Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Sterben ist ein mühsames Geschäft"
Frl. Smilla
01.06.11, 15:05
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hallo friends, hier bin ich wieder. :-D
Wie ich hier ->
http://www.politikarena.net/showthread.php?p=270800#post270800
im Beitrag #55 versprochen habe, will ich den Suizid des Gunter Sachs zum Anlass nehmen und Informationen, pers. Erfahrungen und Erkenntnisse über das Sterben, sowie (möglicherweise) hilfreiche Maßnahmen im Alterungsprozess niederschreiben.
Obwohl ich fast immer aus eigener Erfahrung spreche, bin ich keine Medizinerin und gebe keine Ratschläge an meine Mitmenschen, sondern äußere nur meine Meinung ;-)
Schade dass es in diesem Forum keine Wiki gibt ... , denn eigentlich wird das hier ja - mehr oder weniger-, nur ein Monolog mit vielen (guten) Links werden.
Vorbemerkungen
"Als Seneca sich zuletzt selbst das Leben nahm, tat er dies nicht aus freier Wahl, sondern auf Befehl des Kaisers Nero. Man hätte meinen können, seine langjährigen Betrachtungen über den Freitod hätten aus ihm auch einen Experten in dessen Ausführung gemacht, doch das war nicht der Fall. Seneca war ein berühmter Philosoph und Rhetor, aber er besaß nur wenig Kenntnisse über den menschlichen Körper. Entschlossen, seinem Leben ein Ende zu setzen, stach er einen Dolch in die Pulsadern seiner Arme. Doch das Blut kam ihm nicht rasch genug, deshalb trennte er sich auch die Venen an Beinen und Knien auf. Als auch das nicht genügte, nahm er Gift, wieder ohne Erfolg. Schließlich, so berichtet Tacitus, "ward er in ein Schwitzbad gebracht und, vom Dampf erstickt, ohne alle Leichenfeierlichkeit verbrannt."
Im Jahr 2007 starben laut Statistischem Bundesamt 3993 Menschen, die über 60 Jahre alt waren, durch Suizid. 1036 waren über 80 Jahre alt. Diese Suizide werden oft als "Alterssuizide" bezeichnet. Zu misslungenen Suizidversuchen gibt es keine amtlichen Zahlen, woraus jedoch nicht gefolgert werden darf, dass sie seltener sind als die "gelungenen".
Hinter dem, was heute amtlich "Suizid" heißt und vom Nationalen Ethikrat als Selbsttötung bezeichnet wird, stehen sehr verschiedene Tathergänge, die von grässlichen, meist einsam begangenen Akten bis zu einem friedlichen Einschlafen im Kreise von Verwandten und Freunden reichen.
Heutzutage können es sich viele Menschen vorstellen, dass sie vor allem mit zunehmendem Alter an einen Punkt kommen können, an dem sie nicht mehr weiterleben wollen. Sie treffen ihre Bewertung der Lebensumstände gemäß ihrer Weltanschauung und aufgrund ihrer gesammelten Erfahrungen.
Ein jeder erwachsene Mann oder Frau muss sich über ihren Tod in gesunden Zeiten eigene, selbstständige Gedanken machen, denn es ist nicht praktisch, Entscheidungen über Sein oder nicht Sein den Kindern oder dem Partner zu überlassen. Es ist in unserer Kultur unmöglich für erwachsene Kinder, am Bett eines alten, chronisch kranken, möglicherweise sterbenden Vaters oder Mutter, über Sterbehilfe zu sprechen. Deshalb ist es die Verantwortung der Alten, sich über ihr Alter und ihr Sterben Gedanken zu machen und Vorsorge zu treffen.
Vor kurzem bestätigte mir ein Wissenschaftler im TV die Tatsache, dass die Evolution absolut NULL Interesse an alten Menschen hat. "Alt" sind für die Evolution alle die Menschen, welche die Reproduktionsphase soweit überschritten haben, dass die Nachkommen leben können.
Praktisch mit 15 schwanger und mit 30 dürfte die Aufgabe der Arterhaltung gebongt sein. :cool:
Der Wissenschaftler sprach von einem Abstellgleis, auf dem sich alte Menschen befinden. Daraus schließe ich, dass die Natur gegen mich arbeitet und ich mich um mein Wohlgefühl selbst kümmern muss. Mindestens 40 Jahre meines Lebens muss ich selbst dafür sorgen, dass ich die kommenden Jahrzehnte wenigstens einigermaßen schmerzfrei und agil überlebe. Das bedeutet, die moderne Medizin und Forschung kann hier hilfreich sein.
Die moderne Medizin aus Unkenntnis oder mangelnder finanzieller Mittel falsch angewendet kann jedoch zu einem qualvollen, langen Sterben und Tod führen.
Fortsetzung folgt.
***
hallo friends, hier bin ich wieder. :-D
Ach ... Du schon wieder...
Scherz beiseite, ich hatte weder registriert, dass Du weg warst noch zuvor bemerkt, dass Du schon einmal hier warst.
Vor kurzem bestätigte mir ein Wissenschaftler im TV die Tatsache, dass die Evolution absolut NULL Interesse an alten Menschen hat. "Alt" sind für die Evolution alle die Menschen, welche die Reproduktionsphase soweit überschritten haben, dass die Nachkommen leben können.
Das ist eben unser Artikel 5 GG, Meinungs- Presse- und Wissenschaftsfreiheit. Jeder Vollidiot kann sich überall nach freiem Belieben auskotzen, und dieser Wissenschaftler ist weiß Gott ein Vollidiot.
Wenn man Menschen auf ihren frühen altsteinzeitlichen Entwicklungsstand reduziert (gerade mal die Evolution zum Menschen hin abgeschlossen), dann müsste sich der typische Mensch sofort auf den nächsten Baum flüchten, wenn die Ohren einer Raubkatze aus dem Gebüsch gucken. Tatsächlich hat aber schon die allerersterste spezifisch menschliche Gestaltungskraft in der mittleren Steinzeit das genaue Gegenteil bewirkt, der typische Mensch greift in dieser Situation zu den selbstgeschaffenen Waffen und nimmt die Gelegenheit wahr, sich ein schickes Leopardefell zu verschaffen und selbst mit den Katzenohren herumzuwackeln.
Alles Folgende - die gesamte Kulturgeschichte - besteht aus ebensolchen menschlichen (Um-) Gestaltungen der eigenen Lebenswirklichkeit. Ein Highlight dieser Gestaltungskraft ist eben die Meinungs - und Wissenschaftsfreiheit, die es einem Volldeppen erlaubt, die letzten 100.000 Jahre der Evolution und die gesamte Kulturgeschichte einfach auszublenden.
Frl. Smilla
03.06.11, 19:37
Seite 1
-2-
Patientenverfügung (PV)
Nach der Weltgesundheitsorganisation steht der Schlaganfall in den entwickelten Ländern als Todesursache an dritter Stelle. Jährlich erliegen ihm etwa ein Drittel aller Betroffenen. Ein weiteres Drittel ist anschließend dauerhaft invalide. Mehr Todesopfer als Schlaganfälle fordern nur Herzerkrankungen und Krebs. Das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden, wächst mit zunehmendem Alter.
Ob wir nun an Lungenentzündung, Herzversagen oder einer Übersäuerung des Blutes durch Diabetes sterben, der Schlaganfall tritt auffallenderweise fast immer mit einem Heer typischer Komplikationen auf, denen alte Menschen schließlich zum Opfer fallen. Er ist nur eine der vielen verheerenden Folgen der Gehirnarteriosklerose im Endstadium, die durch falsche Lebensgewohnheiten sehr wohl beschleunigt und die in ihrem tödlichen Verlauf nicht gestoppt werden kann.
Zu den Auswüchsen bei der medizinischen Behandlung alter Menschen sagt Dr. Leo Cooney, Professor für Geriatrie (USA):
„ Die meisten Geriater wenden sich entschieden gegen schwerwiegende medizinische Eingriffe, die nur der Verlängerung des Lebens dienen. Geriater kritisieren immer wieder Nephrologen [Fachärzte für Nierenerkrankungen], die alte Menschen ans Dialysegerät anschließen wollen, Lungenspezialisten, die Menschen intubieren, für die das Leben nur noch eine Qual ist, und auch Chirurgen, die unbedingt Patienten unters Messer nehmen, für die eine Bauchfellentzündung ein gnädiger Tod wäre. [***] Wir bemühen uns, mit Problemen wie Inkontinenz oder geistiger Verwirrung besser umzugehen und den Angehörigen dabei zu helfen, mit so schweren Erkrankungen wie Alzheimer fertig zu werden.“
Die meisten- oder besser einige-, Ärzte wenden sich (nur) mit Worten gegen Eingriffe am Sterbenden und sie sprechen unter Zeitdruck mit den Angehörigen ..., sollte überhaupt mal ein Arzt auf den Fluren in den Krankenhäusern gesichtet werden.
Das beschreibt eher den Istzustand, in dem sich unser heutiges Gesundheitssystem befindet und ist natürlich völlig unzureichend, ja mangelhaft. Für den normalen Kassenpatienten wird sich die Situation in den kommenden Jahren wegen Geldmangel und Diskriminierung der Alten verschlechtern.
Heutzutage unbedingt eine Patientenverfügung machen. Möglicherweise wird diese im Notfall von den Ärzten ignoriert werden, wenn man nach einem Infarkt im Krankenhaus gelandet ist und nicht bei Bewusstsein ist, oder keine Familie/Freunde mehr vorweisen kann, da man sich mit allen zerstritten hat :cool: oder diese schon vor einem das Zeitliche gesegnet haben.
Mit etwas Glück kann man in lichten Momenten doch auf den „HVD“ verweisen, der durch die Patientenverfügung den letzten Willen kundtun kann.
http://www.patientenverfuegung.de/meine-patientenverfuegung
Bei einer Patientenverfügung(PV) handelt es sich zivilrechtlich um eine vorsorgliche Willenserklärung. Sie wird wirksam, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, seine Notwendige Zustimmung oder Ablehnung zu einer Behandlungsmaßnahme direkt kund zu tun.
Eine PV enthält individuelle Wünsche, Wertvorstellungen und für konkrete Situationen vor allem Bestimmungen zu Behandlungsmaßnahmen. Diese können eingefordert, eingeschränkt oder völlig abgelehnt werden.
Bis vor kurzem glaubte man noch, dass eine künstliche Ernährung notwendig wäre, um den Patienten vor einem qualvollen Verhungern zu schützen. Ebenso glaubte man, dem Sterbenden vor den Qualen des Verdurstens schützen zu müssen und so wurde/wird ihm „zwangsweise“ Flüssigkeit und Nahrung zugeführt.
Das Buch, >Ausweg am Lebensende< Selbstbestimmtes Sterben durch Verzicht auf Essen und Trinken, (ISBN 978-3-497-02220-5) welches vom „HVD“ (Humanistischer Verband Deutschland) vorgestellt wird, zeigt jedoch, dass dies nicht zutreffend sein muss und eröffnet eine gesetzlich zugelassene Möglichkeit, wie durch den freiwilligen Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit, das sog. „Sterbefasten“, der Sterbeprozess- auch für gläubige Menschen denen der Suizid verboten ist-, um viele Tage abgekürzt werden kann. Die letzte Abkürzung. :-D
http://www.amazon.de/Ausweg-Lebensende-Selbstbestimmtes-freiwilligen-Verzicht/dp/3497022209/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1307122477&sr=1-1
Der Entschluss selbst eine Patientenverfügung zu erstellen, ist ein sehr günstiger Moment, sich mit seinen Angehörigen, auch den Kindern und den alten Eltern, über das Thema Sterben auszutauschen.
fortsetzung folgt.
***
Kleines Mäuschen
03.06.11, 19:56
Ach ... Du schon wieder...
Scherz beiseite, ich hatte weder registriert, dass Du weg warst noch zuvor bemerkt, dass Du schon einmal hier warst.
Das ist eben unser Artikel 5 GG, Meinungs- Presse- und Wissenschaftsfreiheit. Jeder Vollidiot kann sich überall nach freiem Belieben auskotzen, und dieser Wissenschaftler ist weiß Gott ein Vollidiot.
Wenn man Menschen auf ihren frühen altsteinzeitlichen Entwicklungsstand reduziert (gerade mal die Evolution zum Menschen hin abgeschlossen), dann müsste sich der typische Mensch sofort auf den nächsten Baum flüchten, wenn die Ohren einer Raubkatze aus dem Gebüsch gucken. Tatsächlich hat aber schon die allerersterste spezifisch menschliche Gestaltungskraft in der mittleren Steinzeit das genaue Gegenteil bewirkt, der typische Mensch greift in dieser Situation zu den selbstgeschaffenen Waffen und nimmt die Gelegenheit wahr, sich ein schickes Leopardefell zu verschaffen und selbst mit den Katzenohren herumzuwackeln.
...
Das halte ich jetzt aber für ein Gerücht.
Bis auf Ron Ely (http://de.wikipedia.org/wiki/Ron_Ely), und Dich natürlich, würde sich beim Anblick einer Raubkatze wohl jeder Mensch auf den nächsten Baum flüchten, oder auf irgendeine andere Art und Weise Reißaus nehmen.
Frl. Smilla
06.06.11, 16:09
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-3-
Unser Leben währet siebzig Jahre
Niemand stirbt an Altersschwäche, zumindest würden amtliche Statistiker das so statuieren, wenn sie die Welt regierten. Für jeden Achtzig- oder Neunzigjährigen werden klinische Begriffe aufgeführt, die ihm einen klinischen Befund zuweisen Selbst die wenigen Hundertjährigen entgehen dem strengen Begriffsschema der Statistiker nicht, so will es nicht nur das Gesundheitsministerium, sondern auch die Weltgesundheitsbehörde WHO.
An Altersschwäche zu sterben, ist überall auf der Welt ungesetzlich.
Woran sterben die vielen alten Menschen eigentlich?
Zwar geben die Ärzte pflichtbewusst genau definierte Ursachen wie Hirnschlag, Die Herzversagen oder Lungenentzündung an, doch eigentlich sind die Menschen gestorben, weil etwas in ihnen verschlissen war. Vor dem Aufschwung der naturwissenschaftlichen Medizin leuchtete dies jedem ein.
Wie immer es sich auch konkret physisch zeigt, ob als Veränderung im Großhirn oder als Trägheit des senilen Immunsystems, was auf jeden Fall zur Neige geht, ist die individuelle
Lebenskraft. Wir können uns diesem Prozess nicht entziehen, und dennoch versucht etwas in uns die Tatsache zu verdrängen, dass auch wir altern. Etwas in uns stemmt sich dagegen, dass unser Körper dem gleichen Prozess unterliegt, der uns einmal zu Vergreisung und Tod führt.
Wie die Nervenzellen können sich auch die Muskelzellen nicht reproduzieren, sie verschleißen mit zunehmendem Alter und sterben schließlich ab. Die biologischen Prozesse, die das ganze Leben über den Ersatz von absterbenden Strukturen innerhalb der Zelle sorgen, können ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Nach lebenslanger Aktivität erlöschen die regenerierenden Kräfte der Nerven und Muskelzellen. Statt dessen gewinnt jener Prozess die Oberhand, mit dem das Altern das eigentliche Ziel erreicht: die Zerstörung des Individuums.
Wie die Zähne hören die Zellen des Herzmuskels eine nach der anderen auf zu leben, und das Herz verliert an Kraft. Der gleiche Prozess läuft im Gehirn und im übrigen Nervensystem ab. Selbst das Immunsystem ist gegen das Altern nicht immun. Die Funktion ganzer Organe ist betroffen. Die Pumpleistung des Herzens nimmt im Ruhezustand langsam ab. Wenn körperliche Anstrengung oder Aufregung das Herz unter Stress setzten, kann es nicht mehr so rasch schlagen, dass eine ausreichende Durchblutung von Armen, Beinen, Lunge und den anderen Organen gewährleistet ist. Die maximale Schlagfrequenz, die ein vollkommen gesundes Herz erreichen kann, verringert sich jährlich um einen Schlag. Als Faustregel kann gelten, dass die Zahl 220 minus das jeweilige Alter die maximal erreichbare Schlagfrequenz ergibt. Mit 50 kann ein Herz wahrscheinlich nicht mehr als 170 Schläge pro Minute ausführen, auch wenn es noch so sehr unter Stress gesetzt wird. Das ist nur ein Beispiel, wie der alternde Herzmuskel immer mehr die Fähigkeit verliert, die vielfältigen Anforderungen des Alltagslebens zu erfüllen.
Das Blut zirkuliert in den Gefäßen langsamer. Die linke Herzkammer braucht länger für eine Füllung und entspannt sich nach einer Kontraktion länger. Der Herzschlag treibt weniger Blut aus als noch im Jahr zuvor, und selbst das Volumen der gefüllten Kammer wird kleiner. Vielleicht als Ausgleich für diesen Mangel steigt oft der Blutdruck. Zwischen dem sechzigsten und achtzigsten Lebensjahr nimmt er um 20mmHg zu. Ein Drittel aller Personen über fünfundsechzig leidet an überhöhtem Blutdruck. Nicht allein der Herzmuskel, auch das Erregungsleitungssystem lässt mit zunehmendem Alter nach. Bei einem Fünfzigjährigen kann der Sinusknoten bis zu 90% seiner Zellen eingebüßt haben; das His-Bündel enthält weniger als die Hälfte seiner ursprünglichen Fasern. Mit dem Verlust an Muskeln und Nerven gehen Veränderungen einher, die an der Herzstromkurve eines EKGs leicht ablesbar sind.
Je mehr die Pumpe altert, desto dicker werden die Kammerwände und Ventile. Kalkablagerungen bilden sich im Muskel und an den Ventilen; das Myokard verfärbt sich gelbbraun, da sich Lipofuscin, ein Alterspigment, im Gewebe einlagert. Das Herz verrät sein Alter wie das von Wind und Wetter gegerbte Gesicht eines alten Seemanns. Auch für diese Veränderungen stehen selbstverständlich Krankheitsbezeichnungen bereit. Herzinsuffizienz ist bei Personen über fünfundsiebzig zehnmal häufiger als bei Personen zwischen fünfundvierzig und fünfundsechzig. Vermutlich deshalb äußert sich ein Herzanfall bei älteren Patienten auch als schwerer Infarkt und nicht in der sonst typischen Form anhaltender heftiger Brustschmerzen.
Nicht nur das Herz selbst, auch die Blutgefäße zeigen Altersveränderungen. Die Innenwände der Arterien werden dicker und damit unelastischer. Sie können sich nicht mehr zusammenziehen und dehnen wie in einem jugendlichen Körper. Folglich wird es für den Körper immer schwieriger, das zur Versorgung von Muskeln und Organen nötige Blutvolumen bedarfsgerecht zu regeln. Zudem schreitet die Atherosklerose mit jedem Jahr weiter fort. Auch ohne zusätzliche Belastung durch hohe Cholesterinwerte, Tabakkonsum oder Diabetes –
Faktoren, die atherosklerotische Veränderungen auch in jüngeren Jahren verursachen – verengen sich die Arterienwände, weil aus dem ständigen, jahrzehntelangen Kontakt mit zirkulierenden Blut immer mehr Atherome entstehen.
Schon lange vorher erhalten die Organe weniger Nahrung, als sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben eigentlich brauchen. Die Blutzufuhr zu den Nieren beispielsweise verringert sich mit jedem Jahrzehnt ab dem vierzigsten Lebensjahr um 10%. Zwar geht die Funktionsminderung der Organe nur zum Teil auf die Nachlassende Herzleistung und verengten Blutgefäße zurück, aber diese Faktoren verschärfen die altersbedingten Veränderungen in den Nieren selbst. Im Alter zwischen vierzig und achtzig verliert eine normale Niere rund 20% ihres Gewichts und verödet in manchen Bezirken. Wenn sich obendrein die feinen Blutgefäße innerhalb der Niere verengen, nimmt der Blutfluss weiter ab.
Das kann zur Zerstörung von Harnfiltern führen, die für die wichtigste Funktion der Niere, das Ausscheiden von Schlacken, Säuren und Salzen, verantwortlich sind. Im Alter kann die Hälfte der Harnfilter absterben.
Solche Veränderungen in der Struktur verringern die Leistungsfähigkeit der Niere. Mit zunehmendem Alter verliert sie die Fähigkeit, überschüssiges Kochsalz auszuscheiden bzw. den Stoff im Körper zurückzuhalten, wenn er gebraucht wird. Alte Menschen leiden daher oft
An einem unstabilen Wasser- und Salzhaushalt mit der Folge, dass sich das Risiko eines Herzversagens oder der Dehydrierung des Körpers vergrößert. Kardiologen müssen deshalb einen heiklen Kurs steuern zwischen der Scylla des Herzversagens, induziert durch überhöhten Kochsalzgehalt, und der Charybdis der Austrocknung alten Gewebes.
Alle diese Störungen erhöhen das Risiko des Nierenversagens. Auch wenn es nicht zum akuten Versagen kommt, sondern nur zu einer Unterfunktion der Niere, erholt sich ein altes Organ viel langsamer als ein jugendliches. Die Altersniere ist stressanfällig: Tod durch Nierenversagen ist eine verbreitete Todesursache bei Menschen, die durch ein anderes Leiden wie etwa Krebs im Endstadium oder einen Leberschaden geschwächt sind. Die nicht ausgeschiedenen Giftstoffe stauen sich im Blut; andere Organe, vor allem das Gehirn, werden geschädigt. In solchen Fällen ist der Tod durch Blutharnvergiftung oder Urämie, dem oft ein Koma vorangeht, unausweichlich. Urämische Patienten sterben gewöhnlich an Herzrhythmusstörungen, weil die Nieren dem Blut das überschüssige Kalium nicht mehr entziehen können. Ein Nierenversagen stellt sich meist allmählich ein, dann aber kommt der Tod blitzartig in Form von Herzrhythmusstörungen. Den Opfern bleibt dann keine Zeit mehr für letzte Worte oder Versöhnungen am Sterbebett.
Fortsetzung folgt
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Frl. Smilla
07.06.11, 15:40
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Kommentar:
Für Personen, deren Weltanschauung Sterbehilfe/Suizid (Euthanasie) zulässt, ist es wichtig, Basiswissen über den Alterungsprozess und das Sterben zu haben, um letztendlich Krankheiten vom natürlichen Alterungsprozess unterscheiden zu können und um den Zeitpunkt des Todes bestimmen zu können.
Das Basiswissen für Laien, wie ich es hier beschreibe, verdanke ich den Büchern von
Prof. Sherwin B. Nuland, der Chirurgie und Medizingeschichte an der Yale Universität lehrt.
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Woran sterben die vielen alten Menschen eigentlich?
Obwohl altersbedingte Veränderungen im Harnsystem vor allem an den Nieren auftreten, kann auch die Blase in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Harnblase ist ein mit Schleimhaut ausgekleideter Hohlmuskel. Mit zunehmendem Alter verliert der Muskel seine Dehnbarkeit und kann nicht mehr so viel Urin wie früher fassen. Alte Menschen müssen ihre Blase öfter entleeren als junge. Im Alter setzt oft auch die erlernte Kontrolle der Blasenentleerung aus, wenn die Koordination zwischen dem Hohlmuskel und den Schließmuskeln, die das austreten des Urins verhindern, gestört ist. Die daraus resultierende Inkontinenz kann für manche alte Menschen weitreichende Folgen haben, wenn Infektionen, Prostataleiden, psychische Störungen oder Probleme bei der Medikamentengabe hinzutreten. Kann die Blase nicht vollständig entleert werden, kommt es leicht zu Infektionen der Harnwege, die gerade bei geschwächten alten Menschen hohe Risiken bergen.
Wie der Herzmuskel können sich auch Gehirnzellen nicht reproduzieren. Sie leben nur deshalb jahrzehntelang, weil ihre Strukturkomponenten immer wieder ausgetauscht werden. Innerhalb der Zelle ist so etwas wie ein Reparaturdienst tätig, der Verschleißteile, denen die Zellbiologen so merkwürdige Bezeichnungen wie Organellen, Enzyme und Mitochondrien gegeben haben, immer wieder auswechselt. Funktioniert der Reparaturdienst nicht mehr richtig, dann überlebt die Nerven- und Muskelzelle den ständigen Verlust wichtiger Komponenten nicht.
Der Reparaturdienst innerhalb der Zelle ist auf die Mitwirkung bestimmtet Molekularstrukturen angewiesen. Doch die Moleküle haben in biologischen Systemen eine begrenzte Lebensdauer. Ist sie erreicht, verändert sie sich durch die ständige Kollision miteinander so sehr, dass sie keine neuen Ersatzteile hervorbringen können. Sind sie verschlissen, kann auch die Gehirnzelle, der sie dienen, nicht mehr weiter leben. Diesen biochemischen Prozess nennen die Biologen Zellaltern. Die Zelle stirbt langsam und ihre Nachbarn mit ihr. Ist ein bestimmtes Ausmaß erreicht, zeigt das Gehirn altersbedingte Ausfallerscheinungen.
Nach dem fünfzigsten Lebensjahr verliert das Gehirn alle zehn Jahre 2 % seines Gewichts. Die Gyri, jene Windungen, der Großhirnrinde, in denen sich die für unser Wahrnehmen und Denken entscheidenden Aktivitäten abspielen, schrumpfen am meisten. Gleichzeitig verbreitern sich die Furchen zwischen ihnen, ebenso die mit Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit gefüllten Kammern tief in der Hirnsubstanz, die sogenannten Hirnventrikel. Gleichsam als äußeres Zeichen der biologischen Alterung tritt auch hier Lipofuscin auf und gibt den Zellen der weißen und grauen Substanz eine cremig-gelbe Färbung, die mit zunehmendem Alter dunkler wird.
Sind die Veränderungen schon mit unbewehrtem Auge zu erkennen, so zeigt die mikroskopische Untersuchung das ganze Ausmaß der Gehirnschrumpfung. Besonders auffällig ist die Abnahme der Nervenzellen oder Neuronen als Folge des versagenden Reparaturdienstes in der Zelle. Die Vorgänge in der Großhirnrinde sind repräsentativ für das Ganze. Die im Stirnlappen gelegenen motorischen Zentren verlieren zwischen 20 und 50 Prozent ihrer Neuronen; das Sehzentrum im Hinterhauptslappen verliert rund 50 Prozent; die an der Grenze zwischen Stirn- und Scheitellappen gelegene Körperfühlsphäre verliert ebenfalls rund 50 Prozent. Glücklicherweise haben die Zentren für höhere intellektuelle Leistungen einen erheblich geringeren Zellverlust zu verschmerzen, und vieles scheint dank Überlappung und Redundanz ausgeglichen zu werden. Möglicherweise erhöhen die verbliebenen Neuronen auch ihre Leistung, jedenfalls bleibt die Fähigkeit zum Denken und
Urteilen bei den meisten Menschen bis ins hohe Alter ungeschmälert erhalten.
Die Ergebnisse der jüngsten Forschung legen sogar den Schluss nahe, dass bestimmte Neuronen der Großhirnrinde in reiferen Jahren zahlenmäßig zunehmen, und diese Zellen befinden sich gerade in den Zentren, die für die höheren intellektuellen Leistungen zuständig sind.
Berücksichtigt man weiterhin die Beobachtung, dass die faserartigen Fortsätze oder Dendriten vieler Neuronen auch bei alten Menschen noch wachsen, sofern diese nicht an der Alzheimerschen Krankheit leiden, so drängen sich interessante Schlussfolgerungen auf:
Neurologen können eine wissenschaftliche Erklärung für die sogenannte Altersweisheit gefunden haben, die wir uns alle für unseren Lebensabend wünschen.
Von diesen eng umschriebenen Bezirken abgesehen, verliert die Großhirnrinde nicht nur Neuronen; fast alle verbleibenden Neuronen zeigen eine verringerte Leistungsfähigkeit. Im Alltag können wir dies an den langsameren Bewegungen unserer älteren Mitmenschen und relativ früh auch an uns selbst beobachten. Das Gehirn arbeitet langsamer und braucht auch mehr Zeit, um sich von Schäden an seiner biologischen Substanz zu erholen – besonders von solchen, die sein Überleben in Frage stellen.
Besonders gefährlich sind Durchblutungsstörungen. Wird die Blutzufuhr zu bestimmten Bezirken des Gehirns unterbrochen (eine Katastrophe, die gewöhnlich plötzlich eintritt), kommt es zur Dysfunktion oder zum Absterben der Nervenzellen, die von der verstopften Arterie versorgt wurden. Das ist die eigentliche Bedeutung des Ausdrucks > Schlaganfall <.
Schlaganfälle können vielerlei Ursachen haben, aber der häufigste ist bei älteren Menschen ein atherosklerotischer Verschluss von Zweigen der beiden großen Blutgefäße, die das Gehirn versorgen, der rechten und linken inneren Halsschlagader. Annähernd 20% der Schlaganfallopfer, die ins Krankenhaus eingeliefert werden, sterben kurz nach dem ersten Anfall, weitere 30% bleiben bis zu ihrem Tod auf ständige Pflege angewiesen.
Zwar prangen auf den Totenscheinen der Opfer oft gewichtige Ausdrücke wie > zerebraler Insult < oder > akuter Hirninfarkt < , doch nicht die exakte medizinische Bezeichnung ist das wirklich Aufschlussreiche, sondern die Zahl, die unter der Rubrik > Alter < steht: fast immer ist sie hoch. Männer und Frauen über fünfundsiebzig (75) erleiden zehnmal häufiger einen
Schlaganfall als solche zwischen fünfundfünfzig (55) und neunundfünfzig (59).
Das Leben erfüllt Organe und Gewebe mit pulsierender Energie und unser Bewusstsein mit dem Stolz darauf, lebendig zu sein. Wenn es uns verlässt, mit einem Knall oder mit einem langen Seufzer, bleiben wir oft mit einem Objekt von befremdender Unwirklichkeit zurück.
Als Charles Lamb den Leichnam des beliebten englischen Schauspielers R.W. Ellison sah, war er so erschüttert, dass er später schrieb:
http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Lamb
> Beim Allmächtigen, wie klein ihr scheint. So werden wir alle aussehen, Könige oder Kaiser, wenn wir von allem entblößt unsere letzte Reise antreten. Wahrhaftig, ich fürchte den Tod nicht so sehr, als ich mich seiner schäme. Es ist der wahre Schimpf und Ruin unserer Natur, der uns in einem Augenblick so entstellen kann, dass unsere nächsten Freunde, ja unser Weib und Kind beklommen stehen und vor uns zurückweichen. <
Fortsetzung folgt
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Unsere Körper sind nicht dafür gemacht, richtig alt zu werden. Die wenigsten Menschen über 75 haben noch Lebensqualität
Frl. Smilla
09.06.11, 08:52
HAST du Angst vorm TOD oder ANGST vor der ART des STERBENS ??? Gott
Hallo Frank3,
gut, dass Du den Unterschied zwischen "Angst vor dem Tod" und der "Angst vor dem Sterben" ausdrücklich betonst. Dem *seneca*, der sich bei seinem Suizid geradezu mitleiderregend anstellte (siehe Eröffnungsthread), sagte ein paar sehr kluge Worte über den Tod, an die ich glaube und die mir schon oft Trost gespendet haben:
Der Tod bedeutet die Tilgung jeglichen Schmerzes und er ist die Grenze, über die unsere Leiden nicht hinausgelangen; Er gibt uns wieder jenen Zustand der Ruhe zurück, dem wir vor unserer Geburt angehörten.
*Seneca*
Das Sterben ist ja eigentlich ein lebenslanger Prozess, der quasi schon mit der Geburt anfängt und der wird den meisten Menschen erst bewusster, wenn sie älter werden und der Körper Ausfallerscheinungen hat. Damit lebe ich gut, denn ich lebe ja in einer Zeit, wo mir sehr viele Wege offen stehen, meinen Körper relativ schmerzfrei und agil zu erhalten. Bei der "Angst vor der Art des Sterbens" kalkuliere ich die bekanntesten Möglichkeiten ein, habe private Forschung betrieben und einen Plan A, B und C in Petto :-D
Wie ich das Leben kenne, kommt letztendlich doch alles ganz anders als man denkt. Natürlich habe ich einen Lieblingstod, nämlich eine Herzrhythmusstörung der schnellen Art mit Kammerflimmern und Ende, doch auf mich hört ja sowieso wieder keiner. Am liebsten beim Sport oder im Bett. Männer sollen diesbezüglich öfter vom Sterben beim Sex träumen, ... wenn´s hilft,... :augenrollen:
Die akute Angst, die der Mensch z.B. bei einem Herzinfarkt hat, nennt man Realangst, gegen die sind wir machtlos.
..." Dazu gehört auch die Vitalangst, welche bei lebensbedrohlichen Erkrankungen und Situationen wie z. B. Angina pectoris oder Asthma bronchiale auftritt. Das Ausmaß der Realangst ist auch von Faktoren wie der psychovegetativen Verfassung (Erschöpfung oder Auszehrung), der Persönlichkeit und Reaktionsbereitschaft, der Widerstandskraft und frühkindlichen Angsterfahrungen abhängig. "
http://de.wikipedia.org/wiki/Angst#K.C3.B6rperliche_Reaktionen
************************************************** ********
Unsere Körper sind nicht dafür gemacht, richtig alt zu werden. Die wenigsten Menschen über 75 haben noch Lebensqualität
Hallo Pillefiz,
über das/ihr Alter machen sich sehr viele Leute eher unrealistische Vorstellungen. Das könnte daran liegen, dass der Geist, das ICH, immer viel jünger ist, als in Realität. Vorausgesetzt, der Mensch leidet nicht an einer degenerativen Nervenerkrankung, die den Gehirnstoffwechsel stört.
Hier eine realistische Definination über was das Alter definiert:
"Was das Alter definiert, das ist nicht die Nähe zum Tod, sondern der Abstand zu den Neugeborenen.
Je größer der Abstand ist zwischen mir und denen, die neu auf diese Welt kommen, desto älter bin ich. Und zwar ganz egal, wie alt oder jung ich mich fühle. Ganz egal, wie gesund oder krank ich bin. Und ganz egal, welche sozialen Rollenerwartungen ich erfülle oder nicht erfülle. Mein Alter ist für mich nicht verfügbar. Es ist unmöglich, „Jung“ zu bleiben. Denn es sind die Neugeborenen, die uns alt machen – weil sie nämlich neu auf der Welt sind, während wir hier nicht mehr neu sind. Wir haben schon eine Geschichte hinter uns, wir sind schon geprägt von vielen Erlebnissen, wir können daran rückwirkend auch nichts mehr ändern. Alt werden macht sich nicht am Nachlassen der Kräfte fest, am nicht-mehr-Funktionieren des Körpers (das alles kann nämlich genauso jungen Menschen geschehen), sondern an der Tatsache, dass Altes nicht mehr Neu ist. Oder anders gesagt: Es sind die Jungen, die uns „alt“ machen."
http://www.antjeschrupp.de/aelter_werden.htm
Frl.Smilla :)
***
Moin Frl.Smilla !
Dein beschränkter Wortgebrauch alt & jung
bringt für Genießer nicht viel lebensecht Brauchbares.
Als Musiker sehe ich in dem Wort "alterieren"
eine Art interessante Erweiterung bisher
bekannter Plumpheiten & Binsenweisheiten.
Dabei würdigt man interessante Obertöne die
jeder Ton "mitbringt", welche aber von Laien und
Musik-Pfuschern nicht wahrgenommen werden.
Ähnlich wie alte Männer den jungen Frauen das
Abtreiben einer einzigen befruchteten Eizelle
scheinheilig verbieten wollen, weil das Mord sei,
aber selber jedes Mal beim Wichsen Milliarden
von Spermien töten.
soso
Frl. Smilla
09.06.11, 10:37
Moin Frl.Smilla!
Hallo soso,
... da bist Du ja endlich! =)
Fortsetzung folg.
***
Moin Frl. Smilla !
Ich hoffe daß Du das Geschäftliche des Sterbens
nicht so überbetonst wie in Deinem Titel, sondern
auch was bringst zum Thema "Körperspende",
womit man seinen Anteil am Reichtum der Paffen
und Friedhofsgärtner umgehen kann?
soso
Frl. Smilla
09.06.11, 19:01
Moin Frl. Smilla !
Ich hoffe daß Du das Geschäftliche des Sterbens
nicht so überbetonst wie in Deinem Titel, sondern
auch was bringst zum Thema "Körperspende",
womit man seinen Anteil am Reichtum der Paffen
und Friedhofsgärtner umgehen kann?
soso
Hallo soso,
wie ich hier ->
http://www.politikarena.net/showthre...800#post270800
im Beitrag #55 versprochen habe, will ich den Suizid des Gunter Sachs zum Anlass nehmen und Informationen, pers. Erfahrungen und Erkenntnisse über das Sterben, sowie hilfreiche Maßnahmen im Alterungsprozess niederschreiben.
Der Titel "Sterben ist ein mühsames Geschäft" bezieht sich nicht auf „geschäftliches“, sondern auf mühsame Arbeit und zwar mühsam für den Sterbenden.
Demnächst, will ich über die verschiedenen Möglichkeiten der Selbsttötung/Suizid, sowie der Beihilfe dazu, informieren. Allgemein auch als Euthanasie bekannt. Wenn schon ein finaler Exit, dann soll er doch wenigstens sauber gelingen. Sich erschießen - wie Gunter Sachs selig es tat -, gehört nicht zu den sauberen Methoden.
Der dritte Teil der Informationen soll moderne, kostengünstige Wege, Maßnahmen und Methoden beschreiben, welche hier in der BRD von der Pharmaindustrie, Politikern und Ärzten für Kassenpatienten gedeckelt werden.
Fortschritt findet nämlich in Deutschland diesbezüglich nicht statt. Ich beziehe meine Infos in erster Linie durch das National Institut of Health in Bethesda (USA). Das ist die größte und wichtigste medizinische Forschungseinrichtung der Welt. Ich kenne hier in D. nur einen Arzt, der sich auch auf das „NIH“ bezieht, doch bedauerlicherweise versorgt auch er nur Privatpatienten.
Mein Ziel ist hoch politisch, denn es soll Menschen, vor allem den Kassenpatienten, ihre Selbstständigkeit und Unabhängigkeit von Ärzten und Kassen bewahren, sodass sie halbwegs schmerzfrei, agil und beschwingt dem Ende ihres Lebens selbstbestimmt entgegen sehen können.
Leider benötigt man dazu Kenntnisse im Lesen und Verstehen der englischen Sprache. Einige unserer älteren Jahrgänge lernten in ihrer Jugend vielleicht Russisch, doch in der Medizin werden Englisch- und Latein-Kenntnisse benötigt. Von 1970 - 1980 lebte ich in den USA und konnte neben der Sprache auch Erkenntisse über medizinische Betreuung der Bevölkerung sammeln.
Betreff „Körperspende“ - meinst du Transplantationen (?)- kann ich auch aus familiärer Betroffenheit berichten - Dir zu Liebe will ich es auch tun, doch kann ich dir jetzt schon sagen, dass ich dagegen bin.
Frl. Smilla
***
mit "Körperspende" hat er wohl so etwas gemeint wie sich dem Plastinator zur Verfügung zu stellen, um Beerdigungskosten zu vermeiden.
Frl. Smilla
12.06.11, 13:27
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Hospize und Schmerztherapie als Alternative zum Suizid
Alle Menschen wünschen sich einen Tod ohne Schmerzen. Die einen möchten schnell sterben, am besten in Sekunden; die anderen wünschen sich einen Tod nach kurzer, schmerzloser Krankheit in ihrer gewohnten Umgebung und im Beisein ihrer Familie und Freunde.
Was wir erhoffen, ist leider nicht, was wir zu erwarten haben. Wie die meisten Menschen werden wir die körperliche und seelische Pein zu erdulden haben, die mit vielen todbringenden Krankheiten einhergeht. Doch damit nicht genug, wir werden zusätzlich zur qualvollen Ungewissheit der letzten Monate noch unter Unentschlossenheit leiden: Soll ich weiterkämpfen oder resignieren, eine aggressive Therapie versuchen oder nur nach Sedierung verlangen, das Leben noch um eine kleine Spanne verlängern lassen oder mich mit dem Gedanken an das Ende abfinden? Die Krankheiten, die uns den Tod bringen, halten uns einen Spiegel vor, und je nachdem, wie wir uns entscheiden, zeigen sie uns ein Bild unserer selbst.
Ob wir aber überhaupt zu einer klaren Entscheidung gelangen, ist ebenfalls ungewiss.
Besonders trostlos und einsam ist das Sterben, wenn dem Kranken vorenthalten wird, dass der Tod gewiss ist.
Hospiz- und Palliativdienste sind eigenständige Einrichtungen vor Ort. Sie werden größtenteils durch die gesetzliche Krankenversicherung finanziert und sind daher Leistungserbringer. Das heißt, sie erhalten einen Kostenersatz durch die Krankenkassen. Für einen Hospizaufenthalt dürfen den Patienten keine Kosten in Rechnung gestellt werden.
Bezüglich hospizlicher Begleitung und Palliativ-Care-Versorgung klafft in Deutschland nach wie vor eine enorme Versorgungslücke. 78 Prozent der Menschen, die auf hospizliche und palliative Begleitung angewiesen wären, haben keinerlei Zugang zu entsprechenden Angeboten. Das sind jedes Jahr 396.453 Menschen.
http://www.hospize.de/startseite.html
„ ..... obwohl Vater wusste, dass er an Krebs sterben würde, machte weder er noch wir einen Versuch, offen über seine Krankheit zu reden. Wir glaubten, wir könnten ihm die Wahrheit nicht zumuten, und er war überzeugt, dass wir die Wirklichkeit nicht ertragen würden. So machten wir uns gegenseitig etwas vor. Und dabei spürten wir, dass Vater es wusste, und auch er wird gewusst haben, dass wir es wussten. Auf diese Weise machen sich Krebskranke und ihre Angehörigen in den letzten Tagen das Leben so oft noch schwerer. Wir wussten, dass Vater es wusste, Vater wusste, dass wir es wussten , und doch verloren wir kein Wort darüber, wenn wir zusammen waren. Und wir spielten dieses Spiel bis zum bitteren Ende. So brachten wir uns alle um eine letzte Aussprache, bei der wir Vater hätten sagen können, was er uns bedeutet hatte. In diesem Sinn starb Vater einsam und allein, obwohl wir alle am Sterbebett standen.“
Der Sterbende selbst ist dafür verantwortlich, dass er seine Angehörigen nicht aus falscher Rücksichtnahme schont.
Eine Möglichkeit z.B. bei einer Krebsdiagnose Zeit zu gewinnen sind Schmerzbehandlungen
in einer Schmerzklinik oder Schmerzambulanz.
In Deutschland leiden viele Millionen Menschen unnötig an akuten und chronischen Schmerzen.
Schmerzen sind jedoch keine schicksalsgewollte, unausweichliche Last, die Patienten zu tragen haben.
http://www.schmerzliga.de/dsl/default.htm
Fortsetzung folgt.
***
INTERESSANT und NEUES NACHDENKEN !!! DANKE !!!
Gott
Frank Frädrich
JA DU DENKEN GETZT NACH VIEL. Auch über Ornithologie UND Orthographie. DENKEN JETZT!!!!!!1111 NEIN ENE MENE MU!
Frosch
Thilo Schneider
frosch = idiot = unschuldig = macht nur auf was geprägt = ist nicht durchdacht = hat kein ziel = kann nicht mit antwort überdacht rechnen !!!!
ja aber = ÜBERDACHT GLASDACH GLASHAUS= GOTT STEINE SCHMEISSEN = SINNLOSES GEWÄSCH = LESENSWERT WIE WAGNER-KOLUMNE BILD = ARSCH ABWISCHEN WEITERMACHEN MIT AUSRUFERZEICHEN GANZ VIELE WEIL AUA IN KOPF!!!!!!!111111!!!!!
ER kann NICHT FÜR !!!!!!
IST PRÄGUNG und NICHT DENKEN !!! ALLES WOANDERS AUSWENDIG GELERNT !!!!
Gott
JA KÖNNEN NICHT FÜR. Haben Lernen in Schule viel Schreiben Verstehen Andere GLEICHE SPRACHE MIT REGELS.
JETZT Quälen TRAKTATE SINNLOS = FOLTER für AUGE und EMPFINDEN VON SPRACHE. UNKONVENTIONELL = AUSREDE VON LEGASTHENIKER WO LESEN NUR EIGENEN SCHEISS MIT VIEL ZEICHEN AUSRUFEN = DEPPENGESCHWÄTZ!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!
DU ARMES , GEPRÄGTES und DOCH NICHT auf MENSCHWERDENDES . . .
WER AM BESTEN BELEIDIGEN KANN SIEGER ??? NARR !!!
„ UNTERHALT dich NIE mit IDIOTEN !!! ERST ziehen sie dich auf sein Niveau runter und dann siegen sie mit ERFAHRUNG ! „
unbekannt
Gott
ICH nicht Beleidigen. ICH GEBEN RATT-SCHLAG FÜR Kommunikation gelungen mit MITTELEUROPÄER ---> DU Kontenanz verlieren SCHIMPFEN LAUT.
DU GEWÖHNEN SCHREIBEN WIE PRÄGUNG UND ERZIEHUNG GUTE andernfalls verfolgen NARR GESTAMMEL KOMM-MENTAR. VERSTEHEN DU????????!!!!!!!????
DU armes opfa von UN-FÄHIGKEIT Artikulation VERNUNFTIG OHNE HUNDERTTAUSEND AUSRUFERZEICHEN!!!!!!11111!!!!!!!
DU MEINE AUGEN IM MOMENT DEPP. BITTE DANKE.
WER HÖHER STEHEN WILL muss AUCH HÖHERES ZEIGEN !!! SOWAS wie dich . . . Kopie , weiter NICHTS .
Gott
Und das SCHREIBEN jemand OHNE KOMMA UND OHNE KÖNNEN BILDEN SATZ EINFACH UND ANSTÄNDIG.
DU NICHT GOTT Du nur lächerlich Stümper.
http://www.dailymotion.com/video/x11j03_rammstein-buck-dich-clip_music
http://www.klinik-sankt-lukas.de/alkoholentzug/alkohol_entwoehnung.html
Frl. Smilla
15.06.11, 07:35
*
Hallo Leute,
... muss mich leider verabschieden, der ThiloS will nicht, dass ich hier schreibe. Da er der Chef ist, darf er natürlich auch bestimmen, wer im Sandkasten spielen darf.
Den wichtigsten Teil meines Beitrags, wie Mann und Frau preiswert und in eigener Regie, die Hilfsmittel der wohlhabenden Leute- zugunsten ihrer Gesundheit und Schönheit-, nutzen können, fällt deshalb weg.
Ich geh dann mal wieder in mein Stammforum.
Abschließend will ich euch drei Interessierten noch zwei Buchtipps zum Thema geben. Leider in Englisch, doch findet sich ja immer einer der übersetzten kann.
http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=9780071600316&x=15&y=21
Prescription Alternatives:Hundreds of Safe, Natural, Prescription-Free Remedies to Restore and Maintain Your Health
http://www.amazon.de/Final-Exit-Third-Practicalities-Self-Deliverance/dp/0385336535/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1308116080&sr=8-1
Final Exit (Third Edition): The Practicalities of Self-Deliverance and Assisted Suicide for the Dying
Fr. Smilla :)
***
Ekelhaft- was hast Du denn geraucht?
*
Hallo Leute,
... muss mich leider verabschieden, der ThiloS will nicht, dass ich hier schreibe. Da er der Chef ist, darf er natürlich auch bestimmen, wer im Sandkasten spielen darf.
Den wichtigsten Teil meines Beitrags, wie Mann und Frau preiswert und in eigener Regie, die Hilfsmittel der wohlhabenden Leute- zugunsten ihrer Gesundheit und Schönheit-, nutzen können, fällt deshalb weg.
Ich geh dann mal wieder in mein Stammforum.
Abschließend will ich euch drei Interessierten noch zwei Buchtipps zum Thema geben. Leider in Englisch, doch findet sich ja immer einer der übersetzten kann.
http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Daps&field-keywords=9780071600316&x=15&y=21
Prescription Alternatives:Hundreds of Safe, Natural, Prescription-Free Remedies to Restore and Maintain Your Health
http://www.amazon.de/Final-Exit-Third-Practicalities-Self-Deliverance/dp/0385336535/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1308116080&sr=8-1
Final Exit (Third Edition): The Practicalities of Self-Deliverance and Assisted Suicide for the Dying
Fr. Smilla :)
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das tut mir sehr leid, war ein gutes Thema
das tut mir sehr leid, war ein gutes Thema
Allein Themenreißerei bringt aber nichts.
Wer das Thema "Sterben" wählt, aber so wenig
Ahnung davon hat, daß er (bzw sie) nicht einmal
sicher ist, was "Körperspende" hierzulande bedeutet,
hat sich übernommen und kann mir gestohlen bleiben.
soso
UND WER SICH SICHER IST : " ER WÜSSTE " , ist EIN LÜGNER oder SPINNER .
Gott
Besserwisser und Besserkönner haben es stets schwer,
weil die Ungebildeten in der Mehrheit sind, die immer was
suchen zum Bekämpfen, wenigstens zum Trainieren,
"zum Tun als ob" sie auch was könnten.
soso
DANN ERKLÄRE WIE STIRBT SEELE !!!!
Ich kann es .
Frank Frädrich
Wenn Du mainzt, Du könntest etwas Nützliches,
dann freue Dich und pflege Deine Kunst.
Vielleicht bist Dun irgendwo brauchbar als Seelentöter?
Bewerbe Dich als solcher.
Aber nicht bei mir.
Es werden ja viele Arten an Komikern gebraucht,
besonders auch Himmelkomiker,
vielleicht gibt's auch Seelenkomiker?
In Gegenden wo man für Wind-Wirbel keine
indianischen Namen nutzt ( wie z. B. Hurrikan)
sondern lieber Namen nutzt wie z. B. Taifun,
dort soll auch Kamikaze ein vielfacher Brauch sein;
hierzulande gibt's statt Kamikaze mehr Komikaze.
soso
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