick behält, uns vor nichts warnt und die Krise durch den Siedlungsbau anheizt ist alles schick.

Gandolf
09.09.09, 18:29
...

Wenn es nun also darum geht, die gesellschaftlichen, kulturelllen oder ökonomischen Beweggründe für Ehrenmorde zu sondieren, sollten wir doch mit anderen Begriffen als ''archaisch'' oder ''patriarchaisch'' zu hantieren lernen. Alles andere ist höchst unwissenschaftlich und im schlimmsten Falle populistisch.

NukNuk

Lieber NukNuk.

Ich adressiere das Patriarchat im Sinne des Androzentrismus; wie dir vielleicht aufgefallen ist. Und das hat nun mal mit Ökonomie (Besitz) wenig zu tun -obwohl es auch Bestandteil einer solchen hedonistischen (Epikur) Weltanschauung sein kann, aber eben nicht allein treibende Motivation. Eher hat es aus meiner Sicht etwas mit dem archaischen Moralkanon der jeweiligen Kulturen zu tun, die glauben, sie hätten jedes Recht dieser Welt, Frauen und /oder andere Devianzen mit dem Tode zu bestrafen, weil sie die Regeln der jeweiligen Kultur missachtet haben. Aber -um der von dir angemahnten Redlichkeit zu folgen- vielleicht solltest du einmal deine Ansichten zum Ehrenmord darlegen. Warum töten die Türken -bspw.- ihre Frauen auch mal gerne, wenn sie die Ehre der Familie besudeln?

Mr. Smith
09.09.09, 18:31
eines ist sicher das ist etwas was mit dem Thema nichts zu tun hat

Lass uns kurz überlegen:
Das Thema dieses Stranges ist, dass vor Anschlägen in Deutschland gewarnt wird. Ich referiere hier über die möglichen Ursachen von Ehrenmord.

Lass uns weiter kurz überlegen, wer genau die Ehrenmordthematik in unser Strangthema einfliessen liess... Ahja, das war unser HERBERGER.

Und nun regst Du Dich über die Folgen Deines eigenen Spams auf?
Wie spät ist es eigentlich auf Deiner Bierflasche?

:-)

NukNuk

Mr. Smith
09.09.09, 18:33
Warum töten die Türken -bspw.- ihre Frauen auch mal gerne, wenn sie die Ehre der Familie besudeln?

Aus gleichen Gründen wie Deutsche, Amerikaner, Chinesen und Aborigines.
Wurde das in meinem letzten Passus nicht genug verdeutlicht?

:(

NukNuk

Gandolf
09.09.09, 18:37
Nein weiß ich nicht,aber eines ist sicher das ist etwas was mit dem Thema nichts zu tun hat,und du solltest eine Pause machen denn du weißt nicht mehr worüber du redest.

Na, über Ehrenmorde und deren Gründe, steht doch da.

:augenrollen:

Gandolf
09.09.09, 18:41
Aus gleichen Gründen wie Deutsche, Amerikaner, Chinesen und Aborigines.
Wurde das in meinem letzten Passus nicht genug verdeutlicht?

:(

NukNuk

Doch, toller Beitrag. Respekt. Dennoch bleibt der Sachverhalt bestehen, dass dieser Samen nur in Kulturen wuchern kann, der dies zulässt, also einen gesellschaftlicher Wiederaufbau durch eine solche Tat möglich ist?

Oder?

Sauerländer
09.09.09, 18:41
Ich adressiere das Patriarchat im Sinne des Androzentrismus; wie dir vielleicht aufgefallen ist. Und das hat nun mal mit Ökonomie (Besitz) wenig zu tun -obwohl es auch Bestandteil einer solchen hedonistischen (Epikur) Weltanschauung sein kann, aber eben nicht allein treibende Motivation. Eher hat es aus meiner Sicht etwas mit dem archaischen Moralkanon der jeweiligen Kulturen zu tun, die glauben, sie hätten jedes Recht dieser Welt, Frauen und /oder andere Devianzen mit dem Tode zu bestrafen, weil sie die Regeln der jeweiligen Kultur missachtet haben.
Wir können ein solches Verhalten im Rahmen unserer eigenen Kultur ablehnen.
Auch Frauen bezogen ließe sich darlegen, dass sie hier NIE eine solche Rolle hatten wie in diversen islamischen Gesellschaften heute, nicht im vorchristlichen Germanien, nicht im Mittelalter, nicht in der Renaissance...
Und auch auf all diese Abschnitte lässt sich die Bezeichnung "patriarchalisch" anwenden.

Natürlich können wir die ganze Welt verpflichten auf das, was wir aus unserer Kultur heraus für richtig halten. Dann ist aber nicht zu sehen, warum nicht ebenso der Afghane seine Werte UNS überstülpen wollen soll, warum er nicht UNS als archaisch ansehen soll, insofern wir in seinem Land wie die Barbaren wüten, offenbar keine Vorstellung davon haben, wie eine geordnete Gesellschaft aussieht, und uns einfach immer noch weigern, das Wort Allahs zu hören.

Gandolf
09.09.09, 18:47
Wir können ein solches Verhalten im Rahmen unserer eigenen Kultur ablehnen.
Auch Frauen bezogen ließe sich darlegen, dass sie hier NIE eine solche Rolle hatten wie in diversen islamischen Gesellschaften heute, nicht im vorchristlichen Germanien, nicht im Mittelalter, nicht in der Renaissance...
Und auch auf all diese Abschnitte lässt sich die Bezeichnung "patriarchalisch" anwenden.

Natürlich können wir die ganze Welt verpflichten auf das, was wir aus unserer Kultur heraus für richtig halten. Dann ist aber nicht zu sehen, warum nicht ebenso der Afghane seine Werte UNS überstülpen wollen soll, warum er nicht UNS als archaisch ansehen soll, insofern wir in seinem Land wie die Barbaren wüten, offenbar keine Vorstellung davon haben, wie eine geordnete Gesellschaft aussieht, und uns einfach immer noch weigern, das Wort Allahs zu hören.

Ehrlich gesagt hinterlassen mich deine Beiträge zu diesem Thema immer etwas ratlos. Gibt es etwas an das du glaubst? Glaubst du an das Recht? Glaubst du an dich? An Regeln? Normen? Moral? Ethik?

Mr. Smith
09.09.09, 18:49
Doch, toller Beitrag. Respekt.

Und da fragst Du immer, warum Isi eigentlich so scharf auf mich ist.

:mad:

Dennoch bleibt der Sachverhalt bestehen, dass dieser Samen nur in Kulturen wuchern kann, der dies zulässt, also einen gesellschaftlicher Wiederaufbau durch eine solche Tat möglich ist?

Natürlich.
Und ich gehe davon aus, dass sämtliche Kulturen dies in irgendeiner Art zulassen. Denn sonst wäre ein derartiges individuelles Verhaltensmuster längst obsolet und der kulturellen Evolution zum Opfer geworden.

NukNuk

Gandolf
09.09.09, 19:00
Und da fragst Du immer, warum Isi eigentlich so scharf auf mich ist.

:mad:

Isi mag auch Lupus....

:-D



Natürlich.

Und ich gehe davon aus, dass sämtliche Kulturen dies in irgendeiner Art zulassen. Denn sonst wäre ein derartiges individuelles Verhaltensmuster längst obsolet und der kulturellen Evolution zum Opfer geworden.

NukNuk

Manche mehr, manche weniger, aber in Deutschland hängt man nun mal keiner Frau einen brennenden Autoreifen um den Hals, um seine gesellschaftliche Stellung zu verbessern? Und wenn das so ist, was sagt das dann über diejenigen Kulturen aus, die einen Ehrenmord zu diesem Zwecke legitimieren?

Kleines Mäuschen
09.09.09, 19:01
Warum wird dieser Mord dann auf www.ehrenmord.de als solcher behandelt?


Warum stellst Du mir diese Frage? Bin ich der Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich?



Warum bringen dann Deutsche ihre Frauen/Männer/Geliebte/n/Ex/ um, wenn diese sie verlassen oder betrügen? Was sind hierfür die Gründe AUSSER verletzte Ehre?

NukNuk

Eifersucht. Wenn ich sie nicht haben kann, soll sie auch kein Anderer haben.
Und wie schon richtig gesagt wurde, man stellt unter autochthonen Deutschen seine Ehre nicht durch das Töten von Verwandten wiederher. Das Gegenteil ist der Fall.

Kleines Mäuschen
09.09.09, 19:05
Suizidäre sind so ein Fall, an denen man dieses Modell schnell verifizieren kann. Die rufen immer vorher jemanden an und bringen sich dann meist doch nicht um.

NukNuk

Nein, das tun sie nicht immer.

Kleines Mäuschen
09.09.09, 19:11
Macht ihr mal, solange Israel den Durchblick behält, uns vor nichts warnt und die Krise durch den Siedlungsbau anheizt ist alles schick.

Das Thema ist viel interessanter und NukNuk ist grad so schön in Form. Kannst Du nicht die Überschrift und den Eingangsbeitrag entsprechend ändern?

Mr. Smith
09.09.09, 19:41
Isi mag auch Lupus...

Dass Du mir immer alle Träume zerstören musst...

:-D

Und wenn das so ist, was sagt das dann über diejenigen Kulturen aus, die einen Ehrenmord zu diesem Zwecke legitimieren?

Legitimisiert die islamische Kultur denn überhaupt diese Ehrenmorde? Oder sind es lediglich gewisse soziale Schichten innerhalb des Kulturbereichs?

Warum stellst Du mir diese Frage?

Weil ich sie als interessant erachte.

:-)

Eifersucht. Wenn ich sie nicht haben kann, soll sie auch kein Anderer haben.

Entspringt diese Art der Eifersucht nicht ebenfalls einer Verletzung des Ehrgefühls? Fühlen sich betrogene Leute nicht ebenfalls gekränkt?

NukNuk

Sauerländer
09.09.09, 19:44
Ehrlich gesagt hinterlassen mich deine Beiträge zu diesem Thema immer etwas ratlos. Gibt es etwas an das du glaubst? Glaubst du an das Recht? Glaubst du an dich?
Die letzte Frage verstehe ich nicht wirklich, mir ist nicht klar, was das heißen soll - "an mich glauben".
An das Recht im Sinne des geschriebenen Rechts, des Gesetzes also, brauche ich nicht zu glauben, von dem WEIß ich, dass es existiert. Recht in diesem Sinne hat für mich absolut NICHTS mit einer wie auch immer genauer beschaffenen Moral zu tun. Es ist eine Bestimmung, die gesetzt wurde von einer weltlichen Autorität, die in dem Raum, in dem ich wohne, die Macht hat, eben diese Setzung vorzunehmen. Da steht drin: X soll auf die Weise Y erledigt werden.
Ein dortiges Verbot lese ich nicht als "Du darfst nicht töten", sondern als "Wenn du tötest, und wir erwischen dich, bekommst du dafür, abhängig von den Umständen, soundsoviele Jahre Bau". Und ich kann mir in aller Ruhe überlegen, ob es mir das Wert ist, oder nicht, bzw ob ich glaube, dass ich tatsächlich erwischt werde oder nicht. Ein Blick in die Geschichte lehrt zudem, dass dieses geschriebene Recht schon morgen ein völlig anderes sein kann, sofern die Machthaber andere sind (und dass die theoretische Legitimation ihrer Herrschaft dann auch eine ganz andere sein kann).
Ich sehe das Recht in diesem Sinne als nichts an, was mich ethisch in irgendeiner Weise zu irgendwas verflichtet. Ethisch-moralisch stehe ich dem Gesetz völlig gleichgültig gegenüber. Es kann selbstverständlich so sein, dass meine Sichtweise, was zu tun sei, übereinstimmt mit dem, was das Gesetz von mir verlangt (genau genommen ist das sogar sehr oft der Fall), und dann befolge ich es sozusagen, aber strenggenommen nur "zufällig" und nicht aus Gesetzesloyalität. Wenn ich aber zwischen dem, was ich für richtig halte, und dem, was das Gesetz verlangt, einen Widerspruch sehe, dann brauche ich keine Sekunde, um zu entscheiden, was schwerer wiegt, und es dreht sich nur noch um die Frage, wie effektiv die Obrigkeit zu drohen in der Lage ist - was sie zu Null % ist, sofern ich entschlossen bin, selbst den Tod auf mich zu nehmen, das ist ja auch der Punkt, warum wir Selbstmordattentätern so hilflos gegenüberstehen, insofern hier unsere ganze Art der Ordnungserzwingung versagt, und wir in unserer Hilflosigkeit ihr Verhalten dann auch noch "feige" nennen, obwohl es genau das NICHT ist. Wir wollen es nur gerne delegitimieren, weil es uns auf einem Feld, vielleicht dem EINZIGEN Feld, erwischt, auf dem wir uns nicht effektiv verteidigen können. Nun ist der Feind in dieser Art Konflikt aber nunmal nicht blöd, und stellt sich deshalb natürlich nicht im herkömmlichen Krieg zum Gefecht, wo wir ihn sofort besiegen würden. Es ist kein Zufall, dass wir genau die Arten der Auseinandersetzung als legitim ansehen, bei denen wir gewinnen würden, und genau die verdammen, die uns in die Bredouille bringen.
Als ich noch bei der Bundeswehr war, hat mein Vorgesetzter, ein Major, mal zu mir gesagt: "Das ist die entscheidende Stärke dieser Leute, mit der wir nicht mithalten können: Die haben Überzeugungen, die ihnen wichtiger sind als das Leben. Wer von uns hier hat denn noch ein Ideal, für das er in den Tod gehen würde? Wir hängen doch nur noch an Dingen, die uns nichts mehr nützen, wenn wir tot sind. Wie soll man unter solchen Bedingungen einen Konflikt langfristig für sich entscheiden? Da habe ich bis heute keine sinnvolle Antwort zu bekommen..."
Ein Mann, der ein offenes Wort nicht scheute, und mir eine wichtige Erkenntnis vermittelt hat, die ich selber als dumpfe Ahnung im Hinterkopf hatte.
Peter Scholl-Latour hat mal in ähnlicher Hinsicht gesagt: "Sogar die Armee des laizistischen Frankreich ist sich bewusst, dass für Menschenrechte keiner in den Tod geht..."

Ich glaube an Gott, der in Jesus Christus Mensch ward. Ich glaube, dass Menschen sündhafte Kreaturen sind. Ich glaube, dass der Mensch nicht von grundauf böse ist, dass aber seine Korruptibilität deutlich entscheidender ist als seine für mich nur sehr begrenzt vorhandene Perfektibilität.
Ich glaube daran, dass das Universum, unser Planet und das Leben darauf sich so entwickelt haben, wie die Naturwissenschaften das nachweisen können, und ich glaube, dass sie das NICHT aufgrund blinden Zufalls taten, sondern weil Gott es so gefügt hat.
Ich glaube, dass Recht, das etwas anderes sein soll als rein weltlich-gesetztes, sich von da und NUR von da herleiten kann.
Ich glaube, dass es ein Universalrecht, dass sich nicht von dort herleitet, ein Naturrecht, das nicht im Ursprung Gottesrecht ist, nicht geben kann.
Ich glaube, dass es ein über diesen Bezug hinausgehendes, "noch universaleres" Recht nicht geben kann.

Ich glaube, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist. Ich glaube, dass ich dann meine Vorfahren wiedersehen werde, auch die, die ich im Leben gar nicht kennen konnte, da sie bereits vor meiner Geburt tot waren. Ich glaube, dass ich dann auf meine eventuellen Nachfahren hinabblicken werden, genauso wie meine Vorfahren jetzt auf mich hinabblicken.

Ich glaube, dass Nicolás Gómez Dávila Recht hat, sowohl wenn er schreibt: "Gerechtigkeit ist eine gnostische Vorstellung. Die Christen flehen um Erbarmen", als auch, wenn er behauptet, Glaube und Skeptizismus seien keine Gegner, sondern stünden in einem Pakt gegen den Betrug.
EIN solcher Betrug wären die Menschenrechte.
Ich glaube, dass sie ein Nichts sind, das gleichzeitig den Anspruch erhebt, in einem Ausmaß geglaubt zu werden, das eben nur bei nichtuniversalen Festlegungen möglich ist.

Ich glaube, dass es möglich ist, andere Kulturen auf Dauer in dieser Richtung zu beeinflussen - und dass der Weg, auf dem das todsicher NICHT funktioniert, der ist, einfach alle Kulturen aus dem hohlen Handgelenk auf derartiges zu verpflichten, und dann einzumarschieren, wenn sie es anders handhaben. Das fordert eher Widerstand heraus, schärft noch deren Bewusstsein von der Differenz und entfernt sie eher noch weiter von dem, was man erreichen will. Zumal das, was wir ihnen da überstülpen wollen, nicht nur nicht befähigt ist, sie zu verpflichten, sondern zudem noch aus einer Kultur kommt, die ja selber bereits eine Verfallsform ihres eigenen Wesens darstellt. Wenn man nicht aufeinander geschossen hat, man einander gegenüber nicht arrogant aufgetreten ist, kann ein Moslem, der einen allmächtigen Schöpfer- und Richtergott bekennt, einen Christen durchaus respektieren, auch wenn er bedauern wird, dass der den letzten, doch so einfachen Schritt, Mohammed als letzten und wichtigsten Propheten anzuerkennen und einzusehen, dass Jesus nicht der Sohn Gottes, sondern auch nur ein Prophet war, nicht gehen will oder kann. Aber was soll er halten von einer Kultur, die alle ihre Traditionen hinter sich wirft, es nur noch um Geld, bunt blinkende Lichtchen und triviale Popmusik geht, in der Ehe eher sowas im Stil von "Versuchen wir´s mal, und in drei Jahren beenden wir´s wieder" ist, das zudem natürlich auch noch nicht mehr auf Mann/Frau beschränkt ist, in der ständig Karikaturen auftauchen, die auch die ehemalige Religion dieser Kultur selbst beleidigen (Da hat Peter Scholl-Latour übrigens auch ein paar deutliche Worte zu gesagt...), und niemand etwas dabei zu finden scheint, einer Kultur, deren Sexualmoral mit "promiskuitativ" noch sehr freundlich umschrieben ist, in der sich alles nur noch um den einen Moment Gegenwart dreht, die die Menschen zu verblödeten Konsumkrüppeln macht, und die DANN noch auftritt mit dem Anspruch, sie sei der Weisheit letzter Schluss, daran sollten sich alle orientieren, und das dann auch noch militärisch durchzusetzen bemüht ist?
Ja was wird sich da wohl denken?
Genau DAS wird er sich denken...

Sauerländer
09.09.09, 19:50
Legitimisiert die islamische Kultur denn überhaupt diese Ehrenmorde? Oder sind es lediglich gewisse soziale Schichten innerhalb des Kulturbereichs?
Das ist auch noch so eine Sache. Man erinnere sich nur an das ebenfalls unerfreuliche Phänomen weiblicher Beschneidung in einigen afrikanischen Gesellschaften, die mehr oder weniger dem Islam angehören, aber sich noch viele Sitten der vorislamischen Zeit bewahrt haben.
In dieser Hinsicht habe ich schon öfter gehört, dass die dagegen antretenden Aktivisten einen ganz wesentlichen Erfolg erzielt haben, indem sie gesagt haben: Das ist mit Sicherheit nicht in Allahs Sinne. Woraufhin sich die Leute ihren nächsten Schriftgelehrten herbeizitiert haben, der sich ein wenig den Bart gekrault und dann gesagt hat: "Das steht nicht drin. Und bei den meisten unserer Brüder ist dieser Brauch unbekannt. Hört also einfach mal damit auf..."

Mr. Smith
09.09.09, 20:12
Jetzt müssten wir nur noch die Frage klären, werter Sauerländer, ob Ehrenmord denn vom Koran oder den Hadithen legitimiert wird. Wenn nicht: Dann basiert das Ehrenmordphänomen auf etwas anderem als der islamischen Kultur.

Damit wären wir schon einen Schritt weiter.

:-)

NukNuk

Gandolf
09.09.09, 20:16
...?
Ja was wird sich da wohl denken?
Genau DAS wird er sich denken...

:-D

Was war das noch mal genau?

Sauerländer
09.09.09, 20:37
:-D

Was war das noch mal genau?
Ich hielt es eigentlich für ausreichend angedeutet, um es nicht explizit schreiben zu müssen, aber bitte:
Es wird ihm unbegreiflich sein, wie man in solch einer Gesellschaft leben kann, ohne durchzudrehen.
Er wird nicht verstehen, wie jemand sowas ernsthaft für die höchste Form von Kultur halten kann.
Er wird es ausgesprochen irritierend finden, dass die, die meinen, Christen zu sein, so gar nicht entsetzt zu sein scheinen von dem, was er als Gottlosigkeit sieht und auch die zumindest ziemlich stören sollte.
Er wird diese Gesellschaft als heuchlerisch empfinden, im Hinblick darauf, wie sie mit Materiellem lockt, um einen seelisch zu verkrüppeln, vielleicht sogar satanisch.
Es wird ihm die Sprache verschlagen angesichts der Dreistigkeit, mit der diese Gesellschaft nicht nur ist, wie sie ist, sondern als selbstverständlich setzen zu können glaubt, daran hätten sich jetzt alle zu orientieren.
Er wird sie, ihre Repräsentanten und Lockmittel, in seinem Land nicht haben wollen.
Und wenn sie sich aufdrängen, wird er unter Umständen tatsächlich gar keine andere Möglichkeit sehen, als zur Waffe zu greifen.

Ich bin weit, SEHR weit davon entfernt, das nicht zu verstehen.

Desöfteren habe ich den Eindruck, dass ich bei der angeblichen Bedrohung der Kultur meines Volkes durch den Islam mit vielen vielleicht nicht fundamentalistischen, aber doch konservativen Muslimen um einiges mehr gemeinsam habe als mit dem, was aus der Kultur meines Volkes geworden ist.

Sauerländer
09.09.09, 20:43
Jetzt müssten wir nur noch die Frage klären, werter Sauerländer, ob Ehrenmord denn vom Koran oder den Hadithen legitimiert wird. Wenn nicht: Dann basiert das Ehrenmordphänomen auf etwas anderem als der islamischen Kultur.

Damit wären wir schon einen Schritt weiter.
Nun bin ich zwar zu bestimmten Zeiten immer auch einer von zig Millionen absolut professionellen Bundestrainern, jedoch eindeutig keiner der momentanen Millionen Islamexperten.:augenrollen:
Ich möchte aber mal die dezente Vermutung in den Raum werfen, dass es eher um Gesellschaftsstrukturen geht, in denen eine abstrakte Staatsautorität eher nicht anerkannt wird und Familien/Clan/Sippen-Bindungen alles entscheidend sind, in denen es keine soziale Einheit darüber gibt.
Von den vorchristlichen Germanen kennen wir das Phänomen der Blutrache.
Bei den Albanern hingegen gibt es das, glaube ich, heute noch.
Und in Italien gibt es...ganz bestimmte Kreise, die mir auch ein zumindest ähnliches Verhalten an den Tag zu legen scheinen...

Gandolf
09.09.09, 20:57
...

Ich bin weit, SEHR weit davon entfernt, das nicht zu verstehen.

Desöfteren habe ich den Eindruck, dass ich bei der angeblichen Bedrohung der Kultur meines Volkes durch den Islam mit vielen vielleicht nicht fundamentalistischen, aber doch konservativen Muslimen um einiges mehr gemeinsam habe als mit dem, was aus der Kultur meines Volkes geworden ist.

Huch.

:schock:

Du hast eine Kultur? Ein Volk? Das gemeinsam mit dir genau was vertritt? Nach deinen bisherigen Ausführungen kannst du dich auf nichts berufen. Schon gar nicht auf ein Volk. Eine Gemeinschaft.

Was bist du nur für ein Heuchler.

Sauerländer
09.09.09, 21:00
Huch.

:schock:

Du hast eine Kultur? Ein Volk? Das gemeinsam mit dir genau was vertritt? Nach deinen bisherigen Ausführungen kannst du dich auf nichts berufen. Schon gar nicht auf ein Volk. Eine Gemeinschaft.

Was bist du nur für ein Heuchler.
Ääääh...
Heuchler inwiefern?
Inwiefern widerspricht das, was ich bislang schrieb, der Zugehörigkeit zu einem Volk, einer Kultur?

Gandolf
09.09.09, 21:33
Ääääh...
Heuchler inwiefern?
Inwiefern widerspricht das, was ich bislang schrieb, der Zugehörigkeit zu einem Volk, einer Kultur?

Natürlich. Du lehnst jede Art der Bevormundung durch eine gemeinsame Kultur, schlichtweg jedwede normative Kraft ab. Du siehst keinerlei Rechte, die für Mitglieder dieser deiner "imaginären" Gesellschaft verhandelbar wäre, welches mit staatlicher Gewalt durchzusetzen wäre; du beziehst keine Stellung und siehst keinen Bedarf , wenn es darum geht, Rechte für deinen eigenen, angeblichen Kulturkreis einzufordern.

Also, berichte mir doch mal von deiner Kultur, deinem Volk.

Kukumatz
09.09.09, 21:38
Ich empfinde deine hilflose Rumzappelei mit kognitiver Hilflosigkeit mittlerweile als absolut belästigend.

Stellt ein intellektueller Gartenzwerg eine Tatsachenbehauptung auf - beispielsweise: 95 % aller hier lebenden Muslime sind kriminell - dann verlange ich dafür Belege anhand von Kriminalstatstiken. Ich habe geschrieben "Ich werde das Gefühl nicht los..." und würde der Intellektvorgartengnom schreiben "Ich werde das Gefühl nicht los, viele Muslime sind kriminell" wäre das nicht zu bemäkeln.

[Editiert.]

WER stellt solche Behauptungen auf?

[Editiert.]

Kukumatz
09.09.09, 21:40
Was ist mit dem Terrorversuch am 31. Juli 2006 oder der Sauerlandgruppe?

Im ersten Falle Glück gehabt, weil diese tumben Burschen "gepfuscht" haben.

Im zweiten Fall gute Arbeit der Ermittler.

Kukumatz
09.09.09, 21:44
Es könnte natürlich auch sein, dass Israel damit nur eine Nebelkerze zünden wollte, um sich basierend auf Informationstransfers Deutschland bei der Siedlungsfrage gewogen zu halten.



Israel schürt das Feuer nachhaltig (http://www.tagesschau.de/ausland/nahost344.html)

Und auch hier werde ich das Gefühl nicht los, dass es dort irgendwann in absehbarer Zukunft böse scheppert. Und mich beschleicht weiterhin das Gefühl, Israel wird dann alleine auf weiter Flur stehen, da man alle befreundeten Länder verprellt hat.

Vielleicht stimmt irgendwas mit deinen Gefühlen nicht, *JM*, um mal eine Anleihe bei Loriot zu machen!:grin:

Der Mossad ist eben DER beste Geheimdienst auf diesem Erdenrund und das ist garnicht so schlecht!

In der Siedlungsfrage muß Netanjahu seine Hardliner bei Laune halten und andererseits Obama nicht vergrätzen, ein gewagter Seiltanz!

Kukumatz
09.09.09, 21:45
Wir sind gar nicht das Land, in dem sowas möglich ist. Hier schaut jeder Bürger dem Nachbarn mit der Lupe ins Arschloch - außer es geht um mißhandelte Kids, geprügelte Frauen oder ähnliche Delikte - dass tatvorbereitende Terroristen wahrscheinlich durch Falschparken erwischt würden, bevor sie terrorbomben können.

Auch 'ne Möglichkeit, sich den Terror wenn's geht, vom Leibe zu halten, *JM* !:grin:

Kukumatz
09.09.09, 21:50
Als Mord aus niederen privaten Interessen natürlich.

:-)
...

NukNuk

Stimmt das so?
Hinter diesen "niederen privaten Interessen" nicht hauptsächlich auch ein kulturell-religiöser Zwang?

Sauerländer
09.09.09, 23:23
Natürlich. Du lehnst jede Art der Bevormundung durch eine gemeinsame Kultur, schlichtweg jedwede normative Kraft ab. Du siehst keinerlei Rechte, die für Mitglieder dieser deiner "imaginären" Gesellschaft verhandelbar wäre, welches mit staatlicher Gewalt durchzusetzen wäre; du beziehst keine Stellung und siehst keinen Bedarf , wenn es darum geht, Rechte für deinen eigenen, angeblichen Kulturkreis einzufordern.

Also, berichte mir doch mal von deiner Kultur, deinem Volk.
Ääääh...
Irgendwie habe ich den Eindruck, du hast mich ziemlich mißverstanden.
Ich rätsele jetzt, ob das an dir oder an mir liegt, keine Ahnung, also:
Ich lehne jede normative Kraft ab?! Wo habe ich das geschrieben?
Ich negiere eine normative Kraft von GESETZEN, das ganz gewiss. So schrieb ich es. Ich sehe mich nicht durch eine Gesetz daran gebunden, zum Beispiel nicht zu töten. Ich sehe mich durch das Gesetz nur mit Strafe bedroht.
Ich kann mich aber sehr wohl durch ausserjuristische, kukturell-sittliche Werte darauf verpflichtet sehen, unter den meisten Umständen nicht zu töten, und tue das auch.
Ich lehne jede Bevormundung durch eine gemeinsame Kultur?!
Ganz im Gegenteil.
Sittliche Vorgaben, die aus einer gemeinsamen Kultur entspringen, halte ich für elementarst wichtig.
Diese sittlichen Vorgaben stehen aber in keinem Gesetzestext. Allenfalls kann ein Gesetzestext sie abbilden. Er kann ihnen aber auch widersprechen. Gerade deutsche Geschichte ist da sowohl mit BRD als auch mit DDR als auch mit drittem Reich ja alles andere als arm an Beispielen.
Und ganz gewiss finden sie sich nicht in einem völlig abstrakten menschheitsuniversalen Rechtsbegriff.
Meine völlige Distanziertheit zum Recht, zur Norm im staatlich-juristischen Sinne liegt darin begründet, dass ich in einem Staat lebe, der in vierlei Hinsicht genau nicht dieses Sittengefüge abbildet, sondern seine liberale Zersetzung, das "Ihr könnt es so machen, oder auch so, oder auch ganz anders....", und diese BELIEBIGKEIT dann verteidigen will und ihre EINSCHRÄNKUNG als unsittlich betrachtet, als gegen den einen, letzten Wert der völlig ziellosen "Freiheit" gerichtet. Das hat mir deutlich gemacht, dass es eine klare Differenz zwischen Recht und Moral gibt, und gerade weil es mich persönlich nicht nur irritiert, sondern geradezu anekelt, bestehe ich so entschieden auf dieser Differenz.
Ein Beispiel für eine Norm, die ich staatlicherseits irrelevant finde, die ich als sittliche aber für allerfundamentalst halte:
Die Ehe. Staatlicherseits ist das im Prinzip ein Verwaltungs- und Geschäftsvorgang, ein Vertrag, der zwei Personen, mittlerweile nicht mal mehr zwingend Mann und Frau, in ein bestimmtes Rechtsverhältnis zueinandersetzt, eine Wirtschaftsgemeinschaft begründet. Das hat gewiss materiell gesehen seinen Sinn, das will ich nicht bestreiten. Aber für mich hat hat es mit dem Kern der Sache so ziemlich nichts zu tun. Die Ehe ist für mich etwas Heiliges, ein vor Gott besiegelter Schwur von Mann und Frau, gemeinsam durchs Leben zu gehen, bis einer von beiden in der Kiste liegt, einander ein Quell der Freude zu sein, den anderen aufrecht zu halten, wenn ihn die Sorgen des Lebens niederdrücken, sich zusammenzuraufen in schweren Zeiten. Ein Papierwisch interessiert dabei aus meiner Sicht gar nicht so sehr.
Der Staat sieht es so, dass das Wesentliche die Zivilehe ist, die man durch eine kirchliche ergänzen kann, wobei letztere im Grunde nur eine ansonsten folgenlose Zeremonie ist, ein ritualisches Beiwerk. Ich sehe es anders herum: Die kirchliche Trauung ist das Wesentliche, das Entscheidene, die eigentliche Eheschließung, der staatliche Akt hingegen ist nur theoretisch auch verzichtbares Beiwerk, ein für den Staat eben typischer administrativer Vorgang.
Ich sagte schon, Ehe ist für mich etwas Heiliges. Deshalb ist für mich Ehebruch auch ein sehr, sehr (schrieb ich schon SEHR?) schwerer Verstoß gegen das Sittengefüge. Ich weiß nicht, ob ich ihn, hätte ich die Macht dazu, weltlich unter Strafe stellen würde -wahrscheinlich nicht, aber in jedem Fall sehe ich das ganz anders als der Staat, der ja mittlerweile nichtmal mehr das Verschuldensprinzip bei der Scheidung kennt, und dazu also offenbar eher die Position hat: Das müsst ihr selber wissen. Wenns klappt - gut. Wenn nicht - auch kein Beinbruch. Löst man den Vertrag wieder auf. Und macht vielleicht bald einen neuen Anlauf, vielleicht klappts dann besser. Und später noch einen. Und noch einen. Das hat für mich etwas geradezu Absurdes an sich. Wenn man das als derart gar nicht bindend betrachtet - wozu heiratet man dann denn überhaupt noch? Man kann doch auch einfach so zusammenleben, solange man lustig ist, und es dann wieder bleiben lassen. Aber wahrscheinlich würde den Leuten der Event-Gesellschaft dann das Brimborium fehlen...
Ich weiß, dass meinem Volk dieser Irrsinn nicht immer zueigen war, man hat ihn ihm erst durch lange Hirnverseuchung anerzogen, und es gibt immer noch so einige, die den Irrsinn auch als solchen erkennen.

Ein Beispiel aus dem Dritten Reich: Als die Nationalsozialisten in großem Stil ihr
Euthanasieprogramm etablieren wollten, um Geisteskranke und Behinderte zu liquidieren, dies also zum Gegegstand der staatlichen Ordnung machten, war es der Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen (später im Volksmund der Löwe von Münster), der dagegen öffentlich und in scharfem Tonfall protestierte. Er merkte unter anderem an, nun sortiere man voller Verachtung die Schwachen, die Unproduktiven aus. Was sei denn mit unseren Soldaten, wenn sie dann einst zerschossen und verkrüppelt, unproduktiv, aus dem Krieg heimkämen und auch mehr Leistung erfordern würden, als sie selber erbringen könnten? Was sei mit uns allen, wenn wir alt und krank würden?
Goebbels wollte ihn sofort aufhängen lassen - und konnte es nicht, weil man ihnen bedeutete, dass sie sonst am nächsten Tag in ganz Westfalen einen handfesten Aufstand am Hals gehabt hätten. Das ist mein Volk. Gleichwohl es ebenso mein Volk ist, dass diese Machthaber überhaupt gewählt hat. Und wenn ich mir den Versailler Vertrag anschaue und die Unordnung der damaligen Zeit, verstehe ich sehr gut seine Wut, die es dazu brachten, und will ganz und gar nicht ausschließen, dass es mir genauso ergangen wäre.

Ach ja, wo wir bei den Alten und Kranken waren: In vielen Kulturen, aber auch in der dieses Volkes, war Respekt vor dem Alter mal ein hoher Wert. Auch heute wieder scheint es manchmal, und leider eher zunehmend als abnehmend, als würden alte Menschen wesentlich nur noch als Kostenfaktoren betrachtet. Man erinnere sich an die Wendung vom "sozialverträglichen Frühableben...". Manchmal fragt man sich, ob die Nazis wirklich weg sind, oder ob sie nicht einfach nur auf ihre Rassenlehre und den Staatstotalitarismus verzichtet haben, und jetzt stattdessen alles als lebensunwert ansehen, was kein Geld mehr reinbringt...
Ich habe Respekt vor dem Alter. Ich schätze die Weisheit und Lebenserfahrung älterer Menschen, und finde das, was sie zu sagen haben, häufig viel interessanter und ebenfalls häufig auch gehaltvoller als einen Großteil der Sprechblasen, die man von den jungen und dynamischen Gestalten zu hören bekommt. In Bus und Bahn stehe ich auf, wenn ein älterer Mensch keinen Platz hat. Auch das scheint, alles in allem, ziemlich aus der Mode gekommen zu sein.
Und es macht mich schier wahnsinnig, wenn ich mir anschaue, unter was für Bedingungen viele Menschen ihre letzten Jahre in regelrechten Horroranstalten, ja man muss schon sagen ertragen müssen...
Ja, ich finde, dass sie ein Recht haben, kein juristisches, ein sittliches, dass man sie so nicht behandelt.
Ich finde, dass Menschen, egal welchen Alters, ein Recht darauf haben, dass sie nicht hinterher quasi wie Abfall auf der Halde landen oder anonym verscharrt werden, sondern dass sie ein anständiges Grab bekommen, mit einem Stein, der verkündet, wer sie waren und wann sie gelebt haben. Sie haben ein Recht darauf, dass davon Kenntnis genommen wird, und dass die Ihrigen dieses Grab in Ordnung halten und wenigstens gelegentlich an sie denken, so wie auch ich später mal nicht einfach vergessen werden möchte.

Ich finde, dass die Altvorderen, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg fochten (die der diversen anderen Kriege ebenso, auch wenn die mit steigender Distanz immer mehr zu einer formlosen Masse werden), ein Recht haben, dass man sich ihrer erinnert, ihre Ehrenmäler in Schuss hält und vielleicht gelegentlich, und wenn´s nur einmal im Jahr und nur für ein paar Augenblicke ist, davor stehen bleibt und an sie denkt. In meiner Heimatstadt gibt´s ein noch ein Ehrenmal für die Söhne der Stadt, die 1870/71 gefallen sind. Das verwittert langsam, und ist immer mal wieder Gegenstand der...Bemühungen der malenden Zunft, nennen wir es einmal so. Da könnte ich ausrasten und ihnen ihre Farbdosen links und rechts um ihre degenerierte Visage hauen.

Ich finde ganz allgemein, dass die Allgemeinheit ein Recht darauf hat, dass solche..."Künstler" sich nicht andernorts verewigen als an den Ecken, die explizit dafür gedacht sind, gibt´s ja durchaus, und da ist ja auch in der Tat manch beindruckendes Werk dabei.
Ich finde, wir könnten mal ein paar Hilfspolizisten aufstellen, die jedem Jugendlichen, der meint, andauernd auf den Boden rotzen zu müssen, weil das cool aussieht (wann hat dieser Quatsch eigentlich angefangen? In meiner Kindheit war das noch nicht so), jedesmal, wenn er das macht, mit dem Knüppel eins ins Kreuz gibt, und zwar saftig. Oder ihm eins mit einem elektrischen Viehtreiberstab verpasst. Schmerz konditioniert. Irgendwann haben sie´s kapiert.

Vieles von dem, was hier steht, können vermutlich die Angehörigen vieler, wenn nicht der meisten Völker sagen, und insofern es dabei ja auch um sittliche Werte von übernationalem Anspruch geht, ist das ja auch keineswegs negativ.

Sauerländer
09.09.09, 23:24
Was bindet mich also speziell an DIESES Volk? Nun abgesehen davon, dass das Schicksal entschieden (oder der Oberkommandierende über den Wolken es so gefügt) hat, dass ich als ihm und keinem anderen angehörend geboren wurde - ich schätze den pathetisch-unpragmatischen Zug, den die Deutschen, den WIR haben, dieses Unvermögen, z.B. wie die Briten ohne großes Brimborium mal eben ein die halbe Welt unter Kontrolle zu bringen, während wir darüber nachsinnen, was die Welt eigentlich im Innersten zusammenhält, was Existenz bedeutet, Deutsche Philosophie hat Weltrang (ich bin mir nicht sicher, ob sie die größte ist, aber ich würde schon sagen, dass sie ausser der griechischen es mit jeder anderen locker aufnimmt, wobei ich zugestehe, dass mein diesbezüglicher Einblick in den asiatischen Raum äusserst begrenzt ist), englische hingegen ist...einfach nur banal.
Ich liebe unsere Sprache, mit der Tiefgang möglich ist, den andere nicht immer kennen, in der es manches gibt, was der Engländer eher umschreiben muss. Ich liebe unsere Geschichte und den Schauer, wenn mir etwa ein Jahrhunderte altes Bauwerk ihre Dimensionen verdeutlich, wenn ich Gryphius lese, wenn ich in dem Dom stehe, in dem Heinrich der Löwe ruht. Ich liebe Deutschlands Wälder, die Früheren unheimlich waren, in denen Rom sich eine blutige Nase holte. Es ergreift mich mit...ich weiß gar nicht was, aber es ist intensiv..., an der Hohensyburg zu stehen und mir vorzustellen, wie dort vor so langer Zeit MEIN Stamm, der der Sachsen, gegen die Fränkischen focht, und ich kann noch heute ob unserer Niederlage trauern.
Ich lese Ernst von Salomon, und könnte, umso mehr, als es eben um MEIN Volk geht, jubilieren vor Vergnügen bei der Szene, in der Kapitan Erhardt zur Übergabe der Brigade an die Nationalsozialisten verkündet, er habe erreicht, man habe fortan den deutschen Gruß zu leisten, sofern man keine Kopfbedeckung aufhabe, dürfe im hergebrachten Sinne militärisch salutieren, sofern man eine aufhabe. Er ordne hiermit an, dass alle Mitglieder seiner Brigade im wie ausser Dienst stets eine Kopfbedeckung zu tragen hätten...

Aber selbst wenn ich es nur verachten würde, wäre es MEIN Volk, weil ich ihm eben eingeboren wurde Ich hasse es gelegentlich, aber das ist der Hass, der daraus entspringt, dass einem etwas Geliebtes Leiden zufügt, ohne dass man sieht, inwiefern man das verdient. Dieses Volk ist mir nicht egal. Deshalb kann ich es nur schwerstens, und teilweisen eben auch schlicht und einfach NICHT ertragen, wie es sich zuggrunde richtet.
Aber es ist nicht weg.
Es hat sich nur vergessen. Es schläft, es träumt einen Alptraum.
Es ist, als wäre es mein geliebtes Weib und auf einer Entziehungskur, von der nicht klar ist, ob die die Erfolg hat oder sie endgültig eingehen wird, nur noch ein paar Jahre umnebelt vegetierend, als wäre das Letzte, was man mir sagte: "Ich will Sie nicht anlügen - es sieht nicht gut aus. Aber Sie dürfen die Hoffnung nicht aufgeben..."
Aber das sagt sich an manchen Tagen so leicht...

opppa
10.09.09, 08:32
Jetzt müssten wir nur noch die Frage klären, werter Sauerländer, ob Ehrenmord denn vom Koran oder den Hadithen legitimiert wird. Wenn nicht: Dann basiert das Ehrenmordphänomen auf etwas anderem als der islamischen Kultur.

Damit wären wir schon einen Schritt weiter.

:-)

NukNuk

Vielleicht solltest Du "die islamische Kultur" und den "Islamischen Glauben" da etwas näher zusammenrücken.

Für normale Mitteleuropäer ist es nämlich schwierig, da zu differenzieren!

Herr Bratbäcker
11.09.09, 10:29
Was ist mit dem Terrorversuch am 31. Juli 2006 oder der Sauerlandgruppe?

Klar, und vergiss nicht den terroristischen Überfall auf den Zeitungskiosk in Buxtehude im letzten Jahr.