Jon T Essberger
05.09.09, 16:34
Ein türkischer Islamist aus Deutschland erhebt nach SPIEGEL-Informationen schwere Vorwürfe gegen den US-Geheimdienst CIA. Nach seiner Festnahme in Pakistan im Jahr 2007 sei er wochenlang misshandelt worden, beklagte Hüseyin Ö.
Hamburg - Er sei von Verhörspezialisten des Dienstes - nach seiner Festnahme durch pakistanische Behörden im Juli 2007 - wochenlang mit Ketten und Schlagstöcken misshandelt worden. Die Vernehmer, berichtete der mittlerweile 27-jährige Ö. dem Bundeskriminalamt (BKA) nach SPIEGEL-Informationen bereits im Dezember 2007, hätten sich vor allem nach Plänen für Anschläge auf US-Einrichtungen erkundigt.
Ö. wird ebenso wie Omid S. Unterstützung der terroristischen Vereinigung Islamische Dschihad-Union (IJU) vorgeworfen. Deswegen stehen sie in Frankfurt vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft lastet den beiden an, für die IJU am Aufbau des europäischen Netzwerks beteiligt gewesen zu sein. Zudem sollen sie für die Organisation technisches Gerät sowie Kleidung in größerem Umfang zur Verfügung gestellt haben.
Ö. hatte zunächst ein Teilgeständnis abgelegt, dieses aber bei der Eröffnung des Prozesses im Juni widerrufen. Er ließ in der Zwischenzeit ankündigen, beim Gerichtstermin am kommenden Dienstag aussagen zu wollen.
Wenn Ö.s Angaben zur mutmaßlichen Folter stimmten, sei es inakzeptabel, dass die CIA mit solchen Methoden operiert, sagt sein Verteidiger Gabor Subai. Auch der Ulmer Islamist Tolga D., der im Juni 2007 ebenfalls in Pakistan festgenommen worden war, berichtete nach SPIEGEL-Informationen in einer Vernehmung, er sei 14 Tage lang von mutmaßlichen CIA-Mitarbeitern verhört worden.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,647169,00.html
Hamburg - Er sei von Verhörspezialisten des Dienstes - nach seiner Festnahme durch pakistanische Behörden im Juli 2007 - wochenlang mit Ketten und Schlagstöcken misshandelt worden. Die Vernehmer, berichtete der mittlerweile 27-jährige Ö. dem Bundeskriminalamt (BKA) nach SPIEGEL-Informationen bereits im Dezember 2007, hätten sich vor allem nach Plänen für Anschläge auf US-Einrichtungen erkundigt.
Ö. wird ebenso wie Omid S. Unterstützung der terroristischen Vereinigung Islamische Dschihad-Union (IJU) vorgeworfen. Deswegen stehen sie in Frankfurt vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft lastet den beiden an, für die IJU am Aufbau des europäischen Netzwerks beteiligt gewesen zu sein. Zudem sollen sie für die Organisation technisches Gerät sowie Kleidung in größerem Umfang zur Verfügung gestellt haben.
Ö. hatte zunächst ein Teilgeständnis abgelegt, dieses aber bei der Eröffnung des Prozesses im Juni widerrufen. Er ließ in der Zwischenzeit ankündigen, beim Gerichtstermin am kommenden Dienstag aussagen zu wollen.
Wenn Ö.s Angaben zur mutmaßlichen Folter stimmten, sei es inakzeptabel, dass die CIA mit solchen Methoden operiert, sagt sein Verteidiger Gabor Subai. Auch der Ulmer Islamist Tolga D., der im Juni 2007 ebenfalls in Pakistan festgenommen worden war, berichtete nach SPIEGEL-Informationen in einer Vernehmung, er sei 14 Tage lang von mutmaßlichen CIA-Mitarbeitern verhört worden.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,647169,00.html